Mittwoch, Juni 22nd, 2016

 

Neuer Auditleitfaden ist da! Umstieg ab sofort möglich

Presseinformation

 

Internes Qualitätsmanagement nach DEGEMED

 

 

Berlin, 22.06.2016

 

Als Marktführer bei der Zertifizierung von Rehabilitationseinrichtungen hat die DEGEMED ihr internes Qualitätsmanagement überarbeitet. „Wir freuen uns, unseren Mitgliedern und allen Nutzern unseres Zertifizierungsverfah­rens heute unseren neuen Auditleitfaden vorstellen zu können“, erklärt die Vorstandsvorsitzende der DEGEMED, Dr. Constanze Schaal, am 22. Juni in Berlin. „Der Auditleit­faden orientiert sich an den besonderen Merkmalen von Reha-Einrich­tungen. Er greift die Änderungen der im Herbst 2015 veröffent­lichten DIN ISO auf und wurde in Sachen Nutzerfreundlichkeit und Anwen­derorientie­rung weiter optimiert“, hebt Schaal hervor.

 

„Zu den zentralen Änderungen der im Herbst 2015 veröffentlichten DIN EN ISO 9001:2015 gehört ein prozessorientierter Ansatz, der das PDCA-Modell (Plan-Do-Check-Act) beinhaltet und risiko­basiertes Denken stärker in den Vorder­grund stellt. Zudem nimmt die Norm die Erbringung von Dienst­leistun­gen stärker in den Fokus. Diesen Schritt hatte das Zertifizierung­s­ver­fahren der DEGEMED bereits bei seiner Markteinführung vorweggenommen“, erklärt Dr. Reinhart Butsch, der als fachlicher Leiter des Vorstandsausschus­ses Qualität bei der DEGEMED federführend für die Überarbeitung des Auditleitfadens zustän­dig ist.

 

„Der neue Auditleitfaden steht allen Anwendern ab sofort zur Verfügung und kann auch ab sofort genutzt werden“, informiert Schaal weiter. „Der Umstieg auf den neuen Auditleitfaden ist im Rahmen eines Überwachungsaudits oder einer Rezertifizierung möglich und muss bis zum 14.09.2018 erfolgen. Bis dahin behalten die alten Zertifikate ihre Gültigkeit.“

 

Die DEGEMED ist seit 1997 mit ihrem internen Qualitätsmanagement Markt­führer bei der Zertifizierung von Rehabilitationseinrichtungen. Mehr als 300 Einrichtungen nutzen das Verfahren. Das Zertifizierungs­verfahren eignet sich für stationäre und für ambulante Rehabilitationseinrich­tungen und steht allen Einrichtungen unabhängig von einer Mitgliedschaft offen.

 

 

 

Weitere Informationen:

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V.

Antje Schmilgus

Fasanenstraße 5, 10623 Berlin

Tel.: 030 28 44 96 6, Fax: 030 28 44 96 70

E-Mail: a.schmilgus@degemed.de

Internet: www.degemed.de


30 Jahre Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL): Hilfe zur Selbsthilfe – von Betroffenen für Betroffene

Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) – gemeinnützige Selbsthilfeorganisation gegen Tinnitus, Hörsturz und Morbus Menière – feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums und des 20. Bad Arolser Tinnitus-Symposiums richten die Schön Klinik Bad Arolsen, die Tinnitus-Klinik Dr. Hesse sowie die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. vom 23. bis 24. September 2016 das 1. Gemeinsame Tinnitus-Symposium in Bad Arolsen aus. Daran schließen sich am 24. September 2016 eine Festveranstaltung zum 30-jährigen DTL-Jubiläum und die Mitgliederversammlung 2016 der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. als interne Veranstaltungen an. Veranstaltungsort ist das Bürgerhaus Bad Arolsen, Rathausstraße 3, 34454 Bad Arolsen.

Als die DTL im Jahre 1986 in Wuppertal von Hans Knör, Horst Schleberger und weiteren Betroffenen gegründet wurde, gab es für Menschen mit Ohrgeräuschen kaum Informationen über ihr Leiden, geschweige denn Therapieangebote. Das Thema fand in der Medizin noch wenig Beachtung; dementsprechend bekamen Betroffene oft das obligatorische „Da kann man nichts machen“ zu hören. Aus diesem Grund erfuhr die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. einen sehr großen Zuspruch: Durch Zeitungsanzeigen entstand der Kontakt zu vielen Mitbetroffenen sowie Ärzten, und innerhalb von neun Monaten wuchs die Selbsthilfeorganisation auf 400 Mitglieder an. Im Juli 1987 erschien das erste Tinnitus-Forum – die Mitgliederzeitschrift der DTL – in einer Auflage von 800. Im Editorial schrieben Hans Knör und Horst Schleberger damals, „mehr denn je“ seien sie „davon überzeugt, daß die DTL für unser aller Leben von großer Bedeutung ist und sein wird“. Ebenfalls 1987 wurden in ARD und ZDF unter der Mitwirkung der DTL erstmals Sendungen über Tinnitus ausgestrahlt, in deren Folge 10.000 Anfragen bei der Selbsthilfeorganisation eingingen – und fast alle personellen Möglichkeiten sprengten.

Von Anfang an war das Ziel der DTL, Hilfe zur Selbsthilfe durch den Austausch der Betroffenen untereinander zu bieten: Unterstützung beim akuten Tinnitus und Ermutigung für Betroffene mit chronischen Ohrgeräuschen, den Tinnitus zu bewältigen und davon abzusehen, ihn mit allen Mitteln beseitigen zu wollen. Dank der Arbeit der DTL wurde die Tinnitus-Symptomatik in der Öffentlichkeit bekannt, wurden Forschungsprogramme aufgelegt, Fortbildungen für HNO-Ärzte und Hörakustiker initiiert und die therapeutische Situation verbessert. Durch die Informationen des Fachlichen Beirats der DTL und anderer Experten werden die Betroffenen auf die Bedenklichkeit mancher Behandlungsangebote hingewiesen.

Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) mit Sitz in Wuppertal vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis, Morbus Menière und sonstigen Hörbeeinträchtigungen sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder gehören der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. an, darunter auch über 800 Fachleute wie Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Hörgeräteakustiker, Psychologen und Therapeuten als fördernde Mitglieder, von deren Kenntnissen und Erfahrungen die Betroffenen profitieren.

Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. bietet ihren Mitgliedern Unterstützung und unabhängige Hilfe. Zu den Leistungen gehören individuelle Beratungen durch Experten zu persönlichen, therapeutischen oder sozialrechtlichen Fragen in Form von Arzt-, Psychologen- und Anwaltssprechstunden. Weiterhin werden die Mitglieder bei der Therapiewahl unterstützt und es werden für sie Adressen von Ärzten und Therapeuten bereitgestellt. Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. gibt konkrete Tipps für ein aktives und selbstbestimmtes Leben. Ihre Mitglieder erhalten Informationen zum aktuellen Stand der Wissenschaft und zu neuen Therapien durch die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift Tinnitus-Forum sowie durch spezielle Mitgliederinfos und Broschüren. Weiterhin klärt die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. regelmäßig in Veranstaltungen über die Tinnitus-Symptomatik auf. In den rund 90 Selbsthilfegruppen bundesweit können sich die Tinnitus-Betroffenen untereinander austauschen. Außerdem finden Seminare für Ehrenamtliche der DTL und Gruppensprecher zur Qualifizierung statt. Die DTL beteiligt sich darüber hinaus an gesundheitspolitischen Diskursen und ist in verschiedenen Gremien wie dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) als themenbezogene Vertretung präsent. Sie ist über ihren Fachlichen Beirat und die fachlichen Fördermitglieder in Wissenschaft und Medizin vernetzt. So gehören Mitglieder des Fachlichen Beirats unter anderem auch den Leitlinienkommissionen für Hörsturz und Tinnitus an. Die DTL führt zudem regelmäßig Studien zu den Themen Tinnitus und Selbsthilfe durch beziehungsweise beteiligt sich an Studien.

Nähere Informationen zum Programm des 20. Bad Arolser Tinnitus-Symposiums finden Sie in Kürze unter www.schoen-kliniken.de/ptp/kkh/bar/.

Kontakt:
Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Sabine Wagner
Am Lohsiepen 18
42369 Wuppertal
Tel.: 0202 24652-24
Fax: 0202 24652-20
E-Mail: s.wagner@tinnitus-liga.de
www.tinnitus-liga.de

– Bei Veröffentlichung freuen wir uns über einen Beleg. –


Nachwuchsmangel betrifft forensische Psychiatrie im Besonderen

22.06.2016

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN)

 

Psychische Erkrankungen gehören heute zu den größten gesundheitlichen Herausforderungen in Deutschland, immer mehr Betroffene nehmen medizinisch-therapeutische Hilfe in Anspruch. In bestimmten Regionen, z. B. auf dem Land, zeigen sich bereits ernstzunehmende Versorgungsengpässe. Der Ärztemangel macht auch vor der forensischen Psychiatrie nicht Halt. Seit Jahren steigt die Zahl der psychisch kranken Straftäter, die in den Kliniken des Maßregelvollzugs behandelt werden, stark an. Die jährlich stattfindende Summer School der DGPPN richtet sich deshalb speziell an den ärztlichen Nachwuchs und bringt ihm den Beruf des forensischen Psychiaters näher, damit dieser auch in Zukunft für die erfolgreiche Behandlung und Sicherung zur Verfügung steht.

Was passiert tatsächlich in einer forensisch-psychiatrischen Klinik? Wie sieht der Arbeitsalltag forensischer Psychiater aus? Mit welchen psychischen Erkrankungen haben sie es zu tun? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhalten Studierende in der jährlich stattfindenden Summer School. Diese bot am vergangenen Donnerstag und Freitag im Asklepios Fachklinikum Göttingen rund 50 Medizinstudierenden einen spannenden Einblick in das Fachgebiet. Nach einem Einführungstag mit den juristischen und forensisch-psychiatrischen Grundlagen folgt am zweiten Tag ein Praxisteil, in dem die Teilnehmer die Klinik kennenlernen, Gespräche mit Patienten führen und Übungsaufgaben absolvieren.

„Psychiatrische Gutachter helfen den Gerichten dabei, die Schuldfähigkeit von Angeklagten zu beurteilen. Eine Schuldunfähigkeit aufgrund einer psychischen Erkrankung liegt zum Beispiel dann vor, wenn einer Person im Rahmen einer akuten Psychose eine als real empfundene Stimme befiehlt, eine Straftat zu begehen. Das Gericht kann die Einweisung in den psychiatrischen Maßregelvollzug dann anordnen, wenn vom Täter aufgrund seiner Erkrankung weitere erhebliche Straftaten zu erwarten sind“, erklärt Professor Jürgen L. Müller, Fachreferatsleiter Forensische Psychiatrie der DGPPN. Er führte gemeinsam mit DGPPN-Vorstandsmitglied Dr. Nahlah Saimeh durch die vierte Summer School, die sich speziell an den Nachwuchs richtet und ihm den Beruf des forensischen Psychiaters näherbringt.

„Zu den Krankheitsbildern, die in der forensischen Psychiatrie behandelt werden, gehören Psychosen, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen, sexuelle Präferenzstörungen und andere psychische Erkrankungen. Sie können nicht immer geheilt, jedoch meist so behandelt werden, dass die Patienten nicht wieder straffällig werden. Ziel der forensischen Unterbringung ist es, die psychische Störung zu behandeln und gleichzeitig dem Betroffenen ein Leben in Freiheit unter Wahrung der berechtigten Schutzinteressen der Öffentlichkeit zu ermöglichen“, so Dr. Saimeh.

Die Summer School ist Teil des vielfältigen Nachwuchsengagements der DGPPN, die mit einer neuen Initiative mehr junge Menschen für das Fach Psychiatrie und Psychotherapie begeistern will. Unter dem Titel „Generation PSY – Unsere Gesellschaft braucht neue Psychiater“ räumt die neue Internetplattform www.generation-psy.de mit Vorurteilen und Klischees auf. Neben zielgruppengerechten Informationen bietet Generation PSY besondere Angebote, die zeigen, dass es sich um eine der spannendsten Disziplinen der Medizin handelt. Dazu gehören Summer Schools, ein Mentoringprogramm oder Intensivkurse für die Facharztprüfung und nicht zuletzt auch ein für den Nachwuchs maßgeschneidertes Programm auf dem DGPPN Kongress.

Mehr erfahren: www.generation-psy.de

 

Kontakt
DGPPN-Pressestelle
Reinhardtstraße 27 B
10117 Berlin
Tel.: 030.2404 772-11
E-Mail: pressestelle@dgppn.de

Download
DGPPN-Pressemitteilung – Nachwuchsmangel in der Forensik [PDF; 287KB]