Oktober, 2015

 

3. Expertenforum für Sozialdienste und Klinische Sozialarbeit im PASSAUER WOLF Nittenau

l. n. r.: Franz Melan, Geschäftsleiter PASSAUER WOLF Nittenau; Oliver Bredel, Geschäftsführer der Sana Kliniken des Landkreises Cham; Frank Hederer, Pflegedirektor des Krankenhauses St. Barbara in Schwandorf; Dr. Boris Rapp, Regionalgeschäftsführer der Asklepios Klinik Burglengenfeld; Prof. Dr. med. Thomas Henze, Ärztlicher Direktor PASSAUER WOLF Nittenau; Stefan Scharl, Geschäftsführer PASSAUER WOLF Reha-Zentren und Hotelkliniken

 

 

 

Am 28. Oktober 2015 fand von 09:30 bis 15:30 Uhr im PASSAUER WOLF Nittenau das 3. Expertenforum für Sozialdienste und Klinische Sozialarbeit statt. „Netzwerke und Übergänge gestalten“ war das Thema der Veranstaltung.

 

l. n. r.: Franz Melan, Geschäftsleiter PASSAUER WOLF Nittenau; Oliver Bredel, Geschäftsführer der Sana Kliniken des Landkreises Cham; Frank Hederer, Pflegedirektor des Krankenhauses St. Barbara in Schwandorf; Dr. Boris Rapp, Regionalgeschäftsführer der Asklepios Klinik Burglengenfeld; Prof. Dr. med. Thomas Henze, Ärztlicher Direktor PASSAUER WOLF Nittenau; Stefan Scharl, Geschäftsführer PASSAUER WOLF Reha-Zentren und Hotelkliniken

l. n. r.: Franz Melan, Geschäftsleiter PASSAUER WOLF Nittenau; Oliver Bredel, Geschäftsführer der Sana Kliniken des Landkreises Cham; Frank Hederer, Pflegedirektor des Krankenhauses St. Barbara in Schwandorf; Dr. Boris Rapp, Regionalgeschäftsführer der Asklepios Klinik Burglengenfeld; Prof. Dr. med. Thomas Henze, Ärztlicher Direktor PASSAUER WOLF Nittenau; Stefan Scharl, Geschäftsführer PASSAUER WOLF Reha-Zentren und Hotelkliniken

Netzwerke und Übergänge gestalten

Am Ende des Krankenhausaufenthaltes ist es für den Sozialdienst und Mitarbeiter der Klinischen Sozialarbeit wichtig, die nahtlose Weiterversorgung für Patienten sicherzustellen. Auf die Bedeutung von innovativen Konzepten und Netzwerken für die Region machte Bürgermeister Karl Bley einleitend aufmerksam. Anregungen dazu, wie man die Übergänge sinnvoll und effizient gestaltet, bot der Referent Dr. med. Dominik Deimel, Autor und Geschäftsführer der com2health GmbH. Er erläuterte, wie das Entlassmanagement durch vernetzte gezielte Patientenkoordination möglich wird und welche Zukunftsmodelle und Perspektiven es für die Gestaltung der Übergänge nach dem Krankenhausaufenthalt gibt. Die Erfolgsfaktoren regionaler Kooperationen stellte Stefan Scharl, Geschäftsführer der PASSAUER WOLF Reha-Zentren und Hotelkliniken, heraus. Gemeinsam mit Vertretern von Krankenhausträgern aus der Region widmete man sich während der Podiumsdiskussion der Frage „Sind Krankenhaus-Kooperationen und Netzwerke in der Oberpfalz erfolgreich?“. „Netzwerke bieten das Potential zur Prozessoptimierung und sind notwendig, um Schnittstellen abzubauen oder zu verbessern“, so Oliver Bredel, Geschäftsführer der Sana Kliniken des Landkreises Cham. Auch Dr. Boris Rapp, Regionalgeschäftsführer der Asklepios Klinik Burglengenfeld, stützte den Netzwerkgedanken. Es sei wichtig an gemeinsamen Problemen anzusetzen und „den Wettbewerbsgedanken auch mal nach hinten zu drängen, um so den richtigen Weg für die Versorgung im Landkreis zu finden“. Dass Kooperationen auch niedrigschwellig in kleinen Bereichen beginnen können, um die Zusammenarbeit zu verbessern, machte Frank Hederer, Pflegedirektor des Krankenhauses St. Barbara in Schwandorf, klar.

 

 

Gesundheitscampus Nittenau

Nachmittags erhielten die Teilnehmer des Expertenforums eine Führung über den Gesundheitscampus in Nittenau. Der Gesundheitscampus ist ein Beispiel für verzahnte medizinische Versorgung. Von der ambulanten akutmedizinischen Betreuung durch Facharztpraxen in der Inneren Medizin, Chirurgie, Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Augenheilkunde, über eine Apotheke, Heilmittelversorgung und das Reha-Zentrum bis hin zum Senioren-Zentrum inklusive Betreutem Wohnen ist für die Menschen in der Region alles am Gesundheitscampus Nittenau zugänglich. Das PASSAUER WOLF Expertenforum für Sozialdienste und Klinische Sozialarbeit hat sich in den vergangenen Jahren fest etabliert. Für das kommende Jahr ist die Fortführung im PASSAUER WOLF Ingolstadt geplant, einem von vier Standorten der PASSAUER WOLF Reha-Zentren und Hotelkliniken.

 

 

Pressekontakt

PASSAUER WOLF

Reha-Zentren · Hotelkliniken

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Ansprechpartnerin

Jenny Reinbold

jenny.reinbold@passauerwolf.de

T +49 841 88656-3834


Die Zukunft der medizinischen Rehabilitation neu beschrieben

 

Experten diskutierten in Bad Lippspringe Reformvorschläge

Diskutierten in Bad Lippspringe (v. l.): Armin Lang, Achim Schäfer, Thomas Keck, Thomas Bublitz, Prof. Dr. Josef Hilbert und Uwe Borchers. Foto: Heiko Appelbaum

Diskutierten in Bad Lippspringe (v. l.): Armin Lang, Achim Schäfer, Thomas Keck, Thomas Bublitz, Prof. Dr. Josef Hilbert und Uwe Borchers. Foto: Heiko Appelbaum

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) mit Sitz in Bonn hat in den vergangenen Jahren zahlreiche sozial- und gesundheitspolitische Diskussionen angestoßen. Jetzt haben 14 Experten aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen im Auftrag der FES ein Positionspapier zur Zukunft der medizinischen Rehabilitation in Deutschland erarbeitet.

Die Ergebnisse wurden im Rahmen des Strategietages Reha OWL in Bad Lippspringe vorgestellt und von Fachleuten diskutiert. Eingeladen hatte das Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL (ZIG).

Achim Schäfer, Geschäftsführer des Medizinischen Zentrums für Gesundheit (MZG) Bad Lippspringe und Vorsitzender der Fachgruppe Rehabilitation im Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VdK), freute sich im Rahmen seiner Begrüßung darüber, dass „in dem Positionspapier die hohe Bedeutung der medizinischen Reha für die zukünftige Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Deutschland“ niedergeschrieben sei.

Uwe Borchers, Geschäftsführer des ZIG, machte deutlich, dass „die Reformvorschläge wichtige Impulse für die Zukunft der Rehabilitation in der Region OWL“ liefern.

Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des Bundeverbandes Deutscher Privatkliniken, und Armin Lang, Mitglied im Präsidium des VdK Deutschland, haben das Positionspapier mit initiiert und erarbeitet und stellten es in Bad Lippspringe rund 50 Gästen vor.

Thomas Bublitz stellte klar, dass in der zukünftigen medizinischen Reha der Mensch noch deutlicher im Mittelpunkt stehen müsse. Der Nutzen einer Reha liege klar auf der Hand: „Auf der Haben-Seite sehen wir die Sicherung der Arbeitsfähigkeit der Menschen und die Unabhängigkeit von Pflegebedürftigkeit im Alter bei zunehmender Lebenserwartung.“

Der Zugang zur Reha – so ein Ergebnis der Studie – müsse transparenter und einfacher werden. Eine Loslösung von den Kostenträgern könne ein Weg sein. „Wir müssen hin zur Verordnung und weg von der Genehmigung einer Reha-Maßnahme“ erklärte Bublitz.

Ein kleiner Erfolg kündigt sich für 2016 an: Die Zahl der Ärzte, die bundesweit eine Reha verordnen dürfen, soll nach Plänen der Bundesregierung erhöht werden.

Der niedrigschwellige, diskriminierungsfreie Zugang müsse nach Ansicht der Experten sichergestellt werden. Vor allem Erwerbstätige mit Migrationshintergrund sind aktuell benachteiligt und nehmen vergleichsweise selten eine Reha in Anspruch.

Verbesserte Bedarfsgerechtigkeit der Reha sehen die Verfasser des Positionspapiers auch bei Kindern und Jugendlichen. Auslösende Faktoren sind Stress, Mobbing und Bewegungsarmut. „Wir müssen dringend die Lebensläufe der Menschen sichern, die wir später im Berufsleben benötigen“, so Bublitz.

Er mahnte gleichzeitig eine neue Struktur der Reha-Landschaft in Deutschland an. Dazu gehörten die Einrichtung eines Bundesausschusses Reha und die stärkere Vernetzung von medizinischer und beruflicher Rehabilitation.

Armin Lang sieht die Stärkung der Reha als gesamtgesellschaftliche Aufgabe: „Die demographischen und sozialen Veränderungen benötigen eine Neugewichtung im medizinischen Sektor. Die Politik hat nun die Aufgabe, für die medizinische Reha einen bedarfsorientierten Ordnungsrahmen neu zu schaffen. Die Neuausrichtung der medizinischen Reha muss unsere Antwort auf die älter werdende Gesellschaft und die sich stetig verändernde Arbeitswelt sein.“

Ohne Reha gingen Deutschland die Arbeitskräfte noch eher aus, als dies ohnehin schon der Fall sei.

„Die Investition in die Reha ist eine Zukunftsinvestition für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und zunehmend auch für Pflegende“, sagte Lang.

Ein Aspekt, der gerne vergessen wird, betrifft unmittelbar auch Ostwestfalen-Lippe: Die Reha findet überwiegend im ländlichen Raum statt und ist für diesen ein bedeutender Jobmotor.

Im Anschluss an die Vorstellung des Papiers gab es noch eine lebhafte Diskussionsrunde, an der neben den Referenten auch Thomas Keck, Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung Westfalen, Achim Schäfer und Prof. Dr. Josef Hilbert, Geschäftsführender Direktor des Institutes für Arbeit und Technik, Gelsenkirchen, und Vorstandsvorsitzender des Netzwerks Deutsche Gesundheitsregionen, teilnahmen.

Einig waren sich alle Teilnehmer des Strategietages in Bad Lippspringe: Die Bedeutung der Reha muss noch stärker in die Öffentlichkeit getragen werden. Auch die politische Diskussion muss noch intensiver geführt werden. Dazu kann das Positionspapier zur Zukunft der medizinischen Reha einen wichtigen Beitrag leisten.

 

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Bild: Diskutierten in Bad Lippspringe (v. l.): Armin Lang, Achim Schäfer, Thomas Keck, Thomas Bublitz, Prof. Dr. Josef Hilbert und Uwe Borchers.

 

Foto: Heiko Appelbaum

 

Mit vielen Grüßen

 

Heiko Appelbaum M.A.

Abteilungsleiter

Stabsabteilung Unternehmenskommunikation

Tel.: 05252/95-1038

Fax: 05252/95-1027

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Asklepios Kliniken mit dem BGM-Förderpreis für betriebliches Gesundheitsmanagement ausgezeichnet

asklepios-klinikenDemografie-Projekt unterstützt alternsgerechtes Arbeiten in der Pflege

Hamburg.  – Ein gesundheitsförderndes Projekt der Asklepios Kliniken zur Bewältigung der demografischen Herausforderungen in der Pflege ist gestern mit dem Deutschen BGM-Förderpreis 2015 ausgezeichnet worden. Unter den fast 200 Bewerbungen aus der gesamten Bundesrepublik wählte die Jury rund um den ehemaligen „Wirtschaftsweisen“ Prof. Bert Rürup das Demografie-Projekt von Asklepios auf den 2. Platz. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wurde in Köln während eines Fachkongresses überreicht, der unter der Schirmherrschaft des Bundesverbands Betriebliches Gesundheitsmanagement stattfand. Die Preisgelder für die drei Gewinner des Wettbewerbs in Höhe von insgesamt 60.000 Euro wurden von der DAK Gesundheit ausgelobt. Das Preisgeld können die Unternehmen gezielt für projektbezogene Maßnahmen einsetzen.

Das preisgekrönte Demografie-Projekt wurde von der Asklepios-Personalentwicklung konzipiert und läuft derzeit als Pilotprojekt in der Asklepios Klinik Barmbek in Hamburg. Es soll ab dem kommenden Jahr sukzessive in den anderen Einrichtungen der Klinikgruppe ausgerollt werden. Ziel ist die Entwicklung von passgenauen, pragmatischen und wirtschaftlich umsetzbaren Maßnahmen, um ein alternsgerechtes Arbeiten im Pflege- und Funktionsdienst zu ermöglichen und damit die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit langfristig zu erhalten und die Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. Dazu entwickeln die Projektteilnehmer übergreifende Handlungsempfehlungen in Form eines Leitfadens sowie Maßnahmen zur praktischen Unterstützung in Form einer Toolbox. Das Projekt sieht außerdem die Schulung und den Einsatz von Demografie-Beauftragten vor, die sich insbesondere mit fünf Handlungsfeldern befassen: Arbeitsorganisation und -gestaltung, Gesundheitsmanagement und Arbeitsschutz, Qualifikation und Kompetenzentwicklung, Unternehmenskultur sowie Personalführung und -rekrutierung.

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Celenus-Kliniken bauen ihr Versorgungsangebot in Thüringen aus

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Offenburg / Bad Langensalza – 28.10.2015

Die Celenus-Kliniken erweitern ihr Versorgungsangebot in Thüringen mit der Unterzeichnung eines Vertrages zum Erwerb der Rehaklinik an der Salza in Bad Langensalza.

In der Rehaklinik an der Salza werden seit über 17 Jahren hervorragende medizinische und therapeutische Leistungen in den Fachbereichen der Orthopädie und Psychosomatik erbracht. Sie ist eine feste Größe im Bereich der Rehabilitation und hat einen exzellenten Ruf weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus. Aufgrund der Veränderungen im Bereich der Rehabilitation war es für mich klar, dass die Rehaklinik an der Salza einen starken Partner für eine gute und stabile zukünftige Entwicklung braucht. Es freut mich, dass wir diesen mit den Celenus-Kliniken gefunden haben“, sagt Patrik Aldorf, Hauptgesellschafter der Klinik seit 2009. Die Rehaklinik an der Salza passt von der Indikation wie auch regional hervorragend in das Netzwerk der Celenus-Gruppe, die damit zukünftig 17 Einrichtungen mit insgesamt 2800 Betten betreibt. „Der entscheidende Faktor für den Erwerb der Rehaklinik an der Salza ist das hohe medizinische und qualitative Renommee der Klinik. Durch die Verbindungen der Fachbereiche Orthopädie und Psychosomatik können einerseits maßgeschneiderte Rehabilitationsangebote für Menschen mit hohen Arbeitsbelastungen erbracht werden. Andererseits ergeben sich durch die Kombination dieser beiden Fachbereiche hervorragende Möglichkeiten, ältere Menschen umfassend zu versorgen“, unterstrich Susanne Leciejewski, CEO von Celenus. Die Celenus-Gruppe setzt in Bad Langensalza auf Kontinuität: Das bewährte Konzept der Klinik wird fortgeführt, wobei dem Betrieb die Vorteile und Erfahrung der Gruppe hinsichtlich Qualitätssicherung,

Controlling, Personalmanagement, Küchenbetrieb, Reinigung und Preisvorteilen beim gebündelten Einkauf sowie fachlicher Austausch mit anderen Kliniken derselben Indikationen zu Gute kommen werden. Über den Kaufpreis für die Rehaklinik an der Salza wurde Stillschweigen vereinbart. Die Celenus-Kliniken sind ein moderner bundesweit tätiger Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen mit Schwerpunkt in der stationären und ambulanten medizinischen Rehabilitation. Durch den Zusammenschluss von 15 renommierten stationären Rehakliniken sowie einem ambulanten Rehazentrum verfügen wir über eine Kapazität von rund 2.600 Betten mit derzeit 1.800 Mitarbeitern und sind auf die Bereiche Neurologie, Orthopädie, Kardiologie, Onkologie, Psychosomatik und Mutter/Vater-Kind-Kurmaßnahmen spezialisiert.

 

Kontakt:
Susanne Babian
– Sekretärin der Geschäftsführung –

Celenus-Kliniken GmbH
Unternehmenszentrale
Moltkestr. 27
77654 Offenburg
Tel. +49 (0)781 932036-111
Fax +49 (0)781 932036-960
S.Babian@celenus-kliniken.de
www.celenus-kliniken.de

Rheumaliga besucht MATERNUS-Klinik

 

45 Mitglieder der Rheumaliga Arbeitsgemeinschaft Weyhe informierten sich bei einem Besuch ausgiebig über die Einrichtungen und therapeutischen wie medizinischen Angebote der Bad Oeynhausener MATERNUS-Klinik.

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Sie wurden von Dr: Marwin Heide, Chefarzt der Verhaltensmedizinischen Orthopädie, begrüßt. In Kleingruppen aufgeteilt wurde den Gästen dann ausführlich das umfangreiche Leistungsangebot der Klinik mit dem großzügigen Schwimmbad- und Bewegungszentrum, der Lehrküche und unter anderem den Angeboten der Muskeltrainingstherapie gezeigt und erläutert. Nach dem Mittagessen referierte Chefarzt Dr. Marwin Heide über das Leben im Alter und die damit verbundenen Veränderungen des Körpers. Mit wertvollen Tipps für ein gesundes Leben mit viel Bewegung, gesunder Ernährung und hilfreichen sozialen Kontakten verstand er es, sein Publikum zu gewinnen.

Barbara Kloska, Leiterin der Rheumaliga, und Martina Nentwich, Marketingabteilung der MATERNUS-Klinik, hatten den Besuch organisiert und inhaltlich konzipiert. Dass sich ein Informationsbesuch bei der MATERNUS-Klinik lohnt, das spricht sich offensichtlich herum: Weitere Rheumaligen, wie die aus Lippstadt und Rheda-Wiedenbrück, waren bereits Gast in der Klinik gewesen.

 

Bad Oeynhausen, 27. Oktober 2015

 

Daten zur MATERNUS-Klinik

Ansprechpartner:

Martina Nentwich

Marketing

Am Brinkkamp 16

32545 Bad Oeynhausen

Tel.: 0 57 31/85 82 46

E-Mail: martina.nentwich@maternus.de


Welt-Schlaganfalltag am 29. Oktober Diagnose Schlaganfall – die Chancen werden immer besser

 

Am 29. Oktober ist Welt-Schlaganfalltag. Fast 270.000 Deutsche sind jedes Jahr von der Volkskrankheit betroffen. Die gute Nachricht lautet: Wer sich informiert und richtig verhält, hat immer bessere Chancen.

 

Der Bielefelder Neurologe Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Schäbitz, Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

Der Bielefelder Neurologe Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Schäbitz, Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

„Wir könnten 70 Prozent aller Schlaganfälle verhindern“, sagt der Bielefelder Neurologe Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Schäbitz, Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, „wenn wir Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Diabetes richtig behandeln und einen gesunden Lebensstil führen“. Dazu zählen aus Sicht des Schlaganfall-Experten eine ausgewogene, mediterrane Ernährung, ausreichend Bewegung und der Verzicht auf das Rauchen.

 

Weil auch das nicht immer vor einem Schlaganfall schützen kann, sollte man die Symptome eines Schlaganfalls erkennen. Typisch sind sehr starke Kopfschmerzen, plötzlicher Schwindel, Lähmungen oder Gefühlsstörungen, Sehstörungen und Sprach- oder Sprachverständnisstörungen. „Diese Symptome treten in der Regel schlagartig auf“, erklärt Schäbitz.

Bei einem Schlaganfall-Verdacht gilt immer: Sofort den Notarzt rufen – 112! Prof. Schäbitz: „Jede Minute zählt, weil Hirngewebe abstirbt und dadurch Funktionen verlorengehen. Viele Patienten können wir heute schon gut behandeln, wenn sie rechtzeitig auf eine Stroke Unit kommen“.

 

Stroke Units sind Schlaganfall-Spezialstationen. Mehr als 270 dieser Stationen haben die Deutsche Schlaganfall-Hilfe und die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft in den letzten Jahren zertifiziert. Mit großem Erfolg: Innerhalb von zehn Jahren sank die Sterblichkeit nach einem Schlaganfall um 22 Prozent.

Doch nach wie vor ist der Schlaganfall der häufigste Grund für Behinderungen. Zwei Drittel der Patienten behalten Folgeschäden, nur eine schnelle Behandlung kann das verhindern. Die Standardtherapie ist die sogenannte Thrombolyse. Dabei lösen Ärzte den Gefäßverschluss mit einem Medikament auf.

 

Jetzt steht in großen Schlaganfall-Zentren eine weitere Methode zur Verfügung. Bei der Thrombektomie werden große Gerinnsel im Gehirn mit einem Katheter entfernt. „Wir können diese Behandlung nur bei einem Teil der Patienten einsetzen. Doch wenn sie wirkt, entlassen wir Patienten geheilt, die früher dauerhaft behindert gewesen wären“, so Schäbitz.

 

Weitere Informationen:

Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

www.schlaganfall-hilfe.de

Service- und Beratungszentrum:

Tel. 05241-97700

 

 

Mario Leisle
Kommunikation und Marketing
Presse

Telefon: +49 5241 9770-12 | Fax: +49 5241 9770-712
E-Mail: mario.leisle@schlaganfall-hilfe.de | Internet: www.schlaganfall-hilfe.de | facebook.com/schlaganfallhilfe

Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe | Carl-Miele-Str. 210 | 33311 Gütersloh
Spendenkonto 50 | Sparkasse Gütersloh | BLZ 478 500 65
IBAN: DE80 4785 0065 0000 0000 50 | BIC: WELADED1GTL


Nationale Präventionskonferenz konstituiert sich

 

26.10.2015

Heute hat sich die Nationale Präventionskonferenz (NPK) als Arbeitsgemeinschaft der gesetzlichen Spitzenorganisationen von Kranken-, Unfall-, Renten- und Pflegeversicherung konstituiert. Damit ist auch der Startschuss für eine nationale Präventionsstrategie gefallen, die von diesem neu gegründeten Gremium entwickelt wird.

Neben den vier Sozialversicherungen als Träger wirken mit beratender Stimme auch Vertreterinnen und Vertreter von Bundes- und Landesministerien, kommunalen Spitzenverbänden, Bundesagentur für Arbeit, Sozialpartnern, Patientinnen und Patienten sowie der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung in der Nationalen Präventionskonferenz mit. Diese wurde mit dem Präventionsgesetz im Juli dieses Jahres auf den Weg gebracht.

Die Nationale Präventionskonferenz hat die Aufgabe, eine nationale Präventionsstrategie mit gemeinsamen Zielen, Handlungsfeldern, zu beteiligenden Organisationen und Einrichtungen sowie Dokumentations- und Berichtspflichten zu erarbeiten und laufend fortzuschreiben. Diese werden in bundeseinheitlichen trägerübergreifenden Rahmenempfehlungen für die lebensweltbezogenen Prävention und Gesundheitsförderung beschrieben. Die Empfehlungen werden erstmals bis zum 31. Dezember 2015 erstellt. Mit den Zielen und Handlungsfeldern sollen gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen von frühester Kindheit über Lebensmitte und Arbeitsleben bis ins hohe Alter gemeinsam gestaltet werden. Durch eine stärkere Zusammenarbeit der Träger und ein abgestimmtes Vorgehen können Synergieeffekte erschlossen und mehr Personen erreicht werden. Unter diesen grundsätzlichen Leitlinien wird die Strategiearbeit der NPK stehen.

Die Nationale Präventionskonferenz wird im Abstand von vier Jahren (erstmals 2019) einen trägerübergreifenden Präventionsbericht vorlegen, der die Öffentlichkeit und die politischen Entscheidungsträger über den Stand von Prävention und Gesundheitsförderung in Deutschland informiert sowie Empfehlungen zur Weiterentwicklung dieser Bereiche abgibt.

Mit den Präventions- und Gesundheitsförderungsleistungen der gesetzlichen Kranken-, Unfall-, Rentenversicherung sowie der sozialen Pflegeversicherung sollen die für die Lebenswelten Verantwortlichen bei ihren präventiven sowie gesundheits-, sicherheits- und teilhabeförderlichen Aufgaben unterstützt werden. „Die Krankenkassen unterstützen Kitas, Schulen, Betriebe und andere Einrichtungen seit Jahren bei gesundheitsförderlichen Projekten und Maßnahmen und arbeiten dabei schon jetzt mit anderen Institutionen zusammen. Dabei sind wir aber darauf angewiesen, dass die Träger der Lebenswelten und politisch Verantwortlichen bereit sind, solche Maßnahmen aktiv zu fördern und sich mehr als bisher auch finanziell in diesen Prozess einzubringen“, so Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes.

„Die Sozialversicherungsträger werden gemeinsam mit den politischen Entscheidungsgremien und den Verantwortlichen für die Lebenswelten aktiv werden, um einen Mehrwert für die Gesundheit der Menschen zu erreichen. Aufgabe der Nationalen Präventionskonferenz wird es sein, die entsprechenden strategischen Weichenstellungen vorzubereiten und immer wieder auch neue Impulse in den gesellschaftlichen Diskurs einfließen zu lassen“, betont Gundula Roßbach, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Und Dr. Walter Eichendorf, stv. Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, ergänzt: „Mit der Nationalen Präventionskonferenz wird ein Abstimmungs- und Kooperationsgremium geschaffen, das für die in Deutschland wesentlich für Prävention und Gesundheitsförderung Verantwortlichen eine wichtige Plattform für wechselseitige Information und trägerübergreifende Zusammenarbeitet bietet.“

Kontakt:
Stefan Boltz
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
Pressestelle
Tel.: 030 288763768
Fax: 030 288763771

E-Mail: presse@dguv.de

 

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) – Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen
Glinkastraße 40
10117 Berlin

Tel.: 030 288763800
Fax: 030 288763818

E-Mail: newsletter@dguv.de
Internet: http://www.dguv.de
Infoline der gesetzlichen Unfallversicherung: Allgemeine Informationen zu Arbeitsunfällen, Wegeunfällen und Berufskrankheiten sowie Berufsgenossenschaften und Unfallkassen unter
Telefon: 0800 60 50 40 4 und per E-Mail unter info@dguv.de

 


TK-Studie: Internet-Beratung hilft bei Depression – elektronischer Austausch mit Therapeuten erhöht den Erfolg

tk_logo_729x366_passtTK Techniker Krankenkasse

Hamburg. Leichte bis mittelschwere Depressionen lassen sich mit einer Internetberatung wirksam bekämpfen. Bei einem Pilotprojekt der Techniker Krankenkasse (TK) und der Freien Universität Berlin mit einem internetgestützten Beratungsprogramm sei die Depression der Teilnehmer – gemessen mit dem sogenannten Beck Depressionsinventar II (BDI II) – von 21,98 auf 9,98 Punkte zurück gegangen, teilte die TK mit. „Damit hat sich die Depression im Durchschnitt von einem mittelschweren Krankheitsbild auf einen klinisch nicht mehr bedeutsamen Wert verbessert“, erklärte der Leiter des TK-Versorgungsmanagements Klaus Rupp. Der gemessene Erfolg sei vergleichbar mit dem einer ambulanten Behandlung beim Verhaltenstherapeuten.

An dem Pilotprojekt, dem sogenannten TK-Depressions-Coach, haben 1000 Menschen teilgenommen. Innerhalb von sechs Wochen durchliefen die Teilnehmer ein strukturiertes Aufgabenprogramm, erledigten intensive Schreibaufgaben und absolvierten multimediale Audio- und Video-Schulungen. Ein Teil der Patienten durchlief die automatisierte Variante des Programms ohne individuelle schriftliche Rückmeldungen. In der zweiten Gruppe erhielten die Teilnehmer wöchentlich schriftliche Rückmeldungen von einem speziell geschulten Therapeuten. Für die Dialoge nutzten sie ein passwortgeschütztes Online-Portal auf einem speziell gesicherten Server.

Die Zwischenergebnisse der laufenden Evaluation zeigen nach Angaben der Psychologin und Studienleiterin Professorin Dr. Christine Knaevelsrud, dass die schriftlichen Rückmeldungen der Therapeuten wesentlich zum Erfolg beitragen. Während bei der automatisierten Variante des Depressions-Coachs 76 Prozent der Teilnehmer bis zum Ende durchgehalten hätten, seien es in der Variante mit einer individuellen Betreuung 84 Prozent gewesen. „Bei beiden Gruppen hat sich die Depression gebessert, aber der schriftliche Austausch mit den Therapeuten führt zu deutlich besseren Ergebnissen als die automatisierte Variante“, so Professorin Knaevelsrud. Das zeige sich auch in der Zufriedenheit der Teilnehmer. In der betreuten Variante des Depressions-Coachs waren 89 Prozent zufrieden mit dem Programm (79 Prozent in der automatisierten Variante) und 81 Prozent würden es weiterempfehlen (70 Prozent in der automatisierten Version).

Rupp sieht den Depressions-Coach als ideale Ergänzung zur klassischen ambulanten Verhaltenstherapie. „Gerade zu Beginn einer Depression scheuen viele Menschen den persönlichen Kontakt mit einem Therapeuten und nutzen lieber solch ein niedrigschwelliges Angebot“, so Rupp. „Der Depressions-Coach ist auch in Regionen mit einem dünnen Therapieangebot schnell und leicht zugänglich. Außerdem werden die Teilnehmer selbst aktiv und müssen sich kontinuierlich mit ihrer Depression auseinandersetzen.“

Die TK überarbeitet nach eigenen Angaben ihren Depressions-Coach auf der Grundlage der Evaluation. In der ersten Jahreshälfte 2016 soll das Angebot wieder online gehen.
Pressekontakt:

TK-Pressestelle
Michael Ihly
Tel. 040 - 6909 2577
michael.ihly@tk.de
www.newsroom.tk.de
www.twitter.com/TK_Presse

Kinder-Reha sichert Lebensläufe: DEGEMED unterstützt DRV-Projekt „Medizinisch-schulisch orientierte Rehabilitation“

Presseinformation

 

Berlin, 23.10.2015

Die Anzahl der Anträge auf eine Kinder- und Jugend-Reha ist seit Jahren rückläufig. Dabei sind die Zahlen alarmierend: Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Baden-Württemberg sind 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in der Bundesrepublik zwischen drei und 17 Jahren über­gewich­tig, rund 800.000 sind sogar fettleibig. Etwa ein bis zwei Jugendliche pro Schulklasse haben Asthma; 17 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren zeigen psychische Auf­fälligkeiten.

Die DRV sei alarmiert angesichts der sinkenden Antragszahlen, bekannte Hubert Seiter, Vorsitzender der Geschäftsführung der DRV Baden-Württemberg, bei der regionalen Jubiläumsveranstaltung 125 Jahre gesetzliche Rentenversicherung in Baden-Württemberg, die am 21. Oktober 2015 unter dem Titel „Kinder-Reha sichert Lebens­läufe“ in den Fachkliniken Wangen stattfand. Um mehr Kindern und Jugendlichen einen gesunden Start ins Berufs­leben zu ermöglichen, startet die DRV Baden-Württemberg das Pilotprojekt „Medizinisch-schulisch orientierte Rehabilitation“ (MSOR), bei dem die Schulen stärker eingebunden werden, informierte Seiter die rund 300 Gäste der Veranstaltung. In Abstimmung mit der Heimatschule und den Eltern sollen Wege in Ausbildung oder Studium abgestimmt und die Eignung in der Rehaklinik erprobt werden.

Die DEGEMED hat vor zwei Jahren das Bündnis Kinder- und Jugend-Reha mit ins Leben gerufen und unterstützt das Pilot­projekt der DRV. „Es gibt einen großen Bedarf an medizinischen Reha-Leistungen für Kinder und Jugendliche. Zahlreiche Fachkliniken halten bundesweit ein hochwertiges und vielseiti­ges Leistungsangebot bereit“, sagt DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall. „Deshalb ist es wichtig, die Betroffenen und ihre Familien zu erreichen. Das Pilotprojekt MSOR kann dabei gute Dienste leisten.“

 

 

Weitere Informationen:

DEGEMED
Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V.

Katharina Ruppelt
Fasanenstraße 5, 10623 Berlin
Tel.: 030 28 44 96 6, Fax: 030 28 44 96 70
E-Mail: k.ruppelt@degemed.de
Internet: www.degemed.de


Botox gegen Spastik: Wie das Nervengift Schlaganfallpatienten helfen kann

Nach einem Schlaganfall müssen viele Betroffenen die alltäglichsten Dinge wieder neu erlernen. Das Gehen üben sie zum Beispiel in der Medizinischen Trainingstherapie an speziellen Gangtrainern.
29. Oktober 2015
17:00bis19:00

Botox kennen die meisten nur aus der plastischen Chirurgie, wo es zur Faltenglättung eingesetzt wird. Dass das Nervengift auch Schlaganfall-Patienten mit Spastik helfen kann, ist hingegen den wenigsten bekannt. Auf dem Weltschlaganfall Tag am 29. Oktober referiert Dr. Ebke, Chefarzt der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik, über diese Therapiemöglichkeit. Sein Vortrag ist Teil der Veranstaltung „Schlaganfall – und wie geht es weiter?“, die von 17 bis 20 Uhr im Kreiskrankenhaus Waldbröl stattfindet.

 

Nach einem Schlaganfall müssen viele Betroffenen die alltäglichsten Dinge wieder neu erlernen. Das Gehen üben sie zum Beispiel in der Medizinischen Trainingstherapie an speziellen Gangtrainern.

Nach einem Schlaganfall müssen viele Betroffenen die alltäglichsten Dinge wieder neu erlernen. Das Gehen üben sie zum Beispiel in der Medizinischen Trainingstherapie an speziellen Gangtrainern.

Nümbrecht. Mehr als  200. 000 Menschen pro Jahr erleiden in Deutschland einen Schlaganfall. Die häufigste Beeinträchtigung nach Schlaganfall ist die Lähmung, die in 10-13% der Fälle zu einer spastischen Bewegungsstörung führt. Dabei handelt es sich um eine unkontrollierte Muskelverspannung der Gliedmaßen, meist Arme und Beine. Die Betroffenen  können nicht mehr gehen und sind zum Teil an den Rollstuhl gefesselt. Heilbar ist die Spastik nicht, jedoch gut behandelbar. Untersuchungen aus Schweden wie auch aus England haben unlängst gezeigt, dass eine therapeutisch wie medikamentöse Nachbehandlung Patienten dabei hilft, deutlich an Mobilität hinzuzugewinnen. Wie sich die spastische Lähmung bei Schlaganfallpatienten erfolgreich therapieren lässt, erklärt Dr. Markus Ebke, Chefarzt Neurologie der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik, in der Vortragsreihe „Schlaganfall – und wie geht es weiter?“. Die Veranstaltung am Weltschlaganfalltag im Kreiskrankenhaus Waldbröl richtet sich vor allem an Betroffene und deren Angehörige.

 

Dr. Markus Ebke, Chefarzt Neurologie in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik, ist Experte auf dem Gebiet der Schlaganfalltherapie.

Dr. Markus Ebke, Chefarzt Neurologie in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik, ist Experte auf dem Gebiet der Schlaganfalltherapie.

 

 

Ein plötzlicher Einschnitt im Leben

Ein Schlaganfall hat für Betroffene oft weitreichende Folgen: Wie vom Blitz getroffen fühlen sie sich aus ihrem Alltag herausgerissen und sind plötzlich nicht mehr in der Lage, ihr Leben selbständig zu gestalten. Alltägliche Aufgaben wie Toilettengänge, sich waschen, ankleiden oder essen sind meist nicht mehr ohne fremde Hilfe möglich. Eine besonders starke Bewegungseinschränkung tritt bei Schlaganfallpatienten mit spastischen Lähmungen auf. „Diese resultieren aus Schädigungen des Zentralen Nervensystems, also Hirn- und Rückenmark“, erklärt Dr. Markus Ebke.

 

Der Weg zurück zur Selbständigkeit

Heilen lässt sich die Spastik zwar nicht, doch es gibt Therapiemöglichkeiten. „Als besonders effektiv bei der Therapie spastischer Muskelverkrampfungen hat sich das Nervengift Botulinumtoxin, erwiesen“, erklärt Dr. Ebke. Botulinumtoxin ist das stärkste, natürlich vorkommende Nervengift der Welt. Für die medizinische Behandlung wird es stark verdünnt eingesetzt und gezielt in den betroffenen Muskel gespritzt. „Hier bewirkt das Nervengift, dass ein bestimmter Botenstoff, der Signale zwischen Muskel und Nervenzellen steuert, blockiert wird. So kann die Botschaft der dauerhaften Anspannung nicht mehr an den Muskel übertragen werden und er entspannt sich“, erklärt der Chefarzt. Wirksam sei die Injektion in etwa für eine Dauer von 3-4 Monaten und muss anschließend wieder aufgefrischt werden.

 

Wichtig sei, so der Chefarzt, die Therapie rechtzeitig zu beginnen. Denn nur so ließen sich auch langfristige Folgeschäden wie z. B. Fehlhaltungen, Fehlstellungen der Gelenke oder Muskelverkürzungen vermeiden. Außerdem rät er zu einem interdisziplinären Behandlungsprogramm, das die Vielschichtigkeit der Spastik berücksichtig und Betroffenen zu einem möglichst hohen Grad an Selbständigkeit, Mobilität und Schmerzfreiheit verhilft: „Für eine gezielte und nachhaltige Therapie ist es notwendig, den Patienten konsequent ein Konzept aus Physio- und Ergotherapie mit Hilfsmitteln und vor allem die neuen medikamentösen Therapieansätze anzubieten. Damit ergreift man gerade für Oberberg die Chance, den Menschen nach Schlaganfall mit nachfolgender Spastik eine Perspektive für ein barrierefreies Leben zu eröffnen“, erläutert Dr. Ebke.

 

Vernetzte Versorgung für Spastik- und Schlaganfallpatienten

Die neurologisch-orthopädische Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik ist auf die Behandlung von Störungen des Bewegungsapparates und die Schlaganfalltherapie spezialisiert. Seit 20 Jahren werden hier Patienten mit Spastik nach Schlaganfall im Rahmen des stationären Reha-Angebots therapiert. Die Therapie besteht aus verschiedenen Therapiebausteinen, u. a. Physio- und Ergotherapie, einer medikamentösen Therapie und Hilfsmittelversorgungen. Ambulante Patienten können die Angebote der Bewegungsstörungsambulanz wahrnehmen. Im Juli 2013 eröffnete in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik ein regionales Partnerbüro der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, in dem Patienten und Angehörige sich beraten lassen können. Seit einigen Jahren arbeitet die Klinik außerdem mit regionalen Selbsthilfegruppen zusammen, um Patienten z. B. für die Nachsorge hilfreiche Kontakte zu vermitteln. „Unser Ziel ist es, durch eine integrierte Versorgung in enger Kooperation mit dem Klinikum Oberberg, niedergelassenen Therapeuten und Kollegen eine qualitativ hochwertige Versorgung für die Patienten in unserer Region zu erreichen“, betont Dr. Ebke.

 

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Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik

Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik ist seit 20 Jahren auf Rehabilitationsmaßnahmen in den Bereichen Neurologie, Orthopädie und Osteologie spezialisiert. Sie verfügt außerdem über eine interdisziplinäre neuro-orthopädische Station. Seit April 2014 kann sie auf ihrer Frührehastation für neurologisch Schwerstbetroffene auch beatmungspflichtige  Patienten aufnehmen. Insgesamt behandelt die Klinik pro Jahr durchschnittlich 4.300 Rehabilitanden und beschäftigt 207 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Standort Nümbrecht im Bergischen Land. www.dbkg.de/rhein-sieg-klinik

 

 

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