Dienstag, Mai 3rd, 2016

 

Sozialverband fordert massive Nachbesserungen beim Bundesteilhabegesetz

SoVD Sozialverband Deutschland

Berlin . „Menschen mit Behinderungen dürfen nicht zu einem Leben in Armut gezwungen werden. Insbesondere die Regelung, Einkommen und Vermögen heranzuziehen, wenn ein behinderter Mensch Leistungen benötigt, gehört abgeschafft. Das muss das geplante Bundesteilhabegesetz leisten. Die bisherigen Vorschläge reichen hierfür keinesfalls aus“. Das erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer aus Anlass des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai. „Zudem muss das Bundesteilhabegesetz mehr Selbstbestimmung und verbesserte Leistungen für behinderte Menschen gewährleisten“, erklärt Adolf Bauer. Der Verbandspräsident unterstreicht die zentrale Bedeutung des Gesetzes für die Menschen mit Behinderungen in Deutschland. „Mit der Reform muss eine spürbare Besserstellung erfolgen. Und davon sind wir zum jetzigen Zeitpunkt leider noch weit entfernt“.

Am 4. Mai mobilisiert der SoVD erneut Menschen mit und ohne Behinderungen. Sie demonstrieren für die Rechte von 7,5 Millionen behinderten Menschen in Deutschland und für eine inklusive Gesellschaft. Der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen wurde 1992 ins Leben gerufen und wird jährlich begangen. Ziel des Tages ist es, die für eine Gleichstellung behinderter Menschen erforderliche rechtliche Grundlage zu schaffen.

Der Sozialverband SoVD vertritt die Interessen von rund 560.000 gesetzlich Rentenversicherten, gesetzlich Krankenversicherten, pflegebedürftigen und behinder-ten Menschen. Der Verband wurde 1917 als Kriegsopferverband gegründet.

SoVD-Anforderungen an das Bundesteilhabegesetz: https://sovd.de/2574.0.html

Informationen zur Kundgebung in Berlin am 4. Mai: http://www.sovd-bbg.de/04-mai-2016-protesttag/

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Jahrbuch Sucht 2016 erschienen

Jahrbuch Sucht 2016: Daten und Fakten

Im Jahr 2014 wurde in Deutschland mit 9,6 Liter reinem Alkohol fast ebenso viel getrunken wie im Jahr zuvor (9,7 Liter). Damit bleibt der Pro-Kopf-Konsum unverändert sehr hoch. Der Gesamtverbrauch an alkoholischen Getränken sank im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um 0,2% auf 136,9 Liter pro Kopf der Bevölkerung. Auf den gesamten Alkoholkonsum, gemessen in Reinalkohol pro Kopf, entfallen 5,1 Liter auf Bier, 2,3 Liter auf Wein, 1,8 Liter auf Spirituosen und 0,4 Liter auf Schaumwein.

 

Die geringe Reduktion dJahrbuch Sucht 73923062c7es Konsums ist jedoch kein Grund zur Entwarnung. Berücksichtigt man, dass der meiste Alkohol in Deutschland von 15- bis 65-Jährigen getrunken wird, erreicht der Durchschnittskonsum der Mehrheit der Bevölkerung 14 Liter Reinalkohol. Hochrechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge sind insgesamt 3,38 Mio. Erwachsene in Deutschland von einer alkoholbezogenen Störung in den letzten zwölf Monaten betroffen (Missbrauch: 1,61 Mio.; Abhängigkeit: 1,77 Mio.)

Die Prävalenz von riskantem Alkoholkonsum gemäß AUDIT-C nach Geschlecht, Altersgruppen und sozioökonomischem Status zeigt, dass Männer aller Altersgruppen mit hohem sozioökonomischem Status eher riskantes Trinkverhalten zeigen als Männer mit niedrigem sozioökonomischem Status. Bei Frauen zeigt sich noch eklatanter, dass der Alkoholkonsum mit wachsendem Lebensalter und höherem sozialen Status ansteigt, das heißt, 19,3% der Frauen zwischen 45 – 65 Jahren mit niedrigem Sozialstatus konsumieren Alkohol riskant, während es bei den Frauen mit hohem Sozialstatus 32,8% sind.

Untersuchungen zu alkoholbezogenen Gesundheitsstörungen und Todesfällen gehen von etwa 74.000 Todesfällen aus, die durch den Alkoholkonsum oder den kombinierten Konsum von Tabak und Alkohol verursacht sind. Eine psychische oder verhaltensbezogene Störung durch Alkohol wurde im Jahr 2014 mit 340.500 Behandlungsfällen als zweithäufigste Einzeldiagnose in Krankenhäusern diagnostiziert, davon waren 247.918 Patienten Männer.

Die Diagnose „Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol (F 10)“ lag für 2014 bei den Männern auf dem ersten Platz der Hauptdiagnosen. 22.391 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen zehn und 19 Jahren wurden 2014 aufgrund eines akuten Alkoholmissbrauchs stationär behandelt, das waren 3,8% weniger als im Vorjahr. Lediglich bei den 40- bis 50-Jährigen ist ebenfalls ein rückläufiger Trend im Hinblick auf die Patientenzahlen zu beobachten. In den übrigen Altersgruppen nimmt die Behandlung von Patienten mit akuter Alkoholintoxikation zu.

Eine aktuelle Untersuchung beziffert die direkten und indirekten Kosten des Alkoholkonsums in Deutschland auf rund 40 Mrd. Euro. Dem stehen Einnahmen des Staates aus alkoholbezogenen Steuern von nur 3,172 Mrd. Euro (2014) gegenüber. Die Ausgaben für Alkoholwerbung in TV, Rundfunk, auf Plakaten und in der Presse belaufen sich 2014 auf 561 Mio. Euro, das sind 18 Mio. Euro mehr als im Vorjahr, ungeachtet der Ausgaben für Sponsoring und Werbung im Internet.

Tabak

Der Zigarettenverbrauch hat 2015 wieder zugenommen: Konsumiert wurden 1.004 Zigaretten pro Einwohner/-in im Vergleich zu 982 Zigaretten in 2014. Das bedeutet einen Anstieg von 2,24% im Vergleich zum Vorjahr. Abgenommen hat dagegen der Konsum von Zigarren, Zigarillos (2015: 3 Mrd. Stück) und Feinschnitttabak (25.470 Tonnen.). Der Pfeifentabakverbrauch stieg 2015 auf 1.732 Tonnen, das entspricht einem Zuwachs von 27,4% (2014: 1.359 t). Sowohl die Ausgaben für Tabakwaren (26,2 Mrd. Euro) als auch die Steuereinnahmen sind im Jahr 2015 angestiegen (14.9 Mrd. Euro).

Im Jahr 2013 starben rund 121.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Das waren 13,5% aller Todesfälle. Hinzu kommen schätzungsweise 3.300 Todesfälle durch Passivrauchen. Die durch das Rauchen entstandenen Kosten belaufen sich in Deutschland jährlich auf 79,09 Mrd. Euro, davon sind 25,41 Mrd. Euro direkte Kosten zum Beispiel für die Behandlungen tabakbedingter Krankheiten, Arzneimittel etc.), und 53,7 Mrd. Euro indirekten Kosten zum Beispiel durch Produktivitätsausfälle.

Der Anteil der Raucher und Raucherinnen ist seit einigen Jahren erfreulich rückläufig. Im Jahr 2013 rauchten 29% der 15-jährigen und älteren Männer und 20% der gleichaltrigen Frauen. Am stärksten verbreitet ist das Rauchen im jungen und mittleren Erwachsenenalter. Erst ab einem Alter von 60 Jahren lässt sich ein deutlicher Rückgang beobachten, der auch vor dem Hintergrund der Zunahme tabakbedingter Erkrankungen und Todesfälle zu sehen ist.

Bei Jugendlichen lässt sich ein deutlicher Rückgang des Rauchens verzeichnen: Im Jahr 2014 rauchten laut Repräsentativerhebungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) elf Prozent der 12- bis 17-jährigen Jungen und neun Prozent der gleichaltrigen Mädchen – so wenig wie noch nie zuvor seit Beginn der Datenerhebung.

E-Zigaretten und Shishas

Bei Rauchern ab 16 Jahren ist der Anteil derer, die schon mal E-Zigaretten ausprobiert haben, im Zeitraum von 2012 bis 2014 von rund 6% auf 19% gestiegen ist. Von den Nichtrauchern hatten im Jahr 2014 lediglich 1 bis 2% der Befragten die E-Zigarette ausprobiert. Noch beliebter als die E-Zigarette ist zumindest bei Jugendlichen die E-Shisha. Sie gleicht in Aufbau und Funktionsweise der E-Zigarette, ihr Mundstück ahmt jedoch das einer Wasserpfeife nach. Ihr Verbreitungsgrad wurde 2014 zum ersten Mal erhoben: Jeder fünfte Jugendliche (21,4%) und jeder siebte junge Erwachsene (14,4%) hat die E-Shisha schon einmal ausprobiert. Jeder neunte Jugendliche (11,3%) gibt an, in seinem bisherigen Leben schon einmal E-Shisha oder E-Zigarette, aber keine Tabak-Zigarette geraucht zu haben.

Psychotrope Medikamente

Im Jahre 2014 wurden in Deutschland rund 1,51 Mrd. Arzneimittelpackungen über öffentliche Apotheken verkauft (- 2,5% gegenüber dem Vorjahr). Davon waren etwa 46%, nämlich 650 Mio. Packungen, nicht rezeptpflichtig. Ein kleiner Teil davon wird verordnet (9,1%), der größte Teil wird im Rahmen der Selbstmedikation in Apotheken verkauft. Die übrigen 54% oder knapp 750 Mio. Arzneimittelpackungen wurden von Ärztinnen und Ärzten verschrieben. Der Gesamtumsatz der pharmazeutischen Hersteller betrug etwa 29,2 Mrd. Euro (+ 4,2% gegenüber dem Vorjahr), der Umsatz in Apotheken 45,8 Mrd. Euro (ohne MwSt.). Größter Einzelmarkt ist der Markt der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV). Hier wurden 33,01 Mrd. Euro im Jahre 2014 (+ 9,04% gegenüber dem Vorjahr) für rund 651 Mio. verordnete Arzneimittel (+ 0,9% gegenüber dem Vorjahr) ausgegeben.

Vier bis fünf Prozent aller verordneten Arzneimittel besitzen ein eigenes Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial, darunter vor allem die Schlaf- und Beruhigungsmittel mit Wirkstoffen aus der Familie der Benzodiazepine und der Benzodiazepinrezeptoragonisten. In den letzten Jahren sind die Verordnungen dieser Mittel im Rahmen der GKV zwar zurückgegangen, der Anteil der privat verordneten Mittel hat allerdings zugenommen. Die verkauften Benzodiazepine reichen immer noch aus, um etwa 1,2 bis 1,5 Mio. Abhängige dieser Arzneimittel zu versorgen, die Gesamtzahl der Arzneimittelabhängigen wird auf bis zu 1,9 Mio. geschätzt. Von dieser unerwünschten Arzneimittelwirkung sind insbesondere Frauen im höheren Lebensalter belastet.

Illegale Drogen

Im Jahr 2014 wurden 1.032 Rauschgifttote registriert. Das entspricht einer Steigerung von drei Prozent zum Vorjahr (1.002). Damit ist die Zahl der drogenbedingten Todesfälle mittlerweile im zweiten Jahr in Folge gestiegen und löst den vorherigen Trend rückläufiger drogenbedingter Todesfälle ab. Das Durchschnittsalter der registrierten Drogentoten ist auf etwas mehr als 38 Jahre gestiegen.

Wie die Weltgesundheitsorganisation im Rahmen einer aktuellen Studie zu den weltweiten Gesundheitslasten (Global Burden of Disease [GND]-Studie) schätzt, sind im Jahr 2010 weltweit 157.805 Todesfälle auf den Konsum illegaler Drogen zurückzuführen. Gemessen am Anteil gesunder Lebensjahre, die durch Krankheit oder frühzeitigen Tod verloren gehen (DALYs = disability adjusted life years = durch vorzeitiges Versterben verlorene Lebensjahre, Verlust an Lebensqualität durch das Leben mit Erkrankung und Behinderung), verursachte der Drogenkonsum ein Prozent der globalen Krankenlast (Männer 1,2%; Frauen 0,7%), das sind insgesamt 23.810 DALYs.

Deutschland zählt mit geschätzten 4,7 Personen mit riskantem Drogenkonsum pro 1.000 Einwohner im Alter von 15 bis 64 Jahren europaweit zu den Ländern mit niedriger Prävalenz. Die Konsumprävalenz ist bei Männern höher als bei Frauen und der Konsum ist bei 18- bis 20-Jährigen am weitesten verbreitet: 16,8% hatten in den vergangenen 12 Monaten illegale Drogen konsumiert. Dabei steht der Konsum von Cannabis deutlich im Vordergrund. Etwa jeder sechste Befragte im Alter von 18 bis 20 Jahren hat in den letzten Monaten mindestens einmal eine illegale Substanz konsumiert. Bei 12- und 13-Jährigen sowie Personen ab dem fünfzigsten Lebensjahr liegt die Prävalenz unter bzw. bei einem Prozent.

Nach Hochrechnungen des Epidemiologischen Suchtsurveys 2012 sind insgesamt 319.000 Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren, ca. 260.000 Männer und ca. 58.000 Frauen von Cannabis, Kokain oder Amphetamin abhängig.

Glücksspiel

Die Bruttospielerträge in deutschen Spielbanken sind 2014 zurückgegangen: Mit 370 Mio. Euro liegen die Erträge von Glücksspielautomaten auf dem niedrigsten Stand seit 1993; „klassische“ Spiele (Roulette, Black Jack, Poker) brachten 138 Mio. Euro ein. Dies entspricht einer Minderung von zehn Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt sind die Umsätze auf dem gesamten deutschen Glücksspielmarkt 2014 jedoch angestiegen (um 1,4 % auf 34,7 Mrd. Euro). Verantwortlich hierfür sind die 269.000 aufgestellten gewerblichen Geldspielautomaten in Spielhallen, Imbissbetrieben und Gaststätten, die für ein Umsatzplus von 3,3 Prozent auf 20,5 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr sorgten.

Nach der aktuellen Prävalenzstudie (2015) der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist bei 241.000 Personen der bundesdeutschen Bevölkerung ein problematisches Spielverhalten und bei 215.000 Personen ein pathologisches Spielverhalten erkennbar. Im Vergleich mit dem Survey 2013 sind geringe, statistisch allerdings nicht signifikante Rückgänge zu verzeichnen.

Die ambulante Beratungsnachfrage von süchtigen Spielern und Spielerinnen ist gewachsen. Ihr Anteil in den Suchtberatungsstellen hat sich von 6,8% auf 7,7% (Einzeldiagnosen) bzw. von 6,1% auf 6,8% (Hauptdiagnosen) erhöht. Eine Hochrechnung auf die Gesamtzahl der betreuten Spieler/-innen in den bundesweit 1.427 ambulanten Suchtberatungsstellen verweist auf rund 24.000 Fälle mit der Einzeldiagnose „Pathologisches Spielen“ (Hauptdiagnose: 21.300), nach 18.800 im Jahr 2013 (bezogen auf 1.320 Einrichtungen).

Auf der Basis der durchschnittlichen Anzahl der Klienten pro Einrichtung beträgt der Anstieg der Behandlungsnachfrage 4,9%. Spieler/-innen an Geldspielautomaten bilden mit 73,9% nach wie vor die mit Abstand größte Gruppe. In stationären Einrichtungen ist nach den Einzel- und Hauptdiagnosen der Anteil pathologischer Spieler/-innen an der Gesamtzahl der Patienten im Vergleich zum Vorjahr von 5,1% auf 4,8% bzw. von 3,0% auf 2,0% leicht zurückgegangen.

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen stellt fest:
Nach wie vor sind die legalen Drogen Alkohol, Tabak und Medikamente für den größten Teil der Suchtproblematik in Deutschland verantwortlich. Es zeigt sich deutlich, dass legaler und illegaler Drogenkonsum besonders Männer und männliche Jugendliche betrifft. Die nur geringfügigen Konsumveränderungen bestätigen zum wiederholten Male die Forderungen der DHS nach effektiven Präventionsmaßnahmen, wie Preiserhöhungen, Angebotsreduzierung und Werbeeinschränkungen. Darüber hinaus müssen in der Prävention die unterschiedlichen Problematiken von Männern und Frauen sowie die soziale Benachteiligung stärker berücksichtigt werden.

 

Kontakt:
Gabriele Bartsch
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.
Westenwall 4, 59065 Hamm
Tel. +49 2381 9015-17, +49 179 1269409
Fax +49 2381 9015-30
Bartsch[at]dhs.de
www.dhs.de

 


Paracelsus-Kliniken starten Hygienekampagne

Plakataktion soll auf richtige Händehygiene aufmerksam machen

Osnabrück, 03.05.2016 (se). Am 05. Mai ist Welthändehygienetag. Die Paracelsus-Kliniken starten anlässlich dieses weltweiten Aktionstags der Weltgesundheitsorganisation (WHO), welcher auf der WHO Kampagne „Clean care is safe care“ basiert, eine konzernweite Hygienekampagne. Die Kampagne soll zur Verbesserung der Händehygiene sowohl bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch bei Besucherinnen und Besuchern in den Akutkrankenhäusern und Rehabilitationskliniken beitragen.

21 verschiedene Motive garantieren dass der Gewöhnungseffekt aus bleibt.

Motive bringen den Betrachter zum Nachdenken und auch ‚mal zum Schmunzeln.

In Zusammenarbeit mit der Designagentur Oktober Kommunikationsdesgin aus Bochum hat die Abteilung für Unternehmenskommunikation und Marketing der Konzernzentrale Osnabrück und das Zentralinstitut für Krankenhaushygiene der Paracelsus-Kliniken Plakate in verschiedenen Größen (DIN A3 und DIN A4) und unterschiedlichen Motiven entwickelt. Sie sollen darauf aufmerksam machen, wie wichtig richtige Hygiene im Krankenhausalltag ist. „Die Plakate sollen den Betrachter an die Durchführung der Händedesinfektion sowie weitere Hygieneregeln, welche die Händedesinfektion verbessern, erinnern“, erklärt der Leiter des Zentralinstituts für Krankenhaushygiene der Paracelsus-Kliniken, Prof. Dr. Johannes K.-M. Knobloch.

21 verschiedene Motive garantieren dass der Gewöhnungseffekt aus bleibt.

21 verschiedene Motive garantieren dass der Gewöhnungseffekt aus bleibt.

Insgesamt gibt es 21 verschiedene Motive. Die Motive weisen mit kurzen und prägnanten Schlagworten auf die Händehygiene hin und bringen die Betrachter für eine gute Einprägsamkeit auch teilweise zum Schmunzeln. Die breite Auswahl unterschiedlicher Motive ermöglicht es im zeitlichen Verlauf die Motive immer wieder zu wechseln, sodass ein Gewöhnungseffekt bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vermieden werden kann.

Kontakt:
Simone Hoffmann
Direktorin Unternehmenskommunikation und Marketing
T 0541 6692 121
simone.hoffmann@paracelsus-kliniken.de

Paracelsus-Kliniken Deutschland
Die Paracelsus-Kliniken Deutschland zählen mit rund 40 Einrichtungen an insgesamt 22 Standorten zu den großen privaten Klinikträgern in Deutschland. Bundesweit betreuen insgesamt ca. 5.000 Mitarbeiter jährlich mehr als 100.000 stationäre Patienten. Sitz der Gesellschaft ist Osnabrück. Bereits in der zweiten Generation sind die Paracelsus-Kliniken inhabergeführt – und der Inhaber ist ein Arzt. Die Paracelsus Kliniken sind an keiner Börse notiert und somit keinem Aktionär verpflichtet.


Europaweiter Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 4. Mai 2016 in München

Sparen bei Menschenrechten? Hürden weg! Chancen her!
Europaweiter Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung
Mittwoch, 4. Mai 2016, Münchner Odeonsplatz, 10:00 – 17:00 Uhr

Ein modernes Deutschland malte die Bundesregierung in vielen Monaten der Vorbereitung aus, ein Land des Fortschritts, in dem Menschen mit und ohne Behinderung in allen Bereichen ihr Menschenrecht auf Teilhabe an der Gesellschaft wahrnehmen.
Nun macht die Regierung die Kehrtwende um 180 Grad. Denn der Grundtenor in dem nun veröffentlichten Entwurf für ein Bundesteilhabegesetz lautet: Deutschland schaltet in den Rückwärtsgang zurück in längst vergangen geglaubte Zeiten.
Was die Regierung für zukunftsweisend hält, wird im Entwurf für das Bundesteilhabegesetz für Menschen mit Behinderungen in Frage gestellt. Zum Beispiel:
Deutschland investiert in Bildung und fördert lebenslanges Lernen von der Kindheit bis ins hohe Alter. Aber für Menschen mit Behinderungen sind wenige, ausgewählte Förderungen in Bildung und Ausbildung vorgesehen.
Deutschland lässt planen und bauen, damit Menschen Wohnen, Familie und Arbeit gut vereinbaren können. Aber Menschen mit Behinderungen wird diese Möglichkeit verwehrt und Barrierefreiheit bedeutet, keine Wahl zu haben, wo und mit wem sie wohnen.
Deutschlands Wirtschaft braucht qualifizierte Arbeitskräfte und fordert: „Arbeit muss sich lohnen!“ Aber Menschen mit Behinderungen dürfen Einkommen aus Arbeit nur in sehr engen Grenzen behalten. Für viele bedeutet dies sogar: Existenzminimum trotz Arbeit, Altersarmut von Anfang an.

Deutschland braucht kein solches Spargesetz: Hürden weg! Chancen her!
Unser Bündnis von 35 Selbsthilfegruppen und Initiativen unter Federführung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. lädt ein zu einer Kundgebung am 4. Mai 2016, dem Europaweiten Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen.
Wir fragen Politikerinnen und Politiker aus Oberbayern, wie sie Hürden beseitigen und Chancen schaffen werden. Mit den Münchnerinnen und Münchnern und Gästen von weit und breit diskutieren wir, wie wir gemeinsam dafür sorgen können, dass die selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe für Menschen mit Behinderungen möglich ist.
Zahlreiche Behindertenverbände, Selbsthilfegruppen und -initiativen informieren an Ständen. Bühnenbeiträge werden in Gebärdensprache simultan gedolmetscht. Der Protesttag ist begleitet von Musik- und Kabarettbeiträgen. Der Eintritt ist frei.

Nähere Informationen zum Rahmenprogramm und zum Protesttag unter www.lag-selbsthilfe-bayern.de oder auf der Facebookseite der Netzwerkfrauen Bayern.

Die Protesttag am 4. Mai unter dem Motto „Sparen bei Menschenrechten? Hürden weg! Chancen her!“ ist eine gemeinsame Veranstaltung des „Aktionsbündnisses 4. Mai 2016“, in dem sich Behindertenselbsthilfeverbände und Initiativen unter der Federführung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. zusammengeschlossen haben.

Die Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihrer Angehörigen in Bayern e.V. (LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.) ist die Dachorganisation von derzeit 108 Behindertenselbsthilfeverbänden in Bayern. Sie vertritt ausschließlich die Interessen aller Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung in Bayern.

Ansprechpartner:
LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
Thomas Bannasch (Geschäftsführer), V.i.S.d.P.
Orleansplatz 3
81667 München
Telefon: 089/ 45 99 24 – 0
Fax: 089/ 45 99 24 – 13
E-Mail: post@lag-selbsthilfe-bayern.de
Homepage: http://www.lag-selbsthilfe-bayern.de