November, 2015

 

Reha-Bericht 2015 der Deutschen Rentenversicherung erschienen

Reha-Bericht 2015Mit dem Reha-Bericht 2015 stellt die Deutsche Rentenversicherung wieder die wichtigsten aktuellen Daten und Fakten zur Rehabilitation der Rentenversicherung zusammen. Ziel ist, das Leistungsgeschehen der medizinischen und beruflichen Rehabilitation transparent und nachvollziehbar aufzuzeigen. Der Bericht schreibt die Kapitel zu Umfang und Struktur der medizinischen und beruflichen Rehabilitation sowie zu den Aufwendungen für Rehabilitation fort. Grundlage bilden zum einen die jährlich erhobenen Routinedaten mit dem Schwerpunkt auf dem Jahr 2014. Zum anderen stellt der vorliegende Reha-Bericht auch wieder Daten der Reha-Qualitätssicherung zu Prozess und Ergebnis der Reha-Leistungen dar.

Neben der aktuellen Entwicklung der Rehabilitation der Rentenversicherung in Zahlen lenkt der Reha-Bericht 2015 den Blick auch auf inhaltliche Weiterentwicklungen in den Bereichen Recht und Politik, Reha-Qualitätssicherung, Sozialmedizin und Reha-Forschung.

Die beiden Vertiefungskapitel „Im Fokus“ behandeln die Themen „Orthopädische Rehabilitation bei deutschen und ausländischen Versicherten“ und „Medizinische Rehabilitation bei koronarer Herzkrankheit und Herzinfarkt“.

 

Der „Reha-Bericht 2015 der Deutschen Rentenversicherung“ steht hier als Download zur Verfügung und kann auch kostenlos bei der Deutschen Rentenversicherung Bund bestellt werden: www.reha-berichte-drv.de

 

Nachfragen:

Dr. Rolf Buschmann-Steinhage
Leiter des Bereichs Reha-Wissenschaften
Deutsche Rentenversicherung Bund
0420/R 4003
10704 Berlin
Tel. 030-865-39 330 Fax 030-865-792 0395
E-Mail: rolf.buschmann-steinhage@drv-bund.de
www.reha-wissenschaften-drv.de

 

 


Syrischer Arzt entwickelt Handbuch für die Behandlung arabisch sprechender Patienten

Der syrische Arzt Eyad Rajab hat ein Handbuch zur Behandlung arabisch sprechender Patienten entwickelt. Foto: Alexianer, Franziska Widdel

24.11.15, Dessau/Wittenberg
Das Manual erleichtert die Verständigung mit erkrankten Flüchtlingen, die weder deutsch noch englisch sprechen

Der syrische Arzt Eyad Rajab hat ein Handbuch zur Behandlung arabisch sprechender Patienten entwickelt. Foto: Alexianer, Franziska Widdel

Der syrische Arzt Eyad Rajab hat ein Handbuch zur Behandlung arabisch sprechender Patienten entwickelt. Foto: Alexianer, Franziska Widdel

Der Arzt Eyad Rajab von der Alexianer Klinik Bosse Wittenberg hat ein zweisprachiges Handbuch für die Krankenhausbehandlung arabisch sprechender Patienten entwickelt. Der Syrer ist Assistenzarzt der Klinik für Neurologie. Mit dem deutsch-arabischen Manual können sich Klinikmitarbeiter und neurologische Patienten ohne Übersetzer verständigen.

Inhaltlich begleitet das Handbuch den gesamten Aufenthaltsprozess eines Patienten in der Klinik für Neurologie. Es erfasst die zehn häufigsten neurologischen Notfälle bei jüngeren Patienten und klärt über dringende Untersuchungen auf.

„Das Handbuch enthält die wichtigsten neurologischen Differentialdiagnosen, die einer sofortigen Therapie bedürfen. Dazu gehören akuter Schmerz, insbesondere Kopfschmerz, Schlaganfall, akute Bewusstseinsstörung und Schwindel“, erläutert Dr. Philipp Feige, Chefarzt der Klinik für Neurologie an der Alexianer Klinik Bosse Wittenberg. „Damit wir erkrankten Flüchtlingen aus Syrien und anderen arabischen Ländern rasch helfen können, versorgen wir alle relevanten Klinikbereiche mit dem Handbuch, von der Aufnahme über die Pflege bis hin zu den Ärzten.“

Das Manual ist in Hocharabisch verfasst. Es ist verständlich für Menschen aus arabischsprachigen Ländern sowie aus Teilen Afghanistans und Irans.

 

„Wir stellen das Handbuch gern anderen Kliniken zur Verfügung.“

 

Bisher nutzen nur die Mitarbeiter der Klinik für Neurologie das Handbuch. Eine inhaltliche Erweiterung für die Behandlung arabisch sprechender Patienten in der Klinik für Psychiatrie der Alexianer Klinik Bosse Wittenberg ist geplant.

„Bei Interesse sind wir gerne bereit, das Handbuch anderen Krankenhäusern zur Verfügung zu stellen. Vorrangig eignet es sich für die neurologische Differentialdiagnostik“, erklärt Chefarzt Dr. Philipp Feige. Es ließe sich aber auf die Erfordernisse anderer medizinischer Fachbereiche hin ausarbeiten.

 

Der syrische Arzt Eyad Rajad konzipierte und übersetzte das Handbuch

Die Idee zum Handbuch hatte der Assistenzarzt Eyad Rajab, der selbst im Sommer 2014 aus dem syrischen Aleppo nach Deutschland gekommen war. Er suchte und fand eine Lösung für das Verständigungsproblem zwischen Klinikmitarbeitern und erkrankten Flüchtlinge.

„In Notfällen, wie beim Schlaganfall, müssen die Untersuchungen noch am selben Tag erfolgen. Dann ist es schwierig, wenn kein arabisch sprechender Arzt im Dienst ist“, erklärt Rajab die Dringlichkeit. „Schon die Information darüber, wann die Symptome begonnen haben, beeinflusst die Therapie erheblich.“

Fünf arabisch sprechende Ärzte arbeiten derzeit an der Alexianer Klinik Bosse Wittenberg. Sie dolmetschen regelmäßig. Doch durch den Schichtbetrieb ist nicht zu jeder Zeit einer von ihnen in der Klinik anwesend.

Zwischen sechs und zehn arabisch sprechende Flüchtlinge nimmt die Alexianer Klinik Bosse Wittenberg monatlich als Patienten auf. Viele von ihnen sprechen weder deutsch noch englisch.

Kontakt:

Alexianer Sachsen-Anhalt GmbH
Franziska Widdel
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: (03491) 4 76 -3 24
Fax: (03491) 4 76 -22 23 00
E-Mail: f.widdel@alexianer.de


Bundesverband Geriatrie berät über weitere Profilierung der altersmedizinischen Versorgung

Pressemitteilung 14-2015 (27.11.2015)

 

Mitgliederversammlung am 1. und 2. Dezember in Mainz / Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler hält Gastvortrag

 

Auf seiner diesjährigen Mitgliederversammlung am 1. und 2. Dezember in Mainz wird der Bundesverband Geriatrie e.V. über den Ausbau der geriatrischen Versorgungsstrukturen, die Qualitätssicherung, die Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Fachrichtungen und die Finanzierung von geriatriespezifischen Akut- und Rehaeinrichtungen beraten. Teilnehmen werden mehr als 250 Vertreter aus den im Verband organisierten Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen. Die Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, wird zu einem Gastvortrag erwartet und die Preisträgerin des Wilhelm-Woort-Förderpreises auszeichnen. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis der Wilhelm-Woort-Stiftung richtet sich an Wissenschaftler, die ein herausragendes Forschungsprojekt in der anwendungsorientierten Alternsforschung durchführen.

 

„Der demografische Wandel schlägt sich in ungebrochen steigenden Fallzahlen in der geriatrischen Akutversorgung und Rehabilitation nieder“, so Dirk van den Heuvel, Geschäftsführer des Bundesverbandes, vor der Mitgliederversammlung. „Vor diesem Hintergrund kommt der Sicherstellung und dem weiteren Ausbau einer fachgerechten geriatrischen Versorgung wachsende Bedeutung zu“, betonte der Geschäftsführer.

Auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung stehen unter anderem die Weiterentwicklung geriatrischer Versorgungsstrukturen, die wirtschaftliche Entwicklung im Krankenhaus- und Rehabereich, die Debatte über Vorhaben im Bereich Aktivierend-therapeutische Pflege in der Geriatrie sowie die Qualitätsüberprüfungen im Mitgliederbestand des Verbandes. Diskutiert wird zudem über den Inhalt eines neuen „Weißbuchs Geriatrie“.

 

Entscheiden wird die Versammlung auch über die Aufnahme neuer Mitglieder. „Das Interesse an einer Mitgliedschaft im Bundesverband Geriatrie e.V. ist ungebrochen“, so Dirk van den Heuvel. Fast 30 Anträge auf Neuaufnahme liegen dem Verband vor.

 

 

Bundesverband Geriatrie e.V.

Vorstandsvorsitzender: Herr Dipl.-Kfm. Ansgar Veer

Geschäftsführer: Dirk van den Heuvel

Reinickendorfer Straße 61

13347 Berlin

Fon: 030 / 339 88 76-10

Fax: 030 / 339 88 76-20

E-Mail: Geschaeftsstelle@bv-geriatrie.de

http://www.bv-geriatrie.de

 

 

Der Bundesverband Geriatrie ist ein Verband von Klinikträgern die rund 320 geriatrische Kliniken bzw. Einrichtungen betreiben und über ca. 22.000 Betten/Rehaplätze verfügen. So sind unter anderem fast alle größeren Klinikverbünde und -Konzerne mit ihren geriatrischen Einrichtungen Mitglieder des Bundesverbandes.

Geriatrie, oder auch Altersmedizin, befasst sich mit den speziellen Erkrankungen oder Unfallfolgen älterer Menschen. Das Besondere an dieser Patientengruppe ist, dass ältere Menschen zumeist mehrfach krank (multimorbid) sind. Die geriatrischen Kliniken bieten, hierauf abgestimmt, multidimensionale geriatrische Therapien. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sich auf psychische, funktionelle, soziale und ökonomische Belange erstreckt. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der älteren Menschen zu erhalten, bzw. soweit wie möglich wieder herzustellen.

Neben der Interessenwahrnehmung als politischer Verband sieht der Bundesverband Geriatrie e.V. seine besondere Aufgabe in der Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der Versorgung. Dazu wurde frühzeitig ein Daten- und Vergleichssystem mit Namen GEMIDAS aufgebaut und zu Gemidas Pro weiterentwickelt sowie die Erfahrungen für die Entwicklung eines eigenen Qualitätssiegels Geriatrie, welches von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle vergeben wird, genutzt. Finanziell trägt sich der Verband über die Beiträge seiner Mitglieder. Der Bundesverband ist daher auch aus finanzieller Sicht eine unabhängige Organisation.

 

 

Sebastian Holtmann                               
– Referent –
Bundesverband Geriatrie e.V.
Reinickendorfer Str. 61
13347 Berlin
Fon: 030 / 3 39 88 76-17
Fax:  030 / 3 39 88 76-20
Email:     sebastian.holtmann@bv-geriatrie.de
Internet:  www.bv-geriatrie.de


DGPPN vergibt Forschungspreise 2015

Pressemitteilung Nr. 53 | 27.11.2015

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) e. V.

 

DGPPN Kongress I 25. bis 28. November I CityCube Berlin

Mit einer Reihe von Forschungspreisen zeichnet die DGPPN innovative Initiativen in den verschiedenen Forschungsbereichen aus, die zu verbesserten Kenntnissen über psychische Erkrankungen und zu neuen Ansätzen in Diagnostik und Therapie führen. Die Preise sind mit über 70.000 Euro dotiert und werden im Rahmen des DGPPN Kongresses 2015 verliehen. Sie gehen sowohl an bereits anerkannte Forscher wie auch an aufstrebende Nachwuchswissenschaftler.

DGPPN-Preis für pharmakologische Forschung 2015
Die DGPPN verleiht zum zweiten Mal den mit 14.000 Euro dotierten DGPPN-Preis für pharmakologische Forschung. Das Fördergeld mit einem Gesamtvolumen von 140.000 Euro wurde vom ehemaligen Förderverein „Psychopharmakotherapie e. V.“ an die DGPPN gespendet und wird bis 2024 als Preisgeld ausgeschüttet.

2015 geht der DGPPN-Preis für pharmakologische Forschung an Univ.-Prof. Dr. med.
Markus Leweke vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim. In seiner ausgezeichneten Arbeit hat er ein grundlegendes Modell zur Rolle des körpereigenen Cannabinoidsystems bei Psychosen entwickelt. Dabei kommt einem Botenstoff dieses Systems, dem Anandamid, eine schützende Rolle gegenüber psychotischen Symptomen zu. Prof. Leweke konnte für das aus der Cannabispflanze stammende reine Cannabidiol bei akuten schizophrenen Psychosen einen Anstieg des Anandamidspiegel im Blut und eine damit zusammenhängende Verbesserung der Symptomatik zeigen. Dies ebnet nun den Weg zu einem mechanistisch neuen Therapieansatz bei diesen schwerwiegenden Erkrankungen.

Hintergrund: Mit dem Preis soll innovative Psychopharmakotherapieforschung anerkannt und erfolgreich vorangetrieben werden. Ausgezeichnet werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich in der Psychopharmakotherapieforschung durch fachlich überzeugende und zukunftsweisende Arbeiten hervorgetan haben. Kriterien für die Vergabe sind insbesondere die Relevanz der Forschungserkenntnisse für die Versorgung psychisch kranker Menschen, originelle Ansätze sowie die methodische Qualität der Untersuchung.

 

DGPPN-Preis zur Erforschung von psychischen Erkrankungen 2015
Die DGPPN verleiht in Verbindung mit der Stiftung für Seelische Gesundheit den mit insgesamt 15.000 Euro dotierten DGPPN-Preis zur Erforschung von psychischen Erkrankungen. Die Jury würdigt in diesem Jahr drei Arbeiten aus den Bereichen der Grundlagenforschung und klinischen Forschung. Sie hebt damit die Bedeutung der Translation von Forschungsergebnissen in die Versorgung psychisch erkrankter Menschen hervor. Die Arbeiten der drei Wissenschaftler besitzen hohen Innovationswert und überzeugen mit hervorragender methodischer Qualität. Darüber hinaus haben die Preisträger hochrangig publiziert.

  • Univ.-Prof. Dr. Dr. med. Katharina Domschke M.A. (USA) von der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Würzburg hat in einer Reihe von Studien neben genetischen Varianten einige zeitlich dynamische und damit für psychische Erkrankungen besonders relevante epigenetische Mechanismen untersucht. Ihr Fokus lag dabei auf der Entstehung und Behandlung von Angsterkrankungen. Prof. Domschke konnte zum Beispiel zeigen, dass eine verminderte Methylierung des Monoaminoxidase A-Gens – womöglich in Reaktion auf belastende Lebensereignisse – das Erkrankungsrisiko für die Panikstörung erhöht. Durch eine erfolgreiche Psychotherapie war dieses epigenetische Risikomuster wieder zu normalisieren. Die aktuellen Forschungsergebnisse zu (epi)genetischen Biomarkern im Zusammenspiel mit Umweltfaktoren können zur gezielten Prävention und individualisierten Behandlung von Angsterkrankungen beitragen.
  • Bei vielen neurodegenerativen Demenzerkrankungen kommt es zu einer Ausbreitung pathologischer Proteinablagerungen entlang anatomischer, neuronaler Verbindungen. Die Mechanismen, die zu dieser prion-artigen Übertragung und damit zum Voranschreiten der Erkrankung führen, waren bislang völlig unklar. Prof. Dr. med. Anja Schneider von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universität Göttingen konnte in ihrer Arbeit erstmals diesen Ausbreitungsmechanismus exemplarisch für die α-Synuclein Aggregate bei Parkinson- und Lewy-Körperchen-Demenz aufklären. Die Ergebnisse haben bedeutsame Auswirkungen auf dem Gebiet der Grundlagen- und diagnostischen Biomarkerforschung im Bereich der Demenzerkrankung. Die Arbeiten eröffnen einen völlig neuen Ansatzpunkt zur Therapie von Demenzerkrankungen, indem erstmals die Übertragung der Pathologie zwischen Neuronen inhibiert werden könnte, nachdem nun die zellbiologischen Grundlagen eines wichtigen Aspekts dieser prion-artigen Krankheitsausbreitung aufgeklärt sind.
  • Psychische Erkrankungen wie Schizophrenien oder Autismus-Spektrum-Störungen weisen nicht nur bestimmte Symptome auf, sondern auch veränderte Hirnstrukturen. Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. med. Thomas Nickl-Jockschat von der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik an der Uniklinik RWTH Aachen untersucht hirnstrukturelle Auffälligkeiten und analysiert deren molekulare und umweltassoziierte Ursachen. Bei den Forschungsprojekten kommt ein breites methodisches Spektrum von der Diffusions-Tensor-Bildgebung bis zur Neuroinformatik zum Einsatz. Ziel des Forschungsansatzes ist es, den gesunden Aufbau des Gehirns sowie dessen krankheitsbedingte Veränderungen besser zu verstehen und dadurch zu einer verbesserten Diagnostik und genaueren Prognose von Krankheitsverläufen beizutragen.

Hintergrund: Mit diesem Preis fördert die DGPPN junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mit herausragenden Forschungsarbeiten und zukunftsweisenden Modellen zu bedeutsamen Entwicklungen im Bereich der psychischen Erkrankungen und deren Behandlung beitragen. Innovative theoretische, klinische oder experimentelle Forschungskonzepte werden ausdrücklich begrüßt. Kriterien für die Vergabe des Preises sind insbesondere die Relevanz der Forschungsergebnisse für die Versorgung von psychisch erkrankten Menschen sowie die methodische Qualität der Untersuchung.

 

DGPPN-Promotionspreis – Hans-Heimann-Preis 2015
Die DGPPN verleiht in Verbindung mit der Stiftung für Seelische Gesundheit zu Ehren des Schweizer Psychiaters und Psychotherapeuten sowie langjährigen Direktors der Psychiatrischen Universitätsklinik Tübingen, Prof. Dr. med. Hans Heimann (1922–2006), zum siebten Mal den mit insgesamt 24.000 Euro dotierten DGPPN-Promotionspreis – Hans-Heimann-Preis. Ausgezeichnet werden drei Tandems von jungen Wissenschaftlern sowie ihren Betreuern mit je 8.000 Euro für die besten Dissertationen in dem Fachgebiet der Psychiatrie und Psychotherapie.

  • Doktorandin Dr. rer. med. Francisca Savéria Then
    Betreuerin Prof. Dr. med. Steffi G. Riedel-Heller, MPH
    Universität Leipzig, Medizinische Fakultät, Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP)
    Diese Promotionsarbeit widmete sich einem möglichen Schutzfaktor von Demenzerkrankungen, den mentalen Anforderungen im Berufsleben. Anhand einer systematischen Literaturrecherche und zweier multivariaten Analysen bevölkerungsbezogenen Studien konnte gezeigt werden, dass hohe mentale Anforderungen der beruflichen Tätigkeit – speziell an die verbalen und exekutiven kognitiven Funktionen – das Demenzrisiko senken. Somit deckt diese Arbeit Potenziale eines bisher wenig beachteten Schutzfaktors zur Prävention einer der wichtigsten Zivilisationskrankheiten auf.
  • Doktorandin Dr. rer. nat. Yvonne Bouter
    Betreuer Prof. Dr. med. Thomas A. Bayer
    Universität Göttingen, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
    Das Tg4-42 Modell ist ein weltweit einzigartiges Tiermodell, das ohne eine Mutation im Beta-Amyloid-Gen auskommt und damit für die häufigste Form von Alzheimer, die sogenannte sporadische Alzheimer Krankheit, steht, an der ca. 95 Prozent der Patienten leiden. Das neue Mausmodell produziert Beta-Amyloid-4-42 insbesondere im Hippocampus, was zu Folge hat, dass Nervenzellen absterben und die Tiere eine Alzheimer-typische Orientierungs- und Gedächtnisstörung entwickeln. Durch die Promotionsarbeit steht der Forschung erstmalig ein Tiermodell zur Verfügung, das Aspekte der sporadischen Form der Alzheimer-Erkrankung kausal abbildet – eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Testung neuer Wirkstoffe gegen die Alzheimer-Demenz.
  • Doktorandin Dr. rer. medic. Ina Schabram-Viethen
    Betreuer Univ.-Prof. Dr. med. Ingo Vernaleken
    RWTH Aachen, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
    Das Dopaminsystem hat großen Einfluss auf verschiedenste Mechanismen im Körper und auf die Psyche des Menschen. In dieser Dissertation geht es im Besonderen um die neuropsychologischen Korrelate und die Modulation des Dopaminsystems durch genetische Prädisposition und pharmakologische Provokation. Es konnte durch eine neuropsychologische und eine bildgebende [18F]FDOPA-PET Untersuchung gezeigt werden, dass das Dopaminsystem durch den Polymorphismus des Transkriptionsfaktors AP-2ß und die Modulierung durch Methylphenidat beeinflusst wird. Methylphenidat zeigte nicht nur akute, sondern auch langfristige Effekte auf das Dopaminsystem.

Hintergrund: Der Preis dient der Nachwuchsförderung und soll die Doktoranden für weitere Forschungsprojekte motivieren sowie das Engagement der Betreuer würdigen. Antragsberechtigt sind junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Dissertationen innerhalb der letzten zwei Jahre abgeschlossen wurden und die an einer medizinischen Fakultät mit dem Prädikat „sehr gut“ („magna cum laude“ oder „summa cum laude“) beurteilt wurden. Gestiftet wird der Preis von der Servier Deutschland GmbH.

 

DGPPN-Preis für Pflege- und Gesundheitsfachberufe in Psychiatrie,
Psychotherapie und Psychosomatik 2015
Die DGPPN verleiht in Verbindung mit der Stiftung für Seelische Gesundheit den mit 5.000 Euro dotierten DGPPN-Preis für Pflege- und Gesundheitsfachberufe in Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. In diesem Jahr prämiert die Jury zwei Arbeiten, die mit ihrem Innovationswert sowie einer hohen Relevanz für den klinischen Alltag hervorstechen. Sie bilden ein breites Spektrum im Bereich der Pflege- und Gesundheitsfachberufe ab und haben insbesondere mit ihren wegweisenden Konzepten für die Versorgung psychisch kranker Menschen überzeugt.

  • Dorothea Jäckel (Ergotherapeutin und Dipl.-Psychologin) in Zusammenarbeit mit Andreas Hertig, Catherine Opperschall, Antonio Lanzarone und Holger Hoffmann
    Universitäre Psychiatrische Dienste, Bern (CH)
    Das frührehabilitative Integrationsprogramm ready@work ist ein personenzentriertes, integriertes und Setting übergreifendes arbeitsrehabilitatives Programm. Es wurde auf Basis aktueller Evidenz und Leitlinienempfehlungen entwickelt. Ziele sind die klinische Stabilisierung der Behandlungseffekte, die Kombination mit Rehabilitation und der Transfer in das Arbeitsleben.
  • Dr. biol. hum. Uwe-Bernd Schirmer (Dipl.-Pflegepädagoge, Krankenpfleger) und
    Dr. rer. nat. Marina Schall (Dipl.-Psychologin)
    Zentrum für Psychiatrie Südwürttemberg und Universität Konstanz
    Der Beziehungsgestaltung und insbesondere der Empathie kommt bei der Begleitung von psychisch erkrankten Menschen eine besonders wirkungsvolle Bedeutung zu. Dabei eröffnen sich Fragen nach der Erlernbarkeit von Empathie. Die Arbeit leistet einen Beitrag zur Klärung, wie sich empathisches Verhalten bei den Akteuren verschiedener Berufsgruppen durch gezieltes Training fördern lässt. Als besondere Vorteile beschreiben die Teilnehmer eine Entwicklung ihrer Handlungskompetenzen hin zu mehr Verständnis, Annahme, Vertrauen, dem Umgang mit Konflikten sowie einer Förderung der Selbstreflexion.

Hintergrund: Mit diesem Preis werden vorbildliche, zukunftsweisende Projekte, Modelle und wissenschaftliche Untersuchungen der Pflege- und Gesundheitsfachberufe innerhalb der psychiatrischen Behandlungs- und Versorgungsformen (ambulantes und stationäres Setting) ausgezeichnet, die insbesondere die Praxisentwicklung unterstützen. Antragsberechtigt sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflege- und Gesundheitsfachberufe, zum Beispiel Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege, Ergotherapie, Soziotherapie oder Physiotherapie.

 

DGPPN-Preis für Versorgungsforschung in Psychiatrie und Psychotherapie 2015
Die DGPPN verleiht in Verbindung mit der Stiftung für Seelische Gesundheit den mit 10.000 Euro dotierten DGPPN-Preis für Versorgungsforschung in Psychiatrie und Psychotherapie 2015. Die Jury hat entschieden, die Forschungsaktivitäten eines jungen Wissenschaftlers zu würdigen.

Dr. phil. Lars P. Hölzel
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Freiburg
Dr. Lars P. Hölzel erforscht, wie sich die Versorgung von Menschen mit Depression optimieren lässt. Hierzu beschäftigt er sich mit Ansätzen zur Verbesserung der hausärztlichen Diagnostik depressiver Störungen und zur Behandlung von Menschen mit Altersdepression im hausärztlichen Setting. Weitere Themen stellen die Behandlung chronischer Depression, der Übergang von der stationären zur ambulanten Behandlung, sowie die Rückfallprophylaxe bei depressiven Störungen dar. Einen besonderen Schwerpunkt innerhalb seiner Forschung liegt auf der Problemlösetherapie. Die Verbesserung der Versorgung psychisch kranker Patienten mit Migrationshintergrund steht dabei ebenfalls im Fokus.

Hintergrund: Mit diesem Preis will die DGPPN die Relevanz, die Attraktivität und die Kompetenzentwicklung der Versorgungsforschung in Psychiatrie und Psychotherapie stärken. Das Preisgeld soll für einen Forschungsaufenthalt im Ausland in einer einschlägigen wissenschaftlichen Einrichtung mit ausgewiesener Exzellenz genutzt werden. Der Preis wird an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, die in der Versorgungsforschung in Psychiatrie und Psychotherapie durch erste methodisch überzeugende und zukunftsweisende Arbeiten hervorgetreten sind.

 

DGPPN Best Paper Award 2015
In diesem Jahr vergibt die DGPPN erstmals den mit 2.500 Euro dotierten DGPPN Best Paper Award für den herausragendsten Beitrag auf dem Gebiet der Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in der Fachzeitschrift Der Nervenarzt.

Prof. Dr. rer. nat. Frank Jacobi
Psychologische Hochschule Berlin
In seiner Arbeit Psychische Störungen in der Allgemeinbevölkerung. Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland und ihr Zusatzmodul Psychische Gesundheit (DEGS1-MH), veröffentlicht im Der Nervenarzt 85 (2014), S. 77–87, werden die wichtigsten Ergebnisse zu Prävalenzen psychischer Störungen, zu damit assoziierten Beeinträchtigungen sowie zu Kontaktraten mit Gesundheitsdiensten berichtet. Es konnte festgestellt werden, dass psychische Störungen neben dem individuellen Leiden eine große gesellschaftliche Krankheitslast signalisieren. Trotz des in Deutschland vergleichsweise gut ausgebauten Versorgungssystems für psychische Störungen ist Optimierungsbedarf hinsichtlich der Behandlungsrate zu vermuten.

Hintergrund: Mit der Verleihung des DGPPN Best Paper Award würdigt die DGPPN das hohe Niveau der in „Der Nervenarzt“ publizierten Beiträge und möchte damit zur Förderung wissenschaftlicher Leistungen im Fach beitragen. Die Auswahl der preisgekrönten Arbeit erfolgte unter allen Übersichts-, Original- und Fortbildungsbeiträgen des vorangegangenen Jahres, mit einem besonderen Augenmerk auf denjenigen Beiträgen, die online besonders häufig abgerufen wurden. Gestiftet wird der Preis von Springer Medizin.

 

Kontakt
DGPPN-Pressestelle
Reinhardtstraße 27 B
10117 Berlin
Tel.: 030.2404 772-11
E-Mail: pressestelle[at]dgppn.de


CGM SYSTEMA übernimmt die LMZSOFT AG und baut seine Marktposition weiter aus

CompuGroup-Medical

 

Koblenz, Saalfeld, 09. November 2015: Durch den Erwerb von 100% der Geschäftsanteile an der LMZSOFT AG in Saalfeld baut die CGM SYSTEMA Deutschland GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft des weltweit führenden eHealth-Unternehmens CompuGroup Medical AG (CGM), ihre Marktführerschaft als Softwareanbieter für Reha- und Fachkliniken weiter aus.

 

„LMZSOFT ist ein Unternehmen, das aufgrund seiner weitreichenden Branchenexpertise und hohen Innovationskraft sehr gut zu uns passt. Die Software ist ein hervorragend entwickeltes Produkt mit einer soliden Kundenbasis. Die derzeitigen und künftigen LMZ-Kunden werden von einer Bündelung der jeweiligen Stärken, unserem umfassenden Leistungsangebot sowie einer Standardisierung der Servicequalität profitieren“, führt Christoph Becker, CGM SYSTEMA Geschäftsführer, aus. Für ihn ist eine zuverlässige und kompetente Betreuung der entscheidende Erfolgsfaktor in einer vertrauensvollen und langjährigen Kundenbeziehung.

 

Dirk T. Zunkel, bisheriger Vorstandsvorsitzender der LMZSOFT AG ist überzeugt: „Die Aufnahme von LMZSOFT in den Konzernverbund der CompuGroup Medical AG ist der richtige Schritt in eine langfristig gesicherte Zukunft und bietet Kunden wie Mitarbeitern ausgezeichnete Perspektiven.“

 

Die rund 30 Mitarbeiter der LMZSOFT AG werden als Organisationseinheit Teil des Geschäftsbereiches CGM REHA am Standort Saalfeld. Die etablierte Produktlinie KIMSYSTEM der LMZSOFT AG wird weitergeführt. Im Zuge der Akquisition scheiden die beiden Unternehmensgründer und Vorstände, Dirk T. Zunkel und Thomas Schulze auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen aus. Christoph Becker, Geschäftsführer CGM SYSTEMA, und Adelheid Hegemann, Geschäftsbereichsleitung CGM REHA, werden als Vorstand bestellt.

 

 

Über CompuGroup Medical AG

CompuGroup Medical ist eines der führenden eHealth-Unternehmen weltweit und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von über 500 Mio. Euro. Seine Softwareprodukte zur Unterstützung aller ärztlichen und organisatorischen Tätigkeiten in Arztpraxen, Apotheken, Laboren und Krankenhäusern, seine Informationsdienstleistungen für alle Beteiligten im Gesundheitswesen und seine webbasierten persönlichen Gesundheitsakten dienen einem sichereren und effizienteren Gesundheitswesen. Grundlage der CompuGroup Medical Leistungen ist die einzigartige Kundenbasis mit etwa 400.000 Ärzten, Zahnärzten, Apothekern und sonstigen Leistungserbringern in ambulanten und stationären Einrichtungen. Mit eigenen Standorten in 19 Ländern und Produkten in über 40 Ländern weltweit ist CompuGroup Medical das eHealth-Unternehmen mit einer der größten Reichweiten unter Leistungserbringern. Rund 4.200 hochqualifizierte Mitarbeiter stehen für nachhaltige Lösungen bei ständig wachsenden Anforderungen im Gesundheitswesen.

 

 

Kontakt für Redaktionen:

CompuGroup Medical AG

Oliver Bruzek

Vice President Political & Public Affairs

T +49 (0) 261 8000-6100

F +49 (0) 261 8000-3100

E-Mail: presse@cgm.com


Infoveranstaltung zum neuen Präventionsgesetz

Am 1. Dezember 2015 stellt das Internetportal MeineGesundheitskurse.de das neue Präventionsgesetz (PrävG) vor. Dieses tritt am 1. Januar 2016 in Kraft.

„Bei den Anbietern von Gesundheitskursen bestehen nach wie vor viele Unklarheiten. Aus diesem Grund haben wir uns dafür entschieden, eine eigene Infoveranstaltung zum neuen Gesetz zu organisieren“, erklärt Maik Jedro, Geschäftsführer des Portals. Neben den wesentlichen Inhalten und Zielen erläutere ein Experte die direkten Auswirkungen des Präventionsgesetzes auf die Arbeit der Kursanbieter. Darüber hinaus werde mit den Teilnehmern über neu geschaffene Möglichkeiten und Vorteile diskutiert. „Dabei gehen wir auf aktuelle Herausforderungen in der Kundenkommunikation und neue Wege der Kundengewinnung ein. Anschließend können Erfahrungen und Ideen in lockerer Atmosphäre ausgetauscht werden.“

MeineGesundheitskurse.de startete am 15. Februar 2015. In Leipzig haben sich mittlerweile 25 Anbieter auf dem Portal registriert. Sie stellen derzeit 33 Kurse zu den Themen Bewegung, Entspannung, gesunde Ernährung sowie Suchtmittelkonsum bereit. Die Internetseite richtet sich an Arbeitnehmer, junge Familien und alle anderen, denen ein gesundes Leben am Herzen liegt.

Wann: 1. Dezember 2015, 19 Uhr
Wo: Praxis- und Seminarzentrum „Im Einklang“, Nikolaistraße 22, 04109 Leipzig
Kostenfreie Anmeldung: www.meinegesundheitskurse.de/vortrag

Weitere Informationen:
Paolo Schubert, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
paolo.schubert@meinegesundheitskurse.de

Maik Jedro, Geschäftsführer
Smiling Bird UG (haftungsbeschränkt)
Gletschersteinstr. 43
D-04299 Leipzig
Telefon: 0341 219 46 43
maik.jedro@meinegesundheitskurse.de
www.meinegesundheitskurse.de


DGKN: Intensive Neurorehabilitation hilft nicht nur jungen Menschen

Die Preisträger: Prof. James F. Malec (Ph. D.) und Prof. Dr. med. Stefan Knecht . Quelle: Fürst Donnersmarck-Stiftung

23.11.2015

Neurophysiologen widerlegen altersdiskriminierendes Vorurteil:

Die Preisträger: Prof. James F. Malec (Ph. D.) und Prof. Dr. med. Stefan Knecht . Quelle: Fürst Donnersmarck-Stiftung

Die Preisträger: Prof. James F. Malec (Ph. D.) und Prof. Dr. med. Stefan Knecht . Quelle: Fürst Donnersmarck-Stiftung

Darmstadt/Düsseldorf – Ältere Menschen erhalten nach einem Schlaganfall oft nur eine beschränkte, geriatrische Rehabilitation. Jüngere Menschen hingegen bekommen meist eine intensive Neurorehabilitation. Grund ist die Vorstellung, Ältere würden von einer intensiven Behandlung wenig profitieren – eventuell sogar überfordert sein. Diese These haben Experten der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neuropyhsiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) und Reha-Wissenschaftler jetzt widerlegt. Für Ihre Arbeit wurden sie am Freitag, 20. November 2015 in Berlin mit dem Forschungspreis der Fürst Donnersmarck-Stiftung ausgezeichnet.

Der mit 30 000 Euro dotierte internationale Forschungspreis ging zu gleichen Teilen an ein Forschungsteam um Professor Dr. med. Stefan Knecht von der St. Mauritius Therapieklinik Meerbusch und der Heinrich Heine Universität Düsseldorf für seine systemmedizinische Arbeit zur Wirksamkeit von Neurorehabilitation bei älteren Menschen sowie an Professor James F. Malec Ph. D. und Professor Jacob Kean Ph. D. aus Indiana von der Indiana University School of Medicine. Letztere beschäftigen sich mit Langzeiteffekten post-akuter Neurorehabilitation nach Hirnschädigungen in den USA. Fünf, mit je 3000 Euro dotierte Belobigungen wurden an eine italienische Wissenschaftlerin und vier deutsche Wissenschaftler ausgesprochen.

Fürst von Donnersmarck (Kuratoriumsvorsitzender), Prof. Karl Wegscheider (Jurymitglied), Prof. James F. Malec (Preisträger) , Prof. Stefan Knecht (Preisträger), Prof. Paul-Walter Schönle (Juryvorsitzender), Thomas Golka (Organisator des Forschungspreis), Wolfgang Schrödter (Geschäftsführer) v.r.n.l. , Quelle: Fürst Donnersmarck-Stiftung

Fürst von Donnersmarck (Kuratoriumsvorsitzender), Prof. Karl Wegscheider (Jurymitglied), Prof. James F. Malec (Preisträger) , Prof. Stefan Knecht (Preisträger), Prof. Paul-Walter Schönle (Juryvorsitzender), Thomas Golka (Organisator des Forschungspreis), Wolfgang Schrödter (Geschäftsführer) v.r.n.l. , Quelle: Fürst Donnersmarck-Stiftung

Die Rehabilitations-Wissenschaftlerin Dr. lic. phil. Bettina Studer hat bei mehr als 2300 Patienten gemessen, wie gut sich Betroffene nach einem Schlaganfall durch vier Wochen intensive Neurorehabilitation erholen. Die Ergebnisse der Verlaufsstudie belegen, dass die Kombination aus Physio-, Ergo-, Sport- und Sprachtherapie Menschen über 80 Jahren genauso gut hilft wie Menschen zwischen 65 und 80 und Menschen unter 65 Jahren. Unabhängig vom Alter bringt jede Stunde mehr an Therapie ein Mehr an Erholung und ein Weniger an Pflegeabhängigkeit. „Zu alt für Neurorehabilitation ist durch diese Arbeit als ein altersdiskriminierendes Vorurteil wissenschaftlich widerlegt“, erklärt Studienleiter Professor Knecht, Pressesprecher der DGKN. Zum Thema „Gehirn und Mobilität“ wird er auch einen Vortrag bei der 60. Jahrestagung der DGKN im März 2016 in Düsseldorf halten.

Durchgeführt wurde die in der Fachzeitzeitschrift „Journal of Neurology, Neurosurgery & Psychiatry“ veröffentlichte Studie an der St. Mauritius Therapieklinik in Meerbusch. „Eine intensive Neurorehabilitation bis an die Leistungsgrenze hilft unabhängig vom Alter jedem Schlaganfall-Patienten gleichermaßen und sollte daher vor allem bei geriatrischen Menschen öfter zum Einsatz kommen“, resümiert der DGKN-Experte.

Das Team freut sich über den Preis; das Geld wollen sie der Initiative „Neuro-Reha – Forschung für Menschen“ stiften, um weitere drängende Fragen zu beantworten – etwa die Frage, wie stark verzögerter Beginn von Neurorehabilitation die Erholung beeinträchtigt.

Quelle:
Stefan Knecht et al. „Old benefit as much as young patients with stroke from high-intensity neurorehabilitation: cohort analysis” J Neurol Neurosurg Psychiatry Published Online First 11 June 2015, doi: 10.1136/jnnp-2015-310344

Bilder der Preisverleihung:
http://www.dgkn.de/die-dgkn/pressestelle/pressematerial/
Bilder sind auf Anfrage in Druckauflösung erhältlich.

Terminhinweis:
60. wissenschaftliche Jahrestagung der DGKN
Termin: 16. bis 19. bis März 2016
Ort: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Gebäude 23.01, Haupteingang
Anschrift: Universitätsstraße 1, 40225 Düsseldorf

Vortrag im Rahmen des Kongress:
„(Wieder) Laufenlernen in der Neurorehabillitation“
Termin: Donnerstag, 17. März 2016, 15.00 bis 16.30 Uhr, Vortragsraum 3

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Kontakt für Journalisten:
Kathrin Gießelmann
DGKN Pressestelle
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart

Berliner Büro:
Langenbeck-Virchow-Haus
Luisenstraße 59
10117 Berlin
Tel: 0711 8931-981
Fax: 0711 8931-167
giesselmann@medizinkommunikation.org


Weitere Informationen:

http://www.dgkn.de


Die Waldburg-Zeil Klinik Schwabenland feiert mit einer Stabübergabe an der Spitze des Hauses ihr 50jähriges Klinikjubiläum

Isny-Neutrauchburg – Anfang 1966 hat die Klinik Schwabenland die ersten Patienten aufgenommen. Am Freitag und Samstag feierten die Waldburg-Zeil Kliniken dieses Jubiläum der Rehabilitationsklinik, in der Patienten nach onkologischen und kardiologischen Erkrankungen behandelt werden, im Rahmen einer Festveranstaltung und mit einem medizinischen Symposium.

„Rehabilitation hat heute wie vor fünf Jahrzehnten einen immensen Stellenwert für die Gesellschaft, um Menschen die Teilhabe am Leben zu ermöglichen“, erinnerte Ellio Schneider, Geschäftsführer der Waldburg-Zeil Kliniken, zum Auftakt der Veranstaltung. „Wir sehen die Klinik hervorragend aufgestellt. Der gut vorbereitete Übergang von Prof. Hahmann in den Ruhestand beweist ihre fundierte Planung und Patientenorientierung“, so Schneider weiter. Er dankte den Teilnehmern des Festakts, Kooperations- und Geschäftspartnern sowie allen Mitarbeitern für die langjährige Mitwirkung am Erfolg der Fachklinik für Innere Medizin.

Säule der oberschwäbischen Gesundheitslandschaft

Der gerade wieder gewählte Bürgermeister der Stadt Isny Rainer Magenreuter unterstrich die Bedeutung der Kliniklandschaft in Neutrauchburg für den Gesundheitsstandort Isny. Grußworte sprachen außerdem Dr. Thomas Hansmeier als Vertreter der  Deutsche Rentenversicherung Bund sowie Dieter Meschenmoser für die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg. Mit ihrer Anwesenheit würdigten zahlreiche regionale und überregionale Vertreter von Rentenversicherungsträgern, Krankenkassen, Kommunen, Politik, Kirche und Presse sowie Geschäftspartnern die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit. Mit Beständigkeit und Zuverlässigkeit in der medizinischen Behandlungsqualität hat sich die Klinik Schwabenland  einen hervorragenden Ruf erarbeitet, waren sich die Anwesenden einig.

Horst Veile-Reiter, Klinikdirektor der Kliniken Neutrauchburg, betonte, dass zu einer Versorgung von Patienten auf hohem Niveau immer auch eine solide Finanzierung gehöre: „Noch immer werde nicht jede notwendige Reha bezahlt und die Leistungen der Rehakliniken nicht angemessen vergütet“, so Veile-Reiter, „und das, obwohl die positiven Wirkungen eine Reha bekannt sind!“ In einer guten Reha gewinnen Menschen Kraft, Lebensqualität und Zukunftsperspektiven zurück. Viele Berufstätige können wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren. Reha vermeidet oft die Frühverrentung, spart Arbeitgebern und Versicherten Kosten und wirkt dem Fachkräftemangel entgegen.

Reha ist Training, Schulung und intensive Zuwendung

Bewusst habe man Jubiläum und Wechsel an der Spitze des Waldburg-Zeil Hauses gemeinsam feiern wollen, so Veile-Reiter. Dr. Roman Schmucker (55 Jahre), der bereits zwei Jahre als Leitender Oberarzt wirkte, hat am 1. Oktober 2015 den bisherigen Chefarzt der Kardiologischen Abteilung, Prof. Harry Hahmann, abgelöst. Hahmann ist nach über 20 Jahren an der Spitze der Klinik in den Ruhestand gegangen. In seinem Festvortrag umriss Hahmann die Entwicklung hin zu einer zeitgemäßen Rehabilitation und beschrieb deren Eckpfeiler: Training, Schulung und intensive Zuwendung. Während eines Rehabilitationsaufenthaltes hätten gerade kardiologische Patienten die Möglichkeit, ihren Lebensstil unter kundiger Anleitung zu überprüfen und lebensrettend zu verändern, so Hahmann. Er erläuterte auch präventive bzw. informative Angebote wie die Isnyer Herzwoche sowie die Notwendigkeit einer Ausbildung eines Jeden in Reanimationstechniken –Aufgaben, denen sich die Klinik Schwabenland auch unter dem neuen Chefarzt weiter widmen wird.

In einem zweitägigen Symposium widmeten sich der ehemalige und der neue Chefarzt im Anschluss an den Festakt gemeinsam Fragen der Kardiologie. Zu Gast waren am Freitagnachmittag und am Samstag renommierte Kardiologen, unter anderem der Universitätskliniken Augsburg und Ulm, sowie viele Fachkollegen, Haus- und niedergelassene Ärzte.

Info

Die Klinik Schwabenland ist eine Fachklinik für Innere Medizin mit den Bereichen Kardiologie und Onkologie. Die Klinik verfügt über 224 Betten mit 118 Mitarbeitern, davon sind 79 Mitarbeiter in den medizinischen Bereichen wie Ärzte, Pflege, Psychologie und Therapie tätig. Die Hauptindikationen der Klinik Schwabenland im Kardiologischen Bereich sind Koronare Herzerkrankungen, Zustand nach Herzinfarkt oder nach operativen Eingriffen wie Klappenersatz- oder Bypass-Operationen. Weitere Schwerpunkte sind Patienten mit Herzrhythmusstörungen, Stoffwechselerkrankungen, Gefäßkrankheiten sowie Patienten nach Herztransplantation bzw. nach Implantationen von Kunstherzen. Ergänzt werden diese Fachgebiete durch Erfahrungen im Bereich Endokrinologie und Diabetologie.

 

Bildunterschrift: Dr. Roman Schmucker, neuer Chefarzt der Waldburg-Zeil Klinik Schwabenland, ist überzeugt, dass die Klinik in ihrem Jubiläumsjahr gut gerüstet ist, sich den Anforderungen der zeitmäßen Kardiologie zu stellen und Patienten auf sehr hohem medizinischen Niveau zu behandeln.

 

 


PepKo: Norddeutschlands größte Unternehmensgruppe für besondere Qualifizierung unterzeichnet Charta der Vielfalt

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Berufliche Rehabilitation übersetzt Diversity Management: In Vielfalt und Inklusion der Arbeitswelt 

Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt gehört jetzt die Hamburger PepKo-Unternehmensgruppe als größte Unternehmensgruppe für berufliche Rehabilitation im Norden zum weitesten Diversity-Netzwerk Deutschlands. „Diversity heißt Vielfalt, gerade mit Blick auf psychische oder physische Einschränkungen von Menschen im Beruf. Diversity Management bedeutet für uns, die unterschiedlichen Kompetenzen und Eigenschaften dieser Menschen auszumachen und sie zu stärken, um ihnen den Weg in die Arbeitswelt zu ermöglichen. Berufliche Rehabilitation übersetzt Diversity Management in Inklusion, wenn es um einen der zentralen Bereiche gesellschaftlicher Teilhabe geht: Arbeit“, sagt  Wolfgang Lerche, Geschäftsführung PepKo. „Wir stärken nicht nur Stärken und gleichen Schwächen aus. Wir zeigen ebenfalls auf, wie Unternehmen davon profitieren, wenn sie Menschen mit Einschränkungen beschäftigten.“

Die Charta ist eine Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Das Ziel ist, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Menschen wertgeschätzt und anerkannt werden – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Orientierung. Die Schirmherrin ist Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.

„Wer Menschen beim Neu-Einstieg oder Wiedereinstieg in den Beruf unterstützt, setzt nach innen und außen Impulse. Unternehmenssintern werden Potenziale freigesetzt, die in der Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Handicap entstehen. Nach außen hin entwickelt sich eine Unternehmenskultur in sozialer Verantwortung“, sagt Mohr. Bisher standen Menschen mit Handicap weniger im Fokus der Personalabteilungen und des Human Ressource Managements. Doch die qualifizierte Ausbildung von Menschen mit Handicap, der demografisch bedingte Fachkräftemangel und die Akzeptanz der UN-Behindertenrechtskonvention führen zu einem Perspektivwechsel. Dank der Ausbildung der individuellen Kompetenzen der Reha-Teilnehmer durch die Töchter der PepKo-Unternehmensgruppe (Perspektiv-Kontor als Dachgesellschaft, Berufsbildungswerk, Berufsförderungswerk, Berufliches Trainingszentrum, ausblick hamburg) kann „Diversity“ wirtschaftlich und unternehmerisch umgesetzt werden. Jens Mohr, Geschäftsführung PepKo: „Vielfalt muss auch in der Arbeitswelt lebendig werden. Dafür müssen die Menschen gerüstet sein. Unser Ziel ist,  Menschen individuell für die Arbeitswelt zu stärken. Dabei geht es um eine Win-Win-Situation. Es geht darum, die soziale Vielfalt, konstruktiv zum Vorteil von Individuum und Unternehmen zu nutzen. Es geht um die chancengerechte Teilhabe für alle.“

Die Unternehmensgruppe Perspektiv-Kontor PepKo ist mit 450 Mitarbeitern und ca. 2.300 Teilnehmern sowie einer Vielzahl von Projekten zum Einstieg in Arbeit das größte öffentliche Unternehmen in Norddeutschland für: Bildung, Berufsausbildung, berufliche Umschulung, berufliche Rehabilitation,Wiedereingliederung. Nutzer: Menschen aller Altersgruppen, die Förderbedarf auf dem Weg in Arbeit, zurück in die oder während der Berufstätigkeit haben. Geschäftsführung PepKo: Wolfgang Lerche, Jens Mohr. Gruppe: Berufsbildungswerk Hamburg GmbH (GF: Wolfgang Lerche, Jens Mohr, Berufliches Trainingszentrum GmbH (GF: Melanie Schlotzhauer, Jens Mohr), Berufsförderungswerk Hamburg GmbH (Jens Mohr, Wolfgang Lerche),ausblick hamburg gmbh (GF:UdoMarquardt, Karlheinz Spreitzer). Steuerung: Perspektiv-Kontor GmbH.  Aufsichtsrat: Dr. Volker Bonnorden. Gesellschafterin: Freie und Hansestadt Hamburg. Kostenträger: Deutsche Rentenversicherung Bund, Deutsche Rentenversicherung Nord, die Gesetzlichen Unfallversicherungen

Kontakt: Carsten Friedrichsen |  Marketing PR. 040 645 81-1806 | friedrichsen@bfw-hamburg.de


LWL will Rolle als „Motor der Inklusion“ annehmen

LWL-Landeshaus in Münster mit dem Sitz der Hauptverwaltung. Foto: LWL/Arendt.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) informiert:

 

LWL-Landeshaus in Münster mit dem Sitz der Hauptverwaltung. Foto: LWL/Arendt.

LWL-Landeshaus in Münster mit dem Sitz der Hauptverwaltung. Foto: LWL/Arendt.

Münster (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) muss als „Motor der Inklusion“ Menschen mit Behinderung durch vorbildliche Projekte unterstützen. „Wir wollen in Zukunft stärker unser Fachwissen und unseren westfalenweiten Blick nutzen, um gute Projekte anzuschieben, Erfahrungsaustausch zu organisieren und Akteure zu vernetzen“, sagte LWL-Direktor Matthias Löb in Münster.

Auch in der Vergangenheit sei der LWL Schrittmacher gewesen, um gleichwertige Lebensverhältnisse von Menschen mit und ohne Behinderung zu ermöglichen. Löb: „Das ambulant betreute Wohnen hat dafür gesorgt, dass Menschen mit Behinderungen in den eigenen vier Wänden leben können. Die systematische Förderung von Integrationsprojekten hat in Westfalen-Lippe dazu geführt, dass über 1.500 Menschen mit schweren Behinderungen einen regulären Arbeitsplatz außerhalb der Behinderten-Werkstatt haben.“

Das bisherige System der Behindertenhilfe sei aber wegen der Vielzahl neuer Hilfefälle kaum noch finanzierbar, der Fachkräftemangel mache die Versorgung schwieriger, und im Lichte der UN-Behindertenrechtskonvention seien getrennte Sonderwelten als Regelversorgung für behinderte Menschen auf Dauer nicht mehr zu halten, umriss der LWL-Chef in der LWL-Landschaftsversammlung die zukünftigen Herausforderungen.

Vom Menschen her zu denken heiße in Zukunft, nicht mehr Betten zu belegen oder Werkstattplätze, sondern eine bestimmte Rangfolge der Hilfegewährung einzuhalten. Löb: „Erst wenn ein Mensch mit Behinderungen alleine nicht mehr klar kommt, dann sollte die Frage nach technischer Unterstützung kommen, mit der er sein Leben selbständig meistern kann. Wo auch Technik nicht genügt, muss geprüft werden, ob Familie, Freunde, Nachbarschaft helfen können. Erst dann, wenn all das nicht ausreicht, stellt sich die Frage, an welchen Stellen professionelle Hilfe nötig ist.“ Inklusion müsse also viel mehr in den Nachbarschaften, den Wohngebieten, den Stadtteilen oder den Dörfern und weniger in Sonderwelten stattfinden.

Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org
Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.