Donnerstag, Februar 4th, 2016

 

MEDIAN übernimmt MEDICA-Klinik in Leipzig

Pressemitteilung

 

Eines der größten ambulanten Reha-Zentren in Deutschland wechselt den Eigentümer / MEDICA Klinik wird an MEDIAN verkauft

 Leipzig/Berlin 4. Februar 2016: Die MEDICA-Klinik in Leipzig wird an MEDIAN verkauft. Ein entsprechender Vertrag ist heute von Dr. André M. Schmidt, CEO von MEDIAN, und Martin Jonas, Regionalgeschäftsführer für Sachsen und Franken der Sana Kliniken AG, unterzeichnet worden. Das ambulante Reha-Zentrum mit insgesamt 175 Beschäftigten ist eines der größten seiner Art in Deutschland und – vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamtes – die erste Klinik, die im Zuge der Wachstumsstrategie durch das Gesundheitsunternehmen MEDIAN in diesem Jahr übernommen wird. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Konzentration auf akutmedizinischen Bereich

Für die Sana Kliniken AG, die die MEDICA-Gruppe 2014 im Rahmen der Übernahme der Berliner Polikum Holding erworben hatten, ist der Verkauf eine strategische Entscheidung. „Ziel der Sana Kliniken AG ist Spitzenmedizin für alle Versicherten. Unser Schwerpunkt liegt jedoch in der akutmedizinischen Versorgung. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, die ambulante Rehabilitation in die Hände eines etablierten Klinikbetreibers im Rehabilitationsbereich abzugeben“, betont Martin Jonas.

Wichtiger Teil komplexer Behandlungspfade

„Wir freuen uns, dass wir mit der MEDICA-Klinik in Zukunft eine bewährte und leistungsfähige ambulante Rehabilitation im Zentrum Leipzigs in unserem Portfolio haben“, so Dr. André M. Schmidt, CEO von MEDIAN, „Wir setzen damit unsere Strategie fort, große ambulante Einrichtungen zu entwickeln, um zusammen mit unseren Kliniken neue komplexe Behandlungspfade abzubilden, die von der Operation bis zur teilstationären und ambulanten Reha reichen.“ Erst im Juni vergangenen Jahres hatte MEDIAN über den Verbund mit der RHM Klinikgruppe das ambulante Gesundheitszentrum Hannover von den Dengg-Kliniken übernommen.

MEDICA-Klinik ist sehr gut aufgestellt

Die MEDICA-Klinik in Leipzig ist am Reha-Markt sehr gut aufgestellt. Sie bietet ihren Patienten seit Jahren eine wohnortnahe, individuelle und ganzheitliche Behandlung an. Ziel ist die Förderung und Wiederherstellung der Gesundheit im gewohnten Umfeld des Patienten. Fachliche Schwerpunkte in der ambulanten Rehabilitation und medizinischen Nachsorge sind die Bereiche Orthopädie, Kardiologie, Onkologie, Neurologie und Psychosomatik. Das große Engagement auf dem Feld der Sportmedizin und spezielle arbeitsplatzbezogene Rehabilitationsprogramme ergänzen das Angebot der MEDICA-Klinik. Dieses Know-how ermöglicht es, Patienten bei Bedarf fachbereichsübergreifend zu behandeln.

Für Mitarbeiter und Patienten ändert sich nichts

Für die Beschäftigten, die heute im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung durch die Geschäftsleitung informiert wurden, bedeutet die Übernahme Kontinuität. „Wir sind bei dem Wechsel von MEDICA zu MEDIAN auf die Erfahrung, die Expertise und das Engagement aller Beschäftigten angewiesen und freuen uns darauf, sie mit ihrem Know-how bei uns begrüßen zu können“, so Dr. André M. Schmidt,
„Wir werden von unserer Seite alles tun, um mit unserer zentralisierten und modernen Verwaltung für einen problemlosen organisatorischen Übergang zu sorgen.“

Die Mitarbeiter der Medica Klinik stehen hinter dem Standort. Die Patienten finden weiterhin kompetente Ansprechpartner in den Bereichen Rehabilitation, Physiotherapie und Sportmedizin und somit eine komplexe und fachübergreifende Versorgung auf höchstem Niveau.

Über die Sana Kliniken AG

Die Sana Kliniken AG ist die drittgrößte private Klinikgruppe in Deutschland. Mit 29 privaten Krankenversicherungen als Aktionären stellt Sana eine Besonderheit im Klinikmarkt dar. 2014 beschäftigte die Klinikgruppe 27.350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Jahresumsatz beträgt 2,16 Milliarden Euro. Im Jahr 2014 wurden 1,82 Millionen Patienten behandelt. Die Sana Kliniken umfassen 47 Krankenhäuser und 8 Alten- und Pflegeheime.

Über MEDIAN

MEDIAN ist ein modernes Gesundheitsunternehmen mit über 70 Rehabilitationskliniken, Akutkrankenhäusern, Pflege- und Wiedereingliederungseinrichtungen an 45 Standorten und Deutschlands größter privater Betreiber von Rehabilitationskliniken. Mit ca. 10.000 Mitarbeitern und rund 13.000 Betten bzw. Behandlungsplätzen gehört MEDIAN zu den marktführenden Gesundheitsunternehmen. Von der Therapieerfahrung und den hohen Qualitätsmaßstäben der Gruppe profitieren derzeit jährlich mehr als 180.000 Patienten und Bewohner. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin entstand 2015 durch die Fusion der MEDIAN Kliniken und der RHM Kliniken und Pflegeheime – zwei Unternehmen, die bereits auf eine 40-jährige Geschichte zurückblicken können.

 

 

Pressekontakt:

Sana Kliniken Leipziger Land GmbH
Janet Schütze
Leitung Unternehmenskommunikation Region Sachsen/Franken
Rudolf-Virchow-Straße 2, 04552 Borna
Telefon: +49 3433 21-1075
E-Mail: janet.schuetze@sana.de
www.kliniken-leipziger-land.de

MEDIAN Unternehmenszentrale
Uta Reichhold

Marketing & PR
Bismarckstr. 105, 10625 Berlin
Telefon: 030 / 53 00 55-165
E-Mail: uta.reichhold@median-kliniken.de
www.median-kliniken.de;www.rhm-kliniken.de


Unter Frauen zu einer besseren Reha

Forschungsprojekt in Bad Lippspringe untersuchte geschlechtsspezifische Behandlung

Präsentieren den Abschlussbericht (v. l.): Dr. Ralf Schipmann, Michael Ennenbach, Dirk Wehmeier und Achim Schäfer.

Präsentieren den Abschlussbericht (v. l.): Dr. Ralf Schipmann, Michael Ennenbach, Dirk Wehmeier und Achim Schäfer.

Die Deutlichkeit des Ergebnisses überrascht: Im Rahmen eines Forschungsprojektes zur Geschlechtergerechtigkeit in der Rehabilitation haben 85 Prozent der befragten Frauen ausgesagt, dass sie der Reha unter Einschluss von reinen Frauengruppen den Vorzug vor einer gemischten Reha geben. Befragt wurden die Frauen, nachdem sie eine kardiologische Rehamaßnahme in der Klinik Martinusquelle des Medizinischen Zentrums für Gesundheit (MZG) Bad Lippspringe absolviert hatten.

Die Frauen nahmen am Reha-Programm ReGe – Rehabilitation Geschlechtergerecht teil, das zum Ziel hatte, ein geschlechtergerechtes Reha-Therapieprogramm in die Routineversorgung der kardiologischen Rehabilitation in Nordrhein-Westfalen einzuführen.

„Unsere Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache“, formuliert Dirk Wehmeier, der das Projekt seitens des MZG koordinierte. „Eine große Mehrheit der Frauen, die teilgenommen haben, empfanden eine Geschlechtertrennung in verschiedenen therapeutischen und psychologischen Betreuungen sowie der Ernährungsberatung als sehr positiv.“

An der im Rahmen des NRW Ziel 2-Programmes 2007 – 2013 (EFRE) geförderten Studie haben sich vom Juli 2013 bis zum Juni 2015 über 250 Frauen beteiligt.

Die positive Beurteilung durch die Teilnehmerinnen ist für Michael Ennenbach, der als Kfm. Direktor für die Klinik Martinusquelle verantwortlich ist, ein Anlass, das Frauentherapieprogramm in der kardiologischen Reha über den Förderzeitraum hinaus fortzuführen: „Das Projekt hat gezeigt, dass am Beispiel der Indikation Kardiologie in der Klinik Martinusquelle ein geschlechtergerechtes Therapieprogramm positive Ergebnisse zeigt und auch seitens der Teilnehmerinnen sehr gut angenommen wird. An diesem praktischen Beispiel werden die in der Fachliteratur dargestellten geschlechtsspezifischen Unterschiede bei Erkrankungen belegt. Ziel muss es sein, diese Erfahrungen auf weitere Indikationen und Kliniken zu übertragen.“

Somit könnte das Projekt auch bundesweit eine Vorreiterrolle einnehmen. „Die Ergebnisse zeigen eine hohe Zufriedenheit und Akzeptanz seitens der Teilnehmerinnen im Rahmen des ReGe-Projektes“, freut sich der MZG-Geschäftsführer Achim Schäfer.

Als Erfolgsfaktoren haben sich nach Angaben von Dr. Ralf Schipmann, Chefarzt der Fachklinik für Erkrankungen der Atmungsorgane und allergische Erkrankungen und der Fachklinik für Herz- und Kreislauferkrankungen in der Klinik Martinusquelle, der Einbezug von Testphasen mit einer überschaubaren Anzahl von Patientinnen zu Beginn des Projektes sowie ein enger Austausch des ReGe-Teams herausgestellt. „Ebenfalls erfolgte eine Reflektion zu den geschlechtsspezifischen Besonderheiten in der Therapie. Diese Erkenntnisse tragen auch zur Optimierung des Männerprogrammes bei.

Das Projekt ReGe – Rehabilitation Geschlechtergerecht war eines der Siegerprojekte des Wettbewerbs IuK & Gender Med.NRW. Es wurde mit Mitteln der EU und des Landes NRW im Rahmen des NRW Ziel 2-Programm 2007 – 2013 (EFRE) gefördert.

Die Projektleitung lag beim Medizinischen Zentrum für Gesundheit Bad Lippspringe gGmbh. Projektpartnerin war die Ludwig-Maximilians-Universität München.

Kontakt:

Heiko Appelbaum M.A.
Abteilungsleiter
Stabsabteilung Unternehmenskommunikation
Tel.: 05252/95-1038
Fax: 05252/95-1027
E-Mail: h.appelbaum@medizinisches-zentrum.de
www.medizinisches-zentrum.de
www.medizinisches-zentrum.de

Bild: Präsentieren den Abschlussbericht (v. l.): Dr. Ralf Schipmann, Michael Ennenbach, Dirk Wehmeier und Achim Schäfer.