Dezember, 2016

 

Wechsel an der Spitze der Deutschen Rentenversicherung Bund

 

 

Berlin, 29. Dezember 2016

 

Gundula Roßbach ist vom 1. Januar 2017 an neue Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund. Sie folgt auf Dr. Axel Reimann, der in den Ruhestand wechselt. Nachfolgerin Roßbachs im Direktorium ist Brigitte Gross, bisher Leiterin der Abteilung Rehabilitation bei der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Die Wahl von Roßbach und Gross war bereits im Juni dieses Jahres durch die Mitglieder der Bundesvertreterversammlung, dem höchsten Selbstverwaltungsgremium der Deutschen Rentenversicherung Bund, erfolgt.

Ihre Ernennungsurkunden erhielten Roßbach und Gross Anfang Dezember im Rahmen eines Festaktes anlässlich der Verabschiedung von Reimann. Die Urkunden wurden durch die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales Gabriele Lösekrug-Möller überreicht.

Gundula Roßbach (52) war nach einer Tätigkeit bei einem Kommunalen Spitzenverband in Brandenburg seit 1997 bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) beschäftigt. Die Juristin und Diplom-Verwaltungswirtin war dort unter anderem als stellvertretende Leiterin der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen und Leiterin der Abteilung Prüfdienst tätig. 2006 ist Roßbach zur stellvertretenden Geschäftsführerin der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg gewählt worden, 2009 zur Geschäftsführerin. Seit 2014 ist sie Mitglied des Direktoriums der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Brigitte Gross (54) begann 1991 ihre Tätigkeit bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA). Die Juristin war in verschiedenen Bereichen des Hauses beschäftigt, unter anderem in der Rentenabteilung, in der Rehabilitationsabteilung sowie in der Personalabteilung. Seit 2009 leitet sie die Abteilung Rehabilitation bei der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Der scheidende Präsident Dr. Axel Reimann (65) war ab 2005 zunächst Mitglied des Direktoriums der Deutschen Rentenversicherung Bund. Seit 2014 ist er deren Präsident. Er studierte Mathematik und Wirtschaftswissenschaften und trat 1983 in den Dienst der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA). 1999 wechselte er zum Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR) und wurde dessen stellvertretender Geschäftsführer.

 

Kontakt:

Deutsche Rentenversicherung Bund

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation Ruhrstraße 2

10709 Berlin


Flexirente startet: Arbeiten jenseits der Regelaltersgrenze wird attraktiver

Wer nach Erreichen der regulären Altersgrenze arbeitet, kann ab 2017 seine Rente erhöhen. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Westfalen hin. Ab 1. Januar 2017 erhalten Bezieher einer vollen Rente nach Erreichen der regulären Altersgrenze die Möglichkeit, während einer Beschäftigung eigene Beiträge zur Rentenversicherung zu entrichten. Mit ihren eigenen Beiträgen und mit denen des Arbeitgebers können sie somit ihre Rente erhöhen. Einmal im Jahr – zeitgleich zur üblichen Rentenanpassung im Juli – wächst dann die Rente aufgrund der eingezahlten Beiträge aus dem Vorjahr an.

Diese Regelungen gehören zum ersten Teil der neuen Flexirente, die mit Beginn des Jahres 2017 in Kraft treten wird. Mit der Flexirente will der Gesetzgeber unter anderem Anreize für ein längeres Arbeiten geben. Denn bislang konnten Rentner jenseits der Regelaltersgrenze, die obendrein noch arbeiten, damit ihre Rente nicht erhöhen. Selbst der Arbeitgeberanteil konnte dafür nicht genutzt werden; er floss nämlich in die allgemeine Rentenkasse. Das ändert sich jedoch jetzt. Sowohl der Arbeitnehmer- als auch der Arbeitgeberanteil kann künftig in das persönliche Rentenkonto einfließen.

Voraussetzung dafür ist, dass der Arbeitnehmer dies seinem Arbeitgeber mitteilt und auf die sogenannte Versicherungsfreiheit verzichtet. Hintergrund: Eine Tätigkeit jenseits der Regelaltersgrenze ist für den Arbeitnehmer normalerweise rentenversicherungsfrei.

Fragen zum Thema beantworten auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am kostenlosen Servicetelefon unter 0800 1000 48011. Weitere Informationen gibt es außerdem in den Auskunfts- und Beratungsstellen und bei den Versichertenältesten.
Kontakt:
Jörg Grabenschröer
– Pressesprecher –
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Rentenversicherung Westfalen
Gartenstraße 194, 48147 Münster
Postanschrift: 48125 Münster
Telefon 0251 238-2049, Telefax 0251 238-2570
Mobil 0160 2448018
joerg.grabenschroeer@drv-westfalen.de
www.deutsche-rentenversicherung-westfalen.de


therapie Leipzig setzt bundespolitisch Zeichen

Gesundheitspolitik und Managementthemen im Fokus

Welchen Herausforderungen müssen sich Manager ambulanter und stationärer Therapie- und Rehabilitationseinrichtungen in Zukunft stellen? Welche Trends gibt es beim Praxismanagement? Berufspolitischen Fragen, Personal- und Unternehmensführung sowie neuen Marktpotenzialen widmet sich die therapie Leipzig vom 16. bis 18. März 2017. Im Auftaktsymposium des Bundesverbands ambulanter medizinischer Rehabilitationszentren (BamR), des Bundesverbands Geriatrie (BV Geriatrie) sowie der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED) diskutieren Vertreter aus Politik und Fachgesellschaften, was bis 2021 in der Reha politisch passieren muss.

„Unsere Branche muss in Zukunft eine weit höhere Flexibilität ihrer Leistungsangebote sicherstellen und viel stärker vernetzt arbeiten“, betont DEGEMED-Vorstandsvorsitzende Dr. Constanze Schaal. „Auf der therapie Leipzig loten wir die neuen Chancen und Anforderungen an das Management stationärer und ambulanter Einrichtungen aus.“

Zum Auftakt am 16. März stellt das gemeinsame Symposium von BamR, BV Geriatrie und DEGEMED unter dem Titel „Was muss in der Reha 2017-2021 politisch passieren?“ wesentliche gesundheitspolitische Weichenstellungen der kommenden Jahre in den Mittelpunkt.

Impulse setzen neben den Vertretern der Verbände ebenso Maria Michalk, MdB, Gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sowie Hilde Mattheis, MdB, Gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion.

Gesundheitspolitischer Auftakt: Mehr Gewicht für Prävention und Reha

„Das neue Flexirentengesetz sowie vor allem die darin festgeschriebene stärkere Gewichtung für Prävention und Rehabilitation sind zentrales Thema unserer Auftaktveranstaltung“, kündigt Dr. Schaal an. 2017 tritt dieses „Gesetz zur Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand und zur Stärkung von Prävention und Rehabilitation im Erwerbsleben“ in Kraft. „Seine Bedeutung für unsere Branche ist enorm und es gilt, die sich daraus ergebenden neuen Tätigkeitsfelder gemeinsam zu diskutieren und ihre Potenziale zu nutzen“, so Dr. Schaal. „Das Symposium auf der therapie Leipzig bietet uns die Möglichkeit zum intensiven Austausch, denn hier trifft sich die relevante Zielgruppe.“

Schwerpunkt sei eine „abholende Präventionsstrategie“, die auf die Berufstätigen zugehe und aktiv Angebote unterbreite – wie berufsbezogene Check-ups ab 45 Jahren: „Gefragt ist eine lebensbegleitende Unterstützung, die Arbeitsfähigkeit erhält. Wir Leistungserbringer können mit sozialmedizinischer Kompetenz bis Mitte 2017 mitgestalten, wie Inhalte und Finanzierung umgesetzt werden“, unterstreicht die DEGEMED-Chefin. „Die vielfältigen individuellen Bedürfnisse der Patienten erfordern neue Angebotsformen, die ambulant und stationär optimal verzahnen, Selbsthilfegruppen einbeziehen sowie zeitlich flexibel sind. Physio-, Ergo- und Sporttherapeuten, Logopäden, Rehamanager, Mediziner und auch Betriebsärzte müssen dafür an einem Strang ziehen, als Partner im Netzwerk kooperieren.“

BGM aus nationalem und internationalem Blickwinkel

Die gesundheitsförderliche Organisation von Arbeitsstrukturen und -prozessen erlangt in Unternehmen genauso wie in der therapeutischen Praxis einen immer höheren Stellenwert. Auf diesen Trend reagiert die therapie Leipzig mit einem Schwerpunkt zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM), der sowohl Grundlagen als auch Best-Practice-Beispiele vermittelt.

Das Fachsymposium „Betriebliches Gesundheitsmanagement aus internationaler und nationaler Perspektive: Welche Chancen bietet der Markt der Zukunft?“ des Deutschen Verbands für Gesundheitssport und Sporttherapie (DVGS) informiert am 17. März aus multidisziplinärer Perspektive über erfolgreiche Kernelemente im BGM und deren Wirksamkeit. Sichtweisen des Unternehmens, der Mitarbeiter und des Dienstleisters werden dabei kritisch beleuchtet. Zudem reflektieren die Vorträge Entwicklungen im Ausland ebenso wie Best-Practice-Beispiele aus nationalen Unternehmen. Des Weiteren werden Qualifikationsmöglichkeiten im Bereich BGM vorgestellt. Ein zweiteiliger Workshop „Fachberater BGM“ des DVGS befasst sich außerdem mit den Themen „Neue Ergonomie“ mit praktischen Tipps sowie „Fit am Arbeitsplatz“ mit alltagstauglichen Übungen.

„Wege der Physiotherapie in das betriebliche Gesundheitsmanagement“ betrachtet am 16. März das Symposium der VIP-Training GmbH, einem bundesweiten BGM-Dienstleister. Hierbei wird auf Grundlagen, Herausforderungen und Chancen des BGM eingegangen. In einer Roundtable-Diskussion werden Beispiele aus der Praxis sowie deren Umsetzung vorgestellt und Physiotherapeuten erhalten Anregungen für die eigene Arbeit.

Herausforderungen für das Management in stationären Einrichtungen

Vom Spagat zwischen Ökonomie und Bedarfsgerechtigkeit bis zu generationengerechtem Führen und Mitarbeitermotivation: An leitende Physiotherapeuten in stationären Einrichtungen richten sich die Themen des Managementforums des Deutschen Verbands für Physiotherapie (ZVK) am 16. März. Auf der Agenda stehen ebenfalls der aktuelle Stand des Krankenhausstrukturgesetzes (KHSG) sowie die Krankenhausfinanzierung und die Qualitätssicherung in der Physiotherapie. Eine Podiumsdiskussion rückt „Chancen und Herausforderungen für verbesserte und bedarfsgerechte Leistungen im stationären Bereich“ in den Fokus.

Den Umbruch des Reha-Marktes stellt das Fachseminar für stationäre Rehaeinrichtungen des Deutschen Vereins für Krankenhaus-Controlling (DVKC) am 16. März ins Zentrum. Erörtert werden „Konzepte als Ansatzpunkte zur wirtschaftlichen Steuerung“. Dabei geht es um Transparenz der Leistungen, Kostencontrolling und Belegungsmanagement sowie Personalgewinnung. Vorgesehen sind Vorträge zu Benchmarking und Therapie-/Kosten-Controlling-Strategie, patientenorientierter und integrierter Rehabilitation am Beispiel eines Reha-Zentrums sowie Investitionsfinanzierung.

Update ambulante Rehabilitation in Deutschland

Wie sieht die Deutsche Rentenversicherung Bund die Entwicklung der ambulanten Rehabilitation? Darüber diskutiert am 17. März das 6. Leipziger Symposium „Ambulante Rehabilitation in Deutschland“ des BamR im Rahmen der therapie Leipzig. Die Referenten gehen überdies darauf ein, wie sich Präventionsangebote erfolgreich realisieren lassen und berichten über den Umsetzungsstand des Entlassmanagements in Rehaeinrichtungen sowie über die Auswirkungen der aktuellen Rechtsprechung und der Vorgaben der Kostenträger auf den Fahrdienst in der ganztägigen ambulanten Rehabilitation.

Praxisoptimierung für niedergelassene Therapeuten

Mehr Erfolg für die therapeutische Praxis: Von Betriebswirtschaft bis Steuerrecht – in Kongressseminaren und Ausstellerworkshops erhalten niedergelassene Therapeuten auf der therapie Leipzig aktuelle Informationen für die eigene Praxis. So liefert das THERA-BIZ-Symposium „Praxisoptimierung & Zukunftssicherung“ am 17. März Hintergrundwissen unter anderem zu Praxisnachfolge, Praxisüber- oder -abgabe. Auf dem Programm stehen gleichermaßen die aktuelle Rechtsprechung zu sektoraler Heilpraktiker und Antikorruptionsgesetz, betriebliche Gesundheitsförderung, medizinische Fitness als Tätigkeitsfeld, Preisbildung, Praxisoptimierung in der Physiotherapie und Umsatzsteuer für Therapeuten.

Die „Erste Leipziger Tagung für Rezeptionsfachkräfte“ wird am 18. März von up|plus und Buchner & Partner veranstaltet. Das Spektrum reicht von Kommunikationstipps für die erfolgreiche Argumentation an der Rezeption und das Durchsetzen von Zahlungen am Desk bis zur Terminplanung. Zum Abschluss wird über „Rezeptionsfachkräfte und Chefs – so gelingt eine gutes Miteinander“ debattiert. Zudem wird das Thema Praxismanagement auch in der Fachmesse an allen drei Tagen gesetzt.

Ausstellerworkshops ergänzen das Angebot. So findet täglich das „Fachforum für Praxisinhaber: 4. Therapeutentag des Schweriner Rechenzentrums für Heilberufe GmbH“ statt – unter anderem mit rechtlichen Grundlagen der erfolgreichen Praxisführung. Am 17. März behandeln Workshops zur Sonderschau „Praxis der Zukunft 2020“ Praxisgestaltung, -marketing und -einführung sowie Kunden- und Mitarbeitergewinnung. Der Verband Physikalische Therapie (VPT) veranstaltet am 18. März den Workshop „Existenzgründung für Therapeuten“.

Über die therapie Leipzig
Die therapie Leipzig bietet als einzige Fachmesse mit Kongress für Therapie, Medizinische Rehabilitation und Prävention in Deutschland einen kompletten Marktüberblick. 2015 zeigten 315 Aussteller den 15.300 Messebesuchern ihre Innovationen und aktuelle Branchentrends. Den Kongress mit mehr als 200 Symposien, Seminaren und Workshops nutzten rund 2.850 Physio- und Ergotherapeuten, Masseure, Ärzte, Sportwissenschaftler und Sporttherapeuten sowie Führungskräfte von ambulanten Rehazentren, Akut- und Reha-Kliniken zur Fort- und Weiterbildung. 18 Verbände und wissenschaftliche Gesellschaften unterstützten die therapie Leipzig 2015 und wirkten an der Konzeption und Umsetzung des Fortbildungsprogrammes mit.


Ansprechpartner für die Presse

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Frau Karoline Nöllgen
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Stationäre Krankenhaus­kosten 2015 auf 84,2 Milliarden Euro gestiegen

Pressemitteilung Nr. 464 vom 20.12.2016


WIESBADEN – Die Kosten der stationären Krankenhausversorgung betrugen im Jahr 2015 rund 84,2 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 3,8 % mehr als im Jahr 2014 (81,2 Milliarden Euro).

Umgerechnet auf rund 19,2 Millionen Patientinnen und Patienten, die 2015 vollstationär im Krankenhaus behandelt wurden, lagen die stationären Krankenhauskosten je Fall bei durchschnittlich 4 378 Euro und damit um 3,3 % höher als im Jahr zuvor (4 239 Euro).

Die Gesamtkosten der Krankenhäuser beliefen sich im Jahr 2015 auf 97,3 Milliarden Euro (2014: 93,7 Milliarden Euro). Sie setzten sich im Wesentlichen aus den Personalkosten von 58,5 Milliarden Euro (+ 4,1 % gegenüber 2014), den Sachkosten von 36,2 Milliarden Euro (+ 3,4 %) sowie den Aufwendungen für den Ausbildungsfonds von 1,3 Milliarden Euro (+ 4,3 %) zusammen. Weitere 1,4 Milliarden Euro entfielen auf Steuern, Zinsen und ähnliche Aufwendungen sowie auf Kosten der Ausbildungsstätten.

In den Gesamtkosten waren Ausgaben für nichtstationäre Leistungen (unter anderem Kosten für die Ambulanz sowie für wissenschaftliche Forschung und Lehre) in Höhe von 13,1 Milliarden Euro enthalten.

Die durchschnittlichen stationären Kosten je Fall waren in Brandenburg mit 3 953 Euro am niedrigsten und in Hamburg mit 5 013 Euro am höchsten. Diese regionalen Unterschiede sind auch strukturell bedingt: Sie werden vom Versorgungsangebot sowie von der Art und Schwere der behandelten Erkrankungen beeinflusst.

Die deutlichste Steigerung der stationären Kosten je Fall im Vergleich zum Vorjahr gab es in Schleswig-Holstein mit + 5,0 %. Den geringsten Anstieg gab es im Saarland mit + 0,7 %.

Kosten der Krankenhäuser 2015
Land Kranken-
häuser
Fallzahl Brutto-
kosten 1
insgesamt
darunter Bereinigte
Kosten 2
Bereinigte
Kosten
je Fall
Personal-
kosten
Sach-
kosten
Anzahl in Milliarden Euro in Euro
1 Gesamtsumme der Krankenhauskosten bestehend aus Personal- und Sachkosten, Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sowie Steuern inklusive Kosten der Ausbildungsstätten und Aufwendungen für den Ausbildungsfonds.
2 Bruttokosten abzüglich nichtstationärer Kosten (zum Beispiel Ambulanz, wissenschaftliche Forschung und Lehre).
Deutschland 1 956 19 239 574 97,3 58,5 36,2 84,2 4 378
Baden-Württemberg 268 2 138 825 12,3 7,5 4,4 10,1 4 722
Bayern 360 2 959 312 15,2 9,1 5,6 13,2 4 448
Berlin 81 825 288 4,6 2,6 1,9 3,9 4 732
Brandenburg 56 564 722 2,3 1,3 1,0 2,2 3 953
Bremen 14 211 268 1,1 0,6 0,4 1,0 4 760
Hamburg 54 502 375 3,1 1,7 1,3 2,5 5 013
Hessen 162 1 369 768 6,8 4,0 2,6 6,1 4 439
Mecklenburg-Vorpommern 39 411 767 2,0 1,2 0,8 1,7 4 124
Niedersachsen 191 1 694 548 8,5 5,1 3,1 7,2 4 249
Nordrhein-Westfalen 352 4 546 310 22,8 13,9 8,2 19,5 4 283
Rheinland-Pfalz 90 942 187 4,5 2,9 1,5 4,0 4 228
Saarland 22 279 997 1,4 0,9 0,5 1,3 4 518
Sachsen 78 1 006 930 4,5 2,6 1,8 4,1 4 115
Sachsen-Anhalt 48 603 769 2,6 1,6 1,0 2,4 3 989
Schleswig-Holstein 97 599 675 3,2 1,8 1,3 2,7 4 501
Thüringen 44 582 837 2,6 1,6 0,9 2,4 4 051

Ausführliche Ergebnisse der Krankenhausstatistik 2015, differenziert nach Krankenhaustypen sowie nach Ländern, enthält die Fachserie 12, Reihe 6.3 „Kostennachweis der Krankenhäuser„. Weitere Ergebnisse können auch über die Datenbank der Gesundheitsberichterstattung des Bundes und in der Tabelle Kostennachweis der Krankenhäuser (23121-0001) in der GENESISOnline Datenbank abgerufen werden.

Weitere Auskünfte gibt:
Thomas Graf,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 81 69,
Kontaktformular


Deutsche Tinnitus-Liga e. V.: Knalltraumen durch Silvesterböller können Tinnitus auslösen

Ob bei einer gemütlichen Feier zu Hause mit den besten Freunden oder auf einer ausgelassenen Party: Manche Menschen verbinden ein gelungenes Silvesterfest auch mit Feuerwerk, Böllern und Raketen. Dabei wird allerdings oft die Gefahr der Knallkörper für das Gehör unterschätzt: Silvesterböller können in weniger als einer tausendstel Sekunde lebenslange Hörschäden sowie Tinnitus verursachen, so die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL).

„Viele Menschen, die durch Silvesterböller ein Knalltrauma erlitten haben, bekommen zusätzlich zu dem Hörverlust auch einen Tinnitus“, sagt Michael Bergmann, Geschäftsführer der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL). Denn: Eine häufige Ursache von Ohrgeräuschen ist eine Schädigung der Haarsinneszellen durch Lärm oder Knall. In bis zu 30 Prozent der Fälle ist dies der Auslöser. Sehr hohe Schallpegel, wie von Silvesterknallern, können die empfindlichen Hörzellen irreversibel schädigen. Bei Silvesterböllern wird ein Schalldruckpegel von rund 160 Dezibel erreicht. Für das Ohr besonders gefährlich sind Knalle. Spielzeugpistolen, Silvesterböller und Schreckschussrevolver können in weniger als einer tausendstel Sekunde lebenslange Hörschäden verursachen.

Besonders laut und entsprechend gefährlich für das Gehör sind beim Silvesterfeuerwerk auch Donnerschläge und Chinaböller. Die Lautstärke eines Donnerschlags liegt der Bundesinnung der Hörgeräteakustiker (biha) zufolge bei 150 Dezibel und übertrifft damit selbst einen Presslufthammer. Auch das Zischen von Raketen liegt schon bei ohrenbetäubenden 120 Dezibel. Insbesondere der unvorhersehbare Impulsknall einer explodierenden Rakete ist sehr gefährlich, so die biha.

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V. (DGHNO KHC) erleiden in Deutschland rund 8.000 Menschen jährlich eine Verletzung des Innenohres durch explodierende Feuerwerkskörper. Vor einigen Jahren habe sich die erlaubte Ladung an Sprengstoff erhöht, die Zahl der Patienten mit Verletzungen des Ohres sei jedoch gleich geblieben, antwortete die DGHNO KHC auf eine aktuelle Anfrage der DTL.

„Wichtig ist vor allem die Prävention: Am besten hält man größtmöglichen Abstand von Knallkörpern. Auch der Schutz durch Ohrstöpsel ist sehr sinnvoll. Hörgeräteakustiker bieten neben standardisiertem Gehörschutz auch individuell gefertigten Gehörschutz“, rät DTL-Geschäftsführer Michael Bergmann. „Das Gehör ist als Sinnesorgan von unschätzbarem Wert – seine Gesundheit sollte nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden.“

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Die DTL hat im Jahr 2016 ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert: Seit drei Jahrzehnten bietet die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. Hilfe zur Selbsthilfe – von Betroffenen für Betroffene. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörgeräteakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal.

Kontakt:
Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Sabine Wagner
Am Lohsiepen 18
42369 Wuppertal
Tel.: 0202 24652-24
Fax: 0202 24652-20
E-Mail: s.wagner@tinnitus-liga.de
www.tinnitus-liga.de

– Bei Veröffentlichung freuen wir uns über einen Beleg. –

 


Gelähmte können dank Roboter-Technik in Bad Tennstedt wieder gehen

MEDIAN Klinik Bad Tennstedt ist eines von rund zehn Querschnittsgelähmten-Zentren die innovative Exoskelett-Technologie einsetzen / Positive Erfahrungen nach acht Monaten in der klinischen Erprobung

Vom Hersteller speziell geschulte Therapeuten der MEDIAN Klinik Bad Tennstedt kümmern sich um die individuelle Anpassung des ReWalk-Exoskeletts bei einem Patienten.

Die Szene erinnert an Science-Fiction: An der MEDIAN Klink Bad Tennstedt lernen Querschnittgelähmte mit Hilfe eines so genannten Exoskeletts wieder gehen. Das akkubetriebene System besteht aus einem leichten, am Körper tragbaren Roboteranzug mit Motoren an den Hüft- und Kniegelenken. Während das außen liegende „Exo“-Skelett den Patienten stützt, ahmen die Motoren die natürlichen Laufbewegungen nach und lassen den Patienten wieder eigenständig gehen.

Intensives Training erforderlich
„Die Ergebnisse sind beeindruckend“, schwärmt Chefärztin Dr. Helgrit Marz-Loose. Die Fachärztin für Neurologie war bereits vor fünf Jahren, als die ersten Prototypen auf den Markt kamen, von der Technik fasziniert. Im April dieses Jahres initiierte sie dann für die Klinik Bad Tennstedt, die ein anerkanntes Querschnittgelähmten-Zentrum der Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegie e.V. ist, eine Kooperation mit „ReWalk“, einem der führenden Hersteller der jungen Branche. Heute ist die MEDIAN Klinik Bad Tennstedt eines von rund zehn Trainingszentren bundesweit, die die neue Technologie einsetzen und damit einer der Vorreiter. „Die Technik macht vieles möglich“, so Dr. Helgrit Marz-Loose, „aber man darf keine Wunder erwarten. Sie eignet sich auch für Patienten mit einer kompletten Lähmung der Beine, der Oberkörper muss aber relativ stabil und die Arme dürfen nicht beeinträchtigt sein. Zum anderen brauchen die Patienten ein intensives und anstrengendes Training, das nicht jeder schafft.“

Spezielle therapeutische Ausbildung
An der MEDIAN Klink Bad Tennstedt wurden darum die Therapeuten, die sich um die individuelle Anpassung der Geräte und das Training mit den Patienten kümmern vom Hersteller eigens ausgebildet. Besonders effektiv war dabei, die Technik auch an sich selbst zu testen und Einstellungen am eigenen Körper zu spüren, um den Betroffenen später Schritt für Schritt besser helfen zu können. „Wir erzielen auch bei Betroffenen Erfolge, die schon seit Jahren querschnittgelähmt sind. Auch Patienten in den besten Jahren können profitieren. “, so Chefärztin Dr. Marz-Loose weiter, „Wir haben 24 Behandlungsplätze für Querschnittsgelähmte Patienten und bisher sieben Patienten, die mit dem System trainieren oder trainiert haben. Unser erster Patient ist jetzt erfolgreich entlassen worden.“ Vier bis sechs Wochen dauert es von der Einweisung in die Bedienung des Roboter-Skeletts, das individuelle Anpassen an den Körper bis zum selbstständigen Gehen. Dann kann der Patient mit einer Fernsteuerung, vergleichbar einer Armbanduhr, die wichtigsten Einstellungen und die Feinjustierung selbst vornehmen.

Hilfe für Körper und Geist
Eine rechtzeitige Rehabilitation ist vor allem deshalb wichtig, weil durch die Querschnittslähmung auch andere Funktionen des Körpers in Mitleidenschaft gezogen werden: Die Muskeln bauen ab, die Knochendichte sinkt, die Verdauung wird verlangsamt und der Kreislauf wird instabiler. Die Bewegung mit dem Exoskelett hilft auch dabei diesen Einschränkungen entgegenzuwirken. Zwei Drittel der Patienten berichten sogar über eine deutliche Reduzierung von Spastiken durch die aufrechte Bewegung. Darüber hinaus bringt das System auch psychische Vorteile: Dank des aufrechten Gangs sind wieder Begegnungen „auf Augenhöhe“ möglich, die Mobilität lässt die Betroffenen wieder mehr am Leben teilhaben und sie berichten sogar von einem besseren Schlafverhalten. Das Ziel, die Technik später selbst einmal im Alltag einzusetzen, ist derzeit allerdings noch nicht für alle Patienten erreichbar. Denn nicht alle Kostenträger übernehmen die Anschaffung des rund 100.000 Euro teuren Geräts. Und privat erschwinglich wird die neue Technik für die wenigsten sein. Bei der MEDIAN Klinik Bad Tennstedt steht ein eigenes Exoskelett für 2017 im Übrigen auf der Anschaffungsliste weit oben.

Über die MEDIAN Klinik Bad Tennstedt
Die MEDIAN Klinik Bad Tennstedt gehört zu den derzeit 27 bundesweit anerkannten Behandlungszentren für Querschnittgelähmte. Die Klinik verfügt über ein breites Spektrum an Therapieeinrichtungen und Trainingsgeräten nach den neuesten Standards. Mit einem vorzugsweise aktiven Therapiekonzept werden die Betroffenen auf den Weg zur größtmöglichen Selbständigkeit begleitet. Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte sind in den Arbeitskreisen der Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegie (DMGP) aktiv. Sie verfügen über den neuesten Wissensstand und stehen kontinuierlich im fachlichen Austausch zwischen den Zentren.

Kontakt und Nachfragen:

MEDIAN Klinik Bad Tennstedt
Badeweg 2
99955 Bad Tennstedt

Kaufmännischer Leiter
Andreas Hopp
Telefon: +49 (0)36041 35-511
E-Mail: andreas.hopp@median-kliniken.de

Chefärztin Neurologie
Dr. med. Helgrit Marz-Loose
Telefon: +49 (0)36041 35-604
E-Mail: helgrit.marz-loose@median-kliniken.de

Internet: www.median-kliniken.de


Deutsche Hochdruckliga mit neuem Vorstand

Prof. Dr. med. Bernhard Krämer Quelle:idw

 

Professor Dr. med. Bernhard Krämer aus Mannheim ist neuer Vorstandsvorsitzender

 

Heidelberg, Dezember 2016 – Neuer Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hochdruckliga e. V. DHL® – Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention ist Professor Dr. med. Bernhard Krämer aus Mannheim. Der Arzt für Innere Medizin löst damit Professor Dr. med. Martin Hausberg aus Karlsruhe ab. Gemäß der Satzung wurde auch der Vorstand der DHL® neu gewählt. Seine Mitglieder bleiben bis zum Jahr 2019 für drei Jahre im Amt.

 

Prof. Dr. med. Bernhard Krämer Quelle:idw

Prof. Dr. med. Bernhard Krämer Quelle:idw

Zu den fachlichen Schwerpunkten von Professor Krämer gehören Hochdruck- und Nierenerkrankungen, also die sogenannte Nephrologie. Seit 2010 leitet er als Direktor die V. Medizinische Klinik der Universitätsmedizin Mannheim und hat einen Lehrstuhl für Innere Medizin mit Schwerpunkt Nephrologie der Medizinischen Fakultät Mannheim an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg inne. Der 59-Jährige studierte ab 1977 Medizin in Würzburg. Es folgten Stationen als Wissenschaftlicher Angestellter an der Medizinischen Universitätsklinik in Tübingen und ein Forschungsaufenthalt an der Harvard Medical School, Boston. An die Habilitation und den Erwerb der Lehrbefugnis im Jahr 1992 in Tübingen schlossen sich der Aufbau und die Leitung des Bereichs Nephrologie an der neu gegründeten Universitätsklinik Regensburg an. Dort war Professor Krämer ab 1995 auch für den Aufbau und die Leitung des neugegründeten Transplantationszentrums verantwortlich und ab 1998 als Universitätsprofessor für Innere Medizin mit Schwerpunkt Nephrologie an der Medizinischen Fakultät der Universität tätig. 2008 folgte er dem Ruf als Direktor der Medizinischen Klinik I am Marienhospital Herne, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum und als Lehrstuhlinhaber für Innere Medizin/Nephrologie an der Ruhr-Universität Bochum. Zwei Jahre später trat er seine heutige Position an.

 

Als Vorsitzender der DHL® begleitet Professor Krämer zusammen mit seinem Vorgänger Professor Hausberg den 41. Wissenschaftlichen Jahreskongress, der vom 10. bis 11. November 2017 unter dem Motto „Volkskrankheiten Diabetes und Bluthochdruck: vorbeugen, früh erkennen, optimal behandeln“ gemeinsam mit der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Mannheim stattfindet.

 

Wieder in den Vorstand gewählt wurden Professor Dr. med. Bernd Sanner aus Wuppertal, Professor Dr. med. Burkhard Weisser aus Kiel sowie Professor Dr. med. Peter Trenkwalder aus Starnberg, der im neuen Vorstand das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden übernimmt. Begründet durch die sechsjährige Mitgliedschaft standen der ehemalige Vorsitzende Professor Dr. med. Martin Hausberg aus Karlsruhe und die ehemalige stellvertretende Vorsitzende Privatdozentin Dr. med. Anna Mitchell aus Dorsten sowie Professor Dr. med. Reinhold Kreutz aus Berlin nicht mehr zur Wahl.

 

Als neue Mitglieder wurden in den Vorstand gewählt: PD Dr. rer. nat. Kristina Kusche-Vihrog, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Physiologie II der Universität Münster, sowie Professor Dr. med. Joachim Weil, Direktor der Sana CardioMed Nord und Chefarzt der Medizinischen Klinik II – Kardiologie und Angiologie, Sana Kliniken Lübeck. Ebenso neu gewählt wurde Professor Dr. med. Ulrich Wenzel, Oberarzt am Zentrum für Innere Medizin III, Medizinische Klinik und Poliklinik Nephrologie/Rheumatologie mit Sektion Endokrinologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Neu besetzt ist auch das Amt des Patientenvertreters im Vorstand: Auf Werner Eichbauer folgt Ines Petzold. Sie ist Krankenschwester und Assistentin für Hypertonie und Prävention DHL® an der II. Medizinischen Klinik des Städtischen Klinikums Dresden-Friedrichstadt.

 

 

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Über die Deutsche Hochdruckliga DHL®– Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention

Die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® bündelt die Expertise zur arteriellen Hypertonie in Deutschland. Gegründet 1974, engagiert sie sich seitdem für eine bessere Versorgung von Menschen mit Bluthochdruck. Weltweit bleibt Bluthochdruck die größte Gefahr für die Gesundheit. Deshalb verfolgt die DHL® das Ziel „30-50-80“: Jeder Mensch ab 30 Jahren sollte seinen Blutdruck kennen. Ab 50 sollte der Blutdruck bei jedem kontrolliert und gut eingestellt sein. Menschen mit 80 sollten nicht an Folgeschäden des Bluthochdrucks wie Schlaganfall oder Herzinfarkt leiden.

 

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Pressekontakt für Rückfragen:

Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL®

Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention

Pressestelle

Stephanie Priester

Postfach 30 11 20

70451 Stuttgart

Tel.: 0711 8931-605

Fax: 0711 8931-167

priester@medizinkommunikation.org

www.hochdruckliga.de


psychenet.de: Hamburger Netz für psychische Gesundheit wird bundesweit aktiv

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN)
psychenet – Hamburger Netz psychische Gesundheit

 

Jeder dritte Mensch wird einmal in seinem Leben psychisch krank. Häufig dauert es Jahre, ehe eine Diagnose gestellt wird. Gleichzeitig führen psychische Erkrankungen noch immer zu Verunsicherung und Ängsten in der Bevölkerung und zur Ausgrenzung der Betroffenen und ihren Angehörigen. Das vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) koordinierte Hamburger Netz für psychische Gesundheit sorgt seit 2011 mit dem Portal psychenet.de für Aufklärung und wissenschaftlich gesicherte Informationen. Dank der Förderung der DGPPN wird es nun fortgesetzt und auf die gesamte Bundesrepublik ausgeweitet.

Wenn es um psychische Erkrankungen geht, herrschen immer noch große Informationsdefizite – sowohl bei den Betroffenen selbst als auch in der Bevölkerung. Um der Verunsicherung mit verständlichen und gleichzeitig fundierten Informationen zu Krankheitsbildern und Behandlungsmethoden entgegenzuwirken, wurde 2011 das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt psychenet – Hamburger Netz psychische Gesundheit ins Leben gerufen. Zentrale Elemente des Projektes sind eine Aufklärungskampagne sowie ein Internetportal, das sich an die Öffentlichkeit sowie an Angehörige und Betroffene richtet. Dahinter steht ein Netzwerk in der Region Hamburg, das aus mehr als 100 wissenschaftlichen und medizinischen Einrichtungen, Beratungsstellen, dem Senat der Freien und Hansestadt Hamburg und der Handelskammer Hamburg, Unternehmen sowie Betroffenen- und Angehörigenverbänden besteht.

„Als Fachgesellschaft setzen wir uns dafür ein, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen unbehelligt von Vorurteilen leben können und jederzeit und überall die notwendigen Hilfen erhalten. Eine wichtige Voraussetzung dafür sind niedrigschwellige und fachlich geprüfte Informationen, die Berührungsängste abbauen und Entscheidungshilfen bieten. Das Projekt psychenet hat seit Jahren Vorbildcharakter und ist besonders unterstützenswert“, so DGPPN-Präsidentin Dr. Iris Hauth. Deshalb hat sich die Fachgesellschaft entschieden, psychenet als Kooperationspartner zu fördern, damit das Angebot fortgeführt und das Netzwerk auf die gesamte Bundesrepublik ausgeweitet werden kann.

Prof. Dr. Dr. Martin Härter, wissenschaftlicher Sprecher von psychenet und Institutsdirektor am UKE, begrüßt die Partnerschaft mit der DGPPN: „Wir freuen uns, dass wir das Projekt nicht nur fortführen, sondern auch weiterentwickeln können. Für Anfang 2017 ist die Erneuerung des Internetportals geplant. In einem nächsten Schritt wollen wir weitere Themen aufbereiten und unser Netzwerk bundesweit aufbauen.“

 

Über psychenet
psychenet – Hamburger Netz psychische Gesundheit war ein vom BMBF 2011 bis 2015 gefördertes Projekt (Förderkennzeichen 01KQ1002B). psychenet verfolgte das übergeordnete Ziel: „Heute und in Zukunft psychische Gesundheit fördern und psychische Erkrankungen früher erkennen und nachhaltiger behandeln.“ Durchgeführt bzw. etabliert wurden unter anderem eine multimediale Aufklärungs- und Bildungskampagne, ein interaktives Internetportal, Peer-Beratung für Betroffene und Angehörige an verschiedenen Hamburger Kliniken sowie fünf spezifische Gesundheitsnetze zur evidenzbasierten Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Das Internetportal psychenet.de bietet unter anderem Informationen zu verschiedenen psychischen Erkrankungen und anderen Themen rund um psychische Gesundheit, Selbsttests und Entscheidungshilfen zu häufigen psychischen Erkrankungen sowie Informationen zum Hilfesystem.

Über die DGPPN
Die DGPPN ist die größte medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft für Fragen der psychischen Erkrankungen in Deutschland. Sie macht sich für eine optimale Versorgung der Patienten stark, entwickelt wissenschaftliche Leitlinien, fördert die Aus-, Fort- und Weiterbildung und engagiert sich in der Erforschung psychischer Erkrankungen zur Weiterentwicklung von Diagnostik und Therapie. Im Zentrum steht dabei die ganzheitliche Sicht auf den Menschen mit allen individuellen psychischen, körperlichen und sozialen Aspekten.

 

Kontakt
DGPPN-Pressestelle
Reinhardtstraße 27 B
10117 Berlin
Tel.: 030.2404 772-11
E-Mail: pressestelle[at]dgppn.de

 

Pressekontakt psychenet
Dr. Sarah Liebherz
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, UKE
Martinistraße 52
20246 Hamburg
Telefon: 040 7410 57969
E-Mail: presse[at]psychenet.de


Deutsche Vereinigung für Rehabilitation wählt neuen Vorstand

Von links: Edelinde Eusterholz, Prof. Dr. Bernhard Greitemann, Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Walter Krug, Dr. Rolf Buschmann-Steinhage und Arnd Longrée (Marion Rink war beim Fototermin nicht anwesend)

Von links: Edelinde Eusterholz, Prof. Dr. Bernhard Greitemann, Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Walter Krug, Dr. Rolf Buschmann-Steinhage und Arnd Longrée (Marion Rink war beim Fototermin nicht anwesend)

Mit der Neuwahl des Hauptvorstands und des geschäftsführenden Vorstands wurde am 9. Dezember 2016 die turnusmäßige Vorstandswahl der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) abgeschlossen. Als Vorsitzender der DVfR wurde Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann bestätigt.

Die Mitgliederversammlung der DVfR hat am 14. Oktober 2016 den Hauptvorstand (HV) für die nächste vierjährige Amtsperiode gewählt. Das 32-köpfige Gremium ist das zentrale Beschluss­organ der DVfR. Zählt man die gewählten zwei Stellvertreter jedes HV-Mitglieds hinzu, gehören insgesamt 96 Personen aus allen fünf Mitgliedergruppen der DVfR dem Hauptvorstand an. Dieser wählte vor wenigen Tagen aus seinem Kreis den geschäftsführenden Vorstand (GV), womit die Vorstandswahl der DVfR ihren vorläufigen Abschluss fand.

Der geschäftsführende Vorstand besteht aus sieben Personen. In ihren Ämtern bestätigt wurden Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann (Kreuznacher Diakonie) als Vorsitzender der DVfR, Marion Rink (BAG Selbsthilfe) als zweite stellvertretende Vorsitzende, Edelinde Eusterholz (Verband der Ersatzkassen) als Schriftführerin, Dr. Rolf Buschmann-Steinhage (Deutsche Rentenversi­cherung Bund) als Schatzmeister und Walter Krug (BBW Abensberg / BAG Berufsbildungswerke) als stellvertretender Schatzmeister.

Dem geschäftsführenden Vorstand gehören neu an: Arnd Longrée (Deutscher Verband der Ergotherapeuten), der zum ersten Stellvertreter des Vorsitzenden gewählt wurde, und Prof. Dr. Bernhard Greitemann (Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie / Vereinigung Technische Orthopädie), der das Amt des stellvertretenden Schriftführers übernimmt.

Aus dem GV ausgeschieden sind Raimund Klier (Deutscher Verband der Ergotherapeuten e. V.) und Prof. Dr. Hans-Peter Kaps (Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie).

Rückblickend auf die vergangene Wahlperiode dankte Dr. Schmidt-Ohlemann allen ausgeschie­denen Vorstandsmitgliedern für ihre engagierte Vorstandsarbeit. Bei seiner Begrüßung der neu­gewählten Vorstandsmitglieder verwies der Vorsitzende darauf, dass der Hauptvorstand ein breites Spektrum von Akteuren im Bereich der Rehabilitation und Teilhabe repräsentiere und auch im Hinblick auf Kontinuität und Erneuerung personell gut aufgestellt sei. „Über 40 Prozent der Gewählten sind erstmals in unserem Gremium vertreten. In einer Zeit, in der fast überall von Personal- und Ressourcenknappheit die Rede ist, ist es bemerkenswert, dass sich wieder viele Experten für die Vorstandsarbeit in der DVfR bereitgefunden haben. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Ihnen.“

In seiner konstituierenden Sitzung verständigte sich der Hauptvorstand auf zentrale Schwer­punkte für die kommende Wahlperiode: die kritische Begleitung der Umsetzung und Wirkungen der Gesetzesnovelle des SGB IX einschließlich des Bundesteilhabegesetzes sowie die stärkere Teilhabeorientierung und Partizipation bei der Ausgestaltung von Leistungsangeboten und in der Forschung. Darauf gerichtete konkrete Vorhaben der Fachausschüsse, Veranstaltungen und Projektarbeit werden demnächst in einem Arbeitsplan festgelegt.

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation, Teilhabe und Selbstbestimmung.


Reha-Kliniken bestimmen auf Reha-Wirtschaftstag 2016 ihre zentralen Forderungen für das Wahljahr 2017

Presseinformation

 

„Worauf es ankommt!“

Reha-Kliniken bestimmen auf Reha-Wirtschaftstag 2016 ihre zentralen Forderungen für das Wahljahr 2017

 

Berlin, 13.12.2016

 

Über 130 Vertreter von Reha-Einrichtungen aus ganz Deutschland bestimmten auf dem Reha-Wirtschaftstag am 13.12.2016 in Berlin die wichtigsten Forderungen der Reha-Branche an die Politik im bevorstehenden Wahljahr. Die Branchenvertreter stimmten mit elektronischer Unterstützung über Vorschläge ab, die zuvor die Fachgruppe Reha des Verbandes der Krankenhausdirektoren (VKD – Fachgruppe Reha) und die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED) entwickelt hatten.

 

Ganz vorne auf der Liste: das Rehabilitationsbudget der Rentenversicherung bedarfsgerecht festlegen (17%) und den Zugang zur medizinischen Rehabilitation für die Patienten barrierefrei gestalten (16,4%).

 

Ebenfalls wichtig sind aus Sicht der Einrichtungsvertreter die Sicherstellung der Gleichbehandlung von Leistungserbringern in den Sektoren sowie die Umsetzung von Reha vor Pflege (jeweils 15,7%).

 

„Die Bundesregierung hat zwar in der ablaufenden Legislaturperiode viel im Gesundheits- und Sozialbereich auf den Weg gebracht. Gleichzeitig hat sie aber drängende Probleme im Reha-Bereich wie den Investitionsstau oder die fehlende Transparenz der Marktbedingungen nicht gelöst“, bewertet der Vorsitzende der Fachgruppe Reha Achim Schäfer die aktuelle Situation. Das Votum der Branche sei eindeutig und beschreibe klar die Aufgaben der Politik.

 

DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall unterstreicht: „Es ist richtig, wenn sich die Reha-Einrichtungen schon vor Beginn des Wahljahres positionieren und ihre Erwartungen an die künftige Bundesregierung formulieren. Denn wir können nur selbst als Reha-Branche unsere Interessen wirksam nach außen vertreten. Andere werden es nicht tun!“

 

DKI-Geschäftsführerin Gabriele Gumbrich ist überzeugt, dass der Reha-Wirtschaftstag 2016 das richtige Signal geben hat: „Die Beteiligung so vieler Experten aus der Reha-Branche an der Abstimmung verschafft den Forderungen die notwendige Legitimität. Wir sind sehr zufrieden, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern den Reha-Wirtschaftstag als passendes Format veranstalten können.“

 

Der Reha-Wirtschaftstag wird seit drei Jahren jährlich vom Deutschen Krankenhausinstitut (DKI) veranstaltet. Kooperationspartner sind der VKD – Fachgruppe Reha und die DEGEMED.

 

 

 

Weitere Informationen:

 

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V.

Dr. Matthias Witzmann, Fasanenstraße 5, 10623 Berlin

Tel.: 030 28 44 96 6; Mail: m.witzmann@degemed.de ; Netz: www.degemed.de

 

Verband der Krankenhausdirektoren – Fachgruppe Rehabilitationseinrichtungen

Vorsitzender Achim Schäfer, MZG Westfalen, Peter-Hartmann-Allee 1, 33175 Bad Lippspringe

Tel.: 05252 – 951001; Mail: vorsitz@lag-medreha-nrw.de ; Netz: www.vkd-online.de

 

Deutsches Krankenhausinstitut GmbH

Gabriele Gumbrich, Hansaallee 201, 40549 Düsseldorf

Tel.: 0211 47051-12; E-Mail: gabriele.gumbrich@dki.de ; Netz: www.dki.de