Mittwoch, April 6th, 2016

 

Indikationsspezifisch, gesundheitsfördernd und individuell: Das Ernährungskonzept der RehaZentren B-W


Stuttgart, den 01.04.2016. Die Ernährung ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens und bestimmt das physische und psychische Wohlbefinden maßgeblich mit. Dies gilt ganz besonders in speziellen Lebensumständen, wie z.B. bei einer akuten Erkrankung oder in der Rehabilitationsphase. Denn: Eine bedarfsgerechte und bedürfnisorientierte Verpflegung kann Patientinnen und Patienten aktiv bei der Genesung unterstützen und zu mehr Lebensqualität beitragen. Dementsprechend bieten die Kliniken der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH ein differenziertes und vielfältiges Ernährungskonzept an, das ab dem 01. April um eine weitere Kostform erweitert wird: Die kohlenhydrat-reduzierte Ernährung, häufig auch als LOGI®-Methode bekannt.

Gerade im Bereich der Rehabilitation ist die Ernährung für den Krankheitsverlauf und letztendlich den Behandlungserfolg von elementarer Bedeutung. Denn „neben den medizinischen Therapien ist es eines der Hauptziele der Rehabilitation, bei den Patientinnen und Patienten eine Verhaltens- und Lebensstiländerung anzustoßen und damit den Reha-Erfolg nachhaltig zu sichern. Einer der zentralen Bausteine ist hierfür die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, die wir intensiv begleiten“, so Dr. Constanze Schaal, Geschäftsführerin der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH.

Dementsprechend bieten alle Kliniken der RehaZentren Baden-Württemberg ihren Patientinnen und Patienten ein an den neuesten medizinischen Erkenntnissen ausgerichtetes Ernährungskonzept an. Dieses umfasst – streng nach dem Motto „indikationsspezifisch, gesundheitsfördern und individuell“ verschiedene Kostformen sowie spezielle Kost bei Unverträglichkeiten oder Erkrankungen, die einer gesonderten Ernährungstherapie bedürfen.

Im Fokus der Behandlung steht häufig massives Übergewicht und damit eine Vielzahl an ernährungsmitbedingten Krankheiten wie Herzinfarkt, Diabetes oder auch Arthrose des Knie- und Hüftgelenks. Um diesen Erkrankungen erfolgreich zu begegnen, nehmen gesundheitsförderndes Verhalten und Änderung des Lebensstils innerhalb einer rehabilitationsmedizinischen Behandlung einen immer größeren Raum ein. Während ihres Aufenthalts in der Rehaklinik erhalten die Patientinnen und Patienten neben der „eigentlichen“ Behandlung ausführliche Informationen zu ihren Ernährungsgewohnheiten und entsprechende Schulungen. Es werden ihnen damit, neben der medizinischen Rehabilitation, Wege aufgezeigt, die ihnen nach Abschluss der Behandlung eine gesundheitsbewusste und gesundheitsfördernde Lebensweise in Alltag und Beruf ermöglichen.

Um dieses Ziel zu erreichen, muss eine Gratwanderung erfolgreich gemeistert werden, da viele Patientinnen und Patienten erstmals im Zuge ihrer Behandlung mit ihren Essgewohnheiten konfrontiert werden: Einerseits soll ihnen ausschließlich gesundes Essen angeboten werden, andererseits entspricht dieses oftmals nicht traditionellen Essensgewohnheiten und muss erst einmal schmackhaft gemacht werden.

Dieser Herausforderung begegnen die Kliniken der RehaZentren Baden-Württemberg erfolgreich durch ein differenziertes und vielfältiges Ernährungskonzept, denn „Genuss lebt von der Vielfalt“. Hierbei legen die Ärzte gemeinsam mit dem Patienten fest, welche Kostform anhand der Indikation und der Motivation des Patienten sinnvoll ist. Um eine möglichst hohe Zufriedenheit und einen möglichst nachhaltigen Erfolg zu erreichen, werden sowohl die gesundheitlichen Aspekte als auch die individuellen Vorlieben des Patienten bei der Auswahl berücksichtigt.

Den Patienten angeboten werden hierbei insbesondere vegetarische Kost und mediterrane Kost. Um das Angebot bedarfsgerecht zu erweitern, bieten die RehaZentren Baden-Württemberg ab dem 01. April 2016 in ihren Kliniken eine weitere Kostform an: Die kohlenhydratreduzierte Ernährung, häufig auch als LOGI®-Methode bekannt. Dr. med. Robert Nechwatal, Chefarzt der Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl und Sprecher der Chefärzte der RehaZentren Baden-Württemberg, ist von den medizinischen Vorteilen dieser Kostform überzeugt: „Insbesondere in der Therapie der Diabetes Typ 2 und bei der Gewichtsabnahme sind mit einer kohlenhydratreduzierten Ernährung große Erfolge möglich“. Bei der LOGI®-Methode werden die kohlenhydratreichen Nahrungsmittel zum größten Teil durch Gemüse und Salat (mindestens drei Portionen) und Obst (zwei Portionen) ersetzt. Der Eiweiß- und Fettanteil führt zu einer langfristigen Sättigung, sodass viele Patientinnen und Patienten von einem Ausbleiben von Heißhungerattacken zwischen den Mahlzeiten berichten. Durch den hohen Gemüseanteil stellt sich meist von alleine eine Kalorienreduktion ein.

Der klinikübergreifenden Einführung ging eine intensive Vorbereitungsphase unter Leitung von Dr. med. Sylvia Zipse, Chefärztin der Rehaklinik Ob der Tauber in Bad Mergentheim, voraus: „Bei der Einführung einer neuen Kostform geht es nicht nur um die Erweiterung der Speisekarte. Die Ernährung ist zentraler Bestandteil des Therapiekonzepts. Dies bedeutet, dass wir nicht nur unsere Köche sondern auch unsere Diabetesberaterinnen, Diabetesassistentinnen und Diätassistentinnen sowie das Servicepersonal intensiv geschult haben“.

In Bezug auf die Ernährung nach der LOGI®-Methode können die RehaZentren Baden-Württemberg auf die langjährige und äußerst positive Erfahrung ihrer Verbundsklinik Überruh in Isny/Allgäu zurückgreifen: „Die kohlenhydratreduzierte Ernährung steht bei uns bereits seit langem auf dem Speiseplan und wird von den Patienten nicht nur sehr gut angenommen, auch die Erfolge lassen sich sehen: Betrachtet man den Typ 2-Diabetes, so ist die kohlenhydratreduzierte Ernährung neben der Bewegungstherapie eine effektive Methode um den Blutzuckerspiegel auf einem niedrigen Niveau zu halten und damit Diabetesmedikamente auf Dauer zu reduzieren oder ganz abzusetzen“, erläutert Chefarzt Dr. med. Thomas Bösch.

RehaZentren Baden-Württemberg

Unter dem Dach der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH sind neun Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation mit individuellen Profilen zusammengeführt. Acht Standorte liegen in Baden-Württemberg, ein weiterer in Bayern. Die Geschäftsleitung hat ihren Sitz in Stuttgart.
Die Kliniken erbringen ein breites Spektrum an rehabilitativen und präventiven Dienstleistungen. Sie ergänzen sich gegenseitig, sodass wertvolle Synergieeffekte entstehen. Vernetzte Strukturen und die fachliche Zusammenarbeit sichern eine optimale Betreuung der Patientinnen und Patienten.

Kontakt:
Jörg Skupin, Referent Public Relations
RehaZentren der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg gGmbH
Wilhelmsplatz 11, 70182 Stuttgart
E-Mail: j.skupin@rehazentren-bw.de; Tel.: 0711 6994 639 20


Reha-Update: Workshop zu Motivational Interviewing

8. Juli 2016

Der Rehabilitationswissenschaftliche Forschungsverbund Freiburg e.V. lädt zur Teilnahme am nächsten Reha-Update ein. Es findet am Freitag, den 08. Juli 2016 in Freiburg statt und beschäftigt sich mit dem Thema „Motivational Interviewing“. Für das Update wird bei der Landesärztekammer und der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg die Anerkennung als Fortbildungsveranstaltung mit 3 Punkten beantragt. Die Veranstaltung wird außerdem vom Freiburger Ausbildungsinstitut für Verhaltens­therapie sowie für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie anerkannt.

 

 

Kontakt:

 

UNIVERSITÄTSKLINIKUM FREIBURG

Institut für Medizinische Biometrie und Medizinische Informatik
Sektion Versorgungsforschung und Rehabilitationsforschung

Susanne Walter
Soziologin, M.A.

Koordinierungsstelle Versorgungsforschung Freiburg sowie
Geschäftsstelle Rehabilitationswissenschaftlicher Forschungsverbund Freiburg e.V.

Engelbergerstr. 21

D-79106 Freiburg

Telefon: 0761 270-73530

Telefax: 0761 270-73310

 

E-Mail:susanne.walter@uniklinik-freiburg.de sowie fr-geschaeftsstelle@fr.reha-verbund.de

 

Homepage:

www.versorgungsforschung.uni-freiburg.de

www.fr.reha-verbund.de

www.aqms.de


Deutscher Ethikrat fordert, das Patientenwohl als Maßstab für das Krankenhaus zu verankern

Deutscher Ethikrat

Berlin .– In seiner heute veröffentlichten Stellungnahme legt der Deutsche Ethikrat Empfehlungen für eine am Patientenwohl orientierte Ausgestaltung der Krankenhausversorgung vor.

Die Krankenhausversorgung ist seit Jahrzehnten Gegenstand kontroverser politischer Debatten. Sie entzünden sich etwa an der allgemeinen Kostenentwicklung im Gesundheitswesen, an Innovationen in der Medizin, an veränderten Erwartungshaltungen der Patienten und an der demografischen Entwicklung. Der zunehmende ökonomische Druck, insbesondere auch auf den Krankenhaussektor, wirft zunehmend Fragen nach dem leitenden normativen Maßstab der Krankenhausversorgung auf.

Als maßgebliches ethisches Leitprinzip stellt der Deutsche Ethikrat das Patientenwohl in den Mittelpunkt seiner Stellungnahme. Drei Kriterien bestimmen das Patientenwohl: die selbstbestimmungsermöglichende Sorge für den Patienten, die gute Behandlungsqualität sowie Zugangs- und Verteilungsgerechtigkeit.

Mit Blick auf diese drei Kriterien ergeben sich unterschiedliche Konfliktfelder. Diese betreffen vor allem die schwindenden Möglichkeiten einer angemessenen Kommunikation in der Arzt-Patient-, Pflegende-Patient- und Therapeut-Patient-Beziehung sowie die zunehmende Schwierigkeit für die im Krankenhaus Tätigen, ihre berufsethischen Pflichten umzusetzen. Zudem erweist es sich insbesondere mit Blick auf Patientengruppen mit besonderen Bedarfen als zunehmend problematisch, für sie einen gleichen Zugang zu Krankenhausleistungen und eine gerechte Verteilung der Ressourcen sicherzustellen. Dies betrifft Kinder und Jugendliche, Patienten in hohem Lebensalter, Patienten mit geriatrietypischen Erkrankungen, mit Demenz, mit Behinderung und Patienten mit Migrationshintergrund.

Der Deutsche Ethikrat legt 29 Empfehlungen zur Verankerung und Gewährleistung der Patientenwohlorientierung in der Krankenhausversorgung vor.

Zunächst empfiehlt der Ethikrat, eine bessere Kommunikation im Krankenhaus sicherzustellen. Dazu gehört die Förderung der kommunikativen und interkulturellen Kompetenz aller im Krankenhaus Tätigen. Diesbezüglich sollten Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote entwickelt werden. Zudem sollte der zeitliche und organisatorische Aufwand bei den Vorgaben für die Vergütung innerhalb des DRG-Systems berücksichtigt werden. Dies betrifft sowohl die Kommunikation mit Patienten als auch die interprofessionelle Kommunikation.

Des Weiteren sollte die Situation der Pflege im Krankenhaus nachhaltig verbessert werden. Unter anderem sollten Pflegepersonalschlüssel in Abhängigkeit von Stations- und Bereichsgrößen für Krankenhäuser entwickelt und die Voraussetzungen für eine personale Kontinuität in der Pflege der Patienten geschaffen werden.

Zur Weiterentwicklung des DRG-Systems empfiehlt der Ethikrat, Fehlanreizen entgegenzuwirken, die dem Patientenwohl entgegenstehen, z. B. indem sie eine vorzeitige oder verzögerte Entlassung oder Verlegung eines Patienten nahelegen. So sollte bei multimorbiden Patienten die Abrechnung von zwei und mehr DRGs für einen Krankenhausaufenthalt ermöglicht werden. Für hochaltrige Patienten, Patienten mit seltenen Erkrankungen oder Patienten mit besonderen Verhaltensauffälligkeiten sollten neue Vereinbarungsmöglichkeiten für Zusatzentgelte geschaffen werden. Zur Vermeidung unnötiger Eingriffe und Prozeduren sollten Vergütungsmodelle entwickelt und geprüft werden, in denen auch die begründete Unterlassung etwaiger Maßnahmen ihren Niederschlag findet.

Zum Ausbau qualitätssichernder Strukturen sollte ein Programm des Bundes die Einrichtung multidisziplinärer Zentren fördern, die sich an bestimmten Krankheitsbildern orientieren.

Die Dokumentationspflichten sollten vereinfacht werden, um mehr Zeit für die Patientenversorgung zu gewinnen. Hierzu sollten unter anderem Modelle mit digitaler Unterstützung entwickelt und erprobt werden.

Zur besseren Krankenhausversorgung für Patientengruppen mit besonderen Bedarfen empfiehlt der Ethikrat unter anderem, kinderspezifische DRGs einzuführen bzw. die Kindermedizin vom DRG-Abrechnungssystem zu entkoppeln. Für Menschen mit Behinderung sollten im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention Krankenhäuser barrierefrei gestaltet und Bedingungen geschaffen werden, die ihren besonderen Belangen gerecht werden. Außerdem sollte allen Menschen mit Behinderung der Zugang zur Leistung zusätzlicher Assistenzpflege im Krankenhaus ermöglicht werden. Für Patienten mit Demenz sollten demenzsensible Versorgungsstrukturen gefördert werden.

Darüber hinaus schlägt der Deutsche Ethikrat vor, transparente Kriterien für eine primär am Patientenwohl ausgerichtete Krankenhausplanung zu entwickeln. Auch wird empfohlen, bundeseinheitliche Standards für die Krankenhausplanung einzuführen und die Schnittstellenproblematik zwischen stationärem und ambulantem Sektor erneut unter dem besonderen Aspekt des Patientenwohls systematisch zu analysieren und zu evaluieren.

Der vollständige Text der Stellungnahme findet sich unter http://ots.de/LfD3f.

Pressekontakt:

Ulrike Florian
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Deutscher Ethikrat
Jägerstraße 22/23
D-10117 Berlin

Tel: +49 (0)30/20370-246
Fax: +49 (0)30/20370-252
E-Mail: florian@ethikrat.org
URL: http://www.ethikrat.org

Demenz betrifft auch den Partner

 

zqp_zentrum für quali in der pflege_logo_480x240Mittwoch, 06. April 2016, 10:42 Uhr

Zentrum für Qualität in der Pflege

PRESSEMITTEILUNG DES ZENTRUMS FÜR QUALITÄT IN DER PFLEGE (ZQP)

 

Berlin – Angehörige können durch Unterstützung von paartherapeutischen Übungen den Alltag mit einem demenziell erkrankten Partner besser meistern. Darauf weist eine aktuelle Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege hin (ZQP).

Demenzielle Erkrankungen belasten nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch deren soziales Umfeld erheblich. Das Fortschreiten der Krankheit stellt vor allem pflegende Partner vor große Herausforderungen. Erschöpfungszustände und Beziehungskonflikte können die Folgen sein. Dass durch gemeinsames Training mit dem demenzkranken Partner das eigene Befinden verbessert und die Beziehung entlastet werden kann, zeigen die Ergebnisse einer neuen ZQP-Untersuchung, dem sogenannten Dyadem-Projekt des ZQP und der Universität Potsdam.

Im Fokus der Studie stand die Wirksamkeit von psychosozialen Unterstützungsprogrammen bei demenz-betroffenen Paaren im eigenen Zuhause. Dabei lernten die Teilnehmer unter Anleitung von Psycho- und Sozialtherapeuten die unterschiedlichen Alltagsprobleme, die sich zwischen Angehörigem und demenzerkranktem Partner einstellen können, besser zu bewältigen. Inhaltliche Schwerpunkte waren dabei z. B. das Einüben eines demenzgerechten Kommunikationsstils, das Trainieren von Stressbewältigung oder auch praktische Übungen zur Entspannung. 28 Paare aus verschiedenen Landkreisen in Brandenburg nahmen am Projekt teil. Da die Sitzungen bei den Teilnehmern zuhause stattfanden, bestand für die Paare in den eher ländlichen Gegenden eine sehr niedrige Hürde um an den Unterstützungsmaßnahmen teilnehmen zu können.

„Gerade im ländlichen Raum bestehen große Lücken bei der Beratung und bedürfnisgerechten Versorgung von demenzkranken Menschen. Wichtig für Betroffene sind einfacher Zugang und räumliche Nähe von Angeboten. Gesundheitliche Versorgungsleistungen werden oft erst in Anspruch genommen, wenn die Demenz bereits weiter fortgeschritten ist. Deswegen ist es auch wichtig, dass die Pflegeberatung und die Hausärzte gut vernetzt sind und auf nah gelegene Hilfsmöglichkeiten hinweisen können“, erklärt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP.

Im Vergleich zu städtischen Gebieten müssen Partner von Demenzkranken auf dem Land in der Regel längere Wege zurücklegen und mehr Zeit investieren, um geeignete Unterstützungsangebote in Anspruch zu nehmen. Dazu stellen sich ihnen die gleichen Fragen, die auch bei Partnerschaften mit demenziell Erkrankten in der Stadt auftauchen: Wie gehe ich mit den neu verteilten Rollen in unserer Partnerschaft um? Was kann ich tun, um mich vor einer psychischen oder körperlichen Überlastung bei der Versorgung meines Partners zu schützen? Oder wie reagiere ich darauf, wenn mein Partner das Essen oder Trinken verweigert, unruhig umherläuft oder gar aggressiv ist?

Um pflegende Partner in dieser Lage zu unterstützen, hat das ZQP einen Ratgeber erarbeitet. Darin finden sich Praxistipps für das gemeinsame Leben mit einem demenziell erkrankten Partner. Anhand von konkreten Fallbeispielen, die auf Erfahrungen beruhen, erhalten pflegende Angehörige alltagspraktische Hinweise u. a. zu Kommunikation, Verhalten und Wohnraumgestaltung.

„Mit der wachsenden Zahl hochaltriger Menschen nimmt auch die Zahl der demenziellen Erkrankungen weiter zu – und damit auch die der betroffenen Angehörigen. Ziel des Ratgebers ist es daher, den vielen Herausforderungen, die durch ein Leben mit einem demenziell erkrankten Partner entstehen, mit Impulsen aus dem Erfahrungsschatz anderer Angehöriger zu begegnen – in verständlicher Sprache und ohne zu belehren“, erklärt Suhr.

Mehr zum Ratgeber finden sie auf www.zqp.de. Für kostenlose Bestellungen der Printausgabe wenden Sie sich bitte an info@zqp.de.

Pressekontakt:

Torben Lenz

Tel: 030 275 93 95 – 15

E-Mail: torben.lenz@zqp.de

 


„Medizin via Smartphone“ als großes Trendthema auf der conhIT 2016

conhIT_2016conhIT Connecting Healthcare IT

Berlin, 19. – 21. April 2016

 

 

PRESSE-INFORMATION

 

Die Bedeutung von Apps, Wearables & Co. im Gesundheitsmarkt nimmt stets weiter zu. Unter dem Thema „Medizin via Smartphone“ erwarten auf der conhIT – Connecting Healthcare IT, Europas größten Event für Gesundheits-IT, zahlreiche Veranstaltungen, die sich mit den aktuellen Entwicklungen auseinandersetzen.

 

Berlin, 6. April 2016 – Mit der zunehmenden Digitalisierung hält immer mehr auch die Medizin Einzug auf den Smartphones vieler Nutzer. Der mHealth-Markt rund um Apps, Wearables & Co. boomt und wird zunehmend zu einem wichtigen Bestandteil des globalen eHealth-Marktes. Wie schon im letzten Jahr setzt deshalb die conhIT 2016, die vom 19. bis zum 21. April in Berlin stattfindet, an den drei Messe- und Kongresstagen einen ihrer Akzente auf das Thema „Medizin via Smartphone“.

 

Die größte Networking-Plattform auf der conhIT bietet dabei die „mobile health ZONE“, auf der aktuelle Innovationen und Trends im mHealth-Bereich präsentiert werden, über die sich Akteure aus den verschiedensten Bereichen im Gesundheitswesen informieren können. Mittlerweile haben die meisten Akteure aus dem Gesundheitswesen das Potenzial von mHealth-Lösungen für sich erkannt – so beispielsweise verstärkt auch gesetzliche Krankenversicherungen. „Die meisten Menschen nutzen Smartphones, Wearables und das mobile Internet ganz normal in ihrem Alltag. Wir wollen unsere Versicherten dazu motivieren, aktiv zu werden und gesundheitsbewusst zu leben. Deshalb empfinden wir es als einen Schritt mit der Zeit, unseren Versicherten auch ein digitales Prämienprogramm anzubieten“, so erläutert Sascha Porbadnik, Leiter der Stabstelle IT-Service & Business Intelligence der AOK Nordost, die Idee hinter der App-Entwicklungen seitens seines Unternehmens.

 

Auch die Pharmabranche sieht die zukünftigen Lösungen als unverzichtbar an. „Apps, Wearables, Big Data werden unsere bisherige Welt schon im nächsten Jahrzehnt komplett verändern. Diesbezüglich sind wir am Anfang einer langen, aber aufregenden Reise“, so die Prognose von Ralph Lägel, Senior Manager für Healthcare Strategies von Pfizer Pharma GmbH.

 

Trotz der Euphorie rund um die neuen digitalen Lösungen gilt der Blick auch Richtung kritischer Themen, wie Datenschutz, Datenqualität, Verbindlichkeit und Interoperabilität. Beim letzteren Thema konstatiert Jens Naumann, Geschäftsführer von medatixx, einem der Goldpartner-Unternehmen der conhIT, ein Umdenken in der Startup-Szene: „Die App-Anbieter verstehen zunehmend, dass sie für die Einführung ihrer Apps in die Regelversorgung nicht nur Verträge mit Krankenkassen benötigen, sondern dass für die Akzeptanz der Apps oft auch eine Integration in die IT-Prozesse der Praxen und Krankenhäuser zwingend nötig ist.“ Die Vision von medatixx ist deswegen eine Art „Med-App-Store“, in dem auf ihre Kompatibilität geprüfte Apps verfügbar sind, die direkt mit dem Praxis-IT-System interagieren. „Wir wollen die Apps von Drittanbietern über eine idealerweise brancheneinheitliche Standard-Schnittstelle anbinden und so teure Individualprogrammierungen vermeiden“, so Jens Naumann weiter.

 

Von Startup bis etabliertem Gesundheits-IT-Anbieter, von Kostenträger über Leistungserbringer bis hin zum Pharmaunternehmen und am Ende schließlich auch der Patient – das Thema „Medizin via Smartphone“ vereint alle Akteure im Gesundheitswesen miteinander. Im Rahmen der Industriemesse, Kongress-Sessions sowie des Networking-Programms der conhIT erwarten alle Besucher hierbei spannende Veranstaltungen und anregende Diskussionen.

 

Weiterführende Texte zum Thema „Medizin via Smartphone“ sowie Interviews von Sascha Porbadnik (AOK Nordost) und Ralph Lägel (Pfizer) finden Sie hier.

 

Ein ausführliches Interview zu den Produkten von dem conhIT-Goldpartner medatixx finden Sie hier.

 

 

Über die conhIT – Connecting Healthcare IT

Die conhIT richtet sich an Entscheider in den IT-Abteilungen, im Management, der Medizin und Pflege sowie an Ärzte, Ärztenetze und Medizinische Versorgungszentren, die sich über die aktuellen Entwicklungen von IT im Gesundheitswesen informieren, Kontakte in der Branche knüpfen und sich auf hohem Niveau weiterbilden wollen. Als integrierte Gesamtveranstaltung mit Industrie-Messe, Kongress, Akademie und Networking-Events bündelt sie an drei Tagen die Angebote, die für die Branche attraktiv sind. Die conhIT, die 2008 vom Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e.V. als Branchentreff der Healthcare IT initiiert wurde und von der Messe Berlin organisiert wird, hat sich mit 388 Ausstellern und rund 7.500 Besuchern in 2015 zu Europas wichtigster Veranstaltung rund um IT im Gesundheitswesen entwickelt.

 

Die conhIT wird in Kooperation von den Branchenverbänden Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e.V., GMDS (Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie) e.V., BVMI (Berufsverband Medizinischer Informatiker) e.V. sowie unter inhaltlicher Mitwirkung von KH-IT (Bundesverband der Krankenhaus-IT-Leiterinnen/Leiter) e.V. und CIO-UK (Chief Information Officers – Universitätsklinika) gestaltet.

 

Diese Presse-Information finden Sie auch im Internet: www.conhit.de.

 

Pressekontakte:

 

Bundesverband

Gesundheits-IT e. V.
(bvitg e. V.)

Natalie Gladkov

Pressereferentin

Taubenstraße 23
10117 Berlin

Tel.: +49 30 20622 5818
Fax: +49 30 20622 5869
natalie.gladkov@bvitg.de

 

Messe Berlin GmbH

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Emanuel Höger

Pressesprecher

und Leiter Presse- und

Öffentlichkeitsarbeit

Corporate Communication

Unternehmensgruppe

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Astrid Zand

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