Dienstag, Juni 7th, 2016

 

Gelenkersatz-Patienten in Deutschland sehr gut versorgt

(von links): Prof. Reinhard Hoffmann, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU); Prof. Florian Gebhard, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und stellvertretender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU); Prof. Bertram Häussler, Leiter des IGES Instituts; Prof. Heiko Reichel, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU); Prof. Bernd Kladny, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC)

Dienstag, 07. Juni 2016

IGES Institut GmbH

PRESSEINFORMATION IGES INSTITUT

 

Berlin – IGES Institut

+ Weißbuch Gelenkersatz zeigt Versorgungssituation bei Gelenkimplantaten

+ Hohe Patientenzufriedenheit und Behandlungsqualität erreicht

+ Operationshäufigkeit bei Hüft- und Kniegelenken seit 2007 stabil

+ Experten fordern an den künftigen Bedarf angepasste Behandlungskonzepte

370.000 Menschen haben in Deutschland im Jahr 2014 ein neues Hüft- oder Kniegelenk erhalten. Die Mehrzahl der Patienten ist Befragungen zufolge mit dem Ergebnis des Eingriffs zufrieden. Doch die Anforderungen an den künstlichen Gelenkersatz werden unter anderem bedingt durch die demographischen Veränderungen steigen. Experten fordern daher patientenorientierte und zwischen den Akteuren des Systems besser vernetzte Behandlungskonzepte. Das ist ein Fazit aus dem Weißbuch Gelenkersatz des IGES Instituts.

(von links): Prof. Reinhard Hoffmann, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU); Prof. Florian Gebhard, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und stellvertretender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU); Prof. Bertram Häussler, Leiter des IGES Instituts; Prof. Heiko Reichel, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU); Prof. Bernd Kladny, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC)

(von links): Prof. Reinhard Hoffmann, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU); Prof. Florian Gebhard, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und stellvertretender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU); Prof. Bertram Häussler, Leiter des IGES Instituts; Prof. Heiko Reichel, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU); Prof. Bernd Kladny, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC)

„Wichtige dokumentierte Qualitätskennzahlen zeigen, dass derzeit bundesweit betrachtet Patienten im Bereich Gelenkersatz sehr gut versorgt werden“, sagt der Leiter des IGES Instituts, Prof. Bertram Häussler. Das in seiner Art erste Weißbuch zum Hüft- und Kniegelenkersatz in Deutschland liefert dazu wissenschaftliche Daten und begleitende Experteneinschätzungen.

Sinkende Komplikationsraten und zunehmend angemessene Indikation

Danach zeigt die vorgeschriebene externe Qualitätssicherung für Krankenhäuser für das Jahr 2014, dass chirurgische Komplikationen während des Klinikaufenthaltes bei Ersteingriffen seit Jahren abnehmen. Sie kommen beim Hüft- und Knieersatz bei 2,7 bzw. 1,9 Prozent der Operationen vor. Zudem steigt seit Jahren der Anteil der Patienten, bei denen eine angemessene Indikation – ein medizinischer Behandlungsanlass – dokumentiert ist. Dies war 2014 bei rund 96 Prozent der Hüft- und Knieersteingriffe der Fall.

Stabile OP-Häufigkeiten bei den Älteren seit 2007

Im Jahr 2014 wurden dem Statistischem Bundesamt zufolge rund 219.000 Patienten erstmalig mit einem Hüftgelenkersatz und rund 149.000 mit einem neuen Kniegelenk

versorgt. Sowohl für die Hüfte als auch für das Knie haben die OP-Häufigkeiten bei den über 70-Jährigen seit 2007 nicht zugenommen. „Wir sehen eine stabile Inanspruchnahme beim Hüft- und Gelenkersatz in den vergangenen Jahren. Jährlich erhalten ein Prozent der über 70-Jährigen ein neues Hüftgelenk und rund 0,7 Prozent ein Kniegelenkersatz“, sagt Prof. Häussler.

Häufigste Gründe: Arthrose und gelenknahe Knochenbrüche

Gelenkersatzoperationen an Hüfte und Knie gehören zu den häufigen Operationen. Sie machen laut Statistischem Bundesamt 1,4 bzw. 0,9 Prozent aller vollstätionär erfolgten OPs aus. 80 Prozent der Ersteingriffe an der Hüfte und rund 96 Prozent am Knie gehen auf meist altersbedingten Gelenkverschleiß zurück, medizinisch Arthrose. Zweithäufigster Grund der Hüft-Operationen sind in 13 Prozent der Fälle Oberschenkelhalsbrüche, ebenfalls altersabhängige Vorfälle. Demzufolge sind rund 40 Prozent der Patienten bei einem Ersteingriff zwischen 70 und 79 Jahre alt.

Versorgung an immer ältere Patienten anpassen

„Immer mehr Menschen werden nicht nur immer länger, sondern auch immer aktiver mit einem Gelenkersatz leben. Hier bedarf es Anstrengungen, auch künftig die Versorgungsqualität zu sichern. Dazu gehört auch, Patienten gut aufzuklären und ihre Erwartungen mit den Möglichkeiten der jeweiligen Verfahren abzugleichen“, sagt Prof. Heiko Reichel, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU).

Auf die steigende Zahl mehrfacherkrankter Hochbetagter mit Schenkelhalsbrüchen, weist Prof. Florian Gebhard, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), hin: „Wir werden künftig immer mehr ältere und multimorbide Patienten versorgen, die nach der Gelenkersatz-OP stark mobilitätseingeschränkt und pflegebedürftig sind. Für sie benötigen wir spezielle alterstraumatologische Zentren mit integrierten Behandlungskonzepten zwischen chirurgischen und geriatrischen Abteilungen sowie Rehabilitationseinrichtungen.“

Viele Faktoren beeinflussen die Lebensdauer von Endoprothesen

Ziele des Gelenkersatzes sind, Schmerzen zu lindern und Patienten wieder Mobilität und aktive Teilnahme am täglichen Leben zu ermöglichen. Eine möglichst lange Lebensdauer einer Endoprothese ist dabei erstrebenswert. Diese sogenannte Standzeit hängt von vielen Faktoren ab: vom Lebensalter der Patienten beim Eingriff, dem Krankheitsbild, Begleiterkrankungen wie etwa Osteoporose, von Operationstechniken, aber auch von der individuellen Beanspruchung oder den Materialien. Zu den häufigsten Gründen von Wechseleingriffen gehören Entzündungen, Verrenkungen oder Lockerungen der Kunstgelenke.

Genauere Daten dazu soll das 2011 initiierte Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) liefern. Es soll helfen, die Zahl der vorzeitigen Wechseleingriffe zu reduzieren und einen langfristigen Behandlungserfolg zu sichern.

Laut Statistischem Bundesamt wurden 2014 rund 27.000 implantierte Hüftgelenke und rund 21.000 künstliche Kniegelenke ausgewechselt. Die Anzahl der Wechseleingriffe eines Jahres steht nicht in Bezug zu den erstmalig implantierten Gelenken desselben Jahres. Vielmehr sind dies Wechsel von Endoprothesen, die vor Jahren oder auch Jahrzehnten eingesetzt wurden.

Das „Weißbuch Gelenkersatz“ haben IGES-Wissenschaftler unter Einbezug renommierter Endoprothetik-Experten verfasst. Es entstand im Auftrag des Bundesverbandes Medizintechnologie e.V. (BVMed) und erscheint im Springer Verlag.

Über das IGES Institut: Forschen – Entwickeln – Beraten für Infrastruktur und Gesundheit

Das IGES Institut wurde 1980 als unabhängiges Institut gegründet. Seither wurde in über 1.600 Projekten zu Fragen des Zugangs zur Versorgung, ihrer Qualität, der Finanzierung sowie der Gestaltung des Wettbewerbs im Bereich der Gesundheit gearbeitet. In jüngerer Zeit wurde das Spektrum auf weitere Gebiete der öffentlichen Daseinsvorsorge ausgeweitet: Mobilität und Bildung. Das IGES Institut gründet seine Arbeit auf hohe Sach- und Methodenkompetenz und bietet in allen Arbeitsgebieten einen breiten Zugang zu eigenen und zu Datenquellen anderer Institutionen. Gemeinsam mit den Unternehmen CSG und IMC (beide Berlin), AiM (Lörrach) sowie HealthEcon (Basel) beschäftigt die IGES Gruppe mehr als 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Kontakt:

Gisela Angerer

Leiterin Kommunikation

 

Tel: 030 230 809-341

Fax: 030 230 809-11

Mail: presse@iges.de

 

IGES Institut GmbH

Friedrichstraße 180

10117 Berlin

www.iges.de

 


Innovationen im Gesundheitssektor: Die Zukunft der Gesundheit kommt nach Berlin

Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit

 

 

 

Berlin, 07.06.2016 – Am morgigen Mittwoch beginnt im Berliner CityCube zum neunzehnten Mal der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit, der größte Kongress für Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft in Deutschland. Für drei Tage treffen mehr als 8.000 Entscheidungsträger aus Politik, Kliniken, Gesundheitswirtschaft, Ärzteschaft, der medizinischen Forschung, Pflege und von Kostenträgern zu der jährlichen Leitveranstaltung der Branche zusammen. Bei etwa 200 Einzelveranstaltungen werden über 600 Referentinnen und Referenten auftreten.

 

Der Hauptstadtkongress hat sich in diesem Jahr das Leitthema „Innovationen“ gegeben. Schon bei der Eröffnung des Kongresses steht dies im Fokus, wenn Prof. Dr. Bertram Häussler vom IGES-Institut „die großen Erfolge von Medizin und Gesundheitsversorgung“ resümiert und Prof. Dr. Detlev Ganten, der Vorsitzende des Charité-Stiftungsrats den Blick auf „die großen Hoffnungen der Medizin für die Gesundheit“ richten wird.

 

In einer Lecture wird der in der Fachwelt gefeierte Star der regenerativen Medizin, Prof. Dr. Anthony Atala, Direktor des Wake Forest Institute for Regenerative Medicine, Winston-Salem/USA, über die künstliche Erzeugung von menschlichem Gewebe und Organen für die Transplantationsmedizin sprechen. Derzeit stirbt alle 30 Sekunden ein Patient an einer Krankheit, die mit Gewebeersatz oder einer Transplantation hätte behandelt werden können – die Zahl freiwilliger Spender ist zu gering. Im Labor erzeugte Implantate könnten helfen und viele Menschenleben retten. Erste Patienten leben bereits mit im Labor erzeugten Implantaten, wie etwa einer Harnblase, einer Vagina oder Blutgefäßen. Atala arbeitet nun daran, Organe mittels 3D-Drucks zu erzeugen.

 

Auch in der Pflege sind Innovationen ein zunehmend wichtiges Thema – schon macht das Schlagwort der „Pflege-Robotik“ die Runde. So kann der Prototyp eines Roboters Heimbewohnern nicht nur Wasser ausschenken, sondern per Gesichtserkennung auch für jeden Einzelnen die getrunkene Menge registrieren. Die Geruchssensoren eines anderen Systems melden Inkontinenzereignisse an die Stationsleitung. Und ein japanischer Roboter kann bereits Patienten aus dem Bett heben und zur Toilette bringen. Können Roboter helfen, den Pflegenotstand zu entschärfen? Wie wäre das unter ethischen Kriterien zu beurteilen? Auch darüber wird auf dem Hauptstadtkongress und dem unter seinem Dach stattfindenden Deutschen Pflegekongress diskutiert.

 

Das ebenfalls unter dem Dach des Hauptstadtkongresses stattfindende Deutsche Ärzteforum widmet sich Innovationsthemen, wie eHealth, Digitalisierung, Molekularer Medizin oder den hoffnungsträchtigen Erfolgen in der Onkologie, wo Präzisionsmedizin und Immuntherapie einen Durchbruch im Kampf gegen den Krebs bringen könnten. Derartige zum Teil sehr kostenintensive Therapien werfen aber – genau wie neue bildgebende Diagnostik durch Positronenemissionstomographie oder Magnetic Particle Imaging – auch wirtschaftliche Fragen auf: Wie fördert man Innovationen? Wie gelangen sie möglichst schnell zum Patienten? Wie können Innovationen gerecht und transparent bewertet werden, um zu entscheiden, ob das Solidarsystem für sie aufkommt? Dazu gehen die Positionen von Experten immer häufiger weit auseinander.

 

Auf dem dritten im Rahmen des Hauptstadtkongresses stattfindenden Fachkongress, dem Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation, geht es vor allem um „Medizin 4.0“: Welche Kliniken werden Gewinner sein im Prozess der Digitalisierung? Im Blickpunkt stehen wird auch die Veröffentlichung des Krankenhaus Rating Reports 2016 des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung, der wie immer auf dem Hauptstadtkongress vorgestellt wird. Der Report untersucht alljährlich die finanzielle Lage der deutschen Kliniken.

 

Traditionell ist die aktuelle Gesundheitspolitik Thema bei vielen Veranstaltungen des Hauptstadtkongresses. In diesem Jahr zählen dazu: das Krankenhausstrukturgesetz, das Antikorruptionsgesetz, das Präventionsgesetz, die Pflegestärkungsgesetze I und II, das Pflegeberufegesetz und das eHealth-Gesetz.

 

Weitere Höhepunkte sind:

 

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, MdB, stellt sich Fragen zu Gesundheitsvorsorge, Prävention, Arbeitsschutz und demografischer Entwicklung.

 

Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz, MdB, gibt im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung in einem neuen Interviewformat auf der Bühne Auskunft zu den gesundheitspolitischen Konzepten der Bundesregierung.

 

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, stellt sich den Fragen eines Journalisten zu den wichtigsten aktuellen Themenfeldern der Gesundheits- und Sozialpolitik. Schwerpunktthemen werden unter anderem die Sicherung der Versorgung in ländlichen Gebieten und die Situation im Bereich stationärer und ambulanter Pflege sein.

 

Eine Bundestagsrunde mit den gesundheitspolitischen Sprecherinnen der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU, SPD und Grünen, Maria Michalk, MdB, Hilde Mattheis, MdB, und Maria Klein-Schmeink, MdB, diskutiert die Zukunft der Finanzierung des Gesundheitswesens.

 

Der Leiter des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen, Dr. Christof Veit, zieht eine Zwischenbilanz zu Qualitätskriterien für Leistungserbringer und Pay-for-Performance.

 

Der G-BA-Vorsitzende, Prof. Josef Hecken, erläutert, wie der Milliardentopf des Innovationsfonds verteilt wird.

 

Prof. Dr. Bert Rürup warnt vor einer Aushöhlung der Finanzierungsbasis der Sozialversicherungen, denn vieles spricht dafür, dass es im Zeitalter der Industrie 4.0 zu einem Rückgang des Anteils der sozialversicherungspflichtigen Löhne am Volkseinkommen kommen wird. Rürup diskutiert seine Ideen auf der Bühne des Hauptstadtkongresses mit Prof. Dr. Karl Lauterbach, MdB.

 

Wenn Sie als Journalist/in am Kongress teilnehmen möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail an presse@wiso-gruppe.de – bitte mit Angabe des Mediums, für das Sie berichten möchten.

 

Weitere Infos und das Anmeldeformular finden Sie unter www.hauptstadtkongress.de. Sie können uns auch in den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter folgen.

 

Pressekontakt und Akkreditierung für Journalisten:

Ralf-Thomas Hillebrand

presse@wiso-gruppe.de

Tel. (mobil): 0177-2162769, Fax: 030 2639249-10

WISO S. E. Consulting GmbH – Nymphenburger Str. 9 – 10825 Berlin

 


25. Fachtagung Management in der Suchttherapie am 21. und 22. September 2016 in Kassel

DruckDer Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e. V. (buss) veranstaltet dieses Jahr zum 25. Mal die zweitägige Management-Tagung in Kassel. Der Schwerpunkt der Tagung liegt auf aktuellen Änderungen im Sozial- und Leistungsrecht (Psychiatrie-Entgeltsystem, Präventionsgesetz, Bundesteilhabegesetz, Schiedsstellen) und im Arbeitsrecht (Honorarverträge für Ärzte und Pflegekräfte, Mindestlohn bei Bereitschaftsdiensten, Finanzierung von Weiterbildungen).

Im Mittelpunkt steht außerdem die Wirksamkeit von Leistungen in der Suchthilfe und Suchtreha. Zur Evaluation ihrer medizinischen Rehabilitationsleistungen haben die Deutsche Rentenversicherung Rheinland und die Deutsche Rentenversicherung Westfalen eine Studie durchführen lassen, deren Ergebnisse präsentiert und im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Experten diskutiert werden.

In den Arbeitsgruppen wird eine Reihe neuer Konzepte vorgestellt, die zum Teil durch die Leistungsträger, zum Teil einrichtungsintern ins Leben gerufen wurden. Die Konzepte betreffen die Bereiche berufliche Integration von Suchtkranken, Reha-Fallmanagement, nachstationäre Behandlungsformen sowie Kinderbetreuung während der Reha. Erörtert werden bisherige Erfahrungen bei der Umsetzung in die Praxis sowie mögliche Umsetzungsprobleme. Weitere Themen der Tagung sind: Digitalisierung der Lebenswelt, Energieaudit und Energieberatung in Rehakliniken sowie Personalgewinnung und Personalbindung. 

Programm und Einladung folgen im Juli 2016 per E-Mail, per Post und auf www.suchthilfe.de


Bewerbungen zum RheumaPreis 2016 noch bis Ende Juni möglich

Preisträger RheumaPreis 2015 . obs/AbbVie Deutschland GmbH & Co KG/Mario Andreya
 Wiesbaden – Die Initiative RheumaPreis zeichnet kreative Konzepte von und für Menschen mit Rheuma im Berufsleben aus
Preisträger RheumaPreis 2015 . obs/AbbVie Deutschland GmbH & Co KG/Mario Andreya

Preisträger RheumaPreis 2015 . obs/AbbVie Deutschland GmbH & Co KG/Mario Andreya

Berufstätige, Studierende und Auszubildende mit Rheuma können sich noch bis zum 30. Juni für den RheumaPreis 2016 bewerben. Die Initiative RheumaPreis zeichnet 2016 zum achten Mal kreative Lösungen für die berufliche Integration von Menschen mit chronisch-rheumatischen Erkrankungen aus. Nach wie vor besteht Handlungsbedarf und die Initiative RheumaPreis hat sich mit der Preisverleihung zum Ziel gesetzt, zum Wandel der öffentlichen Wahrnehmung beizutragen. Darüber hinaus fordert die Initiative RheumaPreis in einem Call to Action Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen auf, aktiv an einer Verbesserung der beruflichen Chancen von Betroffenen mitzuwirken.

„Ich beherrsche die Krankheit, nicht die Krankheit mich“, lautet das Motto von Bettina Wittmann, RheumaPreis-Trägerin 2015. Trotz Rheuma führt die 37-Jährige ein aktives Leben und macht beruflich Karriere bei der Dossmann GmbH als Betriebswirtin. Für ihren beispielhaften Weg, mit ihrer Erkrankung im Beruf umzugehen, erhielt Bettina Wittmann den RheumaPreis im vergangenen Jahr. Auch in diesem Jahr zeichnet die Initiative RheumaPreis wieder Arbeitnehmer und ihre Arbeitgeber aus, die gemeinsam Lösungen für eine Berufstätigkeit mit Rheuma gefunden haben.

Ab sofort können Bewerbungen eingereicht werden. Bewerben kann sich jeder, der an entzündlichem Rheuma erkrankt ist. Ob allein oder im Team, als Angestellter oder selbständig, in Ausbildung oder Studium – jeder ist zur Bewerbung eingeladen. Die Preisträger erhalten ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro. Ihre Arbeitgeber werden mit einer Auszeichnung für besonderes Engagement für Arbeitnehmer mit Rheuma geehrt. Bewerbungen können per Post oder online eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2016. Bewerbungsunterlagen sind unter www.rheumapreis.de erhältlich.

Mitglieder der Initiative RheumaPreis:

   - AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG
   - Arbeitsgemeinschaft Regionaler Kooperativer Rheumazentren 
     (AGRZ)in der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh)
   - Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. (BDRh e. V.)
   - Kerstin Bleuel, Patientenvertreterin
   - Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und 
     hauptfürsorgestellen (BIH)
   - Deutsche Kinderrheuma-Stiftung
   - Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e. V.
   - Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew (DVMB) e.V.
   - Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK) e. V.
   - Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA)
   - Lupus Erythematodes Selbsthilfegemeinschaft  e. V.
   - Rheuma-Liga Hessen e. V.
   - Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) e.V.

Pressekontakt:

Christine Blindzellner
AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG
Mainzer Str. 81, 65189 Wiesbaden
T.: +49 6111720-3583
christine.blindzellner@abbvie.com