Freitag, Oktober 21st, 2016

 

Förderentscheidungen über innovative Projekte zu neuen Versorgungsformen in der GKV getroffen

Pressemitteilung

Berlin, 21. Oktober 2016 – Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat am Donnerstag in Berlin über die Projekte zu neuen Versorgungsformen in der gesetzlichen Krankenversicherung entschieden, die mit Mitteln des Innovationsfonds gefördert werden sollen. Die im Rahmen der ersten Förderwelle zur Verfügung stehenden Mittel werden damit voll ausgeschöpft. Das insgesamt beantragte Fördervolumen beläuft sich auf 880 Millionen Euro. Dies übersteigt die tatsächlich in 2016 zu vergebende Fördersumme von 225 Millionen um ein Vielfaches.

„Mit dem gestrigen Beschluss konnte der Innovationsausschuss die umfangreichen und komplexen Beratungen nun erfolgreich abschließen, an deren Ende eine sehr ausgewogene und gute Verteilung der Mittel auf immerhin alle in den Förderbekanntmachungen adressierten Themenfelder steht. Mein ausdrücklicher Dank geht hier auch an den Expertenbeirat, der einen wesentlichen Beitrag geleistet hat. Drei Viertel der Entscheidungen konnten wir in Übereinstimmung treffen“, erklärte dazu der Vorsitzende des Innovationsausschusses, Prof. Josef Hecken.

Die Antragsteller werden nun umgehend per Schreiben informiert. Im Nachgang werden die Förderbescheide erstellt. Sobald diese wirksam sind, werden die geförderten Projekte auf den Internetseiten des Innovationsausschusses veröffentlicht werden.

Über eine weitere Förderwelle wird der Innovationsausschuss nach derzeitiger Planung Anfang 2017 beschließen.

Die im Februar veröffentlichten Förderschwerpunkte im Bereich der neuen Versorgungsformen hatten diese Themen zum Inhalt:

  • Versorgungsmodelle in strukturschwachen oder ländlichen Gebieten
  • Modellprojekte zur Arzneimitteltherapie sowie Arzneimitteltherapiesicherheit
  • Versorgungsmodelle unter Nutzung von Telemedizin, Telematik und E-Health
  • Versorgungsmodelle für spezielle Patientengruppen:
    • ältere Menschen
    • Menschen mit psychischen Erkrankungen
    • pflegebedürftige Menschen
    • Kinder und Jugendliche
    • Menschen mit seltenen Erkrankungen

Der G-BA hat seit dem 1. Januar 2016 den Auftrag, neue Versorgungsformen, die über die bisherige Regelversorgung hinausgehen und Versorgungsforschungsprojekte, die auf einen Erkenntnisgewinn zur Verbesserung der bestehenden Versorgung in der gesetzlichen Kranken-versicherung ausgerichtet sind, zu fördern. Die gesetzlich vorgesehene Fördersumme für neue Versorgungsformen und Versorgungsforschung beträgt in den Jahren 2016 bis 2019 jeweils 300 Millionen Euro. 75 Prozent der Mittel sollen für die Förderung neuer Versorgungsformen verwendet werden, 25 Prozent der Mittel für die Förderung der Versorgungsforschung.

Ansp­rech­partner für die Presse:

Kris­tine Reis
030 275838-810
kris­tine.reis@g-ba.de

Gudrun Köster
030 275838-821
gudrun.koes­ter@g-ba.de


MEDIAN-Chefarzt als „Reha-Botschafter“ beim Schmerzkongress in Yokohama

Der Welt-Schmerzkongress der International Association for the Study of Pain (IASP) ist ein wichtiges Forum für Schmerz-Mediziner.

Der Welt-Schmerzkongress der International Association for the Study of Pain (IASP) ist ein wichtiges Forum für Schmerz-Mediziner.

Chefarzt Orthopädie Dr. med. Thomas Kunze der MEDIAN Klinik Dahlener Heide Schmanne-witz stellte beim Welt-Schmerzkongress in Japan Forschungsergebnisse zur Medizinisch-Beruflich Orientierten Rehabilitation von Schmerzpatienten vor.

Dahlen-Schmannewitz. Rund 9.000 Kilometer von Dahlen-Schmannewitz nach Yokohama reiste jetzt Dr. Thomas Kunze, Chefarzt Orthopädie der MEDIAN Klinik Dahlener Heide. Der Rehabilita-tionsmediziner nahm zusammen mit 4.500 führenden Wissenschaftlern, Ärzten, Praktikern und politischen Entscheidungsträgern am 16. World Congress on Pain in Japan teil. Der Welt-Schmerzkongress der International Association for the Study of Pain (IASP) mit Sitz in Washing-ton, der vom 26. bis 30. September stattfand, ist ein wichtiges Forum, bei dem Experten alle zwei Jahre neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu Ursachen und Behandlung des Schmerzes vorstellen und in Fachforen diskutieren.

152 Patienten mit Rückenschmerzen untersucht
Im Gepäck hatte Dr. Kunze Untersuchungsergebnisse, die er zusammen mit Co-Autorin Diplom-Psychologin Vilma Henschke, der Leitenden Psychologin der Abteilung Verhaltensmedizinische Orthopädie (VMO) an der MEDIAN Klinik Dahlener Heide, bei der Behandlung von insgesamt 152 orthopädischen Patientinnen und Patienten mit chronischen Rückenschmerzen gesammelt hatte. Sie zeigten eindrucksvoll, wie sich mit einer dreiwöchigen orthopädischen Rehabilitation mit medizinisch-beruflicher Orientierung an der MEDIAN Klinik Dahlener Heide Schmannewitz nicht nur Schmerzen reduzieren lassen, sondern auch motorische Fähigkeiten, Koordination und Belastbarkeit  verbessern ließen. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Poster-Session stellte Dr. Kunze die Ergebnisse in Yokohama vor und diskutierte sie mit Kollegen aus der ganzen Welt. Insgesamt wurden bei dem Kongress täglich bis zu 300 Poster von Wissenschaftlern vorgestellt.

Botschafter der Rehabilitation
„Die Reise nach Yokohama hat sich nicht nur für unsere Klinik gelohnt“, resümiert der Chefarzt und Wissenschaftler bei  seiner Rückkehr nach Schmannewitz, „Man kann immer wieder feststellen, wie einzigartig und erfolgreich das System der Rehabilitation in Deutschland und die damit verbundene ganzheitliche Betrachtung von Erkrankungen ist. Die Untersuchungen aus Schmannewitz waren in Yokohama damit sicher auch eine Botschaft für unsere rehabilitative Sicht auf Schmerzerkrankungen.“ Darüber hinaus konnte Dr. Kunze aber auch Fallbeispiele und medizinische Ansätze kennen lernen, die ihn bei seiner künftigen Arbeit als Rehabilitationsmediziner inspirieren werden. Beim 17. World Congress on Pain vom 12. bis 16. September 2018 in Boston, USA, will er auf jeden Fall wieder mit dabei sein.

Kontakt und Nachfragen

MEDIAN Klinik Dahlener Heide Schmannewitz
Chefarzt Orthopädie Dr. med. Thomas Kunze
Waldstraße 6
D-04774 Dahlen-Schmannewitz
Tel.: +49(0)34361 62-106
E-Mail: thomas.kunze@median-kliniken.de
Internet: www.median-kliniken.de