Mai, 2016

 

Bfw Friedehorst: Eröffnung der neuen Räume der Außenstelle Bremerhaven

Bfw Friedehorst: Eröffnung der neuen Räume der Außenstelle Bremerhaven

 

Ende Mai feierte das Team Bremerhaven zusammen mit den Leistungsträgern und den Kooperationspartnern die Eröffnung der neuen Räume in der Dr. Franz-Mehrtens-Straße 2a in Bremerhaven. Uwe Dreyer, Bereichsleiter für die Außenstandorte des Berufsförderungswerks Friedehorst, präsentierte den Leistungsträgern die großzügig gestalteten Gruppenräume und Mitarbeiterbüros. Der Umzug war notwendig geworden, weil der vorherige Standort der starken Nachfrage der Leistungsträger nicht mehr gerecht wurde.

 

Die Außenstelle Bremerhaven bietet nun 30 Plätze zur Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Uwe Dreyer betonte in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung regionaler Angebote für psychisch beeinträchtigte Menschen. Diese werden nicht aus ihrem vertrauten Umfeld gerissen, sondern im Rahmen von Trainings- und Integrationsmaßnahmen behutsam zurück in den Arbeitsmarkt geführt. Besonders für psychisch erkrankte Menschen sind der Familien- und Freundeskreis sowie eine Kontinuität in der ärztlichen und therapeutischen Versorgung ein wesentlicher Faktor für eine erfolgreiche Teilhabe. „Die beste Rehabilitation passiert dort, wo der Teilnehmer lebt“.

 

Das Berufsförderungswerk Friedehorst hat 1998 in Bremerhaven damit begonnen, das Regionalitätsprinzip umzusetzen. Heute bietet das Bfw Friedehorst an 13 Standorten in Bremen und ganz Niedersachsen regionale Angebote für den zunehmenden Bedarf an Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen.

 

Mit den neuen Räumlichkeiten in Bremerhaven können deutlich mehr Menschen in der Region auf ihrem Weg zurück in die Arbeitswelt begleitet werden. Wie in allen Außenstandorten des Berufsförderungswerks Friedehorst werden dabei die Qualitätsstandards der Bundesarbeitsgemeinschaft beruflicher Trainingszentren (BTZ) umgesetzt. Bereichsleiter Dreyer betonte anlässlich der Eröffnung die tiefgreifenden Veränderungen in den Ursachen für die berufliche Rehabilitation: Muskel- und Skeletterkrankungen, die über Jahrzehnte der Hauptgrund für Rehabilitationsleistungen waren, werden zunehmend von psychischen Erkrankungen übertroffen. Psychische Erkrankungen müssen daher im Fokus der beruflichen Rehabilitation stehen. Diesen Veränderungen wird die Arbeit des Bfw Friedehorst gerecht. Damit beruflichen Rehabilitation gelingt, muss auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Rehabilitanden individuell eingegangen und Hilfen zur Steigerung der Belastungsfähigkeit und Anpassung an den Arbeitsmarkt angeboten werden.

 

Im Zentrum der Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen stehen neben Assessments und dem beruflichen Training vor allem die zielgerichtete Integration sowie ggf. ergänzende Qualifizierung. Auf die Frage, ob berufliche Rehabilitation mit psychisch erkrankten Menschen gelingen kann, antwortet Psychologe Uwe Dreyer: „Ja, wenn sie mäandert. Es geht dabei nicht immer um den kürzesten und schnellsten Weg in Arbeit, sondern um den für den psychisch erkrankten Menschen geeignetsten Weg. Dabei liegt es im Wesen vieler psychischer Erkrankungen, dass auch die berufliche Rehabilitation und Integration nicht immer gradlinig verläuft, sondern oftmals in Schlangenlinien.“

 

Kontakt:

Berufsförderungswerk Friedehorst gGmbH
Rotdornallee 64
28717 Bremen-Lesum
Geschäftsführung
Dipl.- Sozialwiss. Hagen Samel
Telefon: 0421 6381-414
Telefax: 0421 6381-644
eMail: bfw@friedehorst.de
www.bfw-friedehorst.de


Entgeltfortzahlung während ambulanter Kur

Bundesarbeitsgericht
Urteil vom 25. Mai 2016 – 5 AZR 298/15 –

Pressemitteilung Nr. 25/16

 

Entgeltfortzahlung während ambulanter Kur

 

Gesetzlich Versicherte haben während einer ambulanten Vorsorgekur gegen ihren Arbeitgeber ausschließlich dann Anspruch auf Entgeltfortzahlung, wenn die vom Sozialleistungsträger (zB Krankenkasse) bewilligte Maßnahme in einer Einrichtung der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation iSd. § 107 Abs. 2 SGB V* durchgeführt wird und keinen urlaubsmäßigen Zuschnitt hat.

Die Klägerin ist seit 2002 beim beklagten Land als Köchin beschäftigt. Vom 4. bis zum 24. Oktober 2013 unterzog sie sich einer von der AOK Niedersachsen bezuschussten ambulanten Kur auf der Insel Langeoog. Im dortigen Kur- und Wellnesscenter erhielt sie nach ihrem Vorbingen insgesamt 30 Anwendungen, nämlich je sechs Meerwasserwarmbäder, Bewegungsbäder, Massagen, Schlickpackungen und Lymphdrainagen. Außerdem sollte sie täglich in der Brandungszone inhalieren. Das beklagte Land weigerte sich im Vorfeld, die Klägerin für die Dauer der Kur unter Fortzahlung ihrer Vergütung freizustellen. Daraufhin beantragte die Klägerin Urlaub, der ihr bewilligt wurde. Mit ihrer Klage hat sie geltend gemacht, der genommene Urlaub dürfe nicht auf den Urlaubsanspruch angerechnet werden. Das Arbeitsgericht hat die Klage abgewiesen, das Landesarbeitsgericht die Berufung der Klägerin zurückgewiesen.

Die Revision der Klägerin ist erfolglos geblieben. Besteht – wie im Streitfall – keine Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit, dürfen Maßnahmen der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation nach § 10 Bundesurlaubsgesetz nicht auf den Urlaub angerechnet werden, wenn ein Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts nach den gesetzlichen Vorschriften über die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall besteht. Ein solcher Anspruch setzt bei gesetzlich Versicherten nach § 9 Abs. 1 Satz 1 EFZG voraus, dass die vom Träger der Sozialversicherung oder einem sonstigen Sozialleistungsträger bewilligte ambulante Vorsorgekur in einer Einrichtung der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation durchgeführt wird. Das sind nur Einrichtungen, die den Anforderungen des § 107 Abs. 2 SGB V genügen.

 

 

Bundesarbeitsgericht
Urteil vom 25. Mai 2016 – 5 AZR 298/15 –

Vorinstanz: Landesarbeitsgericht Niedersachsen
Urteil vom 27. März 2015 – 10 Sa 1005/14 –

 

*§ 107 Abs. 2 SGB V lautet:

„(2) Vorsorge oder Rehabilitationseinrichtungen im Sinne dieses Gesetzbuchs sind Einrichtungen, die

1. der stationären Behandlung der Patienten dienen, um

a) eine Schwächung der Gesundheit, die in absehbarer Zeit voraussichtlich zu einer Krankheit führen würde, zu beseitigen oder eine Gefährdung der gesundheitlichen Entwicklung eines Kindes entgegen zu wirken (Vorsorge) oder

b) eine Krankheit zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern oder im Anschluss an Krankenhausbehandlung den dabei erzielten Behandlungserfolg zu sichern oder zu festigen, auch mit dem Ziel eine drohende Behinderung oder Pflegebedürftigkeit abzuwenden, zu beseitigen, zu mindern, auszugleichen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder ihre Folgen zu mildern (Rehabilitation), wobei Leistungen der aktivierenden Pflege nicht von den Krankenkassen übernommen werden dürfen.

2. fachlich-medizinisch unter ständiger ärztlicher Verantwortung und unter Mitwirkung von besonders geschultem Personal darauf eingerichtet sind, den Gesundheitszustand der Patienten nach einem ärztlichen Behandlungsplan vorwiegend durch Anwendung von Heilmitteln einschließlich Krankengymnastik, Bewegungstherapie, Sprachtherapie oder Arbeits- und Beschäftigungstherapie, ferner durch andere geeignete Hilfen, auch durch geistige und seelische Einwirkungen, zu verbessern und den Patienten bei der Entwicklung eigener Abwehr- und Heilungskräfte zu helfen,

und in denen
3. die Patienten untergebracht und verpflegt werden können.“

 

 Pressekontakt:

Pressesprecher des Bundesarbeitsgerichts
Waldemar Reinfelder

Stellvertretende Pressesprecherin des Bundesarbeitsgerichts
Stephanie Rachor

Tel. (0361) 2636 – 1400

PressestelleTel. (0361) 2636 – 1427 und 1428
E-Mail: Pressestelle

Die Folgen des Rauchens kosten Frauen über 10 Jahre ihres Lebens

Pressemitteilung Nr. 182 vom 31.05.2016

WIESBADEN – Durchschnittlich 70,9 Jahre alt wurden Frauen, die im Jahr 2014 an Krebserkrankungen verstorben sind, welche in Zusammenhang mit dem Konsum von Tabakprodukten gebracht werden können. Dies sind 10,4 Jahre weniger als das durchschnittliche Sterbealter aller verstorbenen Frauen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai weiter mitteilt, ist die Zahl der an den Folgen des Rauchens verstorbenen Frauen in den letzten zehn Jahren von 11 870 (2005) um circa 33 % auf 15 748 (2014) angestiegen. Neben Lungen- und Bronchialkrebs zählen auch Kehlkopf- und Luftröhrenkrebs zu den Folgeerkrankungen des Rauchens. Allein die bösartige Neubildung der Bronchien und der Lunge verursachte im Jahr 2014 bei Frauen 15 513 Sterbefälle und ist damit deren siebthäufigste Todesursache.

Die Zunahme der Todesfälle wegen mit dem Rauchen in Verbindung gebrachten Krebserkrankungen schlägt sich auch in der altersstandardisierten Sterberate nieder. Dabei wird der Einfluss der unterschiedlichen Bevölkerungsstrukturen in den jeweiligen Jahren berücksichtigt. Waren im Jahr 2005 insgesamt 30,6 Frauen je 100 000 Einwohner daran gestorben, ist die Zahl auf 37,3 Frauen je 100 000 Einwohner im Jahr 2014 gestiegen. Zwar war diese Zahl bei den Männern nach wie vor höher (74,4 Sterbefälle je 100 000 Einwohner im Jahr 2014), jedoch gab es hier eine positive Entwicklung, da noch zehn Jahre zuvor 86,7 Männer je 100 000 Einwohner an diesen Krebserkrankungen verstorben waren.

Bei der Betrachtung der Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Rauchen muss davon ausgegangen werden, dass bei einer Vielzahl von Todesfällen insbesondere durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie durch die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) der Konsum von Tabak mit zum Tode beigetragen haben kann.

Der Verbrauch von in Deutschland versteuerten Tabakwaren hat sich in den letzten Jahren je nach Tabakart unterschiedlich entwickelt. So sank der tägliche Konsum von Zigaretten von 256 Millionen Stück im Jahr 2006 auf 223 Millionen Stück im Jahr 2015. Im gleichen Zeitraum nahm der tägliche Konsum von Feinschnitt von 62 auf 70 Tonnen zu. Der Konsum von Pfeifentabak (einschließlich Wasserpfeifentabak) stieg ebenfalls von 3 auf 5 Tonnen an. Der Verbrauch von Zigarren und Zigarillos lag 2015 bei 8 Millionen Stück pro Tag.

Datenbasis ist die Zahl der versteuerten Tabakwaren im jeweiligen Kalenderjahr. Der tatsächliche Verbrauch insbesondere bei Zigaretten liegt noch höher, da in den Angaben der amtlichen Statistik in Deutschland unversteuerte Tabakwaren nicht enthalten sind.

Weitere Auskünfte geben:
Todesursachenstatistik:
Thomas Graf,
Telefon: +49 611 75 8169,

Verbrauchsteuerstatistik:
Klaus Jürgen Hammer,
Telefon: +49 611 75 2380,
Kontaktformular


Gemeinsam die Qualität von Kliniken messen, verständlich darstellen und verbessern

PRESSEMITTEILUNG

Berlin, den 30. Mai 2016

Politik, Wirtschaftsforscher und Krankenhausmanager diskutieren in Berlin Messbarkeit und Darstellung von Qualität in deutschen Kliniken beim ersten SIQ! Forum der Stiftung Initiative Qualitätsmedizin

Wie lässt sich die Qualität unserer Krankenhäuser messen? Wie darstellen? Wie verbessern? Seit gut einem Jahr beschäftigt sich die Stiftung Initiative Qualitätskliniken (SIQ!) mit diesen Fragen. Die SIQ! ist die gemeinsame Dachorganisation von Qualitätskliniken.de und der Initiative Qualitätsmedizin (IQM), zwei unabhängigen Organisationen, die sich seit Jahren mit der Messung, Verbesserung und Darstellung von Qualität in deutschen Kliniken beschäftigen.

Das erste SIQ! Forum am 30. und 31. Mai 2016 in Berlin zeigt Zwischenergebnisse, die von Experten der sechs SIQ! – Arbeitsgruppen bislang erarbeitet wurden. Kernthemen sind unter anderem Patientensicherheit und Hygiene; weitere Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit der Struktur- und Ergebnisqualität von Krankenhausbehandlungen sowie der Qualität von Indikatoren. Ein weiteres Thema: Wie kann eine Patientenbefragung aussehen und wie können deren Ergebnisse in Kombination mit anderen Qualitätsdaten das Gesamtbild einer Klinik ergeben? Auch hier will die SIQ! Vorschläge zur künftigen Ausgestaltung vorstellen.

In mehreren Foren wird zudem diskutiert, wie deutsche Krankenhäuser beratend zur Seite stehen können, um das politische Ziel zu erreichen, die Qualität von Kliniken objektivierbar zu machen. Referenten beim SIQ! Forum sind unter anderem Prof. Boris Augurzky vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung sowie Dr. Christof Veit, Leiter des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen.

Der SIQ! gehören über die beiden Mitgliedsorganisationen IQM und Qualitätskliniken.de mehr als 450 deutsche Krankenhäuser in öffentlicher, kirchlicher, universitärer und privater Trägerschaft an, in denen jährlich insgesamt rund 6,5 Millionen Patienten behandelt werden. Das entspricht etwa einem Drittel der stationären Patientenversorgung in Deutschland. Geschäftsführer der SIQ! sind Professor Dr. Ralf Kuhlen, Geschäftsführer Medizin der HELIOS Kliniken GmbH und Dr. Michael Philippi, Vorsitzender der Sana Kliniken AG.

Dr. Michael Philippi machte zum Auftakt des Forums deutlich: „Die Qualitätsverbesserung im Krankenhaus liegt im Interesse aller. Wir arbeiten in unseren Qualitätsinitiativen seit vielen Jahren an der Messung, Darstellung und Verbesserung der Qualität im Krankenhaus – weit über das gesetzliche Maß hinaus. Die SIQ! hat deshalb eine hervorragende Übersicht über die praktische Qualitätsarbeit bei unterschiedlichen Krankenhausträgern und unterschiedlichen Krankenhausgrößen.“ Prof. Ralf Kuhlen betonte: “Wir blicken auf langjährige Erfahrung mit einer Vielzahl von Werkzeugen, etwa dem Peer Review, um Qualität in Kliniken spürbar und messbar zu verbessern. Wir sehen uns deshalb als wichtigen Berater und Ansprechpartner für die Planung, Weiterentwicklung und Umsetzung qualitätsrelevanter Vorhaben im Krankenhauswesen.“

 

Die Initiative Qualitätsmedizin e.V. (IQM)

Führende Krankenhausträger haben sich 2008 zur „Initiative Qualitätsmedizin“ (IQM) zusammengeschlossen. Die trägerübergreifende Initiative mit Sitz in Berlin ist offen für alle Krankenhäuser. Vorhandenes Verbesserungspotenzial in der Medizin sichtbar zu machen und zum Wohle der Patienten durch aktives Fehlermanagement zu heben, ist das Ziel von IQM. Dafür stellt IQM den medizinischen Fachexperten aus den teilnehmenden Krankenhäusern innovative und anwenderfreundliche Instrumente zur Verfügung. Die Mitglieder der Initiative verpflichten sich, drei Grundsätze anzuwenden: Qualitätsmessung mit Routinedaten, Veröffentlichung der Ergebnisse und die Durchführung von Peer Review Verfahren. In derzeit 380 Krankenhäusern aus Deutschland und der Schweiz versorgen die IQM Mitglieder jährlich ca. 5,9 Mio. Patienten stationär, damit liegt der Anteil an der stationären Versorgung in Deutschland bei ca. 33 % und in der Schweiz bei 19 %.

Kontakt:

IQM Initiative Qualitätsmedizin e.V.

Friedrichstraße 166 | D-10117 Berlin

www.initiative-qualitaetsmedizin.de

 

Presseanfragen:

Fon: +49 30 25 811 617 |Fax: +49 30 34 661 083

info@initiative-qualitaetsmedizin.de

 

Über Qualitätskliniken.de (4QD)

Die 4QD-Qualitätskliniken.de GmbH mit Sitz in Berlin wurde 2010 von führenden Krankenhausträgern gegründet. Sie ist Betreiberin des Klinikportals www.qualitätskliniken.de, in dem mehr knapp 250 Mitgliedskliniken aus der Akut- und Reha-Versorgung ihre Qualitätsergebnisse veröffentlichen. Die Ergebnisse werden in bis zu fünf Dimensionen in einer Klinikvergleichsliste transparent gemacht. Neben medizinischer Qualität werden Kriterien zur Patientensicherheit und die Ergebnisse der Patienten- und Einweiserzufriedenheitsbefragung in die Bewertung der Kliniken einbezogen. Mit Kriterien zu „Ethik & Werten“ hat Qualitätskliniken.de erst kürzlich eine weitere Dimension eingeführt, die Patienten, ihre Angehörigen, einweisende Ärzten und Krankenkassen bei der Suche nach einer für sie passenden Klinik unterstützt. Qualitätskliniken.de hat sich zum Ziel gemacht, flächendeckende, patientenverständliche und belastbare Informationen zur Qualität in Krankenhäusern transparent darzustellen. Gleichzeitig steht mit Qualitätskliniken.de ein Instrument zur Verfügung, das Krankenhäuser in ihrer Qualitätsarbeit unterstützt und damit hilft, die Patientenversorgung nachhaltig zu sichern.


Medizinstudenten veröffentlichen Songvideo für Tabakwerbeverbot

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Aufklärung gegen Tabak e.V.

Berlin. Als Cowboy durchs Brandenburger Tor reiten und dann vor dem Berliner Hauptbahnhof den eigenen Song performen – Medizinstudenten Titus Brinker und Felix Neumann sind zum diesjährigen Weltnichtrauchertag ans Äußerste gegangen, um ein vollständiges Tabakwerbeverbot zu fordern.

Der Song „Rauche nie mehr“ wird zum Teil durch einen künstlichen Kehlkopf (Elektrolarynx) performed. Das Video am Lagerfeuer direkt vor dem Berliner Hauptbahnhof lässt schaudern und schmunzeln zugleich. „Der Marlboro Cowboy ist als Werbesymbol der Tabakindustrie noch allgegenwärtig“, meint Brinker, Gründer des Netzwerks Aufklärung gegen Tabak, „heute haben wir über 7,5 Millionen chronisch Kranke in Deutschland durch das Rauchen. Diese Exkunden sollen durch über eine Milliarde Euro Tabakmarketingausgaben im Jahr ersetzt werden – es wird dringend Zeit, dass der Verführung Jugendlicher ein Ende gesetzt wird. Das von der Bundesregierung geplante Werbeverbot nur für Plakat und Kinowerbung für 2020 greift viel zu kurz. Die Marketinggelder werden von der Tabakindustrie dann einfach in den anderen etablierten Marketingbereichen vermehrt ausgegeben – gratis Zigaretten die in Cafes ausgeteilt werden, Tankstellenwerbung, Raucherlounges, Stände an Universitäten – wir brauchen ein vollständiges Tabakwerbeverbot, so wie es in der WHO Rahmenkonvention für Tabakkontrolle vorgeschlagen wird und kein halbherziges, das erst 2020 kommt.“

Aus Frustration den tabakkranken Patienten kaum noch helfen zu können, gründete Brinker vor vier Jahren das Netzwerk „Aufklärung gegen Tabak“ in dem heute über 1.000 Medizinstudierende von 30 Medizinfakultäten in Deutschland ehrenamtlich mitarbeiten, um Schüler vor dem Rauchen zu bewahren (www.gegentabak.de). 2014 erhielt er dafür den Bundespreis der Kanzlerin und Professoren der Harvard Medical School schmücken seinen wissenschaftlichen Beirat.

„Meinen Mitstreitern und mir ist jedoch leider klar, dass unsere Taten sich niemals so effektiv auf das Rauchverhalten unserer Bevölkerung auswirken werden, wie ein vollständiges Verbot für Tabakwerbung dies könnte.“, meint Brinker. „Niemals wird ein ehrenamtliches Projekt – auch nicht gefördert durch einen mit 5.000 Euro dotierten Bundespreis – eine Chance gegen über eine Milliarde Marketingausgaben pro Jahr durch die Tabakindustrie in Deutschland haben.“, so Brinker. Die weiterhin legale Bewerbung des Suchtmittels verhöhne die vielen chronisch kranken Exkunden.

„An fast jeder Schülerbushaltestelle, in jedem Supermarkt und in jeder Tankstelle in Deutschland wird das Rauchen beworben. Dabei werden positive Dinge – wie ein romantischer Kuss, oder ein Gitarrenspieler am Lagerfeuer, oder auch nur das Gratiscroissant in der Tankstelle beim Kauf einer Schachtel – mit der Zigarette verknüpft. Über klassische Konditionierung wird dem Schüler so subtil vermittelt, dass die Zigarette zu positiven Ereignissen im eigenen Leben führt. Dies ist eine Unwahrheit, die wir regelmäßig während unseres Studiums und noch mehr später als Ärzte vor Augen geführt bekommen.“, führt Brinker weiter aus. Allein 6,3 Millionen Menschen in Deutschland haben die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), über 90% davon durch das Rauchen. Rauchen bleibt die größte vermeidbare Ursache für Krankheiten und Tod in Deutschland.

„Oft wird argumentiert, dass jeder Mensch selber entscheiden sollte, ob er rauchen möchte, oder nicht. Wir wünschen uns eine solche freie Entscheidung auf der Grundlage von differenzierten Informationen. Bei der massiven subtilen Manipulation eines jeden Schülers durch Tabakwerbung kann jedoch nicht mehr von einer freien Entscheidung die Rede sein. Statt differenzierter und wissenschaftlicher Aufklärung über die Dimension einer Nikotinsucht, werden gerade unsere jungen Bürger gezielt mit Unwahrheiten manipuliert. Wird das Rauchen angefangen, wird die eigene Entscheidungsfreiheit ebenfalls in kürzester Zeit durch die Sucht genommen.“, meint Brinker.

Kinder und Jugendliche aus niedrigen Bildungsschichten sind nach aktuellen Studien besonders empfänglich für Tabakwerbung.

Deutschland hat im Jahr 2003 die WHO Framework Convention on Tobacco Control unterzeichnet, die im Jahr 2005 in Kraft trat. In Artikel 13 dieses völkerrechtlichen Vertrages hat sich die Bundesregierung zu einem vollständigen Werbeverbot verpflichtet. Die aktuellen Tobacco Control Scale-Daten zur Umsetzung der Maßnahmen sehen Deutschland innerhalb Europas jedoch an vorletzter Stelle (Joossens & Raw, 2014).

Pressekontakt:

Titus Brinker
0151/75084347
titus.brinker@gmail.com

Reha-Update zu „Motivational Interviewing“

Gerne möchten wir Sie zum nächsten Reha-Update des Rehabilitationswissenschaftlichen Forschungsverbundes Freiburg e.V. am 08.07.2016 einladen: Das Thema lautet Motivational Interviewing.

Die Veranstaltung findet von 9:30-12:30 Uhr im Hörsaal des Instituts für Psychologie in der Engelbergerstraße 41 in Freiburg statt.

Motivational Interviewing ist eine von Miller und Rollnick entwickelte Gesprächstechnik, welche in verschiedensten Gesundheitsbereichen eingesetzt wird.

Der Einsatz von Motivational Interviewing bietet sich an bei Patienten mit unterschiedlichsten Erkrankungen und gesundheitlichen Problemen, die ambivalent sind gegenüber einer Verhaltensänderung oder auch Widerstand gegenüber einer therapeutischen Empfehlung empfinden.

Die Techniken des Motivational Interviewing helfen, mit diesen Phänomenen umzugehen und zu einer Verhaltensänderung zu motivieren, welche z.B. zu einem gesünderen Lebensstil führt oder zu einer Medikationscompliance.

Bitte beachten Sie: Da dieses Reha-Update als Workshop konzipiert ist, ist die Teilnehmerzahl auf 30 Personen begrenzt. Die Übungen werden in Gruppen, bestehend aus 2 bis 3 Personen, durchgeführt.

Für die Veranstaltung wurde die Anerkennung als Fortbildungsveranstaltung mit 3 Punkten bei den relevanten Landeskammern beantragt.
Darüber hinaus wird unsere Veranstaltung vom Freiburger Ausbildungsinstitut für Verhaltenstherapie (FAVT) sowie für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (FAKIP) anerkannt.

Weitere Details können Sie gerne unserem Flyer entnehmen.

Darüber hinaus möchten wir Sie gerne darauf hinweisen, dass die Hans Hench Stiftung zur Förderung der Rheumatologie e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. den Hans-Hench-Preis für Rheumatologische Rehabilitation und Versorgungsforschung vergeben. Die Frist endet am 30.05.2016.

 

 

Kontakt:

UNIVERSITÄTSKLINIKUM FREIBURG

Institut für Medizinische Biometrie und Statistik

Sektion Versorgungsforschung und Rehabilitationsforschung (SEVERA)

Koordinierungsstelle Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaftlicher Forschungsverbund Freiburg e.V.

Susanne Walter, Soziologin (M.A.)

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Engelbergerstr. 21

D-79106 Freiburg

Telefon: 0761 270-73530

Fax: 0761 270-73310

Mail: susanne.walter@uniklinik-freiburg.de

Homepages: www.severa-fr.de, www.versorgungsforschung.uni-freiburg.de, www.uniklinik-freiburg.de/rfv


Asklepios startet erfolgreich in das Geschäftsjahr 2016

Hamburg 

   - Umsatz im ersten Quartal 2016 auf EUR 807,8 Mio. gesteigert 
   - EBITDA-Marge auf 10,4 Prozent verbessert 
   - Anzahl der behandelten Patienten stieg um 2,5 Prozent auf rund 
     573.000 
   - Ausblick für das Gesamtjahr 2016 bestätigt: Umsatzwachstum 
     zwischen 2,0 bis 3,5 Prozent sowie leichte Verbesserung des 
     EBIT/EBITDA

Der Asklepios Konzern blickt auf ein erfolgreiches erstes Quartal 2016 zurück. Gegenüber dem Vorjahr wurden erneut alle wesentlichen Konzernkennzahlen verbessert. Die Zahl der in den ersten drei Monaten 2016 behandelten Patienten stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 2,5 Prozent oder gut 14.000 Patienten auf rund 573.000.

Der Umsatz in den 150 medizinischen Einrichtungen des Konzerns stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent auf insgesamt EUR 807,8 Mio. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) steigerte Asklepios um 12,2 Prozent auf EUR 83,7 Mio. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 10,4 Prozent, 0,8 Prozentpunkte mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Maßgeblich für diese positive Entwicklung waren unterproportional gestiegene Kosten. Während die Personalaufwandquote gegenüber dem Vorjahreszeitraum weitgehend konstant blieb, konnte die Materialaufwandquote um 0,8 Prozentpunkte auf 21,5 Prozent gesenkt werden. Der Konzernjahresüberschuss stieg um 11,8 Prozent auf EUR 35,0 Mio. Dies entspricht einer Umsatzrendite von 4,3 Prozent, gegenüber 4,0 Prozent im Vorjahreszeitraum.

„Wir verbessern unser umfassendes medizinisches Angebot fortlaufend und erweitern es darüber hinaus kontinuierlich um passgenaue Versorgungsleistungen in stark nachgefragten medizinischen Fachbereichen. Dieser gezielte Ausbau unserer medizinischen Hochleistungszentren – unseren Centers of Excellence – steht auch in diesem Jahr für uns im Fokus“, sagt Kai Hankeln, CEO der Asklepios Kliniken GmbH. „Wir werden auch im Geschäftsjahr 2016 einen deutlichen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag in unsere Einrichtungen investieren und sind für Zukäufe entlang unserer Wertschöpfungskette offen. Wir sind überzeugt davon, so das langfristig profitable und nachhaltige Wachstum unseres Unternehmens sicherzustellen“, ergänzt Dr. Thomas Wolfram, CEO der Asklepios Kliniken GmbH.

Das Eigenkapital betrug zum 31. März 2016 rund EUR 1,2 Mrd. Die Eigenkapitalquote lag mit 34,9 Prozent leicht über dem Vorjahreswert von 34,7 Prozent. Der Verschuldungsgrad wurde gegenüber dem Vorjahr auf das 1,5-fache des EBITDA verbessert (31.12.2015: 1,6-fache des EBITDA). In den ersten drei Monaten 2016 hat Asklepios EUR 30,6 Mio. in die bestehenden Kliniken und den Ausbau der Centers of Excellence investiert. Die Investitionen wurden vollständig aus dem operativen Cashflow finanziert, der sich zum 31. März 2016 auf EUR 60,1 Mio. summierte.

„Im Rahmen des neu aufgelegten Sondertilgungsprogramms konnten wir erfreulicherweise einen hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag an bilateralen Altdarlehen in den letzten Monaten vorzeitig zurückführen – mit dem klaren Ziel strukturelle Nachränge aufzulösen, Kapitalkosten zu optimieren sowie einheitliche und transparente Finanzierungsstrukturen auf Konzernebene zu manifestieren“, sagt Hafid Rifi, CFO der Asklepios Kliniken GmbH.

Ausblick bestätigt Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung in den ersten drei Monaten 2016 bestätigt die Konzerngeschäftsführung des Asklepios Konzerns den Ausblick für das Geschäftsjahr 2016. Erwartet wird ein organisches Umsatzwachstum zwischen 2,0 bis 3,5 Prozent sowie eine leichte aber nachhaltige Steigerung des EBIT/EBITDA gegenüber dem Vorjahr.

Über Asklepios

Der Gesundheitskonzern Asklepios Kliniken GmbH zählt zu den führenden privaten Betreibern von Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen in Deutschland. Die Klinikgruppe steht für eine hoch qualifizierte Versorgung ihrer Patienten mit einem klaren Bekenntnis zu medizinischer Qualität, Innovation und sozialer Verantwortung. Auf dieser Basis hat sich Asklepios seit der Gründung vor 30 Jahren dynamisch entwickelt. Aktuell verfügt der Konzern bundesweit über 150 Gesundheitseinrichtungen. Die Häuser umfassen Akutkrankenhäuser aller Versorgungsstufen, Fachkliniken, psychiatrische und forensische Einrichtungen, Rehakliniken, Pflegeheime und Medizinische Versorgungszentren. Im vergangenen Geschäftsjahr 2015 wurden 2,3 Mio. Patienten in Einrichtungen des Asklepios-Konzerns behandelt. Das Unternehmen beschäftigt rund 46.000 Mitarbeiter.

Die Quartalsmitteilung für das erste Quartal 2016 finden Sie unter www.asklepios.com/ir.

Pressekontakt:

IR - Kontakt
Ilmarin Schietzel
Konzernbereichsleiter Finanzierung, Kapitalmarktprojekte & 
Investor Relations
Asklepios Kliniken GmbH
Debusweg 3
61462 Königstein-Falkenstein
Tel: +49 61 74 90-11 24
Fax: +49 61 74 90-11 10
ir@asklepios.com

PR-Kontakt:
Rune Hoffmann
Konzernbereichsleiter Unternehmenskommunikation & Marketing
Asklepios Kliniken GmbH
Rübenkamp 226
22307 Hamburg
Konzernbereichsleiter Kommunikation und Marketing
Tel.: +49 40 1818-82 6630
Fax: +49 40 1818-82 6639
presse@asklepios.com

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Krankenhaus: Für bessere Qualität würden Patienten extra zahlen

Umfrage von Porsche Consulting: Für welche Krankenhaus-Leistungen Patienten extra zahlen würden Quelle: "obs/Porsche Consulting GmbH"

Umfrage von Porsche Consulting dokumentiert Beschwerden über Klinik-Organisation

Umfrage von Porsche Consulting: Für welche Krankenhaus-Leistungen Patienten extra zahlen würden Quelle: "obs/Porsche Consulting GmbH"

Umfrage von Porsche Consulting: Für welche Krankenhaus-Leistungen Patienten extra zahlen würden Quelle: „obs/Porsche Consulting GmbH“

Stuttgart. Schnelle Behandlung ohne lästige Wartezeiten ist Patienten bei einem stationären Krankenhausaufenthalt besonders wichtig. 42 Prozent der Bürger in Deutschland würden einer gut organisierten Klinik den Vorzug geben. Jeder dritte Patient würde dafür sogar ein Krankenhaus wählen, das bis zu 50 Kilometer vom Wohnort entfernt ist. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Managementberatung Porsche Consulting. Damit ist der Faktor Zeit das zweitwichtigste Kriterium nach der Kompetenz der Ärzte. 82 Prozent der Befragten achten vor allem darauf, dass die Mediziner im jeweiligen Fachgebiet einen besonders guten Ruf haben.

Wem ein Krankenhausaufenthalt bevorsteht, der verlässt sich vor allem auf Empfehlungen des behandelnden Facharztes (67,8 %) oder seines Hausarztes (48 %), aber auch auf die persönlichen Erfahrungen von Familienangehörigen und Freunden (43,8 %). Eine untergeordnete Rolle spielen dagegen Informationen aus dem Internet (18,3 %) sowie Berichte in den Medien (10,9 %).

Patienten, die innerhalb der vergangenen fünf Jahre stationär in Krankenhäusern behandelt wurden, fielen vor allem überlastetes Pflegepersonal (37,8 %) und überlastete Ärzte auf (27,2 %). In 23 Prozent der Fälle gingen damit Nachteile für die Patienten durch mangelnde Abstimmung des Personals untereinander einher.

Schlechte Erfahrungen bei stationärer Behandlung führen dazu, dass die entsprechenden Kliniken gemieden werden: 73,6 Prozent der befragten Patienten würden beim nächsten Mal einem anderen Haus mit besserem Ruf den Vorzug geben. Viele Krankenversicherte wären sogar bereit, für gute Qualität und mehr Komfort aus eigener Tasche dazu zu bezahlen. Ganz oben steht dabei das Einzelzimmer: 38,2 Prozent der Patienten ließen sich Ruhe und Privatsphäre etwas kosten. Jeder Fünfte wäre aber auch bereit, sich bessere Betreuung durch die Pflegekräfte über einen Preisaufschlag zu erkaufen. Dagegen halten nur 14,7 Prozent eine Zusatzinvestition für die garantierte Chefarztbehandlung für sinnvoll.

„Das Ergebnis zeigt: Kaum ein Patient zweifelt an der hervorragenden Qualität der medizinischen Behandlung in deutschen Krankenhäusern. Schlecht behandelt fühlen sich die Befragten allerdings bei den organisatorischen Abläufen. Und sie machen sich Sorgen angesichts des überlasteten Personals“, sagt Dr. Roman Hipp, als Partner bei Porsche Consulting zuständig für das Gesundheitswesen. Seine Befürchtung: „Der Wettbewerb unter den Krankenhäusern wird sich verschärfen. Denn Patienten versuchen, Häuser mit schlechtem Ruf zu meiden und sind sogar bereit, Zusatzkosten zu zahlen, um in besser organisierten Kliniken behandelt zu werden.“

In der Praxis beobachtet Berater Hipp, dass Schwächen in Organisation und Management viel zu lange hingenommen werden und nach dem Erkennen den Ursachen nicht schnell und intensiv genug entgegen gewirkt wird: „Wenn die Personaldecke ohnehin schon dünn ist, bringen Mängel in der Organisation Krankenhäuser zu Spitzenzeiten an den Rand des Kollapses. Die Leidtragenden sind nicht nur die Patienten, sondern auch Ärzte und Pflegekräfte.“ Dass spürbare Entlastungen durch die sinnvolle Umgestaltung typischer Abläufe bei der Pflege und Behandlung von Patienten möglich sind, haben die Berater von Porsche Consulting in mehr als 100 Projekten nachgewiesen.

Die Porsche Consulting GmbH, Bietigheim-Bissingen, ist eine Tochtergesellschaft des Sportwagenherstellers Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart. Sie wurde 1994 gegründet, begann damals als vierköpfiges Team und beschäftigt heute 385 Mitarbeiter. Das international agierende Unternehmen hat vier Auslandsbüros in Mailand, São Paulo, Atlanta und Schanghai. Porsche Consulting zählt zu den führenden Beratungsgesellschaften in Deutschland. Die Experten für operative Exzellenz beraten weltweit Konzerne und mittelständische Unternehmen aus der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt sowie dem Maschinen- und Anlagenbau. Weitere Klienten kommen aus dem Finanzdienstleistungssektor, dem Gesundheitswesen, der Konsumgüterindustrie und dem Handel sowie aus der Baubranche.

Hinweis: Die repräsentative Online-Umfrage (eBus) der Managementberatung Porsche Consulting wurde im Zeitraum vom 12. bis zum 17. Mai 2016 vom Marktforschungsinstitut GfK ausgeführt. Teilgenommen haben 1005 Bürger in Deutschland.

Redaktionen können Infografiken per E-Mail anfordern. Kontakt: heiner.von.der.laden@porsche.de

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119. Deutscher Ärztetag in Hamburg eröffnet

Bundesärztekammer

Pressemitteilung der Bundesärztekammer

Berlin – Hamburg, 24.05.2016 – „Wertschöpfung in unserem Gesundheitswesen muss immer einhergehen mit der Wertschätzung von Patienten und Ärzten.“ Das sagte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), bei der heutigen Eröffnung des 119. Deutschen Ärztetags in Hamburg. Medizinisch begründete Entscheidungen müssten immer Vorrang haben vor Gewinnmaximierung und Renditestreben. Die Prioritäten müssten klar sein, erst der Patient, dann die ökonomischen Fragen.

Vielerorts seien aber die Grenzen ökonomischer Zumutbarkeiten erreicht. Montgomery verwies in diesem Zusammenhang auf mögliche negative Folgen von Klinikprivatisierungen. „Schnelle Managerwechsel, Personalentscheidungen nach Gutsherrenart, und „hire and fire“-Prinzipien auch in den Chefetagen der Krankenhäuser – das alles sind Auswüchse einer gewinn- und marktorientierten Privatisierung.“ An Klinik- und Kostenträger gewandt, sagte er: „Man kann das Thema Patientensicherheit nicht wie ein Mantra vor sich hertragen und zugleich billigend in Kauf nehmen, dass Ärzte dermaßen unter Druck gesetzt werden.“

An die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern appellierte Montgomery, endlich für ausreichend Investitionsmittel für die Krankenhäuser zu sorgen. Auch nach dem Krankenhausstrukturgesetz gebe es hierfür keine nachhaltige Verpflichtung der Länder. „Dieses Thema muss im Bundesrat und auf der Länderebene weiter diskutiert werden“, forderte der BÄK-Präsident.

Auf den Prüfstand gehört nach Überzeugung Montgomerys auch die Preisgestaltung bei Arzneimitteln. „Hier muss die Balance gewahrt werden zwischen dem, was Forschung und Entwicklung an Mitteln brauchen, was der Markt bereit ist zu zahlen, und dem, was in einem solidarisch finanzierten System ethisch vertretbar ist. Es kann nicht sein, dass nur die Leistungsträger im Gesundheitswesen wie wir Ärzte zu sozialgebundenen Tarifen verpflichtet sind, die Pharmaindustrie aber ausschließlich marktorientiert agiert“, sagte Montgomery. Positiv bewertete er das kürzlich verabschiedete Antikorruptionsgesetz für das Gesundheitswesen. Der BÄK-Präsident hob hervor, dass das Gesetz nicht nur für Ärzte gilt, sondern für alle Akteure aus dem Gesundheitswesen sowie für diejenigen, die bestechen. Sinnvoll sei, dass der Verweis auf die Verletzung berufsrechtlicher Unabhängigkeit aus dem Gesetz gestrichen wurde. „Dies wäre ein Gummiparagraph geworden, der ein Einfallstor für Verdächtigungen und Unterstellungen geöffnet hätte.“

Ausdrücklich hob Montgomery in seiner Rede die ehrenamtliche Hilfe vieler tausend Ärztinnen und Ärzte bei der Bewältigung des Flüchtlingszustroms hervor. „Als die Lage in vielen Erstaufnahme-einrichtungen chaotisch war, setzten sich Ärzte in einer beispiellosen Welle der Hilfsbereitschaft für die schutzsuchenden Menschen ein. Dieses Engagement ist im besten Sinne ärztlich“, sagte er. Gleichwohl sollte niemand auf die Idee kommen, sich auf diesem ehrenamtlichen Engagement auszuruhen. Handlungsbedarf bestehe unter anderem bei der personellen Aufstockung des für die gesundheitliche Versorgung in Erstaufnahmeeinrichtungen zuständigen öffentlichen Gesundheitsdienstes, bei der nur schleppend verlaufenden Einführung der Gesundheitskarte für Flüchtlinge sowie bei der viel zu bürokratischen Leistungsgewährung gemäß Asylbewerberleistungsgesetz.

Ausführlich ging Montgomery auf die Arbeiten an der Novelle der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ein. Nachdem der Verordnungsgeber über viele Jahre untätig geblieben sei, hätten Ärzte einen Anspruch auf ein angemessenes Honorar und eine rechtssichere Gebührenordnung. Vor dem Hintergrund der innerhalb der Ärzteschaft zum Teil kontrovers geführten Debatte über die Reform betonte er die Notwendigkeit, sich mit Kritik an der Sache ernsthaft auseinanderzusetzen. Zum weiteren Vorgehen berichtete Montgomery, dass nunmehr ein mit dem Bundesgesundheitsministerium und dem Verband der Privaten Krankenversicherung abgestimmter Text der Leistungslegenden vorliege. Auch hätten die Diskussionen auf der Sachebene mit den Berufs- und Fachverbänden begonnen. Ziel sei eine modernisierte, rechtssichere, anpassungsfähige und zukunftsorientierte neue GOÄ.

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Rehaseelsorge ist für das MZG Bad Lippspringe ein wichtiges Thema

Freuten sich über das große InteresseFreuten sich über das große Interesse am Frühjahrstreffen der Kur- und Reha-Klinikseelsorger im Erzbistum Paderborn: Sr. Matthäa (vorn 2. v. l.), Franz-Herbert Hense (vorn 3. v. l.) und Achim Schäfer (5. v. r.).Foto: Claudia ReichsteinFreuten sich über das große Interesse am Frühjahrstreffen der Kur- und Reha-Klinikseelsorger im Erzbistum Paderborn: Sr. Matthäa (vorn 2. v. l.), Franz-Herbert Hense (vorn 3. v. l.) und Achim Schäfer (5. v. r.).Foto: Claudia Reichstein am Frühjahrstreffen der Kur- und Reha-Klinikseelsorger im Erzbistum Paderborn: Sr. Matthäa (vorn 2. v. l.), Franz-Herbert Hense (vorn 3. v. l.) und Achim Schäfer (5. v. r.). Foto: Claudia Reichstein

 

Frühjahrstreffen in der Karl-Hansen-Klinik

 

Freuten sich über das große InteresseFreuten sich über das große Interesse am Frühjahrstreffen der Kur- und Reha-Klinikseelsorger im Erzbistum Paderborn: Sr. Matthäa (vorn 2. v. l.), Franz-Herbert Hense (vorn 3. v. l.) und Achim Schäfer (5. v. r.).Foto: Claudia ReichsteinFreuten sich über das große Interesse am Frühjahrstreffen der Kur- und Reha-Klinikseelsorger im Erzbistum Paderborn: Sr. Matthäa (vorn 2. v. l.), Franz-Herbert Hense (vorn 3. v. l.) und Achim Schäfer (5. v. r.).Foto: Claudia Reichstein am Frühjahrstreffen der Kur- und Reha-Klinikseelsorger im Erzbistum Paderborn: Sr. Matthäa (vorn 2. v. l.), Franz-Herbert Hense (vorn 3. v. l.) und Achim Schäfer (5. v. r.). Foto: Claudia Reichstein

Freuten sich über das große InteresseFreuten sich über das große Interesse am Frühjahrstreffen der Kur- und Reha-Klinikseelsorger im Erzbistum Paderborn: Sr. Matthäa (vorn 2. v. l.), Franz-Herbert Hense (vorn 3. v. l.) und Achim Schäfer (5. v. r.).Foto: Claudia Reichstein

Die Kurseelsorge hat im Erzbistum Paderborn mit seinen zahlreichen Heilbädern eine lange Tradition. Kurseelsorger – mittlerweile heißen sie oftmals Reha-Klinikseelsorger – stehen den Patienten in Rehakliniken bei Fragen des christlichen Glaubens zur Seite. Doch auch wenn es darum geht, das eigene Herz auszuschütten, stehen die Seelsorgerinnen und Seelsorger in Absprache mit Ärzten und dem Pflegepersonal gerne zur Seite.

Die große Bedeutung der klinischen Seelsorge war zentrales Thema beim Frühjahrstreffen der Kur- und Reha-Klinikseelsorger im Erzbistum Paderborn, das jetzt in der Karl-Hansen-Klinik Bad Lippspringe stattfand.

Eingeladen hatte der Diözesanbeauftragte für Kur- und Reha-Klinikseelsorge im Erzbistum Paderborn, Franz-Herbert Hense. In Absprache dem Diözesanbeauftragten wurde das Treffen von Sr. Matthäa organisiert, die in den Kliniken des Medizinischen Zentrums für Gesundheit (MZG) Bad Lippspringe als Seelsorgerin seit Jahren unverzichtbare Dienste leistet.

„Die Patienten begegnen uns mit großer Dankbarkeit und finden in uns eine neutrale Instanz im Klinikalltag“, sagte Sr. Matthäa stellvertretend für ihre Kolleginnen und Kollegen.

Franz-Herbert Hense unterstrich, „wie wichtig es ist, dass Menschen in den Kliniken auch seelsorgerischen Beistand bekommen.“ In den Reha-Kliniken steige der Gesprächsbedarf der Patienten seit Jahren, was ein Spiegelbild für eine immer mehr individualisierte Gesellschaft sei.

Der MZG-Geschäftsführer Achim Schäfer dankte Sr. Matthäa für „ihr unermüdliches Engagement, das von den Patienten dankbar angenommen wird.“

Die Teilnehmer zeigten sich vom breiten medizinischen Leistungsspektrum des MZG beeindruckt. Im Rahmen der Tagung referierten drei Chefärzte der Karl-Hansen-Klinik: Dr. med. Theo Schaten sprach über die Multimodale Schmerztherapie, Prof. Dr. Dr. Andreas S. Lübbe stellte die palliativmedizinische Versorgung vor und Dr. Erik-Christian Ernst berichtet über die Pneumologische Frührehabilitation.

 

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