Montag, Februar 1st, 2016

 

Gegen Komasaufen: Drogenbeauftragte startet DAK-Kampagne „bunt statt blau“ 2016

Hamburg  – Die Zahl junger „Komasäufer“ geht weiter zurück. Laut aktueller Krankenhausstatistik der DAK-Gesundheit gingen die Behandlungsfälle in den vergangenen drei Jahren um 22 Prozent zurück. 2015 wurden bei der Krankenkasse knapp 1.200 Fälle von Alkoholvergiftung bei zehn bis 19-Jährigen abgerechnet. Um diese positive Entwicklung zu unterstützen, setzen die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und die DAK-Gesundheit die gemeinsame Kampagne „bunt statt blau“ gegen das Rauschtrinken fort. Der Plakatwettbewerb für Schüler zwischen 12 und 17 Jahren findet zum siebten Mal statt. Bundesweit können 11.000 Schulen teilnehmen.

Hintergrund: Kassenübergreifend kamen in den vergangenen Jahren bis zu 26.000 Kinder und Jugendliche nach Alkoholmissbrauch ins Krankenhaus. Seit 2013 gehen die Zahlen langsam zurück. „Es landen immer noch zu viele Jungen und Mädchen betrunken in einer Klinik“, erklärt Herbert Rebscher, Vorstandschef der DAK-Gesundheit. „Wir sehen jetzt, dass Alkoholprävention wirkt. Bei `bunt statt blau´ zeigen junge Künstler kreativ die Gefahren beim Komasaufen auf. Das kommt offenbar an.“ Seit 2010 haben mehr als 72.500 Teilnehmer Plakate zum Thema eingereicht. Zahlreiche Landesregierungen, Suchtexperten und Künstler unterstützen die mehrfach ausgezeichnete Aktion.

„Alkoholkonsum ist tief in unserer Gesellschaft verwurzelt. Das macht es so schwierig, auf die unzweifelhaft bestehenden immensen Gefahren aufmerksam zu machen“, sagt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler. „Aber unsere Präventionsanstrengungen zeigen Wirkung. Es ist richtig, bereits Kinder für die Risiken des Alkoholkonsums zu sensibilisieren. Die erfolgreiche DAK-Kampagne ´bunt statt blau´ ist hierbei ein wichtiger Baustein. Deshalb übernehme ich auch 2016 die Schirmherrschaft aus voller Überzeugung. ´bunt statt blau´ ist mir eine echte Herzensangelegenheit geworden.“

Nach einer Studie des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) beteiligen sich Jungen und Mädchen nach dem Wettbewerb „bunt statt blau“ deutlich seltener am Rauschtrinken als Schüler ohne Teilnahme. Jeder fünfte der jugendlichen Teilnehmer erklärte ferner, er denke nach dem Wettbewerb anders über die Wirkung von Alkohol als früher.

Gemeinsam mit der Drogenbeauftragten sitzt die Band „Luxuslärm“ erneut in der Bundesjury, die nach dem Einsendeschluss am 31. März aus 16 Landesgewinnern den Bundessieger „bunt statt blau“ 2016 wählt. „Wir freuen uns, auch in diesem Jahr wieder dabei zu sein und sind gespannt auf die Ideen“, betonen die Musiker. Die Band kündigt für ihr neues Studioalbum „Fallen und Fliegen“, das im Frühjahr erscheint, ein eigenes Lied zum Alkoholmissbrauch von Jugendlichen an: „Es wird den Song `Federleicht´ geben, zu dem uns die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema `Komasaufen´ inspiriert hat.“

„bunt statt blau“ ist in den vergangenen Jahren als erfolgreiche Präventions- und Kommunikationskampagne mehrfach ausgezeichnet worden. Unter anderem erhielt die Aktion den renommierten „Internationalen Deutschen PR-Preis 2014“. In diesem Jahr können Teilnehmer erstmals ein Making-Of-Video über die Idee und die Entstehung des Plakates drehen. Der fertige Film von maximal drei Minuten kann direkt bei YouTube hochgeladen werden. Weitere Informationen zum Wettbewerb 2016 gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak.de/buntstattblau. Die Kampagne ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, die seit zwölf Jahren Schüler, Lehrkräfte und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt.

Pressekontakt:

DAK-Gesundheit
Pressestelle
Rüdiger Scharf
Telefon: 040 / 2396-1505
Mail: ruediger.scharf@dak.de

166 erwachsene ABC-Schützen starteten Umschulung im BFW Leipzig

In 12 kaufmännischen und 8 gewerblich-technischen Berufen sowie einem Beruf im Gesundheitswesen begannen insgesamt 166 Teilnehmer ihre Umschulung im Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig).

20160119_Eroeffnung-HauptkurseDie Ausbildungsleiterin des BFW Leipzig, Frau Dr. Eveline Uhlig, machte den 166 Teilnehmern in ihrer Eröffnungsrede Mut, sich der neuen Herausforderung des Lernens zu stellen. „Die Umschulungen im BFW Leipzig bieten den Vorteil eines sehr hohen Praxisbezugs. Sie beinhalten längere betriebliche Lernphasen in Unternehmen. Von Beginn an gehen wir auf die Stärken jedes Rehabilitanden und auf seine individuellen, gesundheitlichen Besonderheiten ein und fördern diese.“ Dazu stehen den Teilnehmern Ausbilder, Reha-Manager und viele weitere Fachleute im BFW zur Seite, die sie während der gesamten beruflichen Rehabilitation bis hin zur Vermittlung in Arbeit individuell begleiten.

In 24 Monaten werden die Teilnehmer eine Umschulung absolvieren, die den Lehrinhalten der einzelnen Kammern wie z. B. IHK und HWK oder Steuerberaterkammer entsprechen. In mehrmonatigen betrieblichen Lernphasen, in Lernunternehmen sowie bei Projekten mit Kooperationspartnern wird das erlernte Fachwissen bereits in Unternehmen angewendet. Mit dem erfolgreichen Abschluss dieser praxisorientierten Umschulung habe man ein gutes Stück in Richtung neuen Arbeitsplatz geschafft. Es sei nach ihrer Auffassung wichtiger denn je, auf Fachkräfte wie die Absolventen der beruflichen Rehabilitation durch die Unternehmen zurückzugreifen. „Wir qualifizieren hier Menschen, die mit einer hohen Motivation diese zweite Chance ergreifen, wieder ihren Weg in Arbeit zu finden. Zudem bringen alle Arbeits- und Lebenserfahrung mit, die sich schnell in der Praxis auszahlen wird.“ Zudem bieten sich für die Rehabilitanden für den zu erwartenden Fachkräftebedarf, der laut Klaus Schubert, Direktor der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Sachsen, heute schon bei 30.000 freien Stellen liege, gute Chancen als qualifizierte Fachkräfte schnell in den Arbeitsmarkt vermittelt zu werden*.

Die Rehabilitanden erhalten parallel zu ihrer Qualifizierung je nach individuellem Rehabilitationsbedarf pädagogische, medizinische, psychologische und soziale Unterstützung durch das BFW Leipzig. Die berufliche Rehabilitation wird als Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben von Leistungsträgern wie den Rentenversicherungen, Arbeitsagenturen und Jobcentern sowie Berufsgenossenschaften finanziert.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

BFW Leipzig

Seit 25 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet der beruflichen Rehabilitation tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück in ein erfülltes Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz, Döbeln, Plauen und Zwickau zur Verfügung. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag nicht nur um Menschen wieder in den Arbeitsprozess zurückzuführen, sondern diese tragen auch durch die Orientierung am Arbeitsmarkt zur Lösung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft bei. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

Weitere Informationen und Bildmaterial:

Berufsförderungswerk Leipzig gemeinnützige GmbH
Michael Lindner
Leiter PR | Unternehmenskommunikation
Georg-Schumann-Straße 148
04159 Leipzig
Tel.: 0341 | 9175120
Fax: 0341 | 917563120
E-Mail: presse@bfw-leipzig.de
Internet: http://www.bfw-leipzig.de/presse

* Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 05.01.2016, Seite 6 „Arbeitsagentur: In Mitteldeutschland fehlen bald 400 000 Fachkräfte“


Rehabilitation für Kinder – einfach erklärt

Ohne Fachchinesisch:
Info-Flyer informiert Eltern in sechs Sprachen über Kinderheilbehandlungen

Ob Asthma, Allergien oder starkes Übergewicht: Wenn Kinder oder Jugendliche schwer erkranken, brauchen sie medizinische Unterstützung. In Niedersachsen haben Eltern für ihren Nachwuchs deshalb im vergangenen Jahr 2.688 Reha-Anträge bei der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover gestellt. Wie einfach das ist, erfahren Interessierte in einem Flyer, der nun auch in Englisch, Französisch, Türkisch, Russisch und Polnisch über Rehabilitationen für Kinder und Jugendliche informiert, teilte der niedersächsische Rentenversicherer mit.

Ist ihre Gesundheit stark beeinträchtigt, kann Kindern eine Rehabilitation helfen, damit sie wieder voll am Schul- und Familienalltag teilnehmen können. Die Nachfrage nach solchen Heilbehandlungen allerdings nimmt schon seit Jahren ab. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Anträge beim niedersächsischen Rentenversicherer 2015 um 15 Prozent. Über Kitas, Schulen und Gesundheitsämter will das Haus jetzt auch Eltern mit anderen Muttersprachen erreichen und noch gezielter über die Möglichkeit einer Kinderreha informieren.
Den Flyer und weitere Infos gibt es auch im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung-braunschweig-hannover.de. Dort kann der Antrag G0200 direkt am Bildschirm ausgefüllt werden. Bei Fragen helfen die Experten am kostenlosen Servicetelefon unter 0800 1000 480 10 weiter.                                Nr. 2/16

Kontakt:


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Telefon 0511 829-2634
Telefax 0511 829-2635
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