Freitag, Juli 22nd, 2016

 

Katholikentag von ganz oben koordiniert

Das Team vom Katholikentag zusammen mit den Ausbildern und Rehabilitanden des BFW Leipzig

Während des 100. Deutschen Katholikentags in Leipzig wurden die Besucherströme der 40.000 Gäste zu den einzelnen Veranstaltungen über große Monitore im Organisationsbüro des Veranstalters gesteuert. Die Voraussetzungen dafür schufen Rehabilitanden aus dem Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) mit der Installation einer Video-Anlage.

Das Team vom Katholikentag zusammen mit den Ausbildern und Rehabilitanden des BFW Leipzig

Das Team vom Katholikentag zusammen mit den Ausbildern und Rehabilitanden des BFW Leipzig

Als sich vom 25. bis zum 29. Mai 2016 Katholiken aus Deutschland und über 40 weiteren Ländern in Leipzig trafen, waren im Vorfeld und während der rund 1.000 Veranstaltungen auch Umschüler aus dem BFW Leipzig am Gelingen des größten Laientreffen der katholischen Kirche beteiligt.

Die Organisationsleitung trat an die künftigen Fachinformatiker für Systemintegration mit der Bitte heran, im Rahmen eines Ausbildungsprojektes eine Video-Anlage zur Steuerung der Besucherströme zwischen den Veranstaltungen zu konzipieren und zu installieren. Die Besonderheit des diesjährigen Katholikentags war nicht nur das runde Jubiläum, sondern die Konzentration der meisten der rund 1.000 Veranstaltungen in der Leipziger Innenstadt. Dazu war es notwendig, die Bewegungen in der City, die schon ohne Veranstaltungen ein beliebter Besuchermagnet ist, zu analysieren und auf Veränderungen einzuwirken. Dazu wurden an vier großen Plätzen – dem Augustusplatz, dem Willy-Brandt-Platz, auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz sowie auf dem Markt am Alten Rathaus – Webcams installiert, deren Bilder über WLAN und UMTS in der Organisationszentrale zusammenliefen. Gemeinsam mit der Polizei und dem Ordnungsamt der Stadt Leipzig konnte man sich nun ein Bild von oben über die Besucherströme machen.

„Das Projekt war recht anspruchsvoll und wir sind froh und dankbar, dass es so gut umgesetzt wurde“, sagte Doreen Schindhelm, Bereichsleiterin Zentrale Dienste des Katholikentages bei einer kleinen Dankesfeier am 12. Juli 2016 gegenüber den Rehabilitanden. „Durch diese Live-Bilder war eine schnelle Koordinierung der Besucherbewegungen zwischen den Veranstaltungen zusammen mit unseren Partner möglich.“ So konnten sich die Organisatoren stets in Echtzeit einen Eindruck von den Besucherströmen zwischen den Veranstaltungsorten machen und entsprechende Entscheidungen zur Verkehrs- und Besucherlenkung treffen. Auch der Einsatz der dabei unterstützenden ehrenamtlichen Helfer war dadurch zielgerichteter möglich.

Insgesamt sei man sehr zufrieden gewesen mit der Zusammenarbeit mit dem Team vom BFW Leipzig, betonte Hans Jürgen Knebel gegenüber den Rehabilitanden. Der Leiter der IT-Abteilung des Katholikentages sagte: „Für mich war das Projekt neu und wir haben gemeinsam viele Erfahrungen gesammelt. Ich bin begeistert von ihrer Leistung. Könnte ich eine Zensur verteilen, wäre es eine 1 Plus.“

Zur Anerkennung des Engagements wurde den sechs künftigen Fachinformatikern für Systemintegration ein Zertifikat über die Projektarbeit ausgestellt. „Für unsere Teilnehmer ist dies ein wichtiges Zeugnis, das sie ihren Bewerbungsunterlagen beifügen können“, betonte Stefan Kusiek, IT-Ausbilder im BFW Leipzig. Das Projekt kombinierte einen theoretischen und praktischen Teil, der den Wissensstand der Teilnehmer an der beruflichen Rehabilitation im Alltagstest unter Beweis stellte. „Die Umschüler haben mit solchen Projekten gute Referenzen bei künftigen Arbeitgebern“, ergänzte Jens Schneefuß, ebenfalls Ausbilder bei den Fachinformatikern im BFW Leipzig.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

BFW Leipzig

Seit 25 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet der beruflichen Rehabilitation tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück in ein erfülltes Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz, Döbeln, Plauen und Zwickau zur Verfügung. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag nicht nur um Menschen wieder in den Arbeitsprozess zurückzuführen, sondern diese tragen auch durch die Orientierung am Arbeitsmarkt zur Lösung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft bei. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

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