Montag, November 28th, 2016

 

Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Geriatrie berät über Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen

Pressemitteilung 4-2016 (28.11.2016)

Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Geriatrie berät über Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen/Facharzt für Geriatrie gefordert/Präsentation der Neuauflage des Weißbuchs Geriatrie

 Im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Geriatrie haben Experten aus 331 Fachabteilungen bzw. Einrichtungen für Altersmedizin über die Weiterentwicklung der fachspezifischen Versorgungsstrukturen und die gesundheitspolitischen Beschlüsse der Bundesregierung beraten. In diesem Kontext wurde das neue Weißbuch Geriatrie vorgestellt.

 

Die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Frau Barbara Klepsch, hob in ihrem Grußwort die Bedeutung der medizinischen Versorgung betagter und hochbetagter Patienten hervor. Facharzt für Geriatrie gefordert.                        

 

„Wir freuen uns, dass im Bundesland Sachsen die Versorgung geriatrischer Patienten eine hohe politische Aufmerksamkeit erhält“, mit diesen Worten bedankte sich der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Geriatrie, Herr Ansgar Veer, für ihr Grußwort bei der Sächsischen Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Frau Barbara Klepsch. Frau Staatsministerin Klepsch hatte zuvor die Bedeutung der Fachabteilungen bzw. Fachkrankenhäuser für Geriatrie betont und deutlich gemacht, dass die Vernetzung der verschiedenen Versorgungsebenen eine zentrale Aufgabe bei der Gestaltung der Versorgungsstrukturen ist. Durch die Förderung entsprechender Modellprojekte ist in diesem Bereich das Bundesland Sachsen innovativ aufgestellt.

 

Die Weiterentwicklung der fachspezifischen Versorgungsstrukturen war ein zentrales Thema bei der diesjährigen Fachtagung. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in Deutschland wird die Gruppe der betagten und hochbetagten Patienten weiter zunehmen. Wie diese fachlich sinnvoll und zugleich wohnortnah medizinisch versorgt werden kann, wurde von den Experten umfassend erörtert. Zentrale Themen waren dabei eine bessere Patientensteuerung, eine stärkere Vernetzung zwischen den verschiedenen Versorgungssektoren sowie Sicherung und Ausbau der Qualifikation der Behandler. So wurde zum weiteren Ausbau des hohen Versorgungsstandards im ärztlichen Bereich in den Kliniken u.a. die Einführung eines Facharztes für Geriatrie gefordert. Zudem sollte über entsprechende Weiterbildungskurse für niedergelassene Ärzte die geriatrische Grundkompetenz in diesem Bereich gefestigt werden.

 

Um die weitere Planung der Versorgung geriatrischer Patienten, u.a. für politische Entscheidungsträger zu erleichtern bzw. die notwendige Transparenz herzustellen, hat der Bundesverband Geriatrie im Jahre 2010 erstmals ein Weißbuch Geriatrie herausgebracht. In diesem sind die Grundlagen der Versorgung dieser speziellen Patientengruppe umfassend beschrieben und der zukünftige Versorgungsbedarf analysiert. Zudem gibt es eine detaillierte Übersicht, der bestehenden Geriatrien in Deutschland. Dieses Standardwerk wurde im Jahre 2016 überarbeitet und im Rahmen der Mitgliederversammlung in seiner Neuauflage der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

 

 

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Deutlicher Anstieg bei Ess-Störungen

Quelle: BARMER GEK

Quelle: BARMER GEK

Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter Ess-Störungen. So ist die Zahl der Betroffenen bundesweit von etwa 390.000 auf rund 440.000 zwischen den Jahren 2011 und 2015 (plus ca.13 Prozent) angestiegen.

Dies geht aus aktuellen Hochrechnungen der Barmer GEK zu Ess-Störungen hervor, zu denen unter anderem Magersucht und Bulimie gehören. „Dass immer mehr Menschen unter Ess-Störungen leiden, beobachten wir mit großer Sorge. Oftmals nehmen die Betroffenen ihr Essverhalten nicht als krankhaft wahr. Hier ist die Rückmeldung von Eltern und Freunden gefragt“, sagt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer GEK. Ess-Störungen gehörten in die Hand eines medizinischen Expertenteams. Neben den psychischen Beeinträchtigungen können sie auch schwerwiegende organische Schäden nach sich ziehen und schlimmstenfalls sogar tödlich enden.

Dunkelziffer bei Magersucht dürfte um Vielfaches höher liegen

Unter Magersucht litten im vergangenen Jahr bundesweit 9.627 BARMER GEK Versicherte und damit 14 Prozent mehr als noch im Jahr 2011 (8.442). Dabei hat es einen Anstieg der Fallzahlen in allen Bundesländern gegeben, vor allem aber in den Bundesländern, die noch relativ wenige Betroffene haben. Am höchsten war die Steigerungsrate in Brandenburg mit knapp 55 Prozent. Die meisten Barmer GEK Versicherten mit der Diagnose Magersucht hat es im Jahr 2015 in den bevölkerungsstarken Ländern Nordrhein-Westfalen (2.466) und Bayern (1.308) gegeben. „Den vermeintlich niedrigen Fallzahlen zum Trotz ist Magersucht gerade bei Frauen ein sehr ernst zu nehmendes Problem. Denn die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen“, sagt Marschall. Stress, Leistungsdruck und falsche Vorbilder könnten dazu führen, dass Frauen magersüchtig würden.

Mehr Infos zu diesem Thema in unserem Broschürencenter unter dem Stichwort „Essstörungen“: www.barmer-gek.de/a000690

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