Mittwoch, Juli 13th, 2016

 

Orthopädisches Klinik-Duo von MEDIAN stellt sich in Wiesbaden neu auf

Neue Chefärzte an der MEDIAN Klaus-Miehlke-Klinik Wiesbaden und der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden / Fachbereiche für Orthopädie schärfen ihr Profil

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Stellten die neuen Klinikstrukturen vor (v.l.) Thomas Bold, Geschäftsbereichsleiter Mitte der MEDIAN Kliniken, Birgit Ayosso, Chefärztin Orthopädie der MEDIAN Klaus-Miehlke-Klinik, Bettina Glorius, Kaufmännische Leiterin beider Kliniken und Dr. Johannes Schröter, Chefarzt Orthopädie der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal.

Wiesbaden. Bis zum Herbst 2014 waren sie noch Konkurrenten, seit 2016 firmieren beide Kliniken erfolgreich unter dem Namen MEDIAN: die MEDIAN Klaus-Miehlke-Klinik Wiesbaden und die MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden an der Leibnizstraße. Dort stellten sich jetzt die neuen Chefärzte beider Häuser vor. Dr. med. Johannes Schröter, langjähriger Chefarzt der MEDIAN Klaus-Miehlke-Klinik, bekleidet seit Herbst vergangenen Jahres die Position des Chefarztes und die Funktion des Ärztlichen Direktors an der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal. An seine Stelle ist in der MEDIAN Klaus-Miehlke-Klinik Frau Birgit Ayosso als Chefärztin der Orthopädie getreten, die bereits seit Juli 2014 als leitende Oberärztin in der Klinik tätig war.

Orthopädie unter neuen Vorzeichen
Mit dem Personalwechsel haben die beiden Kliniken auch ihre fachlichen Profile weiter geschärft. Die MEDIAN Klaus Miehlke-Klinik, die sich schon bisher durch ihren interdisziplinären Behandlungsansatz von Orthopädie, Rheumatologie und Psychosomatik auszeichnete, wird künftig innerhalb des bewährten Konzepts neben der Versorgung von Patienten nach Gelenkersatz, sowie Schulter- und Wirbelsäulenoperationen noch einen deutlicheren Akzent auf die Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen legen. Die MEDIAN Rehaklinik Aukammtal erfährt mit dem Wechsel von Dr. Johannes Schröter eine innovative Neuausrichtung. Zusammen mit umfangreichen Sanierungsmaßnahmen stellt sich die Klinik in einem neuen Licht dar. Schwerpunkt werden hierbei die Anschlussheilbehandlungen von Patienten nach Operationen an Gelenken und Wirbelsäule sein. Erweitert wird dies durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Kardiologie vor dem Hintergrund eines ganzheitlichen Behandlungskonzeptes.

Kontakt:

MEDIAN Klaus-Miehlke-Klinik
MEDIAN Rehaklinik Aukammtal
Kaufmännische Leiterin Bettina Glorius
Leibnizstraße 23 | 65191 Wiesbaden
Tel.: 0611 575-800 | 0611 571-111
E-Mail: b.glorius@rhm-kliniken.de


Terrorismus nicht psychiatrisieren

Wie kommt es dazu, dass Menschen schwere Gewalttaten oder terroristische Attentate verüben? Renommierte forensische Experten beschäftitgen sich am 8. Juli 2016 auf einem Presseworkshop der DGPPN in Berlin mit den Mechanismen, die hinter Radikalisierungsprozessen und schwerer Gewaltättigkeit stehen.

Dazu erklärt die Forensikern Dr. Nahlah Saimeh, Mitglied im Vorstand der Fachgesellschaft:

„Nach schweren Gewalt- oder Terrorakten erleben wir immer wieder die gleiche Reaktion: Für viele Menschen kann dafür nur ein psychisch kranker Täter in Frage kommen. Doch in den allermeisten Fällen stimmt diese Antwort nicht. Wissenschaft und Statistik zeigen, dass diese Taten nur selten auf eine psychische Erkrankung zurückzuführen sind. Zwar können z. B. Wahnvorstellungen, Drogeneinflüsse und auch hirnorganisch bedingte Störungen zu radikal aggressiven Akten führen, doch meistens gibt es keine klinische Erklärung für diese Taten. Extremistische Täter wissen meist sehr genau, was sie tun und welche Folgen ihr Handeln hat. Die forensische Psychiatrie konnte bisher kein psychopathologisches Musterprofil eines Terroristen erstellen. Entscheidend sind vielmehr komplexe individuelle und gesellschaftliche Prozesse.

Radikalisierte Menschen fühlen sich oft massiv benachteiligt und von der Gesellschaft ausgeschlossen. Sie sind verbittert und verorten die Ursache für ihre vermeintliche Unterlegenheit im Außen. In dieser Situation sind sie empfänglich für Positionen, die ihnen eine gewisse Überlegenheit bieten. Ob diese radikale Gesinnung schließlich in einer extremistischen Tat mündet, hängt ganz besonders vom psychologischen Klima ab, in dem sie leben. Radikalisierte Menschen sind in allen Gesellschaftsschichten anzutreffen, sie kommen keineswegs nur aus sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen. Wenn wir uns mit Terrorismus beschäftigen, müssen wir diesen Mechanismen unbedingt Rechnung tragen. Schwere Gewalttaten und Terrorismus sind nie ausschließlich medizinische Probleme. Um sie zu verhindern, sind Politik, Gesellschaft und Wissenschaft gleichermaßen gefordert. So müssen die Einflussfaktoren noch stärker erforscht werden. Gleichzeitig gilt es, sozialen Ausschluss durch Aufklärung, Information, Bildung und Fürsorge zu verhindern.“

Kontakt
DGPPN-Pressestelle
Reinhardtstraße 27 B
10117 Berlin
Tel.: 030.2404 772-11
E-Mail: pressestelle@dgppn.de


„Impulse für den Bereich der medizinischen Rehabilitation“

DEGEMED begrüßt Referentenentwurf des Gesetzes zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG)

Berlin, 12.07.2016. Der starke Preiswettbewerb der Krankenkassen führte in den letzten Jahren immer wieder zu Qualitätsmängeln bei der Versorgung von Patienten mit Hilfs- und Heilmitteln. Der vorliegende Referentenentwurf reagiert auf diese Defizite.

Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED) begrüßt, dass mit dem Gesetzentwurf deutliche Akzente hin zu einer stärkeren Bedeutung der Qualität im Gesundheitswesen und zu einer transparenteren Informationspolitik gegenüber den Versicherten gesetzt werden. Dieser Weg sollte auch für andere Versorgungsbereiche in Zukunft verstärkt verfolgt werden.

„Das Heil- und Hilfsmittelgesetz setzt ein deutliches Signal gegen eine ausschließlich auf den Preis ausgerichtete Beschaffungspolitik der Krankenkassen“, erklärt Dr. Constanze Schaal, Vorstandvorsitzende der DEGEMED. „Darüber hinaus sollen neue Zugangswege zu Heilmittelleistungen über sogenannte ‚Blankoverordnungen‘ ausprobiert werden. Dieser Ansatz zeigt Anerkennung, Wertschätzung und Vertrauen gegenüber der therapeutischen Arbeit. Außerdem trägt die Politik dem Umstand Rechnung, dass eine schlechte Versorgungsqualität und hohe Zugangshürden Folgekosten verursachen können, die sich gesellschaftlich und volkswirtschaftlich negativ auswirken. Wir als DEGEMED begrüßen diesen Schritt ausdrücklich.“

Christof Lawall, Geschäftsführer der DEGEMED, ergänzt: „Die Stärkung von Beratungs- und Informationsrechten der Versicherten sehen wir als einen weiteren wichtigen Schritt zu mehr Transparenz und einer stärkeren Autonomie der Patienten. Als DEGEMED empfehlen wir, diesen Gedanken auch bei der Ausgestaltung Wunsch- und Wahlrechtes nach § 9 SGB V im Bereich der medizinischen Rehabilitation stärker aufzugreifen.“

Stellungnahme der DEGEMED zum Entwurf des Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetzes (HHVG)

Weitere Informationen:

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V.
Dr. Matthias Witzmann
Fasanenstraße 5 | 10623 Berlin
Tel.: 030 28 44 96 6 | Fax: 030 28 44 96 70
E-Mail: m.witzmann@degemed.de
Internet: www.degemed.de

Über die DEGEMED

Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED) ist Spitzenverband der medizinischen Rehabilitation und vertritt in ganz Deutschland indikationsübergreifend die Interessen stationärer und ambulanter Reha-Einrichtungen in öffentlicher, frei-gemeinnütziger und privater Trägerschaft.