Donnerstag, April 14th, 2016

 

vdek begrüßt Antikorruptionsgesetz

Donnerstag, 14. April 2016,

Verband der Ersatzkassen e. V.

PRESSEMITTEILUNG – VERBAND DER ERSATZKASSEN E. V.

 

Berlin – Anlässlich der heutigen Verabschiedung des Gesetzes gegen Korruption im Gesundheitswesen durch den Bundestag erklärt Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek):

„Korruption im Gesundheitswesen als Straftatbestand zu ahnden ist lange überfällig. Denn durch Bestechung, Abrechnungsbetrug und Falschabrechnungen entstehen nach Schätzungen des ‚European Healthcare Fraud and Corruption Network‘ jährlich Verluste zwischen drei und zehn Prozent der Gesundheitsausgaben. Für Deutschland entspricht das Schäden von bis zu 18 Milliarden Euro pro Jahr. Vielfach tragen die Versicherten die finanziellen Folgen. Noch schwerer wiegt, dass kriminelle Motive, zum Beispiel bei der Therapieentscheidung, die Gesundheit von Patienten gefährden können. Der vdek begrüßt daher ausdrücklich, dass die Politik nun die bisher bestehende Lücke im Strafrecht schließt und Korruption auch bei niedergelassenen Ärzten und anderen Angehörigen von Heilberufen wie etwa Therapeuten unter Strafe stellt. Das Gesetz kann Schäden für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die Versicherten verhindern, indem es Täter abschreckt.

Gut ist insbesondere, dass die Ermittlungsbehörden künftig auch tätig werden können, wenn kein Strafantrag, zum Beispiel durch eine Krankenkasse, vorliegt. Dies entspricht einer zentralen Forderung des vdek. Das Strafmaß von bis zu drei, in schweren Fällen von bis zu fünf Jahren ist angemessen. Nicht nachvollziehbar ist jedoch, warum Apotheker von den Regelungen teilweise ausgenommen werden. Gerade auch bei der Abgabe von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln bzw. von Medizinprodukten kann es zu Beeinflussung und Vorteilnahme kommen. Ein wirkungsvoller Schutz vor Korruption in diesem Bereich sieht anders aus.“

 

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen mehr als 26 Millionen Menschen in Deutschland versichern:

  • Techniker Krankenkasse (TK)
  • BARMER GEK
  • DAK-Gesundheit
  • KKH Kaufmännische Krankenkasse
  • HEK – Hanseatische Krankenkasse
  • Handelskrankenkasse (hkk)

* (sortiert nach Mitgliederstärke)

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist die Nachfolgeorganisation des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen e. V. (VdAK), der am 20. Mai 1912 unter dem Namen „Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)“ in Eisenach gegründet wurde. In der vdek-Zentrale in Berlin sind rund 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

In den einzelnen Bundesländern sorgen 15 Landesvertretungen mit insgesamt rund 320 sowie weiteren 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Pflegestützpunkten für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.

Presse:

Michaela Gottfried

Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)

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Fachkräfte von morgen muss man heute fördern – die Waldburg-Zeil Kliniken überreichen Deutschland-Stipendium

 

Ulm/Isny – Felix Stefan Johannes Endres heißt der aktuelle Träger des Waldburg-Zeil Deutschlandstipendiums an der Universität Ulm. Kürzlich erhielt der Medizinstudent erneut die Förderzusage feierlich überreicht. Im laufenden Wintersemester 2015/16 erhält der ausgezeichnete Student erstmals 300 Euro monatlich. Die Hälfte dieses Betrags stammt von den Waldburg-Zeil Kliniken, die andere Hälfte vom Bund. „Wir unterstützen gerne so begabte und leistungsstarke Studenten wie Endres“, erläutert Dr. Stephanie Linder, Personalreferentin. „Stipendien sind ein Teil unserer Nachwuchsförderung und zugleich ein Signal, wie wir als Arbeitgeber dem Fachkräftemangel aktiv begegnen können.“ Mit den Deutschlandstipendien fördert die Bundesregierung in Deutschland eine Stipendienkultur für gut ausgebildete Fachkräfte und Nachwuchswissenschaftler. Das Deutschlandstipendium hat sich zu einer wichtigen Säule der Studienfinanzierung entwickelt. Im Wintersemester 2015/2016 werden 65 Studierende der Universität Ulm für ein Jahr durch das Deutschlandstipendium gefördert.

Neben der individuellen Förderung durch das Deutschlandstipendium laden die Waldburg-Zeil Kliniken regelmäßig Medizinstudenten zu Hospitationen in die Kliniken ein, so auch Felix Endres. „Rehabilitation ist vielfältig und für unsere älter werdende Gesellschaft unverzichtbar“, erläutert Dr. Linder. „Viele Erkrankungen können heute erfolgreich behandelt werden. Doch die Operationen, Chemotherapie oder Strahlenbehandlung sind belastend – körperlich und seelisch. Eine Reha hilft, Beschwerden in den Griff zu bekommen und wieder Lebensmut und Lebensfreude zu gewinnen. Damit ist die Reha ein wichtiger Faktor fürs persönliche Wohlbefinden – und für die Rückkehr ins Berufsleben dar. Dieser Aufgabe stellen sich junge Mediziner gerne.“

Die Waldburg-Zeil Kliniken beschäftigen in 12 Einrichtungen in vier Bundesländern insgesamt etwa 3000 Menschen, davon rund 262 Mediziner. Medizinstudenten lernen die Waldburg-Zeil Kliniken unter anderem während der Praxistage kennen. Darüber hinaus stärken die Waldburg-Zeil Kliniken angehende Fachärzte zum Beispiel mit einem breit gefächerten Weiterbildungsangebot in vielen medizinischen Fachbereichen und engagieren sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Seit 2011 verleihen die Waldburg-Zeil Kliniken ein Deutschlandstipendium. In diesem Jahr fördern sie Studenten der Hochschule Kempten und der Universität Ulm

Bildunterschrift

Ulm_IMG_0354Mit dem Deutschland-Stipendium verbunden ist die Einladung an Felix Stefan Endres, die Waldburg-Zeil Kliniken näher kennen zu lernen. Vielleicht ist die Rehabilitationsmedizin künftig eines der Interessengebiete des angehenden Mediziners.