Januar, 2015

 

Neues Internetportal „REHADAT-Recht“ online

REHADAT-Pressemitteilung 1/2015

 

HomepageREHADAT_Recht

 

Unter www.rehadat-recht.de ist das neueste Portal des REHADAT-Informationssystems online gegangen. Das Portal informiert über Urteile und Gesetze mit einem Bezug zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Der Nutzer findet Rechtsprechung aus dem Arbeits- und Sozialrecht, die wichtigsten Gesetze und Verordnungen sowie Links zu Veröffentlichungen.

 

Einen guten Überblick über die Inhalte von mehr als 13.700 Urteilen kann sich der Nutzer über die thematische Navigation verschaffen. Entscheidungen zu folgenden übergeordneten Themenbereichen sind zum Beispiel vorhanden: Arbeit, Aus- und Weiterbildung, Kündigung, Schwerbehindertenvertretung, Benachteiligung, Rehabilitation, Leistungen und Hilfsmittel. Ergänzend steht eine Detailsuche zur Verfügung, mit der man Urteile mithilfe von Schlagworten, Aktenzeichen oder Zeitraum suchen kann.

 

Die meisten Urteile können bei REHADAT im Volltext nachgelesen werden – zusammen mit den verlinkten Rechtsgrundlagen: 25 Gesetze und Verordnungen sind im Volltext in REHADAT-Recht erfasst, z. B. das SGB IX, die UN-BRK und die Kfz-Hilfeverordnung.

 

Die Informationen werden laufend aktualisiert und ergänzt. Alle bisherigen Inhalte sind über das Portal erreichbar.

 

REHADAT ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und wird gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

 

Für Rückfragen :

 

Anja Brockhagen
Referentin
Kompetenzfeld Berufliche Teilhabe und Rehabilitation

Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.
Postfach 10 19 42 / 50459 Köln
Konrad-Adenauer-Ufer 21 / 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845
brockhagen@iwkoeln.de

rehadat.de
twitter.com/rehadat


vdek-Verbandsvorsitzender Zahn fordert gerechte Finanzierung von Gesundheitsreformen

Mittwoch, 28. Januar 2015

Verband der Ersatzkassen e. V.

PRESSEMITTEILUNG

 

Kostenschübe gehen einseitig zulasten der Versicherten

Überschüsse aus Gesundheitsfonds ausschütten

vdek-logo2Berlin – Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) hat Korrekturen bei der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gefordert. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Zusatzbeitragssätze in der GKV in den nächsten Jahren kontinuierlich steigen werden“, erklärte der vdek-Verbandsvorsitzende Christian Zahn. Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben gehe seit 2014 wieder auseinander. Hinzu kämen die finanziellen Belastungen aus den geplanten Reformpaketen, wie der Reform der ärztlichen Versorgung, der Krankenhausreform oder dem Präventionsgesetz. Wenn nichts passiere, werde der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz von derzeit 0,9 auf rund 1,7 Prozent im Jahre 2018 ansteigen. „Da der Arbeitgeberbeitragssatz eingefroren ist, gehen diese Kostenschübe voll zulasten der Versicherten“, kritisierte Zahn.

 

Die Politik müsse für eine gerechte und verlässliche Finanzierung der Reformpakete sorgen, so Zahn. Der Arbeitgeberbeitragssatz dürfe daher nicht auf Dauer auf 7,3 Prozent festgeschrieben sein, vielmehr müsse der von Versicherten und Arbeitgebern gemeinsam finanzierte allgemeine Beitragssatz angepasst werden.

 

Darüber hinaus schlägt der vdek vor, einen Teil der vorhandenen Finanzreserven aus dem Gesundheitsfonds an die Krankenkassen auszuschütten, um damit die Kosten der anstehenden Reformen finanzieren zu können. „Solange der Arbeitgeberbeitragssatz eingefroren ist, ist dies ein Muss, um die Versicherten nicht zu stark zu belasten“, sagte Zahn. Dafür will der vdek die gesetzliche Liquiditätsreserve im Fonds auf etwa 35 Prozent einer Monatsausgabe, das sind umgerechnet sechs Milliarden Euro, begrenzen. Der restliche Überschuss in Höhe von rund vier Milliarden Euro würde entsprechend den Finanzwirkungen der Gesetze an die Kassen verteilt werden. Änderungen sollte es auch beim Finanzausgleich der Kassen, kurz Morbi-RSA, geben, der momentan zu deutlichen Wettbewerbsnachteilen der Ersatzkassen führe, so der Verbandsvorsitzende. 2013 betrug die Unterdeckung bei den Ersatzkassen bereits mehr als 400 Millionen Euro, während Mitbewerber eine Überdeckung von bis zu 600 Millionen Euro aufweisen.

 

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen mehr als 26 Millionen Menschen in Deutschland versichern:

– BARMER GEK

– Techniker Krankenkasse (TK)

– DAK-Gesundheit

– Kaufmännische Krankenkasse – KKH

– HEK – Hanseatische Krankenkasse

– Handelskrankenkasse (hkk)

* (sortiert nach Mitgliederstärke)

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist die Nachfolgeorganisation des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen e. V. (VdAK), der am 20. Mai 1912 unter dem Namen „Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)“ in Eisenach gegründet wurde. In der vdek-Zentrale in Berlin sind rund 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

In den einzelnen Bundesländern sorgen 15 Landesvertretungen mit insgesamt rund 300 sowie weiteren 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Pflegestützpunkten für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.

Kontakt:

Ansprechpartnerin:

Michaela Gottfried

Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)

Pressesprecherin und Abteilungsleiterin Kommunikation

Askanischer Platz 1

10963 Berlin

Tel.: 0 30 / 2 69 31 – 12 00

Fax: 0 30 / 2 69 31 – 29 15

Mobil: 01 73 / 25 13 13 3

michaela.gottfried@vdek.com

 


Fehltage aufgrund von psychischen Erkrankungen: neue Versorgungsansätze unverzichtbar

Pressestatement Nr. 2 | 28.01.2015

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)

 

Nach aktuellen Meldungen von DAK-Gesundheit und Techniker Krankenkasse verursachen psychische Erkrankungen in Deutschland bei Arbeitnehmern immer mehr Fehltage. Demnach entfielen 2014 knapp 17 Prozent aller Ausfalltage auf Depressionen, Angststörungen und andere psychische Leiden. Damit sind psychische Erkrankungen der zweithäufigste Grund für Krankschreibungen. Dazu erklärt DGPPN-Präsidentin Dr. Iris Hauth: 

„Die aktuellen Reporte machen deutlich, dass psychische Erkrankungen zu den schwerwiegendsten Gesundheitsproblemen in Deutschland gehören. Sie müssen deshalb noch stärker in den Fokus von Gesundheitspolitik und Selbstverwaltung rücken. Unverzichtbar ist dabei die Entwicklung und Implementierung von sektorenübergreifenden und strukturierten Versorgungsansätzen. Prävention, Behandlung und Rehabilitation müssen ambulant und stationär so ineinander greifen, dass wir psychisch erkrankte Menschen frühzeitig ausreichend behandeln und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sichern können. Nur so lassen sich langfristig die enormen Krankheitslasten reduzieren.

Ein besonderes Augenmerk muss dabei auf den Depressionen liegen. Denn nach den aktuellen Hochrechnungen haben diese 2013 bundesweit mehr als 31 Millionen Fehltage verursacht. Trotzdem zeigen sich bei der Behandlung von Depressionen alarmierende Versorgungsdefizite und große regionale Unterschiede. Drei von vier Patienten mit schweren Depressionen erhalten keine den aktuellen Behandlungsleitlinien entsprechende Therapie. Oftmals verläuft die Behandlung viel zu einseitig und entspricht nicht der empfohlenen Kombinationstherapie aus Antidepressiva und Psychotherapie. Die Behandlung von Depressionen muss sich deshalb stärker an der Nationalen Leitlinie ‚Unipolare Depression‘ ausrichten, die auf der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz gründet und den gegenwärtigen Stand des medizinischen Fortschritts berücksichtigt. Angesichts der hohen Relevanz für die Gesundheit in der Bevölkerung ist ein nationales Disease-Management-Programm (DMP), wie es der aktuelle Entwurf des Versorgungstärkungsgesetzes vorsieht, der richtige Weg.

Jeder depressiv erkrankte Mensch, der Kontakt zum Gesundheitssystem hat, muss überall in Deutschland sicher sein können, dass seine Erkrankung richtig erkannt und behandelt wird. Hier könnte die von der DGPPN vorgeschlagene Akutsprechstunde für psychische Erkrankungen zu einer entscheidenden Verbesserung in der sektorenübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Hausärzten, Fachärzten und Psychotherapeuten beitragen.“

Kontakt
DGPPN-Pressestelle
Reinhardtstraße 27 B
10117 Berlin
Tel.: 030.2404 772-11
E-Mail: pressestelle[at]dgppn.de

 


St. Franziska-Stift erste „Selbsthilfefreundliche Rehaklinik“ in Rheinland-Pfalz

Als erste Gesundheitseinrichtung in Rheinland-Pfalz und vierte Rehabilitationsklinik im Bundesgebiet macht sich das St. Franziska-Stift in Bad Kreuznach auf den Weg, die Auszeichnung „Selbsthilfefreundliche Rehaklinik“ zu erhalten. „Seit 20 Jahren fördert die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe Mainz des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes gemeinsam mit dem St. Franziska-Stift den Ausbau und die Entfaltung von Selbsthilfegruppen im Kreis Bad Kreuznach“, begrüßte die Ärztliche Direktorin der Fachklinik, Prof. Dr. Aglaja Stirn, mehr als 100 Gäste zur Auftaktveranstaltung.

Eleonore Anton, Selbsthilfegruppenbeauftragte der Klinik und Initiatorin des Konzeptes „Selbsthilfefreundlichkeit als Qualitätsmerkmal“, hob in ihrer Moderation hervor, das St. Franziska-Stift befürworte und begleite „die Arbeit von zur Zeit 13 Selbsthilfegruppen in der Klinik und die Teilnahme unserer Patienten an den Gruppen“.

Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer, der Amtsleiter des Gesundheitsamtes, Dr. Ernst-Dieter Lichtenberg und Landrat Franz-Josef Diel bestätigten in ihren Grußworten die Bedeutung, die eine Auszeichnung der Klinik für die Stadt und den Landkreis haben wird. Mit ihrem Engagement trage die Klinik dazu bei, neben Diagnostik und Therapie die Selbsthilfegruppen als „Dritte Säule des Gesundheitswesens“ zu etablieren, so der Landrat. In den drei Grußworten wurde eine große Anerkennung für diese intensive Kooperation gegenüber allen Beteiligten ausgedrückt.

Von der großen Resonanz zur Auftaktveranstaltung im St. Franziska-Stift beeindruckt zeigte sich auch Antje Liesener, Netzwerkkoordinatorin des Netzwerkes Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen vom Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband – Gesamtverband Berlin. „Die Öffentlichkeit, die Sie herstellen, dient unmittelbar als Türöffner für Selbsthilfegruppen“, anerkannte Liesener.

Nachdem Dr. Günter Gerhardt, Vorstand der Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz und Elfi Gül-Hollweck, Leiterin der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe Mainz zu künftigen Partnerschaftsmodellen mit der Selbsthilfe informierten, fand ein reger Austausch der Teilnehmer an den Informationstischen der Selbsthilfegruppen statt.

Interessante und kontrovers geführte Diskussionen in wertschätzender und konstruktiver Stimmung prägten den Verlauf der Veranstaltung. In der abschließenden Gesprächsrunde nahmen Vertreter der Selbsthilfegruppen, sowie die Teilnehmer des Qualitätszirkels der Klinik mit Vertretern der Ärzte, Psychotherapeuten, Selbsthilfegruppenbeauftragter, Fachschwestern teil. Hierbei wurden insbesondere die langjährigen Erfahrungen aller hervorgehoben sowie den eingeschlagenen Weg zügig weiter zu gehen bekräftigt.

 

Ansprechpartnerin :

Frau Eleonore Anton

Selbsthilfegruppenbeauftragte

Franziska-Puricelli-Straße 3

55543 Bad Kreuznach

Telefon: 0671 8820-121

E-Mail: e.anton@fskh.de


Krankschreibung: Depressionen erreichen Höchststand

DAK-Analyse: Krankenstand 2014 insgesamt leicht rückläufig

Psychische Erkrankungen verursachen bei Arbeitnehmern immer mehr Fehltage. Insgesamt entfielen 2014 knapp 17 Prozent aller Ausfalltage auf Depressionen, Angststörungen und andere psychische Leiden. Das ist ein Anstieg um knapp 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach einer aktuellen Analyse der DAK-Gesundheit rangieren diese Diagnosen damit erstmals auf Platz zwei der Fehltage-Statistik. Nur Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems wie beispielsweise Rückenschmerzen sorgten 2014 für noch mehr Ausfalltage. Insgesamt ist der Krankenstand um 0,1 Prozentpunkte auf eine Quote von 3,9 Prozent gesunken. Damit waren an jedem Tag des Jahres 2014 im Durchschnitt 39 von 1.000 Beschäftigten krankgeschrieben. Für die Analyse im Rahmen des DAK-Gesundheitsreports hat das IGES Institut die Daten von insgesamt 2,7 Millionen erwerbstätigen Versicherten ausgewertet.Besonders Depressionen belasten die Beschäftigten in Deutschland. Nie war die Zahl der Fehltage aufgrund dieser Erkrankung so hoch wie im vergangenen Jahr: Laut der Auswertung entfielen 2014 auf 100 DAK-Versicherte 112 Ausfalltage wegen Depressionen. Der Anstieg ist rasant, in den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Fehltage mehr als verdoppelt. „Die Fortsetzung dieses Trends zeigt, dass das Bewusstsein und die Sensibilität für psychische Leiden sowohl bei den Ärzten als auch bei den Patienten gestiegen ist“, kommentiert Herbert Rebscher, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit die Analyse. „Da chronischer Stress ein Risikofaktor für psychische Erkrankungen ist, gehört die Prävention deshalb zunehmend in den Fokus des betrieblichen Gesundheitsmanagements.“Krankenstand sinkt leicht

2014 meldeten sich nur 48 Prozent der Erwerbstätigen krank (2013: 51 Prozent). 23 Prozent der Ausfalltage wurden von Muskel-Skelett-Erkrankungen verursacht, 17 Prozent gingen zu Lasten psychischer Krankheiten und 14 Prozent entfielen auf Erkrankungen des Atmungssystems wie beispielsweise Erkältungen. Während Husten und Schnupfen 2013 für besonders viele Fehltage verantwortlich waren, sank der Anteil im vergangenen Jahr um fast ein Viertel. Die Branchen mit dem höchsten Krankenstand waren 2014 das Gesundheitswesen, die Öffentliche Verwaltung sowie Verkehr, Lagerei und Kurierdienste mit jeweils 4,5 Prozent.

Die DAK-Gesundheit ist mit 6,2 Millionen Versicherten die drittgrößte Krankenkasse Deutschlands. Für die Analyse zum Krankenstand wurden die Daten von 2,7 Millionen erwerbstätigen Versicherten durch das IGES Institut in Berlin ausgewertet.

 

Kontakt:

Pressestelle der DAK-Gesundheit

Jörg Bodanowitz

Pressesprecher der DAK-Gesundheit


Steigender Bedarf bei Vater-Kind-Kuren: Informationskampagne für Arztpraxen

Pressemitteilung

 

 

Schwesig-Ziegler

Gemeinsam für die Gesundheit von Müttern und Vätern – Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Kuratoriumsvorsitzende des Müttergenesungswerks Dagmar Ziegler, MdB.


Berlin, 26. Januar 2015. Bundesministerin Manuela Schwesig betont „Partnerschaftliche Aufteilung der Kindererziehung und Familienarbeit bedeutet auch, Verantwortung und Belastungen zu teilen. Medizinische Vater-Kind-Kuren zur Vorsorge oder Rehabilitation sind eine Chance für Väter. Dafür ist die Information der Ärzte und Ärztinnen wichtig.“
Die Kuratoriumsvorsitzende des Müttergenesungswerkes, Dagmar Ziegler, erläutert: „Wir beobachten eine signifikant steigende Nachfrage von Vätern an diesen Kurmaßnahmen. Das Müttergenesungswerk bietet schon in 12 Kliniken – bundesweit einzigartig – Vater-Kind-Kurmaßnahmen mit einem väterspezifischen Konzept an, entweder als reine Vater-Kind-Maßnahmen oder in Vätergruppen.“
Das Müttergenesungswerk hat die Fachinformationen für Ärzte und Ärztinnen mit rechtlichen und medizinischen Grundlagen, Antragsverfahren und Wirkung der Maßnahmen für Väter und Mütter in einer Broschüre zusammengefasst. Medizinische Vorsorge und Rehabilitation für Väter und Mütter sind die einzigen zielgruppenspezifischen Gesundheitsleistungen in der Regelversorgung des Gesundheitssystems. Dahinter steckt ein sozialmedizinisches Gesamtkonzept, das Ärzte und Ärztinnen und ihre PatientInnen unterstützt: Die Therapeutische Kette des Müttergenesungswerkes umfasst die vorbereitende Beratung, Antragsverfahren und Suche nach der passenden Klinik, die stationäre Vorsorge und Rehabilitation sowie Angebote der Nachsorge am Wohnort.
Parallel zu den Fachinformationen für Ärzte und Ärztinnen gibt es erstmals einen Informationsflyer nur für Väter, die sich für eine Vater-Kind-Kurmaßnahme interessieren. Dieser wird Arztpraxen zur Information ihrer Patienten zur Auslage angeboten und steht allen Interessierten als download zur Verfügung.
Weitere Informationen zu Vater-Kind- und Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen sowie Attestformulare unter: www.muettergenesungswerk.de oder Kurtelefon: 030 330029-29


Kontakt:
Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk

Bergstraße 63, 10115 Berlin
Tel.: 030 330029-14

presse@muettergenesungswerk.de, www.muettergenesungswerk.de


DRV bescheinigt Top-Qualität

Mit den Plätzen 1, 2 und 10 erreichen drei Dr. Ebel Fachkliniken für Psychosomatik & Psychotherapie Spitzenqualität bei therapeutischer Versorgung. Im aktuell veröffentlichten Qualitätsbericht der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hat die Dr. Ebel Fachklinik „Klinik am Park“ in Bad Steben mit 99,2 von 100 Qualitätspunkten den ersten Platz von 154 und damit ein Spitzenergebnis erreicht. Platz 2 belegt die Klinik Bergfried Saalfeld mit 99,1 Punkten. Die Vogelsbergklinik Grebenhain reiht sich unter den 10 Qualitätsbesten ein. Damit gehören die drei Fachkliniken für Psychosomatik und Psychotherapie der Ebel-Klinikgruppe zur oberen Liga bei der therapeutischen Versorgung, wie die DRV in ihrem Bericht bescheinigt. Im bundesweiten Vergleich von 154 fachgleichen Einrichtungen lag der Durchschnitt bei 87,8 Punkten.

Die Ergebnisse der drei Fachkliniken für Psychosomatik und Psychotherapie beziehen sich auf die Klassifikation therapeutischer Leistungen (KTL) zur Reha-Qualitätssicherung im Jahr 2013. Gemessen und beurteilt wurde die Qualität der Therapien: Dauer, Zusammensetzung und Art der Therapien.

„Qualität ist ein wichtiges Aushängeschild unserer Klinikgruppe. Wir sind stolz auf das Erreichte und danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die für dieses Spitzenergebnis mitverantwortlich sind. Jetzt gilt es, das hohe Qualitätsniveau zu halten“, betont Hans-Christian Ebel, Geschäftsführer Dr. Ebel Fachkliniken.

Die Klassifikation therapeutischer Leistungen (KTL) für die medizinische Rehabilitation wird seit 1997 in der Routine der Reha-Qualitätssicherung der Rentenversicherung eingesetzt, um das therapeutische Leistungsspektrum der Reha-Einrichtungen zu dokumentieren, zu bewerten und auch unter inhaltlichen Gesichtspunkten zu analysieren. Die erhobenen und ausgewerteten KTL-Daten werden jährlich an die Reha-Einrichtungen und die Rentenversicherungsträger zurückgemeldet. Sie ermöglichen einen Vergleich mit anderen psychosomatisch-psychotherapeutischen Reha-Einrichtungen. Ziel der Reha-Qualitätssicherung der Rentenversicherung ist eine am Rehabilitanden bzw. Patienten orientierte Qualitätsverbesserung der medizinischen Rehabilitation. Zusätzlich sollen Leistungsreserven in den Rehabilitationseinrichtungen erschlossen werden.

Weitere Informationen zu den aufgeführten Kliniken: www.ebel-kliniken.com, www.klinik-bergfried.de, www.rehaklinik-am-park.de, www.vogelsbergklinik.de

Die Unternehmensgruppe „Dr. Ebel Fachkliniken“ ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen mit Hauptsitz in Bad Karlshafen (Hessen). Das bundesweite Kliniknetz umfasst acht Kliniken in sechs Bundesländern mit Kompetenzen in Rehabilitation, Akutbehandlung, Prävention, Therapie und Pflege in den Fachbereichen Psychosomatik, Psychotherapie, Orthopädie, Neurologie, Rheumatologie, Kardiologie, Onkologie, Lymphologie sowie Geriatrie. Im Fokus der Geschäftstätigkeit der Dr. Ebel Fachkliniken liegt der Betrieb von Rehabilitationskliniken, Seniorenwohnsitzen, Gesundheitszentren. Die Klinikgruppe insgesamt mit 2.000 Betten behandelt über 20.000 Patienten im Jahr und beschäftigt 1.500 Mitarbeiter.


Waldburg-Zeil Fachklinik für Onkologische Rehabilitation erhält Qualitätssiegel

Aulendorf – Mit Erfolg hat das Parksanatorium Aulendorf bereits zum zweiten Mal ein Zertifikat nach den Qualitätsrichtlinien der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation erhalten. Ende November erfolgte eine umfassende Überprüfung der Klinik durch eine unabhängige Zertifizierungs­gesellschaft nach dem so genannten „QMS-Reha Verfahren“, das speziell auf die medizinische Rehabilitation zugeschnitten ist. Daneben wurde die Klinik erstmals zu den Kriterien des Internetportals „Qualitätskliniken.de“ zertifiziert.

Mit hoher Kompetenz und persönlichem Einfühlungsvermögen unterstützt das Parksanatorium seit nun­mehr 50 Jahren Men­schen, die an Krebs erkrankt sind, in ihrem Regenerations­prozess. „Beide Auszeichnungen sind ein Zeichen unseres hohen Qualitätsstandards“, so Katharina Sinz, Klinik­direktorin des Hauses. „Gesund­heit ist ein hohes Gut. Ist sie beeinträchtigt, kann sich das Leben gravierend verändern. Wir unterstützen unsere Patienten dabei, Ressourcen zu mobilisieren, wieder Lebensmut zu fassen und neue Perspektiven zu entwick­eln.“

Die Auditorinnen überzeugte das von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelebte Qualitäts­ma­nage­ment und das vielseitige Therapieangebot mit einer Fülle an patientennaher, medizinisch-thera­peu­tischer Kompetenz in der onkologischen Fachklinik.

„Wir wollen mit unserer Arbeit wesentlich dazu beitragen, Selbstbestimmung und Lebensqualität der uns anvertrauten Patientinnen und Patienten zu fördern“, weiß Katharina Sinz zu berichten. „Die erneute Auszeichnung der Klinik macht uns stolz, denn sie zeigt, dass wir in einer Branche mit zunehmend komplexeren Rahmenbedingungen über die Jahre nicht an Qualität verloren haben.“

Das Parksanatorium Aulendorf ist eine Fachklinik für Onkologische Rehabilitation der Waldburg-Zeil Kliniken. Sie ist spezialisiert auf die Behandlung von Beschwerdebildern, die durch die Krebs­erkran­kung und insbesondere deren Behandlung entstehen. Dabei werden körperliche, psychische und soziale Veränderungen im Rahmen sog. Anschlussheilbehandlungen (nach Operationen, Bestrah­lungen oder Chemotherapien) oder Heilverfahren (Rehabilitation) therapiert.

180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen jährlich rund 3.000 Patienten in einem modernen Klinikgebäude mit 199 Betten.

 

 

 


Auftaktveranstaltung „PAULI“ – Start des neuen Frühinterventionskonzepts zur strukturierten psychotherapeutischen Therapie und Rehabilitation

AHGUnter dem Motto „Psychosomatik – Auffangen, Unterstützen, Leiten und Integrieren – PAULI“ fand am 22.01.2015 die gemeinsame Pressekonferenz von AHG Allgemeine Hospitalgesellschaft AG, AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse und der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz als Auftaktveranstaltung im AHG Gesundheitszentrum Ludwigshafen statt. Erstmalig in Rheinland-Pfalz wird mit einem Frühinterventionskonzept ein neuer Ansatz zur strukturierten psychotherapeutischen Therapie und Rehabilitation vorgestellt.

PAULI stellt ein Behandlungsangebot dar, das sich bereits frühzeitig an Patienten wendet, die aufgrund von psychosomatischen Leiden arbeitsunfähig geworden sind. Die Betroffenen sollen spätestens nach der Lohnfortzahlung durch ihren Arbeitgeber (sechs Wochen), idealerweise sogar noch früher in die Behandlung aufgenommen werden. Sie erhalten während des Behandlungszeitraums von sechs Wochen insgesamt 20 Behandlungseinheiten á 3,5 Stunden, innerhalb dessen ein multimodales Behandlungssetting realisiert wird. Das PAULI-Team besteht u.a. aus Ärzten, Psychologen, Sozialarbeitern, Ergo- und Sporttherapeuten.

Ziel dieses umfangreichen Behandlungsangebotes ist es, den Patienten eine rasche Rückkehr an den Arbeitsplatz zu ermöglichen oder aber auch weitergehende Behandlungen einzuleiten und zu strukturieren. Die aus der Region kommenden Versicherten der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland werden im AHG Gesundheitszentrum Ludwigshafen in der Yorkstrasse 1 (LUSANUM) behandelt. Das AHG Gesundheitszentrum ist eine Facheinrichtung u.a. für ganztägig ambulante psychosomatische Rehabilitation und zählt zu gut einem Dutzend vergleichbarer Einrichtungen im gesamten Bundesgebiet.

Das Besondere an dem Konzept ist, dass Krankenkasse und Rentenversicherung ein gemeinsames Ziel haben, nämlich die Wartezeit bis zum Beginn einer fachspezifischen Behandlung für die Versicherten deutlich zu verkürzen, um so eine Manifestierung oder Chronifizierung einer psychischen Erkrankung möglichst zu vermeiden.

Denn bislang sind Patienten, die erstmals in einer stationären psychosomatischen Rehabilitationsklinik aufgenommen werden, im Durchschnitt bereits über sieben Jahre chronisch erkrankt. Daher stellt jeder Schritt in eine Verkürzung der Chronifizierungszeiten und insbesondere eine Frühintervention wie PAULI wichtige Weichen zur Kostenreduktion und Kostenvermeidung.

Es ist vorgesehen, bei zu erwartetem Erfolg des Projektes, daraus ein festes Angebot der AOK an ihre Versicherten zu machen und die Kooperation langfristig fortzuführen. „Unser Ziel ist es, im Rahmen dieses trägerübergreifenden Pilotprojektes, AOK-Versicherten bei psychischen Erkrankungen Versorgungssicherheit zu bieten. Mit „Pauli“ erhalten unsere Versicherten eine neue Chance zur schnellstmöglichen gesellschaftlichen und beruflichen Teilhabe “, erklärt Dr. Irmgard Stippler, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse.

Hartmut Hüfken, Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz: „Eine gut aufeinander abgestimmte Versorgungskette ist zentraler Faktor für eine erfolgreiche Rehabilitation. Gerade Menschen, die an einer psychischen Erkrankung leiden, sind auf eine professionelle Begleitung ‚Hand-in-Hand‘ besonders angewiesen. Für unsere Versicherten erwarten wir von PAULI einen echten Mehrwert für eine gelingende Rückkehr in Alltag und Beruf.“

Die Vorteile dieses ganzheitlichen Ansatzes stellt auch Chefärztin Jutta Metko vom AHG Gesundheitszentrum Ludwigshafen heraus und gibt zugleich Einblicke in die medizinisch-therapeutische Praxis: „Gerade in der Frühphase der Erkrankung profitieren die Patienten von einer stützenden und lenkenden Intervention. Einen kompetenten Ansprechpartner zu haben und mit „Leidensgenossen“ eine Tagesstruktur und Gemeinschaft zu erleben, ist ein wichtiger Schritt in die Krankheitsbewältigung.“

Bei Fragen erreichen Sie uns unter folgenden Kontaktdaten:

AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse
Direktion
Jan Rößler
Pressereferent
Virchowstraße 30
67304 Eisenberg
Tel.: 0 63 51.4 03-4 19
jan.roessler@rps.aok.de
www.aok.de/rheinland-pfalz-saarland

Deutsche Rentenversicherung
Rheinland-Pfalz
Hans-Georg Arnold
Pressesprecher
Eichendorffstraße 4-6
67346 Speyer
Postanschrift: 67340 Speyer
Tel.: 0 62 32.17-18 67
hans-georg.arnold@drv-rlp.de
www.deutsche-rentenversicherung-rlp.de

AHG Gesundheitszentrum Ludwigshafen
Gehard Illig
Verwaltungsdirektor
Yorckstr. 1
67061 Ludwigshafen
Tel.: 0 63 22.93 42 60
gillig@ahg.de
www.ahg.de/ludwigshafen


Neufassung der Soziotherapie-Richtlinie: ein wichtiger Schritt, aber weiterhin Optimierungsbedarf

dgppn_logo_v3Schwer psychisch kranke Menschen sind häufig nicht in der Lage, medizinische Leistungen, auf die sie Anspruch haben, selbstständig in Anspruch zu nehmen. Doch mithilfe der Soziotherapie kann Betroffenen ein Weg zur Teilhabe am Leben geebnet werden. Am Donnerstag hat der Gemeinsame Bundesauschuss (G-BA) eine Neufassung der Soziotherapie-Richtlinie (ST-RL) beschlossen, die u.a. eine Erweiterung der Indikation und eine Erhöhung der Therapieeinheiten vorsieht. Die DGPPN begrüßt die inhaltliche Weiterentwicklung der Leitlinie, sieht aber weiterhin Optimierungsbedarf in der Umsetzung.

Die Soziotherapie stellt eine lebenspraktische Anleitung für schwer psychisch kranke Menschen zur selbstständigen Nutzung ärztlich verordneter, sozialer und therapeutischer Angebote innerhalb der psychiatrischen Versorgung dar. Denn häufig sind die Betroffenen in ihrer Fähigkeit, den Lebensalltag eigenständig zu bewältigen und medizinische Leistungen in Anspruch zu nehmen, stark eingeschränkt. Durch Motivierungsarbeit und strukturierte Trainingsmaßnahmen hilft die Soziotherapie, psychosoziale Defizite abzubauen. Die Patienten sollen in die Lage versetzt werden, die erforderlichen Leistungen zu akzeptieren und selbstständig in Anspruch zu nehmen.

Neben somatischen und psychotherapeutischen Interventionen stellen soziotherapeutische Behandlungsansätze im Rahmen von psychosozialen Interventionen eine wichtige Ergänzung in der Behandlung psychisch erkrankter Menschen dar. „Aus Sicht der DGPPN ist die vom G-BA verabschiedete Neufassung der Soziotherapie-Richtlinie mit der vorgesehenen Erweiterung der Indikationen und Erhöhung der Therapieeinheiten ein wichtiges und positives Zeichen für diese Patientengruppe“, stellt DGPPN-Präsidentin Dr. Iris Hauth fest. „Allerdings besteht weiterhin Optimierungsbedarf: Der administrative Antragsaufwand ist für die verschreibenden Fachärzte sehr hoch und müsste dringend minimiert werden, zudem sind die Abstimmungsprozesse der verschiedenen Leistungserbringer nicht eindeutig geregelt. Neben der vorgesehenen Berichtspflicht müsste gleichzeitig eine ausreichende Qualifizierung der Soziotherapeuten sichergestellt werden. Die Effektivität von soziotherapeutischen Leistungen basiert maßgeblich auf einem manualisierten Vorgehen. Deshalb müssen sie von Personen erbracht werden, die ihre Maßnahmen an evidenzbasierten Ansätzen ausrichten können“, so Hauth weiter.

 

Jürg Beutler, lic. phil.
DGPPN-Geschäftsstelle
Leiter Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Reinhardtstraße 27 B
DE – 10117 Berlin
Tel.: 030-240 477 211
Fax: 030-240 477 229
E-Mail: j.beutler[at]dgppn.de