Mittwoch, Oktober 12th, 2016

 

Bewegung nach Krebs – das Metabolische Äquivalent ist entscheidend

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Anerkannter Krebsspezialist bestätigt: Mit dem richtigen Maß an wöchentlicher Bewegung können Krebspatienten selbst ihre Prognose positiv beeinflussen

Die positive Wirkung von Bewegung wird durch die Ergebnisse internationaler Langzeitstudien weiter getoppt: Regelmäßiger Sport verbessert nicht nur Fitness, Herz-Kreislauf-Funktion sowie Abwehrkräfte, sondern kann auch das Risiko von Krebsrückfällen um bis zu 67% senken.

„Damit haben Patienten heute einen Teil des Erfolges nach einer Krebstherapie zur Verringerung des Rückfallrisikos selbst in der Hand – wobei vor allem die Dosis der Bewegung entscheidend ist“, so Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Widmann, Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie, Onkologie und Sozialmedizin.

Nach aktuellen Empfehlungen der Wissenschaft, unter anderem der Weltgesundheitsorganisation WHO, sind 150 Minuten mäßige Bewegung pro Woche notwendig, um den krebsrisiko-senkenden Effekt anregen zu können. Das entspricht etwa 7,5 MET-h pro Woche. MET-h bezeichnet dabei die Maßeinheit für die Intensität von körperlicher Aktivität in einer Stunde, wodurch verschiedene Bewegungsarten messbar und vergleichbar werden – auch „Metabolisches Äquivalent“ genannt.

„Etwas Bewegung senkt das Krebsrückfallrisiko etwas und etwas mehr Bewegung senkt auch das Rückfallrisiko etwas mehr“, fasst Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Widmann seine eigenen Erkenntnisse aus 20 Jahren andauernder Forschungsarbeit zusammen. Der Krebsspezialist empfiehlt daher ein wöchentliches Bewegungsmaß, das über die allgemeinen Empfehlungen hinaus geht: nämlich 25 MET-h pro Woche; dadurch wird das Krebsrückfallrisiko nach internationalen Studienergebnissen um ca. 40% gesenkt.

Darauf basierend hat Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Widmann für Patienten ein Bewegungskonzept entwickelt, welches er auf einem eigens eingerichteten YouTube-Kanal einfach und verständlich erklärt und die Wirkungsweise des „Metabolischen Äquivalents“ (MET) in diesem Zusammenhang in einem erst neu erschienen Videobeitrag näher erläutert.

Hintergrund

Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Widmann hat sich schon seit seinem Studium an den Universitäten in Regensburg, Würzburg und der Mayo Clinic in Rochester, MN, USA intensiv mit dem Thema Krebsentstehung und Krebsprävention auseinandergesetzt und in eigenen Projekten die Auswirkungen von Bewegung auf den menschlichen Körper erforscht.

Als Chefarzt an der Asklepios Fachklinik für Onkologie, Anschlussrehabilitation und Rehabilitation in Triberg/Schwarzwald integriert Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Widmann eigene wissenschaftliche Erkenntnisse zusammen mit denen internationaler Forschergruppen in ein eigenständiges Therapie- und Bewegungskonzept. Es baut auf der Kern-Erkenntnis auf, dass durch ein regelmäßiges Bewegungsprogramm eine Aussicht für Patienten besteht, das Krebsrückfallrisiko signifikant zu senken. Eine individuelle Anleitung zu einem solchen Bewegungsprogramm erhalten Patienten während ihres Aufenthaltes in der Asklepiosklinik Triberg.


REHAB Karlsruhe schwingt sich zu neuer Größe auf

 

Fläche der Vorveranstaltung bereits jetzt fest gebucht

Die Fachmesse REHAB wird die Hallen 1 und 2 des Karlsruher Messegeländes bei der nächsten Ausgabe vom 11. bis 13. Mai 2017 erstmals komplett belegen. Bereits jetzt, 7 Monate vor Eröffnung, ist die Fläche der Vorveranstaltung fest gebucht. Die Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH rechnet vor diesem Hintergrund mit einer spürbaren Flächenerweiterung.

Foto: Behrendt und Rausch Fotografie

Foto: Behrendt und Rausch Fotografie

Das Wachstum ist unter anderem auf die Rückkehr bzw. Standflächenerweiterung bedeutender Aussteller zurückzuführen. Die größten Stände auf der kommenden Veranstaltung haben Otto Bock HealthCare GmbH und Paravan GmbH gebucht. Verschiedene andere Aussteller, darunter REHABILITY Reha-Fachhandel GmbH, REHATEC Dieter Frank GmbH sowie Alu Rehab ApS haben ihre Standflächen deutlich ausgeweitet. Darüber hinaus konnten bereits zahlreiche Erstaussteller aus den Bereichen Fachhandel, Kliniken, Hilfsmittelhersteller sowie Selbsthilfegruppen gewonnen werden. Die Neuaussteller stammen teilweise aus den traditionell auf der REHAB vertretenen Themenfeldern; zum Teil wird das Wachstum auch durch Aussteller aus dem neu konzipierten Themenbereich Homecare und Pflege generiert.

Die Entwicklung der REHAB spiegelt die Trends im europäischen Gesundheitsmarkt wieder: Der demografische Wandel und der medizinische Fortschritt sorgen für eine stetig wachsende Nachfrage nach medizinisch-technischen Produkten, Hilfsmitteln und Dienstleistungen im Gesundheitssektor. Die REHAB hat sich als feste Größe im Veranstaltungskalender der Branche etabliert und bringt alle zwei Jahre Fachleute aus den Bereichen Rehabilitation, Therapie, Inklusion sowie Pflege zusammen. Aktuell wird für die REHAB 2017 mit etwa 400 Ausstellern aus 15 Ländern sowie rund 18.000 Fach- und Privatbesuchern gerechnet. Die REHAB ist eine wichtige Informations- und Beratungsplattform für Menschen mit Handicap und ihre Angehörigen; hier können sie sich einen breiten Überblick über Trends und neue Hilfsmittel verschaffen und diese auch vor Ort ausprobieren. Zum Fachpublikum auf der REHAB zählen vor allem Fachhändler, Therapeuten, Kostenträger, Pflegefachkräfte und Mediziner. Fachbesucher können sich auf der REHAB effizient und zielgerichtet informieren und sich mit Ausstellern und Betroffenen persönlich zu aktuellen Themen aus Rehabilitation und Therapie austauschen.

Erweitertes Markplatzportfolio fördert Flächenwachstum

Die Ausstellungsfläche auf der REHABist in „Marktplätze“ untergliedert, die sich jeweils einem Thema widmen. Thematisch passende Aussteller, Dienstleister und Vereine sind hier gebündelt. Verschiedene Marktplätze bieten außerdem ein Forum mit Vorträgen und Diskussionsrunden an. Die REHAB 2017 wird der seit Jahren stetig sinkenden Verweildauer von Patienten in Kliniken und der damit einhergehenden Nachfrage nach einer qualifizierten außerklinischen Betreuung mit dem neuen Marktplatz Homecare und Pflege gerecht. Der Marktplatz Homecare und Pflege bietet einen Überblick über Produkte und Dienstleistungen, die den Alltag von Menschen mit Assistenzbedarf erleichtern und pflegende Angehörige und Fachkräfte in ihrer Tätigkeit unterstützen. Parallel zur Einführung des Marktplatzes Homecare und Pflege wird der Marktplatz Gehirn um das Forum Außerklinische Intensivversorgung erweitert.

„Die Themenbereiche Schädel-Hirnverletzungen, Schlaganfall und andere erworbene Hirnschäden haben viele Berührungspunkte mit der außerklinischen Intensivpflege“, sagt Hans Weber, Geschäftsführer von hw studio weber und Mitorganisator des Marktplatzes Gehirn. „Wir begrüßen die entsprechende Erweiterung des Ausstellerportfolios und die neuen thematischen Möglichkeiten für das Forum“. Ein weiterer wichtiger Partner bei der thematischen Entwicklung des Forums ist erneut ZNS – Hannelore Kohl Stiftung. „Durch den medizinischen Fortschritt überleben immer häufiger Menschen selbst schwerste neurologische Verletzungen. Die Erweiterung des Marktplatzes Gehirn ist deshalb eine konsequente Antwort auf diese Entwicklung“, erklärt Carsten Freitag, stellvertretender Geschäftsführer von ZNS. Aus dem Bereich Homecare und außerklinische Intensivversorgung wird das Forum durch CNI e.V. (Competenz Netzwerk außerklinische Intensivversorung) mit Vorträgen und Diskussionsrunden unterstützt. Den Teilnehmern werden kostenfreie Teilnahmebescheinigungen angeboten, welche als Fortbildungsnachweis für die Registrierung beruflich Pflegender dienen können.

Umfangreiches Rahmenprogramm und Sonderschauen

Der Bereich barrierefreies Bauen und Wohnen wird auf der REHAB 2017 erneut durch eine Sonderschau zum Thema Alltagsunterstützende Assistenzlösungen (AAL) ergänzt. Im Fokus stehen dabei moderne Technologien und IT-gestützte Assistenzlösungen, die das Leben mit Alters- und Mobilitätseinschränkungen wesentlich erleichtern und zu einer verbesserten Pflege beitragen.

Parallel zur REHAB 2017 werden außerdem die Pflegeregionalkonferenz des Pflegebündnisses der TechnologieRegion Karlsruhe sowie die Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Ärzte für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung (BAG e.V.) durchgeführt.

Zudem wird es auch auf der kommenden REHABdas bewährte Kulturbistro mit Autorenlesungen und inklusiven Kochshows mit wechselnden Talkgästen geben. Die Sonderschau „Inklusive Sportstätte“ bietet erneut Menschen mit und ohne Handicap die Möglichkeit, verschiedene Sportarten auszuprobieren und mit Profis zu trainieren. Zudem stehen eine KFZ-Teststrecke sowie ein großer Testparcours zur Verfügung, auf dem Handbikes, Aktivrollstühle und andere Geräte „erfahren“ werden können. Das Rahmenprogramm wird ergänzt durch Fachvorträge zu Themen wie Kinderhilfsmittel-Versorgung, Inklusion, barrierefreie Arbeitsplatzgestaltung sowie rechtliche Rahmenbedingungen in der Hilfsmittelversorgung.

Pressekontakt:
Sarah Storck
Pressereferentin
Bereich Kommunikation
Tel.: +49 721 3720-2310
Fax: +49 721 3720-99-2310
E-Mail: sarah.storck@messe-karlsruhe.de

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