Dienstag, April 5th, 2016

 

Weltgesundheitstag: Diabetes – psychosoziale Versorgung stärken

05.04.2016

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN)

 

Menschen mit Diabetes mellitus haben ein deutlich erhöhtes Risiko, an einer Depression zu erkranken. Auch Angststörungen, Demenz und andere psychische Erkrankungen treten bei Diabetespatienten häufiger auf. Anlässlich des Weltgesundheitstages ruft DGPPN-Präsidentin Dr. Iris Hauth deshalb dazu auf, die Wechselwirkungen von Diabetes mellitus und psychischen Erkrankungen in der Versorgung stärker in den Fokus zu rücken.

„Diabetes mellitus zählt zu den größten Volkskrankheiten in Deutschland. Mehr als 4,5 Millionen Menschen sind betroffen. Dass zwischen der Stoffwechselerkrankung und der psychischen Gesundheit ein enger Zusammenhang besteht, ist vielen Patienten – und auch vielen Fachleuten in der Versorgung – jedoch noch nicht ausreichend bewusst. Besonders signifikant zeigt sich dies am Beispiel der Depression: Mehr als 12 Prozent der Patienten mit Diabetes mellitus leiden an einer Depression, bei rund 30 Prozent ist eine erhöhte Depressivität festzustellen. Gleichzeitig erhöhen Depressionen auch das Risiko für Diabetes – es besteht also ein wechselseitig erhöhtes Komorbiditätsrisiko.

Bei der Behandlung von Diabetes mellitus bleiben psychische Erkrankungen oftmals unerkannt. Weniger als ein Drittel aller Patienten mit komorbider Depression erhalten eine entsprechende Diagnose und Behandlung. Oftmals stehen auch heute noch die Blutzuckerwerte und rein körperliche Behandlungsziele im Vordergrund. Es entsteht ein Teufelskreis: Werden psychische Erkrankungen nicht leitliniengerecht behandelt, können sie auch eine effektive Behandlung der Diabetes mellitus verhindern und dadurch Komplikationen verursachen – was sich wiederum negativ auf den psychischen Gesundheitszustand der Betroffenen auswirkt. Depressionen gehen zudem mit Symptomen wie Antriebslosigkeit und Niedergeschlagenheit einher, was für die Patienten das anspruchsvolle Selbstmanagement der Diabetes mellitus zusätzlich erschwert. Gleichzeitig kann die Behandlung von Depressionen mit bestimmten Antidepressiva zu einer Gewichtszunahme führen, was sich ungünstig auf die Diabetessituation auswirken kann.

Anlässlich des Weltgesundheitstages in dieser Woche ruft die DGPPN dazu auf, in der Versorgung ein größeres Bewusstsein für diese komplexen Wechselwirkungen zu entwickeln. Bei der Behandlung von Diabetespatienten müssen Haus- und Fachärzte den körperlichen und psychosozialen Faktoren eine gleichermaßen wichtige Rolle beimessen. Gleichzeitig müssen Menschen mit Depressionen konsequent und regelmäßig auf Diabetes untersucht werden. Die Bedeutung psychischer Erkrankungen für den Krankheitsverlauf von Diabetes mellitus hat auch der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bei der Aktualisierung des Disease-Management-Programms (DMP) vor wenigen Wochen erkannt. Die psychosoziale Betreuung der Patienten hat darin mehr Gewicht erhalten. Dieser Schritt geht zwar in die richtige Richtung, doch eine qualitative Verbesserung der Versorgung lässt sich nur erzielen, wenn die medizinischen Behandlungsleitlinien zu Diabetes und psychischen Erkrankungen konsequent und flächendeckend umgesetzt werden.“

 

Kontakt
DGPPN-Pressestelle
Reinhardtstraße 27 B
10117 Berlin
Tel.: 030.2404 772-11
E-Mail: pressestelle[at]dgppn.de

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DGPPN-Pressemitteilung: Weltgesundheitstag – psychosoziale Versorgung bei Diabetes stärken [PDF; 285KB]


Patientensicherheit durch Hygiene und Infektionsschutz – Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik erhält Qualitätssiegel

 

 

Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik gehört zu den sichersten Kliniken im Oberbergischen Kreis: Für ihr Hygienemanagement erhielt die Nümbrechter Rehaklinik das Zertifikat „Patientensicherheit durch Hygiene und Infektionsschutz“. Im Bild (v.l.n.r.): Dr. Jorg Nürmberger (Kreisgesundheitsdezernent), Jochen Hagt (Landrat des Oberbergischen Kreises), Claudia Rösing (MRE Koodinatorin Rhein-Ahr), Marina Siskova (Pflegedienstleitung in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik), Reinhard Schulte (staatlich geprüfte Hygienefachkraft des Deutschen Beratungszentrums für Hygiene). Quelle: Foto: OBK

Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik gehört zu den sichersten Kliniken im Oberbergischen Kreis: Für ihr Hygienemanagement erhielt die Nümbrechter Rehaklinik das Zertifikat „Patientensicherheit durch Hygiene und Infektionsschutz“. Im Bild (v.l.n.r.): Dr. Jorg Nürmberger (Kreisgesundheitsdezernent), Jochen Hagt (Landrat des Oberbergischen Kreises), Claudia Rösing (MRE Koodinatorin Rhein-Ahr), Marina Siskova (Pflegedienstleitung in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik), Reinhard Schulte (staatlich geprüfte Hygienefachkraft des Deutschen Beratungszentrums für Hygiene). Quelle: Foto: OBK

Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik gehört in punkto Infektionsschutz zu den sichersten Kliniken im Oberbergischen Kreis: In einem Qualitätstest zur Patientensicherheit schaffte es die Nümbrechter Rehaklinik auf Platz 2.

 

Nümbrecht. Um zu vermeiden, dass sich Patienten während ihres Krankenhausaufenthalts bei ihren Mitpatienten infizieren, ist ein gutes Hygienemanagement unerlässlich. Dadurch lässt sich die Übertragung von Krankenhauskeimen effektiv verringern. Damit sich die Patienten in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik nicht infizieren, erfüllt die Klinik strenge Hygienevorschriften. Dafür wurde sie jetzt mit dem Zertifikat „Patientensicherheit durch Hygiene und Infektionsschutz“ ausgezeichnet. In einem Qualitätstest des „mre-Netzwerkes“ erzielte sie mit 40,5 von 42 Qualitätspunkten fast die Höchstpunktzahl. Von allen getesteten Einrichtungen im Oberbergischen Kreis landete sie damit auf Platz 2. Insgesamt hatten 74 Einrichtungen Ende 2015 an dem Test teilgenommen.

 

„Für uns hat die Sicherheit unserer Patienten oberste Priorität. Um das Infektionsrisiko in unserer Klinik so gering wie möglich zu halten, achten wir auf strikte Hygienemaßnahmen“, erklärt Reinhard Schulte, staatlich geprüfte Hygienefachkraft des Deutschen Beratungszentrums für Hygiene. Wie gut die Maßnahmen in der Klinik funktionieren, zeige das überdurchschnittliche Ergebnis im Qualitätstest.

 

Hygienemanagement in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik

Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik erfüllt eine Reihe von Maßnahmen, um die Infektionsgefahr einzudämmen, wie z. B. eine Hygienefachkraft und  einen Hygieneschutzbeauftragten. Hinzu kommen speziell geschulte Pflegekräfte, Ärzte und Therapeuten. Besonderen Wert legt die Rehaeinrichtung auf die Handhygiene. „Immerhin werden 80 % der Krankenhauskeime laut WHO über die Hände übertragen“, erläutert Schulte. Für das Klinikpersonal finden regelmäßige Schulungen und Fortbildungsmaßnahmen zur Infektionsprävention statt. „Ein wesentlicher Faktor für ein funktionierendes Hygienemanagement ist immer auch das Know-How und eine gute Kooperation der Mitarbeiter. Das klappt bei uns sehr gut!“, freut sich Schulte.

 

Weitere Informationen unter: http://www.mre-rhein-ahr.net

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Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik

Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik ist seit über 20 Jahren auf Rehabilitationsmaßnahmen in den Bereichen Neurologie, Orthopädie und Osteologie spezialisiert. Sie verfügt außerdem über eine interdisziplinäre neuro-orthopädische Station. Seit April 2014 kann sie auf ihrer Frührehastation für neurologisch Schwerstbetroffene auch beatmungspflichtige  Patienten aufnehmen. Insgesamt behandelt die Klinik pro Jahr durchschnittlich 4.300 Rehabilitanden und beschäftigt 207 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Standort Nümbrecht im Bergischen Land.Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik gehört mit acht weiteren Rehabilitationskliniken zur Dr. Becker Klinikgruppe. Das inhabergeführte Familienunternehmen mit Hauptsitz in Köln hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Rehabilitation des 21. Jahrhunderts zu gestalten.  www.dbkg.de/rhein-sieg-klinik

 

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Kontakt und Nachfragen:

Dr. Becker Klinikgesellschaft mbH & Co. KG

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Nora Henn

Parkstraße 10 / 50968 Köln / Tel. : (+49) 221 – 934647-45 / Fax : -40  nhenn@dbkg.de   http://www.dbkg.de   www.dr-becker-karriere.de

 


40 Millionen Menschen in Deutschland informieren sich im Internet über Gesundheitsthemen

Zahl der Woche vom 05.04.2016

Wiesbaden.– Knapp 40 Millionen Menschen in Deutschland suchten im Jahr 2015 online nach Informationen zum Thema Gesundheit wie zum Beispiel zu Verletzungen, Krankheiten, Ernährung und gesundheitserhaltenden Maßnahmen. Das entsprach einem Anteil von 67 % der Internetnutzerinnen und -nutzer ab 10 Jahre. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April weiter mitteilt, war dies ein Zuwachs von knapp 11 Prozentpunkten gegenüber 2010.

Frauen waren interessierter an Gesundheitsthemen als Männer: 76 % der Internetnutzerinnen ab 10 Jahre informierten sich darüber im World Wide Web im Vergleich zu 59 % der Internetnutzer.

Die vollständige Zahl der Woche (inklusive PDF-Version) sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

Weitere Auskünfte gibt:
Auskunftsdienst Einkommen, Konsum, Lebensbedingungen
Telefon: (0611) 75-8880,
www.destatis.de/kontakt

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Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
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