Juni, 2015

 

Bundesverband Geriatrie unterstützt den Seniorentag mit eigenen Veranstaltungen

„Gestürzt – Operation – Pflegheim. Eine unausweichliche Gesetzmäßigkeit?“ – unter anderen mit einer Veranstaltung zu dieser Fragestellung beteiligt sich der Bundesverband Geriatrie am 11. Deutschen Seniorentag. Gemeinsam mit dem Sozialverband Deutschland und der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz trägt der Bundesverband mit mehreren Veranstaltungsblöcken zum Programm des diesjährigen Deutschen Seniorentags vom 02. bis 04. Juli in Frankfurt am Main bei.

„Unsere Referentinnen und Referenten werden nicht nur grundsätzliche Informationen vermitteln, sondern auch mit ganz praktischen Ratschlägen Betroffenen, deren Angehörigen und Interessierten zur Seite stehen“, betonte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands, Ansgar Veer. So geht es unter anderem um die Themen „Altersmedizin – für wen, wann, warum?“, um „Altersmedizin und demenziell Erkrankte im Krankenhaus“ sowie um damit verbundene rechtliche und soziale Aspekte für Betroffene und Angehörige. Neben den Vorträgen und Diskussionen ist der Bundesverband von Donnerstag bis Samstag mit einem eigenen Informationsstand auf der angegliederten SenNova Informationsmesse in den Frankfurter Messehallen vertreten.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Seniorentags unter dem Motto „Gemeinsam in die Zukunft!“ werden Fragen wie Gesundheit und Pflege, gesellschaftliches Engagement und Politik bis hin zu Wohnen und Leben stehen. „Das demonstriert bereits, dass die zunehmende Alterung nicht nur eine Herausforderung für Medizin, Pflege, Kostenträger und Politik ist, sondern für die gesamte Gesellschaft“, so Ansgar Veer. Dass dies auch von der Politik so gesehen werde, zeige sich nicht zuletzt darin, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel die Schirmherrschaft über den Seniorentag übernommen hat und diesen eröffnen wird sowie an der Teilnahme von Vertretern der Bundesregierung und der hessischen  Landesregierung.

Weitere Informationen zum Seniorentag und das vollständige Programm finden Sie auf der Website: www.deutscher-seniorentag.de

Kontakt:

Bundesverband Geriatrie e.V.
Reinickendorfer Str. 61
13347 Berlin
H. Sattler, Pressereferent
Tel.: 030 339887613
Fax: 030 339887620
E-Mail: uweh.sattler@bv-geriatrie.de
Internet: www.bv-geriatrie.de


„Tinnitus – ein ungewollter Mitbewohner“ – Patienten-Seminar der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL) in Berlin

16. Juli 2015

Am Donnerstag, den 16. Juli 2015 veranstaltet die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) ein Patienten-Seminar zum Thema „Tinnitus – ein ungewollter Mitbewohner“. Die Veranstaltung findet statt in der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg, Gürtelstraße 33 in 10409 Berlin und beginnt um 17.00 Uhr.

Über verschiedene Aspekte rund um das Thema Tinnitus referieren namhafte Ärzte, Therapeuten und Experten und geben so für Betroffene eine wertvolle Hilfestellung im Umgang mit dem quälenden Ohrgeräusch. Nach einer Begrüßung durch Tamara Oetting, Beraterin des Berliner DTL-Büros, informiert DTL-Geschäftsführer Michael Bergmann die Zuhörer über die Leistungen und Angebote der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. für Betroffene und zeigt auf, wie „Tinnitus-Bewältigung in der Gemeinschaft“ gelingt. Im Anschluss spricht DTL-Vizepräsident Prof. Dr. med. Gerhard Goebel, Ärztlicher Berater und Chefarzt a. D. der Schön Klinik Roseneck, Prien, über das Thema „Interdisziplinäre Behandlung des chronischen Tinnitus mit Hyperakusis: Was ist gesichert und was noch im Experimentierstadium?“.

Einen Vortrag zu „Stressbewältigung und Tinnitus“ hält Dr. med. Ina Dorothea Egelkraut, Leitende Oberärztin an der Brandenburg Klinik. Abschließend referiert Dr. med. Gerhard Tuschy, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, über das Thema „Traumklänge“. Nach den Vorträgen besteht die Möglichkeit, Fragen an die Referenten zu stellen. Außerdem können sich die Teilnehmer auch über die DTL-Selbsthilfegruppen in Berlin-Mitte, Charlottenburg, Moabit, Werder und Fürstenwalde informieren.

Der Veranstaltungsort ist bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen: mit den Metrotrams M4 und M13, der Tram 12 und den Bussen 156 und 200.

Eintritt: 5 Euro; ermäßigt für DTL-Mitglieder: 3 Euro
Um Anmeldung wird gebeten.
Kontakt:

Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Berliner Beratungsbüro
Tamara Oetting
Neue Grünstr. 38
10179 Berlin-Mitte (Nähe Spittelmarkt)
Telefon: 030 688 11 277
Fax: 030 688 11 278
E-Mail: tinnitus-berlin@online.de

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 13.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörgeräteakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal.

Weitere Informationen: www.tinnitus-liga.de
‒ Bei Veröffentlichung freuen wir uns über einen Beleg. ‒


DEGEMED spricht sich gegen die Ausschreibung von Reha-Leistungen aus

Berlin, 26.06.2015.  Die DEGEMED positioniert sich in ihrer aktuellen Stellungnahme zum Vergaberechtsmodernisierungsgesetz (VergModG) eindeutig gegen europaweite Ausschreibungen von Reha-Leistungen. Der Gesetzentwurf regelt die Vorschriften zur Vergabe durch öffentliche Auftraggeber im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) neu und setzt damit mehrere EU-Richtlinien aus dem Jahr 2014 um.

„Zulassungssysteme im Bereich der Rehabilitation funktionieren im so genannten sozialrechtlichen Dreieck zwischen Reha-Träger, Leistungsanbieter und Leistungsberechtigten. Sie brauchen keine Ausschreibung“, so DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall, „Das ergebe sich bereits aus den EU-Richtlinien selbst. Das müsse das neue Gesetz in seiner Begründung ebenfalls klarstellen.“

Nach Ansicht der DEGEMED bietet das aktuelle Gesetzgebungsverfahren außerdem eine gute Gelegenheit, die Position der Leistungserbringer im SGB IX deutlich zu stärken. Die DEGEMED schlägt dazu die Verankerung eines Zulassungsanspruchs für Leistungserbringer sowie Rahmenverträge im Verhältnis von Reha-Trägern und Leistungserbringern vor.

15-06-26 DEGEMED Stellungnahme VergModG

Kontakt:

DEGEMED e.V.
Geschäftsführer Christof Lawall
Fasanenstraße 5
10623 Berlin
Tel.: 030 284496-6
Fax: 030 284496-70
E-Mail: degemed@degemed.de
www.degemed.de


Gesundheitsministerkonferenz der Länder beschließt Schritte zu einer besseren Schmerzversorgung

Pressemitteilung

 

Schmerz-Präsident Prof. Dr. Michael Schäfer: „Ein guter Beschluss – jetzt müssen konkrete Maßnahmen folgen – zum Wohl vieler Millionen Schmerzpatienten in Deutschland!“

 

 

Berlin, 25. Juni 2015. Anlässlich der Beschlussfassung der 88. Gesundheitsministerkonferenz der Länder (GMK) vom 24./25. Juni 2015 zum Thema „Stärkung der schmerzmedizinischen Versorgung“ erklärt der Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V., Prof. Dr. Michael Schäfer:

„Das Gesundheitswesen sollte für die Schmerzpatienten da sein und nicht umgekehrt. Deshalb begrüße ich sehr, dass die Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern in ihrer aktuellen Sitzung sich klar für nötige Schritte zur Stärkung der Schmerzmedizin ausspricht“.

 

Einstimmig fasste Mitte dieser Woche die Konferenz der  Gesundheitsminister der Bundesländer folgenden Beschluss: „Stärkung der schmerzmedizinischen Versorgung

 

  1. Die Konferenz der Gesundheitsministerinnen und -minister, Senatorinnen und Senatoren (GMK) begrüßt, dass eine Reihe von Krankenhausträgern Strukturen geschaffen haben, eine interdisziplinäre und interprofessionelle Schmerztherapie in ihren Krankenhäusern zu etablieren und dass im ambulanten Bereich die Zahl der niedergelassenen Schmerztherapeutinnen und Schmerztherapeuten zugenommen hat. Sie erkennt zugleich, dass die bisherigen Bemühungen nicht ausreichen, ein adäquates Schmerzmanagement flächendeckend im ambulanten und stationären Bereich zu gewährleisten.
  2. Die GMK erwartet von den in den Krankenhäusern Verantwortlichen, dass sie eine qualifizierte Versorgung und Begleitung schmerzkranker Menschen sowohl während eines stationären Aufenthaltes als auch beim Übergang in ambulante oder rehabilitative Nach- und Weiterbehandlung interdisziplinär und intersektoral gewährleisten.
  3. Die GMK stellt fest, dass die Qualität der stationären Versorgung bestimmende Faktoren zunehmend in der Krankenhausplanung Berücksichtigung finden. Sie begrüßt, dass der Koalitionsvertrag zwischen den die Bundesregierung tragenden Fraktionen vorsieht, „Qualität als weiteres Kriterium für Entscheidungen der Krankenhausplanung gesetzlich einzuführen“. Die GMK bittet den G-BA für ein strukturiertes Akutschmerzmanagement der Krankenhäuser Qualitätskriterien zu entwickeln.“

 

Schmerz-Präsident Prof. Dr. Schäfer:„Ich bin froh, dass somit eine gute Grundlage besteht, zielgerichtet die zur Umsetzung des Beschlusses nötigen konkreten Maßnahmen zu entwickeln.

Dazu gehören aus meiner Sicht: Die Erarbeitung und Verankerung von Schmerz-Qualitätsindikatoren in der Versorgung im Krankenhaus, deren verstärkte Zertifizierung durch Initiativen wie z. B. Certkom e.V., gute Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung der Länder, aber auch die Sicherstellung einer angemessenen Versorgung im ambulanten Bereich, dessen interdisziplinäre Vernetzung und Qualitätssicherung. Zudem bieten die Erarbeitung eines „DMP Rückenschmerz“ und das gesetzlich beschlossene Zweitmeinungsverfahren Chancen für Schmerzpatientinnen und –patienten. Inhaltliche Konzepte sollten bei der Versorgungsforschung aufgegriffen und in die Praxis transformiert werden. Auch im Bereich der Pflege gibt es gute Konzepte und Standards, die mehr als bisher in den Einrichtungen umgesetzt werden könnten.“

 

Das 2. Nationale Schmerzforum der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. wird im Herbst diesen Jahres, am 17. September 2015 in Berlin von 11:00 Uhr–16:00 Uhr tagen, im Detail die Überlegungen der GMK aufgreifen und sich schwerpunktmäßig mit dem Handlungsfeld „Schmerz in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen“ befassen. „Damit knüpfen wir an die aktuelle GMK-Beschlussfassung sowie den bereits gemeinsam mit Vertretern der Bundesländer u. a. seit dem 1. Nationalen Schmerzforum 2014 in Berlin geführten Beratungen an. Wir laden alle Akteure des Gesundheitswesens und der Politik ein, sich an den weiteren Beratungen im Detail zu beteiligen“, so Schmerz-Präsident Prof. Dr. Michael Schäfer.

 

Etwa 23 Mio. Deutsche (28 %) berichten über chronische Schmerzen, 95 % davon über chronische Schmerzen, die nicht durch Tumorerkrankungen bedingt sind. Legt man die „Messlatte“ der Beeinträchtigung durch die Schmerzen zugrunde, so erfüllen 6 Mio. Deutsche die Kriterien eines chronischen, nicht tumorbedingten, beeinträchtigenden Schmerzes. Die Zahl chronischer, nicht tumorbedingter Schmerzen mit starker Beeinträchtigung und assoziierten psychischen Beeinträchtigungen (Schmerzkrankheit) liegt bei 2,2 Mio. Deutschen.

 

Das Thema „Schmerz“ muss zum TOP-Thema auch der Gesundheitspolitik werden. Diesbezügliche Details erörtert die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. regelmäßig im Nationalen Schmerzforum, das zentrale Akteure jährlich zusammenführt (vgl. www.nationales-schmerzforum.de ).

 

 

Ansprechpartner für die Presse:

Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.

presse@dgss.org , www.dgss.org sowie Telefon: 030-39409689-1, Fax: 030-39409689-9

Deutsche Schmerzgesellschaft e.V., Bundesgeschäftsstelle, Alt-Moabit 101b, 10559 Berlin

 

Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. ist mit rund 3.400 persönlichen Mitgliedern die größte wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaft im Bereich Schmerz in Europa. Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. ist Mitglied der IASP (International Association for the Study of Pain) sowie der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften). Sie ist zudem die interdisziplinäre Schmerzdachfachgesellschaft von derzeit 10 mitgliederstarken weiteren medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften im Bereich Schmerz. Diese Fachgesellschaften repräsentieren über 50.000 Mitglieder.

 

Ihre Mitgliedschaft ist interdisziplinär und interprofessionell und besteht aus Schmerzexperten aus Praxis, Klinik, Psychologen, Pflege, Physiotherapie u. a. sowie wissenschaftlich ausgewiesenen Schmerzforschern aus Forschung, Hochschule und Lehre.

 


BDPK-Bundeskongress und Mitgliederversammlung: Private Klinikunternehmen bestätigen Verbandspräsidentin Dr. Katharina Nebel im Amt und wählen zwei neue Vorstandsmitglieder

Erste Reihe von links nach rechts: Dr. Dr. Martin F. Siebert, Dr. Michael Philippi, Herbert-M. Pichler, Dr. Katharina Nebel, Dr. Marina Martini, Dr. Hans-Heinrich Aldag, Ellio Schneider Hintere Reihe: Berthold Müller, Dr. Francesco De Meo, Dr. Markus Hamm, Thomas Bublitz, Norbert Glahn, Dr. Ulrich Wandschneider

Pressemitteilung
 

 

Erste Reihe von links nach rechts:  Dr. Dr. Martin F. Siebert, Dr. Michael Philippi, Herbert-M. Pichler, Dr. Katharina Nebel, Dr. Marina Martini, Dr. Hans-Heinrich Aldag, Ellio Schneider  Hintere Reihe: Berthold Müller, Dr. Francesco De Meo, Dr. Markus Hamm, Thomas Bublitz, Norbert Glahn, Dr. Ulrich Wandschneider

Erste Reihe von links nach rechts:
Dr. Dr. Martin F. Siebert, Dr. Michael Philippi, Herbert-M. Pichler, Dr. Katharina Nebel, Dr. Marina Martini, Dr. Hans-Heinrich Aldag, Ellio Schneider
Hintere Reihe: Berthold Müller, Dr. Francesco De Meo, Dr. Markus Hamm, Thomas Bublitz, Norbert Glahn, Dr. Ulrich Wandschneider

25.06.2015 – Bei seinen turnusmäßigen Vorstandswahlen am 25. Juni 2015 wählte der Bundesverband Deutscher Privatkliniken (BDPK) in Stuttgart Dr. Katharina Nebel für eine dritte Amtsperiode als Präsidentin. Als neue Mitglieder wurden Dr. Marina Martini, Geschäftsführerin der Ameos AG Zürich und Dr. Hans-Heinrich Aldag, Geschäftsführer der Waldklinik Jesteburg, in den Vorstand berufen. Friedel Mägdefrau stand nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung und schied nach 24 Jahren aus dem Vorstand aus.
Im Rehafachforum diskutierten Politik, Verband und Kostenträger die Weiterentwicklung und den Handlungsbedarf für eine leistungsfähige medizinische Rehabilitiation. Heike Baehrens, MdB, betonte die zentrale Funktion der Hausärzte bei der Erkennung des Rehabilitationsbedarfs. „Die Feststellung des Reha-Bedarfs muss zu einem früheren Zeitpunkt erfolgen, nicht wenn schon Pflegebedürftigkeit aufgetreten ist.“ Wichtig ist dabei ein schneller und unbürokratischer Zugang zu Reha-Leistungen.

Prof. Gregor Thüsing von der Universität Bonn geht davon aus, dass das Wunsch- und Wahlrecht der Versicherten mit der Änderung des § 40 im GKV-VSG gestärkt wird. „Krankenkassen müssen die Bedürfnisse der Versicherten bei der Auswahl der geeigneten Rehabilitationseinrichtung berücksichtigen. Dabei müssen sie im Einzelfall entscheiden.“ Die Praxis, Kliniklisten ausschließlich nach Preisgesichtspunkten für die Zuweisung zu erstellen, müsse neu bewertet werden.

Im Krankenhausforum wurde über die aktuelle Krankenhausreform und ihre Auswirkungen auf die Versorgung diskutiert. Dr. Boris Augurzky betonte den Handlungsbedarf für eine leistungsfähige  und wirtschaftliche Krankenhauslandschaft, besonders vor dem Hintergrund, dass Mitte der 2020er Jahre die sozialen Sicherungssysteme in große Gefahr geraten. Prof. Dr. Jonas Schreyögg sagte in seinem Vortrag, dass die Stärkung von Qualität als Wettbewerbsparameter grundsätzlich begrüßenswert sei, doch dass es auf die Umsetzung im GBA ankomme. Die Politik verteidigte die Krankenhausreform. „Ein Abbau der Überkapazitäten und die Sicherstellung der Versorgung ist unumgänglich“, so Lothar Riebsamen, MdB. Der Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg, Dr. Christopher Hermann sagte, dass mit der Einführung des DRG-Systems kein Strukturwandel erreicht worden sei. Daher sei der Ansatz zu begrüßen, dies über die Qualitätsausrichtung umzusetzen, was im Gesetzentwurf klar definiert sei.

Vorstandswahl

Die Wahl erfolgte im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung des BDPK, der die Interessen der rund 1.000 Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken in privater Trägerschaft vertritt. Der Versammlung vorausgegangen war ein Kongress mit rund 250 Teilnehmern aus Politik, Wissenschaft und Praxis.

Dem Vorstand des BDPK gehören zwölf Mitglieder an, die laut Satzung alle drei Jahre von der Mitgliederversammlung bestätigt oder neu gewählt werden.

Mitglieder des aktuellen BDPK-Vorstands sind:

Dr. Katharina Nebel M. Sc. (Präsidentin), Geschäftsführende Gesellschafterin der Private Kliniken Dr. Dr. Nebel, Vlotho

Dr. Ulrich Wandschneider (1. Vizepräsident), Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der Asklepios Kliniken GmbH, Hamburg

Dr. Michael Philippi, (2. Vizepräsident), Vorsitzender des Vorstandes der Sana Kliniken AG, München

Dr. Hans-Heinrich Aldag, Geschäftsführer der Waldklinik Jesteburg GmbH & Co. KG

Dr. Francesco De Meo, Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO) der HELIOS Kliniken GmbH, Berlin

Norbert Glahn, Vorstandsvorsitzender der AHG – Allgemeine Hospitalgesellschaft AG, Düsseldorf

Dr. Markus Hamm, Geschäftsführer Schön Klinik, Prien am Chiemsee

Dr. Marina Martini, Geschäftsführerin der Ameos AG Zürich

Berthold Müller, Geschäftsführender Gesellschafter Pre.Di.Ma. GmbH

Herbert-M. Pichler, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes der Privatkrankenanstalten Bayern und Geschäftsführer der Futura Med Beratungsgesellschaft, München

Ellio Schneider, Geschäftsführer der Waldburg-Zeil Kliniken, Isny-Neutrauchburg

Dr. Dr. Martin F. Siebert, Vorstandsvorsitzender der Rhön-Klinikum AG

Ihr Ansprechpartner:

Thomas Bublitz
Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes
Deutscher Privatkliniken e.V.
Friedrichstraße 60
10117 Berlin
Tel.: 0 30 – 2 40 08 99 -0
Fax: 0 30 – 2 40 08 99 -30
mailto:Thomas.Bublitz@bdpk.de
http://www.bdpk.de

 

Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) vertritt seit über 50 Jahren die Interessen von mehr als 1.000 Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken in privater Trägerschaft. Er ist damit maßgeblicher Spitzenverband dieser privatwirtschaftlich tätigen Leistungserbringer und flankiert die zunehmende Privatisierung im deutschen Gesundheitsmarkt. Der BDPK steht für Qualität, Innovation und Wirtschaftlichkeit in der stationären Versorgung.

Nähere Informationen: http://www.bdpk.de


DKG und ver.di stimmen überein: Krankenhäuser brauchen mehr Personal und gesicherte Personalfinanzierung

DKG zu bundesweitem ver.di-Aktionstag in Krankenhäusern

Anlässlich des heutigen bundesweiten ver.di-Aktionstages in den Krankenhäusern und der gleichzeitig stattfindenden Gesundheitsministerkonferenz richtet der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Thomas Reumann, gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di Forderungen von Trägern und Mitarbeitern der Krankenhäuser an die Politik. Der DKG-Präsident erklärt:

„Die Politik hat Qualität und Patientensicherheit als zentrales Ziel dieser Reform formuliert. Dafür brauchen die Krankenhäuser eine deutlich bessere Personalausstattung und müssen diese auch auf Dauer finanzieren können. Zur Sicherung des steigenden Personalbedarfs müssen die Krankenhäuser gut bezahlte und attraktive Arbeitsplätze bieten können. Im krassen Widerspruch dazu stehen viele der vorgesehenen Neuregelungen zur Krankenhausfinanzierung. Die angespannte Personalsituation in den Krankenhäusern würde durch die geplante Krankenhausreform nochmals deutlich verschärft werden.“

Notwendigen Änderungsbedarf sieht der DKG-Präsident in den nachfolgenden Punkten:

–    Eine konsequent personalorientierte Ausrichtung der Finanzierung der Krankenhäuser darf den Versorgungszuschlag nicht wegkürzen. In 2017 würden die Krankenhäuser 500 Millionen Euro, das entspricht finanziellen Mitteln in Höhe von 10.000 Pflegestellen, verlieren.

–    Auch darf die jährliche Preisanpassung (Landesbasisfallwerte) nicht durch neue Deckelungs- und Absenkungsvorgaben belastet werden.

–    Tarifbedingte Personalkostensteigerungen müssen in den Vergütungsanpassungen 1:1 abgebildet werden.

–    Die zusätzlichen Leistungen, die aufgrund von Demographie und Morbidität von den Krankenhäusern zu erbringen sind, dürfen nicht durch überzogene Preisabschläge belastet werden. Die neu vorgesehenen Fixkostendegressionsabschläge von 50 Prozent und mehr gehen zu Lasten des Personalbudgets, das bekanntlich den größten Fixkostenblock bildet.

–    G-BA-Beschlüsse und Qualitätssicherungsmaßnahmen, die neue Personalvorhaltungen erfordern, müssen durch Zuschläge auf die Fallpauschalen refinanziert werden.

–    Das Personalförderprogramm muss die zusätzlichen Stellen auch voll finanzieren.

Ohne diese Änderungen des Gesetzentwurfes kann die Personalausstattung nicht verbessert werden. Darin stimmen die Krankenhausträger und die Gewerkschaft ver.di überein. In der von der Gewerkschaft geforderten Einführung von Personalanhaltszahlen sehen die Träger der Krankenhäuser allerdings kein geeignetes Mittel. Der Personalbedarf lässt sich nicht normativ festlegen und ist von vielen, nur vor Ort einschätzbaren Bedingungen abhängig und kann deshalb nur eigenverantwortlich in den Krankenhäusern festgelegt werden.

Dateien

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der 28 Mitglieder – 16 Landesverbände und 12 Spitzenverbände – in der Bundes- und EU-Politik und nimmt ihr gesetzlich übertragene Aufgaben wahr. Die 1.996 Krankenhäuser versorgen jährlich 18,8 Millionen stationäre Patienten und rund 18 Millionen ambulante Behandlungsfälle mit 1,2 Millionen Mitarbeitern. Bei 90 Milliarden Euro Jahresumsatz in deutschen Krankenhäusern handelt die DKG für einen maßgeblichen Wirtschaftsfaktor im Gesundheitswesen.

Kontakt:
Holger Mages
Dagmar Vohburger
Rike Stähler
Tel. (030) 3 98 01 -1020 / -1022 / -1023

Sekretariat
Stephanie Gervers
Tel. (030) 3 98 01 -1021
Fax (030) 3 98 01 -3021
e-mail: pressestelle@dkgev.de
web: www.dkgev.de

Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG)
Bereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Wegelystraße 3
10623 Berlin


„Wettbewerb schafft Lösungen“

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Pressemitteilung

 

 

  • RWI-Studie belegt Vorteile der Trägervielfalt in der Krankenhausversorgung
  • Appell zur aktuellen Krankenhaus-Reform an Bund und Länder

 

Stuttgart, 24.06.2015 Der Spitzenverband der deutschen Krankenhäuser und Reha-Kliniken in privater Trägerschaft (BDPK) hat die Bundesregierung dazu aufgerufen, bei der geplanten Krankenhaus-Reform den Wettbewerb und die Transparenz im Krankenhausmarkt zu stärken und mehr auf die Entscheidungsfähigkeit der Bürger und Patienten zu vertrauen. Auf diese Weise sei ein kontrollierter und sinnvoller Strukturwandel in der Krankenhausversorgung am besten zu erreichen.  Bestätigt sehen die Vertreter der privaten Klinikunternehmen ihre Auffassung durch die Ergebnisse einer heute in Stuttgart vorgestellten Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI).

Für die vom RWI bereits in dritter Auflage herausgegebene Studie zur „Bedeutung der Krankenhäuser in privater Trägerschaft“ wurden Krankenhaus-Kennziffern aus den Jahren 2005 bis 2013 trägerspezifisch aufbereitet und ausgewertet.  Besondere Schwerpunkte waren dieses Mal die Themen Notfallversorgung, Qualität im Krankenhaus, Einsatz von Pflegekräften sowie Investitionsfinanzierung von Krankenhäusern. Wie Dr. Boris Augurzky, Leiter des RWI-Kompetenzbereichs „Gesundheit“, bei der Vorstellung der Studie erläuterte, sei bei den Analysen deutlich geworden, dass die Trägervielfalt in vielen ländlichen Regionen zum Erhalt von Krankenhäusern beigetragen hat. Denn während die Zahl der öffentlichen und freigemeinnützigen Krankenhäuser im ländlichen Raum stark rückläufig ist, stieg der Anteil privat geführter Kliniken sogar leicht an. Trotz knapper Ressourcen hätten private Klinikbetreiber so einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge geleistet und seien dort zur Versorgung angetreten, wo andere Träger wegen fehlenden wirtschaftlichen Erfolgs ihren Versorgungsauftrag nicht mehr wahrnehmen konnten. Bezüglich der medizinischen Qualität der Behandlung bestehen laut RWI keine signifikanten Unterschiede zwischen den Trägern, dagegen seien die Ertragskraft und die Investitionsfähigkeit privater Krankenhäuser deutlich höher als bei nicht‐privaten Krankenhäusern.

Dr. Michael Philippi, Sana: „Falsche Signale“

Dr. Michael Philippi, der sowohl dem BDPK als auch der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) als Vizepräsident vorsteht und Vorsitzender des Vorstandes der Sana Kliniken AG ist, meinte bei der Vorstellung der RWI-Studie: „Die RWI-Analysen belegen einmal mehr eindrucksvoll, dass der Wettbewerb unter den Krankenhäusern dazu beiträgt, die Qualität der Versorgung für die Patienten zu verbessern und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen,“ so Philippi. Diese Verbindung von Wirtschaftlichkeit und Qualität in der Krankenhausversorgung müsse der Gesetzgeber ausnutzen und stärken, und dies hätten Bund und Länder auch miteinander vereinbart. Im gegenwärtigen Kabinettsbeschluss zur Krankenhaus-Reform sei davon aber nicht mehr viel zu erkennen. „Leistungsbereite und leistungsfähige Krankenhäuser, die sich zu mehr Qualität bekennen, werden bestraft. Das sind eindeutig die falschen Signale, weil damit erfolgreicher Wettbewerb verhindert wird“, meint Philippi. Zudem fehle dem Gesetzentwurf die Logik: „Die Rechnung geht nicht auf: wenn man die Qualität der Patientenversorgung verbessern und die Belastung des Personals reduzieren will, kann man nicht gleichzeitig Mittel kürzen.“ Wenn dieser Weg verfolgt würde, seien die 1,1 Millionen Beschäftigten in den Krankenhäusern und die Patienten die Leidtragenden, so Philippi.

Dr. Francesco De Meo, Helios: „Qualität muss Patienten erreichen”

Die eigentliche Absicht der Bundesregierung, die Qualität in der Krankenhausversorgung gezielt zu stärken, sollte in der gegenwärtigen Gesetzesvorlage noch mehr Beachtung finden, meint Dr. Francesco De Meo, BDPK-Vorstandsmitglied und Vorsitzender der Geschäftsführung der Helios Kliniken GmbH. Es sei hilfreich, wenn der Gesetzgeber sein Vorhaben in die Tat umsetzt, für mehr Transparenz in der Krankenhauslandschaft zu sorgen. Entscheidend sei aber, dass in den Krankenhäusern ein echtes Qualitätsbewusstsein entsteht und eine bessere Versorgung beim Patienten ankommt. Neben dem Faktenbuch des RWI zeige auch die Erfahrung der vielen Kliniken, die schon heute freiwillig mit Qualitätsindikatoren ihre Behandlungsergebnisse messen und transparent veröffentlichen, dass hiermit ein starker Anreiz zur echten Verbesserung der Behandlungsergebnisse gesetzt wird. Es sei deshalb richtig, gute Qualität und Transparenz konsequent gesetzlich sowohl zu verankern als auch zu belohnen und nur qualitativ schlechte Krankenhäuser zu sanktionieren, in letzter Konsequenz auch mit der Herausnahme aus dem Landeskrankenhausplan. Allerdings sei nicht nachvollziehbar, dass Krankenhäuser, die nicht zuletzt wegen ihrer guten Qualität mehr Patienten behandeln, hierfür dann möglicherweise mehr Abschläge auf diese Mehrleistung hinnehmen sollen. Hier gäbe es einen Korrekturbedarf an dem Entwurf, so dass Abteilungen mit wirklich guter Qualität ihre Leistungen den Patienten ohne planerische Beschränkung anbieten können. Unter diesen Qualitätsgesichtspunkten könne die Politik einen Abbau der bestehenden Überkapazitäten bei gleichzeitiger Akzeptanz der Bevölkerung umsetzen.

Dr. Ulrich Wandschneider, Asklepios: „Investitionen verbessern Wirtschaftlichkeit“

Weitere Nachbesserungen am Kabinettsentwurf zur Krankenhaus-Reform hält der BDPK-Vizepräsident und Vorsitzende der Konzerngeschäftsführung der Asklepios Kliniken GmbH, Dr. Ulrich Wandschneider, auch beim Thema Investitionskostenfinanzierung für dringend erforderlich. Die vom RWI vorgelegten Analysen würden deutlich zeigen, so Wandschneider, dass eine gute Kapitalausstattung und höhere Investitionen die Betriebskosten senken und die Wirtschaftlichkeit verbessern, dies gelte für alle Krankenhausträger. Deshalb sei es bedauerlich, dass der vorliegende Gesetzentwurf als Ergebnis einer gemeinsamen Bund-Länderarbeitsgruppe keine Lösung für das zentrale Problem der seit Jahren ungenügenden Investitionsfinanzierung der Bundesländer für ihre Krankenhäuser liefere. Die im Regierungsentwurf enthaltene Selbstverpflichtung der Länder, nicht weniger Investitionskosten zu zahlen als zwischen 2012 und 2014, reiche jedenfalls nicht aus, denn gerade in diesem Zeitraum seien die geleisteten Investitionszahlungen so niedrig gewesen wie niemals zuvor. Wandschneider appellierte im Namen der privaten Klinikunternehmen an die Bundesregierung und die Gesundheitsminister der Bundesländer (die heute, am 24.06.2015, in Berlin über die Reform beraten), die Gesetzesvorlage grundlegend zu überarbeiten und auf die vielen guten bereits umgesetzten Elemente wie das neue Qualitätsinstitut zu vertrauen: „Wenn Sie wirklich eine konsequente Qualitätsverbesserung der medizinischen Versorgung der Patienten in den Krankenhäusern wollen, müssen Sie als Gesetzgeber den Qualitätswettbewerb für die Krankenhäuser anstoßen. Setzen Sie wirksame Anreize für die Krankenhäuser, dann nimmt der Qualitätszug schnell weiter an Fahrt auf! Dies leistet der aktuelle Gesetzentwurf leider noch nicht“.

 

Ihr Ansprechpartner:

Thomas Bublitz
Hauptgeschäftsführer des
Bundesverbandes
Deutscher Privatkliniken e.V.
Friedrichstraße 60
10117 Berlin
Tel.: 0 30 – 2 40 08 99 -0
Fax: 0 30 – 2 40 08 99 -30
mailto:Thomas.Bublitz@bdpk.de
http://www.bdpk.de

 

Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von mehr als 1.000 Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken in privater Trägerschaft. Er ist damit maßgeblicher Spitzenverband der dieser privatwirtschaftlich tätigen Leistungserbringer und flankiert die zunehmende Privatisierung im deutschen Gesundheitsmarkt. Der BDPK steht für Qualität, Innovation und Wirtschaftlichkeit in der stationären Versorgung.

 


Bleibt den zukünftigen Generationen nur noch die Kaffeefahrt?

PRESSEMITTEILUNG

Alt-krank-blankWenn die Kassen schrumpfen und die Deutschen immer älter werden: Prognosen über unsere zukünftige Rente und Tipps zur richtigen Vorsorge

Heidelberg, 24. Juni 2015

Immer mehr Menschen machen sich Sorgen um ihre Existenz im Alter. Bin ich finanziell abgesichert? Reicht das Geld zum Leben, bekomme ich überhaupt noch eine Rente? Erhalte ich Unterstützung von meiner Familie? Die Erwerbstätigen von heute stellen sich diese Fragen mehr als je zuvor. Und das zu Recht. Denn die Bevölkerung in Deutschland wird immer älter. Der Babyboom von 1964 kann nicht wiederholt werden. „Die Geburtenzahl wird in Zukunft wahrscheinlich weiter stagnieren. Somit wird auch die Zahl der potenziellen Mütter immer kleiner.“, schreiben die Autoren des Buches Alt – Krank – Blank?, Christian Hentschel und Matthias Bettermann, das kürzlich bei Springer erschienen ist.

„Wissenschaftler gehen von einer steigenden Lebenserwartung aus. Das bedeutet aber nicht, dass die Menschen ewig leben. Und so nimmt die Zahl der Sterbefälle ebenfalls zu, was auf einen hohen Anteil der Babyboom-Generation unter den Hochbetagten zurückzuführen ist. Das Geburtendefizit kann nicht durch Nettozuwanderung kompensiert werden und so nimmt Deutschlands Bevölkerung immer weiter ab. Im Jahr 2040 wird jeder Dritte älter als 65 und damit im Rentenalter sein.“, so die Verfasser.

Der Leser von Alt – Krank – Blank? erfährt zunächst verschiedene Prognosen über Deutschlands Bevölkerungs- und Kaufkraftentwicklungen und wird über die aktuellen Rentenbeiträge aufgeklärt. Hentschel und Bettermann schildern, wie sich die steigenden Preise auf unser gleichbleibendes Einkommen auswirken und nehmen die Rente als Kapitalanlage ins Visier. Sie gehen unter anderem der Frage nach, ob Rücklagen für eine Kreuzfahrt oder eher nur eine Kaffeefahrt ausreichen könnten. In weiteren Kapiteln geht es um Themen wie Krankheit im Alter, mögliche Wohnformen und ein Leben nach der Rente. Außerdem verweisen die Autoren auf das vielleicht wertvollste Mittel der Vorsorge gegen Armut im Alter: Den Erhalt von Familie, Partnerschaft und Freundschaft. Den einzigen Dingen im Leben, die man sich nicht kaufen kann.

Mit ihren leicht verständlich geschriebenen Kapiteln bringen die beiden Experten Licht ins Dunkel des komplizierten wirtschaftlichen Themas Rente und Fürsorge und erklären die wichtigsten Dinge, von denen heutzutage auch ein nicht studierter Ökonom wissen sollte. Die Autoren kombinieren in diesem Werk Aspekte der Psyche mit der wirtschaftlichen Vorsorge im Alter und geben Antworten zu vielen damit verbundenen Fragen. Der Ratgeber ist eine prägnante und übersichtliche Darstellung der Thematik und bietet lebenspraktische Tipps zu psychologischen und wirtschaftlichen Maßnahmen.

Christian Hentschel arbeitet als Diplom-Psychologe und Matthias Bettermann ist Diplom-Verwaltungswirt.

Christian Hentschel | Matthias Bettermann
Alt –Krank –Blank?
Worauf es im Alter wirklich ankommt
2015, 205 S. 13 Abb.
Softcover € 14,99 (D) | € 15,41 (A) | sFr 19.00 (CH)
ISBN 978-3-662-45418-3
Auch als eBook verfügbar

Kontakt

Stefanie Eggert | Springer | Corporate Communications
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ZDF-„heute-journal“ legt Sicherheitslücke bei Gesundheitskarte offen

Mainz . Nach Recherchen des ZDF-„heute-journals“ ist es Kriminellen möglich, illegal und ohne Hackerkenntnisse an Gesundheitskarten und hochsensible Sozialdaten, wie Arztbesuche oder Medikation, zu gelangen. Die AOK und andere gesetzliche Krankenkassen führen bei Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte nachweislich keine Identitätsprüfung der Versicherten durch. Gegenüber dem ZDF-„heute-journal“ sagte ein Sprecher der AOK: „(…) Im Sinne kundenorientierter Prozesse müssten Krankenkassen im Rahmen einer vertrauensvollen Kundenbeziehung Postadressen grundsätzlich als wahr annehmen können (…).“

Laut dem Datenschutzexperten Dr. André Zilch sei die elektronische Gesundheitskarte technisch geeignet, eine sichere Authentifizierung zu ermöglichen, jedoch fehlten zwingend notwendige organisatorische und datenschutzkonforme Maßnahmen, sagte er dem ZDF-„heute-journal“. Da in Deutschland rund 70 Millionen Menschen gesetzlich krankenversichert sind, spricht Zilch vom „größten Datenschutzskandal, den es weltweit jemals im Gesundheitssystem gegeben hat“.

Als Reaktion auf die „heute-journal“-Recherche will das Bundesgesundheitsministerium (BMG) nun die für die Kassenaufsicht zuständigen Behörden auffordern, die Sicherheitsstandards zu verbessern. Ein Sprecher des BMG gegenüber dem ZDF-„heute-journal“: „Bei solch sensiblen Daten darf Betrug nicht so einfach gemacht werden. (…) Der aktuelle Fall muss von den für die Krankenkassen-Aufsicht zuständigen Behörden zum Anlass genommen werden, auch hier die Sicherheitsstandards genau zu prüfen und entsprechende Konsequenzen zu ziehen, um den Schutz von Patientendaten sicherzustellen. Das BMG wird diesbezüglich auf das BVA und den GKV-Spitzenverband zugehen.“

Den Beitrag sendet das „heute-journal“ am Mittwoch, 24. Juni 2015, 21.45 Uhr.

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Kranke Mütter – kranke Kinder?

Müttergenesungswerk: Zwei Drittel aller Kinder in Mutter-Kind-Kuren sind behandlungsbedürftig

Berlin, 23. Juni 2015. Von rund 50.000 Müttern, die 2014 an einer Mutter-Kind-Kurmaßnahme im Müttergenesungswerk teilgenommen haben, leiden über 80 Prozent unter Erschöpfungszuständen bis hin zum Burn-out. Von ihren rund 72.000 mitreisenden Kindern sind zwei Drittel ebenfalls behandlungsbedürftig. Dies zeigt der aktuelle Datenreport des Müttergenesungswerkes (MGW) bei der heutigen Jahrespressekonferenz. ExpertInnen im MGW sind sich einig: Viele Mütter stehen nach wie vor als Hauptverantwortliche für Familienarbeit in einer permanenten Überlastungssituation mit Zeitstress und hohem Erwartungsdruck. Die Krankheiten von Kindern stehen oft in Verbindung mit belastenden Familiensituationen.

muettergenesungswerk_pm_jahresbericht_2014_900x450Bei den Kindern nehmen insbesondere Atemwegserkrankungen (26 Prozent) und psychische Störungen (23 Prozent), beispielsweise Verhaltensauffälligkeiten, emotionale Störungen oder ADHS zu. Hinzu kommen oft krankmachende Familiensituationen (18 Prozent) wie Trennung und Trauer oder auch Gewalterfahrungen.

„Mütter sind durch die Vielzahl der Anforderungen und Erwartungen stark überlastet. Sie stehen unter Stress. Das ständige Hin und Her zwischen Kindern, Haushalt und Beruf ist zu einem Bermudadreieck für Mütter geworden, in dem ihre eigenen Bedürfnisse verloren gehen, sie werden krank. Die Folge ist die Schwächung des sozialen Systems ‚Familie‘ und damit auch der Kinder“, erläuterte die Kuratoriumsvorsitzende Dagmar Ziegler, MdB. „Die Kurmaßnahmen im Müttergenesungswerk setzen genau hier an: Die Stärkung des Systems Familie über die Mutter wirkt auch positiv auf die Gesundheit der Kinder.“

Anne Schilling, Geschäftsführerin des MGW ergänzte: „Das ganzheitliche und mütterspezifische Konzept der Kurmaßnahmen des Müttergenesungswerkes berücksichtigt die Mutter-Kind-Beziehung. Wir wissen, dass die Behandlung von Müttern und Kindern Wechselwirkungen vorweisen und einen direkten Bezug zur Gesundheit von Kindern haben. Die individuelle Erarbeitung von alltagstauglichen Strategien während der Kur, um krankmachende Faktoren zu minimieren sowie die Nachsorgeangebote wirken nachhaltig auf Mutter und Kind.“

Udo Wankelmuth, Geschäftsführer des ITZ Caritas-Haus Feldberg, erläuterte die Praxis in den Kliniken: „Neben eigenen Behandlungen für Kinder ist die Stärkung der Mutter-Kind-Beziehung mit therapeutischer Unterstützung wichtig, um das Vertrauen zu festigen, das aktive gemeinsame Erleben neu zu entdecken und die Erziehungskompetenz zu stärken.“

Kontakt:

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