Januar, 2016

 

Weltkrebstag am 04.02.2016: Dem Krebs davonlaufen – Sport ist Therapie

Pressemitteilung

Bad Bocklet, 28. Januar 2016

 

Krebserkrankungen sind in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Doch auch die Chancen Krebs zu überleben steigt.

 

Die Zahl der Deutschen, die an Krebs erkranken, steigt ständig. Ursache dieser Entwicklung sind die steigende Lebenserwartung sowie unser „westlicher“ Lebensstil. Die erfreuliche Nachricht: jeder zweite Patient mit Krebs überlebt heute seine Krebserkrankung. Und das Gute: durch körperliche Aktivität (Sport) kann er selbst etwas für seine Prognose tun. Zahlreiche internationale Studien belegen, dass die Krebsmortalität, die Rezidivhäufigkeit sowie auch das Gesamtüberleben durch körperliche Aktivität um bis zu 50% gesenkt werden kann. Dies entspricht der Wirkung anderer Therapien, zum Beispiel der Chemotherapie! Die onkologische Rehabilitation, oft direkt im Anschluss an die Akuttherapie, bietet den Betroffenen die Möglichkeit, sich nachhaltig mit dem Thema Lebensstil auseinander zu setzen und die körperliche Aktivität unter strukturierten Bedingungen zu steigern.

Das dies auch nachhaltig gelingt zeigt eine Studie, die Frau Prof. Dr. Reuss-Borst unter anderem in Kooperation mit der deutschen Sporthochschule Köln durchgeführt hat. In dieser Untersuchung konnte gezeigt werden, dass Brustkrebspatientinnen, die über mehrere Monate vom Rehabilitationsteam betreut werden, nachhaltig ihre Lebensweise verändern und auch zwei Jahre nach Reha noch deutlich häufiger und intensiver körperlich aktiv sind als dies bei herkömmlich therapierten Patientinnen der Fall ist. Dass diese Ergebnisse der Rehabilitationsmedizin auch bei vielen Kollegen auf großes Interesse stoßen, zeigt die Tatsache, dass Frau Prof. Reuss-Borst eingeladen wurde, einen „Best of“-Vortrag auf dem nationalen deutschen Krebskongress in Berlin zu diesem Thema zu halten.

 

Weitere Informationen: Lesen Sie hierzu die Publikation von Frau Prof. Reuss-Borst:

  • „Sport bei Krebs: Rezidivprophylaxe durch körperliche Aktivität“ – Regelmäßige körperliche Aktivität verbessert nicht nur das Befinden von Krebspatienten, sondern auch die Prognose… weiterlesen auf (http://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/aktuelle-themen/news/sport-bei-krebs-empfohlen.html)

 

Kontakt:

Rehabilitations- & Präventionszentrum Bad Bocklet

Frau Prof. Monika Reuss-Borst, Ärztliche Gesamtkoordinatorin

Herr Matthias Lutsch, Verwaltungsleiter

Frankenstraße 36, 97708 Bad Bocklet

Tel. 09708 79-3430

www.rehazentrum-bb.de


Entwurf des Bundesteilhabegesetzes: Zugang zur medizinischen Rehabilitation für Menschen mit Behinderung muss verbessert werden

Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED) begrüßt, dass die Bundesregierung ihr Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag umsetzt und in Kürze den Entwurf des Bundesteilhabegesetzes veröffentlichen wird.

„Wir als DEGEMED befürworten sehr, dass mit dem neuen Teilhabgesetz die Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen in Deutschland verbessert werden sollen. Dafür müssen aber auch Zugangsbarrieren zur medizinischen Rehabilitation dringend abgebaut werden. Zudem brauchen wir ein offenes und diskriminierungsfreies Zulassungssystem für alle Rehabilitationseinrichtungen, “ so Christof Lawall, Geschäftsführer der DEGEMED.

Das Bundesteilhabgesetz wird eine umfassende Neuregelung des SGB IX vornehmen. Die DEGEMED schlägt vor, diese Möglichkeit zu nutzen, um die Ausgestaltung des Leistungsrechts im Sinne des Erhalts Reha-Strukturen in einem offenen Zulassungssystem rechtssicher zu regeln. Hierfür sollte eine Ergänzung des § 21 SGB IX vorgenommen werden, die den Marktzugang in einem offenen Zulassungssystem für alle Leistungsanbieter in der Rehabilitation offen, transparent und diskriminierungsfrei gestaltet.

Noch immer sind die praktischen Hürden für eine Inanspruchnahme einer medizinischen Rehabilitation in Deutschland sehr hoch. Ärzte sehen sich mit komplizierten Antragsverfahren, Patienten mit Ablehnungsbescheiden der Krankenkassen konfrontiert. Insbesondere Migranten und Menschen mit Beeinträchtigungen sind in diesem System benachteiligt. Das verhindert nicht nur eine bedarfsgerechte Versorgung, sondern erzeugt auch hohe Folgekosten für das Gesundheitssystem.

 

Die DEGEMED ist Spitzenverband der medizinischen Rehabilitation in Deutschland. Sie setzt sich seit ihrer Gründung 1997 als indikationsübergreifender Fachverband für die Interessen stationärer und ambulanter Leistungserbringer ein. Zu ihren Mitgliedern zählen private, frei-gemeinnützige und öffentlich betriebene Einrichtungen. Mit ihrem DIN-ISO-basierten QM-System und über 300 teilnehmenden Einrichtungen ist die DEGEMED im Reha-Bereich Marktführer beim internen Qualitätsmanagement.


 

Weitere Informationen:

DEGEMED

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V.

Katharina Ruppelt

Fasanenstraße 5, 10623 Berlin

Tel.: 030 28 44 96 6, Fax: 030 28 44 96 70

E-Mail: k.ruppelt@degemed.de

Internet: www.degemed.de


Schematherapie – Erste Reha-Klinik mit zertifiziertem Therapeuten-Team

Als erste Reha-Klinik in Deutschland bietet die Vogelsbergklinik die Möglichkeit der schematherapeutischen Behandlung durch ein ausgebildetes interdisziplinäres Team, zertifiziert von der ISST- International Society of Schema Therapie.

SchematherapieNeue therapeutische Wege erschließt die Vogelsbergklinik in Hessen ihren Patienten: Die Dr. Ebel Fachklinik für Psychosomatik und Psychotherapie ermöglicht, neben der klassischen verhaltenstherapeutisch und tiefenanalytisch ausgerichteten Psychotherapie, nun auch eine schematherapeutische Behandlung, die beide Therapieansätze auf anschauliche und für jeden verstehbare Weise vereint.

Für den neuen Schwerpunkt, der sich vor allem im Bereich der Persönlichkeitsstörungen sehr gut bewährt hat, ist die Vogelsbergklinik bestens gerüstet: Nadine Scheld, die Schematherapeutin der Vogelsbergklinik, ist approbierte Psychologische Psychotherapeutin und durch die International Society of Schema Therapy (ISST) zertifiziert, weitere Therapeuten befinden sich in kontinuierlicher Weiterbildung zum Schematherapeuten.
Und darüber hinaus wurden 16 Mitarbeiter/innen aus den Fachbereichen Pflege, Ergotherapie, Physiotherapie und Ernährungsberatung im Rahmen eines Co-Therapeuten-Curriculums des Mainzer Schematherapie-Instituts (IPSTI-MZ) über ein Jahr lang weitergebildet und im Oktober 2015 durch die International Society of Schema Therapy (ISST) zertifiziert. Das ist ein Novum in Deutschland.

Schemata – Lebensmuster
In der von Jeffrey Young entwickelten Schematherapie wird versucht, die aktuellen Schwierigkeiten des Patienten vor dem Hintergrund seiner biographischen Lerngeschichte zu verstehen. Schemata sind frühe schmerzliche Erfahrungen, die im Gedächtnis eingebrannt sind. Diese entstehen häufig durch die Verletzung oder Nicht-Erfüllung von Grundbedürfnissen in der Kindheit und Jugend des Patienten, wobei natürlich dessen Temperament und Persönlichkeit mitwirken.
Schemata sind also tief verankerte und immer wieder zu Problemen führende Lebensthemen, die Denkweisen und Gefühle, aber auch Erinnerungen und Verhaltensweisen beinhalten (z.B. Angst vor Verlassenwerden, fehlendes Selbstwertgefühl, Versagensangst usw.). Diese Schemata werden häufig in gegenwärtigen ähnlichen Lebenssituationen erneut aktiviert und lösen eine Verhaltensreaktion aus, die zu einem damaligen Zeitpunkt hilfreich und schützend war, die in der gegenwärtigen Lebenssituation jedoch den Patienten das Leben schwer macht. So kann es z.B. sein, dass jemand als Kind von der Mutter verlassen wurde und deshalb gezwungen war, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und für die Erfüllung der Grundbedürfnisse zu sorgen. Die Folge davon kann heute z.B. eine Bindungsunfähigkeit sein, der die Angst vor erneutem Verlassenwerden zugrunde liegt. Dies kann sich so äußern, dass man auf Alltagssituationen unangemessen – vielleicht folgendermaßen – reagiert: Frau D. nimmt ihren Mut zusammen und fragt einen Freund, ob er Lust hat, etwas mit ihr zu unternehmen. Er sagt ab, weil er angeblich einen beruflichen Termin hat. Frau D. denkt, dass er sicher nur eine Ausrede vorschiebt, weil er sich nicht mit ihr treffen möchte. Sie fühlt sich wieder mal total allein und einsam, könnte weinen und es geht ihr schlecht. Eine für morgen vorliegende Einladung sagt sie in ihrer Gekränktheit per SMS ab, „weil sie niemandem zur Last fallen möchte“, der totale Rückzug ist angesagt.

Die Schematherapie und das Modus-Modell
In der Schematherapie werden solche Reaktionsmuster analysiert. Die jeweiligen Verhaltensmuster werden benannt und im sogenannten Modusmodell zusammengefasst. Die übergeordneten Modi sind Kind-Modus, Elternmodus, Bewältigungsmodus, Gesunder Erwachsener Modus, Glückliches Kind-Modus. Jeder Modus besteht aus einer gedanklichen, emotionalen, physiologischen und verhaltensorientierten Komponente.
Im Kind-Modus (im Beispiel ist das die Trauer und Kränkung durch die Absage) werden häufig sehr intensive Gefühle der Traurigkeit, der Wut, der Verletzlichkeit und des Schams erlebt. Der Elternmodus setzt sich aus den verinnerlichten Sätzen von Bezugspersonen zusammen und kann aus einem fordernden und einem strafenden Elternmodus bestehen. Diese schmerzhaften Modi sollen durch die gegenüber liegenden Bewältigungsmodi reguliert werden. Dadurch werden die schmerzhaften Modi entweder vermieden, bekämpft oder erduldet. In unserem Beispiel ist der Bewältigungsmodus der Rückzug, das Alleinsein aus Angst vor Enttäuschung.

Mit Hilfe der Schematherapie werden die jeweiligen Modi bewusst und verstehbar. Und man erlernt Techniken, um den jeweils eigenen Modus und damit die Situation zu verändern. In unserem Beispiel etwa kann Frau D. sich vor Augen führen, dass der Freund sie noch nie belogen hat und es sich sicherlich um einen sehr wichtigen beruflichen Termin gehandelt hat. Sie kann einen neuen Termin mit ihm ausmachen, sich daran erinnern, wie toll die letzte gemeinsame Unternehmung war und es sich heute anstelle der geplatzten Verabredung zuhause bei heißem Kakao und einem schönen Film gemütlich machen.

Hilfe für den Alltag
Ziel der Schematherapie ist es also, den biographischen Ursprung hinderlicher Schemata und ihre Wirkungen auf das gegenwärtige Verhalten zu erkennen, zu analysieren und für sich zu entdecken, dass es auch aus alten, immer wieder kehrenden Lebensmustern, wenn man sie erst einmal verstanden hat, durchaus Auswege gibt. Der schematherapeutische Ansatz macht dem Patienten auf verstehbare Weise Probleme und ihre Ursachen bewusst und gibt Hilfe zur Selbsthilfe: Betroffene bekommen mit dem Modus-Modell auch Techniken und Methoden vermittelt, wie sie Alltagsituationen gut meistern können.

Weitere Infos und Kontakt:
Dr. Ebel Fachkliniken GmbH & Co., Vogelsbergklinik, Jean Berlit-Str. 31, 36355 Grebenhain-Ilbeshausen, Telefon: 06643/701-0, Telefax: 06643/701-476,
E-Mail: info@vogelsbergklinik.de, Internet: www.vogelsbergklinik.de; www.ebel-kliniken.com


Dr. Gerhard Friedrich leitet die Waldburg-Zeil Klinik Alpenblick. Die Fachklinik für Psychosomatische Rehabilitation startet mit neuem Chefarzt in das neue Jahr

Neutrauchburg – Dr. Gerhard Friedrich (57) ist neuer Chefarzt der Waldburg-Zeil Klinik Alpenblick. Der promovierte Facharzt für Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie beginnt am 1. Februar 2016 in der renommierten Fachklinik für Psychosomatische Rehabilitation in Neutrauchburg.

BewerbungsfotoDr. Friedrich ist in der Waldburg-Zeil Klinik kein Unbekannter. Nach dem Medizinstudium und Stationen als Assistenzarzt in Bonn kam der gebürtige Sauerländer 2001 als Oberarzt an die Klinik Alpenblick. Nach der Facharztprüfung für psychotherapeutische Medizin als Basis seiner fundierten Ausbildung war er ab Ende 2004 in verschiedenen norddeutschen Kliniken als Chefarzt tätig. Nun kehrt er in die traditionsreiche Klinik Alpenblick als Chefarzt zurück. „Wir sind glücklich, dass wir Dr. Friedrich für unser Haus gewinnen konnten“, so Horst Veile-Reiter, Kaufmännischer Direktor der Kliniken Neutrauchburg. „Mit seiner breit aufgestellten Facharztausbildung passt er sehr gut zu der Ausrichtung unserer Klinik.“ Der Klinikdirektor zeigte sich zufrieden, die herausfordernde Aufgabenstellung der Klinikleitung einem erfahrenen Facharzt anvertrauen zu können.

Distanz vom Alltag schaffen

Dr. Friedrich freut sich auf seine Aufgabe: „Ich habe meine Zeit als Oberarzt in der Klinik Alpenblick in guter Erinnerung behalten. Gemeinsam mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möchte ich dazu beitragen, dass Menschen nach einem Aufenthalt in Neutrauchburg ihren persönlichen Ressourcen mehr vertrauen und ihr Leben selbstverantwortlich aktiv gestalten können.“ Außerdem habe er sich ganz bewusst entschieden, als Arzt im Bereich der Rehabilitation zu wirken: „Ob Burn-out oder Depression: Eine Reha hilft vielen Menschen, nach einer psychischen Erkrankung wieder in den Alltag zurückzufinden. Das habe ich im Laufe meiner 25jährigen Berufserfahrung immer wieder feststellen können.“ Gerade ein stationärer Aufenthalt bringe Patienten die nötige Distanz vom Alltag und schaffe damit die Grundlage für eine nachhaltige Veränderung ihres Lebensstils, so Dr. Friedrich weiter. „Oft tragen wir dazu bei, eine Frühverrentung zu vermeiden. Das nutzt nicht nur den betroffenen Menschen, sondern der gesamten Gesellschaft. Denn Arbeit heißt immer auch Teilhabe am Leben.“

Dr. Friedrich setzt dabei auf bewährte Therapiekonzepte, die die psychodynamische Therapie mit erlebnisaktivierenden Verfahren und mit Elementen der Verhaltenstherapie verbinden. Der neue Chefarzt sieht das große Potential des Hauses in der jahrzehntelangen Erfahrungen der Pflegekräfte und Therapeuten. Besonders gespannt ist er auf den Männerkulturtag am 9. April, eine der ersten Veranstaltungen, die Dr. Friedrich im Haus miterleben und – gestalteten wird.

INFO

Die Waldburg-Zeil Klinik Alpenblick ist eine Fachklinik für psychosomatische Rehabilitation. In fünf Fachabteilungen kümmern sich 116 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um bis zu 251 Patienten. Die Klinik Alpenblick wurde 1963 als eine der ersten Psychosomatischen Kliniken in Deutschland gegründet und gehört damit zu den Wegbereitern der stationären rehabilitativen Psychosomatik.


Strukturelle Verbesserung in der intensiven stationären Versorgung von Patienten mit chronischen Schmerzen

Gemeinsame Pressemitteilung


Berlin, 27. Januar 2016. Mit dem ab 1. Januar 2016 geltenden neuen DRG-Fallpauschalenkatalog 2016 wurden die Grundlagen dafür geschaffen, die vollstationäre multimodale Versorgung von Patienten mit starken chronischen Schmerzen strukturell zu verbessern. Zu diesem Urteil kommen der Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland e.V. (BVSD) und die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. Der DRG-Fallpauschalenkatalog 2016 bilde die vollstationäre multimodale Schmerzmedizin angemessener ab, als in der Vergangenheit, so beide Verbände. „Die notwendige Intensität einer stationären schmerzmedizinischen Behandlung kann nun effektiver am Therapiebedarf des Patienten ausgerichtet werden“, erklärte Prof. Dr. Dr. Joachim Nadstawek, BVSD-Vorsitzender. Der Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft, Prof. Dr. Michael Schäfer sagte: „Dies ist ein bedeutender Schritt in der Umsetzung einer leitliniengerechten multimodalen Schmerzversorgung mit hohen Therapieintensitäten und einer längeren Behandlungsdauer im Krankenhaus für Patienten mit hochgradig chronifizierten Schmerzen, bei denen eine ambulante Behandlung nicht ausreicht.“ Der DRG-Fallpauschalenkatalog bildet die Grundlage für Abrechnungen von stationären Behandlungen in Krankenhäusern und Kliniken.

 

BVSD und die Deutsche Schmerzgesellschaft haben seit langem gemeinsam an dieser Verbesserung der hochintensiven stationären multimodalen Schmerzversorgung gearbeitet. Die Gleichbewertung der niedrig und der höher intensiven multimodalen Schmerztherapien habe bislang dazu geführt, dass in vielen Krankenhäusern bei fallenden Erlösen immer kürzer behandelt wurde, so BVSD und Schmerzgesellschaft. Diejenigen Einrichtungen, die intensivere Therapieprogramme anboten, hatten in den letzten Jahren zunehmend Probleme mit der Kostendeckung. Mit dem Fallpauschalenkatalog 2016 werde die multimodale Therapie mit einer Behandlungsdauer von mindestens 14 Tagen nun deutlich höher bewertet, als Behandlungen über weniger als 14 Tage. Diese Differenzierung der Behandlungsmöglichkeiten nach den individuellen Versorgungsnotwendigkeiten der Patienten sei von besonderer Bedeutung.

Multidisziplinäre bzw. multimodale Therapieprogramme beinhalten eine umfassende, intensive und aufeinander abgestimmte Behandlung von Schmerzpatienten durch verschiedene Fachgebiete, davon eine psychiatrische, psychosomatische oder psychologische Disziplin. Aktuelle Studienergebnisse zeigen, dass Therapieprogramme höherer Intensität wirksamer sind als kurzdauernde Programme mit geringer Therapiedichte. Obwohl die Wirksamkeit dieses Therapiekonzeptes gegenüber monodisziplinärem Vorgehen vor allem bei höher chronifizierten

Schmerzerkrankungen wiederholt nachgewiesen wurde, stehen für Patienten mit chronischen Schmerzen, bei denen der Schmerz eigenständigen Krankheitswert erreicht und zu psychosozialen Veränderungen geführt hat, in Deutschland immer noch zu wenige multidisziplinär besetzte Therapieeinrichtungen zur Verfügung – sowohl auf der ambulanten als auch auf der teil-/vollstationären Versorgungsebene. Mit dem DRG-Fallpauschalenkatalog 2016 seien zumindest im stationären Sektor bessere Behandlungsmöglichkeiten unter wirtschaftlich tragfähigen Bedingungen erreicht, so BVSD und Schmerzgesellschaft.

 

 

Pressekontakt:

BVSD:

Wolfgang Straßmeir, Tel. 030 / 2 88 67 260, ws@bv-schmerz.de

 

Deutsche Schmerzgesellschaft:

Thomas Isenberg, Tel. 030 / 3 94 09 68 90, isenberg@dgss.org


conhIT 2016: Gesundheits-IT-Branche sucht und fördert aktiv Nachwuchs

conhIT – Connecting Healthcare IT
19. bis 21.
April 2016

 

conhIT_2016PRESSE-INFORMATION

 

 Auch 2016 fördert die conhIT – Connecting Healthcare IT, Europas wichtigstes Event der Gesundheits-IT-Branche, den Nachwuchs und bietet eine Reihe spezieller Karriereangebote.

Berlin, 27. Januar 2016 – Mit dem Ziel die Gesundheits-IT-Industrie und Einrichtungen des Gesundheitswesens mit potenziellen Mitarbeitern zusammenzubringen, knüpft auch in diesem Jahr die conhIT, die vom 19. bis zum 21. April in Berlin stattfindet, an die Aktivitäten des Veranstalters, dem Bundesverband Gesundheits-IT e.V. (bvitg e.V.), in den Bereichen Karriere und Nachwuchsförderung an.

Speziell an Studierende, die sich in der Endphase ihres Studiums befinden und einen Berufseinstieg anstreben, richten sich die Karriereangebote. Dazu zählen der conhIT-Nachwuchspreis, der Karriere-Workshop, das Karriere-Speed-Networking, die Jobbörse und der Karriere-Guide. Zudem wird es ein Kontingent an Freitickets sowie spezielle (ermäßigte) Studenten-Eintrittskarten geben.

 

„Damit ist die conhIT nicht nur ein Treffpunkt aller namhaften Hersteller von IT-Systemen im Gesundheitswesen, sondern auch ein einmaliges Karrieresprungbrett für Absolventen“, so Ekkehard Mittelstaedt, Geschäftsführer des bvitg e. V., Veranstalter der conhIT. „Die Healthcare IT-Branche ist auf qualifizierte Mitarbeiter angewiesen, um in einem dynamischen und gleichzeitig sensiblen Markt hochwertige Produkte entwickeln, anbieten und einsetzen zu können. Mit den Karriereangeboten möchten wir dabei die Hersteller und Einrichtungen im Gesundheitswesen auf ihrer Suche nach Talenten unterstützen.“

Ein Highlight markiert hierbei die Verleihung des conhIT-Nachwuchspreises 2016. Bis zum 14. März 2016 können sich Nachwuchswissenschaftler aus den Fachbereichen Medizininformatik, E-Health, Gesundheitsökonomie, Gesundheitsmanagement und Healthcare Management mit ihrer Bachelor- oder Master-Abschlussarbeit bewerben. Unter allen Einsendungen wird dann eine Jury, die sich aus Experten aus Wissenschaft und Industrie zusammensetzt, die Arbeiten auszeichnen, die in besonderer Weise praktische Ansätze dafür liefern, die Gesundheitsversorgung mittels IT nachhaltig zu verbessern.

Das Preisgeld für die beste Masterarbeit und die drei besten Bachelorarbeiten beträgt insgesamt 5.000 Euro. Alle Teilnehmer erhalten zudem ein Überraschungspräsent als Dankeschön sowie eine Freikarte für die conhIT. Die Verfasser der besten Abschlussarbeiten haben darüber hinaus die Möglichkeit auf der conhIT an einem exklusiven Meet & Greet mit den Sponsoren der Preisgelder – namhaften Vertreter der Industrie – teilzunehmen. Die offizielle Preisverleihung findet auf der Abschlussveranstaltung der conhIT am 21. April statt. Einen Tag davor bekommen die Gewinner zudem die Chance ihre Arbeit dem Fachpublikum vorzustellen.

Mehr Informationen finden Sie unter conhIT-Karriereangebote und conhIT-Nachwuchspreis.

 Über die conhIT – Connecting Healthcare IT

Die conhIT richtet sich an Entscheider in den IT-Abteilungen, im Management, der Medizin und Pflege sowie an Ärzte, Ärztenetze und Medizinische Versorgungszentren, die sich über die aktuellen Entwicklungen von IT im Gesundheitswesen informieren, Kontakte in der Branche knüpfen und sich auf hohem Niveau weiterbilden wollen. Als integrierte Gesamtveranstaltung mit Industrie-Messe, Kongress, Akademie und Networking-Events bündelt sie an drei Tagen die Angebote, die für die Branche attraktiv sind. Die conhIT, die 2008 vom Bundesverband Gesundheits-IT e. V. (bvitg e.V.) als Branchentreff der Healthcare IT initiiert wurde und von der Messe Berlin organisiert wird, hat sich mit 388 Ausstellern und rund 7.500 Besuchern in 2015 zu Europas wichtigster Veranstaltung rund um IT im Gesundheitswesen entwickelt.

 

Die conhIT wird in Kooperation von den Branchenverbänden Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e.V., GMDS (Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie) e.V., BVMI (Berufsverband Medizinischer Informatiker) e.V. sowie unter inhaltlicher Mitwirkung von KH-IT (Bundesverband der Krankenhaus-IT-Leiterinnen/Leiter) e.V. und ALKRZ (Arbeitskreis der Leiter der Klinischen Rechenzentren der Universitätskliniken Deutschland) gestaltet.

 

Pressekontakte:

 

 

Bundesverband Gesundheits-IT e. V. (bvitg e. V.)

Pressereferentin

Natalie Gladkov

Taubenstraße 23
10117 Berlin

Tel.: +49 30 20622 5818
Fax: +49 30 20622 5869
natalie.gladkov@bvitg.de

 

 

Messe Berlin GmbH

Emanuel Höger

Unternehmenssprecher und Leiter der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
www.messe-berlin.de

 

Astrid Zand

Pressereferentin

Messedamm 22

14055 Berlin

Tel.:+ 4930 3038-2275

Fax: + 4930 3038-912275

zand@messe-berlin.de


Ende 2014 rund 5,2 Millionen Beschäftigte im Gesund­heitswesen

Pressemitteilung Nr. 026 vom 27.01.2016:

WIESBADEN – Zum 31. Dezember 2014 waren rund 5,2 Millionen Menschen in Deutschland im Gesundheitswesen tätig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das rund 102 000 oder 2,0 % mehr als Ende 2013.

Gesundheitspersonal_BerufeStart2014Der positive Beschäftigungstrend der letzten fünf Jahre setzte sich damit auch 2014 weiter fort. Zwischen 2009 und 2014 wuchs die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen um insgesamt 476 000 Personen oder 10,0 %. Zusätzliche Arbeitsplätze gab es 2014 besonders in medizinischen Gesundheitsberufen (+ 58 000 oder + 2,1 %): Hier ist die Beschäftigtenzahl vor allem in den Berufen der Gesundheits- und Krankenpflege, des Rettungsdienstes und der Geburtshilfe (+ 21 000 oder + 2,0 %), der Arzt- und Praxishilfe (+ 13 000 oder + 2,0 %), der nichtärztlichen Therapie und Heilkunde (+ 9 000 oder + 2,5 %) sowie der Human- und Zahnmedizin (+ 9 000 oder + 2,1 %) gewachsen. Darüber hinaus ist im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der Beschäftigten in Berufen der Altenpflege (+ 21 000 oder + 4,0 %) und in anderen Berufen des Gesundheitswesens (+ 19 000 und + 1,2 %) gestiegen.

Am Jahresende 2014 arbeiteten gut drei Viertel der Beschäftigten (77,0 %) in ambulanten und (teil-)stationären Einrichtungen des Gesundheitswesens. Im Jahr 2014 erhöhte sich das Personal in ambulanten Einrichtungen überdurchschnittlich stark in der ambulanten Pflege (+ 16 000 oder + 5,1 %), in den Praxen sonstiger medizinischer Berufe (+ 17 000 oder + 3,7 %); hier arbeiten beispielsweise Physio- sowie Ergotherapeutinnen und -therapeuten) und im Einzelhandel mit Gesundheitsprodukten (+ 4 000 oder + 3,5 %). Ein unterdurchschnittliches Beschäftigungswachstum gab es in allen (teil-)stationären Einrichtungen: In Krankenhäusern stieg die Zahl der Beschäftigten um 14 000 oder 1,2 % und in der (teil-)stationären Pflege um 8 000 oder 1,3 %. In Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sank das Personal leicht (– 1 000 oder – 0,5 %).

Von den rund 5,2 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen war die Hälfte (50,2 %) teilzeit- oder geringfügig beschäftigt. Die Zahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten, die so genannten Vollkräfte, lag im Jahr 2014 bei rund 3,8 Millionen. Sie erhöhte sich gegenüber 2013 um 62 000, das entspricht einem Anstieg von 1,7 %.

Daten zur Gesundheitspersonalrechnung sind über die Tabelle zur Gesundheitspersonalrechnung (23621) in der Datenbank GENESIS-Online abrufbar. Detaillierte Tabellen zur Gesundheitspersonalrechnung finden sich auch im Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes unter der Adresse www.gbe-bund.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Anja Afentakis,
Telefon: +49 611 75 8128,
Kontaktformular

Ende 2014 rund 5,2 Millionen Beschäftigte im Gesundheitswesen (PDF, 70 kB, Datei ist nicht barrierefrei)


Bayern baut Versorgung Schwerstkranker und Sterbender aus

Pressemitteilung

Gesundheitsministerin Huml berichtet im Kabinett über Palliativ- und Hospizversorgung
Auch geriatrische Versorgung sehr gut aufgestellt

München – Bayern wird die Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen weiter ausbauen. Die Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml, informierte am Dienstag das Kabinett über die bereits erreichten Erfolge. Huml betonte: „Wir lassen Schwerstkranke am Ende ihres Lebens nicht allein. Bereits jetzt ist die Palliativ- und Hospizversorgung in Bayern gut aufgestellt!“

Die Staatsministerin erläuterte: „Es soll sichergestellt werden, dass schwerstkranke Menschen bis zuletzt in Würde leben können. Die Palliativmedizin verfolgt das Ziel, Schmerzen und andere Symptome zu lindern und damit die Lebensqualität soweit wie möglich zu erhalten. Wichtig ist für mich auch: Es darf schwerstkranken Menschen nicht das Gefühl vermittelt werden, dass sie der Gesellschaft zur Last fallen.“

Huml legte dem Ministerrat einen ausführlichen Bericht zum aktuellen Stand der Palliativ- und Hospizversorgung im Freistaat vor. So haben 97 der 411 Krankenhäuser in Bayern bereits palliativmedizinische Angebote. In 48 Krankenhäusern gibt es Palliativstationen. 6 dieser Krankenhäuser verfügen zusätzlich über einen palliativmedizinischen Dienst. 49 Krankenhäuser haben einen palliativmedizinischen Dienst. In den palliativmedizinischen Diensten arbeiten Ärzte, Pfleger, Psycho- und Physiotherapeuten eng zusammen. Sie werden je nach Bedarf im gesamten Krankenhaus tätig.

Palliativmedizinische Dienste können in Bayern seit 2009 ins Fachprogramm „Palliativversorgung in Krankenhäusern“ aufgenommen werden und ermöglichen auch kleineren Krankenhäusern, stationäre Palliativversorgung Schwerstkranker und Sterbender anzubieten. Die Ministerin unterstrich: „Eine schwere Krankheit ist ein harter Schicksalsschlag. Wir wollen den Menschen und ihren Angehörigen in dieser Situation weite Wege ersparen.“ Allein in den vergangenen Wochen nahmen weitere Dienste in Zwiesel und Nürnberg ihre Arbeit auf.

Im ambulanten Bereich hat der Freistaat im Jahr 2015 den Aufbau von sechs weiteren Teams zur spezialisierten ambulanten palliativmedizinischen Versorgung (SAPV-Teams) mit bis zu 15.000 Euro pro Team unterstützt. Insgesamt gibt es nun in Bayern 36 SAPV-Teams für Erwachsene und vier SAPV-Teams für Kinder. Die Ministerin betonte: „Schwerstkranke und sterbende Kinder und Jugendliche benötigen eine ganz speziell auf ihre Erkrankungen und Wünsche zugeschnittene Versorgung. Wir werden alles daran setzen, auch diesen Bereich weiter auszubauen.“

Mit 10.000 Euro pro Platz unterstützt das Bayerische Gesundheitsministerium den Auf- und Ausbau der stationären Hospizversorgung in Bayern. „Derzeit gibt es in Bayern 18 stationäre Hospize mit 182 Plätzen, 15 weitere Plätze kommen in der nächsten Zeit dazu“, erläuterte die Ministerin. Huml fügte hinzu: „Damit haben wir hier das Ausbauziel von 210 Plätzen in Bayern nahezu erreicht. Zudem gibt es in Bayern mehr als 140 ambulante Hospizdienste, getragen von etwa 6.900 ehrenamtlichen Hospizbegleitern. Sie sind das Herz der Hospizbewegung.“

Auch um die geriatrische Versorgung ist es in Bayern sehr gut bestellt. In der Geriatrie werden ältere Menschen versorgt, die nicht eine Hospiz- und Palliativversorgung benötigen. Derzeit gibt es im Freistaat 62 Einrichtungen der stationären geriatrischen Rehabilitation, 8 Institutionen der ambulanten geriatrischen Rehabilitation, 81 Akutgeriatrien, 5 akutgeriatrische Tageskliniken und 3 von bundesweit 15 Einrichtungen der mobilen geriatrischen Rehabilitation. Huml betonte: „Um auch den Aufbau der mobilen geriatrischen Rehabilitation weiter zu unterstützen, gibt es hier eine Anschubfinanzierung von bis zu 25.000 Euro pro Team.“ Darüber hinaus gibt es im Freistaat annähernd 40 Praxisverbünde, in denen etwa 350 Ärzte und Psychotherapeuten eng zusammenarbeiten und über 3000 Patienten vor allem in Pflegeheimen versorgen.


Roboter unterstützt die Schlaganfall-Rehabilitation

Dr. Bernhard Sehm von der Tagesklinik für Kognitive Neurologie erklärt die Funktionsweise des Exoskeleton-Roboters. Foto: Stefan Straube / UKL

25.01.2016 10:26

Patienten der Tagesklinik für kognitive Neurologie am UKL profitieren von deutschlandweit einzigartigem Hightech-Gerät

An der Tagesklinik für Kognitive Neurologie am Uniklinikum Leipzig wurde ein sogenannter Exoskeleton-Roboter in Betrieb genommen. Mit seiner Hilfe können Störungen der Bewegungskontrolle, die nach einem Schlaganfall auftreten, genauestens diagnostiziert werden. Auf dieser Grundlage sollen die Folgetherapien besser auf den jeweiligen Patienten abgestimmt werden.

Dr. Bernhard Sehm von der Tagesklinik für Kognitive Neurologie erklärt die Funktionsweise des Exoskeleton-Roboters. Foto: Stefan Straube / UKL

Dr. Bernhard Sehm von der Tagesklinik für Kognitive Neurologie erklärt die Funktionsweise des Exoskeleton-Roboters.
Foto: Stefan Straube / UKL

Eines der häufigsten Probleme nach einem Schlaganfall ist die dauerhafte Störung der Bewegungssteuerung auf der dem Schlaganfall gegenüberliegenden Körperseite. „Mit einer derart beeinträchtigten Hand auf geradem Wege ein Wasserglas zu ergreifen, ist für viele Schlaganfallpatienten eine fast unlösbare Herausforderung“, erklärt der Arzt und Wissenschaftler Dr. Bernhard Sehm von der Tagesklinik für Kognitive Neurologie am Uniklinikum Leipzig. „Der neue Exoskeleton-Roboter hilft uns genau zu testen, was die genauen Ursachen für die Einschränkungen beim einzelnen Patienten sind, denn das ist individuell verschieden. So kann z.B. bei einem Patienten vor allem der Lagesinn – also das Gefühl für die Position des eigenen Arms im Raum- beeinträchtigt sein, während bei einem anderen eher die direkte Muskelansteuerung betroffen sein kann. Die Tests ermöglichen uns sehr differenzierte Rückschlüsse und damit wissenschaftliche Erkenntnisse zu den zugrundliegenden Beeinträchtigungen im Gehirn. Auch soll das das Gerät helfen, genauere Prognosen für den jeweiligen Rehabilitationsverlauf zu geben.“

Der Roboter an der Tagesklinik mutet im ersten Moment an wie ein Gabelstapler. Erst beim zweiten Blick wird klar, dass es sich hier um ein High-Tech-Forschungsgerät handelt. Der Roboter verfügt über eine zweidimensionale Bewegungsanalyse für die Motorik beider Arme. Sobald der Patient auf dem Roboter platzgenommen hat, werden die Arme auf Schienen am Roboter fixiert. Auf einem Display werden Leuchtpunkte präsentiert, die nun mit den Armen angesteuert werden. Der Patient führt dabei wahlweise passive Bewegungen aus, die der Roboter vorgibt, oder aktive Bewegungen, deren Parameter vom Computer aufgezeichnet werden. Dabei werden z.B. die Geschwindigkeit der Bewegung und die Abweichung von der korrekten Bewegungsrichtung gemessen. „In Zukunft soll das Gerät helfen, anhand der Analyseergebnisse des Roboters individuellere Therapiepläne zu erstellen. Das soll zu besseren Langzeiterfolgen führen, weil so viel gezielter gearbeitet werden kann“, betont Dr. Sehm. „Auch während der laufenden Therapien kommt der Roboter dann wieder zum Einsatz, um die Fortschritte genau zu dokumentieren und ggf. Anpassungen im Therapieplan vornehmen zu können.“

 

Sandra Hasse Pressestelle / Unternehmenskommunikation
Universitätsklinikum Leipzig AöR

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Thomas Bold – neuer Geschäftsbereichsleiter bei MEDIAN

MEDIAN Kliniken GmbH & Co. KG

Thomas Bold, Geschäftsbereichsleiter bei MEDIAN

Thomas Bold, Geschäftsbereichsleiter bei MEDIAN

Berlin.  Seit Januar 2016 wird der Geschäftsbereich Mitte bei MEDIAN von Thomas Bold geleitet. Hier zeichnet er verantwortlich für acht Rehabilitationskliniken.

Der 56-jährige Saarländer hat sein Studium an der Universität Trier als Diplom-Soziologie abgeschlossen. Von 1991 bis 2004 war er in der Johannesbad Rehakliniken AG, Bad Füssing, in verschiedene Funktionen tätig, u. a. zehn Jahre als Direktor der Rehaklinik Saarschleife, einer orthopädische Fachklinik mit psychosomatischer Begleittherapie.

Danach war er bis 2012 Leiter des Geschäftsbereiches und Geschäftsführer der Gräflichen Kliniken sowie der Service- und Objektgesellschaften in der Unternehmensgruppe Graf von Oeynhausen-Sierstorpff, Bad Driburg. Bis Dezember 2015 war er in der Funktion des Geschäftsführers der Paracelsus Kliniken Deutschland in Osnabrück tätig.

„MEDIAN befindet sich auf einem beachtlichen Expansionskurs. Das Unternehmen hat klare Ziele definiert und einen Zentralisierungsprozess eingeleitet, der zukunftsweisend ist und den ich sehr gerne aktiv mitgestalten möchte“, begründet Thomas Bold seine Entscheidung, diese verantwortungsvolle Position bei MEDIAN zu übernehmen.

Der – obwohl er bundesweit tätig ist – bekennende Saarländer zudem auf vielfältige Weise ehrenamtlich tätig, u. a. als Vorstandsmitglied der Degemed e. V.

Über MEDIAN

MEDIAN ist ein modernes Gesundheitsunternehmen mit über 70 Rehabilitationskliniken, Akutkrankenhäusern, Pflege- und Wiedereingliederungseinrichtungen an 45 Standorten und Deutschlands größter privater Betreiber von Rehabilitationskliniken. Mit ca. 10.000 Mitarbeitern und rund 13.000 Betten bzw. Behandlungsplätzen gehört MEDIAN zu den marktführenden Gesundheitsunternehmen. Von der Therapieerfahrung und den hohen Qualitätsmaßstäben der Gruppe profitieren derzeit jährlich mehr als 180.000 Patienten und Bewohner. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin entstand 2015 durch die Fusion der MEDIAN Kliniken und der RHM Kliniken und Pflegeheime – zwei Unternehmen, die bereits auf eine 40-jährige Geschichte zurückblicken können.

Pressekontakt:

Uta Reichhold, MEDIAN Presse
Telefon 030/530055165, reichundhold@web.de