August, 2015

 

„Mehr Initiativen wie die Bäder- und Reha-Tour!“

Radler treten bei Bäder- und Reha-Tour 2015 für Inklusion und Reha ein

Seit vier Tagen zeigen zahlreiche Radler mit und ohne Behinderung, was gemeinsam möglich ist. Sie meistern weite Entfernungen mit anspruchsvollen Streckenprofilen und unterstützen sich dabei gegenseitig. Die von Hubert Seiter (erster Direktor DRV Baden-Württemberg) und Thomas Keck (erster Direktor DRV Westfalen) initiierte Tour tritt damit öffentlich für Inklusion und Rehabilitation ein. Inzwischen engagieren sich auch Spitzensportler wie die ehemaligen Fußballnationalspieler Olaf Thon oder Gerald Asamoah, Politiker und Mitarbeiter aus Rehabilitationseinrichtungen für die Tour und fahren einige Kilometer mit. Die Tour sammelt außerdem Spenden für den Krebsverband Baden-Württemberg und den Verein herzkranke Kinder e.V.

„Die Reha-Tour zeigt eindrucksvoll, was Menschen trotz einer Behinderung leisten können, wenn sie nicht alleine gelassen werden. Sie ist damit auch ein Appell, alles zu unternehmen, um Menschen nach einem Unfall oder einer schweren oder chronischen Erkrankung auf die Beine zu helfen“, hebt DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall hervor. Jeder könne bei der Tour mitmachen oder sie durch eine Spende unterstützen. Lawall fordert: „Wir brauchen mehr Initiativen wie die Bäder- und Reha-Tour. So können wir zeigen, wie gut medizinische Reha wirkt und welchen Stellenwert sie für die Betroffenen und die gesamte Gesellschaft hat.“ Jährlich profitieren in Deutschland mehr als eine Million Menschen von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation in ambulanten oder stationären Reha-Einrichtungen. Die DEGEMED vertritt als Fachgesellschaft und Spitzenverband zahlreiche Einrichtungen in öffentlicher, frei-gemeinnütziger und privater Trägerschaft.

Weitere Informationen:

DEGEMED
Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V.
Katharina Ruppelt
Fasanenstraße 5, 10623 Berlin
Tel.: 030 28 44 96 6, Fax: 030 28 44 96 70
E-Mail: k.ruppelt@degemed.de
Internet: www.degemed.de


Das Bundesministerium des Innern unterstützt Deutschlands größte Gesundheitsstudie (NAKO)

Logo_NakoHeidelberg .Das Bundesministerium des Innern unterstützt Deutschlands größte Gesundheitsstudie (NAKO). Ab sofort können Beschäftige des Bundes für die Teilnahme an der Nationalen Kohorte (NAKO) freigestellt werden. Mit einem Rundschreiben wurden auch alle obersten Bundesbehörden informiert. „Das Bundesinnenministerium geht hier voran – ein klares Signal, nicht nur für seine Mitarbeiter. Das Beispiel sollte Schule machen und wird viele Menschen überzeugen, bei der NAKO mitzumachen“, freut sich Professor Karl-Heinz Jöckel, Vorstandsvorsitzender des Vereins Nationale Kohorte e. V., der die NAKO durchführt.

Im Rahmen der NAKO werden in den nächsten 10 Jahren 200.000 Männer und Frauen zwischen 20 und 69 Jahren bundesweit in 18 Studienzentren medizinisch untersucht und nach ihren Lebensumständen befragt. Teilnehmen kann jeder, der im Rahmen einer Zufallsstichprobe vom jeweiligen Einwohnermeldeamt gezogen und vom örtlichen Studienzentrum eingeladen wurde.

Das Untersuchungsprogramm, das die Studienteilnehmenden erwartet, ist sehr umfassend und damit auch zeitaufwändig. Je nach Untersuchungslevel verbringen die Bürgerinnen und Bürger zwischen 4 und 7 Stunden im Studienzentrum. Trotz zusätzlicher Terminangebote auch jenseits der üblichen Arbeitszeiten spielt der Faktor „Zeit“ bei der Entscheidung für oder gegen die Teilnahme für manche eine wichtige Rolle.

„Wir versprechen uns von der Entscheidung des Bundesministeriums des Innern eine weitreichende Signalwirkung, die uns auch regional bei der erfolgreichen Umsetzung dieses zukunftweisenden Gesundheitsprojektes unterstützt“, so Jöckel. Vereinzelt gibt es auch in den Studienregionen bereits engagierte Arbeitgeber, die ihre von der NAKO eingeladenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Besuch um Studienzentrum freistellen. „Wir hoffen, dass sich dieser Trend bundesweit durchsetzt und viele weitere Unternehmen und Institutionen auf diese Weise mit dazu beitragen werden, die Studie zum Erfolg zu führen – für eine gesündere Zukunft in Deutschland“, appelliert Jöckel.

Ziel der NAKO ist es, Volkskrankheiten, wie Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz genauer zu erforschen, um Prävention, Früherkennung und Behandlung dieser weit verbreiteten Krankheiten zu verbessern. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Helmholtz-Gemeinschaft und den beteiligten Ländern gefördert.

Pressekontakt:

Nationale Kohorte e. V. 
Julia Geulen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Im Neuenheimer Feld 581
69120 Heidelberg
T: +49 6221 42-3155
F: +49 6221 42-3159
E-Mail: j.geulen@nationale-kohorte.de
www.nationale-kohorte.de


Countdown für den Deutschen Reha-Tag 2015

26. September 2015

Vorstand und Geschäftsführung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V. (DEGEMED) rufen alle Kliniken und Einrichtungen für den 26. September zum Mitmachen auf.

 

logo_degemed_kleinBerlin. Nur noch rund vier Wochen, dann startet bundesweit der 12. Deutsche Reha-Tag. Kliniken und Einrichtungen der Rehabilitation zeigen an diesem gemeinsamen Aktionstag, wie medizinische, berufliche und soziale Rehabilitation chronisch kranken und behinderten Menschen helfen können.

 

Aufruf zum Mitmachen

Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V. (DEGEMED) ist eines der Gründungsmitglieder des Deutschen Reha-Tages und ruft alle Kliniken und Einrichtungen der Rehabilitation für den 26. September zum Mitmachen auf. „Wir sind im Initiatorenkreis des Deutschen Reha-Tages seit zwölf Jahren vertreten und von seinen Zielen überzeugt“, so Geschäftsführer Christof Lawall, „Gemeinsam mit den anderen 18 Initiatoren und ideell unterstützenden Organisationen setzen wir uns dafür ein, die Rehabilitation als wesentlichen Bestandteil des Gesundheitssystems in der Öffentlichkeit bekannter zu machen.“ Für den 12. Deutschen Reha-Tag am 26. September hat der Initiatorenkreis auch eine prominente Schirmherrin gewinnen können: Verena Bentele, die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung.

 

Informationen im Web

Auf der Internetseite www.rehatag.de können sich teilnehmende Kliniken und Einrichtungen kostenlos anmelden und ihre Aktionen am und im Umfeld des Reha-Tages in eine Veranstaltungsdatenbank eintragen. Wer sich über den Reha-Tag informieren und eine der über 100 Veranstaltungen besuchen will, findet dort detaillierte Hinweise. Der Deutsche Reha-Tag findet jährlich am vierten Samstag im September statt.

 

Kontakt und Nachfragen:

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V. (DEGEMED)

Katharina Ruppelt

Fasanenstraße 5, 10623 Berlin

Telefon: 030 284496-6 / Telefax : 030 284496-70

Email : degemed@degemed.de Internet: www.degemed.de

 


Gemeinsam aufs Rad – das ist geradelte Inklusion

Die 8. Bäder- und Reha-Radtour startet und endet in Bad Rappenau

Sozialministerin Katrin Altpeter gibt Startschuss / Behindertenbeauftragte Verena Bentele radelt mit

Bad Rappenau, 28. August 2015

Radtour Logo_2015_RGBWenn Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam auf ihre Räder, Handbikes und Trikes steigen, startet sie wieder, die „Bäder- und Rehatour“: Die achte Tour seit 2008 beginnt am Freitag, 28. August, in Bad Rappenau und wird neun Tage später auch dort enden. Eindrucksvoll werden die Radfahrerinnen und Radfahrer mit Behinderungen auch heuer wieder zeigen, was möglich ist.

Denn die 40 Radsportlerinnen und Radsportler haben eine Botschaft im Gepäck: Sie werben für die vielfältigen Möglichkeiten der Inklusion, Rehabilitation und Prävention in Deutschland. Auf dem Programm der Fahrt durch die Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Bayern stehen Besuche bei Reha-Einrichtungen. Etappenziele der diesjährigen Tour sind Amorbach, Bad Orb, Bad Hersfeld, Gotha, Saalfeld, Bad Colberg, Bad Kissingen und das Kloster Bronnbach. Am Samstag, 5. September, wird die Radsportgruppe wieder in Bad Rappenau zurück erwartet.

Tourinitiator Hubert Seiter, Chef der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, will mit dem Projekt Zeichen setzen. Seine Botschaft: Mit guter fachlicher medizinischer Unterstützung bei einer Reha und der notwendigen Willenskraft des Einzelnen kann nach einem Unfall oder einer Krankheit die Rückkehr in den Job und damit auch in die Gesellschaft und ins Leben gelingen.

„Sport bedeutet Lebensqualität“

Wie erfolgreich „Reha made in Germany“ sein kann, beweisen einige der Tourteilnehmer: Nach schweren Unfällen oder Krebserkrankungen hat ihnen eine Reha wieder ermöglicht, Sport zu treiben und an der Tour teilzunehmen. „Die Tour ist für mich wichtig, weil gerade Sport mich physisch und psychisch fit fürs Leben hält!“, betont Thomas Gensler, der nach einem schweren Motorradunfall mit dem Liege-Dreirad mitfährt. Ebenfalls dabei sind Vertreter der deutschen Gesundheitswirtschaft, Ärzte und Klinikchefs.

Ministerin Katrin Altpeter: „Inklusion ist mehr als nur Integration“

Auf die Reise vom Startpunkt Salinenpark in Bad Rappenau schickt die Tourteilnehmer die baden-württembergische Sozialministerin Katrin Altpeter: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bäder- und Reha-Radtour werden bei der diesjährigen Tour wieder zeigen, dass es auch mit Beeinträchtigungen möglich ist, großartige sportliche Leistungen zu erbringen. Für mich ist die Tour gelebte Inklusion: Alle gehören zum Team, die sportlichen Herausforderungen werden gemeinsam mit viel Freude am Sport, netten Leuten und der schönen Natur gemeistert. Und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machen eindrucksvoll deutlich, wie wichtig unser vielfältiges Rehabilitationsangebot in Baden-Württemberg ist.“

Behindertenbeauftragte Verena Bentele: Mit Sport Inklusion leben

Wie wichtig Aktionen sind, die Inklusion und gemeinsame Bewegung von Menschen mit und ohne Behinderungen in den Mittelpunkt stellen, beweist auch die Teilnahme von Verena Bentele bei der letzten Etappe am 5. September. Die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung ist blind, gewann zwölf paralympische Goldmedaillen im Langlauf und Biathlon und sieht im Sport eine gute Möglichkeit, Inklusion zu leben. „Im Sport kommt es darauf an, als Team für ein gemeinsames Ziel alles zu geben und Kondition zu zeigen. Tugenden, die auch in der Politik helfen, Erfolge zu erzielen“, sagt Verena Bentele und freut sich darauf, gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Fahrt ein Zeichen zu setzen für erfolgreiche Rehabilitation und Inklusion.

Die Tour steht unter der Schirmherrschaft des Krebsverbands Baden-Württemberg. Viele der Tourteilnehmer wissen, wie wichtig Sport gegen, bei oder nach Krebs ist. Mit der Fahrt sollen Spenden für Projekte des Krebsverbandes gesammelt werden (Spendenkonto: Landesbank Baden-Württemberg, BLZ: 600 501 01 – Kontonummer: 1 013 900 – IBAN: DE 97 6005 0101 0001 0139 00 – BIC: SOLADEST600).

Hinweis an die Redaktionen:

Ein „Tourtagebuch“, Pressebilder und weitere Informationen rund um die 8. Bäder- und Rehatour finden Interessierte im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung-bw.de.

Ansprechpartnerin und Tourteilnehmerin ist

Heike Lauer
Krebsverband Baden-Württemberg e.V.
Adalbert-Stifter-Straße 105, 70437 Stuttgart
Telefon: 0711 848-10770
Mobiltelefon (während der Tourwoche): 0152 04931692
E-Mail: info@krebsverband-bw.de
Internet: www.krebsverband-bw.de

Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg
Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Gerd Markowetz
Gartenstraße 105, 76135 Karlsruhe
Postanschrift: 76122 Karlsruhe
Telefon 0721 825-23800
E-Mail gerd.markowetz@drv-bw.de
www.deutsche-rentenversicherung-bw.de


Radtour der besonderen Art: 800 Kilometer radeln für die Reha

Mit dem Fahrrad für die Reha warb die Bäder- und Rehatour schon 2014. Das Bild zeigt den damaligen Start in Münster. Quelle: DRV Westfalen

 

Münster, 26. August 2015

  • Reha- und Bäder-Radtour startet am 28. August in Münster
  • Strecke führt in 9 Etappen quer durch NRW
  • Spitzensportler wie die Radprofis André Greipel und Marcel Sieberg, der ehemalige Radrennfahrer Marcel Wüst sowie die ehemaligen Fußballstars Olaf Thon und Gerald Asamoah unterstützen die Tour.
  • Zielsetzung: Mehr öffentliches Bewusstsein für Chancen durch Rehabilitation
  • Radel-Truppe sammelt „nebenbei“ Spenden für „Herzkranke Kinder e.V.“

 

Mit dem Fahrrad für die Reha warb die Bäder- und Rehatour schon 2014. Das Bild zeigt den damaligen Start in Münster. Quelle: DRV Westfalen

Mit dem Fahrrad für die Reha warb die Bäder- und Rehatour schon 2014. Das Bild zeigt den damaligen Start in Münster. Quelle: DRV Westfalen

Münster. 800 Kilometer radeln für die Reha! Nach dem Premieren-Erfolg im vergangenen Jahr startet am Freitag, 28. August, in Münster die zweite Auflage der großen „Bäder- und Reha-Radtour“ quer durch Nordrhein-Westfalen. Den feierlichen Startschuss zu dieser besonderen Radtour gibt NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze um 10 Uhr vor dem Hautpeingang der Deutschen Rentenversicherung Westfalen an der Gartenstraße 194 in Münster. Ganz nebenbei wird bei der Reha-Tour übrigens auch für einen guten Spenden-Zweck kräftig in die Pedalen getreten.

 

In 9 Etappen geht es für ein täglich zwischen 20 bis 30 Radler starkes Teilnehmerfeld quer durch Nordrhein-Westfalen – inklusive schweißtreibender „Bergwertung“ im Sauerland. Die Teilnehmer sind allesamt Hobbyradler. Sie eint dabei eines: Beruflich, ehrenamtlich oder durch politische Mandate sind sie alle der Rehabilitation eng verbunden. Initiatoren der „Bäder- und Reha-Tour“ sind der Erste Direktor der Deutschen Rentenversicherung Westfalen, Thomas Keck, und der Geschäftsführer des Berufsförderungswerkes Dortmund, Ludger Peschkes. Sie wollen den Stellenwert der Reha für den einzelnen wie auch für die Gesellschaft und die Arbeitswelt herausstellen.

Die Radler werden auf und an der Strecke u.a. von Politikern, Spitzensportlern und Vertretern von Reha-Einrichtungen in ihrer Zielsetzung für diese Tour unterstützt. Denn die Tour soll dabei helfen, einer breiten Öffentlichkeit noch mehr die Möglichkeiten und Chancen durch Rehabilitation nach Unfall oder Krankheit zu vermitteln, sie stärker für dieses Thema zu sensibilisieren. Fit werden und fit bleiben, um wieder zurück an den Arbeitsplatz, wieder zurück ins normale, möglichst eigenständige Leben zu kommen – das ist das Ziel von Reha. „Genauso wie Reha ermöglicht, länger und insbesondere gesünder zu arbeiten“, betonen Keck und Peschkes zu Beginn der zweiten Radel-Tour. Zum Hintergrund: Rund eine Million Menschen benötigt jährlich ambulante oder stationäre Reha-Maßnahmen.

 

Einer der dies selbst erfahren hat, ist einer der Promi-Teilnehmer: Paralymic-Medaillist und Doppel-Weltmeister Hans-Peter Durst. Seit einem Unfall ist sein Gleichgewichtsorgan gestört, so dass er ohne Hilfsmittel nicht gehen kann. Mit einem Spezial-Rad holte er bei den Paralympics 2012 in London Silber und wurde zudem zwei Mal Weltmeister im Einzelzeitfahren.

 

Tatkräftig unterstützt wird die Radeltruppe zudem von Sponsoren aus dem Unternehmensbereich sowie durch den persönlichen Einsatz von Prominenten: Seien es Mitglieder der NRW-Landesregierung, Politiker aus Bundestag und Landtag, lokale Honoratioren oder Spitzensportler wie die Radprofis André Greipel und Marcel Sieberg, dem ehemaligen Radrennfahrer Marcel Wüst sowie die ehemaligen Fußballstars Olaf Thon und Gerald Asamoah.

 

Alle „strampeln“ – und wenn auch zum Teil nur etappenweise – für einen guten Zweck! Wie bereits im vergangenen Jahr sammeln die Reha-Tour-Radler aus dem Sattel heraus für den Verein „Herzkranke Kinder e.V.“. Bei der ersten Reha-Tour, die vergangenes Jahr über 1000 Kilometer von Münster nach Berlin führte, kamen dabei knapp 25.000 Euro zusammen. „Das wird auch für dieses Jahr unser besonderer Meilenstein sein – neben dem Reha-Gedanken und der rein sportlichen Herausforderung in unserem schönen Westfalen und Rheinland“, blicken die Initiatoren Thomas Keck und Ludger Peschkes auf spannende 800 Kilometer NRW vor sich.

 

Etappenplan der Tour als PDF zum Download

 

Referat Presse und Öffentlichkeitsarbeit Ihr Kontakt:
Gartenstraße 194, 48147 Münster Jörg Grabenschröer
Postanschrift: 48125 Münster Telefon 0251 238-2049, Telefax 0251 238-2570
Telefon 0251 238-2049, Telefax 0251 238-2570 joerg.grabenschroeer@drv-westfalen.de
www.deutsche-rentenversicherung-westfalen.de http://twitter.com/drvwestfalen

 


Welttag der Suizidprävention am 10. September

10. September 2015

Dienstag, 25. August 2015

Aktionsbündnis Seelische Gesundheit

PRESSEMITTEILUNG

 

Zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen wollen das Thema Selbsttötung aus der Tabuzone holen

Berlin – Am 10. September 2015 findet unter dem Motto „Preventing Suicide: Reaching out and Saving Lives“ der Welttag der Suizidprävention statt, der von der International Association for Suizide Prevention (IASP) und der Weltgesundheitsorganisation WHO das erste Mal 2003 ausgerufen wurde.

Mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen wollen bundesweit verschiedene Initiativen auf die immer noch weitgehend verdrängte Problematik der Suizidalität in Deutschland aufmerksam machen. Die Forderung nach einer nationalen Aufklärungskampagne zur Prävention von Suizid wird dabei immer lauter.

Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 10.000 Menschen durch Suizid. Das bedeutet, es sterben mehr Menschen durch Suizid als durch Verkehrsunfälle, Gewalttaten und illegale Drogen zusammen. Von jedem Suizid sind nach Schätzungen der WHO durchschnittlich deutlich mehr als sechs Personen betroffen. Nicht nur Angehörige, auch Freunde, Kollegen, Mitschüler etc. können in einem Maße traumatisiert sein, dass sie selbst Unterstützung benötigen. Aufklärung und Suizidprävention sind daher eine gesellschaftliche Aufgabe, die über den Bereich der Gesundheitspolitik weit hinausgeht.

Das Nationale Suizid Präventionsprogramm (NaSPro) geht auf eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) zurück und setzt sich für Aufklärungsarbeit und die Enttabuisierung des Themas Suizid ein. Am Welttag der Suizidprävention organisiert NaSPro eine zentrale Gedenkveranstaltung in Form eines ökumenischen Gottesdienstes in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin. Beginn ist um 18 Uhr.

www.suizidpraevention-deutschland.de

Ebenfalls am 10. September findet um 13 Uhr die „Aktion 600 Leben“ am Brandenburger Tor in Berlin statt. Der Initiatorenkreis möchte damit auf die 600 Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren aufmerksam zu machen, die jedes Jahr allein in Deutschland durch Suizid sterben. Dazu werden sich 600 Freiwillige und Aktivisten auf ein Signal hin für einige Zeit gemeinsam auf den Boden legen, bevor jemand ihnen die Hand reicht und sie symbolisch wieder ins Leben zurückholt. Die „Aktion 600 Leben“ steht für die konkrete Forderung der Organisatoren nach einer nationalen Aufklärungskampagne zu den Themen Depression und Suizid. Derzeit liegt auch dem Bundestag ein entsprechender Antrag vor.

www.600leben.de

In Hannover findet vom 10. – 23. September die Ausstellung „Suizid – keine Trauer wie jede andere, gegen die Mauer des Schweigens“ im Haus der Region statt und informiert über Selbsttötungen und die schwierige Trauer danach. Initiator und Organisator ist hier der Selbsthilfeverband AGUS-Angehörige um Suizid e.V. in Kooperation mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Niedersachsen (EBB)

www.suizidpraevention.files.wordpress.com/2015/07/einladung-ausstellung-suizid.pdf

Weitere Symposien und Fachtagungen finden Sie unter www.suizidpraevention-deutschland.de

 

Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ist eine bundesweite Initiative, gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit. Zu den rund 80 Mitgliedsorganisationen zählen die Selbsthilfeverbände der Betroffenen und Angehörigen von Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie Verbände aus den Bereichen Psychiatrie, Gesundheitsförderung und Politik. Gemeinsam setzen wir uns für einen offenen und toleranten Umgang mit Menschen mit psychischen Erkrankungen und den Abbau von Stigmatisierung und Diskriminierung in der der Gesellschaft ein. Initiiert wurde das Bündnis 2006 von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) gemeinsam mit Open the doors als Partner des internationalen Antistigma-Programms.

Kontakt:

Aktionsbündnis Seelische Gesundheit

Astrid Ramge

Projektkoordination

Reinhardtstr. 27 B · 10117 Berlin

Tel.: 030 / 24 04 77 – 213

Fax: 030 / 24 04 77 – 228

E-Mail: ramge@seelischegesundheit.net

 


2013 waren 65 % der Ärztinnen und Ärzte in Praxen mindestens 50 Jahre alt

Statistisches Bundesamt

Wiesbaden (ots) Ende 2013 waren 65 % der in Praxen tätigen Ärztinnen und Ärzte mindestens 50 Jahre alt. Gut ein Viertel (26 %) war bereits 60 Jahre und älter. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war die Altersgruppe der mindestens 50-jährigen auch bei Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit 69 % sowie bei Zahnärztinnen und Zahnärzten einschließlich Kieferorthopädinnen und -orthopäden in den jeweiligen Praxen mit 50 % überdurchschnittlich stark vertreten. Im Vergleich hierzu hatten 2013 von den insgesamt 5,1 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen 36 % ein Alter von mindestens 50 Jahren.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen 2013 um insgesamt 106 000 (+ 2,1 %) gestiegen. Zusätzliche Arbeitsplätze gab es vor allem in den Berufen der Gesundheits- und Krankenpflege, Rettungsdienst und Geburtshilfe (+ 29 000 oder + 3,0 %), der Altenpflege (+ 21 000 oder + 4,1 %), der Arzt- und Praxishilfe (+ 19 000 oder + 3,2 %) sowie der nichtärztlichen Therapie und Heilkunde (+ 15 000 oder + 4,2 %).

In der ambulanten Pflege ist das Personal mit einem Zuwachs von 12 000 (+ 4,2 %) stärker angestiegen als in der stationären- und teilstationären Pflege (+ 7 000 oder + 1,0 %). Überdurchschnittlich stark gewachsen ist auch das Personal in Praxen sonstiger medizinischer Berufe (hier arbeiten beispielsweise Physio- und Ergotherapeutinnen und -therapeuten) (+ 14 000 oder + 3,2 %). Ein unterdurchschnittliches Beschäftigungswachstum gab es hingegen in Arztpraxen (+ 6 000 oder + 1,0 %) und in Krankenhäusern (+ 17 000 oder + 1,6 %).

Von den 5,1 Million Beschäftigten im Gesundheitswesen waren im Jahr 2013 die Hälfte vollzeit-, 35 % teilzeit- und 15 % geringfügig beschäftigt. Die Zahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten, die so genannten Vollkräfte, lag im Jahr 2013 bei rund 3,7 Millionen. Sie erhöhte sich gegenüber 2012 um 65 000, das entspricht einem Anstieg von 1,8 %.

Datenbasis ist die grundlegend revidierte Gesundheitspersonalrechnung des Statistischen Bundesamtes. Die Abgrenzung des Gesundheitswesens erfolgt in der Gesundheitspersonalrechnung nach dem Konzept des „System of Health Accounts“, welches von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) zum Zweck der internationalen Vergleichbarkeit empfohlen wird. Nach dieser Abgrenzung fließen Tätigkeiten aus dem Gesundheits-, Sozial- oder Umweltbereich dann ein, wenn sie primär der Sicherung, der Vorbeugung oder der Wiederherstellung von Gesundheit dienen.

Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

Weitere Auskünfte gibt:

Anja Afentakis, Telefon: (0611) 75-8128, www.destatis.de/kontakt

Pressekontakt:

Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
E-Mail: presse@destatis.de

medicoreha Welsink Akademie eröffnet neuen Standort

medicoreha WOI_2288Prominente Gäste waren jetzt zur Eröffnung des neuen Standorts der medicoreha Welsink Akademie GmbH zum Hammfelddamm in Neuss gekommen. In einem modernen Ambiente werden dort Physio- und Ergotherapeuten ausgebildet. Einig waren sich nach der Veranstaltung die Gäste: Das Berufsbild wird aufgrund einer alternden Gesellschaft in Zukunft mehr gebraucht denn je. Das Potenzial ist vorhanden: 450 staatlich anerkannte Ausbildungsplätze stehen an den medicoreha-Standorten Neuss und Essen zur Verfügung.

 „Wir werden älter, chronische und Mehrfach-Erkrankungen werden sich häufen, die Zukunft stellt uns vor große Herausforderungen“ – Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe richtete am Samstag einen Appell an die Gäste, die zur Eröffnung des neuen Standorts der medicoreha Welsink Akademie gekommen waren.

Die logische Folge: Der Reha-Bedarf wird steigen. Doch müsse dieser, so Gröhe, noch besser identifiziert werden. Derzeit rund 5000 Reha-Empfehlungen jährlich im Rahmen der Pflegebegutachtung, das ließ Gröhe zwischen den Zeilen durchscheinen, ist wenig. Gröhe sprach auch über einen „Zugewinn an Lebensqualität“, den eine Rehabilitation möglich machen könne. Zudem lenkte der Bundesgesundheitsminister den Blick auf die Prävention, die immer mehr an Bedeutung gewinne. Damit sprach er wohl Dieter Welsink, geschäftsführender Gesellschafter der medicoreha, aus der Seele.

 

Dabei sei der Leitsatz „Reha vor Pflege“ immer noch nicht in allen Köpfen angekommen. Hoffnungslos allerdings ist Gröhe nicht. Mit dem Pflegestärkungsgesetz wird künftig mehr Gewicht auf Rehabilitation gelegt werden. Gröhe beschrieb den Weg der medicoreha, von der kleinen Physiotherapie-Praxis in Dormagen zur Unternehmensgruppe, als „eindrucksvoll“. „Das ist eine Erfolgsgeschichte, von der man viel lernen kann“, sagte der Bundesgesundheitsminister.

Zuvor hatte Bürgermeisterkandidat Thomas Nickel vom neuen Akademie-Standort als einem „weiteren Meilenstein für die Stadt Neuss“ gesprochen. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke sagte: „Die Investitionen in Wissen wirft die meisten Zinsen ab.“

Professor Dr. Hans-Hennig von Grünberg, Präsident der Hochschule Niederrhein, sprach über die gemeinsame Zusammenarbeit von Hochschule und medicoreha beim Studiengang „Angewandte Therapiewissenschaften“. Er brach insbesondere eine Lanze für das duale Studium.

Andrea Rädlein, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Verbandes für Physiotherapie, forderte in ihrer Rede mehr Unterstützung für das Berufsbild ein. „Physiotherapeuten wollen Menschen helfen“, sagte sie. Doch mahnte sie, dass es trotz eines steigenden Bedarfs an Physiotherapeuten zuletzt Ausbildungsrückgänge von 10 Prozent gegeben habe. Betroffen seien insbesondere ländliche Regionen. Andrea Rädlein forderte „mehr Autonomie in der Behandlungsstruktur“. Es könne nicht sein, dass die Weiterbehandlung eines Patienten auf dessen Wunsch ohne Rezept nicht möglich sei.

Den Fokus auf die sportliche Expertise der medicoreha lenkte hiernach Jürgen Brüggemann, Geschäftsführer der Sportstiftung NRW: „Leistungssportler bringen etwas ganz Besonderes in ein Unternehmen ein“, sagte Brüggemann. Das habe die medicoreha erkannt. Er lobte das neue Förderprogramm der medicoreha, das Leistungssportlern eine Ausbildung mit deutlich reduzierten Gebühren ermöglicht und machte dem Gesundheitsdienstleister ein tolles Kompliment: „Die medicoreha ist vielleicht der sportfreundlichste Arbeitgeber in ganz Deutschland.“

Dieter Welsink, geschäftsführender Gesellschafter der medicoreha, bedankte sich bei der der Stadt für die schnelle Umsetzung der Umzugspläne: „Die Ämter haben zügig gearbeitet, die Zusammenarbeit war konstruktiv.“ Auch Welsink lobte den deutschen Weg der dualen Ausbildung und sekundierte letztlich den Appell des Ministers: „Konservative Behandlungsmethoden können Operationen verhindern.“

 

Über die Akademie

Die neuen Räumlichkeiten, die sich insgesamt über eine Fläche von fast 1.700 Quadratmetern erstrecken, bieten optimale Bedingungen, um alle Bedürfnisse für den Unterricht in der Ausbildung abzubilden. Insgesamt stehen den beiden Fachschulen neun Unterrichtsräume, ein Werkraum, ein Multifunktionsraum, eine Bibliothek, zwei Lehrerzimmer und eine Schüler-Lounge zur Verfügung. Damit können die beiden „Modellschulen“ weiterhin erfolgreich die empfehlenden Ausbildungsrichtlinien des Landes Nordrhein-Westfalen umsetzen.

Weitere Neuheiten sind eine Kletterwand für therapeutisches Klettern und der Multifunktionsraum für die Umsetzung von Therapiekonzepten in der Ergotherapie-Ausbildung. Auch die Schülerinnen und Schüler freuen sich auf die Schüler-Lounge, um sich abseits des Unterrichtsgeschehens zurückziehen zu können.

„Wir haben lange gesucht, um die geeignete Immobilie zu finden, damit wir unser Raumkonzept für die Ausbildungsberufe umsetzen können“, sagt Holger Puchalla, Geschäftsführer der medicoreha Welsink Akademie GmbH. Selbstverständlich gibt es flächendeckend WLAN sowie eine Bibliothek mit Fachliteratur und Computer für alle Schülerinnen und Schüler.

Derzeit werden 288 Schülerinnen und Schüler an den Standorten Neuss und Essen zu Physio- und Ergotherapeuten ausgebildet. 27 Dozentinnen und Dozenten kümmern sich um die Lehre in der medicoreha Welsink Akademie.

w.sanitaetshaus-breuer.de

Die Erreichbarkeit des neuen Akademie-Gebäudes verbessert sich ebenfalls. Die neue Akademie ist mit der Straßenbahnlinie 709 und mit den Buslinien 828 und 830 erreichbar. Außerdem stehen insgesamt 70 PKW-Stellplätze in einem Parkhaus zur Verfügung.

Über medicoreha

Die medicoreha Welsink Unternehmensgruppe besteht seit 1986 und umfasst derzeit 11 Standorte am Niederrhein mit rund 270 Mitarbeitern. Das Unternehmen, das vom heutigen geschäftsführenden Gesellschafter Dieter Welsink gegründet wurde, bietet eine adäquate medizinisch-therapeutische Betreuung in der ambulanten medizinischen Rehabilitation, der Physio- und Ergotherapie, der Sportmedizin und der individuellen Gesundheitsförderung und ist Vertragspartner aller gesetzlichen Kranken-, Renten- und Unfallversicherungen, der privaten Krankenversicherungen sowie der Olympiastützpunkte Rheinland und Westfalen. Darüber hinaus gehört zur Unternehmensgruppe die medicoreha Akademie mit zwei Schulstandorten in Neuss und Essen, an denen 450 staatlich anerkannte Ausbildungsplätze in der Physio- und Ergotherapie zur Verfügung stehen.

 

Kontakt:

medicoreha Welsink Rehabilitation GmbH
Preußenstr. 84a
41464 Neuss

Jens Krüger
Marketing / Kommunikation

Telefon: 02131/890-563
Telefax: 02131/890-501

E-Mail: Krueger@medicoreha.de

www.medicoreha.de


Klinikerweiterung: Alzheimer Therapiezentrum Ratzeburg auf Erfolgskurs

Mit dem Erfolg der Rehabilitation nach dem RATZEBURGER MODELL wachsen nun auch die Kapazitäten: Am 31. Juli 2015 weihten Geschäftsführung und Mitarbeiter mit Gästen aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, mit Vertretern von Beratungsstellen, Alzheimergesellschaften, Angehörigenverbänden und Kostenträgern die neuen Räume der erweiterten Klinik ein.

_DSC0747webNach einer rund sechsmonatigen Bauzeit hat das Alzheimer Therapiezentrum Ratzeburg seine neuen Räume offiziell eröffnet. Das RATZEBURGER MODELL mit seinem bislang einzigartigen Reha-Konzept erlebt eine so starke Nachfrage, dass die Klinik die Rehabilitationsplätze für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz von 12 auf jetzt 30 erhöhte. Für die demenzkranken Begleitpersonen ist zusätzlich ein besonderer Angehörigenbereich mit 26 Plätzen in zwei Wohngruppen entstanden.

Die Geschäftsführer Michael Stark und Pia Meifert sowie Synan Al-Hashimy, Chefarzt des Alzheimer Therapiezentrums Ratzeburg, begrüßten über 130 Gäste zur Einweihungsfeier. Über das Thema „Prävention vor Rehabilitation vor Pflege – die Herausforderungen aus Sicht des Bundesministeriums für Gesundheit“ sprach Regina Kraushaar, Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Gesundheit, nach den Grußworten von Angelika Bähre vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung Schleswig-Holstein, Landrat Dr. Christoph Mager und Bürgermeister Rainer Voß. Zu den Gästen zählten neben den Vertretern der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Schleswig-Holstein und der Bundesanstalt für gesundheitliche Aufklärung unter anderem die Bürgervorsteher von Ratzeburg und Mölln, Ottfried Feußner und Lieselotte Nagel, sowie Vertreter der Fachstelle für pflegende Angehörige Berlin, der Krankenkassen und der Alzheimer Angehörigen-Initiative aus Berlin.

ATZ_Zimmer_Rehabilitand_Bei einem Rundgang lernten die Gäste das Alzheimer Therapiezentrum mit seinen neuen Räumen kennen. Die neu gestaltete, barrierefreie Klinik umfasst vier Etagen. Es entstanden weitere Patientenzimmer mit modernem Design, Duschbad und Balkon sowie zusätzliche Gruppen- und Therapieräume, ein Angehörigenbereich und ein geschützter Garten.

Die meisten Rehabilitanden bringen ihr demenzkrankes Familienmitglied zur Rehabilitation mit. Das Ratzeburger Konzept bietet ihnen die Möglichkeit, ihren Angehörigen gut versorgt und betreut in der Nähe zu wissen. Wurden die demenzkranken Begleitpersonen bisher in der benachbarten Pflegeeinrichtung Haus Park Röpersberg aufgenommen, erwartet sie jetzt ein besonderer, an das Alzheimer Therapiezentrum angrenzender Angehörigenbereich.

ATZ-AngehörigenbereichDie Erweiterung des Alzheimer Therapiezentrums hat ein finanzielles Gesamtvolumen von rund 2,7 Millionen Euro. Durch die Maßnahme entstanden insgesamt 17 neue Arbeitsplätze für Mediziner, Betreuungskräfte, Pflegepersonal und Therapeuten. 2012 hat sich das Alzheimer Therapiezentrum Ratzeburg als erste Einrichtung in Deutschland auf Menschen spezialisiert, die einen an Demenz erkrankten Angehörigen pflegen, und bietet ihnen eine stationäre psychosomatische Rehabilitation nach dem RATZEBURGER MODELL. Als Fachabteilung der Rehabilitationseinrichtung Röpersbergklinik gehört das Alzheimer Therapiezentrum Ratzeburg zur Röpersberg-Gruppe.


Rehabilitation wirkt

Thomas Keck, Erster Direktor der DRV Westfalen und Dr. Boris Augurzky vom RWI.

 20.08.2015

Thomas Keck, Erster Direktor der DRV Westfalen und Dr. Boris Augurzky vom RWI.

Thomas Keck, Erster Direktor der DRV Westfalen, und Dr. Boris Augurzky vom RWI.

Wirksamkeit bestätigt. Rehabilitation führt zu einer deutlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Rheinisch-westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), die im Auftrag der Deutschen Rentenversicherungen Westfalen und Rheinland erstellt wurde.

Dr. Boris Augurzky (RWI) und sein Team stellten die Ergebnisse ihrer Studie heute im Hause der Deutschen Rentenversicherung Westfalen in Münster vor einem interessierten Fachpublikum aus Politik und Praxis vor. Er betonte, dass keine nennenswerten qualitativen Unterschiede zwischen ambulanter und stationärer Rehabilitation feststellbar seien. Ebenfalls sei der Reha-Erfolg bei den untersuchten Maßnahmen auf den ersten Blick nicht abhängig von Faktoren, wie die Größe der Einrichtung oder in wessen Trägerschaft sich diese befinde. „Das bestätigt uns darin, dass unser Qualitätssicherungsprogramm funktioniert“, betont Thomas Keck, Erster Direktor des westfälischen Rentenversicherungsträgers.

Weiter stellt die Studie fest, dass der Anteil der Rehabilitanden, die nach der Maßnahme wieder arbeiten umso höher ist, je eher die Rehabilitation beginnt. „Dies unterstreicht die These, dass wir möglichst frühzeitig auf die Versicherten zugehen müssen, um sie langfristig wieder in das Erwerbsleben zu reintegrieren“, so Keck weiter.

Ziel der Studie mit ihrem ökonomischen Forschungsansatz ist es, neben den rentenversicherungsträgereigenen Analysen einen externen Blick auf die Leistungen zur medizinischen Rehabilitation zu richten. Die Deutsche Rentenversicherung Westfalen sieht sich damit in ihrer positiven Haltung zur Rehabilitation gestärkt. Die Forschungsarbeit zeigt verschiedene Handlungsfelder wie zum Beispiel Prävention auf, die es künftig noch stärker in den Fokus zu rücken gilt.

 

Bitte beachten: Die gedruckte Ausgabe der Studie wird Mitte September vorliegen.

 

Kontakt:

Marcus Kloppenborg
Referatsleiter
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0251 238-2191
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