Dienstag, April 12th, 2016

 

Cyber-Risiken im Krankenhaus: Wie Kliniken das unterschätzte Problem meistern können

Presseinformation, Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit

Berlin, 12.04.2016 – Als Anfang Februar der Zentralrechner zweier Krankenhäuser in Düren von Schadsoftware befallen wird, können die Probleme noch binnen sieben Stunden behoben werden. Doch wenig später erwischt es eine Aachener Klinik: Alle EDV-Systeme müssen heruntergefahren werden. Die Notaufnahme bleibt tagelang geschlossen.

Nur zwei Tage später wird ein Neusser Klinikum Opfer einer Cyber-Attacke: Herzinfarkt-Patienten müssen an andere Krankenhäuser verwiesen werden, ein Teil der OPs wird absagt. „Wir arbeiten derzeit im Notfallbetrieb“, so ein Sprecher.

Kurz darauf in einem Krankenhaus in Arnsberg: Auf einem Computer wird Schadsoftware entdeckt und das komplette System muss heruntergefahren werden. Außer Notfällen können zwei Tage lang keine neuen Patienten aufgenommen werden. Befunde müssen persönlich, per Telefon oder Fax übermittelt werden.

Nach Medienberichten sind im Februar 2016 auch Krankenhäuser in Mönchengladbach, Kleve, Kalkar, Essen und Köln betroffen. In Aachen trifft es sogar einen Zentralrechner für 60 Kliniken und Altenpflegeeinrichtungen.

Zu Schaden kommt glücklicherweise in keinem der Fälle jemand, Patientendaten bleiben gesichert.

Bereits im vergangenen Sommer konnte ein deutscher IT-Spezialist per Hack in einem süddeutschen Krankenhaus das Narkosegerät eines großen Herstellers übernehmen. Via Laptops konnte er die Beatmung stoppen und alle Funktionen blockieren. Es war ein Test, Auftraggeber das Krankenhaus!

 

Wie Krankenhäuser der Verwundbarkeit ihrer IT-Systeme besser vorbeugen können, das zeigt eine Veranstaltung auf dem Hauptstadtkongress 2016 auf: „Sicher durch’s Netz: Management von Cyber-Risiken im Krankenhaus„, lautet der Titel. Auf dem Podium: Detlev Hrycej, Geschäftsführer der Ecclesia Versicherungsdienst GesmbH, Dr. Thomas W. Beushausen, Ärztlicher Direktor des Kinder- und Jugendkrankenhaus Auf der Bult, Frank Rustemeyer, Director der HiSolutions AG, Andreas Dahm-Griess, Mitglied der Geschäftsführung der itsc GmbH und Patrick Postel, Geschäftsführender Gesellschafter der Silpion IT-Solutions GmbH.

 

Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 19. Hauptstadtkongress findet vom 8. bis 10. Juni 2016 im CityCube Berlin statt.

 

Weitere Infos finden Sie unter www.hauptstadtkongress.de. Sie können uns auch in den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter folgen.

 

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