Montag, November 7th, 2016

 

Diagnose Adipositas: Wenn eine Reha helfen kann, wieder Schritt zu halten

Es trifft Kleinkinder ebenso wie Jugendliche: Viele von ihnen leiden unter schweren chronischen Erkrankungen. Für sie bietet die gesetzliche Rentenversicherung besondere Rehabilitationen an, damit sie im Alltag mit Gleichaltrigen wieder Schritt halten können. So ließen sich bis September dieses Jahres fast 900 junge Patienten in einer Rehaklinik auf Kosten der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover behandeln, teilte der niedersächsische Rentenversicherer jetzt mit.

Die meisten Mädchen und Jungen wurden wegen ihres starken Übergewichts behandelt: Bei 183 Patienten lautete die Diagnose Adipositas. 145 Heranwachsende litten unter Asthma bronchiale. Außerdem kamen 132 Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache in eine Klinik.
Bis zum 27. Lebensjahr kann der Nachwuchs eine solche Therapie erhalten. Dafür müssen Eltern zuerst einen Antrag stellen. Patienten unter zehn Jahren können sogar von einem Elternteil begleitet werden. Die Kosten dafür übernimmt die Rentenversicherung.
Einen Antrag für eine Rehabilitation gibt es im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung-braunschweig-hannover.de. Dort werden auch eine Broschüre und ein Info-Flyer zum Herunterladen angeboten. Fragen beantworten Experten zudem am kostenlosen Servicetelefon unter 0800 1000 48 00.
Nr. 24/15

Kontakt:

Deutsche Rentenversicherung
Braunschweig-Hannover

Ihre Pressestelle
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Postanschrift: 30875 Laatzen
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www.deutsche-rentenversicherung-braunschweig-hannover.de


„Entwurf zum Bundesteilhabegesetz ist eine verpasste Chance!“ – DEGEMED kritisiert Bundesteilhabegesetz

Presseinformation

 

 

Berlin, 07.11.2016

Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED) kritisiert anlässlich der heutigen Anhörung im Deutschen Bundestag den Entwurf der Bundesregierung für ein Bundesteilhabegesetz. Vor allem die Änderungen SGB IX – dem Rahmenrecht der Rehabilitation und Teilhabe – gehen nach Ansicht der DEGEMED nicht weit genug.

„Das aktuelle Gesetz erfüllt leider nicht vollständig unsere Erwartungen“, bedauert die DEGEMED-Vorsitzende Dr. Constanze Schaal. „Die Chance, die Rechte der Leistungserbringer im Reha-Bereich zu stärken und für mehr Transparenz und Verbindlichkeit in den Leistungsbeziehungen zu sorgen, wurde verpasst“, so Schaal weiter. Das Gesetz bleibe zudem hinter vielen berechtigten Erwartungen der Behinderten- und Sozialverbände zurück.

„Zu begrüßen sind aus unserer Sicht die mit dem Gesetz angestrebte Verbesserung und Beschleunigung der trägerübergreifenden Zusammenarbeit“, ergänzt DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall. Die DEGEMED wird sich weiterhin für einen barrierefreien Zugang zu Reha-Leistungen und eine Stärkung des Wunsch- und Wahlrechts von Menschen mit Behinderungen einsetzen.

 

 

 

Weitere Informationen:

DEGEMED

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V.

Dr. Matthias Witzmann

Fasanenstraße 5, 10623 Berlin

Tel.: 030 28 44 96 6, Fax: 030 28 44 96 70

E-Mail: m.witzmann@degemed.de

Internet: www.degemed.de


Eingliederungshilfe ist keine Pflege! bpa fordert beim Bundesteilhabegesetz mehr Mitsprache für die Leistungserbringer

Berlin (ots) – Zur heutigen Anhörung des Bundesteilehabegesetzes (BTHG) im Deutschen Bundestag erklärt bpa-Geschäftsführer Herbert Mauel:

„Wir begrüßen, dass die soziale Teilhabe von Menschen mit Behinderungen sowie ihr Wunsch- und Wahlrecht durch das neue Bundesteilhabegesetz gestärkt werden. Wir warnen aber davor, dass die Bundesländer das Gesetzgebungsverfahren nutzen wollen, um sich auf Kosten der Pflegeversicherung finanziell zu entlasten. So ambitioniert der Verzicht auf die Unterscheidung zwischen ambulanten, teilstationären und stationären Leistungen sein mag, darf bei der Schnittstellenproblematik Pflege – Eingliederungshilfe – Sozialhilfe nicht der Eindruck entstehen, es ginge vor allem darum, möglichst hohe Leistungen aus der Pflegeversicherung abzweigen zu können.

Der Gesetzesentwurf vermittelt noch immer den Eindruck, dass die Leistungserbringer nur eine sehr geringe Rolle spielen. Das sehr leistungsfähige System der Einrichtungen wird nicht als Teil des kommenden Entwicklungsprozesses begriffen. Hieraus kann eine erhebliche Verunsicherung entstehen nicht nur für Träger, sondern insbesondere für betroffene Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Insofern muss der Gefahr struktureller Unterversorgung besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Bei der weiteren Diskussion müssen daher neben den einzelnen leistungsberechtigten Menschen mit Behinderung zwingend auch immer die Einrichtungen in den Blick genommen und in den Prozess eingebunden werden.“

Die bpa-Stellungnahme finden Sie hier: http://www.bpa.de/Fachinformationen-Positionen.19.0.html?&no_cache=1&tx_bpadocumentlist_pi1%5Buid%5D=676446

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 9.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 290.000 Arbeitsplätze und circa 22.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 23 Milliarden Euro.

Pressekontakt:

Für Rückfragen: Olaf Bentlage, bpa-Pressesprecher, Tel.: 030/30 87 88
60, www.bpa.de

Wie lässt sich die berufliche Teilhabe von Menschen mit Diabetes gestalten?

REHADAT-Pressemitteilung 6/2016

 

Wie lässt sich die berufliche Teilhabe von Menschen mit Diabetes gestalten?

Die neue Broschüre der REHADAT-Wissensreihe zeigt, wie es gehen kann.

 

rehadat-diabetesAktuellen Schätzungen zufolge leben in Deutschland 6 Mio. Menschen mit einem bekannten Diabetes mellitus und 2 Mio. Menschen mit einer noch unentdeckten Zuckerkrankheit – viele davon im erwerbsfähigen Alter. Eine wesentliche Voraussetzung für eine gelungene berufliche Teilhabe ist die passende Gestaltung der Arbeit. Doch wie kann diese genau aussehen?

 

Die neueste Ausgabe der REHADAT-Wissensreihe „Ich bin doch nicht aus Zucker!“ beschreibt anhand praxisnaher Lösungen, wie z. B. moderne Therapien, gute Arbeitsorganisation oder der Einsatz von Hilfsmitteln die berufliche Teilhabe unterstützen können. Besonders wichtig sind auch informierte Arbeitgeber und Kollegen, die keine falschen Vorstellungen von der Erkrankung haben.

 

In kompakter Form werden Informationen z. B. über den Diabetes mellitus selbst, Grad der Behinderung, Arbeitsschutz, Fahreignung, Auskunftspflicht, betriebliche Diabetesprävention, Therapie, Erste Hilfe, Arbeitsorganisation, Arbeitsumfeld und Hilfsmittel gegeben. Man findet außerdem weiterführende Informationen bei REHADAT, relevante Organisationen und Netzwerke sowie Literaturhinweise.

 

Die kostenlose Wissensreihe wendet sich an Arbeitgeber, betroffene Arbeitnehmer sowie alle Fachleute, die an der beruflichen Teilhabe von Menschen mit Erkrankung oder Behinderung beteiligt sind.

 

Hier finden Sie die neueste Ausgabe der REHADAT-Wissensreihe: http://rehadat.link/publikationen

 

REHADAT ist das zentrale Informationsangebot zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Es ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert wird.

 

Kontakt für Rückfragen: Maisun Lange, Tel. 0221 4981-808, lange@iwkoeln.de oder Rieke Menne, Tel. 0221 4981-835, menne@iwkoeln.de.

 

Freundliche Grüße

Anja Brockhagen
Referentin
Kompetenzfeld Berufliche Teilhabe und Inklusion

Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.
Postfach 10 19 42 / 50459 Köln
Konrad-Adenauer-Ufer 21 / 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845
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