Dienstag, Juli 5th, 2016

 

Von der BAR zugelassene weiterentwickelte Ausgabe des Qualitätssiegels Geriatrie in Berlin vorgestellt

Pressemitteilung 02-2016 (05.07.2016)

 

Qualität in der Geriatrie

 

Von der BAR zugelassene weiterentwickelte Ausgabe des Qualitätssiegels Geriatrie in Berlin vorgestellt

 

Am 16. Juni fand in Berlin der Kick-off des Qualitätssiegels Geriatrie für die Ausgabe 2016 statt. Die vom Bundesverband Geriatrie als Herausgeber des Qualitätssiegels Geriatrie organisierte Veranstaltung stieß nicht nur auf reges Interesse bei Vertretern von Einrichtungen, die über das Qualitätssiegel Geriatrie verfügen, sondern auch weit darüber hinaus. So fanden sich Auditoren, Verbandsvertreter und Vertreter geriatrischer Einrichtungen, die an einer zukünftigen Zertifizierung ihrer Einrichtung interessiert sind, in Berlin zusammen.

 

Das Qualitätssiegel Geriatrie, herausgegeben vom Bundesverband Geriatrie, ist ein von Experten entwickeltes Qualitätsmanagementsystem, das DIN-orientiert auf die speziellen Versorgungsstrukturen und -prozesse geriatrischer Einrichtungen abgestimmt ist. Die Implementierung und Zertifizierung des Verfahrens dient allen qualitätsorientierten geriatrischen Versorgungseinrichtungen als Nachweis ihrer hohen Versorgungsqualität. Derzeit haben sich mehr als 120 geriatrische Einrichtungen nach dem Qualitätssiegel Geriatrie zertifizieren lassen.

 

Um den Anforderungen einer sich ändernden Versorgungslandschaft gerecht zu werden, wird das Qualitätssiegel Geriatrie regelmäßig überarbeitet und weiterentwickelt. Die Überarbeitung für die Ausgabe 2016 fand mit fachlicher Unterstützung einer Arbeitsgruppe bestehend aus Experten der Geriatrie und des Qualitätsmanagements sowie der Expertise der medizinischen Fachgesellschaften statt. Im Zentrum der Überarbeitung standen die Umstellung auf die DIN EN ISO 9001:2015 sowie eine stärkere Gewichtung und weitere Konkretisierung geriatriespezifischer Aspekte. Darüber hinaus wurde die weiterentwickelte Ausgabe auf Ebene der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) als Qualitätsmanagementverfahren anerkannt.

 

Auf dem Kick-off stellten Experten der Arbeitsgruppe die Inhalte der neuen Auditchecklisten vor. Aktualisierungen wurden u.a. im Bereich der räumlichen und personellen Ausstattung sowie bei den für die Geriatrie relevanten Prozessen vorgenommen, welche vom Auditorium angeregt diskutiert wurden. Die Veröffentlichung der Ausgabe 2016 wird in Kürze erfolgen.

 

Im Ergebnis der Überarbeitung bildet das Qualitätssiegel Geriatrie als Qualitätsmanagementverfahren auch in Zukunft eine fachlich fundierte Grundlage für die Sicherung und Verbesserung der Qualität geriatriespezifischer Einrichtungen.

 

 

Kontakt:

Sebastian Holtmann
Bundesverband Geriatrie e.V.
Reinickendorfer Str. 61
13347 Berlin
Fon: 030 / 3 39 88 76-17
Fax:  030 / 3 39 88 76-20
Email: sebastian.holtmann@bv-geriatrie.de
Internet: www.bv-geriatrie.de


Gesundheitsökonom kritisiert niedrige Zahl der Reha-Empfehlungen durch MDK

http://www.swr.de/report/vorschau-pflegefall-statt-rehapatient/-/id=13839326/did=17707116/pv=embedded/3oksmd/index.html
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SÜDWESTRUNDFUNK Report Mainz ARD/SWR REPORT MAINZ, im Wechsel mit REPORT aus München, dienstags um 21:45 Uhr im ERSTEN. Fritz Frey, Moderator © SWR/Alexander Kluge, honorarfrei -  "Bild: SWR/Alexander Kluge" (S2). SWR-Pressestelle/Fotoredaktion, Baden-Baden, Tel: 07221/929-23852, Fax: -929-22059, foto@swr.de Quellenangabe: "obs/SWR - Das Erste"

SÜDWESTRUNDFUNK
Report Mainz
ARD/SWR REPORT MAINZ, im Wechsel mit REPORT aus München, dienstags um 21:45 Uhr im ERSTEN.
Fritz Frey, Moderator
© SWR/Alexander Kluge, honorarfrei – „Bild: SWR/Alexander Kluge“ (S2). SWR-Pressestelle/Fotoredaktion, Baden-Baden, Tel: 07221/929-23852, Fax: -929-22059, foto@swr.de
Quellenangabe: „obs/SWR – Das Erste“

Mainz  Der Bremer Gesundheitsökonom Prof. Heinz Rothgang kritisiert die niedrige Prozentzahl der Reha-Empfehlungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). Im Jahr 2015 wurden fast 1,5 Millionen Menschen in Deutschland begutachtet, nur 30.902 Fälle bekamen eine Reha-Empfehlung. Das sind gerade einmal 2,1 Prozent. Gegenüber „Report Mainz“ sagte Rothgang: „Wir wissen nicht genau, wie die optimale Zahl wäre: Die Erfahrung, die wir haben aus Begutachtungen, aus Berichten von Gutachtern ist, dass es eigentlich deutlich mehr sein müsste. Sechs Prozent war unser Studienergebnis und zwei Prozent ist da immer noch deutlich zu niedrig.“

Weiter kritisiert Rothgang die Reha-Bewilligungspraxis von gesetzlichen Krankenkassen: „Für Krankenkassen gibt es diesen Anreiz, Reha zur Verhinderung von Pflegebedürftigkeit nicht zu bewilligen. Die Kassen stehen in einem scharfen Wettbewerb im Bereich Krankenversicherung, und wenn sie Kosten produzieren, schlägt sich das im Beitragssatz nieder. Das heißt, Beiträge nicht steigen zu lassen, ist ein großes Ziel von Kassen und eine Methode, um dies zu erreichen, ist Reha-Maßnahmen nicht zu bewilligen“, sagte Rothgang im Interview mit „Report Mainz“. Reha-Maßnahmen führten nur zu einer Entlastung der Pflegeversicherung, deren Kassen nicht im Wettbewerb zueinander stünden.

2013 und 2014 haben die Medizinischen Dienste zusammen mit den Kranken- und Pflegekassen ein wissenschaftliches Projekt („Reha XI“) durchgeführt. Es sollte die „Reha-Bedarfsstellung in der Pflegebegutachtung“ unter die Lupe nehmen. Dieses Projekt hat das Institut von Professor Rothgang wissenschaftlich begleitet.

Um Reha-Empfehlungen in ihrer gesamten Breite und damit richtig einschätzen zu können, reiche die alleinige Betrachtung der Reha-Empfehlungsquote bei der MDK-Pflegebegutachtung nicht aus, sagte der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund (MDS) gegenüber dem ARD-Politikmagazin. Und weiter: „So ist zum Beispiel zu berücksichtigen, dass ein großer Anteil der begutachteten Versicherten im Jahr vor der Pflegebegutachtung bereits eine Reha-Maßnahme erhalten hat. Im Jahr 2015 traf dies auf mehr als jeden sechsten begutachteten Versicherten zu.“ Auch sei die Zahl der von der gesetzlichen Krankenversicherung durchgeführten Reha-Leistungen für Pflegebedürftige oder von Pflegebedürftigkeit bedrohte Personen stark angestiegen. „So ist allein die Zahl der im Krankenhaus erbrachten geriatrischen frührehabilitativen Leistungen nach der offiziellen DRG-Statistik zwischen 2010 von 186.381 Fällen auf 248.000 Fälle im Jahr 2013 gestiegen“, sagte der MDS auf „Report Mainz“ Anfrage.

Kritik an der Bewilligungspraxis von Rehabilitationen üben auch Gesundheitspolitiker der CDU. Im einflussreichen Fachausschuss Gesundheit und Pflege haben sie dazu einen Beschluss gefasst. „Wir wollen, dass also derjenige, der von der Reha profitiert, auch die Reha bezahlt und das ist in dem Fall die Pflegeversicherung“, sagte der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel, der Mitglied des Gremiums ist, im „Report Mainz“ Interview. Außerdem wolle der Fachausschuss das Antragsverfahren zur Reha ändern. Rüddel wörtlich: „Die Rolle der Hausärzte soll dadurch gestärkt werden, dass also der Hausarzt nicht mehr nur den Antrag stellt und dann der Patient Bittsteller bei der Kasse ist, sondern der Hausarzt löst konkret die Reha-Maßnahme aus.“

Weitere Informationen unter www.reportmainz.de. Zitate gegen Quellenangabe „Report Mainz“ frei. Pressekontakt: „Report Mainz“, Tel. 06131/929-33351.


Neue Auditleitfäden für die Indikationsbereiche „Abhängigkeitserkrankungen“ und „Psychosomatik“ sowie für den Bereich „Soziotherapie chronisch Kranker“

 

Der Fachverband Sucht e.V. (FVS) hat zwei neue Versionen der Auditleitfäden für die Indikationsbereiche „Abhängigkeitserkrankungen“ und „Psychosomatik“ im Bereich der Entwöhnungsbehandlung sowie für den Bereich „Soziotherapie chronisch Kranker“ publiziert.

 

  • Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) hat im Bereich der medizinischen Rehabilitation die neue Version des FVS/DEGEMED Auditleitfadens 5.0 für die Indikationsbereiche „Abhängigkeitserkrankungen“ und „Psychosomatik“ für ganztägig ambulante und stationäre Einrichtungen anerkannt.

Diese Überarbeitung war erforderlich, da die alte DIN EN ISO 9001:2008 durch die neue Version 9001:2015 ersetzt wird. Bis zum Auslaufen der Übergangsfrist der DIN EN ISO 9001:2008 am 14.09.2018 ist auch die Version 4.0 des FVS/DEGEMED-Auditleitfadens weiterhin gültig. Parallel dazu ist jetzt der neue Auditleitfaden 5.0 mit der Veröffentlichung auf der Homepage des FVS gültig.

Der Umstieg auf den neuen Auditleitfaden ist im Rahmen eines Überwachungsaudits oder im Rahmen einer Rezertifizierung möglich und muss bis zum 14.09.2018 erfolgt sein. Nach dem erfolgreichen Umstieg auf den neuen Auditleitfaden erteilen die Zertifizierer ein neues Zertifikat mit dem entsprechenden Gültigkeitsdatum, so dass hierbei keine Nachteile im Rahmen der Umstellung entstehen.

 

  • Auch der bisherige Auditleitfaden für den Bereich „Soziotherapie chronisch Kranker“ Version 2.0 für ambulante und stationäre Einrichtungen ist auf Basis der neuen DIN EN ISO 9001:2015 überarbeitet worden und liegt nun in der Version 3.0 vor. Aktuell sind damit zwei Versionen gültig: Die bisherige Version 2.0 basiert auf der DIN EN ISO 9001:2008, welche noch für einen Übergangszeitraum bis September 2018 weiterhin gültig ist.

Mit der Version 3.0 wird das Verfahren nun erstmals in zwei Varianten angeboten: zum einen mit einer zusätzlichen DIN EN ISO-Zertifizierung, zum anderen auch ohne eine solche Zusatzzertifizierung.

 

Auch von Nichtmitgiedern können die Zertifizierungsverfahren zu entsprechenden Konditionen genutzt werden, die bei der Geschäftsstelle des FVS erfragt werden können.

Der FVS arbeitet im Rahmen der beiden Zertifizierungsverfahren mit folgenden Zertifizierungsgesellschaften zusammen: EQ Zert, LGA InterCert GmbH, DIOcert.

 

Folgende Unterlagen finden Sie auf der FVS-Homepage unter http://www.sucht.de/qualitaetsmanagement.html:

  • Die jeweiligen Auditleitfäden in ihrer alten und neuen Version
  • Überleitungslisten
  • Hinweise zu den Übergangsfristen für den Umstieg auf die neue Version der FVS/DEGEMED-Auditleitfäden

 

Gerne können die Nutzer der Zertifizierungsverfahren bei der FVS-Geschäftsstelle zusätzlich noch eine Word-Version der Auditleitfäden anfordern, in welche entsprechende Bemerkungen eingefügt werden können.

 

 

 

Korrespondenzadresse:         Fachverband Sucht e.V., Walramstr. 3, 53175 Bonn

Tel: 0228/261555, Mail: sucht@sucht.de, www.sucht.de