Montag, April 25th, 2016

 

Dr. Martin Beutel erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande

Dr. Martin Beutel (re.) mit Ehefrau Barbara Beutel nach der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes durch Oberbürgermeister Martin Wolff (li.)

Dr. Martin Beutel (re.) mit Ehefrau Barbara Beutel nach der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes durch Oberbürgermeister Martin Wolff (li.)

Rund 100 Vorstandssitzungen und 20 Mitgliederversammlungen hat Dr. Martin Beutel geleitet. Im März 2016 wurde dem langjährigen Vorsitzenden des Bundesverbandes für stationäre Suchtkrankenhilfe e. V. (buss) und Chefarzt der Kraichtal-Kliniken das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Von 1993 bis 2015 war Dr. Martin Beutel durchgängig ehrenamtlich im Vorstand des Bundesverbandes für stationäre Suchtkrankenhilfe tätig, zunächst als stellvertretender Vorsitzender und seit 1997 als Vorsitzender. Im Jahr 2000 initiierte er die Gründung der Deutschen Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Suchttherapie e. V. (deQus – eine ‚Tochter‘ des buss), war deren erster Vorsitzender und ist seitdem auch dort als Vorstandsmitglied aktiv. Die beiden Fachverbände buss und deQus vertreten bundesweit rund 160 stationäre Einrichtungen aus der Suchtkrankenhilfe. Aufgabe der beiden Verbände ist die Unterstützung der Mitgliedseinrichtungen bei ihrer fachlichen, konzeptionellen und organisatorischen Weiterentwicklung sowie die Vertretung gegenüber Leistungsträgern und Politik. Der buss wurde 1903 gegründet, die Mitglieder gehören überwiegend zu Trägern der freien Wohlfahrt oder öffentlichen Trägern.

In einem Zeitraum von über 20 Jahren hat Dr. Martin Beutel mit hohem persönlichen Einsatz nicht nur die erfolgreiche Entwicklung der beiden Verbände buss und deQus maßgeblich bestimmt, sondern durch seine Fachkompetenz und seinen strategischen Weitblick die Entwicklung des gesamten deutschen Suchthilfesystems positiv beeinflusst. Zu seinen wichtigsten Verdiensten gehören:

  • die Entwicklung eines Qualitätsmanagementsystems für die Suchttherapie und die Gründung der deQus als ‚Tochter‘ des buss lange vor der Einführung einer gesetzlichen Zertifizierungspflicht für Reha-Einrichtungen,
  • die Weiterentwicklung des Qualitätssicherungssystems der Deutschen Rentenversicherung, insbesondere durch Einbringen der Perspektive der therapeutisch-medizinischen Praxis und der betroffenen Patient/innen,
  • die intensive Mitarbeit an der Entwicklung der Behandlungsleitlinien für den Indikationsbereich Abhängigkeitserkrankungen nach den Vorgaben der AWMF. Die neuen S3-Leitlinien wurden 2014 abgeschlossen, womit nun auch für Suchterkrankungen Behandlungsstandards auf höchstem wissenschaftlichen und evidenzbasierten Niveau vorliegen;
  • Pionierarbeit bei der Entwicklung von Behandlungskonzepten für stoffungebundene Suchtformen (Pathologisches Glücksspiel, Internetabhängigkeit),
  • die fachliche Verantwortung für die wissenschaftlichen Jahrestagungen des buss und in diesem Zusammenhang auch die Initiierung von Fachdiskussionen zu aktuellen Trends und deren Umsetzung im Suchthilfesystem (bspw. Vergleich der Suchtkrankenversorgung in Europa, aktuelle neurobiologische Erkenntnisse, Evidenzbasierung in der Psychotherapie),
  • die Weiterentwicklung der Suchthilfe in Europa durch Partnerschaften und Austauschprogramme.
  • Und nicht zuletzt geht die Etablierung von „KONTUREN online – Fachportal zu Sucht und sozialen Fragen“, der ersten Internetzeitschrift in der deutschsprachigen Sucht- und Rehaszene, auf seine Initiative zurück.

Auch die intensive Auseinandersetzung mit Politikern und Vertretern der Leistungsträger über normative und fachliche Rahmenbedingungen in der medizinischen Rehabilitation und in der Suchtkrankenhilfe war ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit von Dr. Martin Beutel als Vorsitzendem des buss. Er hat sich dabei nicht gescheut, kritische Positionen zu vertreten, auch wenn das im Spannungsfeld zu der fachlichen und wirtschaftlichen Verantwortung für seine eigenen Einrichtungen stand. Gleichzeitig ist es ihm gelungen, in der Kommunikation nach innen und außen eine Kultur der Partnerschaftlichkeit und Transparenz zu prägen und zu erhalten.

Am 2. März 2016 wurde Dr. Martin Beutel in seiner Heimatgemeinde Bretten im Rahmen eines Festaktes mit Freunden und Mitstreitern das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. In seiner Laudatio betonte Oberbürgermeister Martin Wolff auch Dr. Beutels regionales Engagement in allen Bereichen der Suchthilfe wie Präventionsprojekte in der Schule oder die Zusammenarbeit im Suchthilfenetzwerk. Die Grußworte sprachen: Joachim Kößler, MdL, Mitglied im Beirat der Kraichtal-Kliniken; Prof. Dr Andreas Koch, Geschäftsführer des Bundesverbandes für stationäre Suchtkrankenhilfe e. V.; Dr. Maria Klose, Leiterin des Sozialmedizinischen Zentrums der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg; Uwe Egner, Fachbereichsleiter Zentrale und Grundsatzaufgaben, Abt. Rehabilitation, Deutsche Rentenversicherung Bund; Prof. Dr. Uwe Ikinger, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Stadtmission Heidelberg e. V.

Zum Abschluss setzten die anwesenden Vertreter/innen des buss eine eher jüngere Tradition des Verbandes um: Sie schenkten Dr. Martin Beutel eine Torte, so wie jede Mitgliedseinrichtung eine zu ihrer Erstzertifizierung geschenkt bekam. Mit dieser Torte gratuliert der buss seinem ehemaligen Vorsitzenden und dankt ihm für alles, was er für den Verband in den vergangenen Jahren getan hat.


Connemann: Hersteller von Gesundheits-Apps stehen in Verantwortung

CDU/CSU – Bundestagsfraktion

Berlin .  Verbindliche Standards auf nationaler und europäischer Ebene erforderlich

Gesundheitsminister Hermann Gröhe hat am heutigen Montag die Ergebnisse der Studie „Chancen und Risiken von Gesundheits-Apps (CHAROSMHA)“ veröffentlicht. Dazu erklärt die für gesundheitlichen Verbraucherschutz zuständige stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann:

„Die Ergebnisse der Studie bestätigen unsere Auffassung: Es gibt Regelungslücken bei Gesundheits-Apps. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion fordert daher seit längerem verbindliche Standards für Gesundheits-Apps, um Klarheit und Sicherheit für die Verbraucher und damit einen umfassenden gesundheitlichen Verbraucherschutz zu gewährleisten.

Wir brauchen einheitliche und sichere Standards auf nationaler und europäischer Ebene. Bundesminister Hermann Gröhe hat bereits erste Vorschläge für das weitere Verfahren vorgelegt. Er hat hierfür unsere volle Unterstützung.

Wichtig ist: Die Hersteller brauchen klare Rahmenbedingungen, an die sie sich halten müssen. Sie dürfen nicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden. Es geht hier um den Schutz und die Sicherheit von Verbrauchern und Patienten. Denn eine fehlerhafte App kann fatale Folgen für den Nutzer haben. Zudem sind Gesundheitsdaten ein sensibles Gut – mit großem Marktwert. Sie verdienen höchsten Schutz. Der Datenschutz im Netz ist aber löchrig.

Jede App muss ein Impressum haben und verpflichtende Angaben zum Urheber und zur Aktualität der Informationen machen. Denn die Quelle muss überprüfbar sein. Der Verbraucher muss wissen, woran er ist, woher die Inhalte stammen und ob der Autor über die erforderliche Fachlichkeit verfügt. Jede App sollte zudem eine Datenschutzerklärung und Kontaktmöglichkeiten enthalten. Und diese sollte die Finanzierung offenlegen.“

Pressekontakt:

CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon:  (030) 227-52360
Fax:      (030) 227-56660
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Email: pressestelle@cducsu.de

4.0 VERNETZT – IT-Berufe im Fokus

4.0 VERNETZT - IT-Berufe im Fokus

Am 19. Mai 2016 findet im Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) eine Berufsinformationsveranstaltung zu den IT-Berufen statt. Im Fokus stehen die Fachinformatiker für Systemintegration sowie für Anwendungsentwicklung.

4.0 VERNETZT - IT-Berufe im Fokus

4.0 VERNETZT – IT-Berufe im Fokus

Die Vorstellung der IT-Berufe wird im Rahmen eines praktischen Workshops durchgeführt. Hier werden die Gäste ein funktionsfähiges Netzwerk für den zweiten Teil der Veranstaltung unter Anleitung der Ausbilder aufbauen. So sollen sie die Schwerpunkte der Umschulung praktisch erleben können. Es gilt 40 Arbeitsstationen mit einem Übungsserver zu vernetzen. Dabei müssen wichtige Aspekte beachtet werden wie beispielsweise die Berechnung von Stromanschlüssen, den Einsatz der richtigen Netzwerkkabel, die Verteilung von Switches oder das Auslegen von Kabelbrücken. Zudem wird die notwendige Software mit den Gästen ausgerollt und Hintergründe zu Arbeits- und Datensicherheit erläutert.

Ausbilder, Personalberater und Teilnehmer, die derzeit ihre Umschulung absolvieren, stehen während des Workshops für Gespräche bereit. Sie informieren über die Zugangsvoraussetzungen und Zugangswege für eine Umschulung in den beiden Berufen sowie über die einzelnen spezifischen Lerninhalte. Besonderen Wert lege man nach Aussagen von IT-Ausbilder Stefan Kusiek darauf, „dass unsere Umschulung sehr praxisorientiert ist. Der Unterricht verläuft immer in Kombination von theoretischer Stoffvermittlung und anschließender Anwendung. In speziellen Projekten, die wir u.a. mit der Messe Leipzig zur DreamHack oder mit der Leipziger Dok-Filmwoche umsetzen, müssen Umschüler spannende Aufgaben bewältigen, die im Alltag bestehen müssen.“ Diese Projekte sind für die künftigen IT-Profis eine gute Vorbereitung auf die mehrmonatige betriebliche Lernphase und den späteren Job. „Das und die Berufsperspektiven werden wir an diesem Tag den Gästen vermitteln“, betont Stefan Kusiek.

Im zweiten Teil der Berufsinformationsveranstaltung wird eine LAN-Party stattfinden. Hier werden die Gäste das im Workshop aufgebaute Netzwerk live testen können. „Die LAN-Party ist die spielerische Variante eines komplexen Netzwerks“, erläutert Stefan Kusiek. „Man darf nicht unterschätzen, welchen Aufwand man betreiben muss, um letztlich ordentlich spielen zu können“.

Eine Umschulung zum Netzwerkspezialisten (Fachinformatiker für Systemintegration) oder Programmierer (Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung) dauert im BFW Leipzig nur 2 Jahre und wird mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer abgeschlossen. Arbeitssuchende können für diese Umschulungen einen Bildungsgutschein bei der Agentur für Arbeit bzw. beim Jobcenter beantragen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter: www.bfw-leipzig.de/vernetzt

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

BFW Leipzig

Seit 25 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet der beruflichen Rehabilitation tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück in ein erfülltes Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz, Döbeln, Plauen und Zwickau zur Verfügung. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag nicht nur um Menschen wieder in den Arbeitsprozess zurückzuführen, sondern diese tragen auch durch die Orientierung am Arbeitsmarkt zur Lösung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft bei. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

Weitere Informationen und Bildmaterial:

Berufsförderungswerk Leipzig
gemeinnützige GmbH
Michael Lindner
Leiter PR | Unternehmenskommunikation
Georg-Schumann-Straße 148
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