März, 2015

 

Neuer Report zeigt: Betriebliche Gesundheitsförderung kann krankheitsbedingte Fehlzeiten um ein Viertel senken

31.03.2015. Seit einem Jahrzehnt steigt die Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage in Deutschland fast kontinuierlich an. Die Kosten für die ausgefallene Bruttowertschöpfung sind immens (2013: 103 Mrd. €). Gleichzeitig gibt es immer weniger Beschäftigte, die sich von ihrem Unternehmen bei der Gesunderhaltung unterstützt fühlen. Dabei kann betriebliche Prävention einen Beitrag zur Gesunderhaltung der Belegschaften leisten und für die Betriebe auch ökonomischen Nutzen erzielen.
Der neue Report der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) gibt dazu einen Überblick – auf Basis von rund 2.400 Studien. Aus Unternehmenssicht besonders erfreulich: Betriebliche Gesundheitsförderung lohnt sich. Die krankheitsbedingten Fehlzeiten sinken um durchschnittlich ein Viertel. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis (Return on Investment; ROI) ist überaus positiv: Mit jedem investierten Euro können im Ergebnis 2,70 Euro durch reduzierte Fehlzeiten eingespart werden. Für Investitionen in den Arbeitsschutz zeigt sich ein vergleichbar positives Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Und auch die Beschäftigten profitieren. Ein Großteil der Studien belegt eine Verbesserung ihrer körperlichen bzw. psychischen Verfassung. Häufig ist der Nutzen von BGF dann besonders hoch, wenn Programme verschiedene Maßnahmen berücksichtigen, sei es, dass sie die Betroffenen darin unterstützen, ihr Verhalten zu verändern und/oder ein gesundheitsförderndes Umfeld schaffen. Besonders deutlich wird dies bei der Prävention psychischer Erkrankungen, aber auch bei Programmen der Bewegungsförderung, der Gewichtsreduktion oder der Nikotinentwöhnung.

Dennoch gibt es für betriebliche Prävention in vielen Unternehmen noch Entwicklungspotenzial. Der iga.Report 28 bietet belastbare Erkenntnisse, um die Entscheider in Betrieben zu überzeugen. Trotz komplexer Wirkungsweisen gibt es für BGF und Prävention ebenso wie für den Arbeitsschutz wissenschaftliche Evidenz für die Wirksamkeit bestimmter Maßnahmen.

Zugleich gibt der Report Hinweise, dass zu diesen Themen weitere Forschung notwendig ist, um gesicherte Aussagen treffen zu können.

Der iga.Report 28 ist hier abrufbar.

Pressekontakt:
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Initiative Gesundheit und Arbeit
In der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) kooperieren gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung. Ziel der Initiative ist es, arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren durch Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheitsförderung vorzubeugen. Getragen wird iga vom BKK Dachverband e.V., der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), dem AOK-Bundesverband und dem Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek).  www.iga-info.de


Hyperthermie als Baustein einer integrativen Behandlung von onkologischen und chronischen Krankheiten

Am 18. April 2015 findet  an der Fakultät für Pharmazie der Medizinischen Universität Wrocław die 3. Internationale Konferenz zum Thema „Ganzheitlicher Ansatz bei Prophylaxe und Behandlung von onkologischen und chronischen Krankheiten“ statt („integrative approach to prophylaxis and treatment of chronic and oncological diseases“). Bei dem Kongress eröffnet Prof. Dr. András Szász die Vortragsreihe zur Hyperthermie mit seinem Beitrag „Klinische Erfahrung und Zukunftstrends bei der Behandlung von Tumoren durch Hyperthermie.“ Prof. Szàsz ist Begründer der Oncothermie, einer speziellen, regional eingesetzten Form der Wärmetherapie. Weitere Referate lauten: „Ergänzende Therapien in der Onkologie“, „Der Einsatz von Hyperthermie / Oncothermie als Monotherapie und Kombinationstherapie bei der Bekämpfung von Krebs“. Im Anschluss übernimmt Prof. Dr. Szász die Moderation eines Workshops zu Themen wie „Traditionelle chinesische Medizin in der Onkologie“ oder „Neue Paradigmen in der Behandlung von chronischen Krankheiten.“

Angesichts des immer noch existierenden West-Ost-Gefälles bei der Anzahl der tödlich verlaufenden Krebserkrankungen ist auch Polen auf der Suche nach „neuen Paradigmen“. Analysen legen nahe, dass 2015 in der Europäischen Union zum ersten Mal vermutlich mehr Frauen an Lungenkrebs sterben als an Brustkrebs: In Polen hat Lungenkrebs bei Frauen bereits Brustkrebs als wichtigste Todesursache überholt. „Zu den häufigsten Krebserkrankungen mit Todesfolge in Polen zählt Lungenkrebs. Hier kann die Hyperthermie im Verbund mit konventionellen Therapien eingesetzt werden. Dabei soll sich die lokoregionale Oncothermie ausschließlich auf den Tumor ausrichten. Durch diese Selbstfokussierung sind auch bewegliche Körperregionen mit großer Luftzirkulation wie die Lunge oder thermosensible Regionen wie das Gehirn wärmetherapeutisch zu behandeln“, sagt Prof. Dr. Szász.

„Die Anwendung der Hyperthermie im Paradigma einer ganzheitlichen Medizin hat zwei Motive: Einerseits kann sie das Immunsystem und Wohlbefinden von Patienten steigern, um sie gegenüber belastenden Chemo- und Strahlentherapien widerstandsfähiger zu machen. Andererseits zielt sie darauf ab, Krebszellen zu schwächen und zu zerstören. Deren Reparaturfähigkeit sinkt bei erhöhten Temperaturen“, so Prof. Dr. Szász. Die Hyperthermie als nicht-invasive Anwendung von Wärme ist dabei mit der Schulmedizin aber auch anderen Therapieformen komplementärmedizinisch zu vernetzen, so mit Akupunktur, Reiki, Massage, Meditation, Selbsthypnose, Fitness, Yoga, Tai Chi.

Während die Hyperthermie mit 42 Grad Celsius arbeitet, kommt die Oncothermie dank dynamischer Nano-Erhitzung mit 38 Grad aus. Sie kombiniert dabei Wärme mit Effekten elektrischer Felder, die über Elektroden aufgebaut werden. Chemo- und Strahlentherapien wirken intensiver in diesem Gewebe-„feld“, in dem die Durchblutung durch Überwärmung höher ist. Ziel ist die (Selbst-) Vernichtung von Tumorzellen, der Zelltod: Wärme und elektrische Wellen suchen den geringsten Widerstand und wirken stärker auf malignes (krankes) Gewebe. Der Tumor soll sich selbst bekämpfen.

 Oncotherm (Troisdorf) entwickelt, produziert und vertreibt seit 1988 Therapiesysteme auf Grundlage des selektiven Erwärmungsverfahrens der lokal regionalen Oncothermie. Das Unternehmen gründet auf der Forschung von Professor Dr. András Szász an der Eötvös Science University, Budapest. Die Elektrohyperthermie-Methode wurde zum Markenbegriff „Oncothermie“ und zu einer der führenden Hyperthermie-Behandlungsverfahren mit weltweit mehr als 200.000 Behandlungen pro Jahr. Kona Prof Szazs Schrägprofil 200x151takt: Janina Leckler,  +49 2241 3199223,  leckler@oncotherm.de           


PKV Test 2015: „Rating Private Krankenversicherung“ des map-Report

Der aktuelle Private Krankenversicherung Test 2015 des map-Report sieht die Debeka Krankenversicherung erneut als Testsieger unter den PKV Anbietern. Weitere mit sehr gut bewertete Gesellschaften im „Rating Private Krankenversicherung“ im Heft 872 sind die privaten Krankenversicherer Provinzial, Barmenia, Alte Oldenburger, Concordia, Signal, Deutscher Ring, Hallesche und die R+V. Damit bestätigen sich diese PKV Testsieger in 2015 wie bereits in älteren Testergebnissen wie der von Stiftung Warentest, siehe hier.

Private Krankenversicherung Rating 2015: map-Report mit 16. Auflage

Mit der nun 16. Auflage des „Rating Private Krankenversicherung“ hat der Branchendienst map-Report die Ergebnisse aus dem aktuellen PKV Test 2015 (Ausgabe 872) veröffentlicht. In den Vergleich der privaten Krankenversicherer wurden folgende Kennzahlen einbezogen:

  • Kennzahlen und Entwicklung der PKV Beiträge von Bestandskunden
  • Nettorendite
  • Quote der Überschussverwendung
  • Quote der Abschlusskosten und Verwaltungskosten
  • Service im Bereich Leistungsabwicklung und bei Beschwerden
  • Beitragsentwicklung bzw. Beitragsstabilität in der Krankenzusatz- und Krankenvollversicherung

In diesem PKV Vergleich 2015 wurde nicht das Preis-Leistungs-Verhältnis sondern vielmehr die wirtschaftliche Ertragskraft und damit die voraussichtliche Beitragsentwicklung sowie der Service bewertet. Testergebnisse mit einem Preis-Leistungs-Vergleich finden sich im aktuellen Krankenversicherung Test 2015 hier im Überblick.

Beste Private Krankenversicherung 2015: Debeka erneut PKV Testsieger

Der map-Report hat in diesem Jahr 2015 19 PKV Anbieter mit einem Marktanteil von insgesamt 67 Prozent bezogen auf die erzielten Beitragseinnahmen getestet. Da die Teilnahme am Vergleich auf freiwilliger Basis erfolgt, waren andere Gesellschaften nicht bereit, die hierfür benötigten Kennzahlen zu übermitteln.

Wie bereits in den vergangenen Jahren wurde auch in 2015 die Debeka Krankenversicherung als „beste private Krankenversicherung 2015“ im Test des map-Report bestätigt. Neben der Debeka PKV erhielten acht weitere Krankenversicherer die Bestnote mmm. Hier die besten Anbieter im PKV Vergleich 2015 des map-Report:

  • Debeka 85,05 mmm
  • Signal 78,55 mmm
  • Deutscher Ring 78,05 mmm
  • Provinzial 76,60 mmm
  • Barmenia 76,00 mmm
  • R+V 74,40 mmm
  • Hallesche 72,25 mmm
  • Alte Oldenburger 70,65 mmm
  • Concordia 70,40 mmm
  • weitere Testergebnisse des map-Report

Viele Gesellschaften nicht im PKV PKV Vergleich 2015 vertreten

Insgesamt 13 Gesellschaften waren nicht bereit, ihre Kennzahlen an den map-Report zu übermitteln und spielten damit keine Rolle im PKV Vergleich 2015. Darunter auch große private Krankenversicherungen wie die Union Krankenversicherung, Central, AXA, Continentale, ARAG, Universa, Bayerische Beamtenkrankenkasse oder die Münchener Verein Krankenversicherung.

Dabei stellt der Versicherungsjournal einen interessanten Zusammenhang zwischen der Verweigerung der Teilnahme einiger Versicherer und ihrem Abschneiden im PKV Test der Rating-Agentur Morgen und Morgen her. Demnach haben 10 der insgesamt 13 „Verweigerer“ ein Testergebnisse von „sehr schwach“ bis „schwach“ erzielt.

 


Gesundheitskongress des Westens: Patientenorientierung statt Lobbyistenstreit

Köln, 26.03.2015. Der zum neunten Mal ausgerichtete Gesundheitskongress des Westens ist am Donnerstag erfolgreich zu Ende gegangen. Unter dem Motto „Gute Medizin – eine Frage des Geldes?“ diskutierten rund 900 Teilnehmer aus der Gesundheitspolitik und allen Bereichen der Gesundheitswirtschaft neben vielen anderen Themen schwerpunktmäßig über Qualität im Gesundheitswesen.

„Das große Interesse und die hohe Zahl an Teilnehmern zeigen, welchen Stellenwert alle Akteure der Gesundheitswirtschaft dem Aspekt der Qualitätssicherung angesichts immer stärkerer Sparpolitik beimessen“, sagte Ulf Fink, Senator a. D. und Kongresspräsident. „Trotz aller Dispute zwischen widerstreitenden Lobbygruppen, die wir im Gesundheitswesen oft sehen, stand beim Gesundheitskongress des Westens der Nutzen für den Patienten immer im Mittelpunkt“, resümierte Fink.

Die Kongressbeiträge griffen gleichwohl zum Teil politische kontrovers geführte Debatten auf:

  • So erläuterte Dr. Christof Veit, Leiter des im Aufbau befindlichen Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG), seine Vorhaben zur Ermittlung und Publikation von Qualitätsdaten deutscher Krankenhäuser und Arztpraxen.
  • Dr. Boris Augurzky vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung präsentierte Berechnungen, nach denen sich durch Schließungen von Krankenhäusern mehr als eine halbe Milliarde Euro pro Jahr sparen ließe.
  • Prof. Herbert Rebscher, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, und Dr. Klaus Reinhardt, Vorsitzender des Hartmannbundes, stritten darüber, inwieweit Behandlungsqualität die Höhe der ärztlichen Vergütung bestimmen könne.
  • Prof. Eckhard Nagel, Mitglied des Deutschen Ethikrates, beklagte die mangelnde Bereitschaft von Politik und Öffentlichkeit zu einer Debatte über Priorisierung medizinischer Leistungen, ohne die das Gesundheitswesen seine Zukunftsfähigkeit verlieren könne.
  • Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, warnte davor, dass „gerade die flächendeckende hausärztliche Versorgung in Deutschland bedroht“ sei.
  • Und der Geschäftsbereichsleiter des Internationalen Personalservice der Bundesagentur für Arbeit, Frank Böttcher, konstatierte, dass der Ärztemangel in deutschen Kliniken ohne die weitere Anwerbung ausländischer Mediziner kaum zu bewältigen sei.

Der nächste Gesundheitskongress des Westens findet am 16. und 17. März 2016 statt.

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Hygiene in Kliniken bleibt ein wichtiges Thema: Hygieneforum in Bad Lippspringe eint Spezialisten

Referenten und Gastgeber (v. l.): PD Dr. Karsten Schulze, Dagmar Martini, Dr. med. Armin Kuhlencord, Michael Schröder (Leitende Hygienefachkraft im MZG), Dr. Erik-Christian Ernst (Chefarzt in der Karl-Hansen-Klinik), Sabine Ernst (Hygienefachkraft im MZG) und Mark Peters.

Bad Lippspringe. Mit der zunehmenden Verbreitung multiresistenter Krankheitserreger steht in den bundesdeutschen Kliniken auch zukünftig die Hygiene ganz oben auf der Tagesordnung. Um neueste Entwicklungen zu diskutieren, organisiert die Abteilung für Klinikhygiene des Medizinischen Zentrums für Gesundheit (MZG) Bad Lippspringe unter der Leitung von Michael Schröder alljährlich in Zusammenarbeit mit der Firma Bode-Chemie ein Hygieneforum. Rund 70 Fachkräfte aus der Region trafen sich jetzt im Lippe-Institut zum nunmehr dritten Hygieneforum in Bad Lippspringe. Besondere Erreger und die Kunst, Mitarbeiter hinsichtlich der Klinikhygiene zu sensibilisieren, standen im Mittelpunkt der Vorträge und der Diskussion.

PD Dr. Karsten Schulze, Chefarzt in der zum MZG gehörenden Karl-Hansen-Klinik, referierte über die Rückkehr der Tuberkulose nach Deutschland. Zuwanderung aus Regionen, in denen die Tuberkulose noch nicht ausgerottet sei, stelle für das hiesige Gesundheitssystem eine Herausforderung dar. Hinzu komme das vermehrte Auftreten multiresistenter Keime als Folge inflationären Gebrauchs von Antibiotika.

Dr. med. Armin Kuhlencord, Laboratoriumsmediziner aus Paderborn, sprach über die aktuelle Ebola-Problematik. Er war selbst vor einigen Jahren in Afrika medizinisch tätig und berichtete anschaulich über seine Erfahrungen.

Unter dem Motto „Es darf auch gelacht werden“ nähert sich der Heidelberger Mark Peters dem Thema Hygiene. In einem sehr lebhaften Vortrag brachte er den Teilnehmern das Thema „Motivation zur Hygiene trotz Stress im Klinikalltag“ näher.

Dagmar Martini, Leitung Anwendungs- und Servicetechnik der Firma BODE Chemie aus Hamburg, referierte zudem über Grundlagen und praktische Anwendungsbeispiele für die richtige Auswahl an Desinfektionsmitteln bei Vorliegen von besonderen Erregern im Klinikalltag.

Referenten und Gastgeber (v. l.): PD Dr. Karsten Schulze, Dagmar Martini, Dr. med. Armin Kuhlencord, Michael Schröder (Leitende Hygienefachkraft im MZG), Dr. Erik-Christian Ernst (Chefarzt in der Karl-Hansen-Klinik), Sabine Ernst (Hygienefachkraft im MZG) und Mark Peters.

(Foto: MZG; Schäfer) Referenten und Gastgeber (v. l.): PD Dr. Karsten Schulze, Dagmar Martini, Dr. med. Armin Kuhlencord, Michael Schröder (Leitende Hygienefachkraft im MZG), Dr. Erik-Christian Ernst (Chefarzt in der Karl-Hansen-Klinik), Sabine Ernst (Hygienefachkraft im MZG) und Mark Peters.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontakt für Rückfragen:

Medizinisches Zentrum für Gesundheit GmbH (MZG-Westfalen)
Pressesprecher Heiko Appelbaum
Peter-Hartmann-Allee 1
33175 Bad Lippspringe
Tel.: 05252 95-1038
E-Mail: h.appelbaum@medizinisches-zentrum.de
www.medizinisches-zentrum.de


Neues Internetportal „REHADAT-Gute Praxis“ online

Praxisbeispiele zur Arbeitsgestaltung von Menschen mit Behinderung

Unter www.rehadat-gutepraxis.de ist das neueste Portal des REHADAT-Informationssystems online gegangen. Das Portal veranschaulicht mit gelungenen Beispielen, wie Menschen mit Behinderung erfolgreich arbeiten können. Es stellt zielgerichtete Informationen, Maßnahmen, Integrationsvereinbarungen und Aktionspläne zu einer inklusiven Arbeitswelt vor.

Einen guten Überblick über die Inhalte von 900 Praxisbeispielen kann sich der Nutzer über die thematische Navigation verschaffen: entweder über die Art der Behinderung (deren Auswirkungen im Arbeitsleben kurz beschrieben sind) oder die durchgeführte Maßnahme (z. B. Ausbildung, Arbeitsgestaltung, Mobilität, Existenzgründung). Ergänzend steht eine Detailsuche zur Verfügung, mit der man Beispiele auch mithilfe von Schlagworten, Beschäftigungsbereichen oder Einschränkungen suchen kann.

Das Portal bietet außerdem 145 nach Branchen sortierte, anonymisierte Integrationsvereinbarungen an, die zum Abschluss einer eigenen Vereinbarung anregen sollen. Dabei handelt es sich um Einzelvereinbarungen für Betriebe und Dienststellen oder um Gesamtvereinbarungen für Konzerne oder Obere Behörden.

Nicht zuletzt zeigen Arbeitgeber in Interviews, mit ihren Aktionsplänen und durch ihre Auszeichnungen, wie die Teilhabe am Arbeitsleben und Inklusion von Menschen mit Behinderung bei ihnen funktioniert. Sie können so als Vorbild für andere Unternehmen dienen, die bisher noch wenig Erfahrung mit Inklusion haben.

Die Informationen werden laufend aktualisiert und ergänzt. Alle bisherigen Inhalte sind über das Portal erreichbar.

REHADAT ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und wird gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Kontakt:

Anja Brockhagen
Referentin Kompetenzfeld Berufliche Teilhabe und Rehabilitation
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.
Postfach 10 19 42 / 50459 Köln
Konrad-Adenauer-Ufer 21 / 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845
brockhagen@iwkoeln.de


Projekt „Barrierefrei arbeiten“ auf der REHAB 2015

Auf der REHAB 2015, der Internationalen Fachmesse für Rehabilitation, Therapie und Prävention, in Karlsruhe stellt das BKB Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit e. V. am 24. April 2015 von 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr, das Projekt „Barrierefrei arbeiten – Betriebliche Infrastruktur schrittweise barrierefrei gestalten“ vor.

Lassen Sie sich über folgende Fragen informieren und diskutieren Sie mit uns!
•    Was bedeutet eine barrierefreie Gestaltung der Infrastruktur?
•    Warum ist das für die Betriebe wichtig?
•    Wie kann eine barrierefreie Gestaltung der Infrastruktur umgesetzt werden?

Sie sind herzlich eingeladen, sich im Workshop-Raum 8 auf der Konferenzebene zu informieren und auszutauschen. Seien Sie auch anschließend bei einem Mittagssnack unsere Gäste.

Bitte melden Sie sich vorab zu der Veranstaltung an. Mit der Anmeldebestätigung erhalten Sie per E-Mail ein Ticketcode für ein kostenloses Eintrittsticket für Ihren Besuch an diesem Tag auf der Messe. Nutzen Sie die vielfältigen Informationsangebote von einer der führenden Fachmessen. Ausführliche Informationen zur gesamten Messe finden Sie auf der Homepage der REHAB unter www.rehab-karlsruhe.com/de/home/homepage.jsp.

Das gesprochene Wort der Veranstaltung wird in Deutsche Gebärdensprache übersetzt und zum Mitlesen parallel in Schrift auf eine Leinwand projiziert (Schriftdolmetschung).

Veranstaltungsort:
Messe Karlsruhe
Workshopraum 8, Konferenzebene
Messeallee 1
76287 Rheinstetten

Die Konferenzebene ist über den Haupteingang per Treppe oder stufenlos und schwellenfrei per Fahrstuhl zu erreichen und befindet sich im 2. Obergeschoss. Der Raum verfügt über eine Induktionsschleife und ist entsprechend beschildert.

Anmeldung per Telefon, Fax oder E-Mail bitte an:
BKB Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit e. V.
Marienstraße 30, 10117 Berlin
Telefon: 0 30 / 3 00 23 10 – 10
Telefax: 0 30 / 3 00 23 10 – 11
E-Mail: boppel@barrierefreiheit.de

Eine Einführung in das Thema „Barrierefrei arbeiten – Betriebliche Infrastruktur schrittweise barrierefrei gestalten“ erhalten Sie am Vortag, 23.04.2015, um 16:00 Uhr im Rahmen des Veranstaltungsprogramms auf dem Marktplatz Bildung und Beruf in Halle 2/L14.


Kurpark – aktiv und entspannt genießen

Ab 1. April können unter dem Motto „Kurpark – aktiv und entspannt genießen“ Gäste und Einwohner der teilnehmenden Heilbäder und Kurorte ihre Fotos bei der Interessengemeinschaft (IG) „Park im Kurort“ des Deutschen Heilbäderverbands e. V. einreichen. Kurgäste, Patienten und Einwohner sind aufgerufen, die schönsten Eindrücke der aktiven und entspannten Seiten der Kurparkanlagen fotografisch festzuhalten. Zeigen Sie uns mit Ihren Bildern, wie sehr sie den Besuch im Kurpark genießen, welche Aktivitäten für Sie die meiste Attraktivität besitzen und welchen Wert der Kurpark für Ihre Gesundheit hat.

Die 14 Kurorte der Interessensgemeinschaft haben sich zum Ziel gesetzt, ihre Parkanlagen als Ort der Erholung, der Aktivität und Kommunikation für alle Genrationen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Um den Ansprüchen der Gäste entgegenkommen zu können ist es daher besonders interessant, worauf die Kurgäste im Kurpark Wert legen und mit welcher Vielfalt die Kurparks ihre Gäste erwarten.

Die besten 14 Fotografen gewinnen und erhalten einen Gesundheits-Wochenendaufenthalt in einem der 14 teilnehmenden Kurorte. Eingereicht werden können Aufnahmen von Januar bis Dezember des Jahres 2015, um alle reizvollen Seiten der Kurparke aufzuzeigen. Weiterführende Informationen rund um den Fotowettbewerb erhalten Sie auf der Homepage der IG Park im Kurort unter www.park-im-kurort.de.

Wir freuen uns auf Ihre besten Bilder!

Kontakt:

Deutscher Heilbäderverband e.V.
Charlottenstraße 13
10969 Berlin
Jean Sebastian Esser
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (030) 24 63 69 20
Fax: (030) 24 63 69 229
E-Mail: jean.esser@dhv-berlin.de
www.dhv-berlin.de


Reha-Experten fordern bessere Versorgung psychisch Kranker

Augsburg. Psychische Erkrankungen werden in Deutschland zu spät erkannt und nicht angemessen behandelt. Darauf verwiesen mehrere Experten beim 24.Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vorige Woche in Augsburg.

Laut Professor Hans-Ulrich Wittchen, klinischer Psychologe und Epidemiologe an der TU Dresden, verstreichen durchschnittlich 11,6 Jahre zwischen dem Auftreten der ersten Symptome und Therapiebeginn. Nach Daten des epidemiologischen Gesundheitssurvey litten 2010 rund 28 Prozent der Bevölkerung an einer psychischen Störung. Mehr als zwei Drittel der Betroffenen hatten zwei oder mehrere Diagnosen. „Die Komorbidität ist heute der Normalfall“, sagte Wittchen. Angesichts des Ausmaßes und der Komplexität der langfristigen psychosozialen Behinderungen, die sich aus psychischen Störungen ergeben, seien umfassende rehabilitative Maßnahmen oft unerlässlich.

Professor Jürgen Bengel, Arzt und Psychologe an der Universität Freiburg, betonte die Wirksamkeit der psychosomatischen Reha. Chronische körperliche Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Diabetes gingen häufig mit psychischen Belastungen und Störungen einher. Bengel forderte unter anderem auch eine intensivere Zusammenarbeit der Rehabilitation mit Allgemeinmedizinern und Betriebsärzten. Das Angebot einer stationären Rehabilitation sei „unverzichtbar“.

Professor Ulrich T. Egle, ärztlicher Direktor der Fachklinik Kinzigtal in Gengenbach, kritisierte, dass chronische Schmerzpatienten oftmals Schmerzmittel und Opiate erhalten würden, aber seltener eine Psychotherapie. Niedergelassene Schmerztherapeuten müssten stärker die Vorgänge im Gehirn berücksichtigen, die entscheidend für das Schmerzempfinden seien. „Chronische Schmerzen sind selten Warnsignale einer Gewebsschädigung, sondern meist Ausdruck einer traumatischen Erfahrung“, sagte Egle. Betroffene Patienten seien daher verstärkt mit psychotherapeutischen Methoden wie etwa einer Traumatherapie zu behandeln. „Bei chronischen Schmerzpatienten fängt die Reha das auf, was im ambulanten Bereich versäumt wurde“, sagte Egle.

Das Reha-Kolloquium ist mit rund 1500 Teilnehmern aus Wissenschaft, Medizin, Verwaltung und Praxis der bedeutendste Reha-Forschungskongress in Deutschland. Psychische Erkrankungen standen dieses Jahr im Mittelpunkt der Tagung.

Pressekontakt:
Kommunikation I Gesundheit I Netzwerk
Dienstleistungen zur Organisation, Kommunikation und Gesundheit
info@komm-gesund-netz.de
Susanne Werner
Cosimaplatz 8
12 159 Berlin
Tel. 030/ 85 73 18 93
Mobil: 0170/ 54 18 204


Hotline für Betroffene des Flugzeugunglücks geschaltet

Pressemitteilung 2/2015 des

Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen 25. März 2015

BDP_logo

* BDP bietet kostenlose psychologische Unterstützung an *

 

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) hat unter der Nummer 0800 777 22 44 eine kostenlose Hotline geschaltet, die ab sofort von 10 – 22 Uhr erreichbar ist. Betroffene, Angehörige, Mitschülerinnen und Mitschüler können mit speziell ausgebildeten Notfallpsychologen sprechen, die ihnen psychologische Unterstützung zur Verarbeitung des Flugzeug-Unglücks anbieten.

 

In den Tagen und Wochen nach dem Ereignis können Notfallpsychologen hilfreich bei der Gestaltung einer guten Bewältigungsstrategie sein. Sie bieten Betroffenen Gespräche und psychologische Unterstützung bei der Verarbeitung des erlebten Verlusts und der aufkommenden Trauer an.

Es ist hilfreich zu wissen, dass die Reaktionen und Symptome wie Traurigkeit, Wut oder Hilflosigkeit in der vorübergehenden Form ganz normale Reaktionen auf ungewöhnliche und schreckliche Erlebnisse sind. Sie lösen bei nahezu jedem Menschen eine tiefgehende Verzweiflung aus und gehen mit emotional stark belastenden und sich aufdrängenden Erinnerungen einher.

 

Ansprechpartner für die Presse:

Alenka Tschischka, Pressereferentin, a.tschischka@bdp-verband.de

 

 

Diese Pressemitteilung steht auch als PDF zur Verfügung:

www.bdp-verband.de/bdp/presse/2015/PM_02-15.pdf

 

 

Über den Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP):

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) vertritt die beruflichen und politischen Interessen der niedergelassenen, angestellten und beamteten Psychologen und Psychologinnen aus allen Tätigkeitsbereichen. Diese sind unter anderem: Gesundheitspsychologie, Klinische Psychologie, Psychotherapie, Schulpsychologie, Rechtspsychologie, Verkehrspsychologie, Wirtschaftspsychologie, Umweltpsychologie und Politische Psychologie. Der BDP wurde 1946 gegründet und ist Ansprechpartner und Informant für Politik, Medien und Öffentlichkeit. Rund

11500 Mitglieder sind im BDP organisiert.

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