Dienstag, September 6th, 2016

 

Neue Kaufmännische Leiterin begrüßt

Glottertal, den 06. September 2016. Seit dem 01. September 2016 leitet Gela Sonnenschein die kaufmännischen Geschicke der Rehaklinik Glotterbad und des Zentrums für Ambulante Psychosomatische Rehabilitation in Freiburg (ZAPR). Die studierte Gesundheitsökonomin wurde am Donnerstag, 01. September, im Rahmen einer kleinen Feierstunde herzlich in der Rehaklinik Glotterbad begrüßt. Zu den Gratulanten gehörten neben Dr. Constanze Schaal, Geschäftsführerin der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH, und Chefarzt Dr. Werner Geigges auch zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden Reha-Einrichtungen.
„Mit Frau Sonnenschein heißen wir heute eine fachlich und menschlich kompetente Führungspersönlichkeit herzlich willkommen. Dank ihrer exzellenten wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung und mehrjährigen Erfahrung im Gesundheitswesen ist sie für uns die optimale Ergänzung“, betont Dr. Constanze Schaal, Geschäftsführerin der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH. Gemeinsam mit Chefarzt Dr. Werner Geigges führte sie die neue Kaufmännische Leiterin der Rehaklinik Glotterbad und des ZAPR Freiburg im Rahmen einer kleinen Feierstunde ein.
Für Dr. Werner Geigges ist der kaufmännische Bereich die entscheidende Nahtstelle zur qualitativ hochwertigen Patientenversorgung. Dementsprechend freut sich auch der Chefarzt sehr auf die Zusammenarbeit mit Gela Sonnenschein: „Gemeinsam mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden wir das Reha-Angebot unserer Kliniken weiter ausbauen und optimieren und damit die Zukunft der Rehaklinik Glotterbad und des ZAPR aktiv gestalten“.
Zukünftig bilden Chefarzt Dr. Werner Geigges und Gela Sonnenschein die Duale Klinikleitung der Rehaklinik Glotterbad und des Zentrums für Ambulante Psychosomatische Rehabilitation Freiburg: „Beide Einrichtungen bieten nicht nur ein spannendes und umfangreiches medizinisches Spektrum, sie sind auch eine tragende Säule in der Versorgung von Patienten mit psychischen Erkrankungen in der Region Süd- und Mittelbaden und weit darüber hinaus. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht nur die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen, sondern die beiden Einrichtungen noch besser zu vernetzen und insbesondere die überregionale Anziehungskraft nachhaltig zu stärken. Dazu gehört insbesondere auch die verlässliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der niedergelassenen Ärzteschaft und anderen Kooperationspartnern“, so Gela Sonnenschein.
Gela Sonnenschein
Vor ihrem Wechsel zu den RehaZentren Baden-Württemberg war die studierte Gesundheitsökonomin Verwaltungsdirektorin und Prokuristin der Psychosomatischen Fachklinik Sonneneck GmbH und der Psychosomatischen Rehaklinik Sonneneck GmbH in Badenweiler. Weitere Stationen ihrer bisherigen Laufbahn waren die Celenus Kliniken GmbH in Offenburg sowie das MediClin Herzzentrum im badischen Lahr. Berufsbegleitend hat Gela Sonnenschein an der Universität des Saarlandes ein Studium des Wirtschaftsrechts in der Unternehmenspraxis mit einem „Master in Commercial“ Law erfolgreich abgeschlossen.

Dr. Werner Geigges und Dr. Constanze Schaal begrüßen Gela Sonnenschein als neue Kaufmännische Leiterin

Dr. Werner Geigges und Dr. Constanze Schaal begrüßen Gela Sonnenschein als neue Kaufmännische Leiterin

Rehaklinik Glotterbad
Die Rehaklinik Glotterbad gehört zum Verbund der RehaZentren Baden-Württemberg und ist eine Fachklinik für Psychosomatik, Psychotherapeutische und Innere Medizin. Behandelt werden Patienten mit chronisch internistischen Erkrankungen verbunden mit psychischen Begleiterkrankungen. Patienten mit Ängsten und Depressionen, chronischen Schmerzsyndromen und somatoformen Störungen, mit Essstörungen, Zwängen und Persönlichkeitsstörungen (insbesondere Borderline-Störungen) sowie mit Posttraumatischen Belastungsstörungen und Arbeitsplatzkonflikten.
Weitere Informationen: www.rehaklinik-glotterbad.de

ZAPR Freiburg – Zentrum für Ambulante Psychosomatische Rehabilitation
Das zur Rehaklinik Glotterbad gehörende ZAPR bietet Betroffenen, für die eine ambulante Therapie nicht mehr ausreichend ist und die in der Nähe wohnen, die Möglichkeit einer intensiven ganztägig ambulanten Behandlung. Behandelt werden Patienten mit u.a. Depressiven Störungen, Burn-out, Angststörungen, Anpassungsstörungen bzw. Belastungsreaktionen sowie körperlichen Störungen, bei denen psycho-soziale Faktoren für Genese, Verarbeitung und Verlauf relevant sind (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma bronchiale) und Chronische Schmerstörungen, die sowohl eine orthopädische wie auch psychosomatische Kompetenz bei der Behandlung erfordern.
Weitere Informationen: www.zapr-rehazentren-bw.de

RehaZentren Baden-Württemberg
Unter dem Dach der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH sind neun Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation mit individuellen Profilen
zusammengeführt. Acht Standorte liegen in Baden-Württemberg, ein weiterer in Bayern. Die Geschäftsleitung hat ihren Sitz in Stuttgart.
Die Kliniken erbringen ein breites Spektrum an rehabilitativen und präventiven Dienstleistungen. Sie ergänzen sich gegenseitig, sodass wertvolle Synergieeffekte entstehen. Vernetzte Strukturen und die fachliche Zusammenarbeit sichern eine optimale Betreuung der Patientinnen und Patienten.
Weitere Informationen: www.rehazentren-bw.de

Kontakt:
Jörg Skupin, Referent Public Relations
RehaZentren der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg gGmbH
Wilhelmsplatz 11, 70182 Stuttgart
E-Mail: j.skupin@rehazentren-bw.de; Tel.: 0711 6994 639 20


Fresenius Helios erwirbt Spaniens größte private Krankenhausgruppe Quirónsalud

05.09.2016

Fresenius Investor News vom 5. September 2016

  • 43 Krankenhäuser in Spanien mit rund 2,5 Mrd €1 Umsatz erweitern das Kliniknetzwerk von Deutschlands größtem Krankenhausbetreiber HELIOS
  • Wissensaustausch wird Qualität der Patientenversorgung weiter steigern; der führende europäische Krankenhausbetreiber entsteht
  • Erhebliche Wachstumschancen und Synergien
  • Übernahme trägt bereits in 2017 deutlich positiv zum Ergebnis je Aktie bei

Fresenius Helios übernimmt IDC Salud Holding S.L.U. („Quirónsalud”), den mit Abstand größten privaten Krankenhausbetreiber Spaniens, für 5,76 Mrd €2. Mit rund 35.000 Mitarbeitern in 43 Krankenhäusern, 39 ambulanten Gesundheitszentren und rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement bietet Quirónsalud ein umfassendes medizinisches Leistungsspektrum in der stationären und ambulanten Versorgung. Die Gruppe ist in allen wirtschaftlich wichtigen Ballungsräumen Spaniens vertreten. Quirónsalud entstand durch den Zusammenschluss von IDC Salud („IDC“) und Grupo Hospitalario Quirón („GHQ”) im Jahr 2014.

Quirónsalud hat in den vergangenen Jahren ein organisches Umsatzwachstum von jährlich über 5 % verzeichnet. Grundlage für diese Entwicklung ist die im Vergleich zum Markt überproportionale Zunahme von Patientenzahlen aufgrund der hohen Versorgungsqualität des Unternehmens in Kombination mit nachhaltig kurzen Wartezeiten.

Pionierarbeit geleistet hat Quirónsalud bei der Entwicklung von Public-Private-Partnerships („PPPs“). Gegenwärtig betreibt das Unternehmen fünf Kliniken (vier in Madrid und eine weitere in Barcelona) welche Teil der öffentlichen Gesundheitsversorgung sind. Die PPP-Kliniken von Quirónsalud haben einen Versorgungsauftrag für gesetzlich versicherte Patienten des definierten Einzugsgebiets und erhalten für diese eine fixe Kopfpauschale oder eine Vergütung für erbrachte Leistungen.

Darüber hinaus haben Krankenhausneubauten und Akquisitionen zum Umsatzanstieg beigetragen. Zukünftig bildet die enge Verzahnung der kürzlich erworbenen Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement mit Quirónsaluds Krankenhäusern eine weitere Wachstumsquelle.

Für das Jahr 2016 rechnet Quirónsalud mit einem Umsatz von rund 2,5 Mrd € und einem EBITDA von 460 bis 480 Mio €. 2017 soll der EBITDA auf 520 bis 550 Mio € steigen. Auf Basis der Mitte der 2017er-Spanne entspricht der Kaufpreis etwa dem 10,8-fachen EBITDA.

Das erwartete EBITDA-Wachstum wird getrieben von bereits implementierten Synergieprojekten aus dem Zusammenschluss von IDC und GHQ, kürzlich getätigten Akquisitionen, bereits begonnenen Effizienzprojekten sowie kontinuierlichen Verbesserungen im Bestandsgeschäft. Weitere Krankenhausneubauten, Akquisitionen und Synergien mit HELIOS sind in den Erwartungen für das Jahr 2017 nicht enthalten. Mittelfristig werden durch den Zusammenschluss von HELIOS und Quirónsalud Synergien von 50 Mio € p.a. (vor Steuern) ohne nennenswerte Implementierungsaufwendungen erwartet.

Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „Zwei in Qualität und Größe führende Unternehmen schließen sich zusammen. Unsere Patienten werden vom künftigen Austausch von Wissen und Erfahrung profitieren. Die Übernahme ist ein weiterer strategischer Schritt für Fresenius, Patienten weltweit qualitativ hochwertig und gleichzeitig bezahlbar zu versorgen.“

Dr. Francesco De Meo, Vorsitzender der Geschäftsführung der HELIOS Kliniken Gruppe und Vorstand des Unternehmensbereichs Fresenius Helios, sagte: „Mit Quirónsalud übernehmen wir den größten privaten Krankenhausbetreiber Spaniens und die Nummer vier in Europa. Quirónsalud hat in den letzten Jahren eine eindrucksvolle Entwicklung durchlaufen und steht wie HELIOS für Qualitätsorientierung. Damit passt die Gruppe hervorragend zu uns – auch und vor allem –, weil wir sehr viel voneinander lernen werden. Beide Marken, Quirónsalud in Spanien und HELIOS in Deutschland, bleiben bestehen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Víctor Madera, der neben seiner Funktion als CEO von Quirónsalud eine aktive Rolle in dem zusammengeführten Unternehmen haben wird. Gemeinsam wollen wir die medizinische Versorgung unserer Patienten in beiden Ländern verbessern.“

Víctor Madera, Mitgründer und Vorsitzender der Geschäftsführung von Quirónsalud, sagte: „Ich freue mich, zu einer großartigen Firma wie HELIOS zu kommen und auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Francesco De Meo. Ich bin überzeugt, dass HELIOS und Quirónsalud ideale Partner sind, um das Beste für die Versorgung unserer Patienten in Deutschland und in Spanien zu erreichen.“

Fresenius Helios erwirbt 100 % der Anteile an Quirónsalud. Verkäufer sind das Private-Equity-Unternehmen CVC Capital Partners, Víctor Madera und weitere Mitglieder der Geschäftsführung von Quirónsalud.

Fresenius wird 6.108.176 Aktien im Wert von 400 Mio € an Víctor Madera begeben, der diese für mindestens zwei Jahre halten wird. Der verbleibende Teil des Kaufpreises wird durch Fremdkapitalinstrumente finanziert.

Der Verschuldungsgrad (Netto-Finanzverbindlichkeiten/EBITDA) der Fresenius-Gruppe wird vorübergehend auf rund 3,1 steigen. Bereits Mitte des Jahres 2017 soll er wieder im Zielkorridor von 2,5 bis 3,0 liegen.

Die Akquisition bedarf der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden. Der Abschluss der Akquisition wird voraussichtlich im 4. Quartal 2016 oder im 1. Quartal 2017 erfolgen.

Fresenius erwartet, dass die Übernahme bereits vom Jahr 2017 an deutlich positiv zum Konzernergebnis  und zum Ergebnis je Aktie3 beitragen wird.

Aufgrund des erwarteten deutlichen Umsatz- und Ergebnisbeitrags der Akquisition wird Fresenius im Rahmen der Publikation der Geschäftszahlen 2016 einen neuen mittelfristigen Konzernausblick veröffentlichen.

1 Ausblick 2016
2 Frei von Netto-Finanzverbindlichkeiten
3 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt

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Erläuterungen zu den verwendeten Kennzahlen finden Sie im Geschäftsbericht 2015 der Fresenius SE & Co. KGaA auf den Seiten 25, 40, 56f., 100f. und 194.

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Fresenius ist ein weltweit tätiger Gesundheitskonzern mit Produkten und Dienstleistungen für die Dialyse, das Krankenhaus und die ambulante medizinische Versorgung von Patienten. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 27,6 Milliarden Euro. Zum 30. Juni 2016 betrug die Anzahl der Mitarbeiter weltweit 227.856.

Weitere Informationen im Internet unter www.fresenius.de.

Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter: www.facebook.com/fresenius.group und www.twitter.com/fresenius.

 

Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Constanze von der Schulenburg
Telefon: +49 30 521 321 – 522
Telefax: +49 30 521 321 – 199


Diskussionsbeitrag der DVfR zum Regierungsentwurf des BTHG

DVfR-Logo

Mit einer aktuellen Stellungnahme zum Regierungsentwurf beteiligt sich die DVfR erneut an der Diskussion zum Bundesteilhabegesetz (BTHG). Der Verband fordert darin wesentliche Nachbesserungen des Gesetzesentwurfs, geht auf verschiedene Themenkomplexe ein und stellt mögliche Lösungen vor. Der Diskussionsbeitrag wurde im Rahmen des Ad hoc-Ausschusses „Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe“ erarbeitet.

Die DVfR unterstreicht in dem Papier ihre Sorge, dass zwei zentrale Leistungsgrundsätze der Eingliederungshilfe mit dem BTHG zur Disposition gestellt werden: das Prinzip umfassender Bedarfsdeckung und das Prinzip der Befähigungsgerechtigkeit. Beide Prinzipien sind für die Eingliederungshilfe in ihrer bisher rehabilitativen Ausrichtung prägend und müssen auch zukünftig erhalten bleiben.

Wird die Eingliederungshilfe künftig nicht mehr als soziales Netz verstanden, führt diese Einschränkung der Aufgaben der Eingliederungshilfe zusammen mit der Eingrenzung des leistungsberechtigten Personenkreises dazu, dass auch positive Ansätze des BTHG wie Personenzentrierung, durchgehende Bedarfsermittlung als Leistungsvoraussetzung, Beratungsangebote sowie die Einschränkung der Anrechnung von Einkommen und Vermögen in ihrer Bedeutung zurücktreten.

In dem Papier fordert die DVfR daher wesentliche Nachbesserungen des Gesetzesentwurfs im parlamentarischen Verfahren mit dem Ziel

  • die Eingliederungshilfe als – ggf. subsidiäres – Sicherungsnetz für Leistungen zur Teilhabe zu erhalten, so dass alle erforderlichen Teilhabeleistungen zur Verfügung stehen und dafür immer auch eine Reha-Trägerzuständigkeit gewährleistet ist;
  • allen Menschen mit Beeinträchtigungen die notwendigen Leistungen zur Förderung der Teilhabe zur Verfügung zu stellen und Ausgrenzungen zu vermeiden;
  • die Leistungen der Eingliederungshilfe umfassend, bedarfsdeckend, bei Bedarf interdisziplinär und im Sinne der Rehabilitation nach § 4 SGB IX auszugestalten;
  • Leistungen zur Teilhabe und Leistungen bei Pflegebedürftigkeit sachgerecht miteinander zu verknüpfen und den Vorrang der Teilhabe zu sichern;
  • die Selbstbestimmung der Menschen mit Behinderung bestmöglich zu gewährleisten;
  • die ICF als international anerkannte Systematik zur Beschreibung von Teilhabeeinschränkungen und als Grundlage der Förderung der Teilhabe zu etablieren.

Exemplarisch analysiert die DVfR dazu einige Themenkomplexe im Regierungsentwurf und unterbreitet Lösungsvorschläge.

Zur Stellungnahme der DVfR vom 02.09.2016

Zur Begründung sowie für weitere Aspekte wird auf die Stellungnahme der DVfR vom 18.05.2016 sowie auf Stellungnahmen ihrer Mitglieder und weitere verwiesen.

Bereits im Vorfeld des Referentenentwurfs hatte die DVfR Grundpositionen sowie weitere Ausführungen zur Entwicklung des Bundesteilhabegesetzes erarbeitet. Die Grundpositionen der DVfR vom Juni 2015 finden Sie hier.


Sportlich werben für Inklusion und Rehabilitation

Die 9. Bäder- und Reha-Radtour startet und endet in Kirchheim unter Teck

 

Logo der 9. Bäder- und Rehatour Quelle: Krebsverband Baden-Württemberg e.V.

Logo der 9. Bäder- und Rehatour
Quelle: Krebsverband Baden-Württemberg e.V.

Wenn Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam auf ihre Räder, Handbikes und Trikes steigen, startet sie wieder, die Bäder- und Rehatour: Die neunte Tour seit 2008 beginnt am Freitag, 2. September, in Kirchheim unter Teck und wird neun Tage später auch dort enden. Eindrucksvoll werden die Radfahrerinnen und Radfahrer mit Behinderungen auch jetzt wieder zeigen, was möglich ist. Das beeindruckt auch Sozialminister Manfred Lucha.

Die 40 Radsportlerinnen und Radsportler haben eine Botschaft im Gepäck: Sie werben für die vielfältigen Möglichkeiten der Inklusion, Rehabilitation und Prävention. Auf dem Programm der Fahrt durch Deutschland, die Schweiz und Österreich stehen insbesondere Besuche in Kurorten und Reha-Einrichtungen. Das erste Etappenziel ist das Kloster Obermarchtal. Zuvor diskutieren die Teilnehmer in der Gedenkstätte Grafeneck ein sehr dunkles Kapitel der deutschen Geschichte: die Ermordung von mehr als 10.000 behinderten Menschen durch die Nazis.

Am zweiten Tag geht es in Bad Buchau und Aulendorf um die Rehabilitation krebskranker Menschen. Am Etappenziel Wangen im Allgäu erfahren die Tourteilnehmer, wie beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen eine schulische und berufliche Qualifikation ermöglicht werden kann.

In den schweizerischen Kurorten Bad Ragaz, Davos und St. Moritz sowie in Österreich lernen die Tourteilnehmer, wie behinderten Menschen dort eine weitgehend selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht wird. Am Samstag, 10. September, wird die Radsportgruppe am Ende der rund 760 Kilometer langen Strecke wieder in Kirchheim unter Teck erwartet.

Initiator der Tour ist Hubert Seiter, ehrenamtlicher Geschäftsführer des Krebsverbands Baden-Württemberg und ehemaliger Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg. Mit dem Projekt möchte er Zeichen setzen. Seine Botschaft: Mit guter fachlicher und medizinischer Unterstützung bei einer Reha und der notwendigen Willenskraft des Einzelnen kann nach einem Unfall oder einer Krankheit die Rückkehr in den Job und damit auch in die Gesellschaft und ins Leben gelingen.

Sport bedeutet Lebensqualität

Wie erfolgreich „Reha made in Germany“ sein kann, beweisen einige der Tourteilnehmer: Nach schweren Unfällen oder Erkrankungen hat ihnen eine Reha wieder ermöglicht, Sport zu treiben und an der Tour teilzunehmen. „Vor zehn Jahren konnte ich mir nicht vorstellen, jemals wieder Rad zu fahren. Heute komme ich überall hin, wo ich will“, erzählt Uwe Keller, der nach einem schweren Schlaganfall auf dem Liegerad mitfährt. Wie wichtig die Unterstützung von Politik, Kostenträgern, Ärzten und Therapeuten ist, zeigt das Teilnehmerfeld. Mit von der Partie ist unter anderem der Ärztepräsident von Baden-Württemberg, Dr. Ulrich Clever. „Ich habe bei den Touren gelernt, was mit guter Rehabilitation, hoher Motivation der Betroffenen und solidarischer Unterstützung durch die Sozialversicherungsträger trotz Handicap noch beziehungsweise wieder möglich sein kann“, betont der Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg.

„Die Tour ist gelebte Inklusion“

Die Tour startet am 2. September um 10 Uhr bei der AOK in Kirchheim unter Teck. „Wir sind gerne der Gastgeber für den Start der Bäder- und Rehatour in Kirchheim unter Teck. Sport bei und nach Krebs ist wichtig für die Krankheitsbewältigung und schenkt Lebensfreude“, sagt Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bäder- und Reha-Radtour werden bei der diesjährigen Tour wieder zeigen, dass es auch mit Beeinträchtigungen möglich ist, großartige sportliche Leistungen zu erbringen. „Für mich ist die Tour gelebte Inklusion: Alle gehören zum Team, die sportlichen Herausforderungen werden gemeinsam mit viel Freude am Sport gemeistert. Und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machen eindrucksvoll deutlich, wie wichtig ein vielfältiges Rehabilitationsangebot ist“, sagt Tourinitiator Hubert Seiter.

Sozialminister Manfred Lucha ist begeistert

Der baden-württembergische Sozialminister Manfred Lucha unterstützt den Gedanken der Tour. Im Vorfeld der Rundfahrt zeigte er sich beeindruckt von der Leistung: „Mir gefällt die Bäder- und Rehatour auch deshalb so gut, weil sie deutlich macht, wie einfach und selbstverständlich Inklusion gelebt werden kann. Die Bäder- und Rehatour zeigt vorbildlich: Inklusion kann auch bedeuten, dass man gemeinsam Rad fährt und die schöne Natur genießt. Von der sportlichen Leistung der Menschen mit und ohne Behinderung, die an der Tour teilnehmen, können sich viele Menschen ohne Handicap eine Scheibe abschneiden.“

Die Tour steht unter der Schirmherrschaft des Krebsverbands Baden-Württemberg. Viele der Tourteilnehmer wissen, wie wichtig Sport gegen, bei oder nach Krebs ist. Mit der Fahrt sollen Spenden für Projekte des Krebsverbandes gesammelt werden (Spendenkonto: Landesbank Baden-Württemberg, IBAN: DE 97 6005 0101 0001 0139 00 – BIC: SOLADEST600).

Ansprechpartner für die Presse während der Tour
Hubert Seiter
Mobiltelefon: 0151-21206452

Pressekontakt für sonstige Fragen:
Birgit Fernbacher und Verena Mailer
Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg
Gartenstraße 105, 76135 Karlsruhe
Telefon: 0721 825-23802 und 0721 825-23804
presse@drv-bw.de


Klinikmitarbeiter und Patienten treffen Zeitzeugen des Holocaust

Herzlich begrüßt wurden die polnischen Gäste an der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal von der Kaufmännischen Leiterin Bettina Glorius (4.v.r.).

Gemeinsame Pressemitteilung

– Zeichen der Hoffnung – ZNAKI NADZIEI e.V.

– MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden

 

Wiesbaden, 06. September 2016


Nach ihrem beeindruckenden Besuch im vergangenen Jahr sind erneut 20 ehemalige KZ-Häftlinge aus Polen in der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal eingetroffen. Im Rahmen des umfangreichen zweiwöchigen Erholungs- und Kulturprogramms wird in diesem Jahr erstmals auch eine Begegnung mit Beschäftigten und Patienten der Klinik stattfinden.

 

Herzlich begrüßt wurden die polnischen Gäste an der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal von der Kaufmännischen Leiterin Bettina Glorius (4.v.r.).

Herzlich begrüßt wurden die polnischen Gäste an der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal von der Kaufmännischen Leiterin Bettina Glorius (4.v.r.).

Schon im vergangenen Jahr beeindruckte ihr Besuch die Region: 20 ehemalige KZ-Häftlinge aus Polen sind am Montag, den 29. August, zu einem zweiwöchigen  Besuch in Hessen  in der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal eingetroffen. Für die hochbetagten bis zu 97 Jahre alten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Reise ist der Aufenthalt in Deutschland erlebnisreich und anstrengend zugleich. Denn das Programm reicht von offiziellen Empfängen im Wiesbadener Rathaus und im Römer in Frankfurt/Main über einen  Schiffsausflug auf dem Rhein hin zu Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern an Gymnasien in Wiesbaden und Mainz. Zum Begrüßungsempfang am vergangenen Dienstagabend in der Klinik kam auch der ehemalige Stadtverordnetenvorsteher der Landeshauptstadt Wiesbaden, Wolfgang Nickel. Der Vorstand des Vereins Zeichen für Hoffnung e.V. war gleich dreifach vertreten mit dem Vorsitzenden Pfarrer i. R. Dr. Hermann Düringer, seinem Stellvertreter Pfarrer i. R. Klaus Endter und Vorstandsmitglied Peter Galetzka.

 

Erstmals Austausch mit Beschäftigten und Patienten

Für die MEDIAN Rehaklinik Aukammtal, die ihren besonderen Gästen erneut eine komfortable Unterkunft und eine kostenlose pflegerische und therapeutische Betreuung zukommen lässt, ist das Programm in diesem Jahr etwas Besonderes. „Durch den Besuch der Gäste aus Polen in der Klinik gab es im vergangenen Jahr schon viele Kontakte und Flurgespräche mit unseren Mitarbeitern und Patienten“, berichtet Bettina Glorius, Kaufmännische Leiterin der MEDIAN Klinik Aukammtal, „Daraus ist der Wunsch erwachsen, mehr über die Menschen zu erfahren, die als Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene  die Schrecken des zweiten Weltkriegs und unermessliche Grausamkeiten in  den Konzentrationslagern Auschwitz, Buchenwald, Sachsenhausen und Dachau miterlebt haben. Wir kommen diesem Wunsch gern nach und bieten darum erstmals in der Klinik einen gemeinsamen Abend an.“ „Die Menschen, die uns von den Schrecken der NS Gewaltherrschaft noch aus eigenem Erleben berichten können werden immer  weniger“, ergänzt Daria Schefczyk, Geschäftsführerin des Vereins Zeichen der Hoffnung e.V., die die Reisegruppe begleitet, „Daher sind Zeitzeugengespräche für uns so unermesslich wertvoll.“ Ziel des Besuchs, der von der evangelischen Initiative „Zeichen der Hoffnung e.V.“ organisiert und von der Willy Robert Pitzer Stiftung finanziert wird, ist eine bessere Verständigung zwischen Polen und Deutschen.

 

Die Initiative Zeichen der Hoffnung e.V.

Die evangelische Initiative „Zeichen der Hoffnung – Znaki Nadziei e.V.“ aus Frankfurt am Main wurde 1977 gegründet mit dem Ziel der Versöhnung und Verständigung von Deutschen und Polen. Seit den 1990er Jahren pflegt die Initiative einen intensiven Austausch mit polnischen Opfern der NS-Gewaltherrschaft auch in Form von Erholungsreisen. Von 2004 bis 2014 führten Reisen in die MEDIAN Rheingau-Taunus Klinik nach Bad Schwalbach, seit 2015 sind die MEDIAN Rehaklinik Aukammtal und Wiesbaden Ziel der Reise. „Die Begegnung und Gespräche mit Überlebenden des Holocaust in Schulen, Gemeinden oder wie dieses Jahr mit den Mitarbeitern und Patienten der Rehaklinik Aukammtal sind für uns ein wichtiger Kern unserer Initiative gegen das Vergessen,“ erläutert Klaus Endter, der zur Begrüßung der polnischen Gäste nach Wiesbaden gekommen war, die Arbeit des Vereins, „Neben Erholungsreisen und Unterstützung der Opfer bietet der Verein auch Diskussionsveranstaltungen, Informationsmaterial und Studienreisen an und organisiert Stellen für einen Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) in Polen.“

 

Über die Willy Robert Pitzer Stiftung

Die Willy Robert Pitzer Stiftung mit Sitz in Bad Nauheim, die den Aufenthalt der ehemaligen KZ-Häftlinge aus Polen möglich macht, ist eine Gründung des 2003 verstorbenen gleichnamigen Architekten und Gründers der hessischen PITZER-Unternehmensgruppe. Er hatte sich sein Leben lang für kranke und hilfsbedürftige Menschen engagiert und fast 40 Jahre lang in Hessen zuletzt insgesamt zehn Reha-Kliniken betrieben. Auch die MEDIAN Klinik Aukammtal ist ein ehemaliges Haus der PITZER Kliniken.

 

Kontakt und Nachfragen:

 

ZEICHEN DER HOFFNUNG – ZNAKI NADZIEI e.V.

Geschäftsführerin Daria Schefczyk

Rechneigrabenstraße 10  |  60311 Frankfurt am Main

Tel.: 069 / 921 05 66 52  |  Fax: 069 / 921 05 76 52

E-Mail: info@zeichen-der-hoffnung.org

 

MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden

Kaufmännische Leiterin Bettina Glorius

Leibnizstraße 25 | 65191 Wiesbaden

Tel.: 0611 / 571-0  |  Fax: 0611 / 571-148

E-Mail: bettina.glorius@median-kliniken.de