April, 2015

 

DKG zum Referentenentwurf der Krankenhausreform: Große Koalition verfehlt eigene Ziele deutlich

dkg_logo-900x450_jpg

„Anspruch und Wirklichkeit klaffen bei dem vorgelegten Reformkonzept noch weit auseinander. Das erklärte Ziel der Reform war, dass die Krankenhäuser auch in Zukunft eine hohe medizinische Qualität bieten können sowie sicher und gut erreichbar sind“, erklärt der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Thomas Reumann, zum jetzt vorgelegten Referentenentwurf. „Qualität, Sicherheit und Erreichbarkeit kann es nur geben, wenn in den Krankenhäusern genügend gut ausgebildete Ärzte und Pflegekräfte tagtäglich daran arbeiten können und ihre Gehälter auch finanziert werden. Außerdem müssen die Krankenhäuser baulich und mit ihrer Ausstattung auf dem neuesten Stand sein, um die steigenden Anforderungen an Qualität und Hygiene erfüllen zu können. An der Reform gibt es noch massiven Änderungsbedarf, ehe sie für die Krankenhäuser akzeptabel ist“, erklärt Reumann weiter.

Denn die Reform helfe nicht dabei, die Lohnerhöhungen des Personals, die ambulante Notfallversorgung oder die Investitionen zu finanzieren. Stattdessen soll es zusätzliche Dokumentationen und Kontrollen geben. „Die Zeit für mehr Bürokratie fehlt den Ärzten und Pflegekräften dann am Patientenbett und trägt ganz sicher nicht dazu bei, die medizinische Versorgung zu sichern“, so Reumann.

„Inakzeptabel sind die neu vorgesehenen Kürzungen bei der ohnehin unzureichenden Krankenhausvergütung“, erklärt der DKG-Präsident. „Die Regelfinanzierung muss sicherstellen, dass die Tarifsteigerungen für die 1,2 Millionen Beschäftigen von den Krankenhäusern bezahlt werden können. Das – und nicht auch noch Verschlechterungen – muss die Reform leisten.“ Stattdessen soll der Versorgungszuschlag von 0,8 Prozent ab 2017 ersatzlos wegfallen und von den sowieso schon zu niedrigen Krankenhauspreisen auch noch Produktivitätssteigerungen, vermutete Fehlbelegungen und ambulantes Potential abgezogen werden. Punktuelle Verbesserungen bei der Finanzierung der besonderen Aufgaben von Zentren, bei Mehrkosten durch G-BA-Beschlüsse oder Sicherstellungszuschläge, heilen diese Verschlechterungen nicht.

„Eines der Kernelemente der Reform, die Abkehr von der Systematik, dass der Preis für alle Krankenhäuser abgesenkt wird, wenn die Zahl der Patienten in einzelnen Krankenhäusern steigt, erweist sich bei genauerem Hinsehen als Mogelpackung“, moniert Reumann. Die Politik habe diese Systematik zwar als großen Fehler des Finanzierungssystems erkannt, reagiere aber nur halbherzig, weil diese sogenannte „doppelte Degression“ erst ab 2017 und auch nur teilweise abgeschafft werden solle. „Zudem werden neue Kürzungen in die Vereinbarungen der Landesbasisfallwerte eingebracht. Weiter werden die Abschläge auf die Vergütung von zusätzlichen Leistungen für das einzelne Krankenhaus so hoch angesetzt, dass es unattraktiv ist, überhaupt zusätzliche Leistungen zu erbringen. Der medizinische Fortschritt, die Lasten der demographischen Entwicklung und die rasante Zunahme von Demenzerkrankungen können so nicht finanziert werden.“

„Qualität, Sicherheit und Hygiene brauchen eine gute Bausubstanz und moderne medizinische Geräte“, so Reumann. Die Investitionskosten müssten ohne Wenn und Aber finanziert werden und dafür gebe es im Reformentwurf bisher keinerlei Ansatz. „Wenn Bund und Länder gemeinsam an einer Krankenhausreform arbeiten, sitzen alle für die Investitionsfinanzierung der Krankenhäuser Verantwortlichen am Tisch, und ich erwarte von ihnen ein solides Konzept. Herausgekommen ist bisher allerdings nichts. Das ist mehr als enttäuschend“, macht Reumann deutlich.

Die Krankenhäuser unterstützen die Qualitätsoffensive der Reform. Qualität ist seit jeher die Kernkompetenz der Krankenhäuser. Die Berücksichtigung von Qualitätskriterien bei der Krankenhausplanung ist eine sinnvolle Weiterentwicklung der Instrumente. Auch wollen die Krankenhäuser die Qualitätstransparenz für die Patienten erhöhen. Zu warnen ist aber vor den Qualitätsabschlägen. Erfolgsabhängige Vergütungsabschläge gibt es in keinem Bereich der Medizin in Deutschland. Die Koalition sollte die sachlich fundierte Ablehnung aller Verbände des Gesundheitswesens einschließlich der Krankenkassen ernst nehmen.

„Die Politik sollte aufhören, Probleme zu lösen, die keine sind und sich den Problemen zuwenden, die uns unter den Nägeln brennen“, fasst Reumann abschließend zusammen.

Dateien

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der 28 Mitglieder – 16 Landesverbände und 12 Spitzenverbände – in der Bundes- und EU-Politik und nimmt ihr gesetzlich übertragene Aufgaben wahr. Die 1.996 Krankenhäuser versorgen jährlich 18,8 Millionen stationäre Patienten und rund 18 Millionen ambulante Behandlungsfälle mit 1,2 Millionen Mitarbeitern. Bei 90 Milliarden Euro Jahresumsatz in deutschen Krankenhäusern handelt die DKG für einen maßgeblichen Wirtschaftsfaktor im Gesundheitswesen.

Kontakt:
Holger Mages
Dagmar Vohburger
Rike Stähler
Tel. (030) 3 98 01 -1020 / -1022 / -1023

Sekretariat
Stephanie Gervers
Tel. (030) 3 98 01 -1021
Fax (030) 3 98 01 -3021
e-mail: pressestelle@dkgev.de
web: www.dkgev.de

Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG)
Bereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Wegelystraße 3
10623 Berlin


DGPPN-Antistigma-Preis 2015: Gegen die Diskriminierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen

dgppn_logo_v3Pressemitteilung

Berlin, Mittwoch, 29. April 2015

 

Das Stigma, das oft mit einer psychischen Erkrankung einhergeht, erweist sich für die Betroffenen und auch ihre Angehörigen als schwerwiegende zusätzliche Belastung. Mit dem DGPPN-Antistigma-Preis setzt die DGPPN gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ein wichtiges Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Viel zu oft sehen sich Menschen mit psychischen Erkrankungen auch heute noch mit negativen Vorurteilen und Stereotypen konfrontiert – zum Beispiel, wenn sie als gefährlich, unberechenbar oder unsozial dargestellt werden. Die Angst vor Zurückweisung und Ausgrenzung ist für sie nicht nur eine enorme Belastung, sie kann sich auch negativ auf den Krankheitsverlauf auswirken. Die Stigmatisierung gilt daher auch als „zweite Krankheit“.

DGPPN-Präsidentin Dr. Iris Hauth unterstreicht deshalb, wie wichtig die Antistigma-Arbeit ist: „Mit dem DGPPN-Antistigma-Preis setzen wir als Fachgesellschaft gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ein wichtiges Zeichen – gegen die Diskriminierung und für die Akzeptanz.“ Professor Wolfgang Gaebel, Vorsitzender des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit und Vorstandsmitglied der DGPPN, erläutert die Ziele: „Das Vermeiden, aber auch das Bekämpfen von Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die uns alle betrifft und fordert. Ihre Bewältigung ist eine wesentliche Voraussetzung für den erfolgreichen Weg zu einer gelebten Inklusion, zu der wir alle einen Beitrag leisten können.“ Der Preis ist in diesem Jahr mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und honoriert damit zum 13. Mal Pro-jekte, Institutionen und Selbsthilfegruppen, die sich für eine nachhaltige gesellschaftliche Integration psychisch erkrankter Menschen einsetzen. Die Verleihung des Preises findet im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung auf dem DGPPN Kongress vom 25. bis 28. November 2015 im CityCube Berlin statt.

Bewerbungen sind bis zum 30. Juni 2015 möglich. Die Bewerbungsunterlagen sollten enthalten: kurze Selbstdarstellung der sich bewerbenden Personen oder Institutionen, Übersicht über bisherige Aktivitäten, Veröffentlichungen etc. zu diesem Thema sowie eine ausführliche Darstellung des Projektes oder der Aktivitäten, die durch Entstigmatisierung zur Integration psychisch erkrankter Menschen in die Gesellschaft beitragen. Daneben sollten die Bewerberinnen und Bewerber ausführlich darstellen, welche Bedeutung der Preis für die Fortführung ihres Projektes haben könnte.

 

Über die Vergabe des Preises entscheidet der Beirat der Stiftung für Seelische Gesundheit auf Grundlage der Empfehlung eines unabhängigen wissenschaftlichen Beirats unter Vorsitz von Professor Gaebel, dem folgende Jurorinnen und Juroren angehören: Prof. Dr. med. W. Gaebel (Düsseldorf), Dr. med. I. Hauth (Präsidentin DGPPN, Berlin), Prof. Dr. med. A. Deister (President Elect DGPPN, Itzehoe), Prof. Dr. med. P. Falkai (komm. Past President DGPPN, München), P.-G. Buyken (Schwaikheim), Prof. Dr. med. A. Finzen (Berlin), PD Dr. W. Kissling (München), Prof. Dr. med. D. Naber (Hamburg), G. Schliebener (BApK, Herford).

 

Weitere Informationen zur Ausschreibung finden Sie auf www.dgppn.de ( http://www.dgppn.de/fileadmin/user_upload/_medien/download/pdf/preisausschreibungen/2015/DGPPN-Antistigma-Preis_Ausschreibung_2015.pdf ).

 

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) ist die größte und älteste wissenschaftliche Vereinigung von Ärzten und Wissenschaftlern, die in Deutschland auf den Gebieten Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde arbeiten. Grundlage der Arbeit ist die Vision einer Gesellschaft, in der Menschen mit psychischen Erkrankungen unbehelligt von Vorurteilen leben können und in der sie die ihnen entsprechende Zuwendung und die notwendigen Hilfen erhalten. Für alle Menschen soll jederzeit und an jedem Ort die optimale, wissenschaftlich fundierte und individualisierte medizinische, psychologische und soziale Hilfe verfügbar sein.

 

Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ist eine bundesweite Initiative, gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit. Zu den rund 80 Mitgliedsorganisationen zählen die Selbsthilfeverbände der Betroffenen und Angehörigen von Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie Verbände aus den Bereichen Psychiatrie, Gesundheitsförderung und Politik. Gemeinsam setzen wir uns für einen offenen und toleranten Umgang mit Menschen mit psychischen Erkrankungen und den Abbau von Stigmatisierung und Diskriminierung in der der Gesellschaft ein. Initiiert wurde das Bündnis 2006 von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) gemeinsam mit Open the doors als Partner des internationalen Antistigma-Programms.

 

Kontakt

 

DGPPN-Geschäftsstelle

Jürg Beutler

Reinhardtstraße 27 B; 10117 Berlin

Tel.: 030.2404 77 – 211

E-Mail: pressestelle@dgppn.de ( mailto:pressestelle@dgppn.de )

 

Aktionsbündnis Seelische Gesundheit

Astrid Ramge

Reinhardtstraße 27 B · 10117 Berlin

Tel.: 030 / 24 04 77 – 213

Fax: 030 / 24 04 77 – 228

E-Mail: ramge@seelischegesundheit.net ( mailto:ramge@seelischegesundheit.net )

 

Download: pm15-04-antistigmapreis2015.pdf (171.56 KB) ( http://www.seelischegesundheit.net/images/stories/pressemitteilungen/2015/pm15-04-antistigmapreis2015.pdf )


Militärdelegation aus Ankara besucht Dr. Becker Klinik Möhnesee

Drei türkische Delegationsmitglieder und (v. links) Dr. Schubmann, Chefarzt Dr. Becker Klinik Möhnesee, Dr. Augstein, Oberärztin Dr. Becker Klinik Möhnesee und Dr. Holtherm vom Zentrum Sportmedizin Warendorf und die Dolmetscherin.

Seit über 15 Jahren werden in der Dr. Becker Klinik Möhnesee Soldaten nach Auslandseinsätzen rehabilitationsmedizinisch betreut. Am 28.04.2015 besuchte eine hochkarätig besetzte türkische Militärdelegation die Klinik, um sich vor Ort einen Eindruck von den therapeutischen Möglichkeiten und den organisatorischen Abläufen zu machen.

 

Drei türkische Delegationsmitglieder und (v. links) Dr. Schubmann, Chefarzt Dr. Becker Klinik Möhnesee, Dr. Augstein, Oberärztin Dr. Becker Klinik Möhnesee und Dr. Holtherm vom Zentrum Sportmedizin Warendorf und die Dolmetscherin.

Drei türkische Delegationsmitglieder und (v. links) Dr. Schubmann, Chefarzt Dr. Becker Klinik Möhnesee, Dr. Augstein, Oberärztin Dr. Becker Klinik Möhnesee und Dr. Holtherm vom Zentrum Sportmedizin Warendorf und die Dolmetscherin.

Anlass des Besuchs war ein Informationsaustausch zur spezifischen Rehabilitation besonderer Berufsgruppen. Denn auch in der türkischen Hauptstadt Ankara gibt es ein sehr großes Rehabilitationszentrum der türkischen Streitkräfte. Der Leiter der dortigen Einrichtung, Herr Brigadegeneral Bacanli war der Delegationsleiter. Er und drei türkische Soldaten führten mit Hilfe einer Dolmetscherin intensive Gespräche mit den Mitarbeitern der Dr. Becker Klinik Möhnesee und ließen sich Therapien vorführen. Im Vorfeld hatten sie bereits zu Informationszwecken das Zentrum Sportmedizin der Bundeswehr in Warendorf besucht.

Nach drei Stunden verabschiedete sich die Delegation mit einer Einladung zum Gegenbesuch in Ankara.

 

Dr. Becker Klinik Möhnesee

Die Dr. Becker Klinik Möhnesee ist auf kardiologische und psychosomatische Rehabilitation spezialisiert. 2.500 Patienten werden jährlich in der nordrhein-westfälischen Klinik auf höchstem medizinischem Niveau versorgt. Seit 2000 unterstützt das Team um Chefarzt Dr. Rainer Schubmann, Oberstarzt der Reserve,  in der Klinik auch Bundeswehrsoldaten erfolgreich bei ihrer Rehabilitation und der Wiederherstellung ihrer Dienstfähigkeit. Weitere Informationen unter www.dbkg.de/klinik-moehnesee  oder http://www.dbkg.de/neuigkeiten/wir_unterstuetzen_bundeswehrsoldaten.html

 

———————————————————————————–

Kontakt und Nachfragen:

Dr. Becker Klinikgesellschaft mbH & Co. KG
Rebecca Jung
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Parkstraße 10 / 50968 Köln

Tel. : (+49) 221 – 934647-48 / Fax : -40

rjung@dbkg.de http://www.dbkg.de

 


TOP JOB-Health Care – für eine gesündere Arbeitsplatzkultur: Neues Programm für Arbeitgeber im Gesundheitswesen

Pressemitteilung                                            28.04.2015
 

Konstanz – Das seit 2002 etablierte Arbeitgebersiegel TOP JOB bewertet und fördert ab sofort auch gezielt Organisationen des Gesundheitswesens: Arbeitgeber, die den definierten Qualitätskriterien des Siegels entsprechen, dürfen das Prädikat Top Job-Health Care tragen. Durch das Qualifizierungsprogramm verbessern die Organisationen ihre Arbeitgeberqualitäten und damit ihre Wettbewerbsposition. Die Teilnahme ist jährlich jeweils bis Oktober und die Anmeldung unter www.topjob.de möglich.

Ziel des neuen Zweigs von TOP JOB ist es, die Arbeitgeberqualitäten der Teilnehmer aus dem Gesundheitswesen zu steigern und sie weithin sichtbar zu machen. So können sie wettbewerbsfähig bleiben. „Denn“, so Silke Masurat, die Initiatorin von TOP JOB, „schon in naher Zukunft wird im Gesundheitswesen, noch mehr als in anderen Branchen, der Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt entschieden werden.“ Die Branche steht unter besonderem Druck: der Fachkräftemangel wirft seine Schatten längst voraus und gleichzeitig herrscht eine signifikante Burn-out-Gefahr. Die Generation Y wiederum findet in den zumeist hierarchiereichen Häusern nicht die Bedingungen vor, die sie brauchen und wünschen. So bleiben Engagement und Loyalität auf der Strecke und die Pflegequalität leidet. Wenn dann neue Leute nicht nachkommen, ist der Teufelskreis perfekt.

Diesen zu durchbrechen hat sich Masurat, Geschäftsführerin des Konstanzer Zentrums für Arbeitgeberattraktivität, zeag GmbH, mit dem Branchenfokus „Health Care“ zum Ziel gesetzt. Er soll Arbeitgebern im Gesundheitswesen helfen, ihre Arbeitswelten möglichst schnell an die aktuellen Gegebenheiten und Bedürfnisse anzupassen. „Gerade im Bereich der Pflege und Betreuung kommt es auf die zwischenmenschlichen Töne an. Mitarbeiter, die motiviert und zufrieden sind, wirken sich positiv auf das gesamte Team und die zu betreuenden Personen aus. Daher ist es uns wichtig, uns als Arbeitgeber stetig weiterzuentwickeln und unsere Qualitäten bei der Bewerbersuche sichtbar zu machen. Denn gut ausgebildete Fachkräfte und motivierte Auszubildende gibt es immer weniger“, beurteilt Sven Tilch, Geschäftsführer der Northeimer Tilch – Ganzheitliche Pflege und Betreuung, die Neueinführung. Die Pflegeeinrichtung hat in den letzten fünf Jahren bereits drei Mal die TOP JOB- Analyse eingesetzt und jedes Mal das TOP JOB-Siegel für herausragendes Personalmanagement erhalten.

 

Durch die von der Universität St. Gallen entwickelte Methodik, erkennen die Teilnehmer wo Ihre Stellschrauben sitzen, mit denen sie die Motivation der Mitarbeiter steigern und die Loyalität erhöhen können. Sie erfahren, wie es um die Zufriedenheit der Belegschaft bestellt ist, und erkennen, wie sich diese im Hinblick auf Engagement und Commitment auswirkt. Weiterhin ist sie ein Frühwarnsystem für kollektiven und individuellen Burn-out.

Das zugehörige Arbeitgebersiegel sorgt für die zunehmend wichtige Außenwirkung – es zeigt potenziellen Bewerbern, welche Arbeitgeber in der Branche eine gesunde und attraktive Arbeitswelt bieten und wo sich eine Bewerbung lohnt.

Für eine frühe Ergebnisaufbereitung noch im August ist die Anmeldung bis Mitte Mai nötig. Grundsätzlich läuft das Projekt bis in den Herbst – spätester Anmeldetermin ist der 15. Oktober 2015.Weitere Informationen stehen unter www.topjob.de bereit oder können direkt unter projektberatung@topjob.de angefordert werden.

 

Der Unternehmensvergleich „Top Job“

Seit 2002 prämiert und entwickelt „Top Job“ mittelständische Arbeitgeber mit herausragender Personalarbeit. Die Organisation obliegt der zeag GmbH – Zentrum für Arbeitgeberattraktivität. Die wissenschaftliche Leitung des Benchmarkings liegt in den Händen von Prof. Dr. Heike Bruch und ihrem Team vom Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen. Mentor des Wettbewerbs ist Bundeswirtschaftsminister a. D. Wolfgang Clement. Die Organisation des Projekts ging zum Jahreswechsel von der compamedia GmbH auf die zeag GmbH über.

 

Der Organisator: zeag GmbH I Zentrum für Arbeitgeberattraktivität

Das Zentrum für Arbeitgeberattraktivität wurde 2015 neu gegründet. Die zeag GmbH ist eine Ausgründung aus der compamedia GmbH, die das Projekt zuvor organsierte. Unter dem Dach Zentrum für Arbeitgeberattraktivität fasst die frühere compamedia-Geschäftsführerin und zeag-Gründerin, Silke Masurat, die beiden Projekte ETHICS IN BUSINESS und TOP JOB thematisch zusammen.

 

zeag begleitet und prämiert damit mittelständische Unternehmen, die auf den Gebieten Personalmanagement und unternehmerische Gesellschaftsverantwortung bereits herausragendes leisten oder mittelfristig leisten möchten.
 

Ansprechpartner zeag GmbH
Silke Masurat
Telefon 07531 58485-15
masurat@zeag-gmbh.de
 

zeag GmbH

Turmstraße 12

78467 Konstanz

Telefon 07531 58485-14

Telefax 07531 58485-11


„Mobilität im Alter“ – DB Regio und Hochschule Fresenius forschen gemeinsam

hochschule Fresenius logoDienstag, 28. April 2015

Hochschule Fresenius gem. GmbH

PRESSEINFORMATION

 

Berlin – Modernisierungen in öffentlichen Verkehrsmitteln sollen künftig zur Sicherung des Gesundheits- und Sozialsystems beitragen

DB Regio Bus, der Busbereich des DB-Konzerns, hat mit dem Institut für komplexe Gesundheitsforschung der Hochschule Fresenius eine Kooperation zur Erforschung der „Mobilität im Alter“ abgeschlossen. Die Zusammenarbeit läuft zunächst bis April 2016. Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie Senioren den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Zukunft besser nutzen können.

Prof. Dr. Christian T. Haas, Forschungsdekan des Fachbereichs Gesundheit & Soziales der Hochschule Fresenius und Direktor des Instituts für komplexe Gesundheitsforschung, sagt dazu: „Mobilität ist ein evolutionäres menschliches Grundbedürfnis. Insbesondere bei älteren Mitbürgern steht sie im engen Zusammengang mit der Fähigkeit, sich möglichst lange selbst versorgen zu können und die Gesundheit zu erhalten. Und dies wiederum ist die Basis für Lebensqualität und Würde im Alter. Daher sind alle Maßnahmen, die die Mobilität sichern und optimieren, für das gesamte Gesundheits- und Sozialsystem von hoher Bedeutung.“

Michael Hahn, Vorstand DB Regio Bus, ergänzt aus Unternehmenssicht: „Die Gesellschaft und damit unsere Fahrgäste werden immer älter. Um sie als Kunden zu halten und ältere Menschen als Fahrgäste zu gewinnen, müssen sich unsere Verkehrsmittel ihren Bedürfnissen anpassen. Dabei hilft die Kooperation.“

Geht es um Mobilität, treffen stets verschiedene technische und infrastrukturelle Voraussetzungen – wie beispielsweise die Einstiegshöhe eines Busses oder die Position und Höhe des Sitzplatzes – auf die physiologisch-motorische und kognitive Leistungsfähigkeit des einzelnen Fahrgastes. Im Rahmen der Kooperation untersuchen DB Regio Bus und Hochschule Fresenius mit unterschiedlichen Analyseverfahren, an welchen Stellen Probleme in der Nutzbarkeit des ÖPNV auftreten und entwickeln auf Grundlage dieser Diagnose adäquate Lösungsmöglichkeiten. „Dabei spielen auch die Einstellungen und Motive der Zielgruppe eine wesentliche Rolle“, so Haas. „Mobilität bedeutet vor allem, dem Menschen Anschlussaktivitäten zu ermöglichen – ganz gleich, ob diese der Grundversorgung dienen oder die Ausübung des Berufes gewährleisten, kultureller oder sportlicher Art sind. Es geht eben nicht nur um die Beförderung von A nach B.“ Trotz Digitalisierung und Fortschritt setze die Erledigung zahlreicher Alltagsaufgaben immer noch die persönliche Präsenz eines Menschen voraus. „Außerdem ist der direkte Kontakt zwischen Menschen ein wichtiges Merkmal unserer Gesellschaft. Der öffentliche Personennahverkehr trägt maßgeblich dazu bei, dass dieser überhaupt zustande kommt.“

Pressekontakt:

Alexander Pradka

Hochschule Fresenius Standort Idstein

Tel. + 49 (0) 6126 9352-27

Fax + 49 (0) 6126 9352-10

alexander.pradka@hs-fresenius.de

www.hs-fresenius.de

 

Jürgen Kornmann

Sprecher Personenverkehr

Tel. + 49 (0) 30 297-60010

Fax + 49 (0) 30 297-61517

presse@deutschebahn.com

www.deutschebahn.com/presse

 

 

Herausgeber: DB Mobility Logistics AG

Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland

Verantwortlich für den Inhalt:

Leiter Kommunikation Oliver Schumacher

 


Weißer BARKAS startklar für Infomobiltour des BFW Leipzig durch Mitteldeutschland

Corinna Schulze und Steffen Gonsior beraten am weißen BARKAS vor Ort zur beruflichen Rehabilitation. Auto: A. Starke, BFW Leipzig

Das Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) startet seine diesjährige Infomobiltour durch Mitteldeutschland am 5. Mai. In Eilenburg wird das Team des BFW Leipzig seinen ersten von insgesamt 7 Beratungsstopps einlegen.

Corinna Schulze und Steffen Gonsior beraten am weißen BARKAS vor Ort zur beruflichen Rehabilitation. Auto: A. Starke, BFW Leipzig

Corinna Schulze und Steffen Gonsior beraten am weißen BARKAS vor Ort zur beruflichen Rehabilitation. Auto: A. Starke, BFW Leipzig

Im Gepäck von Corinna Schulze und Steffen Gonsior sind viele Angebote zur beruflichen Rehabilitation. „Die Interessierten können uns am Informationsstand am weißen BARKAS besuchen“, erklärt Corinna Schulze. „Wir werden dann unsere Beratung auf die Zugangsmöglichkeiten sowie die Inhalte unserer Qualifizierungsangebote ausrichten.“

Dieser Vororttermin bietet den Beratungsexperten aus dem BFW Leipzig die Möglichkeit, in einem ersten Gespräch auf einzelne Fälle gezielt einzugehen. „Dabei zeigen wir den Interessenten die Chancen und Wege für einen Wiedereinstieg ins Berufsleben trotz gesundheitlicher Einschränkungen auf“, klärt Steffen Gonsior den Hintergrund der gesamten Mitteldeutschlandtour auf.

„Wir freuen uns wieder vor Ort in den Regionen Mitteldeutschlands unterwegs zu sein“, ergänzt Corinna Schulze vom Bereich Marketing des BFW Leipzig. „Dabei bauen wir auf den positiven Erfahrungen der letzten vier Jahre auf.“ Mit der Tour reagiere man die den weiterhin großen Informationsbedarf der Betroffenen, die durch Krankheit oder Unfall eine berufliche Rehabilitation in Anspruch nehmen müssen.

Die berufliche Rehabilitation bietet für mehrere Seiten positive Aspekte. Zum einen erhalten betroffene Menschen eine zweite Chance auf einen Neubeginn im Arbeitsleben, Unternehmen könnten besonders auf diese Menschen bauen, die mit viel Lebens- und Berufserfahrung diesen Weg der beruflichen Qualifizierung gingen. Es gehöre viel Willen und Engagement dazu, trotz gesundheitlicher Einschränkungen wieder ins Arbeitsleben einsteigen zu wollen.

Die Infomobiltour wird in diesem Jahr in den Frühjahrs- und Sommermonaten insgesamt 7 Standorte in Sachsen und Sachsen-Anhalt anfahren. Auf der Internetseite können Interessenten vorab die Termine einsehen: www.bfw-leipzig.de/aktuelles/veranstaltungen.html

2.110 Zeichen

Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

Termine der Infomobiltour durch Mitteldeutschland:

05.05.2015    Eilenburg, 8:00 Uhr bis 14:00 Uhr auf dem Marktplatz vor dem Rathaus

02.06.2015    Chemnitz, 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr auf dem Neumarkt vor Galeria Kaufhof

09.06.2015    Merseburg, 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr vor der Klia-Passage

01.07.2015    Altenburg, 8:30 Uhr bis 14:30 Uhr auf dem Wochenmarkt

11.08.2015    Borna, 08:30 Uhr bis 15:00 Uhr auf dem Marktplatz

26.08.2015    Oschatz, 9:00 Uhr bis 15.00 Uhr auf dem Altmarkt

08.09.2015    Halle, 09:00 Uhr bis 14:00 Uhr Nähe Ratshof

BFW Leipzig

Seit mehr als 20 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet der beruflichen Rehabilitation tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück in ein erfülltes Arbeitsleben angeboten. Die Leistungen als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Chemnitz, Döbeln, Plauen und Zwickau zur Verfügung. Die vielfältigen Angebote sind ein wichtiger Beitrag nicht nur um Menschen wieder in den Arbeitsprozess zurückzuführen, sondern tragen auch durch die Orientierung am Arbeitsmarkt zur Lösung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft bei. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

Weitere Informationen und Bildmaterial:

Berufsförderungswerk Leipzig gemeinnützige GmbH
Michael Lindner
Leiter PR | Unternehmenskommunikation
Georg-Schumann-Straße 148
04159 Leipzig
Tel.: 0341 | 9175120
Fax: 0341 | 917563120
E-Mail: presse@bfw-leipzig.de
Internet: http://www.bfw-leipzig.de/presse


BWKG-Indikator 1/2015: Zukunftserwartungen der Krankenhäuser so schlecht wie nie

Rehabilitationseinrichtungen im BWKG-Indikator 1/2015: Ergebnisse der Gewinn- und Verlustrechnungen 2010 bis 2014 (2014 erwartet) – in Prozent

Pressemitteilung

 

Rehabilitationseinrichtungen im BWKG-Indikator 1/2015: Ergebnisse der Gewinn- und Verlustrechnungen 2010 bis 2014 (2014 erwartet) – in Prozent

Rehabilitationseinrichtungen im BWKG-Indikator 1/2015: Ergebnisse der Gewinn- und Verlustrechnungen
2010 bis 2014 (2014 erwartet) – in Prozent

 

Reumann zu aktuellen Gesetzesplänen: Es gibt massiven Änderungsbedarf

 

(Stuttgart, 27.04.2015) – Die wirtschaftliche Lage der Gesundheitseinrichtungen im Land ist unverändert schlecht“, betont der Vorstandsvorsitzende der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG), Thomas Reumann, mit Blick auf die Ergebnisse des aktuellen BWKG-Indikators (1/2015). 45,4 % der Krankenhäuser, 40,8 % der Reha-Einrichtungen und 39,1 % der Pflegeeinrichtungen hatten im Jahr 2014 ein Defizit.

 

Aufsetzend auf diesem hohen Defizitsockel erwarten 70% der Krankenhäuser dass sich ihre wirtschaftliche Lage in den kommenden zwölf Monaten weiter verschlechtern wird. So schlecht waren die Zukunftserwartungen der Krankenhäuser noch nie. „Die Stimmung ist dramatisch schlecht“, macht der Vorstandsvorsitzende, der auch Reutlinger Landrat ist, deutlich. Denn die KH würden von verschiedenen Seiten in die Zange genommen. Als Beispiele hierfür nannte er die niedrigen Krankenhauspreise für 2015, die enttäuschenden Planungen für eine zwischen Bund und Ländern abgestimmte Krankenhausreform und den bestehenden Stau bei der Investitionsförderung.

 

„Wir sehen uns in der Verantwortung, immer wieder nach Möglichkeiten zur Steigerung der Qualität der Patientenversorgung und –sicherheit zu suchen. Wenn es aber nicht gelingt, das Finanzierungssystem so zu ändern, dass die Lohnerhöhungen für die Krankenschwester und den Krankenpfleger am Patientenbett finanziert werden, laufen diese Bemühungen ins Leere“, so Reumann. Die Politik müsse hier schnell handeln. Die bisherigen Pläne der „Bund-Länder-Arbeitsgruppe“ seien eine große Enttäuschung für die Kliniken.

 

Die aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen bewirken, dass der Preis mit dem die Krankenhausleistungen im Jahr 2015 abgerechnet werden, deutlich niedriger ist als notwendig. „Die gesetzlichen Vorgaben führen dazu, dass der Landesbasisfallwert nur um 1 % steigt, obwohl die Personalkosten gleichzeitig um über 3 % zulegen“, so Reumann. Ein Grund hierfür sei beispielsweise, dass der Preis für alle Krankenhäuser nach wie vor abgesenkt wird, wenn die Zahl der Patienten in einzelnen Krankenhäusern steigt. Die Politik habe diese Systematik als großen Fehler des Finanzierungssystems erkannt, reagiere aber nur halbherzig, weil die so genannte „doppelte Degression“ erst ab 2017 und auch nur teilweise abgeschafft werden soll.

 

Die bisher bekannt gewordene Umsetzung der Eckpunkte lasse eher eine weitere Verschlechterung der Situation befürchten: „Weil der Versorgungszuschlag gestrichen werden soll, starten die Krankenhäuser de facto mit einem Abschlag von 0,8% in die Reform. Die Vorgabe, dass mögliche Produktivitätssteigerungen zu Preisabsenkungen führen sollen, beinhaltet in dem personalintensiven Krankenhausbereich die Gefahr einer Abwärtsspirale beim Personal. Weil wir in Baden-Württemberg überdurchschnittlich viele Pflegekräfte am Krankenbett haben, wären die Kliniken im Südwesten davon besonders bedroht.“, so Reumann weiter.

 

„Dass darüber hinaus in den gemeinsam von Bund und Ländern vorgelegten Gesetzesplänen keine verlässliche Finanzierung der Investitionskosten vorgesehen ist, das ist ein Armutszeugnis“, betont Reumann. Zwar hätte die grün-rote Landesregierung die Investitionsmittel in den vergangenen Jahren deutlich aufgestockt. Dennoch gäbe es nach wie vor einen Investitionsstau, gerade auch bei der Pauschalförderung. Dies haben in der BWKG-Indikator-Umfrage 90% der Krankenhausgeschäftsführer bestätigt. Den Krankenhäusern fehlen daher Mittel für die Beschaffung und die Modernisierung der immer wichtiger werdenden IT-Infrastruktur und für medizinische Geräte, aber auch für die Sanierung von Patientenzimmern oder die Beschaffung von modernen Krankenhausbetten.

 

Auch die wirtschaftliche Situation der Reha-Einrichtungen ist nach wie vor problematisch. 40,8 % der Einrichtungen haben das Jahr 2014 mit roten Zahlen abgeschlossen. „Es ist dringend notwendig, dass die Politik das Thema Rehabilitation endlich ernst nimmt und auch tatsächlich aktiv wird“, so Matthias Einwag, der Hauptgeschäftsführer der BWKG.

 

Hier setzt die landesweite BWKG-Reha-Kampagne mit dem Motto „Umsonst ist keine Reha.“ an. Mit ihr werben die BWKG und die baden-württembergischen Reha-Kliniken für eine konsequente Politik zugunsten der Reha (www.umsonst-ist-keine-reha.de). Die BWKG fordert:

 

  1. Eine Reha muss schnell und einfach beantragt werden können. Im Fall einer Ablehnung müssen die Gründe dem Betroffenen transparent gemacht werden.

 

  1. Keine Reha-Steuerung nach Kassenlage: Jede medizinisch notwendige Reha muss finanziert werden. Die weiterhin bestehende Budgetierung der Reha-Ausgaben der Rentenversicherung muss aufgehoben werden. Es muss einen finanziellen Ausgleich zwischen der Pflege- und der Krankenversicherung geben.

 

  1. Die aktuellen Vergütungssätze reichen nicht, um die notwendigen Reha-Leistungen zu finanzieren. Wir fordern ein Gesetz, das endlich die gerechte Vergütung von Reha-Leistungen festschreibt!

 

Bei den geriatrischen Reha-Einrichtungen schrieben 57 % der Einrichtungen 2014 rote Zahlen. Die finanzielle Situation der geriatrischen Reha-Einrichtungen hat sich damit auf weiter schlechtem Niveau leicht verbessert.

 

Auch die Pflegeeinrichtungen haben nach wie vor mit schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen zu kämpfen. 39,1 % der Pflegeeinrichtungen haben das Jahr 2014 mit roten Zahlen abgeschlossen. Außerdem haben die Pflegeeinrichtungen große Schwierigkeiten, Pflegefachkräfte zu finden. „Es ist alarmierend, wenn 74,9 % der Pflegeeinrichtungen sich schwer damit tun, das notwendige Fachpersonal zu finden. Besonders problematisch ist, wenn jede zweite Pflegeeinrichtungen Schwierigkeiten dabei meldet, Altenpflegeschüler zu finden“, so Einwag. Es sei dringend erforderlich, dass die Rahmenbedingungen für die Pflegeeinrichtung so gestaltet werden, dass sie auch in Zukunft qualifiziertes Personal an sich binden können.

 

Bei der Umfrage zum BWKG-INDIKATOR befragt die BWKG die Geschäftsführer der Mitgliedseinrichtungen (Krankenhäuser, Rehabilitations- und Pflegeeinrichtungen in Baden-Württemberg) halbjährlich zu ihrer Einschätzung der wirtschaftlichen Situation und der Arbeitsmarktentwicklung. Das Ergebnis des BWKG-Indikators 1/2015 finden Sie  hier als PDF zum Download.

 

Ihre Ansprechpartnerin:

Annette Baumer, Referentin für Presse und Politik

baumer@bwkg.de, Telefon 0711 25777-45

 

BWKG Baden-Württembergische
Krankenhausgesellschaft e.V.
Telefon 0711 25777-0
Telefax 0711 25777-99
Birkenwaldstraße 151
70191 Stuttgart
www.bwkg.de

Ausschreibung: DGPPN-Medienpreis für Wissenschaftsjournalismus

Presseinformation Nr. 14 | 24.04.2015
Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)

Mit insgesamt 15.000 Euro ist der Medienpreis für Wissenschaftsjournalismus dotiert, den die DGPPN in Verbindung mit der Stiftung für Seelische Gesundheit 2015 zum siebten Mal auslobt. Auch in diesem Jahr wird der DGPPN-Medienpreis zu gleichen Teilen in den Kategorien Print- und Onlinemedien, TV und Hörfunk verliehen. Die Bewerbungsfrist läuft bis 30. Juni 2015.

Haben Sie in den letzten zwölf Monaten über psychiatrische Themen berichtet? Haben Sie in einer TV-Dokumentation Menschen mit psychischen Erkrankungen porträtiert? Oder haben Sie ein Radio-Interview mit einem Experten geführt und dabei eine bestimmte psychische Erkrankung in den Fokus gerückt? Dies sind nur wenige Beispiele, mit denen sich Journalistinnen und Journalisten bis 30. Juni 2015 für den DGPPN-Medienpreis für Wissenschaftsjournalismus bewerben können.

Prämiert werden Arbeiten, die zur Popularisierung wissenschaftlicher Sachverhalte aus den Bereichen Psychiatrie, Psychotherapie sowie seelische Gesundheit beitragen und die allgemein verständlich sind. Entscheidend sind die originäre und originelle journalistische Bearbeitung aktueller wissenschaftlicher Diskurse und Themen sowie der Nutzwert für die Rezipienten. Die Auszeichnung wird für herausragende Arbeiten, Formate und Konzepte in den Kategorien Print- und Onlinemedien, TV sowie Hörfunk vergeben. Das Preisgeld für jede Teilkategorie beträgt jeweils 5.000 Euro. Teilnahmeberechtigt sind Journalistinnen und Journalisten, die in deutschsprachigen Medien veröffentlichen. Die Preisvergabe erfolgt im Rahmen des diesjährigen DGPPN Kongresses vom 25. bis 28. November 2015 in Berlin.

Zur Ausschreibung

Mit sieben weiteren Preisen unterstreicht die DGPPN die Bedeutung psychischer Erkrankungen. Im Mittelpunkt steht die Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern mit herausragenden Leistungen in der Forschung oder Versorgung. Hinzu kommen zwei gesellschaftliche Auszeichnungen. Die DGPPN-Preise sind mit insgesamt 97.000 Euro dotiert.

Mehr erfahren

Kontakt:

DGPPN Pressestelle
Jürg Beutler
Reinhardtstraße 27 B
10117 Berlin
Tel.: 030 2404 772-11
E-Mail für Bewerbungen: preise[at]dgppn.de


Team der Geschäftsstelle des Bundesverbandes Geriatrie e.V. weiter profiliert

Verstärkung in der Geschäftsstelle des Bundesverbands Geriatrie: Seit April 2015 gehört Herr Sebastian Holtmann (32) zum Team der Referentinnen und Referenten in Berlin. Herr Holtmann wird die Geschäftsführung in der Projektarbeit sowie bei politischen und wirtschaftlich relevanten Themen in der öffentlichen Kommunikation unterstützen.

Herr Holtmann studierte an der Universität Kassel/Technischen Universität Darmstadt Politikwissenschaften. Bereits neben dem Studium konnte er als Mitarbeiter des international tätigen Gesundheitskonzerns Fresenius erste Erfahrungen in der politischen Kommunikation sammeln.

„Mit dem Eintritt von Herrn Holtmann können wir die Arbeit der Geschäftsstelle noch effizienter gestalten und weiter profilieren“, erklärte der Geschäftsführer des Bundesverbandes, Dirk van den Heuvel. „Mit dieser personellen ‚Verstärkung‘ gewinnen wir für den Bundesverband weitere wichtige Kompetenz hinzu, die heute für die Führung eines bundesweit aufgestellten Verbandes unerlässlich ist.“

Bundesverband Geriatrie e.V.
Reinickendorfer Straße 61
13347 Berlin
Tel.: 030 / 339 88 76 – 10
Fax: 030 / 339 88 76 – 20
E-Mail: geschaeftsstelle@bv-geriatrie.de
www.bv-geriatrie.de


Synthetische Drogen auf dem Vormarsch

Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Quelle: BPA/ Denzel

Pressemitteilung

Drogenbeauftragte der Bundesregierung und BKA-Präsident stellen die Rauschgiftlage und die Zahlen der Drogentoten 2014 vor.

 Die Zahl der polizeilich erfassten Fälle von Rauschgiftkriminalität ist im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr um fast zehn Prozent gestiegen und hat mit 276.734 Fällen wieder das Niveau des Jahres 2005 erreicht.

Die Anzahl der Erstauffälligen Konsumenten harter Drogen (EKhD) nahm um rund fünf Prozent (20.120 Konsumenten), die der Tatverdächtigen um knapp zehn Prozent (228.110 Tatverdächtige) zu.

Ebenso stieg die Zahl der Drogentoten um drei Prozent auf 1.032 Personen leicht an. Während die Anzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Konsum von Heroin, Kokain und Crack seit Jahren zurückgeht, steigt die Anzahl der Todesfälle nach dem Konsum von Amphetaminen und Metamphetaminen. Auffällig ist die um das Fünffache gestiegene Anzahl der Todesfälle nach dem Konsum Neuer Psychoaktiver Stoffe (NPS), so genannter „Legal Highs“.

Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Quelle: BPA/ Denzel

Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Quelle: BPA/ Denzel

Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung: “Der zuletzt leichte Anstieg der Drogentodeszahlen trübt den Blick auf die langfristig positive Entwicklung. Denn die Anzahl der Drogentoten hat sich seit 2000 halbiert. Das ist ein Erfolg der Drogen- und Suchtpolitik der Bundesregierung. Dennoch ist jeder Todesfall ein Todesfall zu viel. Ich habe in diesem Jahr verschiedene Initiativen auf den Weg gebracht. Wir haben nunmehr zusätzliche finanzielle Mittel für die Prävention im Bereich ‚Crystal Meth‘ zur Verfügung und wir erarbeiten neue gesetzliche Regelungen, um den Handel mit Neuen Psychoaktiven Substanzen besser zu unterbinden. Außerdem sollen die Bedingungen der Substitutionsbehandlung für Ärzte verbessert werden. Denn eine gelungene Substitution ist der beste Schutz vor einem Drogentod bei einer Opiatabhängigkeit.“

Der Anstieg der Todesfälle zeigt, dass die Bundesregierung in ihren Aktivitäten gegen Drogen und Sucht nicht nachlassen darf. Um die Gründe für den Anstieg herauszufinden, werden aktuelle Trends analysiert. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Gründe vielschichtig sind. Dies gilt auch für die regionalen Unterschiede. Auffällig ist neben dem Anstieg der Todesfälle durch Crystal Meth und NPS der Anstieg der Suizide von Drogenabhängigen. Hinzu kommen Todesfälle durch Langzeitschäden des Drogenkonsums, etwa auf Grund einer Leberschädigung durch eine Hepatitis-Infektion; letztere liegt oft über 30 Jahre zurück und führt erst viele Jahre später zum Tod.

In enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Landesbehörden erzielte das BKA im Jahr 2014 besondere Ermittlungserfolge: Im September 2014 konnten 330 Kilogramm Heroin mit einem geschätzten Straßenhandelspreis von mehr als 50 Millionen Euro sichergestellt werden. Anfang November 2014 beschlagnahmten Ermittler des BKA 2,9 Tonnen Chlorephedrin, geeignet zur Herstellung von rund 2,3 Tonnen Crystal mit einem geschätzten Straßenverkaufswert von 184 Millionen Euro.

„Die großen Sicherstellungsmengen dieser beiden Substanzen sind einmalig in Deutschland“, sagt BKA-Präsident Holger Münch. „Die Sicherstellungen verdeutlichen die wichtige Rolle Deutschlands als Transitland und als Absatzmarkt für Rauschgift. Der Drogenhandel gehört nach wie vor zum Kerngeschäft Organisierter Kriminalität“.

Trotz des weiterhin hohen Zufuhrdrucks von Heroin und Kokain aus dem Ausland ist eine sukzessive Veränderung des Rauchgiftmarktes festzustellen: Die Zahlen der EKhD von Heroin und Crack, etwas schwächer ausgeprägt auch von Kokain, gehen seit zehn Jahren zurück. Während im Jahr 2004 noch 5.324 EKhD von Heroin registriert wurden, waren es im vergangenen Jahr 1.648. Heroin spielt heute in Europa eine geringere Rolle als noch vor zehn Jahren, wohingegen Stimulanzien, synthetische Drogen, Cannabis und Arzneimittel immer mehr an Bedeutung gewinnen.

„Synthetische Drogen werden bei Rauschgift-Konsumenten immer beliebter. Die Verfügbarkeit von Amphetaminen und Metamphetaminen ist ungebrochen hoch.“, sagt BKA-Präsident Holger Münch. Die in Deutschland am häufigsten festgestellte synthetische Droge bleibt Amphetamin. Ecstasy weist nach Jahren rückgängiger Fall- und Sicherstellungszahlen wieder deutlich steigende Tendenzen auf.Mitverantwortlich hierfür ist die große Zahl der illegalen Amphetamin- und Ecstasylaboratorien mit ihren hohen Produktionskapazitäten in den Niederlanden und in Belgien.

Darüber hinaus gewinnt auch die Droge Crystal weiter an Bedeutung. Die hohe Verfügbarkeit aufgrund zunehmender Produktionskapazitäten überwiegend in der Tschechischen Republik führt zur weiteren Ausbreitung von Crystal in Deutschland.

Holger Münch erklärt: „So genannte „Legal Highs“ etablieren sich mehr und mehr in der Rauschgiftszene.“
In Deutschland sind mittlerweile über 1.500 verschiedene Produkte mit rund 160 unterschiedlichen NPS festgestellt worden. Allein im vergangenen Jahr wurden 58 neue Wirkstoffe erstmals auf dem deutschen Markt festgestellt. Problematisch ist, dassder Handel mit neuen Stoffen nicht unmittelbar unter Strafe gestellt ist, dies erfolgt erst durch die zeitaufwendige Aufnahme jedes einzelnen Stoffes in die Anlagen zum Betäubungsmittelgesetz. „Ich spreche mich klar für eine andere Verfahrensweise aus. Es müssen ganze Stoffgruppen unter Strafe gestellt werden“, betont Holger Münch.

Auf dem europäischen Markt ist Cannabis das am häufigsten sichergestellte Betäubungsmittel. Dies bestätigt sich 2014 auch in Deutschland. Bei knapp der Hälfte aller Sicherstellungsfälle (63.519) wurde Marihuana beschlagnahmt. Dass Marihuana bei den Konsumenten beliebter ist als Haschisch dürfte auch auf den seit zehn Jahren zu beobachtenden Zuwachs von Indoorplantagen in Deutschland zurückzuführen sein.

Eine zusätzliche Herausforderung für die Strafverfolgung ist der Handel und Vertrieb von Drogen über das Internet. Hersteller, Lieferanten, Einzelhändler, Website-Hoster und Zahlungsabwicklungsdienste sind häufig in verschiedenen Ländern ansässig. Die Kontrolle und Eingriffsmöglichkeiten werden dadurch sowie durch die zunehmende Nutzung von Anonymisierungsdiensten erheblich erschwert.

Ergänzende Zahlen und Informationen zur Rauschgiftlage können über die Homepage des BKA unter www.bka.de und auf der Internetseite der Drogenbeauftragten der Bundesregierung unter www.drogenbeauftragte.de abgerufen werden.

Bundeskriminalamt
Pressestelle
Thaerstraße 11
65193 Wiesbaden
Tel.: 0611-55-13083
Fax.: 0611-55-12323
Email: Pressestelle@bka.bund.de
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung
Geschäftsstelle
Friedrichstraße 108
10117 Berlin
Tel.: 030/018 441-4412
Fax.: 030/018 441-4960
Email: drogenbeauftragte@bmg.bund.de