Mai, 2015

 

Paracelsus-Kliniken: Gewinn nahezu verdoppelt bei weiterhin hoher Investitionstätigkeit

29. Mai 2015

Rendite kommt Patienten zu Gute – keinen Aktionären

Die Paracelsus-Kliniken Deutschland haben ihren Gewinn im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt. Das geht aus dem Konzernabschluss 2014 hervor, der jetzt vorliegt. Demnach lag das Ergebnis des privaten Klinikunternehmens im vergangenen Jahr noch bei 2,3 Millionen Euro, in diesem Jahr sind es 4,5 Millionen Euro. Das ist das höchste Konzernjahresergebnis seit vielen Jahren – bei weiterhin hoher Investitionstätigkeit und kontinuierlich rückgängiger Verschuldung.

„Natürlich sind wir stolz auf das Ergebnis. Aber vor allem sind wir stolz darauf, dass wir den Gewinn verdoppelt, Investitionen getätigt und gleichzeitig Bestnoten von unseren Patientinnen und Patienten in diversen Kategorien bekommen haben“, erläutert Dr. Manfred Georg Krukemeyer, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, das Ergebnis. Der Inhaber des deutschlandweit tätigen Klinikverbundes ist Arzt, weshalb auch medizinische Verantwortung die Unternehmensführung prägt: „Anders als börsennotierte Krankenhauskonzerne mit kurzfristigen Profitzielen planen die Paracelsus-Kliniken langfristig. Denn an erster Stelle stehen bei uns die Patientinnen und Patienten. Und um diesen täglich hohe medizinische Qualität bieten zu können, braucht es wirtschaftliche Stabilität und Verlässlichkeit“, betont Dr. Krukemeyer.

„Wir nehmen unseren Versorgungsauftrag ernst“

Für die Paracelsus-Kliniken ist Qualität nicht erst seit der Gründung des neuen „Instituts für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen“ (IQTIG) und politisch geforderter Qualitätsberichte ein Thema.

So

  • erhielt die Paracelsus-Elena-Klinik Kassel im vergangenen Geschäftsjahr eine Top-Platzierung im Klinik-Ranking des FOCUS als eine der 5 besten deutschen Kliniken für die Behandlung von Parkinson.
  • ergab eine bundesweite Umfrage von AOK, BARMER GEK, Bertelsmann Stiftung und dem Bundesverband der Verbraucherzentralen, dass 90 Prozent der Patienten die Klinik in Osnabrück und 91 Prozent der Patienten die Klinik in Düsseldorf-Golzheim weiterempfehlen würden.
  • belegte die Klinik in Bremen zum wiederholten Mal Platz eins des Bremer Krankenhausspiegels.
  • erhielt die Klinik in München eine Weiterempfehlungsrate von 89 Prozent, der Bundesdurchschnitt liegt bei 82 Prozent.
  • wurde die Klinik in Hannover-Langenhagen von den befragten Patienten als überdurchschnittlich gut eingestuft, in allen fünf Bewertungskriterien besser als der Bundesdurchschnitt bewertet. Sie gehört damit zu den besten 27 Kliniken in Niedersachsen.

Die Paracelsus-Kliniken mit ihren Reha- und Akutkliniken sind sowohl in ländlichen Gebieten als auch in Ballungsräumen vertreten. „Wir nehmen unseren Versorgungsauftrag so ie eine gut erreichbare und qualitativ hochwertige Patientenversorgung sehr ernst“, betont Dr. Krukemeyer.

Wachsen durch Kerngeschäft – nicht durch Zukäufe

„Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Krankenhäuser werden immer herausfordernder. Unsere Antwort darauf heißt ‚organisches Wachstum‘“, skizziert Peter Schnitzler, Geschäftsführer Finanzen und Controlling, die finanzielle Konzernstrategie. Wir wollen mit und durch unser Kerngeschäft – qualitativ hochwertige Medizin, Pflege und Reha-Maßnahmen – wachsen. Unsere Finanzstrategie ist auf Langfristigkeit und Stabilität aufgebaut“, so Schnitzler. „Mit der Gesundheit von Menschen sollte man keine Gewinnmaximierung betreiben.“ Das ist mit ein Grund, warum die Paracelsus-Kliniken in den vergangenen zehn Jahren 380 Millionen Euro für die Infrastruktur ihrer Einrichtungen ausgegeben haben.

Dieser Strategie vertrauen viele niedergelassene Ärzte, mit denen die Paracelsus-Kliniken intensive Kooperationen und Versorgungsverbünde pflegen, und jährlich 100.000 Patientinnen und Patienten. „Solche Erfolge gibt es jedoch nicht um Nulltarif: Ganz besonders investieren wir in die Fort- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Trotz teurer Tarifabschlüsse, mangelnder Investitionszuschüsse der öffentlichen Hand und der allgemein schwieriger werdenden Situation auf dem Klinikmarkt sehen wir in bestens ausgebildeten Mitarbeitern eine unabdingbare Notwendigkeit, die Herausforderung einer zukunftsorientierten Entwicklung unserer Kliniken erfolgreich zu gestalten“, so Dr. Krukemeyer.

Reaktion auf Gröhes 10-Punkte-Plan gegen resistente Erreger

„Wir stellen uns den immer härter werdenden Bedingungen des Krankenhausmarktes. Immer stärkere Schwerpunktbildung und Spezialisierung, ohne dabei den Versorgungsauftrag in den Regionen zu vernachlässigen, sind eine ernste Herausforderung. Besonders in Zeiten, in denen notwendige Investitionszuschüsse knapp sind, gesundheitspolitische Regulierungen und vermeintliche Sparzwänge der Kassen gleichzeitig einen immer engeren Handlungsrahmen definieren“, so Dr. Krukemeyer weiter. „Dem geforderten Wettbewerb werden wir uns nicht nur stellen, wir begrüßen ihn ausdrücklich. Als privat geführter Konzern sind wir in vielen Dingen flexibler, und können schneller auf neue Anforderungen des Marktes bzw. politische Gesetzgebung reagieren“, so Dr. Krukemeyer.

Das trifft auch beim Thema Hygiene zu – im vergangenen Jahr für manche medizinische Einrichtungen in Deutschland ein Krisenthema. Im Kampf gegen Keime haben die Paracelsus-Kliniken Deutschland ein Zentralinstitut für Krankenhaushygiene eingeführt. Seit Anfang Mai koordiniert ein vierköpfiges Expertenteam vom Standort Osnabrück aus die Hygienemaßnahmen für alle 40 Paracelsus-Einrichtungen im Reha- und Akutbereich. Zusätzlich gibt es vor Ort in jeder Klinik Hygienefachkräfte und hygienebeauftragte Ärzte. Mit der Einrichtung des Zentralinstituts für Krankenhaushygiene reagieren die Paracelsus-Kliniken auch auf Forderungen der Bundespolitik. Im „Zehn-Punkte-Plan zur Bekämpfung resistenter Erreger“ verlangt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe die Ausbreitung multiresistenter Erreger zu verhindern, Hygienestandards in allen Einrichtungen weiter auszubauen sowie das medizinische Personal zu Fortbildungen zu verpflichten. Gerade die letztgenannte Forderung bildet einen Schwerpunkt des Instituts.

Antibiotikaresistenzen vermeiden

Zu den Aufgaben des Instituts zählt auch die Infektionserfassung, also die kontinuierliche und richtige Datenerhebung und -interpretation. Die Konzentration auf eine zentrale Abteilung nimmt den Kliniken vor Ort bürokratische Arbeit ab, so dass die Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten mehr Zeit für ihre Patienten haben. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verbesserung der Gabe von Antibiotika, in Fachkreisen „Antibiotic Stewardship“ genannt. Es gilt, zunehmende Antibiotikaresistenzen zu vermeiden. Werden Antibiotika auch bei Krankheiten eingesetzt, gegen die sie gar nicht helfen, wird die Ausbreitung multiresistenter Erreger gefördert.

Dr. Krukemeyer: „Maßnahmen ie die Etablierung des Hygiene-Instituts kosten zunächst viel Geld. Aber Geld, das gut investiert ist – nämlich in die Gesundheit von Menschen. Wir wollen und müssen wirtschaftlich arbeiten. Aber unsere Rendite kommt keinen Aktionären zu Gute, sondern unseren Patienten. Dafür stehen wir seit fast 50 Jahren.“

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Paracelsus-Kliniken Deutschland

Das Beste für die Patienten anbieten – diesem Anspruch fühlen sich die Paracelsus-Kliniken Deutschland verpflichtet. Seit einem halben Jahrhundert ist unser Leitgedanke das menschliche Krankenhaus mit

  • überschaubarer Größe,
  • sehr guter Medizin und
  • individueller Betreuung.

Paracelsus ist ein Familienunternehmen und zählt zu den großen Krankenhausträgern in Deutschland. Mit 36 leistungsfähigen Einrichtungen an 21 Standorten ist Paracelsus nah an den Menschen – in ländlichen Regionen ebenso wie in Städten.

Der Inhaber des Klinikverbundes ist Arzt. Deshalb prägt die medizinische Verantwortung die Unternehmensführung. Anders als börsennotierte Krankenhauskonzerne mit kurzfristigen Profitzielen ist Paracelsus auf langfristigen Erfolg und wirtschaftliche Stabilität ausgerichtet. Voraussetzung dafür ist die hohe medizinische Qualität. Sie wird geschaffen von allen Menschen, die sich jeden Tag für das Wohl der Patienten engagieren: Ärzte, Pflegeteams und Servicemitarbeiter.

Wir wissen, das menschliche Krankenhaus fängt beim eigenen Personal an. Daher legen wir Wert darauf, ein attraktiver und verlässlicher Arbeitgeber zu sein. Die überdurchschnittlich guten Ergebnisse in Patientenbefragungen betrachten wir daher als Kompliment für unsere Mitarbeiter.

 

Kontakt:

Simone Hoffmann

Direktorin Unternehmenskommunikation und Marketing

T 0541 6692-121

simone.hoffmann@paracelsus-kliniken.de

www.paracelsus-kliniken.de/presse

 

Hier stellen wir Ihnen weitere Informationen zum Download bereit:

  • Vortrag als pdf-Datei
  • Porträtfotos der Geschäftsführer
  • Konzern-Logo


Relaunch von www.reha-recht.de

Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht in neuem Outfit – umfassende Fachinhalte, mehr Interaktivität und Suchkomfort

Das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht präsentiert sich auf www.reha-recht.de seit Mai 2015 in frischem Design, mit neuer Struktur und verbesserten Such- und Filterfunktionen. Nutzerinnen und Nutzer können sich damit besser auf der Webseite orientieren, schneller die gewünschten Inhalte finden und sich noch leichter am interdisziplinären Austausch beteiligen. Diesem Ziel dienen auch neue Elemente der Webseite wie ein interaktives Glossar und der erweiterte Diskussionsbereich.

Das Diskussionsforum ist ein Onlineportal mit einem umfassenden Themenspektrum zum Rehabilitations- und Teilhaberecht. Es hat den Anspruch, eine verlässliche Informationsquelle für die Rechtsprechung, Wissenschaft und Praxis und für Menschen mit Behinderungen zu sein und unterstützt die Vernetzung der unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure. Im Mittelpunkt stehen dabei die Auslegung und Anwendung des Reha- und Teilhaberechts. Ziel ist es, Impulse für die Fortentwicklung des Rechts zur Förderung der umfassenden Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu geben.

Der Relaunch erhöht die Nutzerfreundlichkeit des Diskussionsforums und verbessert die Möglichkeit zum interaktiven Austausch. Dafür wurde das Portal unter Beachtung von Gestaltungsprinzipien für die Barrierefreiheit an aktuelle technische Standards angepasst und seine Struktur grundlegend überarbeitet.

Übersichtliche Struktur der Portalbereiche

Das Diskussionsforum bietet wissenschaftliche Fachbeiträge, Diskussionen und umfangreiche Informationen rund um das Rehabilitations- und Teilhaberecht. Die entsprechenden Portalbereiche sind auf der neu gestalteten Startseite übersichtlich angeordnet:

Fachbeiträge

Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis veröffentlichen hier fachlich fundierte Aufsätze, die kommentiert werden können.

Diskussionen

Diskussionen zu ausgewählten Themen finden im moderierten Online-Forum „Fragen-Meinungen-Antworten“ statt. Alle Interessierten können sich dazu mit ihren Fragen und Erfahrungen einbringen. Neu hinzugekommen ist ein Bereich für den themenoffenen Austausch.

Infothek

Nutzerinnen und Nutzer finden hier Hintergrundinformationen und Materialien wie Stellungnahmen und Positionspapiere, Regelungen und Gesetzesentwürfe sowie relevante Links aus Recht und Praxis der Rehabilitation und Teilhabe.

Mehr Interaktivität und verbesserte Suche

Neues Element ist ein interaktives Glossar zur Klärung bzw. Diskussion reha-rechtlicher Fachbegriffe, das unter Beteiligung fachlich interessierter Nutzerinnen und Nutzer sukzessive ausgebaut werden kann.

Das Diskussionsforum bietet vielfältige Zugänge zu den Inhalten: die thematische Sortierung von Beiträgen, die Möglichkeit nach Stichworten zu suchen sowie erweiterte Suchfunktionen. Mit dem optimierten Design lässt sich die Webseite per Tablet oder Smartphone ebenso gut nutzen wie mit dem Computer. So kann man auch von unterwegs die Kommentarfunktion nutzen oder online mitdiskutieren.

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation, Teilhabe und Selbstbestimmung.

Das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht

www.reha-recht.de ist das Onlineportal für die Anwendung und Weiterentwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts. Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) wirbt als Trägerin dieses Angebots für eine breite fachliche Beteiligung am reha-rechtlichen Diskurs und lädt alle Interessierten zum interaktiven Austausch und zur Vernetzung ein. Fachjuristen, Praktiker bei Rehabilitationsträgern, in Unternehmen, Einrichtungen und Beratungsstellen, Mediziner sowie die Organisationen der Menschen mit Behinderungen sind aufgerufen, das Portal zu nutzen und mit eigenen Beiträgen am Diskussionsprozess mitzuwirken.


Herz-Kreislauf-Experten mahnen zu mehr Nutzung von Rehabilitations-Angeboten

Presseinformation

Aufklärung der Patienten und Kostenübernahme sind Schwachstellen

 

Berlin.  In Deutschland sind Herz-Kreislauferkrankungen die führende Todesursache, jedoch zeigt sich erfreulicherweise ein Rückgang in den letzten Jahrzehnten. So hat sich die Sterblichkeit des akuten Herzinfarktes von 92.801 im Jahr 1980 auf 52.113 im Jahr 2011 reduziert. Diese Zahlen wirken zunächst hoffnungsvoll, sind jedoch leider als vorübergehend zu interpretieren, da Risikofaktoren wie Diabetes mellitus und Übergewicht stetig zunehmen. In Deutschland sind mittlerweile fast die Hälfte der Männer und ca. ein Drittel der Frauen zu dick und die Zahl der aktuell sechs Millionen Zuckerkranken wird bis zum Jahr 2030 um über eine Millionen weiter ansteigen. Somit ist mittelfristig zu erwarten, dass auch die Herzinfarktrate wieder ansteigen wird. Hier will die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR) gegensteuern. Zu ihrer 42. Jahrestagung treffen sich DGPR-Experten am 12. und 13. Juni 2015 in Berlin (www.dgpr-kongress.de).

 

Der Schwerpunkt der Tagung liegt in diesem Jahr auf der kardiologischen Rehabilitation. Für einen langfristigen Behandlungserfolg von Herzkrankheiten sind Rehabilitationsmaßnahmen ein wesentlicher Bestandteil. Tatsächlich bekommt aber nur ein geringer Prozentsatz der Betroffenen eine Rehabilitationsbehandlung. So lag die Zahl der Rehabilitanden nach einem Krankenhausaufenthalt bei akuter Herzerkrankung in drei Untersuchungen aus Deutschland in einem Bereich von 51-70% und zuletzt, in einer sehr aktuellen Studie aus Sachsen-Anhalt, bei nur 29%. „Diese geringen Zahlen sind zum Teil durch die fehlende Aufklärung der Patienten durch die Ärzte und Sozialarbeiter im Krankenhaus zu erklären, aber leider auch durch die Ablehnung der Kostenträger, trotz klarer Indikation“, weiß Prof. Dr. Axel Schlitt, Chefarzt der Abteilung für Kardiologie, Pneumologie und Diabetologie der Paracelsus-Harz-Klinik.

 

Die Rehabilitationswissenschaft hat in den letzten Jahren zeigen können, dass rehabilitative Maßnahmen bei schwerwiegenden Erkrankungen die Lebensqualität deutlich steigern und Symptome reduzieren. In diesem Punkt sind sich die verschiedenen Akteure einig. Da die Krankenkassen und Rentenversicherungen aber auch dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit unterliegen, werden Rehabilitationsmaßnahmen häufig nicht bewilligt. „In der kardiologischen Rehabilitation betrifft dies insbesondere Patienten nach einem im EKG nicht sichtbaren Herzinfarkt (NSTEMI), der mittlerweile häufiger auftritt. Das Gerücht, dass er eine bessere Prognose als der im EKG sichtbare Herzinfarkt (STEMI) habe, hält sich irrtümlich hartnäckig bei den Krankenkassen. Die letzten Jahre zeigten aber, dass genau das Gegenteil der Fall ist, denn wissenschaftlich ist zweifelsfrei belegt, dass Patienten nach NSTEMI eine schlechtere Lebensprognose haben und besonders von einer Rehabilitationsmaßnahme profitieren“, erklärt DGPR-Präsidentin Manju Guha.

 

Die meisten Patienten mit Herzerkrankungen kommen akut ins Krankenhaus. Der Informationsstand der Patienten bzgl. Ihrer Erkrankungen und des weiteren Vorgehens im Sinne präventiver und rehabilitativer Maßnahmen ist in der Regel leider gering. Erschwerend kommt hinzu, dass die Liegedauer im Akutkrankenhaus in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen hat und die Patienten mit der Fülle der Informationen, die an sie herangetragen werden, überfordert sind. Demzufolge obliegt es den im Krankenhaus Tätigen, wie den Ärzten und dem Sozialdienst, die Patienten über das weitere Vorgehen zu informieren und insbesondere über eine Rehabilitation, über die ambulanten Herzgruppen und das DMP der Krankenkassen etc. aufzuklären. „Die schlechte Informationslage der Patienten lässt sie in Unkenntnis der für ihren Lebensstil essentiellen Empfehlungen, die sie in der Rehabilitation ausführlich erhalten würden“, warnt Axel Schlitt.

 

Die DGPR empfiehlt daher dem Aspekt der im Vergleich zur Krankenhausbehandlung niedrigen Kosten im Gesundheitswesen der Rehabilitation mehr Aufmerksamkeit zu schenken und bei seinen Herzpatienten an diesen wichtigen Behandlungsbaustein zu denken. Des Weiteren sollten Ärzte ihre herzkranken Patienten über eine Nachsorge innerhalb der ambulanten Herzgruppen aufklären, die es flächendeckend bundesweit gibt (ca. 6000 in Deutschland). Angeleitet durch speziell geschulte Übungsgruppenleiter und unter ärztlicher Führung bewegen sich die Herzkranken hier an ihre individuelle Situation angepasst und verbessern ihre Befindlichkeit langfristig.

 

 

 

Pressekontakt:

Conventus Congressmanagement

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Romy Held

Tel.: 03641/3116280

romy.held@conventus.de

www.dgpr-kongress.de


Impuls im Reha-Sektor: CompuGroup Medical US und die Weston Gruppe schließen langfristigen Kooperationsvertrag in Millionenhöhe

CompuGroup Medical US (CGM) und die Weston Gruppe Inc. haben einen langfristigen Kooperationsvertrag in Millionenhöhe abgeschlossen. Die Weston Gruppe hat ihren Hauptsitz in Pennsylvania, US und bietet umfassende IT-Dienstleistungen für Reha-Einrichtungen an.

28. Mai 2015, Koblenz / Phoenix. Im Rahmen der Zusammenarbeit werden die Vertragspartner speziell auf den Reha-Markt ausgerichtete IT-Lösungen entwickeln. Sie sind eine wichtige Ergänzung für die webbasierten elektronischen Patientenakten von CGM US, CGM webEHR™. Gleichzeitig vervollständigen sie das breit aufgestellte Angebot der Weston Gruppe im Versorgungsbereich.
Werner Rodorff, CEO CGM US und Senior Vice President Nordamerika betont: „Die Weston Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, ein Gesamtanbieter von Services für Reha-Einrichtungen zu werden. Damit ist sie der ideale Partner für eine derartige strategische Kooperation. Unsere Partnerschaft umfasst alle Bereiche der Produktentwicklung, Markteinführungsstrategie und Vertrieb – Wartung und IT-Support nach der Implementierung inbegriffen.“

Randall A. Weston, Vorsitzender der Weston Gruppe ergänzt: „Mit CGM an unserer Seite erhalten wir einen einzigartigen Zugang zu herausragenden Innovationen und eine weitreichende Markterfahrung, um Versorgung nachhaltig zu verbessern. Gemeinsam wollen wir zukunftsweisende Versorgungsmodelle erschaffen, die den Status quo revolutionieren. Nach der Markteinführung werden wir in großem Maß anderen Marktteilnehmern im Reha-Sektor Zugang zu unseren Innovationen verschaffen.“

Durch die Partnerschaft mit CGM hat die Weston Gruppe u. a. Zugang zu einer breiten Produktpalette für Management-Informationssysteme (Revenue Cycle Management). Damit wird sie die langfristige Bonität und Liquidität ihrer diversen Dienstleistungen steuern. Gleichzeitig wird CGM webEHR mit seiner Interoperabilität und seiner Abbildung komplexer Versorgungsstandards als einheitliche Plattform für über 350 Einrichtungen in den USA eingerichtet.

Frank Gotthardt, Gründer und Vorstandsvorsitzender der CompuGroup Medical AG bestärkt die junge Partnerschaft: “Diese besondere Kooperation spiegelt unser beider Stellung als bedeutende Player im Gesundheitsmarkt wider. In den kommenden Jahren erwarten wir aus diesem Auftrag einen jährlichen Umsatz in Millionenhöhe – eine solide Grundlage für das finanzielle Wachstum. Wir haben beidseitig unser Ja-Wort zu einer langen Beziehung gegeben. Das bedeutet Investitionssicherheit, Stabilität und hochwertige Ergebnisse für den Gesundheitsmarkt.“

Über CompuGroup Medical AG
CompuGroup Medical ist eines der führenden eHealth-Unternehmen weltweit und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von über 500 Mio. Euro. Seine Softwareprodukte zur Unterstützung aller ärztlichen und organisatorischen Tätigkeiten in Arztpraxen, Apotheken, Laboren und Krankenhäusern, seine Informationsdienstleistungen für alle Beteiligten im Gesundheitswesen und seine webbasierten persönlichen Gesundheitsakten dienen einem sichereren und effizienteren Gesundheitswesen. Grundlage der CompuGroup Medical Leistungen ist die einzigartige Kundenbasis mit etwa 400.000 Ärzten, Zahnärzten, Apothekern und sonstigen Leistungserbringern in ambulanten und stationären Einrichtungen. Mit eigenen Standorten in 19 Ländern und Produkten in über 40 Ländern weltweit ist CompuGroup Medical das eHealth-Unternehmen mit einer der größten Reichweiten unter Leistungserbringern. Rund 4.200 hochqualifizierte Mitarbeiter stehen für nachhaltige Lösungen bei ständig wachsenden Anforderungen im Gesundheitswesen.

Kontakt für Redaktionen:

CompuGroup Medical AG
Oliver Bruzek
Vice President Political & Public Affairs
T +49 (0) 261 8000-6100
F +49 (0) 261 8000-3100


Sucht-Kolloquium fand große Resonanz

Gruppenbild mit Referenten – von links nach rechts: Alois Fischer – BFW Leipzig, Moderatorin Katrin Hartig – MDR, Petra Langhorst – Betriebliche Sozialberatung Beiersdorf, Göran Michaelsen – Chefarzt Soteria Klinik Leipzig, Jan Rickmann – Gesundheitsmanager Konzern Continental AG Hannover, Dr. Nina Rumanczuk-Seifert – leitende Psychologin, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Charité Berlin, Bert Lange – Fachlehrer für Psychologie und Kommunikationstraining Polizeifachschule Leipzig, Peter Zummack – Sucht- und Gesundheitsberatung Fraport AG Frankfurt am Main (Foto: M. Lindner/BFW Leipzig)

Zum vierten Mal trafen sich am 21. Mai 2015 Fachleute im Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) zu einem Rehawissenschaftlichen Kolloquium. Thema der Veranstaltung war in diesem Jahr „Sucht – zwischen Gewohnheit und Gefahr“.

Gruppenbild mit Referenten – von links nach rechts: Alois Fischer – BFW Leipzig, Moderatorin Katrin Hartig – MDR, Petra Langhorst – Betriebliche Sozialberatung Beiersdorf, Göran Michaelsen – Chefarzt Soteria Klinik Leipzig, Jan Rickmann – Gesundheitsmanager Konzern Continental AG Hannover, Dr. Nina Rumanczuk-Seifert – leitende Psychologin, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Charité Berlin, Bert Lange – Fachlehrer für Psychologie und Kommunikationstraining Polizeifachschule Leipzig, Peter Zummack – Sucht- und Gesundheitsberatung Fraport AG Frankfurt am Main (Foto: M. Lindner/BFW Leipzig)

Gruppenbild mit Referenten – von links nach rechts: Alois Fischer – BFW Leipzig, Moderatorin Katrin Hartig – MDR, Petra Langhorst – Betriebliche Sozialberatung Beiersdorf, Göran Michaelsen – Chefarzt Soteria Klinik Leipzig, Jan Rickmann – Gesundheitsmanager Konzern Continental AG Hannover, Dr. Nina Rumanczuk-Seifert – leitende Psychologin, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Charité Berlin, Bert Lange – Fachlehrer für Psychologie und Kommunikationstraining Polizeifachschule Leipzig, Peter Zummack – Sucht- und Gesundheitsberatung Fraport AG Frankfurt am Main (Foto: M. Lindner/BFW Leipzig)

Aktuell beherrsche die politische Debatte um die Legalisierung von sogenannten weichen Drogen die Medien betonte Alois Fischer, Geschäftsführer des BFW Leipzig in seiner Eröffnungsrede. Daher passe das Thema des diesjährigen rehawissenschaftlichen Kolloquiums gut in die aktuelle Diskussion. „Das große Interesse an diesem Thema widerspiegle auch die hohe Teilnehmerzahl von 130 Gäste an dieser Veranstaltung.“Zum vierten Mal trafen sich am 21. Mai 2015 Fachleute im Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) zu einem Rehawissenschaftlichen Kolloquium. Thema der Veranstaltung war in diesem Jahr „Sucht – zwischen Gewohnheit und Gefahr“.

Acht Referenten aus der Medizin und von Unternehmen gingen im Verlaufe des Tages auf verschieden Aspekte der Auseinandersetzung mit dem Thema Sucht ein.

Zu Beginn beleuchtete Wolfgang Nešković, ehemaliger Richter am Bundesgerichtshof, in seinem Impulsvortrag genau die aktuellen Diskussionen um die Drogenpolitik in der Bundesrepublik. Der Jurist, der sich seit 1994 verstärkt mit dem Thema von juristischer und später auch von politischer Seite befasst, vertrat die Meinung, dass das Thema Drogen vorrangig kein juristisches Problem sein, sondern in die Gesundheitspolitik gehöre. Verschiedene Argumente führte er dazu auf. So sei in Deutschland immer noch Alkohol die „legale Droge“ Nummer eins und daran würden mehr Menschen sterben als an Rauschgiften. Man bekämpfe mit den aktuellen Gesetzen nicht die Ursachen für den Drogenkonsum, sondern verfolge diese als Straftaten. Besonders gravierend für die seiner Meinung nach gescheiterte aktuelle Drogenpolitik sei die Tatsache, dass es in Deutschland keine Haftanstalt gebe, wo nicht Drogen gehandelt und konsumiert würden. Er könnten sich wie mittlerweile 60 Prozent der Juraprofessoren eine Abkopplung des Drogenkonsums vom Strafrecht vorstellen und plädierten für ein staatlich kontrollierte und regulierte Abgabe von Drogen beispielsweise durch Apotheken. So könne man sowohl für die Reinheit des „Stoffs“ sorgen, als auch dem illegalen Drogenhandel einen Riegel vorschieben.

Im Anschluss an das Impulsreferat folgte eine medizinische Aufklärung. PD Dr. Michael Kluge, Oberarzt in der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Leipzig, erläuterte in seinem Vortrag die Gefahren des Konsums von legalen und illegalen Drogen. Er zog dabei ein Grenze zwischen der Gewohnheit beim Konsum von Alkohol und Co. bis zur Abhängigkeit. Alle Drogen sei eines gemeinsam; anfangs erlebe man bei der Einnahme ein Gefühl des Glücks. Bei langzeitigem Konsum bräuchte man die Drogen, um einen Normalzustand erreichen zu können. Allein durch an den Folgen des Alkoholkonsum sterben in Deutschland pro Jahr ca. 74.000 Menschen. Durch die direkten Folgen des Rauchens sind es etwa 110.000 Menschen pro Jahr in Deutschland.

Göran Michaelsen Chefarzt in der Soteria Klinik Leipzig sprach über Therapieansätze bei Abhängigkeitserkrankungen. Er stellte dabei die von seiner Klinik angewandte Hierarchie der Therapieziel vor. Als erstes ginge es um die Sicherung des Überlebens und die Behandlung von Folgeerkrankungen. Dann müsse man an der Einsicht des Patienten arbeiten, dass er von einer Abhängigkeit betroffen sei. Dem folgten sogenannte „Clean-Tage“ zur Verlängerung der Abstinenz, um sich anschließend der Verbesserung der psychosozialen Situation, einer dauerhaften Abstinenz und der Reintegration in den Alltag zu widmen. Wichtig sein aber nicht nur die direkte Therapie, sondern auch eine kompetente Nachsorge sowie die Betrachtung des persönlichen und sozialen Umfeldes. Er betonte aber auch, dass eine Suchterkrankung eine chronische Krankheit sei, die man nicht heilen könne.

Dr. Nina Romanczuk-Seiferth, leitende Psychologin an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Charité Berlin, umriss das Thema Spielsucht. Dies sei eine von vielen Verhaltenssüchten. In Deutschland gebe es zwischen 110.000 und 170.000 behandlungsbedürftige Spieler, von denen aber nur rund 5.100 ambulant behandelt werden würden. Die Spielsucht beeinflusse nicht nur das soziale Leben der Betroffenen, sondern wäre oft mit anderen Krankheiten wie Depression, Angst oder Psychosen verbunden. Hinzu kämen oft finanziellen Probleme, die in einer Verschulung enden. Online-Rollen-Spiele hätten nach ihren Untersuchungen gegenwärtig das größte Suchtpotential. Sie würden nie enden und man spiele oft in einer Gruppe Gleichgesinnter, mit der man sich schnell identifizieren könne. Allein unter den Online-Rollen-Spielern läge das Suchtpotential bei 11,9 Prozent.

Die Suchtprävention im Alltag stellten vier Referenten aus Unternehmen und von der Polizei Sachsen vor. Peter Zummack, Sucht und Gesundheitsberater der Fraport AG in Frankfurt am Main, berichtete über seine Praxiserfahrungen mit dem eigens auf die Mitarbeiter des Unternehmens eingeführten Präventionsmodell. Eine der wichtigsten Bedingungen, um gute Präventionsarbeit im Unternehmen zu leisten, sei ein striktes Alkohol- und Drogenverbot für alle Mitarbeiter. So würden bei der Einstellung bei allen neuen Mitarbeitern freiwillige Drogentests durchgeführt. Azubis gebe man hingegen aufgrund ihres Alters eine Chance, sollte man Drogenkonsum bei ihnen feststellen. Dann werde gemeinsam ganz konsequent an der Abstinenz der jungen Menschen gearbeitet.

Auch Jan Rickmann, Gesundheitsmanager bei der Continental AG Hannover, kam mit einem zugeschnittenen Modell, das ins Gesundheitsmanagement des Unternehmens integriert ist, zum Kolloquium. Er betonte, dass eine erfolgreiche Prävention von der Unterstützung der Unternehmensführung abhänge. Wichtig sei eine frühzeitige Sensibilisierung und Qualifizierung von Führungskräften in allen Ebenen. Zusätzlich biete Continental für alle Betriebsstandorte spezielle Kurse an, die sich an die Mitarbeiter wenden, um ein gesundes Arbeitsklima zu erhalten. Dazu zähle beispielsweise das Programm „Stress Control“ des Schottischen Arztes Dr. Jim White, das bisher sehr erfolgreich im Unternehmen durchgeführt wurde. Im Ergebnis der präventiven Arbeit konnte die Anzahl der Arbeitsunfälle, nach Erkenntnissen der Unternehmensführung zu einem hohen Prozentsatz durch Alkoholkonsum verursacht wurden, gesenkt werden.

Petra Langhorst, die bei Beiersdorf in Hamburg in der betrieblichen Sozialberatung tätig ist, bestätigte mit ihrem Vortrag, dass das Management in den Unternehmen auf das speziellen Arbeitsumfeld mit einem eigenen Konzept zur Prävention reagieren müsse. In ihrem Unternehmen setze man auf eine kooperative Zusammenarbeit zwischen Führungskräften und den von Suchterkrankungen betroffenen Mitarbeitern. Dabei sei die Aufmerksamkeit der Führungskräfte auf Unregelmäßigkeiten im Arbeits- und Leistungsverhalten sehr wichtig. In einem mehrstufigen Prozess begleite man Betroffene hin zur Abstinenz. Mit diesem Leitlinienprogramm unterbreite das Unternehmen jedem Mitarbeitern ein Angebot, in diesem Rahmen müsse jedoch jeder Betroffene selbst etwas für sich tun.

Für die Polizei Sachsen erläuterte Bert Lange, Fachlehrer für Psychologie und Kommunikationstraining an der Polizeifachschule Leipzig, die Thematisierung der Drogenproblematik. Bei der Polizei Sachsen habe man zwar früh nebenberufliche Suchthelfer etabliert, aber das sich dahinter verbregende System komme jetzt erst richtig zum Tragen. Die 28 Suchthelfer bei der sächsischen Polizei würden im Bedarfsfalle von ihrer dienstlichen Tätigkeit freigestellt werden, um als Kollege unabhängig von der Dienststellung helfen zu können. Dabei spiele die Kenntnis von den täglichen Abläufen und dem Ansteigen der Einsatzbelastung besonders bei Polizisten der Bereitschaftspolizei eine wichtige Rolle. Man müsse als Kollege sehr viel Mut aufbringen, um sein Gegenüber auf die Probleme einer erkennbaren Sucht anzusprechen.

In der abschließenden Podiumsdiskussion gingen die Referenten noch einmal auf die Fragen der anwesenden Gäste ein. Dabei wollten viele Gäste noch einmal ihre Meinung zum Impulsvortrag von Wolfgang Nešković vertreten, um auf die gesellschaftlichen und gesundheitlichen Risiken einer Freigabe von Suchtmitteln hinzuweisen. Aber auch zu den weiteren Referaten wurden detailliertere Aspekte besprochen.

Das Feedback auf das diesjährige rehawissenschaftliche Kolloquium war durchweg positiv. Das Thema hätte genau den aktuellen Fragen entsprochen, die man sich in Institutionen und Unternehmen sowie Verbänden und Vereinen stelle. Mit der Auswahl der Referenten habe das BFW Leipzig ein weites Spektrum abgedeckt.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig 

BFW Leipzig

Seit mehr als 20 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet der beruflichen Rehabilitation tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück in ein erfülltes Arbeitsleben angeboten. Die Leistungen als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Chemnitz, Döbeln, Plauen und Zwickau zur Verfügung. Die vielfältigen Angebote sind ein wichtiger Beitrag nicht nur um Menschen wieder in den Arbeitsprozess zurückzuführen, sondern tragen auch durch die Orientierung am Arbeitsmarkt zur Lösung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft bei. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

Weitere Informationen und Bildmaterial:
Berufsförderungswerk Leipzig
gemeinnützige GmbH
Michael Lindner
Leiter PR | Unternehmenskommunikation
Georg-Schumann-Straße 148
04159 Leipzig
Tel.: 0341 | 9175120
Fax: 0341 | 917563120
E-Mail: presse@bfw-leipzig.de
Internet: http://www.bfw-leipzig.de/presse

 


PC/Internetsucht: AHG baut bundesweites Diagnose-, Beratungs- und Behandlungsangebot weiter aus

Pressemitteilung

 

(Düsseldorf, 28. Mai 2015) Für immer mehr Menschen ist die Faszination Computer so grenzenlos, dass sie ein gesundes Maß der Nutzung aus den Augen verloren haben und so einer Beratung und Behandlung bedürfen. Die AHG bietet in ihren Ambulanzen und Kliniken bundesweit Beratung und Behandlung bei einem problematischen bzw. krankhaftem PC/Internetgebrauch an – auch für Jugendliche ab 16 Jahren und junge Erwachsene.

 

Ambulante Diagnose- und Beratungsangebote

In sogenannten Assessment-Zentren bietet die AHG Allgemeine Hospitalgesellschaft in Berlin, Daun, Düsseldorf, Koblenz, Köln, Lübeck, Neunkirchen/Saar, Breuberg/Odenwald und in Schwerin eine gründliche Untersuchung der individuellen Situation von Betroffenen an. Hierdurch erfolgt eine fundierte Abgrenzung zwischen einem altersangemessenem und einem problematischen bzw. krankhaftem PC/Internetgebrauch. Das halbtägige Assessment wird für junge Erwachsene ab dem 18. Lebensjahr sowie in Berlin und Breuberg/Odenwald auch für Jugendliche ab dem 16. Lebensjahr angeboten. Die Betroffenen und ihre Angehörigen werden ausführlich über die Befunde aufgeklärt, beraten und ggf. in ambulante oder stationäre Behandlung vermittelt. Diese Zentren sind an die Fachkliniken und Ambulanzen der AHG angeschlossen. Die Untersuchung ist kostenpflichtig.

 

Das Störungsbild „pathologischer PC/Internetgebrauch“

Ob es sich um eine „PC/Internetsucht“ handelt – wie diese Störung in der Öffentlichkeit und auch in der Fachwelt gern bezeichnet wird – ist oft fraglich. Insbesondere bei Jugendlichen sollte mit der Diagnose „Sucht“ sehr vorsichtig umgegangen werden.

Auf der Basis von mehr als 1.000 klinischen Behandlungsfällen wurde das Krankheitsbild genauer betrachtet und ein störungsspezifisches Beratungs- und Behandlungskonzept entwickelt und wissenschaftlich evaluiert:

Laut diesem handelt es sich um ein eigenständiges Krankheitsbild, das psychisch anfällige Personen betrifft, die häufig unter Depressionen und sozialen Ängsten leiden und unter ungünstigen sozialen und familiären Bedingungen aufwachsen. Diese Personen sind nicht in der Lage, alltägliche Frustrationen zu verarbeiten oder werden von der sozialen Teilhabe ausgeschlossen. Sie ziehen sich deshalb dauerhaft in die jederzeit und schnell verfügbare virtuelle Welt in Form eines exzessiven Gamens und Chattens zurück.

 

In einer Behandlung wird eine angemessene Selbstwert- und Handlungs-regulation im realen Lebenszusammenhang angestrebt, um den emotionalen und sozialen Bezug zur Realität wiederherzustellen. Eine erste Ein-Jahres-Nachkontrolle ergab sehr positive Behandlungsergebnisse.

 

Stationäres Behandlungsangebote in den AHG Kliniken

Eine störungsspezifische stationäre Behandlung wird in fünf AHG-Standorten angeboten. In den AHG Kliniken Beelitz-Heilstätten, Daun, im Odenwald (Breuberg), Münchwies (Neunkirchen) und Schweriner See (Lübstorf) werden inzwischen jährlich mehr als 250 Patienten behandelt. In der AHG Klinik im Odenwald werden Patienten schon ab dem16. Lebensjahr aufgenommen und

in der AHG Klink Beelitz-Heilstätten neuerdings Patienten zwischen 14 und 18 Jahren.

 

Die Übernahme der Kosten für eine stationäre Therapie geschieht über die Krankenkasse oder den Rentenversicherungsträger, sofern eine Behandlungsnotwendigkeit ärztlich bescheinigt wird.

 

Behandlungsinhalte und –ziele

In der Therapie lernen die Patienten, auf ihre problematische PC/Internetnutzung dauerhaft zu verzichten, ohne sich ganz von einer Nutzung der digitalen Medien verabschieden zu müssen.

Der Beruf und der Alltag machen es häufig notwendig, weiter mit dem Computer und Internet umzugehen. Ein sogenanntes Ampelmodell macht es Betroffenen auch nach der Behandlung möglich, das Verhalten einzuschätzen und zu bewerten: Rot ist tabu, gelb ist gefährlich und grün ist in Ordnung.

Die Patienten müssen lernen, auch im Konfliktfall mit anderen Menschen umzugehen, eine alternative Freizeitgestaltung auszuüben und sich in Schule sowie Beruf zu integrieren.

 

Hilfe und Beratung für Betroffene und/oder deren Angehörige

  AHG-Beratungshotline

 

Eine Erstberatung finden Patienten, Angehörige und Ärzte bei der AHG-Beratungshotline unter der Telefonnummer: 01801-244 222 (3,9 ct./Min. Festnetz; mobil max. 42 ct./Min) oder per E-Mail unter beratung@ahg.de.

 

Ansprechpartner in den Assessment-Zentren

 

  • AHG Kompetenzzentrum Berlin

Anna Wiesenbach, Tel. (030) 54982260

Email: awiesenbach@ahg.de, ab 16 Jahre

  • Fachambulanz der AHG Kliniken Daun

Elke Hastedt, Tel. (06592) 201-1113

Email: daun-fachambulanz@ahg.de, ab 18 Jahren

  • AHG Gesundheitszentrum Düsseldorf

Sabine Zimmerling, Tel. (0211) 934320

Email: szimmerling@ahg.de, ab 18 Jahren

  • AHG Gesundheitsdienste Koblenz

Julia Schiefenhövel-Schäfer, Tel. (0261) 9637550

Email: jschiefenhoevel@ahg.de, ab 18 Jahren

  • AHG Gesundheitsdienste Köln

Kevin Niang, Tel. (0221) 165395901

Email: kniang@ahg.de, ab 18 Jahren

  • AHG Klinik Lübeck

Horst Teigeler, Tel. (0451) 873960

Email: hteigeler@ahg.de, ab 18 Jahren

  • AHG Klinik Münchwies

Holger Feindel, Tel. (06858)691223

Email: hfeindel@ahg.de, ab 18 Jahren

  • AHG Klinik im Odenwald

Martin Mayer, Tel. (06163) 74941

Email: mmayer@ahg.de, ab 16 Jahren

  • AHG Poliklinik Schelfstadt

Michael v. Majewski, Tel. (0385) 7440315

Email: mvonmajewski@ahg.de, ab 18 Jahren

 

 

Ansprechpartner für eine stationäre Behandlung

 

  • AHG Klinik Beelitz-Heilstätten (bei Berlin)

Chefärztin: Dr. Maike Pellarin, Tel. (033204) 62-153.

Email: mpellarin@ahg.de; Aufnahme von 14 bis 18 Jahre

  • AHG Klinik Daun – Am Rosenberg (Eifel)

Bezugstherapeutin: Ursula Joas, Tel. (06592) 201-1282.

Email: ujoas@ahg.de ; Aufnahme ab dem 18. Lebensjahr

  • AHG Klinik Im Odenwald (bei Frankfurt)

Bezugstherapeut: Martin Mayer, Tel. (06163 ) 74-941.

Email: mmayer@ahg.de; Aufnahme ab dem 16. Lebensjahr.

  • AHG Klinik Münchwies (Saarland)

Oberarzt: Holger Feindel, Tel. (06858) 691-220.

Email: hfeindel@ahg.de; Aufnahme ab dem 18. Lebensjahr.

  • AHG Klinik Schweriner See (bei Schwerin)

Ltd. Psychologe: Dr. Bernd Sobottka, Tel. (03867) 900-161.

          Email: bsobottka@ahg.de; Aufnahme ab dem 18. Lebensjahr.

 

 

Presse-Ansprechpartner zu Fragen rund um das Störungsbild, den aktuellen Forschungsstand und zu Behandlungsangeboten und deren Effektivität: 

Dr. phil. Dipl.-Psych. Jörg Petry

AHG-Projektleiter Pathologisches Glücksspielen; PC/Internetspielen

Tel.: 0521.1646755, E-Mail: jpetry@ahg.de

 

 

AHG Allgemeine Hospitalgesellschaft AG

Marketing und Kommunikation

Dr. Frank Grundmann (Ltg.)

Christiane Lindenau (Ass.)

Tel. (02 11) 30 11-11 85

E-Mail: kommunikation@ahg.de

Fax (02 11) 30 11-21 86

Benrather Schlossallee 31 40597 Düsseldorf

www.ahg.de · info@ahg.de

 


Patienten-Seminar der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. und des Dresdner Zentrums für Tinnitus-Retraining-Therapie

Am Freitag, den 19. Juni 2015 veranstaltet die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) gemeinsam mit dem Dresdner Zentrum für Tinnitus-Retraining-Therapie ein Patienten-Seminar zum Thema „Tinnitus – Ursachen, Therapien, Bewältigungsmöglichkeiten“. Das Seminar findet statt im Hörsaal 2 im MTZ des Universitätsklinikums Dresden, Fiedlerstraße 42 in Dresden. Der Hörsaal ist auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Das Seminar beginnt um 17.00 Uhr, Einlass ist bereits ab 16.30 Uhr.

Über verschiedene Aspekte rund um das Thema Tinnitus referieren namhafte Ärzte, Therapeuten und Experten und geben so für Betroffene eine wertvolle Hilfestellung im Umgang mit dem quälenden Ohrgeräusch. Nach einer Begrüßung durch Dr. med. Matthias Staemmler, HNO-Arzt am Dresdner Zentrum für Tinnitus-Retraining-Therapie, spricht DTL-Vizepräsident Prof. Dr. med. Gerhard Goebel, Ärztlicher Berater und Chefarzt a. D. der Schön Klinik Roseneck, Prien, über das Thema „Was gibt es Neues bei der Behandlung von Tinnitus und Hyperakusis (Geräuschüberempfindlichkeit)?“.

Einen Vortrag über „Tinnitus und Emotionen – Wie wirkt sich Tinnitus auf die emotionale Befindlichkeit der Betroffenen aus?“ hält Volker Albert, Präsident der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. Im Anschluss daran referiert Alexander Wüstenhagen, Geschäftsführer von Hörgeräte Dippe, über „Moderne Hörsysteme und deren Möglichkeiten“. Abschließend erläutert Dipl.-Pädagogin Christine Staemmler vom Dresdner Zentrum für Tinnitus-Retraining-Therapie die „Ambulante Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT): Möglichkeiten und Grenzen“.

Nach den Vorträgen können die Teilnehmer Fragen an die Referenten stellen. Außerdem soll bei genügend Interesse auch eine Tinnitus-Selbsthilfegruppe der DTL in Dresden gegründet werden. Interessenten können sich vor Ort gerne in eine Liste eintragen.

Der Veranstaltungsort ist erreichbar über die Straßenbahnlinien 6 und 12 sowie Bus 64, Haltestelle Augsburger Straße. Autofahrer können das Parkhaus in der Fiedlerstraße nutzen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Eintritt: 6 Euro; ermäßigt für DTL-Mitglieder: 3 Euro


Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 13.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörgeräteakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal.
Weitere Informationen: www.tinnitus-liga.de

Kontakt:
Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Sabine Wagner
Am Lohsiepen 18
42369 Wuppertal
Tel.: 0202 24652-24
Fax: 0202 24652-20
E-Mail: s.wagner@tinnitus-liga.de
– Bei Veröffentlichung freuen wir uns über einen Beleg. –

Über das Dresdner Zentrum für Tinnitus-Retraining-Therapie
Seit 2001 können Betroffene mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière schnelle Hilfe im Dresdner Zentrum für Tinnitus-Retraining-Therapie erhalten. 2000 Patienten nutzten bislang dieses therapeutisch ganzheitliche Angebot. Wer aktiv im Umgang mit Tinnitus werden möchte, wird im Dresdner Tinnitus-Zentrum professionell beraten, bekommt konkrete Hilfestellungen und wird betreut, wenn Tinnitus belastet.

Kontakt:
Dresdner Zentrum für Tinnitus-Retraining-Therapie
Dipl.-Päd. Christine Staemmler
Reinickstraße 2 (am Fetscherplatz)
01309 Dresden
Tel.: 0351 4468910
E-Mail: dresdner.trt.zentrum@gmx.de
www.tinnitus-therapie-dresden.de


Pneumologische Frührehabilitation stärkt die Karl-Hansen-Klinik

Bild: Dr. Erik-Christian Ernst (7. v. l.) und sein Team der Pneumologischen Frührehabilitation. Foto: Robert Murray

Lückenschluss in Bad Lippspringe

Bild: Dr. Erik-Christian Ernst (7. v. l.) und sein Team der Pneumologischen Frührehabilitation. Foto: Robert Murray

Bild: Dr. Erik-Christian Ernst (7. v. l.) und sein Team der Pneumologischen Frührehabilitation. Foto: Robert Murray

Das Medizinische Zentrum für Gesundheit (MZG) Bad Lippspringe hat seinen Schwerpunkt Lungenheilkunde in der Karl-Hansen-Klinik weiter gestärkt. Die zugehörige Pneumologische Frührehabilitation unter der Leitung des Chefarztes Dr. Erik-Christian Ernst schreibt an der Erfolgsgeschichte wesentlich mit.

Ende November 2012 gegründet war die Abteilung sogleich erfolgreich. In 2013 schlugen rund 3300 Patiententage zu Buche. Im vergangenen Jahr waren es schon über 3700 – mit weiter steigender Tendenz.

Und auch der der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) bestätigte, dass „mit diesem interdisziplinären Angebot eine Versorgungslücke geschlossen wurde“.

Ein vielköpfiges Team von Mitarbeitern kümmert sich vom Anreise- bis zum Entlassungstag um die Patienten. Ziel der Behandlung ist die erfolgreiche Wiedereingliederung in das Leben. Alternativ werden die Patienten für eine Anschlussrehabilitation fit gemacht.

Nach Angaben des Chefarztes „sind zwar alle Patienten verschieden“, aber ein 52-Jähriger, der jüngst entlassen wurde, dient ihm als Beispiel für eine „klassische Behandlung“: Der Patient wurde unter Dauerbeatmung in die Karl-Hansen-Klinik gebracht und galt als hoffnungsloser Fall. Nachdem er das Programm in der Pneumologischen Frührehabilitation durchlaufen hatte, konnte er, unterstützt durch einen Rollator, die ersten Schritte auf dem Klinikflur gehen. Mittlerweile ist er Zuhause und weiter auf dem Weg zurück ins Leben.

Eine Besonderheit an der Frühreha in der Karl-Hansen-Klinik ist die übergreifende Betreuung. Die Patienten werden ergotherapeutisch, physiotherapeutisch, psychologisch und logopädisch betreut. Das Casemanagement organisiert während des Aufenthaltes die weitere Versorgung des Patienten in der häuslichen Umgebung oder, falls doch nötig, in einer Pflegeeinrichtung.

Dr. Erik-Christian Ernst stellt den Teamgedanken in den Vordergrund, welcher der maßgebliche Erfolgsfaktor sei und dessen Ergebnisse den Patienten unmittelbar zugutekämen: „Es ist schön zu sehen, dass wir den betroffenen Menschen die Rückkehr in ein eigenbestimmtes soziales Umfeld ermöglichen können.“

Ein weiterer Garant für den Erfolg sei die gute intensivmedizinische Versorgung der Patienten bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes. Auf der Intensivstation der Karl-Hansen-Klinik können die Patienten akutmedizinisch versorgt und stabilisiert werden, sodass eine Verlegung nicht nötig ist. Im Regelfall können die Patienten dann eine reguläre Reha absolvieren und die Rehamaßnahme nach der Besserung des Gesundheitszustandes sofort wieder aufnehmen; oftmals auch in der fachpneumologischen Rehaklinik Martinusquelle in Bad Lippspringe

Parallel zum Ausbau der Karl-Hansen-Klinik, der in diesem Jahr beginnen könnte, ist auch eine Erweiterung der Abteilung für Pneumologische Frühreha geplant.

 

Info:

Eine Verlegung von Patienten in die Pneumologische Frührehabilitation ist unter anderem während oder im Anschluss an eine Langzeitbeatmung oder bei noch erheblich reduziertem Allgemeinzustand bei schwerer Lungenerkrankung möglich. Aufgenommen werden Patienten, die aktuell noch beatmet werden. Ein Rehabilitationsantrag an die Krankenkasse ist nicht erforderlich, da es sich um eine Direktverlegung handelt. Die Patientenaufnahme kann direkt mit der Karl-Hansen-Klinik vereinbart werden.

 

www.medizinisches-zentrum.de

 

Kontakt für Rückfragen:

Heiko Appelbaum

-Pressesprecher-

Medizinisches Zentrum für Gesundheit GmbH

MZG-Westfalen

Peter-Hartmann-Allee 1

33175 Bad Lippspringe

Tel.: 05252/95-1038

E-Mail: h.appelbaum@medizinisches-zentrum.de

www.medizinisches-zentrum.de

 


DGQ-Studie: Deutsche besorgt über Qualitätsstandards in der Pflege

DGQ logo-deutsche-gesellschaft-fuer-qualitaetDrei Viertel der Befragten haben allerdings positive Erfahrungen mit Pflegeeinrichtungen gemacht

Frankfurt am Main.  Mehr als die Hälfte der Deutschen (58 Prozent) zeigt sich besorgt über die Qualität von Pflegeeinrichtungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) unter rund 1.000 Verbrauchern. Der Pflege-TÜV, der derzeit vor einer Generalüberholung steht, hat demnach ein Image-Problem: Nur jeder Vierte (25 Prozent) vertraut den Ergebnissen einer gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätsprüfung uneingeschränkt. Dabei wird in der Branche generell gute Arbeit geleistet: 75 Prozent der Befragten haben positive Erfahrungen mit Pflegeeinrichtungen gemacht.

Mangelnde Transparenz: Deutsche vertrauen Eigenbewertung mehr als staatlicher Prüfung

Zwar wissen 60 Prozent der Befragten, dass sich Pflegeeinrichtungen einer regelmäßigen, staatlich vorgeschriebenen Qualitätsprüfung unterziehen müssen, allerdings sind nur jedem Vierten die Prüfkriterien des Pflege-TÜVs bekannt (26 Prozent). Generell bezweifeln 41 Prozent, dass die Aspekte, auf die es bei qualitativ hochwertiger Pflege ankommt, überhaupt messbar sind – wie etwa der respektvolle Umgang mit Pflegebedürftigen. Notenbasierte Bewertungen und Qualitätssiegel halten sie daher für nicht aussagekräftig. 80 Prozent der Deutschen geben entsprechend an, eine Pflegeeinrichtung oder einen Pflegedienst immer einer gründlichen persönlichen Überprüfung unterziehen zu wollen. Dem eigenen Eindruck oder einer Empfehlung durch gute Freunde oder Bekannte würden sie mehr Gewicht verleihen als einer staatlich verordneten Prüfung.

Orientierungshilfe gefragt

Auch wenn einem Großteil der Befragten die persönliche Prüfung einer Pflegeeinrichtung sehr wichtig ist: Zwei Drittel wüssten nicht oder nur zum Teil, wie sie deren Qualität verlässlich selbst beurteilen sollten. „Die Studie zeigt, dass es vielen Verbrauchern an Orientierung und Vertrauen in die Qualität der Pflege fehlt. Die anstehende Generalüberholung des Pflege-TÜVs ist eine wichtige Chance für die Politik, Verbände und Pflegeeinrichtungen, ein effektives und transparentes Prüfsystem zu erarbeiten, auf das Verbraucher in Zukunft vertrauensvoll setzen können“, sagt Udo Hansen, Präsident der DGQ. „Die Herausforderung dabei ist die Definition sinnvoller Prüfkriterien. Diese müssen Qualität tatsächlich messbar machen – und zwar glaubhaft. Mechanismen eines guten und zielführenden Qualitätsmanagements zu berücksichtigen, würde den Pflege-TÜV dabei klar voranbringen, denn ein gutes Qualitätsmanagement lebt keineswegs von Dokumentation allein. Vielmehr leitet es zu einer aktiven Selbstauseinandersetzung mit der eigenen Einrichtung und entsprechender Weiterentwicklung an.“ Dass Verbraucher externe Orientierungshilfen generell annehmen, zeigt ein weiteres Ergebnis der Studie: Jeder zweite Befragte würde keine Einrichtung in Betracht ziehen, die kein Qualitätsmanagement betreibt (55 Prozent).

Über die Studie

Für die repräsentative Studie hat die Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ) gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Innofact AG 1.032 Personen zwischen 18 und 69 Jahren befragt. Die Stichprobe entspricht nach Alter, Geschlecht und Region der repräsentativen Verteilung der deutschen Bevölkerung. Die unabhängige Online-Erhebung fand im April 2015 statt.

Über die DGQ

Die Deutsche Gesellschaft für Qualität prägt und moderiert die praxisnahe Plattform engagierter Fachleute aus allen Unternehmensebenen und Leistungsbereichen zum Thema Qualität. Der Verein mit knapp 6.500 Mitgliedern und 63 Regionalkreisen bundesweit gestaltet Netzwerke und vergibt Zertifikate für nachgewiesene Kompetenz in Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitssicherheitsmanagement. Die DGQ Weiterbildung GmbH qualifiziert jährlich mehrere Tausend Teilnehmer zu Beauftragten, Managern und Auditoren im Qualitäts- und Umweltmanagement sowie in der Arbeitssicherheit. Die DGQ-Forschung erarbeitet in Gemeinschaftsprojekten mit KMU neue Anwendungen für das Qualitätsmanagement.

Pressekontakte

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit DGQ
Rolf Henning
August-Schanz-Str. 21A
60433 Frankfurt am Main
Telefon: 069 95424-170
E-Mail: rh@dgq.de

DGQ-Pressestelle, c/o Klenk & Hoursch
Marina Stöcker
Walther-von-Cronberg-Platz 2
60594 Frankfurt am Main
Telefon: 069 719168-34
E-Mail: marina.stoecker@klenkhoursch.de

DEGEMED – Sommerakademie 2015 „Irritierende Kräfte“

30. Juni 2015bis3. Juli 2015

logo_degemed_kleinDiskutieren – Gestalten – Verantwortung übernehmen
Für alle, die sich bereit machen!

Mehrtägige Fachtagung für junge Führungskräfte und Führungskräftenachwuchs in der Rehabilitation vom 30. Juni bis 03. Juli 2015 in Höhenried (Starnberger See)

Die hohe Wertschätzung, ja der Glaube an Frieden und Stabilität, gehören zu den unverkennbaren Wesensmerkmalen der Moderne. Institutionen ordnen mit festgeschriebenen Regeln die Beziehungen der Menschen untereinander und halten Ungewissheit und Gefahr von uns fern. Der Preis: Vertrauen ist vor allem die Folge von Gewohnheit. Herrschaft legitimiert sich vor allem durch Gewöhnung. Es drohen Gleichgültigkeit und Agonie.

Dabei sind Konflikte und Zweifel unsere ständigen Begleiter. Sie brechen oft ganz unvermittelt auf und stellen uns und unser Tun in Frage. Diese Einbrüche in unsere Gewohnheiten sind alles andere als bequem. Sie provozieren uns und zwingen uns zum Verlassen der eigenen Komfortzone. Wir suchen und tasten uns voran und unsere Wege erscheinen uns zunächst oft unklar und riskant. Wenn wir uns aber offen darauf einlassen, kann aus anfänglicher Irritation etwas Neues entstehen.

Die Themenwelt:

  • Konfliktmanagement
  • Sozialethik
  • Expressionismus
  • Parteipolitik
  • Demografie
  • Führungskräfte als Übersetzer

Und danach?

Die Absolventen der DEGEMED-Sommerakademie 2015 bleiben in Verbindung. Die DEGEMED fördert ihren kollegialen Austausch und richten für Sie eine Gruppe in einem sozialen Netzwerk ihrer Wahl ein.

Das Programm inklusive Anmeldekarte steht Ihnen hier als Download zur Verfügung (PDF).

Veranstalter:

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V.
Fasanenstraße 5
10623 Berlin
Tel.: 030 284496-6
Fax: 030 284496-70
E-Mail: degemed@degemed.de