Juni, 2016

 

Neue Sendung für Kinder, Jugendliche und Familien auf Allgäu TV

Featured Video Play Icon

Kempten, den 30.06.2016

Für die neue Sendung Familie & Co informieren zahlreiche Fachleute der KJF über ihre Arbeit und geben Tipps für Eltern und Familien. Hier im Interview Fritz Manzeneder vom Frère-Roger-Kinderzentrum Augsburg. Foto: KJF/Karg

Für die neue Sendung Familie & Co informieren zahlreiche Fachleute der KJF über ihre Arbeit und geben Tipps für Eltern und Familien. Hier im Interview Fritz Manzeneder vom Frère-Roger-Kinderzentrum Augsburg. Foto: KJF/Karg

Kempten (kjf). Wie viel Taschengeld soll es geben? Welche Berufsausbildung ist für meine behinderte Tochter möglich? Wie kann eine Reha meinem chronisch kranken Kind helfen? Diesen und vielen weiteren Fragen widmet sich die neue Sendung Familie & Co., die jetzt im Lokalfernsehen auf a.tv sowohl im Allgäu als auch in Augsburg, West- und Nordschwaben ausgestrahlt wird. Die Experten von über 80 Einrichtungen und Diensten der KJF erklären, was Kindern, Jugendlichen und Familien hilft; so wird in der ersten Folge Erziehungsberaterin Chris Wilhelm aus Lindau Tipps zum Thema Taschengeld geben.
„Wir gehen neue Wege in der Kommunikation“, erklärt Direktor Markus Mayer, Vorstandsvorsitzender der KJF. Über 4.000 Mitarbeiter helfen jedes Jahr über 80.000 meist jungen Klienten und Patienten: „Diese Erfahrung aus den Bereichen Gesundheit, Soziales und Bildung wollen wir gerne weitergeben und damit dazu beitragen, dass Familienleben heute gelingt.“ Darüber hinaus wolle die KJF ihre zahlreichen weiteren Angebote für Menschen mit Behinderung vorstellen – von Integrationsunternehmen wie dem skywalk allgäu Naturerlebnispark bis hin zum Barfüßer Café oder dem Integrationsfachdienst Schwaben. Denn das Sozialunternehmen KJF engagiert sich in vielen Bereichen in der gesamten Diözese, vom Allgäu bis nach Nordschwaben sowie in Teilen von Oberbayern.
Die neue Sendung ist eingebettet in ein neues Kommunikationskonzept, das in den letzten Jahren gemeinsam mit den Führungskräften und Mitarbeitern erarbeitet wurde: „Vertrauen ebnet Wege für gemeinsames Handeln“, erklärt Raphael Doderer, Leiter der Stabsstelle Marketing und Kommunikation. Daher wurde das komplette Portfolio der KJF durchleuchtet und neu geordnet: „Vernetzung, Vereinfachung, Verständlichkeit“ war der Dreiklang, der als Leitmotiv für die neue Markenarchitektur gewählt wurde. Dabei spiele die Identität der KJF eine wesentliche Rolle: „Als christlicher Verband katholischer Prägung ist es uns wichtig, gemeinsam Mut zum Leben zu geben“, betont Mayer. Daher solle auch das Know-How der Mitarbeiter hervorgehoben werden; außerdem wolle man sich den Kinder, Jugendlichen und ihren Familien „vor allem auf digitalen Kommunikationskanälen widmen“, so Doderer. „Wir müssen mit den Menschen kommunizieren, wo sie sind – die digitale Transformation hat auch die Gesundheits- und Sozialwirtschaft erreicht, daher werden wir uns als KJF diesem Thema intensiv widmen.“
Die neue Sendung Familie & Co. läuft daher nicht nur bei den beiden Fernsehsendern allgäu.tv und a.tv, sondern ist auch in der Mediathek von a.tv sowie im KJF-eigenen YouTube-Kanal auf www.youtube.com/user/kjfaugsburg erreichbar. Im Rahmen der gesamten Digitalstrategie überarbeitet die KJF derzeit über 100 Websites für ihre verschiedenen Einrichtungen und Dienste; alle Beiträge werden in die neuen Internetauftritt eingebettet. „Wir freuen uns dieses Familienmagazin zusammen mit der KJF realisieren zu können. Mit ihrer Erfahrung und ihrem Knowhow ist die KJF, als eines der größten Sozialunternehmen in Bayern, der richtige Partner für die vielfältigen Themenbereiche, die in der Sendung angesprochen werden“, so Felix Kovac, a.tv-Geschäftsführer.

Für die Markenführung wird die KJF durch Flavour Kommunikation aus München beraten und begleitet. Die Digitalstrategie wird gemeinsam mit explido>iprospect aus Augsburg umgesetzt.
Sendetermine im Fernsehen:
•    a.tv Allgäu: erste Ausstrahlung am 5. Juli ab 19.45 Uhr
•    a.tv Augsburg und Nordschwaben: erste Ausstrahlung war bereits am 23. Juni
•    auf beiden Sendern wird es mehrere Wiederholungen zu verschiedenen Uhrzeiten geben
•    auch online wird die Sendung jederzeit abrufbar sein wird unter www.youtube.com/user/kjfaugsburg

Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V. (KJF)
Die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V. (KJF) wurde 1911 gegründet. Sie ist ein Gesundheits- und Sozialdienstleister mit rund 80 Einrichtungen und Diensten im Gebiet zwischen Lindau, Neu-Ulm, Nördlingen, Aichach und Murnau. Dazu gehören unter anderem Angebote der Medizin mit mehreren Kliniken, der Berufsbildung für behinderte und nicht behinderte Jugendliche und Erwachsene mit Berufsbildungswerken und Vermittlungsdiensten, der Kinder- und Jugendhilfe mit Wohngruppen, Tagesstätten, Beratungsstellen und mobilen Diensten sowie mehrere Schulen.
Die rund 4.000 Beschäftigten des Verbandes helfen im Jahr 80.000 Kindern, Jugendlichen und Familien bei Schwierigkeiten und Fragen. Vorstandsvorsitzender der KJF ist Markus Mayer, Vorsitzender des Aufsichtsrates ist Domkapitular Armin Zürn.
Weitere Informationen zur KJF finden Sie unter www.kjf-augsburg.de.

________________________________________

Bilder, die mit dieser Pressemitteilung bereitgestellt werden, dürfen aus rechtlichen Gründen nur im Zusammenhang mit der hier geschilderten Tätigkeit der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg veröffentlicht werden.

Stabsstelle Marketing und Kommunikation
Leiter: Raphael Doderer | Telefon 0821 3100-224 oder 0151 15627102 | Fax (0821) 3100-178
Pressereferent: Winfried Karg | Telefon 0821 3100-191 oder 0160 5375201 | Fax (0821) 3100-178
Redakteurin: Kathrin Ruf | Telefon 0821 3100-203 | Fax (0821) 3100-178
www.kjf-augsburg.de | presse@kjf-augsburg.de

Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V.


Präventionsgesetz: Rückenwind für mehr Zusammenarbeit

Gesetzliche Rentenversicherung (DRV), Krankenversicherung (GKV) und Unfallversicherung (GUV) müssen in den Unternehmen künftig verstärkt zusammenzuarbeiten. Auslöser ist die Bundesrahmenempfehlung zum Präventionsgesetz, die die Nationale Präventionskonferenz im Frühjahr vorgelegt hat. Das Handlungsfeld „Gesund leben und arbeiten“ ist darin als eines von drei Zielen formuliert. DRV, GKV und GUV sollen demnach den Arbeitsschutz, das Eingliederungsmanagement und die Gesundheitsförderung im Betrieb systematisch institutionalisieren und miteinander verzahnen. Dazu seien nicht nur die vorhandenen Strukturen zu nutzen. „Unabdingbar“ sei auch, relevante Beteiligte wie beispielsweise die Betriebsärzte frühzeitig einzubeziehen. GKV, GUV und DRV sollen sich zudem wechselseitig über die Vorhaben in einem Betrieb informieren sowie den jeweils ande-ren Partner bei Bedarf und „im Benehmen mit dem Betrieb“ einbinden.

Klar ist, dass das Präventionsgesetz die klassische Reha verändern wird. Gundula Roßbach, Direktorin der DRV Bund, betonte beim diesjährigen Reha-Kolloquium, dass der Grundsatz ,Reha vor Rente‘ zunehmend in ,Prävention vor Reha vor Rente‘ erweitert werde. Und Marion Kalwa, Dezernentin bei der DRV Bund, verweist darauf, dass die DRV seit 2009 den gesetzlichen Auftrag habe, präventive Angebote im Sinne einer „Risiko-Prävention“ aufzubauen. Rund 200 Angebote seien entwickelt, etwa 4.350 Männer und Frauen bislang erreicht worden. Das DRV-Rahmenkonzept zur Prävention von 2012 setzt auf die Klassiker der Gesundheitsförderung: Die Teilnehmenden reflektieren den eigenen Lebensstil, erfahren, wie sie sich gesünder ernähren können, trainieren Ausdauer und Kraft. Sie lernen mit Stress und seelischen Belastungen achtsam umzugehen und üben sich in Entspannungstechniken. „Die Pilotprojekte sind mittlerweile umfassend evaluiert worden. Jetzt wollen wir die bewährten Angebote flächendeckend ausrollen“, sagt sie.

Mit der Prävention rücken verstärkt jene Erwerbstätigen in den Blick, die aktuell keinen Reha-Bedarf haben,jedoch belastenden Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind. Sie sollen vor allem über die Werks- und Betriebsärzte erreicht werden. Während die GKV laut Bundesrahmenempfehlung vor allem die Unternehmen dabei unterstützen soll, Strukturen für innerbetriebliche Gesundheitsförderung aufzubauen und entsprechende Prozesse auf den Weg zu bringen, steht die „Vernetzung und aktive Zusammenarbeit mit Haus-, Werks- und Betriebsärzten“ explizit auf der To-Do-Liste der DRV. Experten gehen davon aus, dass Werks- und Betriebsärzte noch mehr als Lotsen und Berater gebraucht werden, die ihre Klienten zwischen präventiver Gesundheitsförderung, ambulanter Versorgung, Arbeitsmedizin und Rehabilitation die richtigen Wege weist. Dr. Agnes Evenschor-Ascheid, Arbeitsmedizinerin vom Medizinischen Zentrum der StädteRegion Aachen, sieht im Gesetz die Chance, die betriebliche Gesundheitsförderung in den Unternehmen zu intensivieren. „Wir müssen Mitarbeiter und Arbeitgeber davon überzeugen, dass frühzeitige präventive Angebote und Maßnahmen besser sind als lange Arbeitsunfähigkeitszeiten“, sagt sie.

Ein Modell, wie GKV und DRV bei der Prävention künftig Hand in Hand arbeiten können, ist das Präventionsprogramm „Plan Gesundheit“. Die DRV Rheinland und die Pronova BKK haben es gemeinsam entwickelt und 2011 an drei Chemiestandorten gestartet. Der zentrale Baustein des Programms ist die Kombination aus Gruppentraining und Begleitung durch einen „Präventionsmanager“. Die Initial- und Trainingsphase zu Beginn findet unter der DRV-Regie in einer ambulanten Reha-Einrichtung statt. Der Präventionsmanager steht den Teilnehmenden in den folgenden mehrmonatigen Bestätigungs- und Eigenverantwortungsphasen zur Seite und wird von GKV-Seite gestellt und finanziert.


Erste Bremer Netzwerkkonferenz zum Thema Gesundheit am Arbeitsplatz

 

 

Unter dem Motto „Fit im Job – Erwerbsteilhabe gestalten“ laden die Jacobs University und die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Oldenburg-Bremen am Dienstag, 6. September, von 14.30 bis 18.30 Uhr erstmals zu einer Netzwerkkonferenz in die Bremische Bürgerschaft ein. Interessierte Vertreter von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen können sich ab sofort anmelden. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Arbeitgeber, die sich bereits aktiv für die Gesundheit Mitarbeiter einsetzen als auch an solche, die in diesem Bereich auf der Suche nach passenden Konzepten sind. Zu den Referenten gehören zahlreiche Bremer Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Arbeitnehmervertretung und dem sozialen Sicherungssystem. Auch abseits der Vorträge und Diskussionsrunden besteht Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch. „Wir hoffen, dass dieses neue Veranstaltungsformat allen Teilnehmern vielseitige Anregungen bietet“, sagt  Prof. Dr. Sonia Lippke, Professorin für Gesundheitspsychologie an der Jacobs University.

Sie hat die Veranstaltung gemeinsam mit Priv.-Doz. Dr. Aike Hessel von der DRV Bremen-Oldenburg initiiert.

Weitere Mitveranstalter aus Bremen sind die Agentur für Arbeit, die Arbeitnehmerkammer, ArcelorMittal, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt als Projektträger für das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Netzwerk Gesundheitswirtschaft Nordwest, das Amt für Versorgung und Integration, der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, die Techniker Krankenkasse, die Universität Bremen; die Unternehmensverbände im Lande Bremen e.V., der Verband der Betriebs- und Werksärzte sowie die ZIP Zeitarbeit + Personalentwicklung GmbH.

 

„Gesundheitsförderung ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Arbeitnehmern und Arbeitgebern“, betont Lippke. „Natürlich trägt jeder Mensch zunächst einmal die Verantwortung für sein eigenes Wohlergehen. Aber damit er diese Verantwortung auch wahrnehmen kann, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Hier sind Arbeitgeber gefordert.“ Diese Rolle aktiv wahrzunehmen sei nicht nur aus sozialen, sondern auch aus ökonomischen Gründen sinnvoll, ergänzt Christian Wolff, stellvertretender Geschäftsführer der DRV Oldenburg-Bremen. „Mehrere Studien belegen, dass jeder Euro, den ein Unternehmen in die Gesundheit seiner Mitarbeiter investiert, im Durchschnitt mindestens das Doppelte an Ertrag einbringt“, so Wolff. Die Gründe liegen für ihn auf der Hand: „Mitarbeiter, denen es körperlich und psychisch gut geht, sind leistungsfähiger und weniger anfällig für Krankheiten. Zudem sinkt auch das Risiko, dass sie vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden, oder ihrer Arbeit nur noch mit großen Einschränkungen ausüben können.“

Ob gesundes Kantinenessen, Betriebssportgruppen, Grippeschutzimpfungen in der Firma, kostenlose Gesundheitschecks oder Zuschüsse für die Mitgliedschaft im Fitnessstudio: Die Möglichkeiten, die Gesundheit von Mitarbeitern zu fördern sind vielfältig. „Gerade große Unternehmen haben hier oft sehr detaillierte Konzepte. Kleine und mittelgroße Betriebe tun sich dagegen mit diesem Thema oft noch schwer“, hat Sonia Lippke beobachtet. „Gesundheitsfragen lassen sich aber in keinem Betrieb auf Dauer vollständig ausblenden. Spätestens wenn ein Mitarbeiter nur noch eingeschränkt arbeiten kann oder bestimmte Hilfsmittel wie einen höhenverstellbaren Schreibtisch benötigt, entsteht im Betrieb oft erheblicher Organisationsaufwand. Umso sinnvoller ist es, wenn Unternehmen von vornherein ihre Mitverantwortung für die Gesundheit ihrer Beschäftigten aktiv wahrnehmen.“

 

Interessierte können sich noch bis zum 31. August bei der DRV Oldenburg-Bremen zur Netzwerkkonferenz anmelden. Kontakt: Gabriele Schmidt-Helmdach, Telefon: 0421/3407-205, Fax: 0421/3407-222, E-Mail:

gabriele.schmidt-helmdach@drv-oldenburg-bremen.de

 

Pressekontakt:

Claudia Herbricht

SB 0.020 – Pressestelle / Büro der Selbstverwaltung –

Deutsche Rentenversicherung

Oldenburg-Bremen

Huntestraße 11 – 26135 Oldenburg

Postanschrift: 26112 Oldenburg

Telefon 0441 927-2432, Telefax 0441 927332432

claudia.herbricht@drv-oldenburg-bremen.de

www.drv-oldenburg-bremen.de


Jetzt online mitdiskutieren! Mehr Teilhabeorientierung in der Heil- und Hilfsmittelversorgung

Pressemitteilung

Heil- und Hilfsmittel sind für die Förderung der selbstbestimmten Teilhabe enorm wichtig. Diese Tatsache wird jedoch in Sozialleistungsgesetzen, Regelungen zur Leistungserbringung, der Rechtsprechung und neuerdings auch im Referentenentwurf zum BTHG nicht ausreichend berücksichtigt. Betroffene müssen Leistungen oft mühsam und langwierig erstreiten. Was muss sich ändern, damit die Teilhabe als Kriterium bei der Bedarfsfeststellung, Leistungsgewährung und Leistungsausführung aller Sozialleistungsträger angemessen verankert wird? Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) lädt vom 24. Juni bis 10. Juli 2016 zu einer öffentlichen Online-Diskussion ein, um Fragen zum Heil-und Hilfsmittelrecht zu erörtern.

Unter dem Titel „Fragen zu aktuellen Entwicklungen des Heil- und Hilfsmittelrechts“ sind die Foren des Online-Angebots der DVfR „Fragen – Meinungen – Antworten zum Rehabilitations- und Teilhaberecht“ (FMA) unter der Adresse fma.reha-recht.de ab sofort für Diskussionsteilnehmer geöffnet. Angesprochen sind insbesondere Interessierte aus den Bereichen Rehabilitation und Teilhabe, Wissenschaft und Forschung, aus den Reihen der Leistungserbringer und Kostenträger sowie Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten und deren Organisationen. Ziel ist eine kritische fachliche Erörterung bestehender Regelungen des Heil- und Hilfsmittelrechts mit Fokus auf rechtlichen Optimierungsbedarf.

Begleitet wird die Diskussion u. a. von folgenden Expertinnen und Experten:

  • Claudia Breuer, Stv. Geschäftsführerin und Leiterin Referat Recht, Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V., Frechen
  • Norbert Kamps, Diplom-Ingenieur, Beratender Ingenieur für Hilfsmittelversorgung und Medizintechnik, Xanten
  • PD Dr. Andreas Weber, Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale)
  • Dr. iur. Felix Welti, Sozial- und Gesundheitsrecht, Recht der Rehabilitation und Behinderung, Universität Kassel, Kassel

Zu den vertiefenden inhaltlichen Fragestellungen der Diskussion zählen u. a.: Ist die Verwirklichung von Teilhaberechten in untergesetzlichen Regelungen (z. B. Richtlinien) ausreichend verankert? Nach welchen Kriterien können gesetzliche Krankenkassen zukünftig über Anträge auf langfristige Heilmittelgenehmigung entscheiden? Werden unter dem Aspekt der Teilhabeorientierung die Zusammenarbeit der Sozialleistungsträger und die Leistungserbringung im interdisziplinären Team ermöglicht? Ist die Unterscheidung zwischen unmittelbarem und mittelbarem Behinderungsausgleich bei der Hilfsmittelversorgung in der Rechtsprechung noch zeitgemäß im Hinblick auf den sozialrechtlichen Anspruch auf umfassende Teilhabeförderung? Weitere Fragen oder Thesen können Nutzerinnen und Nutzer direkt in das moderierte Forum „Fragen – Meinungen – Antworten“ einstellen oder dort auf bereits vorhandene Beiträge reagieren. Die dafür nötige Registrierung ist jederzeit kostenlos möglich.

Seit 2014 finden auf „Fragen – Meinungen – Antworten“ mehrmals im Jahr Online-Diskussionen zu verschiedenen Themen des Reha- und Teilhaberechts statt. Mit dem anstehenden Fachaustausch greift die DVfR nicht zuletzt die Diskussionsrunde „Praktische und rechtliche Fragen der Hilfsmittelversorgung“ vom Sommer 2014 mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen wieder auf. Alle vorangegangenen Diskussionen können nachgelesen werden unter fma.reha-recht.de; eine Registrierung ist hierzu nicht erforderlich. „Fragen – Meinungen – Antworten zum Rehabilitations- und Teilhaberecht“ ist ein Angebot von www.reha-recht.de in Trägerschaft der DVfR. Weitere Informationen zur Teilnahme an der Diskussion finden Interessierte unter fma.reha-recht.de.

Über www.reha-recht.de

Die besondere Konstruktion des SGB IX als übergeordnetes Gesetz für die Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen führt noch immer zu Problemen bei der Rechtsanwendung. Das Portal „Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht“ (www.reha-recht.de) veröffentlicht Fachbeiträge und Informationen zur aktuellen Rechtsprechung und zur Rechtsentwicklung im Bereich des SGB IX sowie an den Schnittstellen des Sozialrechts z. B. zum Arbeitsrecht und zur Sozialmedizin. Außerdem ermöglicht es Online-Diskussionen zu ausgewählten Schwerpunktthemen. Ziel ist die Verbreitung nicht hinreichend bekannter Rechtsnormen, der aktuellen Rechtsprechung und ihrer Auslegung sowie die Diskussion von rechtlichen und rechtspolitischen Fragen in der Fachöffentlichkeit und bei den Akteuren in Betrieben und Institutionen. Hierdurch soll die Anwendung und Weiterentwicklung des Rehabilitationsrechts unterstützt werden.

Das Monitoring-Projekt

Im Rahmen des Kooperationsprojekts „Partizipatives Monitoring der aktuellen Entwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts“ unterstützt die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) als Projektträgerin gemeinsam mit ihren Partnern an der Universität Kassel, an der Martin-Luther-Universität (MLU) Halle-Wittenberg sowie am Zentrum für Sozialforschung Halle e.V. (ZSH) den aktuellen Reformprozess des Rehabilitations- und Teilhaberechts auf zivilgesellschaftlicher Ebene. Das Monitoring konzentriert sich auf den Schwerpunkt Teilhabe am Arbeitsleben und begleitet die Vorbereitung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) und die Reform des SGB IX, ihre Implementierung in das Verwaltungshandeln und die Rehabilitationspraxis sowie die Wirkungen neuer bzw. weiterbestehender Regelungen in der Praxis. Es wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aus Mitteln des Ausgleichsfonds gefördert.

Die Wahrnehmungen und Einschätzungen der behinderten Menschen und die Bedeutung der Regelungen für ihre Lebenssituation sollen dabei besondere Berücksichtigung erfahren. Um dies zu erreichen, bedarf es einer breiten Beteiligung am fachlichen Austausch. An dem Projekt wirken unter anderem Expertinnen und Experten aus Rechts- und Sozialwissenschaften, Sozialmedizin/Begutachtung, Psychologie und Rehabilitationsmedizin mit. Für die Umsetzung des Monitoring-Projekts werden die Angebote des Online-Portals „Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht“ unter www.reha-recht.de genutzt.

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation, Teilhabe und Selbstbestimmung.

Kontakt:

Livia Grupp

Projektmitarbeiterin Partizipatives Monitoring der aktuellen Entwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts

Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR)

Maaßstraße 26

69123 Heidelberg

Tel.: 06221 / 18 79 01-21

E-Mail: l.grupp@dvfr.de

www.dvfr.dewww.reha-recht.de

http://fma.reha-recht.de


BDPK Bundeskongress und Mitgliederversammlung: Zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt

PRESSEMITTEILUNG

Berlin, 13.06.2016

von links: Dr. Thomas Wolfram, Dr. Katharina Nebel, Ilona Michels

von links: Dr. Thomas Wolfram, Dr. Katharina Nebel, Ilona Michels

„Die Gesundheitspolitik verliert zunehmend das Vertrauen auf die gestaltenden Kräfte des Marktes und des Wettbewerbs und versucht mit immer mehr Vorgaben das Gesundheitswesen zu regeln und zu steuern“, sagte Dr. Katharina Nebel, Präsidentin des BDPK. Das Gesundheitswesen brauche Leitplanken. Die geplanten Personalvorgaben in der Psychiatrie und Psychosomatik allerdings seien planwirtschaftliche Regulierungsinstrumente, die sinnvolle Systemanreize zur Verbesserung der Behandlungsqualität und medizinische Innovationen sowie die Bemühungen der Kliniken um mehr Wirtschaftlichkeit erstickten. Dass es derzeit keine Evidenz für einen Zusammenhang zwischen Personalstärke und Versorgungsqualität gibt, bestätigte die RWI-Studie von Prof. Dr. Boris Augurzky „Die Zukunft der Pflege im Krankenhaus“. Thomas Ballast, Vorstand der Techniker Krankenkasse sieht in dieser Frage ebenfalls weiteren Forschungsbedarf.

Lothar Riebsamen, Mitglied des Gesundheitsausschusses des Bundestags und krankenhauspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion sowie Markus Algermissen, zuständiger Abteilungsleiter im Bundesministerium für Gesundheit bestätigten, dass die vom BDPK kritisierten Auswirkungen wichtige Argumente für den weiteren politischen Prozess beinhalten. Dr. Wulf-Dietrich Leber, GKV-Spitzenverband und Dr. Frank Heimig, Geschäftsführer des InEK äußerten sich kritisch zu der Fülle und Regelungsdichte der sich aus dem KHSG ergebenden Aufgaben.

Dringender Handlungsbedarf besteht aus Sicht der rehapolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion Heike Baehrens beim Zugang zu Leistungen der medizinischen Rehabilitation, um den Eintritt von Pflegebedürftigkeit zu verhindern. „Die Menschen wollen möglichst lange zu Hause wohnen, dafür müssten die Krankenkassen Rehabilitation als ein dringend notwendiges Investment in die Lebensqualität verstehen“, appellierte sie an Gernot Kiefer, Mitglied des Vorstands des GKV-Spitzenverbandes. Weiterentwicklungsbedarf für die medizinische Rehabilitation zur Erhaltung der Erwerbsfähigkeit in Form von rechtzeitigem Zugang und verbesserter Transparenz forderten Matthias Nagel (BMAS), Dr. Thomas Hansmeier (DRV-Bund), Dr. Volker Malinowski (AHG Bad Pyrmont), Prof. Dr. Jan-Marc Hodek (Hochschule Ravensburg-Weingarten).

Im Rahmen der Mitgliederversammlung verabschiedeten sich Norbert Glahn und Dr. Ulrich Wandschneider aus dem Vorstand. Als neue Mitglieder in den Vorstand berufen wurden Ilona Michels, Vorstand der Allgemeine Hospitalgesellschaft AHG und Dr. Thomas Wolfram, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der Asklepios Kliniken GmbH.

Ihr Ansprechpartner

Thomas Bublitz Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken e.V. Friedrichstraße 60 10117 Berlin Tel.: 0 30 – 2 40 08 99 -0 Fax: 0 30 – 2 40 08 99 -30 mailto:Thomas.Bublitz@bdpk.de http://www.bdpk.de

Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) vertritt seit mehr als 60 Jahren die Interessen von mehr als 1.000 Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken in privater Trägerschaft. Er ist damit maßgeblicher Spitzenverband dieser privatwirtschaftlich tätigen Leistungserbringer und flankiert die zunehmende Privatisierung im deutschen Gesundheitsmarkt. Der BDPK steht für Qualität, Innovation und Wirtschaftlichkeit in der stationären Versorgung.

Nähere Informationen: http://www.bdpk.de


Demenz: Vom Fatalismus zur Prävention

Kuratorium Deutsche Altershilfe

Demenz: Vom Fatalismus zur Prävention
„Aktiv gegen das Vergessen: Demenz und Prävention“ stand im Mittelpunkt der Jahrestagung der Landesinitiative Demenz-Service NRW

Köln – Eine Diagnose wie ein Schicksalsschlag: Demenz. Wer vom Verlust seiner kognitiven Fähigkeiten betroffen ist, dem ist nicht mehr zu helfen, so zumindest lautet die weitverbreitete Meinung. Doch in Forschung und Praxis setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass durch einen aktiven Lebensstil das Risiko einer Demenzerkrankung verringert und ihr Verlauf verlangsamt werden kann. Mit viel Sport und einer ausgewogenen Ernährung lasse sich zudem der Gedächtnisverlust beeinflussen – und zwar mindestens so effektiv wie durch Medikamente.

Auf die zunehmende Bedeutung der Prävention bei Demenz hat deshalb die Landesinitiative Demenz-Service NRW bei ihrer Jahrestagung in Schwerte mit mehr als 400 Teilnehmenden aufmerksam gemacht. „Präventive Ansätze bei Demenz bieten die Chance, einer Demenzerkrankung aktiv zu begegnen und sich ihr weniger ausgeliefert zu fühlen“, betont NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens. „Wichtig ist dabei: Menschen mit Demenz gehören in die Mitte der Gesellschaft, nicht ausgegrenzt. Da die meisten von uns noch nicht gelernt haben, mit Demenzbetroffenen umzugehen, müssen wir uns dringend dafür öffnen und die Rahmenbedingungen so gestalten, dass Menschen mit Demenz so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben können“, unterstrich die Ministerin.

Die gesellschaftliche Grundhaltung zur Demenz soll bewusst verändert werden, betont auch KDA-Vorstandsmitglied Ulrich Christofczik. „Wir wollen weg vom Fatalismus und hin zum aktiven Umgang“ mit der Erkrankung, sagt Ulrich Christofczik. Seit Jahren kämpfe das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) darum, das Thema Demenz aus der Tabuzone zu holen. Betroffene verdienten eine möglichst selbstbestimmte gesellschaftliche und soziale Teilhabe. Und Angehörige benötigten Unterstützung in Form von Wissen und Hilfsangeboten, um die Gewissheit zu haben das Bestmögliche zu tun, so Ulrich Christofczik.

Unterstützt werden die Aktivitäten der Landesinitiative Demenz-Service Nordrhein-Westfalen inhaltlich und finanziell vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen und der Landesverbände der Pflegekassen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.demenz-service-nrw.de

Pressekontakt:

Ansprechpartnerin
Simone Helck
Telefon: +49 0171/8949918 
Mail: presse@kda.de

Roßbach zur künftigen Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund gewählt, Gross und Fasshauer als Mitglieder des Direktoriums

Gundula Roßbach Quelle: Bildarchiv DRV Bund/Chaperon

Pressemitteilung

 

Gundula Roßbach Quelle: Bildarchiv DRV Bund/Chaperon

Gundula Roßbach Quelle: Bildarchiv DRV Bund/Chaperon

Berlin, 23. Juni 2016 Die Bundesvertreterversammlung hat in ihrer heutigen Sitzung in Bremen Gundula Roßbach zur künftigen Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund gewählt. Roßbach soll das Amt zum 1. Januar 2017 vom derzeitigen Präsidenten Dr. Axel Reimann übernehmen, der dann aus Altersgründen in den Ruhestand tritt. Reimann ist seit 2005 Mitglied des Direktoriums der Deutschen Rentenversicherung Bund und seit 2014 deren Präsident.

Als weitere künftige Mitglieder des Direktoriums wurden Brigitte Gross und Dr. Stephan Fasshauer gewählt. Die Wahl von Gross erfolgte mit Wirkung zum 1. Januar 2017. Mit Ausscheiden des Direktoriumsmitglieds Herbert Schillinger folgt Fasshauer nach. Die Amtszeit von Schillinger endet im Dezember 2017.

Nikolaus Landgraf, Vorsitzender der Bundesvertreterversammlung, betonte nach der Wahl, dass die Mitglieder der neu gewählten Spitze der Deutschen Rentenversicherung Bund bereits in der Vergangenheit ihre fachliche Kompetenz überzeugend unter Beweis gestellt haben. „Mit dieser langfristigen Personalentscheidung hat die Selbstverwaltung der Rentenversicherung eine klare Zukunftsperspektive für die Deutsche Rentenversicherung Bund geschaffen“, so Landgraf.

Gundula Roßbach (51) war nach einer Tätigkeit bei einem Kommunalen Spitzenverband in Brandenburg seit 1997 bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte beschäftigt. Die Juristin war dort tätig unter anderem als stellvertretende Leiterin der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen und Leiterin der Abteilung Prüfdienst. 2006 ist Roßbach zur stellvertretenden Geschäftsführerin der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg gewählt worden, 2009 zur Geschäftsführerin. Seit 2014 ist sie Mitglied des Direktoriums der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Brigitte Gross (53) begann 1991 ihre Tätigkeit bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte. Die Juristin war in verschiedenen Bereichen des Hauses beschäftigt, unter anderem in der Rentenabteilung, in der Rehabilitationsabteilung sowie in der Personalabteilung. Seit 2009 leitet sie die Abteilung Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Dr. Stephan Fasshauer (42) arbeitete seit 1999 beim Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR). Dort war der Volkswirt unter anderem Leiter des Referats „Volkswirtschaftliche Analysen“. Später leitete er das Referat „Finanzielle Grundsatzfragen der Sozialpolitik“ im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Seit 2010 war er stellvertretender Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg, seit 2014 ist er dort Geschäftsführer.

Die Wahl eines Mitglieds des Direktoriums erfolgt auf Vorschlag des Bundesvorstands durch die Mitglieder der Bundesvertreterversammlung. Sie ist das höchste Selbstverwaltungsgremium und setzt sich zusammen aus Versicherten-und Arbeitgebervertretern aller 16 Rentenversicherungsträger.

 

 

Deutsche Rentenversicherung Bund

Presse-und Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation

Dr. Dirk von der Heide

Ruhrstraße 2, 10709 Berlin

Telefon 030 865-89178,

Telefax 030 865-27379

www.deutsche-rentenversicherung-bund.de

E-Mail dirk.heide@drv-bund.

http://twitter.com/DRV_Bund

 

 


Neuer Auditleitfaden ist da! Umstieg ab sofort möglich

Presseinformation

 

Internes Qualitätsmanagement nach DEGEMED

 

 

Berlin, 22.06.2016

 

Als Marktführer bei der Zertifizierung von Rehabilitationseinrichtungen hat die DEGEMED ihr internes Qualitätsmanagement überarbeitet. „Wir freuen uns, unseren Mitgliedern und allen Nutzern unseres Zertifizierungsverfah­rens heute unseren neuen Auditleitfaden vorstellen zu können“, erklärt die Vorstandsvorsitzende der DEGEMED, Dr. Constanze Schaal, am 22. Juni in Berlin. „Der Auditleit­faden orientiert sich an den besonderen Merkmalen von Reha-Einrich­tungen. Er greift die Änderungen der im Herbst 2015 veröffent­lichten DIN ISO auf und wurde in Sachen Nutzerfreundlichkeit und Anwen­derorientie­rung weiter optimiert“, hebt Schaal hervor.

 

„Zu den zentralen Änderungen der im Herbst 2015 veröffentlichten DIN EN ISO 9001:2015 gehört ein prozessorientierter Ansatz, der das PDCA-Modell (Plan-Do-Check-Act) beinhaltet und risiko­basiertes Denken stärker in den Vorder­grund stellt. Zudem nimmt die Norm die Erbringung von Dienst­leistun­gen stärker in den Fokus. Diesen Schritt hatte das Zertifizierung­s­ver­fahren der DEGEMED bereits bei seiner Markteinführung vorweggenommen“, erklärt Dr. Reinhart Butsch, der als fachlicher Leiter des Vorstandsausschus­ses Qualität bei der DEGEMED federführend für die Überarbeitung des Auditleitfadens zustän­dig ist.

 

„Der neue Auditleitfaden steht allen Anwendern ab sofort zur Verfügung und kann auch ab sofort genutzt werden“, informiert Schaal weiter. „Der Umstieg auf den neuen Auditleitfaden ist im Rahmen eines Überwachungsaudits oder einer Rezertifizierung möglich und muss bis zum 14.09.2018 erfolgen. Bis dahin behalten die alten Zertifikate ihre Gültigkeit.“

 

Die DEGEMED ist seit 1997 mit ihrem internen Qualitätsmanagement Markt­führer bei der Zertifizierung von Rehabilitationseinrichtungen. Mehr als 300 Einrichtungen nutzen das Verfahren. Das Zertifizierungs­verfahren eignet sich für stationäre und für ambulante Rehabilitationseinrich­tungen und steht allen Einrichtungen unabhängig von einer Mitgliedschaft offen.

 

 

 

Weitere Informationen:

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V.

Antje Schmilgus

Fasanenstraße 5, 10623 Berlin

Tel.: 030 28 44 96 6, Fax: 030 28 44 96 70

E-Mail: a.schmilgus@degemed.de

Internet: www.degemed.de


30 Jahre Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL): Hilfe zur Selbsthilfe – von Betroffenen für Betroffene

Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) – gemeinnützige Selbsthilfeorganisation gegen Tinnitus, Hörsturz und Morbus Menière – feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums und des 20. Bad Arolser Tinnitus-Symposiums richten die Schön Klinik Bad Arolsen, die Tinnitus-Klinik Dr. Hesse sowie die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. vom 23. bis 24. September 2016 das 1. Gemeinsame Tinnitus-Symposium in Bad Arolsen aus. Daran schließen sich am 24. September 2016 eine Festveranstaltung zum 30-jährigen DTL-Jubiläum und die Mitgliederversammlung 2016 der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. als interne Veranstaltungen an. Veranstaltungsort ist das Bürgerhaus Bad Arolsen, Rathausstraße 3, 34454 Bad Arolsen.

Als die DTL im Jahre 1986 in Wuppertal von Hans Knör, Horst Schleberger und weiteren Betroffenen gegründet wurde, gab es für Menschen mit Ohrgeräuschen kaum Informationen über ihr Leiden, geschweige denn Therapieangebote. Das Thema fand in der Medizin noch wenig Beachtung; dementsprechend bekamen Betroffene oft das obligatorische „Da kann man nichts machen“ zu hören. Aus diesem Grund erfuhr die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. einen sehr großen Zuspruch: Durch Zeitungsanzeigen entstand der Kontakt zu vielen Mitbetroffenen sowie Ärzten, und innerhalb von neun Monaten wuchs die Selbsthilfeorganisation auf 400 Mitglieder an. Im Juli 1987 erschien das erste Tinnitus-Forum – die Mitgliederzeitschrift der DTL – in einer Auflage von 800. Im Editorial schrieben Hans Knör und Horst Schleberger damals, „mehr denn je“ seien sie „davon überzeugt, daß die DTL für unser aller Leben von großer Bedeutung ist und sein wird“. Ebenfalls 1987 wurden in ARD und ZDF unter der Mitwirkung der DTL erstmals Sendungen über Tinnitus ausgestrahlt, in deren Folge 10.000 Anfragen bei der Selbsthilfeorganisation eingingen – und fast alle personellen Möglichkeiten sprengten.

Von Anfang an war das Ziel der DTL, Hilfe zur Selbsthilfe durch den Austausch der Betroffenen untereinander zu bieten: Unterstützung beim akuten Tinnitus und Ermutigung für Betroffene mit chronischen Ohrgeräuschen, den Tinnitus zu bewältigen und davon abzusehen, ihn mit allen Mitteln beseitigen zu wollen. Dank der Arbeit der DTL wurde die Tinnitus-Symptomatik in der Öffentlichkeit bekannt, wurden Forschungsprogramme aufgelegt, Fortbildungen für HNO-Ärzte und Hörakustiker initiiert und die therapeutische Situation verbessert. Durch die Informationen des Fachlichen Beirats der DTL und anderer Experten werden die Betroffenen auf die Bedenklichkeit mancher Behandlungsangebote hingewiesen.

Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) mit Sitz in Wuppertal vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis, Morbus Menière und sonstigen Hörbeeinträchtigungen sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder gehören der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. an, darunter auch über 800 Fachleute wie Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Hörgeräteakustiker, Psychologen und Therapeuten als fördernde Mitglieder, von deren Kenntnissen und Erfahrungen die Betroffenen profitieren.

Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. bietet ihren Mitgliedern Unterstützung und unabhängige Hilfe. Zu den Leistungen gehören individuelle Beratungen durch Experten zu persönlichen, therapeutischen oder sozialrechtlichen Fragen in Form von Arzt-, Psychologen- und Anwaltssprechstunden. Weiterhin werden die Mitglieder bei der Therapiewahl unterstützt und es werden für sie Adressen von Ärzten und Therapeuten bereitgestellt. Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. gibt konkrete Tipps für ein aktives und selbstbestimmtes Leben. Ihre Mitglieder erhalten Informationen zum aktuellen Stand der Wissenschaft und zu neuen Therapien durch die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift Tinnitus-Forum sowie durch spezielle Mitgliederinfos und Broschüren. Weiterhin klärt die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. regelmäßig in Veranstaltungen über die Tinnitus-Symptomatik auf. In den rund 90 Selbsthilfegruppen bundesweit können sich die Tinnitus-Betroffenen untereinander austauschen. Außerdem finden Seminare für Ehrenamtliche der DTL und Gruppensprecher zur Qualifizierung statt. Die DTL beteiligt sich darüber hinaus an gesundheitspolitischen Diskursen und ist in verschiedenen Gremien wie dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) als themenbezogene Vertretung präsent. Sie ist über ihren Fachlichen Beirat und die fachlichen Fördermitglieder in Wissenschaft und Medizin vernetzt. So gehören Mitglieder des Fachlichen Beirats unter anderem auch den Leitlinienkommissionen für Hörsturz und Tinnitus an. Die DTL führt zudem regelmäßig Studien zu den Themen Tinnitus und Selbsthilfe durch beziehungsweise beteiligt sich an Studien.

Nähere Informationen zum Programm des 20. Bad Arolser Tinnitus-Symposiums finden Sie in Kürze unter www.schoen-kliniken.de/ptp/kkh/bar/.

Kontakt:
Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Sabine Wagner
Am Lohsiepen 18
42369 Wuppertal
Tel.: 0202 24652-24
Fax: 0202 24652-20
E-Mail: s.wagner@tinnitus-liga.de
www.tinnitus-liga.de

– Bei Veröffentlichung freuen wir uns über einen Beleg. –


Nachwuchsmangel betrifft forensische Psychiatrie im Besonderen

22.06.2016

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN)

 

Psychische Erkrankungen gehören heute zu den größten gesundheitlichen Herausforderungen in Deutschland, immer mehr Betroffene nehmen medizinisch-therapeutische Hilfe in Anspruch. In bestimmten Regionen, z. B. auf dem Land, zeigen sich bereits ernstzunehmende Versorgungsengpässe. Der Ärztemangel macht auch vor der forensischen Psychiatrie nicht Halt. Seit Jahren steigt die Zahl der psychisch kranken Straftäter, die in den Kliniken des Maßregelvollzugs behandelt werden, stark an. Die jährlich stattfindende Summer School der DGPPN richtet sich deshalb speziell an den ärztlichen Nachwuchs und bringt ihm den Beruf des forensischen Psychiaters näher, damit dieser auch in Zukunft für die erfolgreiche Behandlung und Sicherung zur Verfügung steht.

Was passiert tatsächlich in einer forensisch-psychiatrischen Klinik? Wie sieht der Arbeitsalltag forensischer Psychiater aus? Mit welchen psychischen Erkrankungen haben sie es zu tun? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhalten Studierende in der jährlich stattfindenden Summer School. Diese bot am vergangenen Donnerstag und Freitag im Asklepios Fachklinikum Göttingen rund 50 Medizinstudierenden einen spannenden Einblick in das Fachgebiet. Nach einem Einführungstag mit den juristischen und forensisch-psychiatrischen Grundlagen folgt am zweiten Tag ein Praxisteil, in dem die Teilnehmer die Klinik kennenlernen, Gespräche mit Patienten führen und Übungsaufgaben absolvieren.

„Psychiatrische Gutachter helfen den Gerichten dabei, die Schuldfähigkeit von Angeklagten zu beurteilen. Eine Schuldunfähigkeit aufgrund einer psychischen Erkrankung liegt zum Beispiel dann vor, wenn einer Person im Rahmen einer akuten Psychose eine als real empfundene Stimme befiehlt, eine Straftat zu begehen. Das Gericht kann die Einweisung in den psychiatrischen Maßregelvollzug dann anordnen, wenn vom Täter aufgrund seiner Erkrankung weitere erhebliche Straftaten zu erwarten sind“, erklärt Professor Jürgen L. Müller, Fachreferatsleiter Forensische Psychiatrie der DGPPN. Er führte gemeinsam mit DGPPN-Vorstandsmitglied Dr. Nahlah Saimeh durch die vierte Summer School, die sich speziell an den Nachwuchs richtet und ihm den Beruf des forensischen Psychiaters näherbringt.

„Zu den Krankheitsbildern, die in der forensischen Psychiatrie behandelt werden, gehören Psychosen, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen, sexuelle Präferenzstörungen und andere psychische Erkrankungen. Sie können nicht immer geheilt, jedoch meist so behandelt werden, dass die Patienten nicht wieder straffällig werden. Ziel der forensischen Unterbringung ist es, die psychische Störung zu behandeln und gleichzeitig dem Betroffenen ein Leben in Freiheit unter Wahrung der berechtigten Schutzinteressen der Öffentlichkeit zu ermöglichen“, so Dr. Saimeh.

Die Summer School ist Teil des vielfältigen Nachwuchsengagements der DGPPN, die mit einer neuen Initiative mehr junge Menschen für das Fach Psychiatrie und Psychotherapie begeistern will. Unter dem Titel „Generation PSY – Unsere Gesellschaft braucht neue Psychiater“ räumt die neue Internetplattform www.generation-psy.de mit Vorurteilen und Klischees auf. Neben zielgruppengerechten Informationen bietet Generation PSY besondere Angebote, die zeigen, dass es sich um eine der spannendsten Disziplinen der Medizin handelt. Dazu gehören Summer Schools, ein Mentoringprogramm oder Intensivkurse für die Facharztprüfung und nicht zuletzt auch ein für den Nachwuchs maßgeschneidertes Programm auf dem DGPPN Kongress.

Mehr erfahren: www.generation-psy.de

 

Kontakt
DGPPN-Pressestelle
Reinhardtstraße 27 B
10117 Berlin
Tel.: 030.2404 772-11
E-Mail: pressestelle@dgppn.de

Download
DGPPN-Pressemitteilung – Nachwuchsmangel in der Forensik [PDF; 287KB]