Februar, 2016

 

Aachen ist drei Tage lang Deutschlands Reha-Hauptstadt

Deutsche Rentenversicherung Bund

Rehakollo2016 7291Berlin.  Das Gesundheitssystem ändert sich – die Rehabilitation auch. „Durch den demographischen Wandel und die Zunahme chronischer Erkrankungen entstehen zahlreiche Herausforderungen, auf die wir in der Rehabilitation reagieren müssen“, so Gundula Roßbach, Direktorin bei der Deutschen Rentenversicherung Bund, beim 25. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium. Das Kolloquium findet vom 29. Februar bis 2. März 2016 in Aachen zum Thema „Gesundheitssystem im Wandel – Perspektiven der Rehabilitation“ statt.

Medizinische und berufliche Rehabilitation sind unverzichtbar, wenn es darum geht, die selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen zu fördern, so Roßbach. Neben der Rehabilitation tritt für die Rentenversicherung die Prävention immer stärker in den Fokus. Es gilt jetzt nicht nur „Reha vor Rente“, sondern auch „Prävention vor Rehabilitation“. Und die große Zahl der in Deutschland eintreffenden Flüchtlinge erinnert uns daran, in der Rehabilitation auf die besondere Situation von Menschen nach Flucht oder Migration einzugehen, so Roßbach.

Holger Baumann, Mitglied der Geschäftsführung der Deutschen Rentenversicherung Rheinland, erklärte: „Mit modernen und individuell zugeschnittenen Gesundheitsvorsorgeleistungen, der klassischen Rehabilitation und der Nachsorge reagieren wir Reha-Verantwortlichen auf die sozialpolitischen Herausforderungen unserer Tage.“

Im Spannungsfeld zwischen Ethik und Ökonomie sieht Giovanni Maio, Professor für Medizinethik an der Universität Freiburg, die Rehabilitation. In seinem Eröffnungsvortrag des Kongresses plädierte er eindrücklich für eine Medizin und eine Rehabilitation als soziale Praxis, die den chronisch Kranken auf dem Weg in eine neue Normalität unterstützt. Das erfordere Zeit, Behutsamkeit und Geduld, die einer Ökonomisierung der Rehabilitation nicht zum Opfer fallen dürften.

Marcel Philipp, Oberbürgermeister der Stadt Aachen, wünschte dem Kongress einen erfolgreichen Verlauf mit vielen inspirierenden Gesprächen und Vorträgen. Hans-Ludwig Flecken aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales begrüßte die Teilnehmer und ging auf aktuelle Gesetzesvorhaben im Bereich der Rehabilitation ein.

Über das Reha-Kolloquium in Aachen

Das 25. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium steht unter dem Titel „Gesundheitssystem im Wandel – Perspektiven der Rehabilitation“. Noch bis zum 2. März diskutieren mehr als 1.500 Wissenschaftler, Ärzte, Psychologen und Therapeuten, wie medizinische und berufliche Rehabilitation die selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen fördern können. Die Deutsche Rentenversicherung Bund, die Deutsche Rentenversicherung Rheinland und die Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW) veranstalten das Kolloquium gemeinsam. Veranstaltungsort ist das Eurogress Aachen, Monheimsallee 48, 52062 Aachen.

Weitere Informationen zum Reha-Kolloquium stehen im Internet unter www.reha-kolloquium.de zur Verfügung. Unsere Pressemitteilungen finden Sie auch im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung-rheinland.de/presse

Pressekontakt:

Dr. Dirk von der Heide
Tel.: 030 865 89178
Fax.: 030 863 27379
Mail: pressestelle@drv-bund.de

Aktuelles Verzeichnis der Rehabilitationswissenschaftler/-innen erschienen

REHADAT-Pressemitteilung 3/2016

Sie möchten wissen, welche Rehabilitationswissenschaftler/-innen in Deutschland zu den Themen Prävention, Gesundheitsförderung und rehabilitative Versorgung forschen? Oder wer sich wissenschaftlich mit den Schwerpunkten Inklusion oder Behindertenrechtskonvention auseinandersetzt?

PM1603_TitelblattVerzeichnisRehawissenschaftlerIn der 24. Auflage des Verzeichnisses der Rehabilitationswissenschaftlerinnen und Rehabilitationswissenschaftler in Deutschland hat REHADAT diese und weitere Informationen jetzt veröffentlicht. Die umfassend aktualisierte Ausgabe kann im Internet unter http://www.rehadat-forschung.de (unter dem Punkt Rehawissenschaftler) kostenlos heruntergeladen werden.

Das Verzeichnis listet aktuell 254 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler alphabetisch auf und vermerkt ihre Forschungsschwerpunkte. Außerdem ist angegeben, ob die Person mit der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) arbeitet. Rund zwei Drittel der eingetragenen Wissenschaftler/-innen haben Angaben zur ICF ergänzt. Das Verzeichnis ist in ein Namensregister und ein Sachverzeichnis gegliedert.

Wissenschaftler/-innen aus allen Fachdisziplinen können sich in das Verzeichnis eintragen. Das Formular zur Neuaufnahme in das Verzeichnis gibt es im Internet unter http://www.rehadat-forschung.de/de/meldebogen-rehawissenschaftler/index.html.

Das Verzeichnis wird jährlich im März zu den Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquien herausgegeben von REHADAT, der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation und der Deutsche Rentenversicherung Bund.

REHADAT ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und wird gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Kontakt:

Anja Brockhagen
Referentin
Kompetenzfeld Berufliche Teilhabe und Rehabilitation

Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.
Postfach 10 19 42 / 50459 Köln
Konrad-Adenauer-Ufer 21 / 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845
brockhagen@iwkoeln.de

rehadat.de
twitter.com/rehadat


Rehabilitationsforschungspreis Günter Hartenstein

HartensteinDie Kliniken Hartenstein verleihen erneut den Rehabilitationsforschungspreis Günter Hartenstein für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Rehabilitationsforschung und -medizin, insbesondere in den Indikationen Urologie, Onkologie, Orthopädie oder Psychosomatik.

Der Preis ist mit 10.000,00 Euro dotiert.

Sowohl Einzelpersonen als auch Forschungsgruppen können sich bewerben.

Bewerbungen sind einzureichen bis zum 31. Juli 2017.

Weitere Informationen unter:

www.kliniken-hartenstein.de

Kontakt:

Kliniken Hartenstein GmbH & Co. KG
Hauptverwaltung/Geschäftsführung
Silke Hartenstein oder Jens Hartenstein,
Günter-Hartenstein-Str. 8
34537 Bad Wildungen

Tel.:  05621 881093 (Sekretariat)

 

 


Tagung zum Thema „Älter werden – Anforderungen an Akut- und Rehamedizin“

 

Namhafte Experten beraten auf dem 9. Frühjahrssymposium der MATERNUS-Klinik

 Das neunte Frühjahrs-Symposium der Bad Oeynhausener MATERNUS-Klinik widmet sich dem immer aktueller werdenden Thema des „Älter werdens“ im Zuge der demographischen Entwicklung. „Älter werden – Alt werden – Alt sein“ ist somit das Thema der diesjährigen Veranstaltung. Namhafte Referenten informieren über die Einflüsse, Entwicklungen und notwendigen Anpassungen sowohl in den Akut-Krankenhäusern wie auch in der Rehabilitation.

 

Prof. Dr. Boris Augurzky, Leiter des Kompetenzbereichs „Gesundheit“ beim RWI (Rheinisch-Westfälischen-Institut), Essen wird den Teilnehmern grundlegende Informationen zu diesem Thema geben und die Bedeutung des demographischen Wandels für die medizinische Versorgung sowie die daraus resultierenden wirtschaftlichen Konsequenzen abbilden. Was erforderlich wird, um den medizinischen Anforderungen im Zusammenhang mit dem demographischen Wandel zu entsprechen, ist die zentrale Frage dieses Referates.

Dipl. –Psychologin Susanne Krappel, Leiterin der Abteilung Klinische Psychologie der MATERNUS-Klinik und - bereits zum neunten Mal - verantwortlich für die Veranstaltungsorganisation, freut sich schon auf eine spannende und informative Tagung.

Dipl. –Psychologin Susanne Krappel, Leiterin der Abteilung Klinische Psychologie der MATERNUS-Klinik und – bereits zum neunten Mal – verantwortlich für die Veranstaltungsorganisation, freut sich schon auf eine spannende und informative Tagung.

Simone Jenniges, Oberärztin der Klinik für Neurologie, Geriatrie des Johannes-Wesling-Klinikums, Minden, wird das Thema unter dem neurologischen Blickwinkel betrachten und entsprechende Einblicke in die neurologische Versorgungsstruktur dieses Klientels geben.

Die immer älter werdende Bevölkerung stellt natürlich auch eine besondere Herausforderung für den Fachbereich Orthopädie dar, dessen Vertreter Prof. Dr. Ludger Bernd, Chefarzt der Orthopädischen Klinik des Klinikum Bielefeld Mitte, Einblicke in diagnostische Schwerpunkte und Behandlungsoptionen geben wird.

Anschließend beschäftigen sich gleich zwei Experten aus dem Herz- und Diabeteszentrum, Bad Oeynhausen, mit den Auswirkungen dieser Entwicklung in der Kardiologie:

Dr. Klaus-Peter Mellwig, Oberarzt, Leitung Sportkardiologie und Kardiologische Intensivstation, referiert über die körperlichen Aktivitäten im Alter, die einem kardiologischen Leiden vorbeugen können.

Und PD Dr. MDA Frank van Buuren, Oberarzt der Kardiologischen Klinik, informiert über mögliche Formen und Intensitäten der empfohlenen Trainingsbelastung für einen herzkranken Patienten im fortgeschrittenen Alter.

Herr M. Sajid Hossain, Chefarzt der Kardiologie / Innere Medizin der MATERNUS-Klinik, wird ergänzende Fakten im Rahmen seiner Moderation des kardiologischen Blickwinkels nennen können.

Last but not least wird Prof. Dr. Dr. Paul-Walter Schönle, Leitender Ärztlicher Direktor der MATERNUS-Kliniken AG, die Einflüsse der immer älter werdenden Gesellschaft auf die Rehabilitation aufzeigen und Antworten auf die Frage finden, inwieweit es in der Zukunft mehr Pflege statt Reha geben wird.

 

Die Tagungsleitung hat auch in diesem Jahr Prof. Dr. Peter Clarenbach inne, Leiter des Schlaflabors der MATERNUS-Klinik und ehemaliger Chefarzt der Klinik für Neurologie des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld. Ein Garant für eine Veranstaltung auf fachlichem Niveau und mit präzisen Resumées.

 

Frau Dipl. –Psychologin Susanne Krappel, Leiterin der Abteilung Klinische Psychologie der MATERNUS-Klinik und – bereits zum neunten Mal – verantwortlich für die Veranstaltungsorganisation, freut sich schon auf eine spannende und informative Tagung: „Das Thema rückt immer mehr in den Mittelpunkt der medizinischen Arbeit. Daher bin ich davon überzeugt, dass sowohl Akut- wie auch Reha-Mediziner von den Vorträgen unserer versierten Referenten profitieren werden.“

 

Das diesjährige Frühjahrssymposium der MATERNUS-Klinik zum Thema „Älter werden – Alt werden – Alt sein“ findet am Samstag, 12. März 2016 ab 10.00 Uhr in der MATERNUS-Klinik statt. Interessenten können sich unter 0 57 31 – 85 82 46 oder tagung@maternus.de anmelden.

 

Die MATERNUS-Klinik für Rehabilitation mit insgesamt 590 Betten gehört, neben einer weiteren Rehabilitationsklinik in Cham sowie 20 Senioren- und Pflegeeinrichtungen bundesweit, zur MATERNUS-Gruppe mit Sitz in Berlin.

Bad Oeynhausen, 23. Februar 2016

 

Daten zur MATERNUS-Klinik

 

Ansprechpartner:

 

Johannes Assfalg

Geschäftsführer

Am Brinkkamp 16

32545 Bad Oeynhausen

Tel.: 0 57 31/85 83 05

E-Mail: johannes.assfalg@maternus.de

 


Spenden aus José Carreras Gala machen es möglich: Reha-Klink für Kinder und Jugendliche wird erweitert

José Carreras Leukämie-Stiftung

München. Mit 400.000 Euro bezuschusst die José Carreras Leukämie-Stiftung die Erweiterung der renommierten Rehabilitationsklinik Katharinenhöhe in Schönwald/ Schwarzwald.

José Carreras bei der Preisverleihung "Bayerischer Stifterpreis 2014" im Maximilianeum in München Foto: ND © Bernd Wackerbauer DJCLS/Wackerbauer

José Carreras bei der Preisverleihung „Bayerischer Stifterpreis 2014“ im Maximilianeum in München Foto: ND © Bernd Wackerbauer DJCLS/Wackerbauer

„Wir sind überzeugt, dass sich die jungen Patienten und ihre Familien gemeinsam und unter fachkundiger Anleitung besser von den physischen und psychischen Strapazen ihrer schweren Erkrankung erholen können und auf diesem Weg schneller in ein hoffentlich gesundes Leben zurück finden. Dank der Spenden aus der jährlichen José Carreras Gala können wichtige Maßnahmen wie diese finanziert werden.“ so Dr. Gabriele Kröner, Geschäftsführender Vorstand der José Carreras Leukämie-Stiftung.

Die Zusammenarbeit zwischen der José Carreras Leukämie-Stiftung und der Rehabilitationsklinik Katharinenhöhe begann vor gut 12 Jahren mit der Finanzierung eines Gebäudekomplexes, der unter anderem der Unterbringung einer Sportarena dient. Mit einer Fördersumme von gesamt knapp 1 Mio. Euro zählt die Rehabilitationsklinik Katharinenhöhe zu den größten Projektpartnern der José Carreras Leukämie-Stiftung. Jährlich werden etwa 750 Kinder und Jugendliche in dem Zentrum therapiert.

Die Behandlung von Leukämie und anderen hämatoonkologischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen ist langwierig, extrem belastend für Körper und Seele und bleibt oft nicht ohne Entwicklungsstörungen. Die Rehabilitationsklinik Katharinenhöhe im Schwarzwald bietet vielfältige Therapiemöglichkeiten zur Bewältigung der körperlichen wie psychischen Krankheitsfolgen, die die gesamte Familie miteinbeziehen.

Stephan Maier, Geschäftsführer Rehabilitationsklinik Katharinenhöhe: „Gemeinsam ausgelassen Lebensqualität erfahren zu können ist nach der langen Therapie unschätzbar wertvoll. Durch die Finanzierung der José Carreras Leukämie-Stiftung ist es uns möglich, ein Umfeld zu schaffen, das die für den Heilungsprozess so wichtigen positiven Erlebnisse möglich macht. Dafür sind wir der José Carreras Leukämie-Stiftung und ihren Spendern sehr dankbar.“

José Carreras Leukämie-Stiftung

1987 erkrankte José Carreras an Leukämie. Aus Dankbarkeit über die eigene Heilung gründete er 1995 die gemeinnützige Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. und anschließend die zugehörige Stiftung. Seither wurden bereits über 1000 Projekte finanziert, die den Bau von For-schungs- und Behandlungseinrichtungen, die Erforschung von Leukämie und ihrer Heilung sowie die Arbeit von Selbsthilfegruppen und Elterninitiativen zum Ziel haben. Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. ist Träger des DZI Spenden-Siegels, dem Gütesiegel im deutschen Spen-denwesen.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.carreras-stiftung.de.

Spendenkonto: Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung
Commerzbank AG München
IBAN: DE96 7008 0000 0319 9666 01
BIC: DRESDEFF700 
Konto: 319 96 66 01
BLZ: 700 800 00
Spenden-Telefonhotline: (+49) 01802 400 100
(Kosten aus dem deutschen Festnetz: 0,06 EUR, Kosten aus dem 
deutschen Mobilfunknetz: max. 0,42 EUR, aus dem Ausland können die 
Kosten abweichen)

Spenden-SMS: 81190 Kennwort: Blutkrebs

Pressekontakt:

Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung 
Dr. Gabriele Kröner, Geschäftsführender Vorstand
Elisabethstraße 23 | 80796 München		
Tel: 089 / 27 29 04 -0
E-Mail: presse@carreras-stiftung.de

DTL-Klinikvertretertreffen: Psychotherapeutische Interventionen und Hörgeräteversorgung spielen Schlüsselrolle in der Tinnitus-Behandlung

DTL-Klinikvertretertreffen 2016Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) richtete am Samstag, den 20. Februar 2016 das 19. Klinikvertretertreffen und 11. TRT-Treffen aus. Rund 60 Fachleute aus Kliniken, ambulanten Tinnitus-Zentren und HNO-Praxen in ganz Deutschland kamen in die Habichtswald-Klinik nach Kassel-Bad Wilhelmshöhe, um sich über Behandlungsmöglichkeiten bei akutem und chronischem Tinnitus auszutauschen. Sowohl psychotherapeutische Interventionen als auch die Hörgeräteversorgung spielen in der Tinnitus-Therapie eine Schlüsselrolle – das wurde in fast allen Vorträgen und Diskussionen deutlich.

Nach einer Begrüßung von Volker Albert, Präsident der Deutschen Tinnitus-Liga e. V., und DTL-Geschäftsführer Michael Bergmann referierte Prof. Dr. Dr. Gerhard Goebel, Vizepräsident der Deutschen Tinnitus-Liga e. V., über die Entwicklung der Patientenzahlen in der Rehabilitations- und Krankenhausbehandlung sowie den ambulanten TRT-Zentren. Den Auftakt der Fachvorträge bildete Dr. Elisabeth Wallhäußer-Franke von der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, die ihre Studie zur „Langzeit-Entwicklung von akutem Tinnitus“ vorstellte. Untersucht wurde der Zusammenhang von Hörschwelle und psychischer Gesundheit bei Tinnitus-Beginn mit der Tinnitus-Belastung nach sechs Monaten. Tinnitus-Lautheit und Distress (Belastung) änderten sich im Studienzeitraum nicht, die Geräuschempfindlichkeit nahm jedoch ab. Als bestimmend für die Tinnitus-Lautheit stellten sich die Faktoren Depressivität und Hörverlust heraus. Dr. Wallhäußer-Franke zufolge spricht die Konstanz in der Tinnitus-Belastung im Untersuchungszeitraum für eine frühe Manifestierung des Tinnitus, und sie plädiert für eine Versorgung mit Hörhilfen und eine frühzeitige Erhebung von Depressionsmerkmalen.

Der Frage „Inwieweit ist Hyperakusis ein zusätzlicher Belastungsfaktor bei chronischem Tinnitus?“ widmete sich Prof. Dr. Dr. Gerhard Goebel. Patienten mit Tinnitus, aber ohne Hyperakusis (Geräuschüberempfindlichkeit) gehe es besser als Patienten, die gleichzeitig unter einer Hyperakusis litten, so Prof. Goebel. Und: Je schwerer belastet der Patient durch den Tinnitus sei, desto schwerer sei er auch durch die Hyperakusis belastet.

Über die „Tinnitus-Behandlung im interdisziplinären tagesklinischen Setting“ sprach Dr. Daniela Ivanšić-Blau. Sie stellte in ihrem Vortrag das Therapiekonzept der fünftägigen Behandlung im Tinnituszentrum am Universitätsklinikum Jena vor, bestehend aus den Therapiebausteinen HNO-ärztliche Behandlung, Tinnitus-spezifische kognitive Verhaltenstherapie, hörtherapeutische Maßnahmen und die Versorgung mit Hörgeräten, Physiotherapie, Sport und Progressive Muskelrelaxation sowie Selbsthilfe. Therapieziele seien vor allem die Gewöhnung an das Ohrgeräusch und die Reduktion der Tinnitus-Belastung, Wissensvermittlung und Aufzeigen von Bewältigungsstrategien und Stressbewältigung. Dr. Ivanšić-Blau sieht dabei „die HNO als Türöffner für die psychotherapeutische Behandlung“, das heißt, die Patienten öffneten sich im Laufe der Woche für die Psychotherapie.

Dass Tinnitus-Betroffene erst für den psychosomatischen Ansatz gewonnen werden müssen, berichtete auch Dr. Helmut Schaaf von der Tinnitus-Klinik Dr. Hesse in Bad Arolsen. Dr. Schaaf erläuterte die „Prä- und Post-Ergebnisse einer stationären neurootologisch fundierten und psychosomatischen Tinnitustherapie und die Frage nach der angemessenen Therapie“. Er betonte insbesondere die Bedeutung des Counseling, das heißt der Beratung und Information des Patienten. Darüber hinaus sei bei der Behandlung in ihrer Klinik die Teilnahme an der Psychotherapie verbindlich, und gerade die Akzeptanz dieses Behandlungsbausteins müsse oft erst hergestellt werden. Erfreulich sei jedoch, dass viele Patienten die Psychotherapie und ebenfalls die Progressive Muskelrelaxation auch nach dem Klinikaufenthalt weiterführten.

DTL-Präsident Volker Albert referierte über die „Unzureichende Versorgung von Schwerhörigkeit und demenzielle Entwicklung“. Es gebe 15 Millionen Hörgeschädigte in Deutschland ‒ aber nur 2,5 Millionen Hörgeräteträger. Dabei sei die Unsichtbarkeit der Hörbehinderung das größte Handicap: Aus Angst vor Stigmatisierung, beruflichen Nachteilen und Jobverlust werde oft nicht über die Schwerhörigkeit gesprochen. Auch Tinnitus-Betroffene mit einem Hörverlust „outeten“ sich häufig nicht. Volker Albert wies außerdem darauf hin, dass die sozialen Folgen einer Hörbehinderung so gut wie nicht bekannt seien. Der emotionale Anteil der Sprache liege bei weit über 50 Prozent. Wenn aufgrund der Hörminderung die Zwischentöne entfielen, gingen auch wichtige emotionale Informationen verloren, die der Verständigung dienten. Kommunikationsprobleme und Missverständnisse seien so vorprogrammiert. „Wir brauchen mehr Achtsamkeit – für uns und andere“, so Volker Alberts Appell. Im Anschluss an die Vorträge erfolgte eine lebhafte Diskussion.

Am Nachmittag standen Workshops zu den folgenden Themen auf dem Programm: „Ein Therapieschulen übergreifendes, flexibel einzusetzendes und modulares Angebot“ von Dipl.-Psych. Roberto D’Amelio, Universitätsklinikum des Saarlandes, und Dr. Helmut Schaaf, Tinnitus-Klinik Dr. Hesse; „Einfluss komorbider psychischer Störungen auf die Wirksamkeit der Tinnitus-Behandlung“ von Dr. Daniela Ivanšić-Blau, Tinnituszentrum am Universitätsklinikum Jena, sowie „Ein kognitiv verhaltenstherapeutisches Bewältigungstraining für chronisch-dekompensierte Tinnituspatienten: Ein internetbasierter Ansatz“ von Dr. Maria Kleinstäuber, Philipps-Universität Marburg.

Im nächsten Jahr findet das Klinikvertretertreffen bereits zum 20. Mal statt: Am 18. Februar 2017 richtet die Deutsche Tinnitus-Liga e. V., in bewährter Zusammenarbeit mit der Habichtswald-Klinik in Kassel-Bad Wilhelmshöhe, das 20. Klinikvertretertreffen aus.

Bildunterschrift:

Traditionelles Gruppenfoto vor der Habichtswald-Klinik: Die Teilnehmer des 19. Klinikvertretertreffens und 11. TRT-Treffens in Kassel-Bad Wilhelmshöhe. Foto: Sabine Wagner.

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörgeräteakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal.

Kontakt:
Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Sabine Wagner
Am Lohsiepen 18
42369 Wuppertal
Tel.: 0202 24652-24
Fax: 0202 24652-20
E-Mail: s.wagner@tinnitus-liga.de
www.tinnitus-liga.de

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„Tinnitus und Co.“: Patienten-Seminar der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL) und der Habichtswald-Klinik in Kassel-Bad Wilhelmshöhe

Am Donnerstag, den 10. März 2016 veranstalten die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) und die Habichtswald-Klinik in Kassel-Bad Wilhelmshöhe ein Patienten-Seminar zum Thema „Tinnitus und Co.“. Die Veranstaltung findet statt im Fest-Saal der Habichtswald-Klinik, Wigandstraße 1, 34131 Kassel-Bad Wilhelmshöhe und beginnt um 17.00 Uhr.

Über verschiedene Aspekte rund um das Thema Tinnitus referieren namhafte Ärzte, Therapeuten und Experten und geben so für Betroffene eine wertvolle Hilfestellung im Umgang mit dem quälenden Ohrgeräusch. Durch das Programm führen Dr. med. Gabriele Fröhlich-Gildhoff, Chefärztin der Abteilung Psychosomatik der Habichtswald-Klinik, Lutz Michael Schäfer, Leiter der HNO-Abteilung der Habichtswald-Klinik und niedergelassener Arzt, sowie Michael Bergmann, Geschäftsführer der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. Zum Auftakt informiert Michael Bergmann die Zuhörer über die Leistungen und Angebote der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. für Betroffene und zeigt auf, wie die Tinnitus-Bewältigung in der Gemeinschaft gelingt.

DTL-Präsident Volker Albert spricht über „Tinnitus und Emotionen – Wie wirkt sich Tinnitus auf die emotionale Befindlichkeit der Betroffenen aus?“. Ebenfalls um Emotionen geht es in dem Vortrag des DTL-Vizepräsidenten Prof. Dr. med. Gerhard Goebel, Ärztlicher Berater der Schön Klinik Roseneck in Prien, der über „Die Amygdala – Steuerung der Gefühle bei Tinnitus-Patienten“ referiert. Anschließend stellen Therapeuten des Tinnitus-Teams der Habichtswald-Klinik ihr Therapieangebot vor. „Mit allen Sinnen hören – Stationäre Tinnitus-Therapie in der Habichtswald-Klinik“ lautet ihr Vortragsthema.

Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit, Fragen an die Referenten zu stellen. Außerdem können sich die Teilnehmer auch über die DTL-Selbsthilfegruppe Kassel informieren, deren Mitglieder Interessierte an einem Infostand begrüßen.

Die Veranstaltung beginnt um 17.00 Uhr und endet um ca. 21.00 Uhr; Einlass ist bereits ab 16.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Kontakt:
Dr. Gabriele Fröhlich-Gildhoff, Telefon: 0561 3108 327

Über die Habichtswald-Klinik
In der Habichtswald-Klinik werden seit 20 Jahren Patientinnen und Patienten, die unter Tinnitus leiden, behandelt. Grundlage des Tinnitus-Konzeptes ist neben der HNO-ärztlichen Betreuung ein ganzheitliches Verständnis dahingehend, dass sich Körper, Seele und Geist wechselseitig beeinflussen. Darauf basierend arbeiten die Mitarbeiter der Klinik nach einem integrativen Behandlungskonzept, das Psychotherapie, kreative Verfahren und Hörtherapie, Bewegung und Entspannung mit schulmedizinischen und naturheilkundlichen Methoden verknüpft.

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörgeräteakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal.

Weitere Informationen: www.tinnitus-liga.de

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Mit tanzenden Stöcken gegen den Burn-out

In der Privatklinik Berggarten in Deidesheim hilft Therapeutin Tina Frottier psychisch kranken Menschen mit der Technik asiatischer Kampfkunst

Deidesheim. Wenn Tina Frottier auf ihre Patienten mit erhobenem Stock zugeht, hat sie keinesfalls Gewalt im Sinn. Im Gegenteil: Das, was die 36-Jährige auf der Wiese der Privatklinik Berggarten in Deidesheim macht, ist eine – wenn auch ungewöhnliche – Therapieform. „Ich nutze die Kampftechnik des traditionellen philippinischen Stockkampfes Kali, um mit dem Patienten zu kommunizieren“, erklärt die Therapeutin, „Wir sind dabei viel langsamer, achtsamer, tänzerischer und auch spielerischer als bei der Kampfsportart. Das gibt uns die Gelegenheit, Aspekte von Nähe und Distanz, von Schutz und Verteidigung, von Spannung und Entspannung zu betrachten.“ Auf diese Weise können Patienten im Rahmen der Therapie Einblicke in eigene Verhaltensweisen gewinnen und das ist ein großer Schritt zur Gesundung. Denn in der akuten Privatklinik Berggarten am Rande von Deidesheim werden vor allem Menschen mit psychosomatisch und psychisch bedingten Erkrankungen behandelt. Dazu gehören zum Beispiel Depressionen, Angsterkrankungen, Burn-out und Stress, sowie Belastungs- und Anpassungsstörungen. Behandlungsziel ist stets eine mög-lichst schnelle Entlastung vom unmittelbaren Leidensdruck.

Patienten kommen eigens nach Deidesheim
„Die Patienten, die zu uns kommen, sind ein besonderes Klientel“, erklärt der kaufmännische Leiter der Klinik Berggarten, Georg Königshausen, „Sie schätzen die sehr persönliche Atmosphäre unserer Einrichtung, die mit 18 Behandlungsplätzen mehr an ein Hotel als an eine Klinik erinnert. Und sie schätzen neben den bewährten herkömmlichen Therapiemaßnahmen auch die angebotenen individuellen und außergewöhnlichen Behandlungsangebote. Für manche der Patienten, die zum Teil immer wieder zu uns kommen, ist neben den in erster Linie zum Einsatz kommenden wissenschaftlich fundierten Therapiemethoden auch der therapeutische Stockkampf von Frau Frottier ein wichtiger Aspekt.“

Über die Klinik Berggarten
Die Privatklinik Berggarten in Deidesheim leistet als private Akutklinik Hilfe bei psychosomatisch bedingten Erkrankungen und bei einer Vielzahl an psychischen Störungen und Krankheitsbildern. Dazu bietet die Klinik ihren Patienten eine auf deren persönliche Bedürfnisse abgestimmte Therapie, um die Patienten zu Experten ihrer eigenen Erkrankung werden zu lassen. Gemeinsam mit den Patienten arbeitet ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Diplom-Psychologen, Spezialtherapeuten und Pflegekräften daran, die Behandlung zielgerichtet zum Erfolg zu führen. Psychotherapie, hier vor allem die Verhaltenstherapie, und medikamentöse Behandlung sind dabei wichtige Eckpfeiler der Behandlung. Weitere Therapieangebote sind die Kunst- und Ergotherapie, das Gedächtnis- und Konzentrationstraining, Genuss- und Sinneslehre, Sporttherapie, Entspannungstechniken und klassische Physiotherapie. Dazu arbeitet die Klinik unter anderem mit leistungsstarken Partnern im Umfeld von Deidesheim, Bad Dürkheim und Neustadt an der Weinstraße zusammen. Hierzu gehören beispielsweise ein Premium-Fitnessstudio mit Wellness-Oase und das örtliche Freibad. Ziel der Therapie ist es, Lösungswege für den Patienten zur Bewältigung seiner Erkrankung zu finden und ihm bei der Umsetzung zu helfen.

Über MEDIAN
Die Privatklinik Berggarten gehört zu MEDIAN, einer Klinikgruppe, die im Jahr 2015 aus dem Zusammenschluss der RHM Kliniken und Pflegeheime mit den MEDIAN Kliniken entstanden ist. Sie umfasst aktuell einen starken Verbund von über 70 Kliniken und Heimen mit rund 13.000 Betten und annähernd 10.000 Beschäftigten an 45 Standorten in 12 Bundesländern. Von der Therapieerfahrung und den hohen Qualitätsmaßstäben der Gruppe profitieren jährlich rund 180.000 Patienten, Rehabilitanden und Bewohner.

Kontakt und Nachfragen:
Privatklinik Berggarten
Fachklinik für Psychosomatik und klinische Psychotherapie
Kaufmännischer Leiter Georg Königshausen
Im Oberen Grain 1 | 67146 Deidesheim
Tel.: 06326 7008-10 | Fax: 06326 7008-88
E-Mail: g.koenigshausen@rhm-kliniken.de


Lattemann und Geiger Sternenhimmel e.V. spendet 31 500 Euro an zahlreiche Empfänger aus der Region

Dietmansried/Isny – Auch 2016 unterstützt die Lattemann & Geiger Dienstleistungsgruppe über den karitativen Verein „Sternenhimmel e.V.“ verschiedenste soziale und kulturelle Projekte im Allgäu und macht sich damit stark für das Leben in der Region. „Viele Unternehmen und Organisationen spenden an internationale Projekte. Wir legen unser Augenmerk auf unsere Heimat, das Allgäu“, betont Ulrich Geiger, Vorsitzender des Lattemann & Geiger Sternenhimmel e.V. „Es ist uns wichtig, Verantwortung für unsere Mitmenschen in der unmittelbaren Nähe zu übernehmen – dazu gehört für uns vor allem die Unterstützung von Organisationen im Raum Schwaben.“

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Unter den Spendenempfängern ist auch das Phänomobil, ein umgebauter Wohnwagen, der auf Initiative von David Amann, Lehrer am Gymnasium Isny, aufgebaut wurde und in Zusammenarbeit mit Schülern und Kollegen des Gymnasiums betreut wird. Er enthält Materialien für über 30 Experimente, die Kinder ab 4 Jahren durchführen und damit grundsätzliche naturwissenschaftliche Erfahrungen sammeln können. Warum malt zum Beispiel ein Pendel ein schönes Muster in den Sand? Wie funktioniert die Lochkamera? Wie haben die Römer Torbögen gebaut, die nicht einstürzen? Welche Materialien leiten den Strom und welche nicht? Und warum fallen aufgestellte Tiere beim Schlagen der Dosentrommel um? Schulleiter Jochen Müller nahm die Spende am vergangenen Montagabend stellvertretend für David Amann und die Kollegen entgegen.

Gefördert werden die verschiedensten Projekte aus den Bereichen Bildung und Jugendarbeit, Integration und Soziales, Gesundheit und Vorsorge sowie Vereinswesen und Kultur. Dazu hat neben den Mitarbeitern der Dienstleistungsgruppe auch jeder Interessent die Möglichkeit, Mitglied zu werden und mit einem Beitrag von zehn Euro im Jahr den Verein zu unterstützen. Das Besondere am Sternenhimmel e.V. ist dabei, dass die Verwaltungskosten vollständig von der Lattemann & Geiger Dienstleistungsgruppe getragen werden, wodurch die Spenden zu 100 Prozent genau da hingehen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

Seit der Gründung des Vereins im Jahr 2008 konnten dadurch bereits rund 200 Spendenempfänger mit insgesamt über 125 000 Euro gefördert werden. Die Organisationen und Projekte werden jedes Jahr nach sorgfältiger Prüfung ihrer Anliegen ausgewählt. Unterstützend wirken dabei die Beiräte Michael Hauke (Geschäftsführer Allgäuer Werkstätten), Simon Gehring (Marketingleiter Allgäuer Zeitung) sowie Ellio Schneider (Geschäftsführer Waldburg-Zeil Kliniken). In diesem Jahr dürfen sich die Spendenempfänger über insgesamt 31 500 Euro freuen.

 

Jochen Müller IMG_9981BU: Unter den Lattemann & Geiger Sternenhimmel Spendenempfängern ist in diesem Jahr auch das Phänomobil aus Isny. Es wird von David Amann, Lehrer am Gymnasium Isny, betreut. Schulleiter Jochen Müller (Mitte) nahm die Spende am vergangenen Montagabend von Beirat Ellio Schneider, Waldburg-Zeil Kliniken, (rechts) und Sternenhimmel-Vorsitzendem Ulrich Geiger (links) entgegen.

 


Kliniken begrüßen Neuausrichtung des Psych-Entgeltsystems

DKG zu den Eckpunkten der Koalition zur Weiterentwicklung des Psych-Entgeltsystems

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) steht der mit den Eckpunkten der Koalition vorgesehenen grundsätzlichen Neuausrichtung der Vergütung der psychiatrischen und psychosomatischen Krankenhausleistungen positiv gegenüber. „Der ursprünglich vorgesehene Weg zu landeseinheitlichen Preisen für die verschiedenen psychiatrischen Leistungskategorien wird damit nicht weiter verfolgt. Im Mittelpunkt des jetzt vorgesehenen Finanzierungskonzeptes steht der Finanzierungsbedarf des einzelnen Krankenhauses“, sagte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum. Nur im budgetorientierten Ansatz könne gewährleistet werden, dass die Vorhaltungen der Kliniken, insbesondere Besonderheiten der regionalen Versorgungsaufträge und die für die Sicherstellung erforderlichen Personalausstattungen, sachgerecht berücksichtigt würden. Damit sei zugleich entschieden worden, dass die Weiterentwicklung der psychiatrischen Entgeltkataloge (die Beschreibung der Leistungen und deren Kalkulation) einer grundsätzlichen Revision zu unterziehen sei. „Dazu gehören aus der Sicht der Krankenhäuser eine deutliche Entbürokratisierung und Vereinfachung des Leistungsverzeichnisses. Die vorgesehenen Neuregelungen zur besseren Berücksichtigung der medizinischen Kosten und des Personalbedarfs im Kalkulationsverfahren müssen allerdings um entsprechende Finanzierungsregelungen für die konkreten Budgetverhandlungen vor Ort ergänzt werden. Was kalkuliert wird, muss am Ende auch über die Budgets finanziert werden“, machte Baum deutlich.

Die Krankenhäuser seien grundsätzlich bereit, sich der mit dem Entgeltsystem geforderten Transparenz über Leistungen und Kosten zu stellen. Der nunmehr vorgesehene Krankenhausvergleich dürfe allerdings nicht dazu führen, dass die Krankenhäuser in einer Abwärtsspirale an die am härtesten durchrationalisierten Kostenstrukturen angepasst würden. Vielmehr müsse der Krankenhausvergleich gewährleisten, dass die Besonderheiten der einzelnen Krankenhäuser auch berücksichtigt werden.

Die Erweiterung des Leistungsspektrums der Krankenhäuser in den häuslichen Bereich der Patienten (Home-Treatment) sei ein ebenfalls zu begrüßender Ansatz. Damit würden Betreuungs- und Versorgungssprünge im bisherigen System überwunden.

„Die mit der Neuausrichtung erforderlichen Anpassungen im Entgeltkatalog erfordern Vorbereitungs- und Umstellungszeiten, die mit dem von der Koalition vorgesehenen Start des Systems ab 1. Januar 2017 zu knapp bemessen sind. Hier brauchen die Krankenhäuser mehr Zeit“, erklärte der DKG-Hauptgeschäftsführer.

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