Mittwoch, März 9th, 2016

 

DEGEMED-Sommerakademie vom 28.6. bis 1.7.2016

in Schloß Höhenried, Bernried

Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V. bietet nun schon zum dritten Mal die DEGEMED-Sommerakademie an. Christof Lawall, Geschäftsführer der DEGEMED, freut sich, dass die „schönste Veranstaltung der DEGEMED“ so gut angenommen wird.

In diesem Jahr setzen sich junge Führungskräfte aus der medizinischen Rehabilitation unter dem Motto „Unruhe spüren – Weiter gehen“ mit dem Thema „Veränderungen“ auseinander.  Externe Dozenten arbeiten mit den Teilnehmern und konfrontieren sie mit unterschiedlichsten Themenwelten.

Auf dem Programm stehen:

  • Veränderungsmanagement
  • Wachstum von Unternehmen
  • Barock
  • Don Bosco
  • Gesundheitswirtschaft
  • Wettbewerb
  • Soziale Selbstverwaltung

Neben den fachlich hervorragenden Themenblöcken wird das Programm von einem einzigartigen Rahmenprogramm abgerundet – wie z.B. dem inzwischen schon traditionellen Grillabend am Starnberger See und dem Besuch des Klosters Benediktbeuern.

Das Programm wird in Kürze auf der Website der DEGEMED unter www.degemed.de zum Download zur Verfügung stehen.

Kontakt und Anmeldung:

DEGEMED e.V.
Fasanenstraße 5
10623 Berlin
Tel.: 030 284496-6
Fax: 030284496-70
E-Mail: degemed@degemed.de


Bettenabbau im Klinikmarkt: RWI plädiert für Einrichtung einer „Bad Bank“

Presseinformation, Gesundheitskongress des Westens

Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) hat die Einrichtung einer „Bad Bank“ zur Schließung unwirtschaftlicher Krankenhäuser vorgeschlagen. Krankenhausträger sollen ihre nicht mehr zukunftsfähigen Klinikstandorte – nach Prüfung der Entbehrlichkeit für die örtliche Versorgung – an die „Bad Bank“ abgeben und von ihr kostenlos abwickeln lassen, wie Prof. Dr. Boris Augurzky vom RWI heute auf dem Gesundheitskongress des Westens in Köln erläuterte.

Krankenhausschließungen oder die Bündelung von Kapazitäten durch Teilschließungen einzelner Leistungssegmente verursachen, so erläuterte Augurzky, „einmalig hohe Investitions- und Schließungskosten“, was vor dem Hintergrund knapper Fördermittel der Länder besonders problematisch sei. Die „Marktaustrittsbarrieren“ seien demzufolge also hoch, so Augurzky, „da lebt es sich oftmals einfacher weiter mit einem Defizit.“

Den Vorschlag einer „Bad Bank“ sehen die RWI-Wissenschaftler als notwendige Ergänzung des im Krankenhausstrukturgesetz vorgesehenen Strukturfonds, den Bund und Länder mit einer Milliarde Euro ausstatten wollen, um damit vor allem Klinikschließungen zu finanzieren. Augurzky präsentierte auf dem Kongress eine Schätzung, nach der mit den Mitteln des Strukturfonds, bei angenommenen Schließungskosten von 23 Millionen Euro für ein 150-Betten-Haus, gerade einmal rund 40 solcher Krankenhäuser geschlossen werden könnten. „Bei etwa 1.600 Allgemeinkrankenhäusern in Deutschland sprechen wir hier über 2,5 Prozent. Selbst bei Vollausschöpfung der Fondsmittel ist dies eine bescheidene Zahl“, so der Wissenschaftler.

Die vorgeschlagene „Bad Bank“ solle durch den Weiterverkauf der „Abrechnungslizenzen“ zu schließender Krankenhäuser auch Erlöse erzielen – und dadurch mehr Finanzierungsspielraum haben als der Strukturfonds. Der Lizenzverkauf solle in der lokalen Umgebung des abzuwickelnden Krankenhauses nicht zulässig sein, sondern nur außerhalb von 60 Minuten Erreichbarkeit. Außerdem müssten die gehandelten Lizenzen vom Fixkostendegressionsabschlag befreit sein, mit dem die Krankenhausvergütung bei steigenden Fallzahlen üblicherweise verringert wird.

Mit den Vorschlägen ließen sich die Schließungskosten von rund 160 kleineren Standorten finanzieren – somit 10 Prozent des Bettenberges in Allgemeinkrankenhäusern, erklärte Augurzky.

Ob die Aufgabe eines Standorts zu einer Versorgungslücke führt, sollte nach Kriterien entschieden werden, die der Gemeinsame Bundesausschuss entwickelt, so Augurzky.

 

Der Gesundheitskongress des Westens in Köln steht in diesem Jahr unter dem Motto „Gutes Personal – Gute Medizin“. Von gestern bis heute treffen mehr als 900 Teilnehmer zusammen – Klinikmanager, Ärzte, Verantwortliche aus Gesundheitspolitik und Gesundheitsunternehmen, aus Forschung und Wissenschaft. Der Kongress wurde von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe gemeinsam mit seiner NRW-Kollegin Barbara Steffens eröffnet.

 

Weiterführende Information:

http://www.gesundheitskongress-des-westens.de

 

Pressekontakt und Akkreditierung für Journalisten:

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