November, 2016

 

„Impulse für den Bereich der medizinischen Rehabilitation“

Presseinformation

„Impulse für den Bereich der medizinischen Rehabilitation“

DEGEMED begrüßt Referentenentwurf des Gesetzes zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz – HHVG)

Berlin, 30.11.2016. Der Entwurf für ein Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz zielt auf eine deutliche Verbesserung der Qualität in diesen Leistungsbereichen. „Der intensive Preiswettbewerb in den letzten Jahren hat sich nicht ausgezahlt. Er ging deutlich zu Lasten der Patienten. Gut, dass der Gesetzgeber nun reagiert“, so die Einschätzung von DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall anlässlich der heutigen Anhörung im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages.

Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED) sieht in dem Gesetzentwurf positive Impulse auch für den Bereich der medizinischen Rehabilitation. „Die Ausgangslage ist vergleichbar. Die Krankenkassen haben in beiden Bereichen seit langem ihre Beschaffungspolitik fast ausschließlich am Preis ausgerichtet. Künftig soll bei den Hilfsmitteln die Qualität aber eine wesentliche Rolle spielen. Damit besteht die Chance, die Versorgung deutlich zu verbessern. Das wollen wir auch in der Reha erreichen“, fordert Lawall.

Richtig sei auch das Erproben von sogenannten „Blankoverordnungen“ bei Heilmitteln. „Wir brauchen einfache und unbürokratische Zugangswege, die der Logik der Leistungsberechtigten folgen und nicht irgendwelchen Antragsformularen. Wir wissen es doch längst: Schlechte Versorgungsqualität und hohe Zugangshürden verursachen hohe Folgekosten. Wir als DEGEMED begrüßen daher den Gesetzentwurf ausdrücklich“, so Lawall.

Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED) ist Spitzenverband der medizinischen Rehabilitation und vertritt in ganz Deutschland indikationsübergreifend die Interessen stationärer und ambulanter Reha-Einrichtungen in öffentlicher, frei-gemeinnütziger und privater Trägerschaft.

Weitere Informationen:

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V.
Dr. Matthias Witzmann
Fasanenstraße 5, 10623 Berlin
Tel.: 030 28 44 96 6, Fax: 030 28 44 96 70
E-Mail: m.witzmann@degemed.de
Internet: www.degemed.de


Palliativmediziner dürfen das eigene Leben nicht vergessen

Umgang mit Sterbenden kann eine Belastung sein

Sprachen zu den rund 250 Gästen (v. l.): Prof. Dr. Dr. med. Andreas S. Lübbe, Monika Müller und Prof. Dr. med. Frank Gieseler. Foto: Heiko Appelbaum

Sprachen zu den rund 250 Gästen (v. l.): Prof. Dr. Dr. med. Andreas S. Lübbe, Monika Müller und Prof. Dr. med. Frank Gieseler. Foto: Heiko Appelbaum

Der Tod ist in vielen Bereichen der Medizin allgegenwärtig. Das trifft in besonderem Maße auf die Palliativstationen zu. Hier werden unheilbar kranke Menschen am Lebensende einfühlsam begleitet. Dass die Begleitung von Sterbenden für die Mitarbeiter im Bereich Palliativmedizin eine – zumeist seelische – Belastung sein kann, wurde jetzt im Paderborner Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) von rund 250 Experten diskutiert.

Prof. Dr. Dr. med. Andreas S. Lübbe, Chefarzt der Palliativstation in der Karl-Hansen-Klinik Bad Lippspringe, Vorsitzender des Pallium e.V. – Lebensqualität für Krebsbetroffene e.V. und Vorsitzender des Paderborner Palliativnetzes e.V., hatte zur jährlichen Fortbildungsveranstaltung geladen.

Lübbe warf zunächst die Frage auf, was moderne Palliativmedizin leisten könne und müsse. „Das oberste Ziel ist und bleibt es, den Patienten mit ihren verschiedenen Ansprüchen gerecht zu werden“, sagte der Palliativmediziner. Dazu gehöre auch, die Wirkung von Medikamenten kritisch zu hinterfragen. „Vor wenigen Wochen kam ein 75-Jähriger zu uns auf die Palliativstation in der Karl-Hansen-Klinik“, berichtete Lübbe. „Er hatte täglich 28 unterschiedliche Medikamente verordnet bekommen, was allein wegen der Wirkungen der Arzneistoffe ein Unding ist. Wir haben umgehend eingegriffen und die Medikation angepasst.“ Daraus folgte die Forderung, Apotheker noch stärker in die Palliativmedizin einzubinden.

Gastredner bei der Veranstaltung waren Monika Müller, Therapeutin, Supervisorin und Fachbuchautorin sowie Prof. Dr. med. Frank Gieseler, Leiter der Med. Klinik für experimentelle Onkologie, Palliativmedizin und Ethik in der Onkologie der Universitätsklinik Lübeck.

Monika Müller rückte die Mitarbeiter im Bereich Palliativmedizin in den Fokus und fragte: „Wie viel Tod verträgt man, wenn das Sterben im Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit steht?“. Bislang sei die seelische Belastung der Mitarbeiter im Palliativbereich kaum erforscht. In einer eigenen Studie hat Monika Müller herausgearbeitet, dass der Anspruch an das eigene Wirken die größte Belastung sei. Auch die Nähe zum Patienten – auf einer Palliativstation ist sie unmittelbar – sei für Viele belastend. Die Beschäftigten dürften „das eigene Leben nicht vergessen“, so Müller. „Schaffen Sie sich in der Freizeit einen angemessenen Ausgleich!“

Frank Gieseler sprach zum Thema „Entscheidungen im Schatten der Endlichkeit – ein Plädoyer für eine neue Gesprächskultur in der Medizin“. Die Organisatoren haben sich für dieses Thema entschieden, weil gelingende Kommunikation als Gestaltungselement, nicht nur am Lebensende, die Beziehung von Menschen zueinander wesentlich bestimmt. Hierzu sind unterschiedliche Blickwinkel immer ratsam.

www.medizinisches-zentrum.de

Kontakt:

Medizinisches Zentrum für Gesundheit Bad Lippspringe GmbH – MZG Westfalen
Heiko Appelbaum M.A.
Abteilungsleiter
Stabsabteilung Unternehmenskommunikation
Tel.: 05252/95-1038
Fax: 05252/95-1027
E-Mail: h.appelbaum@medizinisches-zentrum.de
www.medizinisches-zentrum.de


Welttag der Menschen mit Behinderungen: Barrierefreiheit ist ein Menschenrecht

Berlin, 30.11.2016

„Die Politik darf sich beim Thema Barrierefreiheit nicht weiterhin auf Freiwilligkeit verlassen. Wir brauchen endlich ein Gesetz, das auch private Rechtsträger, die Güter und Dienstleistungen anbieten, einbezieht“, erklärt Ulrike Mascher, Sprecherratsvorsitzende des Deutschen Behindertenrats (DBR) und Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland heute auf einer Veranstaltung anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen.

Seit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 besteht in Deutschland eine rechtliche Verpflichtung zur Herstellung von Barrierefreiheit. Dennoch habe das novellierte Behindertengleichstellungsgesetz in diesem Jahr zu wenige Verbesserungen gebracht. „Es wurde erneut davon abgesehen, private Anbieter öffentlicher Güter und Dienstleistungen, also beispielsweise Supermärkte, Arztpraxen, Einkaufszentren, Friseure, Gaststätten oder Hotels, zu Barrierefreiheit zu verpflichten. Stattdessen wurden lediglich Vorgaben für die Bundesverwaltung und Träger der öffentlichen Hand gemacht. Das ist inakzeptabel“, erklärt die DBR-Sprecherratsvorsitzende.

Aufmerksam beobachtet der DBR auch die heutigen abschließenden Beratungen im Ausschuss für Arbeit und Soziales im Deutschen Bundestag zum Bundesteilhabegesetz. „Es muss gelingen, die eigenverantwortliche und selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben von Menschen mit Behinderung wesentlich und zuverlässig zu verbessern“, so die DBR-Sprecherratsvorsitzende.

Inakzeptabel bleiben vor allem Einschränkungen des leistungsberechtigten Personenkreises, der Vorrang der Leistungen der Pflegeversicherung und der Hilfe zur Pflege vor Leistungen der Eingliederungshilfe sowie die Aushöhlung des Grundsatzes „ambulant vor stationär“ bzw. des Wahlrechts von Menschen mit Behinderung, etwa beim Wohnen. Außerdem müssen die Einkommens- und Vermögensgrenzen für Menschen mit Behinderung perspektivisch aufgehoben werden.

„Deshalb bleiben wir dabei: das Gesetz muss erheblich nachgebessert werden. Der DBR wird daher weiter hartnäckig bleiben und für die volle Teilhabe von Menschen mit Behinderung kämpfen“, so Mascher. „Wir begrüßen daher, dass – nicht zuletzt durch das Engagement der Verbände – noch Änderungen bei wichtigen Punkten angekündigt wurden und hoffen, dass noch Bewegung in die Sache kommt. Eine endgültige Bewertung ist erst nach Abschluss der Beratungen in Bundestag und Bundesrat möglich.“

Heute übernimmt turnusgemäß für ein Jahr die BAG Selbsthilfe den Vorsitz des Deutschen Behindertenrates (DBR). Im Rahmen der Welttagveranstaltung werden die behindertenpolitischen Forderungen des DBR vorgestellt.

Hier klicken: Forderungen des Deutschen Behindertenrates (DBR) zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen 2016

 

Info: Der Deutsche Behindertenrat (DBR) ist ein Aktionsbündnis der Behindertenverbände und Selbsthilfeorganisationen in Deutschland und engagiert sich seit vielen Jahren für die Rechte von Menschen mit Behinderung. Im DBR haben sich über 140 Organisationen behinderter und chronisch kranker Menschen vereinigt. Es repräsentiert mehr als 2,5 Millionen Betroffene. Mehr unter www.deutscher-behindertenrat.de

 

Diese Pressemeldung als PDF herunterladen:

DBR-Pressemeldung 30.11.2016 – Welttag der Menschen mit Behinderungen: Barrierefreiheit ist ein Menschenrecht

DBR-Forderungen zum Welttag der Menschen mit Behinderung als PDF herunterladen:

Forderungen des Deutschen Behindertenrates zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen 2016

 

Sozialverband VdK Deutschland
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Cornelia Jurrmann (verantwortlich)
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Telefon 030 9210580-400
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Generationswechsel bei der Europavertretung der Deutschen Sozialversicherung in Brüssel

 

30.11.2016

Die Brüsseler Europavertretung der Deutschen Sozialversicherung, eine gemeinsame Einrichtung der Spitzenorganisationen der gesetzlichen Kranken-, Renten- und Unfallversicherung, hat ab 1. Dezember 2016 eine neue Direktorin. Ilka Wölfle, eine ausgewiesene Expertin in der europäischen Sozialpolitik, löst den bisherigen Direktor Dr. Franz Terwey ab, der nach 23 Jahren erfolgreicher Arbeit in Brüssel aus Altergründen in den Ruhestand geht. Der Rechts- und Politikwissenschaftler Terwey hat als langjähriger Leiter die Europavertretung aufgebaut und zum Erfolg geführt. Zuvor war er Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung/Landesversicherungsanstalt Thüringen.

Die 38-jährige Juristin Wölfle bewegt sich bereits seit vielen Jahren als Interessensvertreterin erfolgreich auf dem europäischen Parkett. Seit 2007 arbeitet sie im Brüsseler Büro der drei Sozialversicherungen als Vertreterin der gesetzlichen Unfallversicherung und hat dabei zahlreiche europäische Gesetzgebungsinitiativen im Sozial- und Gesundheitsbereich begleitet. Davor arbeitete sie in der belgischen Hauptstadt für die Brüsseler Geschäftsstelle des Deutschen Anwaltsvereins.

Neuer Internetauftritt und neues Logo

Seit kurzem informiert die Europavertretung der Deutschen Sozialversicherung in Brüssel mit einer neuen Website über aktuelle Entwicklungen in der Europäischen Union, die das Thema soziale Sicherheit berühren. Unter www.dsv-europa.de sind neben aktuellen Informationen auch wichtige gemeinsame Positionspapiere und Stellungnahmen der drei deutschen Sozialversicherungen zu relevanten europäischen Themen zu finden. Interessierte können einen Newsletter abonnieren. Darüber hinaus wird es ab 2017 einen regelmäßigen Themenletter geben, der aktuelle Entwicklungen intensiver behandelt.

Grundlage für die kreative Arbeit am neuen Logo war der Wunsch, zum einen den gemeinsamen Ansatz der Sozialversicherungen zu betonen, zum anderen ihre Verbindung mit der sozialstaatlichen Tradition und Europa darzustellen. Bei dem neuen Logo handelt es sich um einen der Sterne der Europaflagge, die als Symbol für den europäischen Einigungsprozess bekannt ist. „Der deutsche Stern“ wurde mit einem stilisierten Adlerkopf versehen und symbolisiert somit die Stärken und Besonderheiten der Deutschen Sozialversicherung, die auch die Europavertretung in Brüssel repräsentiert.

„Mit den neuen Kommunikationsinstrumenten wird sich die Europavertretung der Deutschen Sozialversicherung stärker als bisher gegenüber EU-Politikern als kompetenter Ansprechpartner für die Themen des deutschen Sozialversicherungssystems – also gesetzliche Kranken-, Renten- und Unfallversicherung – positionieren“, ist der scheidende Direktor Dr. Franz Terwey überzeugt.

 

Pressekontakt:

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
Stefan Boltz
Tel.: 030 288763768
E-Mail: presse@dguv.de

GKV-Spitzenverband
Ann Marini
Tel: 030 206288-4210
E-Mail: presse@gkv-spitzenverband.de

Deutsche Rentenversicherung Bund
Dr. Dirk von der Heide
Tel: 030 865-89178
E-Mail: dirk.heide@drv-bund.de


TOP: Alle acht stationären Reha-Einrichtungen der Dr. Becker Klinikgruppe schaffen es auf die FOCUS Klinikliste 2017

12-fach ausgezeichnet: Alle acht stationären Reha-Einrichtungen der Dr. Becker Klinikgruppe haben es mit ihren Indikationen auf die FOCUS Klinikliste 2017 für Rehakliniken geschafft.

 

 

12-fach ausgezeichnet: Alle acht stationären Reha-Einrichtungen der Dr. Becker Klinikgruppe haben es mit ihren Indikationen auf die FOCUS Klinikliste 2017 für Rehakliniken geschafft.

12-fach ausgezeichnet: Alle acht stationären Reha-Einrichtungen der Dr. Becker Klinikgruppe haben es mit ihren Indikationen auf die FOCUS Klinikliste 2017 für Rehakliniken geschafft.

Am 29. November erscheint erstmals die populäre FOCUS Klinikliste für Rehaeinrichtungen. Unter den hier ausgewiesenen TOP Rehakliniken des Landes finden sich alle acht stationären Rehaeinrichtungen der Dr. Becker Klinikgruppe.

 

Der medizinisch-hygienische Standard, die Kompetenz der Mitarbeiter und die Patientenzufriedenheit – erstmals wurden in der FOCUS Klinikliste jetzt auch Rehaeinrichtungen bewertet. Mit ihrer überdurchschnittlichen Qualität konnten hier alle acht stationären  Rehaeinrichtungen der Dr. Becker Klinikgruppe überzeugen.

 

Ihre Strategie geht auf: Dr. Ursula Becker, geschäftsführende Gesellschafterin der Dr. Becker Klinikgruppe, setzt auf geprüfte Qualität, die die Patienten wahrnehmen. Dass dies gelingt, zeigt auch die Nennung der Einrichtungen in der FOCUS Klinikliste 2017.

Ihre Strategie geht auf: Dr. Ursula Becker, geschäftsführende Gesellschafterin der Dr. Becker Klinikgruppe, setzt auf geprüfte Qualität, die die Patienten wahrnehmen. Dass dies gelingt, zeigt auch die Nennung der Einrichtungen in der FOCUS Klinikliste 2017.

„Natürlich ist für uns die Qualitätsbewertung des FOCUS nicht primär maßgebend. Wir arbeiten mit anderen Messinstrumenten wie bspw. der Qualitätssicherung der Deutschen Rentenversicherung Bund und weiteren, internen Verfahren Tag für Tag an der Qualität unserer Rehabilitation. Trotzdem macht uns die Verleihung des Siegels froh und stolz! Denn sie zeigt, dass unsere Strategie, die voll auf Qualität setzt, aufgeht und von den Patienten wahrgenommen wird“, kommentiert Dr. Ursula Becker, geschäftsführende Gesellschafterin der Dr. Becker Klinikgruppe, die Auszeichnung. Für sie und ihre Mitarbeiter sei die Nennung in der FOCUS Klinikliste 2017 eine deutliche Bestätigung ihrer Arbeit.

 

Die FOCUS-Klinikliste gilt als größte unabhängige Untersuchung deutscher Kliniken und genießt in der Öffentlichkeit ein hohes Ansehen.

 

Dr. Becker Klinikgruppe:

Die Dr. Becker Klinikgruppe ist ein inhabergeführtes mittelständisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Köln. Deutschlandweit betreiben die beiden Schwestern Dr. Petra Becker und Dr. Ursula Becker neun Einrichtungen für ambulante und stationäre Rehabilitation für die Indikationen Orthopädie, Neurologie, Kardiologie und Psychosomatik. Rund 1.300 Mitarbeiter betreuen jährlich 19.000  stationäre und 700 ambulante Patienten. www.dbkg.de

Kontakt:

Dr. Becker Klinikgesellschaft mbH & Co. KG

Verena Altenhoff

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Parkstraße 10 / 50968 Köln /
Tel.: (+49) 221-934647 -45 / Fax: -40
valtenhoff@dbkg.de http://www.dbkg.de


Waldburg-Zeil Kliniken gehören laut Focus Gesundheit zu den besten deutschen Rehakliniken

Ravensburg-München – Zehn Waldburg-Zeil Kliniken wurden Ende November mit dem Focus-Siegel „TOP-Rehaklinik“ ausgezeichnet. Die Rehabilitationskliniken wurden in den Kategorien Orthopädie, Onkologie, Kardiologie, Psychosomatik und Neurologie prämiert. Das Focus-Siegel tragen nun alle onkologischen, psychosomatischen, neurologischen und kardiologischen Waldburg-Zeil Rehakliniken sowie nahezu alle orthopädischen.

img_4861Am 29. November 2016 erschien zum ersten Mal das Heft Focus Gesundheit „Deutschlands Top Rehakliniken“. Für die bundesweit bekannte Klinikliste befragten die Redakteure Spezialisten, Selbsthilfegruppen und nutzten Datenerhebungen des MINQ Institutes aus München. „Heilung erfolgt erst lange nach der Therapie. Sie braucht Zeit und eine exzellente Rehabilitationsbehandlung. Focus Gesundheit hat erstmals Qualität in Medizin und Pflege, Reputation und Leistungsspektrum von Rehakliniken untersucht“, beschreibt Redaktionsleiter Focus-Gesundheit Jochen Niehaus das Anliegen der Klinikübersicht.

In der Zeitschrift geht es außerdem darum, wie eine stationäre onkologische Rehabilitation bei Krebserkrankungen Ziele und Chancen der modernen Krebstherapie flankiert, wie Rehabilitation nach Schlaganfall und bei Demenzen dazu beiträgt, die Selbständigkeit des Patienten zu erhalten, wie Reha die Wiedereingliederung in den Beruf unterstützt und wie Patienten die richtige Reha finden, beantragen und finanzieren.

Umsonst ist keine Reha

img_4853Ellio Schneider, Geschäftsführer der Waldburg-Zeil Kliniken, nutzte die Pressekonferenz am 28. November 2016 in Ravensburg, um noch einmal auf den Stellenwert der Rehabilitation für die Solidargemeinschaft hinzuweisen: „Man hat in den letzten Jahren doch einige Male in Gesetzesbegründungen lesen können, die Rehabilitation solle gestärkt werden. Passiert ist da nicht viel. Denn außer warmen Worten benötigen Menschen, damit sie eine Reha antreten können, vor allem eines: ein Gesundheitssystem, das über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, diese Maßnahmen auch bereitzustellen.“ Vor dem Hintergrund der Zunahme chronischer Erkrankungen müsse es mittel- und langfristig zu einer deutlichen Verschiebung von heute primär akutmedizinischen in eine künftig deutlich stärker präventions- und rehabilitationsbezogene Versorgung kommen, forderte Schneider.

Er unterstrich, dass gerade die stationäre Reha mit ihrer Entlastung und Distanzierung vom Alltag Menschen in schwierigen gesundheitlichen Lagen den Raum und die Impulse gäbe, die sie benötigen, um gesund zu werden: Training, Schulung und Aufklärung, aber auch Zuwendung. Das mache Reha zu einem wertvollen Faktor im Gesundheitssystem.

Deshalb schätzen die Waldburg-Zeil Kliniken es sehr, dass ein publikumswirksames Magazin wie Focus Gesundheit mit dem aktuellen Heft über Rehabilitationskliniken den Blick darauf lenke, so Ellio Schneider abschließend.

Ausgezeichnet wurden

Orthopädie

  • Klinik Niederbayern Bad Füssing
  • Klinik im Hofgarten Bad Waldsee
  • Klinik Oberammergau
  • Rehabilitationsklinik Bad Salzelmen
  • Rehabilitationsklinik Saulgau
  • Argentalklinik Isny-Neutrauchburg

Onkologie

  • Klinik Schwabenland
  • Parksanatorium Aulendorf
  • Rehabilitationsklinik Bad Salzelmen

Psychosomatik

  • Klinik Alpenblick

Kardiologie

  • Klinik Schwabenland

Neurologie

  • Fachkliniken Wangen – Neurologische Klinik (Phase B und C)

 

 


Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Geriatrie berät über Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen

Pressemitteilung 4-2016 (28.11.2016)

Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Geriatrie berät über Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen/Facharzt für Geriatrie gefordert/Präsentation der Neuauflage des Weißbuchs Geriatrie

 Im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Geriatrie haben Experten aus 331 Fachabteilungen bzw. Einrichtungen für Altersmedizin über die Weiterentwicklung der fachspezifischen Versorgungsstrukturen und die gesundheitspolitischen Beschlüsse der Bundesregierung beraten. In diesem Kontext wurde das neue Weißbuch Geriatrie vorgestellt.

 

Die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Frau Barbara Klepsch, hob in ihrem Grußwort die Bedeutung der medizinischen Versorgung betagter und hochbetagter Patienten hervor. Facharzt für Geriatrie gefordert.                        

 

„Wir freuen uns, dass im Bundesland Sachsen die Versorgung geriatrischer Patienten eine hohe politische Aufmerksamkeit erhält“, mit diesen Worten bedankte sich der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Geriatrie, Herr Ansgar Veer, für ihr Grußwort bei der Sächsischen Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Frau Barbara Klepsch. Frau Staatsministerin Klepsch hatte zuvor die Bedeutung der Fachabteilungen bzw. Fachkrankenhäuser für Geriatrie betont und deutlich gemacht, dass die Vernetzung der verschiedenen Versorgungsebenen eine zentrale Aufgabe bei der Gestaltung der Versorgungsstrukturen ist. Durch die Förderung entsprechender Modellprojekte ist in diesem Bereich das Bundesland Sachsen innovativ aufgestellt.

 

Die Weiterentwicklung der fachspezifischen Versorgungsstrukturen war ein zentrales Thema bei der diesjährigen Fachtagung. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in Deutschland wird die Gruppe der betagten und hochbetagten Patienten weiter zunehmen. Wie diese fachlich sinnvoll und zugleich wohnortnah medizinisch versorgt werden kann, wurde von den Experten umfassend erörtert. Zentrale Themen waren dabei eine bessere Patientensteuerung, eine stärkere Vernetzung zwischen den verschiedenen Versorgungssektoren sowie Sicherung und Ausbau der Qualifikation der Behandler. So wurde zum weiteren Ausbau des hohen Versorgungsstandards im ärztlichen Bereich in den Kliniken u.a. die Einführung eines Facharztes für Geriatrie gefordert. Zudem sollte über entsprechende Weiterbildungskurse für niedergelassene Ärzte die geriatrische Grundkompetenz in diesem Bereich gefestigt werden.

 

Um die weitere Planung der Versorgung geriatrischer Patienten, u.a. für politische Entscheidungsträger zu erleichtern bzw. die notwendige Transparenz herzustellen, hat der Bundesverband Geriatrie im Jahre 2010 erstmals ein Weißbuch Geriatrie herausgebracht. In diesem sind die Grundlagen der Versorgung dieser speziellen Patientengruppe umfassend beschrieben und der zukünftige Versorgungsbedarf analysiert. Zudem gibt es eine detaillierte Übersicht, der bestehenden Geriatrien in Deutschland. Dieses Standardwerk wurde im Jahre 2016 überarbeitet und im Rahmen der Mitgliederversammlung in seiner Neuauflage der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

 

 

Kontakt:

RA Dirk van den Heuvel
Reinickendorfer Str. 61
13347 Berlin
Fon: 030 / 3 39 88 76-25
Fax:  030 / 3 39 88 76-20
Email: presse@bv-geriatrie.de
Internet: www.bv-geriatrie.de

 

 

 

Bundesverband Geriatrie e.V.

Vorstandsvorsitzender: Herr Dipl.-Kfm. Ansgar Veer

Geschäftsführer: Dirk van den Heuvel

Reinickendorfer Straße 61

13347 Berlin

Fon: 030. 3398876-10

Fax: 030. 3398876-20

E-Mail: geschaeftsstelle@bv-geriatrie.de

www.bv-geriatrie.de


Deutlicher Anstieg bei Ess-Störungen

Quelle: BARMER GEK

Quelle: BARMER GEK

Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter Ess-Störungen. So ist die Zahl der Betroffenen bundesweit von etwa 390.000 auf rund 440.000 zwischen den Jahren 2011 und 2015 (plus ca.13 Prozent) angestiegen.

Dies geht aus aktuellen Hochrechnungen der Barmer GEK zu Ess-Störungen hervor, zu denen unter anderem Magersucht und Bulimie gehören. „Dass immer mehr Menschen unter Ess-Störungen leiden, beobachten wir mit großer Sorge. Oftmals nehmen die Betroffenen ihr Essverhalten nicht als krankhaft wahr. Hier ist die Rückmeldung von Eltern und Freunden gefragt“, sagt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer GEK. Ess-Störungen gehörten in die Hand eines medizinischen Expertenteams. Neben den psychischen Beeinträchtigungen können sie auch schwerwiegende organische Schäden nach sich ziehen und schlimmstenfalls sogar tödlich enden.

Dunkelziffer bei Magersucht dürfte um Vielfaches höher liegen

Unter Magersucht litten im vergangenen Jahr bundesweit 9.627 BARMER GEK Versicherte und damit 14 Prozent mehr als noch im Jahr 2011 (8.442). Dabei hat es einen Anstieg der Fallzahlen in allen Bundesländern gegeben, vor allem aber in den Bundesländern, die noch relativ wenige Betroffene haben. Am höchsten war die Steigerungsrate in Brandenburg mit knapp 55 Prozent. Die meisten Barmer GEK Versicherten mit der Diagnose Magersucht hat es im Jahr 2015 in den bevölkerungsstarken Ländern Nordrhein-Westfalen (2.466) und Bayern (1.308) gegeben. „Den vermeintlich niedrigen Fallzahlen zum Trotz ist Magersucht gerade bei Frauen ein sehr ernst zu nehmendes Problem. Denn die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen“, sagt Marschall. Stress, Leistungsdruck und falsche Vorbilder könnten dazu führen, dass Frauen magersüchtig würden.

Mehr Infos zu diesem Thema in unserem Broschürencenter unter dem Stichwort „Essstörungen“: www.barmer-gek.de/a000690

Presseabteilung der Barmer GEK

Athanasios Drougias (Leitung), Telefon 0800 33 20 60 99-1421
Sunna Gieseke, Telefon 0800 33 20 60 44-3020
E-Mail: presse@barmer-gek.de


Psychologen machen Druck gegen Novellierungspläne für PsychThG

Pressemitteilung 14/2016 des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen
27. November 2016

 

Scharfe Kritik des BDP am Eckpunktepapier des Bundesgesundheitsministeriums
Prof. Michael Krämer als Präsident des Berufsverbandes wiedergewählt

bdp-bundesverband-psychologenDie Delegierten des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) haben auf ihrer Delegiertenkonferenz in Hamm am 26. und 27. November einen neuen Verbandsvorstand gewählt. Neuer und alter Präsident ist Prof. Michael Krämer, Vizepräsidenten sind Annette Schlipphak und Michael Ziegelmayer. Bereits im Vorfeld der DK hatte sich abgezeichnet, dass mit der aktuell diskutierten Novellierung des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) der Vorstandswahl besondere Bedeutung zukommen wird. Die Entscheidung ist für eine Zukunft als Verband aller Psychologinnen und Psychologen sowie für den Erhalt der Vielfalt psychologischer Arbeitsfelder und für die Einheit des Berufsstands richtungsweisend.

Die durch die Wiederwahl des gesamten Vorstands gegebene Kontinuität sichert eine konsequente Berufspolitik gegen die Novellierungspläne des Bundesgesundheitsministeriums, die nicht nur große Risiken für die Psychologenschaft und die Hochschulen bergen, sondern letztlich die Qualität der Ausbildung verringern können und so für Klienten und Patienten von Belang sind.

Der Vorstand wurde beauftragt, in seinen Bemühungen gegen diese fatalen Reformbestrebungen gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Psychologie fortzufahren. Dringend nötig sei eine Reform, die den Namen verdient und auf dem Ausbildungsmodell für Psychotherapeutinnen und -therapeuten des BDP basiert. In diesem Zusammenhang erneuerten die Delegierten des BDP ihre Forderung nach einer angemessenen Bezahlung von Diplom- und Master-Psychologen, die sich in Ausbildung zu psychologischen Psychotherapeuten befinden. Viele Kliniken nutzten diese hochqualifizierten Kräfte für einen Hungerlohn.

Im Interesse der Sicherung des Berufsstandes und der Öffentlichkeit an qualifizierten psychologischen Dienstleistungen jenseits von Psychotherapie – in Schulen, Unternehmen, bei Gericht, in Beratungs-Einrichtungen und an vielen anderen Stellen – gelte es, die Aufklärungsarbeit des BDP in allen Bundesländern fortzusetzen und die Problematik in die Öffentlichkeit zu tragen.

Diese Pressemitteilung steht auch als PDF zur Verfügung:
www.bdp-verband.de/bdp/presse/2016/PM_14-16.pdf

Ansprechpartner für die Presse:
Alenka Tschischka, a.tschischka@bdp-verband.de

Besuchen Sie den BDP im Internet: www.bdp-verband.de

Über den BDP: Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) vertritt die beruflichen und politischen Interessen der niedergelassenen, angestellten und beamteten Psychologen und Psychologinnen aus allen Tätigkeitsbereichen. Diese sind unter anderem: Gesundheitspsychologie, Klinische Psychologie, Psychotherapie, Schulpsychologie, Rechtspsychologie, Verkehrspsychologie, Wirtschaftspsychologie, Umweltpsychologie und Politische Psychologie. Der BDP wurde 1946 gegründet und ist Ansprechpartner und Informant für Politik, Medien und Öffentlichkeit. Rund 11500 Mitglieder sind im BDP organisiert.


Die Mehrzahl der Sexualstraftäter ist nicht psychisch krank

DGPPN Kongress I 23. bis 26. November I CityCube Berlin

Sexualstraftaten lösen in der Bevölkerung große Betroffenheit aus. Viele Menschen gehen davon aus, dass die Täter psychisch krank sind. Dabei zeigt die Statistik ein anderes Bild: Die Taten werden in den meisten Fällen von psychisch gesunden Personen begangen. Auf dem DGPPN Kongress 2016 in Berlin beschäftigen sich heute renommierte forensische Psychiater mit den Tätertypologien von Sexualdelikten. Sie rufen zu einem differenzierten Umgang mit dem Thema in der Öffentlichkeit und den Medien auf.

Die starken emotionalen Reaktionen auf Sexualstraftaten sind verständlich: Das Leiden der Opfer ist sehr groß, in die Medien gelangen zumeist Fälle, bei welchen der Täter sein Opfer getötet hat. „Natürlich möchte die Bevölkerung nach den Delikten wissen, wie es dazu gekommen ist. Doch die These des psychisch kranken Sexualstraftäters greift zu kurz und steht auch für ein falsches Bild von Menschen mit psychischen Erkrankungen“, stellt DGPPN-Vorstandsmitglied Dr. Nahlah Saimeh fest.

Auf dem DGPPN Kongress in Berlin räumen deshalb heute ausgewiesene forensische Experten mit den Vorurteilen auf. Bei Sexualstraftätern handelt es sich um eine sehr heterogene Tätergruppe. Die meisten Delikte werden von psychisch gesunden Tätern begangen. Zu den häufigsten Taten gehören Vergewaltigungen und sexuelle Nötigung, Exhibitionismus und sexueller Missbrauch von Kindern. Rund 0,8 Prozent aller Straftäter, die innerhalb eines Jahres verurteilt werden, haben Sexualdelikte begangen. Obwohl sexuelle Inhalte heute über die digitalen Medien so einfach zugänglich sind wie nie zuvor, kann hier keine signifikante Zunahme beobachtet werden.

„Auch wenn es auf die große Mehrzahl der Fälle nicht zutrifft, können Sexualstraftaten auch mit gravierenden psychischen Störungen im Zusammenhang stehen. Neben sexuellen Präferenzstörungen und Paraphilien können zum Beispiel Persönlichkeitsstörungen, Schizophrenien oder Psychosen eine Rolle spielen. Die Tätertypologie ist bei der Ausrichtung der rückfallpräventiven Therapie entscheidend. Unverzichtbar sind dabei deliktorientierte psychotherapeutische Behandlungsverfahren. Im Falle ausgeprägter sexueller Präferenzstörungen oder Hypersexualität kommen medikamentöse Behandlungsansätze hinzu“, erläutert Dr. Nahlah Saimeh.

Ob und welche Rolle eine psychische Störung bei einer Sexualstraftat gespielt hat, beurteilen in Deutschland die Gerichte. Sie stützen sich dabei auf forensisch-psychiatrische Gutachten. Während schuldfähige Sexualstraftäter ihre Strafe in Justizvollzugsanstalten verbüßen, werden jene, welche die Gerichte aufgrund ihrer psychischen Störung als nicht oder vermindert schuldfähig erklären, in eine Klinik des psychiatrischen Maßregelvollzugs eingewiesen. Die Voraussetzungen dazu sind im Strafgesetzbuch geregelt.

„Der Auftrag des Maßregelvollzugs liegt darin, die Patienten durch differenzierte Behandlungsangebote wieder zu einem straffreien, eigenverantwortlichen Leben in Freiheit zu verhelfen. Die Entlassung erfolgt erst dann, wenn Gutachter bei ihnen kein Risiko mehr für erhebliche Straftaten sehen. Gerade bei Sexualstraftätern wurden hier in den vergangenen Jahren Fortschritte gemacht, die Rückfallquote ist deutlich gesunken und hat sich auf Einzelfälle verringert, die aber leider zum Teil schwerwiegend waren“, erklärt Professor Dr. Henning Saß, Vorsitzender des Beirates der DGPPN. Während die Dauer der Unterbringung im Maßregelvollzug bisher unbefristet war, muss diese nach einer aktuellen Novellierung der gesetzlichen Grundlagen nach sechs und zehn Jahren besonders kritisch geprüft werden.

Angesichts der Heterogenität der Tätertypologien bei Sexualdelikten rufen die forensischen Experten auf dem DGPPN Kongress zu einem differenzierten Umgang mit der Thematik auf. „Wer die Sexualstraftäter vorschnell als psychisch krank einstuft, verstärkt dadurch auch die Stigmatisierungen von Menschen mit psychischen Erkrankungen“ so Professor Henning Saß weiter. Gleichzeitig fordern die Experten, präventive Programme zur Verhinderung von Sexualdelikten weiter auszubauen.

DGPPN Kongress 2016
Vier Tage, 600 Einzelveranstaltungen, ein Kongress: Vom 23. bis 26. November 2016 findet im CityCube Berlin Europas größter Fachkongress auf dem Gebiet der psychischen Gesundheit statt. Im Mittelpunkt stehen brandaktuelle Themen aus Psychiatrie und Psychotherapie. Das umfangreiche Programm spricht nicht nur die Fachwelt und Politik an, sondern richtet sich mit einer Reihe von Veranstaltungen auch an das breite Publikum. Pressevertreterinnen und -vertreter können sich direkt vor Ort für den Kongress akkreditieren. > Zum DGPPN Kongress 2016


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