Juli, 2016

 

Logopädie/Sprachtherapie: Verbände fordern neue gesetzliche Grundlage für Therapeutenausbildung

Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V.

Evaluationsergebnisse der Modellstudiengänge belegen Notwendigkeit hochschulischer Ausbildung

Frechen  – Der im Januar 2016 gegründete Arbeitskreis Berufsgesetz, dem Verbände aus dem Bereich Logopädie / Stimm-, Sprech-, Sprachtherapie angehören, fordert eine grundlegende Änderung des Gesetzes über den Beruf des Logopäden. „Nach Abschluss der Evaluation der Modellstudiengänge im Bereich der Logopädie in 2015 stehen dem Gesetzgeber nun die notwendigen Grundlagen zur Verfügung, um über die weitere Entwicklung der in der Modellklausel berücksichtigten Gesundheitsfachberufe zu entscheiden“ so Dietlinde Schrey-Dern, Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V. (dbl), der dem Arbeitskreis angehört.

„Unsere zentrale Forderung ist die Einrichtung einer flächendeckenden primärqualifizierenden hochschulischen Ausbildung für alle in unserem Bereich tätigen Berufsgruppen“, so Arbeitskreismitglied Katrin Schubert, Bundesvorsitzende des Deutschen Bundesverbandes der akademischen Sprachtherapeuten (dbs). Die Ausbildung müsse zu 100 Prozent auf hochschulischer Ebene angesiedelt werden. Akademische Ausbildungsgänge seien im Übrigen kein Novum, so Schubert: „Schon seit 1905 gibt es hochschulische Ausbildungen in verschiedenen Bereichen der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie. Heute sind etwa 30 Prozent der Berufsangehörigen hochschulisch qualifiziert“.

„Die Notwendigkeit einer primärqualifizierenden hochschulischen Ausbildung ergibt sich vor allem aus den aktuellen und zukünftigen Anforderungen an eine angemessene Patientenversorgung“, betont Marion Malzahn, Bundesvorsitzende des Deutschen Bundesverbandes der Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen (dba). In 30 europäischen Ländern sei die hochschulische Ausbildung in der Logopädie/Sprachtherapie bereits Standard. „Die im vergangenen Jahr positiv abgeschlossene Evaluation der Modellstudiengänge in der Logopädie hat die Notwendigkeit der hochschulischen Ausbildung eindrucksvoll bestätigt. Diese Modelle müssen jetzt in die regelhafte hochschulische Ausbildung überführt werden“, fordert Prof. Dr. Norina Lauer, die den Hochschulverbund Gesundheitsfachberufe e.V. (HVG) im Arbeitskreis vertritt. Die Ausbildungsinhalte müssten nationalen und internationalen Standards in Bezug auf Kompetenzorientierung entsprechen.

Vera Wanetschka vom Bundesverband Deutscher Schulen für Logopädie e.V. (BDSL) weist darauf hin, dass sich der Arbeitskreis bewusst ist, dass die geforderte Überleitung der Ausbildung an die Hochschule auf einer längeren Zeitachse zu sehen ist, was aber nicht über den dringenden Handlungsbedarf hinwegtäuschen darf. „Die derzeit in der Logopädie / Stimm-, Sprech-, Sprachtherapie tätigen Kolleginnen und Kollegen müssen selbstverständlich Bestandsschutz genießen. Zudem sind für diese Berufsangehörigen Möglichkeiten für einen erleichterten Zugang zur hochschulischen Weiterqualifikation zu schaffen. Die Kompetenz der Lehrenden an Berufsfachschulen, von denen viele bereits akademisch qualifiziert sind, muss auch künftig als Ressource genutzt werden“.

Weiterhin begrüßt der Arbeitskreis ausdrücklich den Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz in der 89. Sitzung vom 29. – 30. Juni 2016, in dem das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gebeten wird, zu prüfen, ob durch Änderung des SGB V und der entsprechenden Gesetze über die jeweiligen Gesundheitsfachberufe die Voraussetzungen für Modellvorhaben zum Direktzugang zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung geschaffen werden können. Die im AK vertretenen Berufsverbände haben in ihrer Stellungnahme zum Entwurf des Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) die Einführung von Modellvorhaben für den Direktzugang gefordert.

Zum Arbeitskreis:

Dem Arbeitskreis Berufsgesetz gehören Vertreter/innen folgender Verbände an: Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl), Deutscher Bundesverband der akademischen Sprachtherapeuten e.V. (dbs), Deutscher Bundesverband der Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen e.V. (dba), Hochschulverbund Gesundheitsfachberufe e. V. (HVG). Bundesverband Deutscher Schulen für Logopädie e. V. (BDSL).

Kontakt:

Arbeitskreis Berufsgesetz, Sprecherin Dietlinde Schrey-Dern, dbl 
e.V., Augustinusstraße 11 a, 50226 Frechen, Ansprechpartnerin: 
A. Pula-Keuneke, Referat Bildung/dbl e.V., Tel.: 0 22 34.379 530, 
Fax: 0 22 34.379 53-13, E-Mail: pula@dbl-ev.de, Internet: 
www.dbl-ev.de.

Pressekontakt: Matthias Geusen, Referat Presse- und 
Öffentlichkeitsarbeit, dbl e.V.,Tel.: 0 22 34.379 532, Fax: 0 22 
34.379 53-13, E-Mail: presse@dbl-ev.de, Internet: www.dbl-ev.de.

MEDIAN verstärkt sich durch die AHG

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MEDIAN setzt erfolgreichen Wachstumskurs der vergangenen Jahre fort: 45 Kliniken, Therapiezentren und Wiedereingliederungseinrichtungen der AHG Allgemeine Hospitalgesellschaft AG erweitern das Portfolio in den Fachbereichen Psychosomatik, Sucht und Soziotherapie.

Die AHG Allgemeine Hospitalgesellschaft AG, Düsseldorf, wird künftig zu MEDIAN gehören. MEDIAN verstärkt sich so in einem Zug um 45 Einrichtungen und macht damit einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zu einem bundesweit flächendeckenden Leistungsangebot. Zugleich stärkt MEDIAN das therapeutische Spektrum und baut außerdem sein Innovationspotenzial weiter aus. Für die AHG und die Unternehmerfamilie Glahn ist der Zusammenschluss eine wichtige Entscheidung für eine sichere Zukunft ihrer Kliniken, Therapiezentren und Wiedereingliederungseinrichtungen. Im Laufe des kommenden Jahres werden die beiden Gesundheitsunternehmen – vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamtes – fusionieren. Ein entsprechender Vertrag wurde vor zwei Tagen zwischen den Beteiligten unterzeichnet. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Perfekte Ergänzung regional und therapeutisch
„MEDIAN und AHG sind eine perfekte Verbindung“, kommentiert Dr. André M. Schmidt, CEO von MEDIAN: „Die regionalen Schwerpunkte der AHG insbesondere in Westdeutschland ergänzen passgenau unsere bisherigen Standorte. Außerdem stärken wir durch das Zusammengehen mit Blick auf unser Leistungsspektrum den Bereich Psychosomatik und bauen die Bereiche Sucht und Wiedereingliederung deutlich aus.“ MEDIAN plane einen separaten Fachbereich für die Soziotherapie und ein eigenes Medical Board zur Bündelung des Know-hows im Bereich Sucht aufzubauen. „In der Psychosomatik wird uns das Fachwissen der AHG einen starken Schub bei der Entwicklung neuer Therapieprozesse liefern, die wir dann deutschlandweit über unsere Einrichtungen ausrollen können“, so Schmidt weiter: „Bei der Vernetzung stationärer, ambulanter und nachsorgender Angebote hat die AHG in den vergangenen Jahren deutliche Akzente gesetzt, die wir bei MEDIAN gemeinsam weiterentwickeln werden.“

Zusammenschluss zweier starker Unternehmen
„Das Miteinander von AHG und MEDIAN ist ein Zusammenschluss zweier starker Unternehmen mit dem Ziel, sich gemeinsam noch besser den Herausforderungen der Gesundheitsversorgung in Deutschland zu stellen“, kommentiert Norbert Glahn, Sohn des Unternehmensgründers Wolfgang Glahn und CEO der AHG, die Transaktion. „Jetzt profitieren wir davon, dass die AHG sich in den vergangenen drei Jahren unter Ausnutzung aller Synergien strategisch, organisatorisch und therapeutisch optimal aufgestellt hat.“ Die AHG erbringt seit mehr als 40 Jahren erfolgreich Therapieleistungen für Menschen mit psychosomatischen und Abhängigkeitserkrankungen und gehört zu den führenden Unternehmen der Branche. Ihr Gründer Wolfgang Glahn war ein maßgeblicher Wegbereiter der modernen medizinischen Rehabilitation in Deutschland. Seit ihrer Gründung gilt die AHG als eines der wissenschaftlich-therapeutisch am besten aufgestellten Unternehmen sowohl in der medizinischen Rehabilitation wie auch der Soziotherapie.

„Die AHG war in den letzten 40 Jahren ein zentraler Dreh- und Angelpunkt für unsere Familiengeschichte“, so Norbert Glahn  „Die Entscheidung zum Verkauf ist uns deshalb nicht leicht gefallen. Wir erleben aber auch in unserer Branche einen immer stärker werdenden Konzentrationsprozess, hin zu größeren und schlagkräftigeren unternehmerischen Einheiten. Als Familienunternehmen ist für uns die langfristige Verantwortung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch für alle uns anvertrauten Menschen ein zentrales Anliegen. Darum übergeben wir die AHG nun an ein Unternehmen, von dem wir sicher sind, dass es eine erfolgreiche Zukunft hat.“

Zusammenschluss bringt deutliches Wachstum
MEDIAN ist ein Gesundheitsunternehmen mit derzeit 78 Rehabilitationskliniken, Akutkrankenhäusern, Pflege- und Wiedereingliederungseinrichtungen an 45 Standorten. Mit ca. 13.000 Mitarbeitern und mehr als 13.500 Betten bzw. Behandlungsplätzen ist das Unternehmen Deutschlands größter privater Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen.

Die AHG Allgemeine Hospitalgesellschaft mit Sitz in Düsseldorf ist einer der größten deutschen Therapieanbieter in den Fachgebieten Psychosomatik, Abhängigkeitserkrankungen und Soziotherapie. Das Unternehmen umfasst 45 Kliniken, Therapiezentren und Ambulanzen mit rund 4.000 Betten und hat mehr als 2.500 Beschäftigte.

Durch den Zusammenschluss von MEDIAN und der AHG entsteht ein Unternehmen mit 17.500 Betten und Behandlungsplätzen in 123 Kliniken und Einrichtungen, das sich ausschließlich auf Nachsorge- und Teilhabeleistungen sowie Psychiatrie konzentriert. Die gut 15.500 Beschäftigten der Gruppen behandeln und betreuen dann jährlich mehr als 225.000 Patienten und Bewohner in 14 Bundesländern.

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Aussteller und Fachbesucher geben conhIT Bestnoten

Analyse belegt hohe Qualität und Nutzen der conhIT 2016. Interessierte können sich davon ab sofort auf der conhIT-Website überzeugen.

conhIT_2016_logoBerlin, 26. Juli 2016 – Rund 9.000 Fachbesucher und über 450 Aussteller aus 16 Ländern bescherten 2016 der conhIT – Connecting Healthcare IT Rekordzahlen. Neben einem dynamischen Wachstum punktete Europas größter Branchenevent für IT im Gesundheitswesen auch mit Qualität und Relevanz.
Als Branchenplattform erhielt die conhIT 2016 erneut Bestnoten von allen Beteiligten. Insbesondere der hohe Anteil an Entscheidern unter den Fachbesuchern, ein hervorragender Überblick über Produktneuheiten und die Aussicht auf ein vielversprechendes Nachmessegeschäft sorgten für Zufriedenheit bei Ausstellern und Fachbesuchern in der aktuellen Marktforschungsanalyse.

Die befragten Aussteller bewerteten die Qualität der Fachbesucher in neun von zehn Fällen positiv. 79 Prozent der Fachbesucher hatten dabei als Entscheidungsträger die ausschlaggebende Kompetenz bei Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen. Den größten Fachbesucheranteil machten mit 40 Prozent Vertreter von Krankenhäusern aus. Rund 40 Prozent aller Fachbesucher waren IT-Leiter und -Mitarbeiter. Die überwiegende Mehrheit der Besucher (58 Prozent) nutzte die conhIT, um Informationen über Produktneuheiten zu sammeln. Im Fokus des Interesses standen 2016 Mobile-Health-Anwendungen sowie Software für Krankenhäuser, Reha-Kliniken und Heime.

Das große Interesse der Einkäufer an den innovativen Produkten der Branche beflügelte die Geschäfte. 86 Prozent der Aussteller bewerteten die Erwartungen an das Nachmessegeschäft vielversprechend. Der Beteiligungsnutzen wurde von 84 Prozent der Aussteller als hoch angesehen. Neun von zehn der befragten Aussteller gaben an, im nächsten Jahr wieder auf der conhIT ausstellen zu wollen und würden die conhIT weiterempfehlen.

Jährlich bündelt die conhIT sämtliche Angebote, die für die digitale Gesundheitswirtschaft attraktiv sind. Im begleitenden Kongress vermitteln Experten Wissen aus erster Hand. 2016 standen Themen wie Big Data, mHealth, Wearables, Datawarehousing, Patient Empowerment, E-Health-Gesetz oder das IT-Sicherheit im Fokus. Ab sofort können sich Interessierte unter www.conhit.de einen Überblick die Trends und die Leistungsfähigkeit der Health-IT-Branche verschaffen. Die besten Videos der Kongressvorträge, gewählt vom Publikum der conhIT 2016, sowie die Vortragscharts der Referenten geben dazu einen kompakten Überblick. Der neue conhIT-Film sowie die Filme der Gold-Partner spiegeln die Vielfältigkeit und Innovationen der Branche.

2017 schreibt die conhIT das zehnte Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte. Die Vorbereitungen für die Jubiläumsausgabe sind bereits in vollem Gang. Um sich eine gute Platzierung zu sichern, können sich Unternehmen ab jetzt anmelden. Für Gold-, Silber- und Bronzepartner der conhIT hat das Messeteam ein attraktives Partnerpaket zusammengestellt und garantiert eine bevorzugte Platzierung auf der Industrie-Messe. Standanmeldung und Bewerbungsunterlagen für Partner stehen unter www.conhit.de bereit.

Pressekontakt:
Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.
Pressereferentin
Natalie Gladkov
Taubenstraße 23
10117 Berlin
Tel.: +49 30 20622 5818
Fax: +49 30 20622 5869
natalie.gladkov@bvitg.de

Über die conhIT – Connecting Healthcare IT
Die conhIT richtet sich an Entscheider in den IT-Abteilungen, im Management, der Medizin und Pflege sowie an Ärzte, Ärztenetze und Medizinische Versorgungszentren, die sich über die aktuellen Entwicklungen von IT im Gesundheitswesen informieren, Kontakte in der Branche knüpfen und sich auf hohem Niveau weiterbilden wollen. Als integrierte Gesamtveranstaltung mit Industrie-Messe, Kongress, Akademie und Networking-Events bündelt sie an drei Tagen die Angebote, die für die Branche attraktiv sind. Die conhIT, die 2008 vom Bundesverband Gesundheits-IT e. V. (bvitg e.V.) als Branchentreff der Healthcare IT initiiert wurde und von der Messe Berlin organisiert wird, hat sich mit 451 Ausstellern und rund 9.000 Besuchern zu Europas wichtigster Veranstaltung rund um IT im Gesundheitswesen entwickelt.

Die conhIT wird in Kooperation von den Branchenverbänden Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e.V., GMDS (Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie) e.V., BVMI (Berufsverband Medizinischer Informatiker) e.V. sowie unter inhaltlicher Mitwirkung von KH-IT (Bundesverband der Krankenhaus-IT-Leiterinnen/Leiter) e.V. und  CIO-UK (Chief Information Officers – Universitätsklinika gestaltet.


iga.Studie: Ständige Erreichbarkeit führt zu Defiziten bei Schlaf und Erholung

Beschäftigte wünschen sich Regelungen für Erreichbarkeit

25.07.2016.

Ständige Erreichbarkeit: Erholungsphasen werden durch Phasen der Arbeit unterbrochen oder verkürzt. Betroffenen fällt es schwer, sich in der Freizeit ausreichend von ihrem Job zu distanzieren und abzuschalten. (© Dominik Buschardt / DGUV)

Ständige Erreichbarkeit: Erholungsphasen werden durch Phasen der Arbeit unterbrochen oder verkürzt. Betroffenen fällt es schwer, sich in der Freizeit ausreichend von ihrem Job zu distanzieren und abzuschalten. (© Dominik Buschardt / DGUV)

Dienstliche E-Mails nach Feierabend, der Chef ruft am Wochenende an: Von rund einem Viertel der Berufstätigen wird erwartet, dass sie auch außerhalb ihrer eigentlichen Arbeitszeiten erreichbar sind. Doch diese erweiterte Erreichbarkeit kann sich negativ auf die Leistungsfähigkeit und auf die Gesundheit auswirken – selbst wenn sie von den Beschäftigten freiwillig gewählt ist, positiv empfunden oder als notwendig angesehen wird. Das zeigt eine wissenschaftliche Studie der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga). Demnach leiden Berufstätige, die auch in ihrer Freizeit für den Job auf Abruf bereitstehen, häufiger unter schlechterem Schlaf. Der Anteil der Beschäftigten, die wegen der permanenten Erreichbarkeit nicht zur Ruhe kommen, sich schlecht erholen oder gedanklich von der Arbeit lösen können, ist signifikant größer als bei Berufstätigen mit klar abgegrenzter Freizeit.

Ein Grund für die Negativfolgen ständiger Erreichbarkeit ist, dass Erholungsphasen durch Phasen der Arbeit unterbrochen oder verkürzt werden. Zudem fällt es den Betroffenen schwerer, sich in der Freizeit ausreichend von ihrem Job zu distanzieren und abzuschalten. Doch die Vermischung von Arbeit und Privatleben belastet auch die Partnerinnen und Partner: 68 Prozent gaben an, durch die Erreichbarkeit ihres Lebensgefährten beeinträchtigt zu sein. Betroffen davon sind unter anderem familiäre Verpflichtungen, die gemeinsame Urlaubsgestaltung, aber auch die eigenen Schlaf- und Erholungszeiten. Bei den Ergebnissen spielt es keine Rolle, ob die Befragten die Erreichbarkeit ihres Partners außerhalb der regulären Arbeitszeiten begrüßen oder ablehnen. Was die Trennung von Arbeit und Freizeit betrifft, äußerten viele Befragte das Bedürfnis nach klareren Grenzen: Ein Großteil der befragten Erreichbaren (60 Prozent) wünscht sich gesetzliche oder betriebliche Regelungen für die Erreichbarkeit. Bei ihren Partnern liegt die Quote bei 83 Prozent. Fast 70 Prozent der Lebensgefährten gaben an, Erreichbarkeit nach der Arbeit sollte komplett entfallen.

Für die Studie wurden 125 Berufstätige unter Verwendung sowohl objektiver als auch subjektiver Messmethoden untersucht sowie deren Lebensgefährten befragt. Die Untersuchung schließt an die 2013 veröffentlichte iga.Studie „Auswirkungen von ständiger Erreichbarkeit und Präventionsmöglichkeiten“ an. Das zweiteilige Forschungsprojekt ist eines der ersten, das die Auswirkungen ständiger Erreichbarkeit wissenschaftlich untersucht hat.

Die Ergebnisse der zweiten Studie sind im iga.Report 23 Teil 2 erschienen. Der Report enthält zudem Vorschläge zur Gestaltung der Erreichbarkeit und präventiver Maßnahmen sowie eine Checkliste, anhand derer Unternehmen überprüfen können, wie gut sie im Umgang mit ständiger Erreichbarkeit aufgestellt sind.

Der iga.Report 23 Teil 2 steht im Internet kostenlos unter www.iga-info.de/veroeffentlichungen/igareporte/igareport-23-teil-2 zum Download bereit.

Initiative Gesundheit und Arbeit
In der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) kooperieren gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung. Ziel der Initiative ist es, arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren durch Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheitsförderung vorzubeugen. Getragen wird iga vom BKK Dachverband e. V., der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), dem AOK-Bundesverband und dem Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek).
www.iga-info.de

Pressekontakt

DGUV – Pressestelle
Glinkastraße 40
10117 Berlin
presse@dguv.de

Pressesprecher:
Gregor Doepke
Stefan Boltz
Tel.: 030 288763768


DVfR-Kongress 2016: Teilhabe – Anspruch und Wirklichkeit in der medizinischen Rehabilitation

DVfR-Logo

Bei Weiterentwicklungen in der medizinischen Rehabilitation muss die Teilhabeorientierung deutlich in den Fokus gerückt werden. Zu diesem Themenfeld veranstaltet die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) vom 14. bis 15. November 2016 in Berlin den Kongress „Teilhabe – Anspruch und Wirklichkeit in der medizinischen Rehabilitation“ unter der Schirmherrschaft von Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Kongresspräsident ist Adolf Bauer vom Sozialverband Deutschland (SoVD).

In Deutschland umfasst medizinische Rehabilitation ein breites Feld von Angeboten der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Unfallversicherung sowie weitere medizinisch-rehabilitative Leistungen, die in anderen Sozialleistungsbereichen erbracht oder dort veranlasst werden. Aufgrund verschiedener Zuständigkeiten und vieler Schnittstellen ergeben sich aus dieser Systematik oft erhebliche Schwächen, aber auch Chancen. Um Teilhabe und Inklusion wirkungsvoll zu unterstützen, ist es erforderlich, diese Leistungen auf die konkreten Bedarfe der Menschen mit Behinderung unter Berücksichtigung ihrer Lebenswelt zuzuschneiden und zusammenzuführen. Das gelingt insbesondere durch koordinierte Zusammenarbeit der zahlreichen Beteiligten.

Der DVfR-Kongress wird Entwicklungserfordernisse der medizinischen Rehabilitation ausloten und dabei auch den Diskurs des Projekts „RehaInnovativen“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales aufgreifen. Die Anforderungen einer sich kontinuierlich wandelnden Lebens- und Arbeitswelt sowie einer inklusiven Gesellschaft, wie sie durch die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) bestimmt sind, werden dabei zugrunde gelegt.

Neben verschiedenen Vorträgen und Podiumsdiskussionen, u.a. zu aktuellen Herausforderungen in der medizinischen Reha, zu ethischen und gesellschaftlichen Perspektiven sowie zum geplanten Bundesteilhabegesetz, finden zehn Workshops statt, die unterschiedlichste Facetten des Themas beleuchten. In zwei Blöcken können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für bis zu zwei Workshops anmelden und sich auf diese Weise mit verschiedenen Themen vertiefend auseinandersetzen.

Zum DVfR-Kongress 2016 lädt die DVfR Menschen mit Behinderungen, Sozial- und Selbsthilfeverbände, Akteure der Rehabilitation aus Einrichtungen, Diensten und Verbänden, von Rehabilitationsträgern, aus Unternehmen, Kommunen, Bildungseinrichtungen und dem Gesundheitsbereich sowie Politiker, Wissenschaftler, Juristen und weitere Interessierte am Thema „Medizinische Rehabilitation und Teilhabe“ herzlich ein.

Bei Anmeldungen bis zum 31. August erhalten Sie einen Frühbucherrabatt!

Weitere Informationen zur Veranstaltung, die Möglichkeit zur Anmeldung sowie das Programm finden Sie unter www.dvfr.de/kongress.

Über die DVfR

Die DVfR ist in Deutschland die einzige Vereinigung, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation, Teilhabe und Selbstbestimmung. Grundsätzlich befasst sich die DVfR dabei mit allen Bereichen der Rehabilitation, also der medizinischen, schulischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation, sowie auch Fragen der gezielten Prävention im Sinne ihres Leitbildes und ihrer Satzung.


Mehr Geld für Reha-Beschäftigte

Tarifeinigung bei der SRH Berufliche Rehabilitation in Heidelberg. In zwei Stufen steigen die Tarifgehälter um 5,5 Prozent.

Heidelberg, 22. Juli 2016. Die Beschäftigten der SRH Berufliche Rehabilitation GmbH bekommen mehr Geld. Die Tarifgehälter steigen in zwei Stufen um 5,5 Prozent. Darauf haben sich das Heidelberger Bildungsunternehmen und die Gewerkschaft ver.di in den angesetzten drei Verhandlungstagen geeinigt.

Für die 400 Mitarbeiter in Heidelberg und Karlsbad-Langensteinbach bedeutet das zum 1. Juli rückwirkend 3,5 Prozent mehr. Weitere 2 Prozent kommen ab 1. Juli 2018 hinzu. Außerdem wurden einzelne Berufe höheren Gehaltsgruppen zugeordnet und die Gehaltsstruktur an neu entstandene Tätigkeiten angepasst, was für viele den Verdienst zusätzlich verbessert.

Die Einigung entspricht aus Sicht des Unternehmens dem berechtigten Wunsch der Mitarbeiter nach einer Gehaltssteigerung und ermöglicht gleichzeitig die weitere inhaltliche Entwicklung. Die SRH Berufliche Reha bietet an bundesweit 15 Standorten Umschulungen und Weiterbildungen für Menschen, die wegen Krankheit oder Behinderung eine neue berufliche Perspektive benötigen.

Mit dem Tarifabschluss steigt das Unternehmen nach und nach aus veralteten Regelungen mit komplizierten Zulagen aus. Dafür steht der moderne Tarifvertrag mit fairer, transparenter und marktgerechter Vergütung.

„Für zukunftsfähige Angebote der beruflichen Rehabilitation passen wir die Qualifizierungen regelmäßig an die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts an. Die neue Gehaltsstruktur trägt auch den veränderten Aufgaben der Mitarbeiter Rechnung“, sagte Hans-Joachim Eucker, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der SRH. Das gemeinnützige Stiftungsunternehmen mit Sitz in Heidelberg betreibt private Hochschulen, Bildungszentren, Schulen und Krankenhäuser.

Der Tarifabschluss läuft bis 31.12.2018, die Gewerkschaftsmitglieder müssen noch zustimmen.

Kontakt:

Nils Birschmann
Direktor Kommunikation
SRH Holding (SdbR)
Bonhoefferstraße 1
69123 Heidelberg
Telefon: 06221 8223-158
E-Mail: nils.birschmann@srh.de
Internet: www.srh.de


Katholikentag von ganz oben koordiniert

Das Team vom Katholikentag zusammen mit den Ausbildern und Rehabilitanden des BFW Leipzig

Während des 100. Deutschen Katholikentags in Leipzig wurden die Besucherströme der 40.000 Gäste zu den einzelnen Veranstaltungen über große Monitore im Organisationsbüro des Veranstalters gesteuert. Die Voraussetzungen dafür schufen Rehabilitanden aus dem Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) mit der Installation einer Video-Anlage.

Das Team vom Katholikentag zusammen mit den Ausbildern und Rehabilitanden des BFW Leipzig

Das Team vom Katholikentag zusammen mit den Ausbildern und Rehabilitanden des BFW Leipzig

Als sich vom 25. bis zum 29. Mai 2016 Katholiken aus Deutschland und über 40 weiteren Ländern in Leipzig trafen, waren im Vorfeld und während der rund 1.000 Veranstaltungen auch Umschüler aus dem BFW Leipzig am Gelingen des größten Laientreffen der katholischen Kirche beteiligt.

Die Organisationsleitung trat an die künftigen Fachinformatiker für Systemintegration mit der Bitte heran, im Rahmen eines Ausbildungsprojektes eine Video-Anlage zur Steuerung der Besucherströme zwischen den Veranstaltungen zu konzipieren und zu installieren. Die Besonderheit des diesjährigen Katholikentags war nicht nur das runde Jubiläum, sondern die Konzentration der meisten der rund 1.000 Veranstaltungen in der Leipziger Innenstadt. Dazu war es notwendig, die Bewegungen in der City, die schon ohne Veranstaltungen ein beliebter Besuchermagnet ist, zu analysieren und auf Veränderungen einzuwirken. Dazu wurden an vier großen Plätzen – dem Augustusplatz, dem Willy-Brandt-Platz, auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz sowie auf dem Markt am Alten Rathaus – Webcams installiert, deren Bilder über WLAN und UMTS in der Organisationszentrale zusammenliefen. Gemeinsam mit der Polizei und dem Ordnungsamt der Stadt Leipzig konnte man sich nun ein Bild von oben über die Besucherströme machen.

„Das Projekt war recht anspruchsvoll und wir sind froh und dankbar, dass es so gut umgesetzt wurde“, sagte Doreen Schindhelm, Bereichsleiterin Zentrale Dienste des Katholikentages bei einer kleinen Dankesfeier am 12. Juli 2016 gegenüber den Rehabilitanden. „Durch diese Live-Bilder war eine schnelle Koordinierung der Besucherbewegungen zwischen den Veranstaltungen zusammen mit unseren Partner möglich.“ So konnten sich die Organisatoren stets in Echtzeit einen Eindruck von den Besucherströmen zwischen den Veranstaltungsorten machen und entsprechende Entscheidungen zur Verkehrs- und Besucherlenkung treffen. Auch der Einsatz der dabei unterstützenden ehrenamtlichen Helfer war dadurch zielgerichteter möglich.

Insgesamt sei man sehr zufrieden gewesen mit der Zusammenarbeit mit dem Team vom BFW Leipzig, betonte Hans Jürgen Knebel gegenüber den Rehabilitanden. Der Leiter der IT-Abteilung des Katholikentages sagte: „Für mich war das Projekt neu und wir haben gemeinsam viele Erfahrungen gesammelt. Ich bin begeistert von ihrer Leistung. Könnte ich eine Zensur verteilen, wäre es eine 1 Plus.“

Zur Anerkennung des Engagements wurde den sechs künftigen Fachinformatikern für Systemintegration ein Zertifikat über die Projektarbeit ausgestellt. „Für unsere Teilnehmer ist dies ein wichtiges Zeugnis, das sie ihren Bewerbungsunterlagen beifügen können“, betonte Stefan Kusiek, IT-Ausbilder im BFW Leipzig. Das Projekt kombinierte einen theoretischen und praktischen Teil, der den Wissensstand der Teilnehmer an der beruflichen Rehabilitation im Alltagstest unter Beweis stellte. „Die Umschüler haben mit solchen Projekten gute Referenzen bei künftigen Arbeitgebern“, ergänzte Jens Schneefuß, ebenfalls Ausbilder bei den Fachinformatikern im BFW Leipzig.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

BFW Leipzig

Seit 25 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet der beruflichen Rehabilitation tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück in ein erfülltes Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz, Döbeln, Plauen und Zwickau zur Verfügung. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag nicht nur um Menschen wieder in den Arbeitsprozess zurückzuführen, sondern diese tragen auch durch die Orientierung am Arbeitsmarkt zur Lösung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft bei. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

Weitere Informationen und Bildmaterial:

Berufsförderungswerk Leipzig
gemeinnützige GmbH
Michael Lindner
Leiter PR | Unternehmenskommunikation
Georg-Schumann-Straße 148
04159 Leipzig
Tel.: 0341 | 9175120
Fax: 0341 | 917563120
E-Mail: presse@bfw-leipzig.de
Internet: http://www.bfw-leipzig.de/presse


MEDIAN übernimmt Rehabilitationsklinik Bad Colberg

04_logo_MEDIANDengg Kliniken übergeben Haus im Thüringer Süden an führenden deutschen Leistungsanbieter im Bereich der Rehabilitation

Die Rehabilitationsklinik Bad Colberg der Dengg Kliniken wechselt zu MEDIAN. Ein entsprechender Kaufvertrag wurde heute von Vertretern beider Klinikgruppen unterzeichnet. Vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamtes wird das Haus mit 260 Betten damit noch in diesem Jahr den Eigentümer wechseln. Die Rehabilitationsklinik Bad Colberg ist ein modernes Rehabilitationszentrum für Orthopädie und Onkologie.

Medizinisch und ökonomisch gute Perspektive
„Zwischen den Dengg Kliniken und MEDIAN besteht schon seit mehreren Jahren ein persönliches und vertrauensvolles Verhältnis“, so Reinhard Dengg, Geschäftsführer der Dengg Kliniken, „Wir haben bereits unsere Kliniken in Schmannewitz, Bad Rothenfelde und Hannover an MEDIAN übertragen, weil wir denken, dass die Häuser, die Beschäftigten und alle Patienten von der innovativen Ausrichtung sowohl medizinisch als auch ökonomisch profitieren werden.“ MEDIAN hat in den vergangenen zwei Jahren Verwaltungs- und Einkaufsprozesse standardisiert und zentralisiert um Kosten zu sparen und das medizinische Personal von diesen Aufgaben zu entlasten. Zudem wurden Medical Boards institutionalisiert, die Therapiestandards und geeignete Scores zur Qualitätsmessung entwickeln.
Auch Dr. André M. Schmidt, CEO von MEDIAN, sieht im Wechsel der Rehabilitationsklinik Bad Colberg einen Vorteil für beide Seiten: „Die Klinik in Bad Colberg hat in der Orthopädie und Onkologie einen guten Ruf und ist hervorragend ausgestattet. Wir freuen uns, die Klinik bei MEDIAN begrüßen zu können, und erhoffen uns durch die Integration vor allem eine weitere inhaltliche Stärkung beim Ausbau unseres flächendeckenden Angebotes im Bereich der Orthopädie. In der Onkologie werden wir sicher ebenso wertvolle Impulse bekommen.“

Mitarbeiter sollen mitgestalten
Für die Beschäftigten, die im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung durch die Geschäftsleitung informiert wurden, ändert sich zunächst nichts. „Wir wollen als neuer Arbeitgeber Bewährtes erhalten und alle dazu motivieren, den Wechsel aktiv mitzugestalten“, so Dr. André M. Schmidt, „Wir sind auf die Erfahrungen aller Beschäftigten angewiesen. Auch für die Patientinnen und Patienten ändert sich nichts an der gewohnt hohen Qualität der Versorgung.“

Über MEDIAN
MEDIAN ist ein modernes Gesundheitsunternehmen mit 78 Rehabilitationskliniken, Akutkrankenhäusern, Pflege- und Wiedereingliederungseinrichtungen an 45 Standorten und Deutschlands größter privater Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen. Mit ca. 13.000 Mitarbeitern und über 13.500 Betten bzw. Behandlungsplätzen gehört MEDIAN zu den marktführenden Gesundheitsunternehmen. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin entstand 2015 durch die Fusion der MEDIAN Kliniken und der RHM Kliniken und Pflegeheime – zwei Unternehmen, die bereits auf eine 40-jährige Geschichte zurückblicken können.

Kontakt MEDIAN:

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Kontakt Dengg Kliniken

Dengg Kliniken Consult GmbH
Renate Mittelberg
Sekretariat Geschäftsleitung
Parkstraße 1
49214 Bad Rothenfelde
Telefon: 05424 39646-0
Telefax: 05424 39646-10
E-Mail: renate.mittelberg@dengg-kliniken.de
www.dengg-kliniken.de


Gründung der „Allianz für tracheotomierte Menschen in Berlin und Brandenburg“

Gerade die Pflege schwerstkranker tracheotomierter Menschen stand in den letzten Wochen und Monaten immer wieder in den Medien und in der Politik in der Kritik. Es wurde gemutmaßt, dass sich einige Pflegedienste zu Lasten des Sozialsystems bereicherten und außerdem die ihnen anvertrauten Patienten schlecht behandelten.

Die Allianz für tracheotomierte Menschen in Berlin und Brandenburg setzt gegen diesen Missstand ein kraftvolles Signal. Sie wurde am 13. Juli von Vertretern der AOK Nordost, der IKK Brandenburg und Berlin, der Brandenburg Klinik Bernau, den Kliniken Beelitz, der Praxis für außerklinische Beatmung sowie dem Intensivpflegedienst COMCURA  gegründet. Dem Bündnis schlossen sich bereits am Tag der Gründung unter anderem zahlreiche weitere Akutkrankenhäuser, Pflegedienste und Rehabilitationskliniken an.

Die Fortschritte der Rettungs- und Intensivmedizin ermöglichen es heutzutage, dass immer mehr Menschen schwere und schwerste Erkrankungen überleben. In deren Folgen sind Langzeitbeatmungen von zum Teil tage- bis wochenlanger Dauer nicht mehr selten. Diese Patienten erhalten heute nahezu immer nach wenigen Tagen Beatmungsdauer einen Luftröhrenschnitt (Tracheostoma), über den der Beatmungstubus (Trachealkanüle) direkt in die Luftröhre eingeführt wird. Allein in Berlin und Brandenburg werden pro Jahr ca. 1.000 Menschen trachetomiert.

Diese Patienten benötigen eine spezifische Krankenhaus- bzw. Rehabilitationsbehandlung, um sie von der Beatmung und danach auch von dem Beatmungstubus zu entwöhnen. Falls dies nicht gelingt, müssen sie eine hoch qualifizierte Pflege erhalten.

Die Allianz-Mitglieder haben sich zu einer qualitativ hochwertigen Versorgung der Betroffenen verpflichtet. Sie entwickeln ein System, welches diese Qualität auch transparent und erstmals messbar abbildet. Darüber hinaus werden Fortbildungen unter den Partnern und ein Überleitungsmanagement abgestimmt.

Da die Betreuung der tracheotomierten Patienten rehabilitations- und pflegewissenschaftlich bisher nur wenig Beachtung erfährt, möchten die Allianzmitglieder in Kooperation mit der Professur für Rehabilitationswissenschaften der Universität Potsdam, geleitet von Herrn Prof. Völler, auch neue wissenschaftliche Erkenntnisse auf diesem Gebiet gewinnen und in die Behandlung der tracheotomierten Patienten einfließen lassen.

Kontakt:

RECURA Kliniken GmbH
Paracelsusring 6A
14547 Beelitz Heilstätten
Mandy Mehlitz
Unternehmenskommunikation
Tel.: +49 33204 – 22510
Mobil: +49 33204 – 22502
Fax: +49 176 – 14022207
E-Mail: mehlitz@recura-kliniken.de
Internet: www.recura-kliniken.de


Die gesetzliche Unfallversicherung in drei Minuten – Kurzfilme erklären Aufbau, Aufgaben und Leistungen

20.07.2016

Was ist die gesetzliche Unfallversicherung? Was versteht man unter einem Arbeitsunfall? Und was bedeutet eigentlich Haftungsablösung? Die passenden Antworten geben drei Kurzfilme, die die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen barrierefrei im Netz zur Verfügung stellt. Schritt für Schritt werden darin die wichtigsten Begriffe und Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung erklärt.

DGUV_MediacenterGrundlagen bietet der Clip „Ihre gesetzliche Unfallversicherung“. Er erklärt den Aufbau, die Aufgaben und Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung. Sie versichert rund 79 Millionen Menschen in Deutschland gegen die Folgen von Arbeits-, Schul- und Wegeunfällen, Unfällen im Ehrenamt sowie Berufskrankheiten.

Der Kurzfilm „Die Vorteile der Haftungsübernahme für Ihr Unternehmen““ richtet sich in erster Linie an die Unternehmen. Er erläutert das Prinzip der Haftungsablösung. Verletzt sich also ein Mitarbeiter im Betrieb, entschädigt die gesetzliche Unfallversicherung den erlittenen Schaden umfassend. Der Arbeitgeber ist von der zivilrechtlichen Haftung frei gestellt.

Der Film „Der Arbeitsunfall – was ist das?“ richtet sich primär an Menschen, die einen Arbeitsunfall erlitten haben. Am Beispiel von Dachdecker Walter werden die Abläufe vom Unfall bis zum Wiedereinstieg in den Beruf Schritt für Schritt beschrieben. Die Versorgung „Alles aus einer Hand“ ist ein Leitmotiv der Unfallversicherung.

Alle drei Filme, stehen auch in einer Fassung mit Untertiteln unter http://www.dguv.de/de/mediencenter/filmcenter/komplett/index.jsp zur Verfügung.

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
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