Dienstag, August 16th, 2016

 

Positive Halbjahresbilanz der bayerischen Heilbäder und Kurorte

Immer beliebter: ein Aktivurlaub in einem bayerischen Heilbad oder Kurort.

PRESSEMITTEILUNG

 

 

 

Immer beliebter: ein Aktivurlaub in einem bayerischen Heilbad oder Kurort.

Immer beliebter: ein Aktivurlaub in einem bayerischen Heilbad oder Kurort.

Bad Füssing – Bayerns Heilbäder und Kurorte bleiben eine wichtige Säule im Tourismus. Von Januar bis Juni 2016 verzeichneten sie 2,38 Millionen Gästeankünfte und damit ein Plus von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit liegen die bayerischen Heilbäder und Kurorte deutlich über dem bayerischen Durchschnitt von 5,2 Prozent. Jede vierte Übernachtung findet weiterhin in einem Heilbad oder Kurort statt. Auch bei den Übernachtungen gab es mit 10,7 Millionen ein Plus von 4 Prozent. „Diese Zahlen zeigen, dass unsere Heilbäder und Kurorte den Urlaubsgästen viel zu bieten haben“, sagte der Vorsitzende des Bayerischen Heilbäder-Verbandes Klaus Holetschek. „Wir punkten nicht nur mit unserer medizinischen Kompetenz und unseren ortsgebundenen Heilmitteln wie Sole, Moor oder einem gesunden Klima. Längst haben wir uns auch zu beliebten Reisezielen für gesundheitsbewusste Aktiv-Urlauber entwickelt.“

Die bayerischen Heilbäder und Kurorte mussten seit der Gesundheitsreform in den 90er Jahren mit einem drastischen Rückgang der Kuren fertig werden. Nach Angaben der zuständigen Kurärztlichen Verwaltungsstelle Westfalen-Lippe wurden 2015 bundesweit nur mehr knapp 46.000 ambulante Vorsorgeleistungen abgerechnet. Das ist halb so viel wie im Jahr 2009 und gerade noch ein Fünftel der Zahl aus dem Jahr 2000. Mitte der 90er Jahre gab es bundesweit sogar rund 900.000 ambulante Vorsorgeleistungen. In Bayern gibt es die gleiche Tendenz. „Wir haben im Freistaat nicht einmal mehr 20.000 Kuren, im Jahr 2000 waren es noch über 100.000“, so Holetschek. „Wir haben diesen Strukturwandel gut bewältigt, weil wir immer aktiv geblieben sind und uns weiter entwickelt haben.“  Beispiele dafür sind die Weiterentwicklung der Marke „Gesundes Bayern“, eine Digitalisierungsoffensive, und das bayernweit erste „Bündnis für gesunde Mitarbeiter“, das der BHV initiierte.

Aktuell widmet sich der Verband gezielten Präventionsprogrammen im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Gemeinsam mit dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) entsteht ein eigenes Präventionsprogramm für Pflegekräfte. Die ersten Programme sollen in diesem von der Staatsregierung geförderten und der Ludwig-Maximilians-Universität München begleitetem und evaluiertem Pilotprojekt in Bad Reichenhall durchgeführt werden. In einem weiteren Projekt forciert der BHV die Zertifizierung der Heilbäder und Kurorte zur „Allergikerfreundlichen Kommune“. Dazu schloss der Verband eine Kooperation mit der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) „Wir wollen die Urlaubsmöglichkeiten für Allergiker und ihre Mitreisenden verbessern, ihnen mehr Service bieten und möglichst beschwerdefreie Ferien ermöglichen“, sagte Holetschek  Die Zertifizierung der Heilbäder und Kurorte erfolgt durch die Stiftung ECARF, der Bayerische Heilbäder-Verband e.V. führt im Vorfeld alle die Zertifizierung vorbereitenden Maßnahmen durch. Für Heilbäder und Kurorte gibt es dafür unter bestimmten Voraussetzungen eine finanzielle Förderung.  Das Förderprogramm zur Steigerung der medizinischen Qualität in den bayerischen Heilbädern und Kurorten sieht unter anderem auch die Ausrichtung auf allergische Beschwerdebilder vor. Kommunen können somit in bestimmten Fällen einen Förderantrag einreichen. Dieser wird individuell und projektbezogen unter Berücksichtigung der maßgeblichen Förderrichtlinie geprüft.

 

Kontakt:

Rosi Raab

PR-Agentur

Illerstraße 17

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Tel. 08031/ 2200670

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19,2 Millionen Patienten 2015 stationär im Kranken­haus behandelt

Pressemitteilung Nr. 283 vom 16.08.2016:

 

WIESBADEN – Im Jahr 2015 wurden 19,2 Millionen Patientinnen und Patienten stationär im Krankenhaus behandelt, 34 800 Behandlungsfälle oder 0,2 % mehr als im Jahr zuvor. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, dauerte der Aufenthalt im Krankenhaus wie im Vorjahr durchschnittlich 7,4 Tage.

In 1 953 Krankenhäusern Deutschlands standen für die stationäre Behandlung der Patientinnen und Patienten insgesamt 498 000 Betten zur Verfügung. Das waren 2 700 Betten weniger als im Jahr zuvor. Annähernd jedes zweite Krankenhausbett (48,1 %) stand in einem Krankenhaus eines öffentlichen Trägers, jedes dritte Bett (33,7 %) befand sich in einem freigemeinnützigen Haus. Der Anteil der Krankenhausbetten in Einrichtungen privater Träger betrug 18,3 %.

Die durchschnittliche Bettenauslastung lag bei 77,6 %. Die Betten in öffentlichen Krankenhäusern waren zu 79,4 % ausgelastet, in freigemeinnützigen Häusern zu 76,1 % und in privaten Häusern zu 75,4 %.

Rund 882 300 Vollkräfte – das ist die Anzahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten – versorgten 2015 die Krankenhauspatientinnen und -patienten. 153 900 Vollkräfte gehörten zum ärztlichen Dienst und 728 400 zum nichtärztlichen Dienst, darunter allein 320 200 Vollkräfte im Pflegedienst. Die Zahl der im Krankenhaus beschäftigten Vollkräfte nahm im Vergleich zum Vorjahr im ärztlichen Dienst um 3 100 Vollkräfte (+ 2,1 %) und im nichtärztlichen Dienst um 19 700 Vollkräfte (+ 2,8 %) zu, während die Zahl der Pflegevollkräfte um lediglich 1 400 Vollkräfte (+ 0,5 %) stieg.

1,97 Millionen Patientinnen und Patienten nahmen 2015 eine stationäre Behandlung in einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung in Anspruch. Das waren 3 600 Behandlungsfälle weniger als im Vorjahr (– 0,2 %).

In 1 153 Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen standen rund 164 700 Betten zur Verfügung. Anders als bei den Krankenhäusern sind bei den Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen private Träger die größten Anbieter: Hier standen fast zwei Drittel aller Betten (65,9 %). Einrichtungen öffentlicher Träger verfügten über 18,6 % der Betten. Den geringsten Anteil hatten freigemeinnützige Einrichtungen mit 15,5 % des Bettenangebots.

Die durchschnittliche Bettenauslastung lag bei 82,9 %. Öffentliche Einrichtungen erreichten eine Bettenauslastung von 91,6 %, die Betten privater Einrichtungen waren zu 80,4 % ausgelastet.

Rund 8 600 Vollkräfte im ärztlichen Dienst und 83 500 Vollkräfte im nichtärztlichen Dienst – darunter 21 300 Pflegevollkräfte – versorgten 2015 die vollstationären Patientinnen und Patienten in den Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen.

Eckdaten der Krankenhausstatistik 2015

Gegenstand der Nachweisung
(Vorläufige Ergebnisse)
Einheit Insgesamt davon
öffentlich frei-
gemeinnützig
privat
1 Es sind Rundungsdifferenzen in der Summe möglich.
Krankenhäuser Anzahl 1 953 578 679 696
Betten Anzahl 498 006 239 339 167 591 91 076
Berechnungs-/Belegungstage Anzahl 141 004 043 69 398 424 46 547 320 25 058 299
Patienten (Fallzahl) Anzahl 19 183 461 9 403 940 6 564 094 3 215 427
Durchschnittliche Bettenauslastung % 77,6 79,4 76,1 75,4
Durchschnittliche Verweildauer Tage 7,4 7,4 7,1 7,8
Ärztliches Personal (Vollkräfte 1) Anzahl 153 882 85 079 45 103 23 700
Nichtärztliches Personal (Vollkräfte 1) Anzahl 728 382 400 274 217 990 110 119
darunter:
Pflegepersonal (Vollkräfte 1) Anzahl 320 189 166 545 102 620 51 025
Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen Anzahl 1 153 229 300 624
Betten Anzahl 164 678 30 585 25 508 108 585
Pflegetage Anzahl 49 847 205 10 227 636 7 764 224 31 855 345
Patienten (Fallzahl) Anzahl 1 969 227 406 360 285 126 1 277 741
Durchschnittliche Bettenauslastung % 82,9 91,6 83,4 80,4
Durchschnittliche Verweildauer Tage 25,3 25,2 27,2 24,9
Ärztliches Personal (Vollkräfte 1) Anzahl 8 580 1 832 1 046 5 703
Nichtärztliches Personal (Vollkräfte 1) Anzahl 83 489 15 831 13 185 54 473
darunter:
Pflegepersonal (Vollkräfte 1) Anzahl 21 289 3 650 3 765 13 874

Weitere Auskünfte gibt:
Ute Bölt,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 81 07,
Kontaktformular

19,2 Millionen Patienten 2015 stationär im Krankenhaus behandelt (PDF, 84 kB, Datei ist nicht barrierefrei)