Juli, 2015

 

Verbessertes Wahlrecht für Mütter: Mehr Mitsprache bei der Auswahl der richtigen Kurklinik

 

Müttergenesungswerk: Wunschklinik bei Kurmaßnahmen gleich mit Antrag einreichen

Berlin, 31. Juli 2015. Das Müttergenesungswerk (MGW) begrüßt die Stärkung des Wunsch- und Wahlrechts der Versicherten bei Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen, das mit dem „Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-VSG)“ am 24. Juli in Kraft getreten ist. Krankenkassen sind nun ausdrücklich verpflichtet, das Wunsch- und Wahlrecht bei Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen sowie bei Vater-Kind-Maßnahmen zu beachten. Zu den sogenannten „berechtigten Wünschen“ von Müttern und Vätern bei der Wahl einer geeigneten Kurklinik gehören unter anderem die Berücksichtigung von Schwerpunktmaßnahmen zum Beispiel bei einer Krebserkrankung oder bei Trauer, der Wunsch nach einer konfessionellen Klinik, spezifische Therapieangebote oder auch besondere Angebote der Kinderbetreuung.

Zwar haben Krankenkassen nach wie vor das Recht, die Klinik vorzuschlagen, aber sie haben nun auch explizit die Pflicht, das Wunsch- und Wahlrecht zu beachten, das heißt, Versicherte müssen einer von der Krankenkasse ausgewählten Klinik nicht zustimmen. „Wir freuen uns über die neue Gesetzesregelung. Das Müttergenesungswerk, als Interessenvertretung für kranke Mütter, hat sich nachdrücklich dafür eingesetzt, das Wunsch- und Wahlrecht auch bei Vorsorgemaßnahmen zu stärken“, sagt Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes. „Wir empfehlen Müttern und Vätern, die eine Kurmaßnahme zur Vorsorge oder Rehabilitation beantragen, schon im Antrag die Klinik anzugeben, in der die Maßnahme stattfinden soll.“

Krankenkassen müssen diesen Wunsch bei ihrer Auswahl berücksichtigen oder gegebenenfalls eine Ablehnung begründen. Eine Ablehnung allein aus wirtschaftlichen Gründen – wenn beispielsweise die ausgewählte Klinik einen höheren Tagessatz als die von der Krankenkasse vorgeschlagene Klinik hat – ist nicht ausreichend. Darüber hinaus hat der Gesetzgeber festgelegt, dass eventuelle Mehrkosten bei diesen mütter- und väterspezifischen Maßnahmen nach § 24 und § 41 SGB V nicht von den Versicherten zu zahlen sind.

Das Müttergenesungswerk empfiehlt allen Müttern und Vätern, sich in einer der rund 1.300 MGW-Beratungsstellen bei den Wohlfahrtsverbänden kostenlos zum Antrag sowie zur Auswahl der richtigen Klinik beraten zu lassen. Die Beratungsstellen unterstützen zusätzlich im Falle einer Ablehnung und helfen bei der Einreichung des Widerspruchs.

Verbraucherinnen und Verbraucher können sich auf der Webseite des MGW über Beratungsstellen in ihrer Nähe informieren und notwendige Atteste herunterladen. Weitere Informationen zu Kurmaßnahmen unter: www.muettergenesungswerk.de.

 

Kontakt:

Bettina Müller

Leiterin Presse-/Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising

Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk

Bergstraße 63 – 10115 Berlin

Tel.: 030 330029-14

mueller@muettergenesungswerk.de


Schlafgewohnheiten Jugendlicher durch Ergotherapie verbessern

Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.

Karlsbad  Wer herausragen will, muss effektiv und dabei besonders effizient sein. Für Viele heißt das auch, mit möglichst wenig Schlaf auszukommen. Das gilt für Erwachsene ebenso wie für Jugendliche. Denn oftmals übernehmen oder toppen Jugendliche die schlechten Gewohnheiten ihrer Eltern: Sie schlafen ebenfalls regelmäßig zu wenig oder machen die Nacht zum Tag. Sie zeigen sich in der Folge aggressiv, unkonzentriert, leistungsschwach. Und mit diesen Symptomen kommen sie in die Ergotherapie. „Wir Ergotherapeuten gehen auf die speziellen Bedürfnisse des Einzelnen ein. So schaffen wir es, dass derjenige sich verstanden fühlt. Gerade bei Jugendlichen ist das der Schlüssel zum Erfolg.“, erklärt Claudia Merklein de Freitas vom DVE (Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.).

Erholsamer Schlaf ist wichtig für das Wohlbefinden, das ist unbestritten. Und dennoch wissen die meisten Menschen aus eigener Erfahrung wie sich Schlafmangel anfühlt: Die kognitiven Fähigkeiten wie zum Beispiel das Denken, die verschiedenen Ebenen der Wahrnehmung und die Sprache sind dadurch beeinträchtigt. Und je größer das Schlafdefizit, desto stärker sind die Leistungseinschränkungen zu spüren. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse verschiedener Studien übereinstimmend, dass zu wenig Schlaf deutliche gesundheitliche Risiken nach sich zieht. In körperlicher Hinsicht sind unter anderem Adipositas, also starkes Übergewicht, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu nennen. Auch die Psyche bleibt nicht verschont – dauerhafter Schlafmangel führt in die Krise.

Ergotherapeuten fördern Bereitschaft und Motivation Jugendlicher

Meist ist den betroffenen Jugendlichen – ebenso wie deren Eltern – nicht bewusst, dass sie unter Schlafmangel leiden. Die Folgen wie Verhaltensprobleme, fehlende Konzentrationsfähigkeit oder ein gestörter Tagesablauf geben dann Anlass, professionelle Hilfe zu suchen. Erste Anlaufstelle ist häufig der Haus- oder Kinderarzt, der Ergotherapie verordnen kann. Denn hier schaut man hinter die Kulissen: Ergotherapeuten befragen zunächst ihre Klienten in aller Genauigkeit. Mithilfe sogenannter Assessments – das sind ausgeklügelte Fragebogen – schaffen sie es, die wahren Ursachen für die äußeren Symptome herauszufinden. „Jugendliche in der Pubertät entwickeln zum Teil unglaubliche Ideen oder Angewohnheiten. Und sie verheimlichen das oft so geschickt, dass das Umfeld nichts ahnt. Manche schleichen sich sogar aus dem Haus, sobald die Eltern schlafen.“, weiß die Ergotherapeutin Claudia Merklein de Freitas zu berichten. So stellen die Eltern zwar häufig Veränderungen bei ihrem Nachwuchs fest, sie können diese aber nicht zuordnen. Auch wenn Eltern immer alles versuchen und ihr Bestes geben, um der Lage Herr zu werden: Die häusliche Situation mit pubertären Jugendlichen eskaliert in vielen Familien. Die Erwachsenen werden zum Feindbild Nummer eins, gerade dann, wenn die Jugendlichen sich kontrolliert und bevormundet fühlen. „Um dieses Missverhältnis wieder gerade zu rücken, schaffen wir Ergotherapeuten zunächst eine Vertrauensbasis, führen anfangs vor allem Gespräche. Denn wir können etwas mehr Verständnis für die Situation der Jugendlichen zeigen als die Eltern, die oft emotional wahnsinnig belastet sind.“, berichtet die Ergotherapeutin weiter. So gelingt es, bei den Jugendlichen die Bereitschaft und Motivation für die Behandlung herbeizuführen.

Ergotherapeuten beziehen Eltern ein, bauen eine Brücke zu den Jugendlichen

Das Thema Schlaf ist ein häufig wiederkehrender Streitpunkt mit den Eltern; manchmal schon bei kleineren Kindern, mit Jugendlichen oft umso heftiger. Hinzu kommen mittlerweile die Medien: Unter der Bettdecke lesen war gestern. Heute sind es Smartphones oder Laptops, die heimlich ins Bett geschmuggelt werden. „Nur“ chatten ist dabei noch harmlos. Bestimmte Spiele sind ein Trigger, wühlen auf und verhindern so einen erholsamen Schlaf – auch wenn die Jugendlichen dies gerne abstreiten. Doch Ergotherapeuten sind darin geschult, geschickte Fragetechniken anzuwenden. Im günstigen Fall gelangen die Teenager selbst zu der Erkenntnis, dass sie ihr Schlafverhalten ändern müssen Aber es gibt auch Fälle, die an die Grenze zur Mediensucht gehen. „Es ist ein zentraler Ansatz der Ergotherapie, das Umfeld, also hier die Eltern, ins Boot zu holen. Wenn sie wissen, wie sie mit ihrem Kind in dieser besonders schwierigen Lebensphase geschickt umgehen können, greift meine ergotherapeutische Behandlung optimal. Die Jugendlichen selbst lernen ebenso wie ihre Eltern Strategien, die sie immer wieder, auch in künftigen Krisen, anwenden können.“, veranschaulicht die Ergotherapeutin Merklein de Freitas, weshalb die Ergotherapie nachhaltig wirken und langfristig Erfolg zeigen kann. Und als weiteren Effekt das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern verbessert.

Informationsmaterial zu den Behandlungsfeldern der Ergotherapie erhalten Interessierte bei den Ergotherapeuten vor Ort; diese sind über die Therapeutensuche im Navigationspunkt „Service“ des DVE (Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.) auf https://www.dve.info/ zu finden.

Pressekontakt:

Angelika Reinecke, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des DVE e.V. 
Telefon: 033203 - 80026, E-Mail: a.reinecke@dve.info

Universität erhält wissenschaftliche Nachwuchsgruppe für Rehabilitationswissenschaften

Bei der Vertragsunterzeichnung (v.l.n.r.): Prof. Dr. Gregor Theilmeier (Dekan der Medizinischen Fakultät), Christian Wolff (Stellvertretender DRV-Geschäftsführer), Prof. Dr. Katharina Al-Shamery (Kommissarische Universitätspräsidentin), Prof. Dr. Dr. h.c. H.-Jürgen Appelrath (Vizepräsident für Forschung und Transfer), Cornelius Neumann-Redlin (DRV-Vorstandsvorsitzender)

22. Juli 2015   307/15   Forschung

Vertrag mit Deutscher Rentenversicherung Oldenburg-Bremen unterzeichnet

Bei der Vertragsunterzeichnung (v.l.n.r.): Prof. Dr. Gregor Theilmeier (Dekan der Medizinischen Fakultät), Christian Wolff (Stellvertretender DRV-Geschäftsführer), Prof. Dr. Katharina Al-Shamery (Kommissarische Universitätspräsidentin), Prof. Dr. Dr. h.c. H.-Jürgen Appelrath (Vizepräsident für Forschung und Transfer), Cornelius Neumann-Redlin (DRV-Vorstandsvorsitzender)

Bei der Vertragsunterzeichnung (v.l.n.r.):
Prof. Dr. Gregor Theilmeier (Dekan der Medizinischen Fakultät), Christian Wolff (Stellvertretender DRV-Geschäftsführer), Prof. Dr. Katharina Al-Shamery (Kommissarische Universitätspräsidentin), Prof. Dr. Dr. h.c. H.-Jürgen Appelrath (Vizepräsident für Forschung und Transfer), Cornelius Neumann-Redlin (DRV-Vorstandsvorsitzender)

Oldenburg. Die Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften der Universität Oldenburg erhält eine wissenschaftliche Nachwuchsgruppe für Rehabilitationswissenschaften. Einen entsprechenden Stiftungsvertrag unterzeichneten heute Universität und Deutsche Rentenversicherung (DRV) Oldenburg-Bremen, die die neue Nachwuchsgruppe fünf Jahre lang finanzieren wird. Dies ist Teil einer intensivierten Kooperation beider Institutionen auf dem Gebiet der Rehabilitationswissenschaften, die mit einem neuen und weiter reichenden Rahmen-Kooperationsvertrag besiegelt wurde.
„Die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Deutschen Rentenversicherung auszubauen, ist uns ein besonderes Anliegen – gerade auch im Bereich der Rehabilitationswissenschaften. Die neue Nachwuchsgruppe ist sowohl ein großer Gewinn für die Medizinische Fakultät als auch ein wichtiger Brückenschlag in andere Bereiche der Universität, beispielsweise in die Sonder- und Rehabilitationspädagogik“, sagte die kommissarische Universitätspräsidentin Prof. Dr. Katharina Al-Shamery. „Eine enge Verknüpfung mit der Region ist uns wichtig, um deutlich zu machen, welche Impulse von einem Rentenversicherungsträger ausgehen können“, betonte der DRV-Vorstandsvorsitzende Cornelius Neumann-Redlin. „Der Aufbau der European Medical School bietet sich hervorragend dazu an.“
Für die Nachwuchsgruppe am Department für Versorgungsforschung der Medizinischen Fakultät stellt die DRV Oldenburg-Bremen fünf Jahre lang einen jährlichen Stiftungsbetrag in Höhe von maximal 150.000 Euro zur Verfügung. Aus diesen Mitteln wird die Universität zwei Wissenschaftler einstellen, hinzu kommt eine halbe Stelle für technische und administrative Aufgaben. Rehabilitationswissenschaftler entwickeln, überprüfen und verbessern Konzepte, Methoden und Strukturen rehabilitativer Patientenversorgung und helfen so dabei, Patienten mit entsprechenden Erkrankungen wieder in das Arbeits- und Sozialleben zurückkehren und daran teilhaben zu lassen.
„Die Verankerung der Rehabilitationswissenschaften – zunächst in Form einer Nachwuchsgruppe – in der Fakultät und dem Department Versorgungsforschung ist für uns ein ganz wichtiges Anliegen, weil diese Disziplin trotz ihrer großen und stetig wachsenden klinischen Bedeutung in der Wissenschaft und Lehre der Medizin nicht angemessen vertreten ist“, so der Dekan der Fakultät VI, Prof. Dr. Gregor Theilmeier. Zum Aufbau von Forschungsprojekten stellt die DRV Oldenburg-Bremen der Nachwuchsgruppe zusätzliche Projektmittel zur Verfügung. Der stellvertretende DRV-Geschäftsführer Christian Wolff betonte, dass mit der Weiterentwicklung des rehabilitationswissenschaftlichen Wissens ein wichtiger Beitrag zur Qualitätssteigerung erbracht werde, der Versicherten und ihren Arbeitgebern in der Region zugutekomme. Die drei Rehabilitationskliniken der DRV in Bad Kissingen, Bad Wildungen und Bad Schwalbach macht die vertiefte Kooperation zu offiziellen „Akademischen Lehrstätten“ der Fakultät VI der Universität Oldenburg. Deren Studierende können dort künftig im Rahmen ihrer Ausbildung hospitieren.
Über die Rehabilitationswissenschaften hinaus wollen die Partner Universität und DRV Oldenburg-Bremen künftig verstärkt bei der Fort- und Weiterbildung ihres Personals, in Fragen der Organisation und Verwaltung sowie hinsichtlich elektronischer Datenverarbeitung und IT zusammenarbeiten. Beide Seiten streben einen regelmäßigen Wissenstransfer und Informationsaustausch an, ob in gemeinsamen Projektgruppen oder in vierteljährlichen Treffen eines Kooperationsausschusses.

Kontakt:

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Ammerländer Heerstr. 114-118
26129 Oldenburg

Leiterin und Pressesprecherin
Dr. Corinna Dahm-Brey
V01 4-406, Tel.: 0441/798-2892
mobil: 0170-4570376
corinna.dahm(at)uni-oldenburg.de

 

ⓘ  www.drv-oldenburg-bremen.de
www.uni-oldenburg.de/versorgungsforschung

Korruption im Gesundheitswesen gehört ins Strafgesetzbuch

Innungskrankenkassen sprechen sich für Regelungen zum Identitätsschutz von Kronzeugen aus

Berlin. Die Innungskrankenkassen begrüßen das Gesetz der Bundesregierung zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen, das heute im Kabinett verabschiedet wurde. „Mit der Einführung eines neuen Straftatbestandes der Bestechlichkeit und Bestechung im Gesundheitswesen ist die erfolgreiche Verfolgung von korruptiven Praktiken endlich möglich, dafür haben sich die Innungskrankenkassen seit Jahren eingesetzt“, sagt Hans Peter Wollseifer, Vorstandsvorsitzender des IKK e.V.

„Patienten müssen darauf vertrauen können, dass sich die Behandlung nur nach medizinischen Aspekten richtet und sie nicht durch sachfremde, finanzielle Interessen der Beteiligten überlagert wird“, ergänzt Hans-Jürgen Müller, Vorstandsvorsitzender des IKK e.V. „Das ist auch im Interesse der Ärzte, die auch bisher schon unabhängig und zum Wohle ihrer Patienten gearbeitet haben“, betonen Wollseifer und Müller.

Positiv werten die Innungskrankenkassen, dass mit der Festlegung im Strafgesetzbuch alle Angehörigen der akademischen und nicht-akademischen Heilberufe erfasst werden – und zwar unabhängig davon, ob sie angestellt oder freiberuflich tätig sind. Die differenzierte Betrachtung von Bestechlichkeit (passiv) und Bestechung (aktiv) ist ein weiterer Punkt, den die Innungskrankenkassen gefordert haben und begrüßen.

Nach Aussage des Geschäftsführers des IKK e.V., Jürgen Hohnl, sind noch weitere Schritte erforderlich: Es fehlen Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften, um die Zusammenarbeit mit den Krankenkassen zu forcieren. Die Länder sind hier gefordert. „Die Erfahrungen aus den bisherigen Verfahren haben zudem gezeigt, dass Kronzeugen-Regelungen sinnvoll sind“, betont Hohnl. Deshalb sprechen sich die Innungskrankenkassen für deren Einführung aus.

Über den IKK e.V.:

Der IKK e.V. ist die Interessenvertretung von Innungskrankenkassen auf Bundesebene. Der Verein wurde 2008 gegründet mit dem Ziel, die Interessen seiner Mitglieder und deren rund 5,5 Millionen Versicherten gegenüber allen wesentlichen Beteiligten des Gesundheitswesens zu vertreten. Dem IKK e.V. gehören die BIG direkt gesund, die IKK Brandenburg und Berlin, die IKK classic, die IKK gesund plus, die IKK Nord sowie die IKK Südwest an.

Pressekontakt:

Pressesprecherin Fina Geschonneck, Telefon 303-20249111, E-Mail 
fina.geschonneck@ikkev.de

Rehakliniken aus den Landkreisen Ludwigsburg, Calw und Enzkreis wenden sich an Bundestags- und Landtagsabgeordnete

Symbolische Übergabe der Kampagnen-Postkarten an die Bundes- und Landtagsabgeordneten (v. l. Dr. Karl-Heinz Müller, Thomas Reusch-Frey, Dr. Albrecht Hendrich, Steffen Bilger, Rüdiger Loy, Dr. Hans-Ulrich Rülke, Dr. Thomas Müller, Katja Gohl, Dr. Sven Schemel, Klaus Gusowski) Foto: RKH GmbH

Rehakliniken aus den Landkreisen Ludwigsburg, Calw und Enzkreis wenden sich an Bundestags- und Landtagsabgeordnete

Kampagne „Umsonst ist keine Reha“ der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft

Die Rehakliniken ORTEMA GmbH Markgröningen, Geriatrische Rehabilitationsklinik Mühlacker, TheraVent aktiv Marbach a. N., Neurologisches Rehabilitationszentrum Quellenhof Bad Wildbad und Johannesklinik für geriatrische Rehabilitation in Bad Wildbad beteiligen sich an der BWKG-Reha-Kampagne mit dem Motto „Umsonst ist keine Reha“. Mit der Kampagne sollen Öffentlichkeit und Politik für die Bedeutung der Rehabilitation sensibilisiert werden. Ein wesentlicher Bestandteil sind dabei Postkarten, mit denen die Patienten, Mitarbeiter, Angehörige und Besucher deutlich machen, dass sie die Anliegen der Kampagne unterstützen. „Seit Herbst 2014 haben wir gemeinsam mit den anderen Rehakliniken in Baden-Württemberg insgesamt 15919 Postkarten gesammelt, die wir heute symbolisch an den CDU-Bundestagsangeordneten Steffen Bilger, den SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Reusch-Frey und den FDP-Landtagsabgeordneten Dr. Hans-Ulrich Rülke überreichen“, berichtet Rüdiger Loy, Geschäftsbereichsleiter Rehabilitation der ORTEMA GmbH.

 

Symbolische Übergabe der Kampagnen-Postkarten an die Bundes- und Landtagsabgeordneten (v. l. Dr. Karl-Heinz Müller, Thomas Reusch-Frey, Dr. Albrecht Hendrich, Steffen Bilger, Rüdiger Loy, Dr. Hans-Ulrich Rülke, Dr. Thomas Müller, Katja Gohl, Dr. Sven Schemel, Klaus Gusowski) Foto: RKH GmbH

Symbolische Übergabe der Kampagnen-Postkarten an die Bundes- und Landtagsabgeordneten (v. l. Dr. Karl-Heinz Müller, Thomas Reusch-Frey, Dr. Albrecht Hendrich, Steffen Bilger, Rüdiger Loy, Dr. Hans-Ulrich Rülke, Dr. Thomas Müller, Katja Gohl, Dr. Sven Schemel, Klaus Gusowski) Foto: RKH GmbH

„Wir möchten damit an die Politiker appellieren, sich für die Reha einzusetzen“ macht Margarete Janson, Geschäftsführerin im Quellenhof in Bad Wildbad deutlich und weißt darauf hin, dass noch immer nicht jede notwendige Reha bezahlt werde. „Und dies“, ergänzt Dr. Thomas Müller, Chefarzt der Johannesklinik, „obwohl die positiven Wirkungen einer Reha bekannt sind: In einer guten Reha gewinnen Menschen Kraft, Lebensqualität und Zukunftsperspektiven zurück“. Viele Berufstätige können dank Reha wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren. Reha vermeidet oft die Frühverrentung, spart Arbeitgebern und Versicherten Kosten und wirkt dem Fachkräftemangel entgegen. Ältere Menschen können beispielsweise nach einem Sturz so von einer Reha profitieren, dass sie weiter zu Hause leben können.

„Wir fordern von der Politik, dass jede medizinisch notwendige Reha genehmigt und die Leistungen der Rehakliniken auch angemessen vergütet werden“ so Dr. Albrecht Hendrich, leitender Arzt und Inhaber des TheraVent aktiv. Außerdem müsse der Antrags- und Genehmigungsprozess in der Gesetzlichen Krankenversicherung dringend vereinfacht werden, ergänzt Dr. Karl-Heinz Müller, Chefarzt der Geriatrischen Rehabilitation in Mühlacker.

 

„Mit dem Geld, das wir pro Tag für eine Reha bekommen, könnte man keine mittelklassige Hotelübernachtung bezahlen“, so Dr. Sven Schemel, Chefarzt der ORTEMA Reha. Damit müssten aber die komplexen ärztlichen und therapeutischen Leistungen, die moderne medizinisch-technische Ausstattung sowie die Unterkunft und Verpflegung der Patienten bezahlt werden. Viele Kliniken geraten deshalb in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Katja Gohl, Geschäftsführerin für Rehabilitation in der BWKG erläutert, dass nach den Ergebnissen des BWKG-Indikators 1/2015 im Jahr 2014 40,8 % der Reha-Kliniken im Land rote Zahlen geschrieben haben.

 

Obwohl sich Reha für den Einzelnen und die Solidargemeinschaft rechnet, wird nach wie vor zu wenig Geld zur Verfügung gestellt. In der Rentenversicherung, die vor allem für die Rehabilitation von Berufstätigen zuständig ist, gab es zwar eine Anhebung des Budgetdeckels, aufgehoben wurde er aber nicht. Außerdem unterbleiben Rehabilitationen bei älteren, oft multimorbiden Patienten, für die die Krankenversicherung verantwortlich ist. Grund ist, dass die Krankenversicherung eine Reha für ältere Menschen bezahlen muss, während vor allem die Pflegeversicherung profitiert. Folge ist, dass die Ausgaben für die Rehabilitation von Nicht-Erwerbstätigen seit Jahren sinken, obwohl der Bedarf hier steigen müsste. Im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung stehen in den letzten 10 Jahren nahezu stagnierende Ausgabevolumen für Vorsorge- und Reha-Leistungen im Vergleich zu Ausgabensteigerungen in anderen Leistungsbereichen von über 30 Prozent gegenüber.

 

Seit Herbst 2014 beteiligen sich 91 baden-württembergische Kliniken an der BWKG-Kampagne „Umsonst ist keine Reha.“ Die Reha-Kampagne wird als Weckruf an die Politik verstanden. Damit werben BWKG und baden-württembergische Reha-Kliniken für eine konsequente Politik zugunsten der Reha. Im Mittelpunkt der Kampagne stehen die ganz persönlichen Geschichten von Patientinnen und Patienten. Sie machen sich für die Reha stark und zeigen in der Kampagne Gesicht: Auf Postern, Postkarten und im Internet unter www.umsonst-ist-keine-reha.de.


Neues Internetportal „REHADAT-Angebote und Adressen“

REHADAT-Pressemitteilung 5/2015

rehadatBeratung und Hilfe bei der beruflichen Teilhabe

Unter www.rehadat-adressen.de ist das neueste Portal des REHADAT-Informationssystems online gegangen und bietet deutschlandweit die umfangreichste Sammlung von Adressen rund um berufliche Integration und Rehabilitation.

Das Portal enthält über 24.000 Dienstleister, Ansprechpartner und Organisationen aus allen Bereichen der beruflichen Rehabilitation und Teilhabe mit Kontaktdaten und Beschreibung ihrer Angebote.rehadat ScreenshotPortalAdressen

Einen guten Überblick kann sich der Nutzer mithilfe der thematischen Navigation verschaffen. Folgende Such-Bereiche sind zum Beispiel vorhanden: Arbeit, Aus- und Weiterbildung, Behinderung/Erkrankung, Interessenvertretung, Gesundheit, Prävention, Forschung, Hilfsangebote, Recht und barrierefreies Leben. Ergänzend steht eine Detailsuche zur Verfügung, mit der man Ansprechpartner per Schlagwort, Ort oder Postleitzahl recherchieren kann.

Zusätzlich informiert das Portal über Produkte und Dienstleistungen der Werkstätten für behinderte Menschen, die Leistungen spezialisierter Reha-Anbieter und über Seminare für Fachkräfte aus dem Rehabereich.

Das Portal löst die REHADAT-Adressendatenbank ab. Alle bisherigen Inhalte sind über das Portal erreichbar. Die Informationen werden laufend aktualisiert und ergänzt.

REHADAT ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und wird gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Kontakt und Nachfragen:

Anja Brockhagen
Referentin
Kompetenzfeld Berufliche Teilhabe und Rehabilitation

Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.
Postfach 10 19 42 / 50459 Köln
Konrad-Adenauer-Ufer 21 / 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845
brockhagen@iwkoeln.de

rehadat.de
twitter.com/rehadat


ORPEA baut internationales Netzwerk durch den Erwerb der deutschen Residenz-Gruppe Bremen aus

Starke Umsatzsteigerung im ersten Halbjahr 2015: +26,1% auf 1.123,1 Mio. Euro. / Ausbau des internationalen Netzwerkes durch den Erwerb der deutschen Residenz-Gruppe Bremen, 3.006 Betten (38 Einrichtungen) / Erfolgreiche Platzierung eines Schuldscheins in Höhe von 310,5 Mio. Euro / Erhöhung der Umsatzprognose 2015 auf 2.380 Mio. Euro.

Puteaux, Frankreich (ots) – Die ORPEA-Gruppe, eines der führenden Unternehmen im Bereich der umfassenden Betreuung pflegebedürftiger Personen (Pflegeheime, Reha-Kliniken und psychiatrische Kliniken), gibt heute den von der Gruppe in dem am 30. Juni abgeschlossenen 1. Halbjahr 2015 erzielten Umsatz sowie die Übernahme eines Netzwerkes von Pflegeheimen in Deutschland (38 Einrichtungen) bekannt.

Wachstumsdynamik im 2. Quartal 2015 weiter beschleunigt.
Senevita (Schweiz) wurde ab dem 1. April 2014 in den Konsolidierungskreis aufgenommen, Silver Care (Deutschland) ab dem 1. Juli 2014, während SeneCura (Österreich) am 1. April 2015 in den Konsolidierungskreis aufgenommen wurde. Celenus Kliniken wird ab dem 2. Halbjahr 2015 im Konsolidierungskreis berücksichtigt werden.

Yves Le Masne, CEO der ORPEA, kommentiert wie folgt: „Die starke Wachstumsdynamik hat sich weiter beschleunigt. Der Umsatz verzeichnet im 2. Quartal 2015 eine Steigerung um +26,5% (+25,7% im 1. Quartal). 32% des Konzerngeschäfts wird nunmehr im Ausland generiert.

ORPEA erzielte so im 1. Halbjahr 2015 einen Umsatz von 1.123,1 Millionen Euro (+26,1%) und liegt damit erstmals für einen Halbjahreszeitraum über der 1-Milliarde-Umsatzschwelle, d.h. über dem für das Gesamtgeschäftsjahr 2010 verzeichneten Umsatz.

Diese ausgezeichnete Geschäftsdynamik ist unverändert das Ergebnis der Kombination von zwei grundlegenden Faktoren des von ORPEA verfolgten Modells:

  • ein solides organisches Wachstum (+5,7%), das von der im Berichtshalbjahr erfolgten Eröffnung von 1.350 Betten (14 Einrichtungen) unterstützt wird, darunter 55% außerhalb Frankreichs (Belgien und Deutschland), und das ebenfalls – in allen Ländern – mit der erfreulichen Dynamik der historischen Einrichtungen verbunden ist
  • ein kräftiges externes Wachstum im Ausland, zu dem insbesondere die Übernahmen von Silver Care in Deutschland sowie von SeneCura in Österreich beitragen.

Dank des robusten Wachstums im ersten Halbjahr und unter Berücksichtigung des weiteren Ausbaus der deutschen Plattform mit der Übernahme der Residenz-Gruppe Bremen, erhöht ORPEA bereits zum zweiten Mal seit Beginn des Geschäftsjahres 2015 ihre Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr auf nunmehr 2.380 Millionen Euro. Dies entspricht gegenüber dem Umsatzausweis für das Geschäftsjahr 2014 einer Steigerung um 22%. “

Übernahme der Residenz-Gruppe Bremen in Deutschland
residenz-gruppe-logoORPEA hat eine Vereinbarung zur Übernahme des privaten Betreibers von Pflegeeinrichtungen der Residenz-Gruppe Bremen (RGB) unterzeichnet. Dieses Netzwerk, das in Bezug auf die geografische Vernetzung eine ausgezeichnete Ergänzung zu Silver Care bietet, zählt 3.006 Betten in 38 Einrichtungen:

  • RGB betreibt heute 2.496 Betten in 34 Einrichtungen
  • + 510 Betten in Bau (Ausbau von bestehenden Gebäuden und 4 neue Einrichtungen).

Die Residenz-Gruppe Bremen bietet eine attraktive Chance zur Stärkung der Präsenz von ORPEA im Nordwesten Deutschlands, unter Einhaltung der strategischen Akquisitionskriterien der Gruppe:

  • Die Zielgruppe verfügt über ein Qualitäts-Netzwerk mit 80% Einzelzimmern, modernen Gebäuden (86% sind weniger als 10 Jahre alt) und Standorten in Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen sowie Hessen
  • Sie hat einen ausgezeichneten Ruf von Qualität und Zuverlässigkeit und besitzt ein erfahrenes lokales Managementteam, das weiter bestehen bleiben wird
  • Hochgradige geografische Komplementarität mit dem Netzwerk von Silver Care: Einige Einrichtungen werden sich perfekt in bereits bestehende Cluster einfügen können, und in der Region von Bremen wird ein neuer Cluster aufgebaut werden
  • Erhebliches Wertschöpfungspotenzial: Erweiterungsbauten in einigen Einrichtungen, Bau neuer Einrichtungen, Synergien beim Einkauf sowie in Bezug auf den Kostenaufwand für den Hauptsitz.

Dieser weitere Ausbau der Gruppe entspricht optimal der von ORPEA in Deutschland verfolgten Expansionsstrategie, bei der der Bau neuer Einrichtungen und gezielte Akquisitionen kombiniert werden. Die Integration in die Gruppe wird schrittweise erfolgen. Sie wird dadurch erleichtert werden, dass RGB von einer Kultur geprägt ist, die mit der von ORPEA verfolgten Kultur voll im Einklang steht: Qualität der Pflege und Dienstleistungen, Engagement im Dienste der Heim- und Residenzbewohner und deren Angehörigen sowie Engagement gegenüber den Mitarbeitern.

Die übernommene Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 67 Millionen Euro. Sie wird ab dem 4. Quartal 2015 in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Die Finanzierung der Akquisition erfolgt zu 100% über den Bestand an liquiden Mitteln der Gruppe.

ACXIT Capital Partners, vertreten durch Thomas Klack und sein Team, berieten die Gruppe als Finanzberater, während CMS Hasche Sigle als Rechtsberater für ORPEA tätig war.

Nach dieser Übernahme wird das deutsche Netz aus insgesamt 119 Einrichtungen mit 11.980 Betten bestehen, davon 1.037 im Bau. Mit dieser Transaktion kann ORPEA lediglich 12 Monate nach der ersten Niederlassung in Deutschland den Umfang ihres Netzwerkes in diesem Land verdoppeln.

Insgesamt erhöht sich damit das gesamte Netzwerk der Gruppe ORPEA auf nunmehr 653 Einrichtungen, d.h. 63.942 Betten (davon 9.611 Betten, die sich in Restrukturierung bzw. im Bau befinden). Der Auslandsanteil beträgt damit 49% des Netzwerkes (gegenüber 26% Ende 2013).

Verbesserung der finanziellen Flexibilität durch Begebung eines Schuldscheins in Höhe von 310,5 Millionen Euro
Im Rahmen der von der Gruppe verfolgten Strategie der Diversifizierung der Finanzierungsquellen sowie der Verbesserung ihrer finanziellen Flexibilität hat ORPEA im Juli ein weiteres Schuldscheindarlehen aufgelegt. Die Transaktion stieß auf hohes Interesse bei den Investoren: Das ursprüngliche Emissionsvolumen von 100 Millionen Euro wurde aufgrund der starken Nachfrage zu äußerst günstigen Bedingungen auf insgesamt 310,5 Millionen erhöht und mit unterschiedlichen Laufzeiten aufgelegt. Investoren aller Horizonte, sowohl aus Europa, als auch aus Asien, interessierten sich für das solide Modell von ORPEA.

Der Schuldschein wurde von BNP Paribas, Helaba – Arkea Banque und Société Générale CIB syndiziert.

Dr. Jean-Claude Marian, Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender von ORPEA, äußert sich hierzu wie folgt: „Mit den in lediglich 18 Monaten in Deutschland, Österreich, der Tschechischen Republik sowie in der Schweiz erfolgten strategischen Übernahmen schreibt ORPEA ihre Expansion im Ausland weiter aktiv fort. Die Akquisition der Residenz-Gruppe Bremen eröffnet sowohl geografisch, als auch aus finanzieller Sicht eine bedeutende zusätzliche Wachstumschance für die deutsche Plattform.

Seit Beginn des Jahres 2015 beweist ORPEA damit erneut die Fähigkeit, das robuste Wachstum der Geschäftstätigkeit mit einer gezielten Wert schöpfenden Entwicklung und der Stärkung der finanziellen Flexibilität miteinander zu verknüpfen. Die erfolgreiche Begebung des Schuldscheins ermöglicht nicht nur eine Senkung der Kosten für die Verschuldung, sondern verleiht der finanziellen Fähigkeit der Gruppe selbstverständlich ebenfalls die Dynamik für ihre nachhaltige rentable Entwicklung. Nunmehr werden nahezu 50% der Umsätze im Ausland generiert. Auf dieser Basis stärkt die Gruppe die von ihr erreichte neue Größenordnung und wird ebenfalls die Expansion insbesondere in den deutschsprachigen Ländern weiter fortsetzen und gleichzeitig die Immobilieneigentumsquote weiter stärken können.“

Pressekontakt:

Steve Grobet
Investor Relations
Tel.: +33 (0)1 47 75 74 66
Email: s.grobet@orpea.net

NewCap.
Dusan Oresansky / Emmanuel Huynh
Tel.: +33 (0)1 44 71 94 94
orpea@newcap.fr

Medienarbeit:
NewCap.
Dusan Oresansky / Nicolas Merigeau
Tel.: +33 (0)1 44 71 94 94
orpea@newcap.fr

Über ORPEA (www.orpea-corp.com)
Gegründet 1989 und seit April 2002 an der Euronext Paris notiert, ist ORPEA ein führendes europäisches Unternehmen bei der integrierten Langzeitpflege und bei Anschlussheilbehandlungen. Die Gruppe verfügt über ein einzigartiges Netzwerk mit 653 Einrichtungen und 63.942 Betten (wovon 9.611 modernisiert oder neu eingerichtet werden), einschließlich

  • 32.792 Betten (wovon 3.931 modernisiert oder neu eingerichtet werden) verteilt auf 354 Einrichtungen in Frankreich
  • 31.150 Betten (wovon 5.680 modernisiert oder neu eingerichtet werden) verteilt auf 299 Einrichtungen im restlichen Europa (Belgien, Deutschland, Italien, Österreich, Schweiz, Spanien und Tschechische Republik) Segment A der Euronext Paris, einer Börse der Euronext-Gruppe Mitglied der Indizes CAC Mid 60, MSCI Small Cap Europe, SBF 120 und STOXX Europe 600
  • Mitglied des SRD ISIN:  FR0000184798 – Reuters:  ORP.PA – Bloomberg:  ORP FP Investorenverbindung: ORPEA Yves Le Masne CEO

Einfach wieder Boden unter den Füßen spüren

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Die Dr. Becker Klinik Möhnesee hat ihr therapeutisches Angebot um ein Element der naturgestützten Therapie erweitert: die Gartentherapie. Besonders Patienten mit psychosomatischen und psycho-kardiologischen Erkrankungen profitieren von der therapeutischen Gartenarbeit.

Möhnesee. Samen für eine Pflanze aussäen, mit den Händen in der Erde arbeiten, gießen, die ersten Triebe sprießen sehen – viele gartenbegeisterte Menschen wissen, wie beruhigend und wohltuend es sein kann, im Garten zu arbeiten. In Amerika hat man dieses Potenzial längst erkannt. Während dort die Gartentherapie schon lange erfolgreich zur Behandlung psychosomatischer Beschwerden eingesetzt wird, ist die Therapieform in Deutschland noch weniger bekannt. Zu Unrecht, findet Katy Klinkigt, leitende Ergotherapeutin und nach IGGT zertifizierte Gartentherapeutin der Dr. Becker Klinik Möhnesee. Sie nutzte die Erfahrungen der amerikanischen Kollegen und entwickelte für die Behandlung ihrer Patienten in Möhnesee ein eigenes Therapiekonzept. „Die Gartentherapie ist sehr effektiv: Menschen mit Depressionen hilft sie dabei, ihre inneren Spannungen, Ängste und andere depressive Symptome zu reduzieren“, erklärt Klinkigt. Aber die Therapie wirkt noch weiter: „Sie verbessert die Sinnes- und Körperwahrnehmung, schult die Aufmerksamkeit und verbessert die Stimmung“, so die Gartentherapeutin.

Nicht nur Menschen, die bereits unter psychischen Beschwerden leiden, profitieren von der Gartenarbeit. Denn die Bewegung in einer ruhigen, natürlichen Umgebung hilft dabei, das seelische Gleichgewicht zu halten. „Gartenarbeit wirkt auch präventiv“, so Klinkigt. Sie fördere Neugier und Ausgeglichenheit, Aktivität und Entspannung zugleich. Das Besondere am Konzept der Gartentherapie ist nach Klinkigt, dass es den Patienten verschiedene Möglichkeiten und Ressourcen an die Hand gibt, mit denen sie diese Effekte dauerhaft und eigenständig nutzen können.

Tiefes Gefühl der Zufriedenheit
Die Patienten der Dr. Becker Klinik Möhnesee nehmen im Rahmen ihrer psychosomatischen oder kardiologischen Rehabilitation einmal pro Woche für 2,25 Stunden an der Gartentherapie teil. Für sie steht eine große Bandbreite der gärtnerischen Tätigkeiten zur Auswahl. Diese reichen von der Pflege des Gartens wie z. B. Boden lockern, Jäten, Pflanzen und Gießen, bis hin zur Planung und Umsetzung neuer Projekte. Für die Patienten ist die Gartentherapie ein wirksames Instrument, die eigene Lebensqualität zu steigern. „Im Garten zu sein, erlebe ich als sehr angenehm und wohltuend. Sich um die Pflanzen zu kümmern und sie wachsen zu sehen, gibt mir ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit. Das nehme ich von hier mit nachhause“, bestätigt eine Patientin.

Gerne können Sie sich auch vor Ort ein Bild vom klinikeigenen Therapiegarten machen, zum Beispiel am „Tag der offenen Gartentür“, am Samstag, dem 29.08.2015, von 10 bis 14 Uhr in der Dr. Becker Klinik Möhnesee, Schnappweg 2. Wenn Sie möchten, können Sie auch einen persönlichen oder telefonischen Interviewtermin mit den Ärzten und Therapeuten der Klinik vereinbaren.

Kontakt und Nachfragen:

Dr. Becker Klinik Möhnesee
Schnappweg 2
59519 Möhnesee
Tel.: 02924 800-0
Fax: 02924 800-557
www.dbkg.de/klinik-moehnesee

Die Dr. Becker Klinik Möhnesee
Die Dr. Becker Klinik Möhnesee ist auf kardiologische und psychosomatische Rehabilitation spezi-alisiert. 2.500 Patienten werden jährlich in der nordrhein-westfälischen Klinik auf höchstem medizi-nischem Niveau versorgt. Mit dem 2007 gegründeten Zentrum für Psycho-Kardiologie gehört die Dr. Becker Klinik Möhnesee außerdem zu den Vorreitern dieser Spezialdisziplin der Medizin.


Waldburg-Zeil Rehabilitationskliniken in Bad Wurzach und Bad Waldsee schärfen ihr Profil

Bad Wurzach/Bad Waldsee – Die Klinik im Hofgarten und die Rehabilitationsklinik Bad Wurzach werden in Zukunft enger zusammenarbeiten. Die orthopädischen Rehabilitationskliniken stimmen ihr Angebot noch mehr auf die Bedürfnisse ihrer Patienten ab, behandeln gemeinsam eine große Bandbreite von Erkrankungen bei Patienten unterschiedlichen Alters und bieten ein breites Spektrum an Präventionsmaßnahmen an.

RS7225_WZ_Robert Varga Bad Wurzach _Ellbogenuntersuchung070a RS7272_WZ_Klinik im Hofgarten_Mueller_Klaus_CA030a RS7299_WZ_BW_Willkommen034a RS7802_WZ_Altersmedizin_ I_025aDer bisherige Chefarzt der Rehabilitationsklinik Bad Wurzach, Dr. Klaus Müller, wechselt deshalb zum 1. August an die Klinik im Hofgarten. „Klaus Müller, Sportmediziner, Osteologe und Orthopäde, hat in den zurückliegenden Monaten das orthopädische Profil unserer Wurzacher Klinik entscheidend geschärft“, erläutert Erwin Lohmer, Klinikdirektor beider Häuser. „Nun wird er die Konzentration auf bestimmte orthopädische Schwerpunkte in der Klinik im Hofgarten vorantreiben.“ In dem 218-Bettenhaus finden vor allem Patienten nach operativen Eingriffen, also nach Hüft- oder Knieoperationen, Unterstützung. „Müller hat aufgrund seiner großen Berufserfahrung exzellente Kontakte zu den operierenden Kliniken in unserer Region. Er wird sich auch in Zukunft dafür einsetzen, dass Patienten während einer Anschlussheilbehandlung in Bad Waldsee maßgeschneiderte Rehabilitation offeriert bekommen.“ In der Waldburg-Zeil Klinik, die im vergangenen Jahr ihr 25järiges Jubiläum feierte, werden deutsche und österreichische Patienten behandelt. Das umfangreiche Sport- und Therapieangebot nutzen sowohl einzelne Patienten als auch Kooperationspartner wie die Stuttgarter Feuerwehr oder die Bundewehr.

Am Standort Bad Wurzach übernimmt Dr. Robert Varga die Leitung der orthopädischen Abteilung. „Varga hat im Team mit dem bisherigen Chefarzt Dr. Müller Führungserfahrung gesammelt und bereits intensiv mit den Kollegen der Altersmedizin zusammengearbeitet “, erläutert Lohmer.

„Wir haben vor einem Jahr den Bereich Altersmedizin mit einer Kombination aus orthopädischen und geriatrischen Therapieangeboten eröffnet. Weil der Bedarf, ältere Menschen intensiver interdisziplinär zu behandeln, wächst, werden wir diesen Bereich in Bad Wurzach weiter ausbauen. Wir investieren in den Standort Bad Wurzach“, so der Klinikdirektor. „Wir sehen dort unsere Kompetenzen in der Medizin für betagte Patienten. Aus der Erfahrung der vergangenen Monate heraus werden wir deshalb in Bad Wurzach ergänzend neurologische Erkrankungen behandeln.“ In der traditionsreichen Rehabilitationsklinik Bad Wurzach finden Patienten also künftig in der orthopädischen Abteilung, der erweiterten geriatrischen Abteilung sowie in der neuen neurologischen Abteilung Unterstützung.

„Patienten sollen sich nicht mehr fragen müssen, in welche Klinik muss ich, sondern was für Beschwerden habe ich?“, umreißt Lohmer die Vorteile der neuen Strukturen. „Auch für andere Bereiche nutzen wir intensiv die Kompetenzen in beiden Waldburg-Zeil Häusern“, führt der Klinikdirektor weiter aus. „Mit den veränderten Angeboten haben wir uns auf eine sich verändernde Gesellschaft eingestellt. Menschen werden älter, wollen länger selbständig zu Hause leben und haben in höherem Alter oft eine Vielzahl von Beschwerden, die wir in einem Rehaaufenthalt therapieren können. Andererseits nutzen immer mehr Menschen die Erfahrungen einer Rehabilitationsklinik für präventive Zwecke – um so lange wie möglich gesund und im Beruf erfolgreich zu bleiben. Mit einer Akzentuierung auf diese Schwerpunkte bleiben unsere Kliniken eine attraktive Anlaufstelle für Patienten nahezu jeden Alters“, fasst Erwin Lohmer zusammen.

Die Waldburg-Zeil Klinik im Hofgarten verfügt über 218 Betten. 160 Mitarbeiter betreuen in der Fachklinik für Orthopädie, Rheumatologie und Sportmedizin seit mehr als 25 Jahren Patienten aus Deutschland und Österreich. Chefarzt ist ab 1. August 2015 Dr. Klaus Müller

Die Waldburg-Zeil Rehabilitationsklinik Bad Wurzach verfügt über 243 Betten. 180 Mitarbeiter betreuen in der Fachklinik für Rheumatologie, Orthopädie und Altersmedizin seit mehr als 40 Jahren Patienten. Chefarzt ist ab 1. August 2015 Dr. Robert Varga.

Kaufmännischer Direktor der Klinik im Hofgarten und der Rehabilitationsklinik Bad Wurzach ist Erwin Lohmer.


Heimplätze: Dramatischer Notstand droht! bpa warnt im Landtag vor eklatantem Mangel an vollstationären Pflegeplätzen in vier Jahren

Stuttgart.  „Es rollt eine Lawine auf das ganze Land zu: Bereits in vier Jahren werden Heim-plätze in bislang ungeahntem Ausmaß fehlen“, warnte Stefan Kraft, Landesbeauftragter der bpa-Landesgruppe Baden-Württemberg, bei der öffentlichen Anhörung der Enquete-Kommission Pflege vergangenen Freitag (24.7.2015) im Landtag. „Neben einem überproportional wachsenden Bedarf an Heimplätzen aufgrund der demografischen Entwicklung, droht paradoxerweise der größte Platzabbau in der Geschichte des Landes.“

Ursache ist die Landesheimbauverordnung, die von den Bestandseinrichtungen ab 2019 umgesetzt werden soll. Sie sieht neben dem Einzelzimmergebot eine Reihe von Anforderungen an die Größe und die Breite von Zimmern, Wohngruppengröße u.a. vor, die ein erheblicher Teil der bestehenden Einrichtungen nicht erfüllen kann. Dadurch droht ein massiver Platzabbau. Allein durch das Doppel-zimmerverbot könnten rund 17.000 Plätze wegfallen. Hinzu kommen – in erheblichem Maße – weitere Plätze, die aufgrund anderer Anforderungen der Landesheimbauverordnung nicht mehr genutzt werden dürfen.

Der bpa fordert deshalb eine deutliche Verlängerung der allgemeinen Übergangsfrist der Landesheimbauverordnung sowie – wo immer möglich – umfassende Befreiungen bestehender Einrichtungen durch die Heimaufsicht. „Wenn jetzt der Ernst der Lage nicht erkannt wird, werden bereits in vier Jahren zig-tausende Heimplätze in Baden-Württemberg fehlen“, so Kraft. „Wir fordern Politik und Verwaltung eindringlich auf, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen und umgehend gegenzusteuern!“

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon fast 1.000 in Baden-Württemberg) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 260.000 Arbeitsplätze und circa 20.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 20,6 Milliarden Euro.

Für Rückfragen: 
Stefan Kraft
Landesbeauftragter
Tel.: 07 11 / 9 60 49-72
www.bpa.de