Donnerstag, März 17th, 2016

 

DVSG-Fortbildungsseminare „Soziale Arbeit in der medizinischen Rehabilitation“ im April – noch einige Plätze buchbar

Die DVSG bietet im April zwei Fortbildungsseminare im Bereich Soziale Arbeit in der medizinischen Rehabilitation an. In beiden Seminaren sind noch wenige Plätze verfügbar.

Das MBOR: Train-the-Trainer-Seminar am 1. und 2. April 2016 in Berlin gibt in kompakter Form eine Einführung in die Methodik, Didaktik und Inhalte von Schulungsprogrammen von Sozialer Arbeit in der medizinischen Rehabilitation. Anhand der wachsenden Bedeutung Sozialer Arbeit, insbesondere im Rahmen von MBOR, war es notwendig, Standards zu entwickeln und Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern in der Praxis zur Verfügung zu stellen. In einem einjährigen Prozess entstand ein Schulungsmanual, das in dem 2-tägigen Seminar vorgestellt wird.

Am ersten Tag der Veranstaltung steht das Thema „Methodik und Didaktik in Klein- und Großgruppen“ im Vordergrund. Am zweiten Tag des TTT-Seminars erfolgt die Einführung in das Schulungsmanual der DVSG. Die Schulungsprogramme für die in der medizinisch-beruflichen Rehabilitation möglichen Kleingruppen werden vorgestellt und in Gruppenarbeit die Vor- und Nachteile sowie Umsetzungsmöglichkeiten für die eigene Praxis erarbeitet und diskutiert.

Weitere Informationen und Anmeldung unter http://dvsg.org/hauptnavigation-links/dvsg-fortbildungen/soziale-arbeit-in-der-medizinischen-rehabilitation-mbor-train-the-trainer-Berlin/

Bei dem zweiten Reha-Seminar am 15. und 16. April 2016 in Berlin steht der Erwerbsbezug und die ICF im Mittelpunkt.

LTA, BU und ICF? Abkürzungen sind im Reha-Alltag schnell gesprochen, doch was bedeuten ihre Inhalte für die professionelle Sozialberatung?

Experten der Deutschen Rentenversicherung werden die Themen LTA und BU im Rahmen der berufsbezogenen medizinischen Rehabilitation ausführlich darstellen und Fragen aus der Praxis beantworten. Die Begriffe Arbeitsunfähigkeit, Grad der Behinderung, Minderung der Erwerbsfähigkeit und Erwerbsminderung erläutert und gegeneinander abgrenzt. Gesetzes- und Leistungszwecke aus SGB V, VI, VII und IX werden veranschaulicht, um die Nachvollziehbarkeit von Leistungen zu erleichtern und Patienten eindeutiger zu ihren Ansprüchen beraten zu können. Abschließend wird auf das Betriebliche Eingliederungsmanagement als Teilverantwortung von Arbeitgebern für den Erhalt der Arbeitsfähigkeit eingegangen.

Das Klassifikationssystem ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) ist in der Rehabilitation mittlerweile etabliert. Aus Sicht der Sozialen Arbeit liegt die Stärke der ICF in ihrem Fokus auf Aspekte der Teilhabe. Am 2. Tag der Fortbildung wird daher die ICF vorgestellt und ihre Struktur an praktischen Beispielen aufgezeigt. Aspekte der Nutzung für die Soziale Arbeit werden dargestellt und Möglichkeiten der Anwendung in der Sozialen Arbeit in der medizinischen Rehabilitation diskutiert.

Weitere Informationen und Anmeldung unter http://dvsg.org/hauptnavigation-links/dvsg-fortbildungen/soziale-arbeit-in-der-medizinischen-rehabilitation-erwerbsbezug-icf-und-reha-update/


Patienten-Seminar der Selbsthilfegruppe „Tinnischluss“ Reinbek über Tinnitus und den Umgang mit dem quälenden Ohrgeräusch

Reinhardt Jennerjahn Tinnitus SHG Reinbek - KopieAm Donnerstag, den 7. April 2016 veranstaltet die Selbsthilfegruppe „Tinnischluss“ Reinbek, eine Gruppe der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL), ein Patienten-Seminar über Tinnitus, den Umgang mit dem quälenden Ohrgeräusch sowie die Möglichkeit einer Reha-Behandlung. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Tinnitus – Reha vor Rente“ und findet in der Aula des Krankenhauses Reinbek St. Adolf-Stift, Hamburger Straße 41 in Reinbek statt. Beginn ist um 17.00 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bei Reinhardt Jennerjahn aus Glinde trat der Tinnitus erstmals 1996 auf – seitdem ging das quälende Ohrgeräusch nicht mehr weg. Verzweifelt suchte er über Jahre vergeblich nach Hilfe, doch niemand konnte ihm sagen, wie sich seine Belastung durch den chronischen Tinnitus lindern lässt. Während einer stationären Behandlung erhielt er endlich die notwendige medizinische Unterstützung und erfuhr von der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL), der Selbsthilfeorganisation für Betroffene mit Tinnitus, Hörsturz, der Drehschwindelerkrankung Morbus Menière und sonstigen Hörbeeinträchtigungen. Hier traf er Menschen, die von dem gleichen Leiden betroffen waren. Er fand Verständnis und Rat, der weit über das Medizinische hinausging. Reinhardt Jennerjahn fasste neuen Mut und wollte selbst anderen helfen. Seit vielen Jahren schon engagiert er sich ehrenamtlich bei der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. – als Sprecher der Selbsthilfegruppe „Tinnischluss“ in Reinbek sowie als Mitglied des DTL-Vorstandes.

Um anderen Betroffenen Mut zu machen und ihnen wichtige Informationen über Tinnitus sowie Hilfe im Umgang mit dem quälenden Ohrgeräusch zu bieten, hat Reinhardt Jennerjahn nun ein Patienten-Seminar organisiert, das am Donnerstag, dem 7. April in Reinbek stattfindet. Über verschiedene Aspekte rund um das Thema Ohrgeräusche referieren namhafte Ärzte, Therapeuten und Experten und geben so für Betroffene eine wertvolle Hilfestellung. Nach einer Begrüßung von Reinhardt Jennerjahn informiert der Jurist und Geschäftsführer der Deutschen Tinnitus-Liga e. V., Michael Bergmann, über „Gesetzliche Grundlagen für eine Reha vor Rentenantrag“. Im Anschluss spricht die Diplom-Psychologin Elke Loebnau vom IN-TI Institut für Tinnitus Diagnostik und Therapie in Bad Salzuflen über „Neue Therapiemöglichkeiten bei chronischem Tinnitus und begleitende Nachsorge nach einer Reha“.

Weil bei Ohrgeräuschen auch häufig ein seelischer Zusammenhang besteht, ist es sehr wichtig, die Psyche nicht außen vor zu lassen. Außerdem leiden auch viele Angehörige mit und stehen der Tinnitus-Belastung ihres Familienmitglieds hilflos gegenüber, weshalb es von Vorteil ist, den Partner oder andere Angehörige möglichst mit einzubeziehen. Genau darum geht es in dem Vortrag des DTL-Präsidenten Volker Albert und seiner Partnerin, der Therapeutin Edith Baillieu, zum Thema „Tinnitus und Emotionen – Wie wirken sich Tinnitus und Hörminderung auf die emotionalen Befindlichkeiten des Umfeldes der Betroffenen aus?“.

Grundlegende Informationen über die medizinischen Hintergründe von Ohrgeräuschen und Therapiemöglichkeiten bietet der Tinnitus-Experte Prof. Dr. med. Gerhard Goebel: Der DTL-Vizepräsident und ärztliche Berater der Schön Klinik Roseneck in Prien am Chiemsee referiert über das Thema „Was gibt es Neues bei der Behandlung von Tinnitus? – Vom Sinn und Unsinn der Tinnitus-Behandlung“. Prof. Goebel erläutert in seinem Vortrag, welche Therapien sinnvoll sind und welche eben nicht. Angesichts der Vielzahl verschiedener Behandlungsangebote gilt es, die Spreu vom Weizen zu trennen und Betroffene vor unsinnigen und oftmals teuren Methoden zu schützen.

Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit, Fragen an die Referenten zu stellen. Die Teilnehmer können sich über die in Reinbek ansässige DTL-Selbsthilfegruppe „Tinnischluss“ informieren, deren Mitglieder Interessierte an einem Infostand begrüßen. Außerdem gibt es Infostände der Hörakustikfirma Köchling sowie der Ergo- und Physiotherapiepraxis „Hand in Hand“, beide aus Reinbek.

Die Veranstaltung in der Aula des St. Adolf-Stiftes beginnt um 17.00 Uhr und endet um ca. 20.00 Uhr; Einlass ist ab 16.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt beträgt 6 Euro, für DTL-Mitglieder 3 Euro.

Kontakt:
DTL-Selbsthilfegruppe „Tinnischluss“ Reinbek
Reinhardt Jennerjahn
Blockhorner Allee 5c
21509 Glinde
E-Mail: r.jennerjahn@alice-dsl.de
Telefon: 040 713 25 20

Bildunterschrift:
Organisiert das Patienten-Seminar in Reinbek: Reinhardt Jennerjahn, Sprecher der Selbsthilfegruppe „Tinnischluss“ Reinbek und Vorstandsmitglied der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. Foto: Andrea Schulz-Colberg/Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift.

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Die DTL feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen: Seit drei Jahrzehnten bietet die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. Hilfe zur Selbsthilfe – von Betroffenen für Betroffene. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörgeräteakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal.

Weitere Informationen: www.tinnitus-liga.de

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