August, 2014

 

„Reha zeigt Gesicht“ – neue Informationsbroschüre der AG MedReha vorgestellt

PRESSEMITTEILUNG

 Berlin, 29.08.2014 Am 29.08.2014 hat die Arbeitsgemeinschaft Medizinische Rehabilitation (AG MedReha) ihre neue  Informationsbroschüre „Reha zeigt Gesicht“ vorgestellt, in der eine Auswahl an Patientengeschichten vorgestellt wird. Mit den zusammengetragenen Beiträgen werden die unterschiedlichen Facetten medizinischer Rehabilitation lebendig gemacht und ihre Wirkung auf bzw. für die Lebensqualität der betroffenen Menschen veranschaulicht. Es handelt sich dabei um wahre Geschichten von Menschen, die Patienten wurden.

 Wissenschaftliche Expertisen, medizinische Gutachten oder nüchterne Statistiken verdeutlichen die Schicksale der Menschen nur an der Oberfläche. Welche einschneidenden Veränderungen Krankheiten oder ein Unfall für den Einzelnen bedeuten, welche Hoffnungen die Patienten haben und welche Wendungen und Wege die medizinische Rehabilitation ihnen eröffnet, wird dabei kaum deutlich. Re-habilitare bedeutet, dass Menschen etwas wieder beherrschen lernen, das vor einer Krankheit oder vor einem Unfall selbstverständlich war: laufen, sprechen, sich zu Hause selbst versorgen, arbeiten gehen. Das wünschen sich Menschen nach einer gesundheitlichen/psychosozialen Krise und das ermöglicht ihnen die Rehabilitation.

 Die Broschüre dokumentiert eindringlich, dass die medizinische Rehabilitation eine unentbehrliche (kompensatorische) Leistung im System der sozialen Sicherung ist, die den einzelnen betroffenen Menschen sowohl vor dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben als auch vor vermeidbarer Pflegebedürftigkeit schützt. Zudem profitiert die Gesellschaft gleichermaßen von den Leistungen der medizinischen Rehabilitation, da nicht nur die Kosten im Sozialwesen, sondern auch die Kosten für die Arbeitgeber langfristig und nachhaltig gesenkt werden.

 Medizinische Rehabilitationsmaßnahmen sind dabei zielgerichtete, komplexe und strukturierte medizinische Leistungen, die von fachärztlich geleiteten und funktionsorientierten, z. T. interdisziplinären Teams in besonders qualifizierten und spezialisierten Rehabilitationskliniken erbracht werden. Die diagnostische und therapeutische Arbeit zielt auf die Beseitigung bzw. Minderung von Funktionseinschränkungen in Beruf und Alltag. Durch Rehabilitation können Menschen motiviert werden, ihre Erkrankungen aktiv zu bewältigen sowie Eigenverantwortung und Gesundheitsbewusstsein zu stärken.  Damit wird auch dem Anspruch auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben Rechnung getragen.

 Der AG MedReha ist das sozialpolitische Anliegen, Erwerbsunfähigkeit und Pflegebedürftigkeit mithilfe der medizinischen Rehabilitation zu verhindern, besonders wichtig. Auch wer gesundheitlich eingeschränkt ist, soll für die Erwerbsarbeit aktiviert werden. Zusätzlich dürfen insbesondere ältere Menschen nicht zu früh in die Pflege „abgeschoben“ werden, sondern sollen durch gezielte  Rehabilitation so lange wie möglich aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

 Die Broschüre wendet sich insbesondere an Multiplikatoren und politische Entscheidungsträger. Die Broschüre kann bei der AG MedReha bestellt werden und steht auf der Homepage www.agmedreha.de  als Download zur Verfügung.

 In der AG MedReha sind die nachstehenden maßgeblichen Spitzenverbände der Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation zusammengeschlossen:

Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK), der Bundesverband Geriatrie e.V. (BV Geriatrie), der Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V. (buss), die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V. (DEGEMED) sowie der Fachverband Sucht e.V. (FVS).

Ihre Zielsetzung ist es, dass behinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen qualitätsgesicherte, wirksame und wirtschaftliche Leistungen erhalten. Die Mitglieder der AG MedReha vertreten die Interessen von rund 800 Rehabilitationseinrichtungen mit mehr als 80.000 Betten/Behandlungsplätzen.

Kontakt:

Arbeitsgemeinschaft Medizinische Rehabilitation SGB IX GbR

Antonia Walch

Friedrichstrasse 60

10117 Berlin

Tel: 030/2400899-0

Fax: 030/2400899-30

E-Mail: info@agmedreha.de

Internet: http://www.agmedreha.de/


DGPPN Kongress 2014: Herausforderungen durch den demographischen Wandel

26. November 2014bis29. November 2014

 

Mit dem Leitthema „Herausforderungen durch den demographischen Wandel“ steht auf dem DGPPN Kongress 2014 ein Thema im Vordergrund, das unsere Gesellschaft und das ärztliche Handeln in den kommenden Jahren entscheidend beschäftigen wird – ganz besonders in Bezug auf die psychische Gesundheit. Denn im Zuge des gesellschaftlichen Wandels ändern sich auch die Erwartungen und Anforderungen an die Diagnostik, Therapie und Versorgung psychischer Erkrankungen.

Kaum eine Entwicklung wird Deutschland in den kommenden Jahren so prägen wie der demographische Wandel! Die Anzahl von älteren Menschen mit psychischen Störungen nimmt aufgrund der steigenden Lebenserwartung sprunghaft zu, gleichzeitig sind die therapeutischen Möglichkeiten für diese Altersgruppe immer noch unzureichend. Bei älteren Menschen ist der Erfolg der Therapien geringer, denn sie haben ein deutlich komplexeres Risikoprofil (Stichwort Multimorbidität), die verfügbaren Therapien sind aber für jüngerer Menschen entwickelt und auf sie zugeschnitten worden. „Unsere Therapie- und Behandlungsangebote müssen entsprechend reformiert und neu entwickelt werden. Der DGPPN Kongress thematisiert den demographischen Wandel deshalb auf unterschiedlichen Ebenen. Alterssensitive medikamentöse, psychotherapeutische und psychosoziale Behandlungsverfahren stehen ebenso im Vordergrund wie die biomedizinische Grundlagenforschung“, stellt DGPPN-Präsident Professor Wolfgang Maier fest.

Der Demographische Wandel betrifft jedoch auch die jüngeren Generationen. Der Leistungsdruck nimmt zu, da die wertschöpfenden Altersgruppen die steigenden Kosten im Renten- und Gesundheitssystem tragen müssen. Aufgrund dieser zusätzlichen Belastungen droht ein erhöhtes Risiko für Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit aufgrund psychischer Erkrankungen. Der Kongress geht daher auch der Frage nach, was der demographische Wandel für die ambulante und stationäre Versorgung in Deutschland bedeutet. „Wir freuen uns, diese zentralen Fragen mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und Bundesärztekammer-Präsident Frank Ulrich Montgomery diskutieren zu können“, so Professor Maier weiter.

Die sich gesellschaftlich vollziehende Entwicklung wirft auch drängende ethische Fragen mit starker Relevanz für das Fach Psychiatrie und Psychotherapie auf: Wie können Würde und Autonomie im Alter bei chronischer Krankheit geschützt werden? Wo sind bei knapper werdenden Ressourcen Prioritäten zu setzen, wie viel reparative und wie viel sprechende Medizin sind nötig? In einer Vielzahl von Symposion widmet sich der DGPPN Kongress 2014 insbesondere auch behandlungsethischen Themen wie der Patientenselbstbestimmung und den Patientenrechten. Die gesellschaftliche Diskussion über ärztlich assistierten Suizid wird in Symposien und Diskussionsforen zum Spannungsfeld zwischen Suizidprävention und würdevollem Sterben aufgenommen.

Mit über 600 Einzelveranstaltungen und mehr als 1.600 Referenten hat sich der DGPPN Kongress zu Europas größte Fachtagung im Bereich der psychischen Erkrankungen entwickelt. Hochkarätige internationale Keynote Speaker haben sich angekündigt. U. a. wird der Neurowissenschaftler und Nobelpreisträger Professor Thomas C. Südhof zu molekularbiologischen Prozessen bei Schizophrenie und Autismus sprechen. Für die zukünftige Fachärztegeneration hat die DGPPN ein thematisch strukturiertes Nachwuchsprogramm erarbeitet. Medizinstudierenden stehen 500 Kongressstipendien zur Verfügung.

Der DGPPN Kongress spricht aber nicht nur das Fachpublikum an, sondern richtet sich mit einer Reihe speziell konzipierter Veranstaltung auch an die breite Öffentlichkeit. „Wir werden mit Schülern, Lehrern und Eltern darüber sprechen, dass psychische Erkrankungen auch vor Jugendlichen nicht Halt machen. Konkret geht es dabei um selbstverletzendes Verhalten, Borderline-Persönlichkeitsstörungen und Essstörungen“, erläutert Professor Maier. Im Rahmen der öffentlichen Veranstaltungen spricht der Bestsellerautor Professor Manfred Spitzer über die Risiken und Nebenwirkungen digitaler Medien für Bildung und Gesundheit. Eine weitere öffentliche Veranstaltung geht der Frage nach, wie sich Anzeichen und Symptome psychischer Erkrankungen erkennen lassen. Der DGPPN Kongress findet vom 26.-29. November 2014 in Berlin statt.

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Als Journalistin oder Journalist können Sie sich ab sofort für den DGPPN Kongress registrieren und Interviews mit Experten vereinbaren. Hier geht es zur Anmeldung <https://www1.dgppn-kongress.de/guest/Press_registration> .

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Reinhardtstraße 27 B
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Tel.: 030.2404 772-11
E-Mail: pressestelle[at]dgppn.de


Mit Radfahren und Fallschirmspringen für ein gelebtes Miteinander

Presseinformation

„Zeigen, was möglich ist“

Mit Radfahren und Fallschirmspringen für ein gelebtes Miteinander

 

Berlin/Stuttgart/Krautheim, 29. August 2014 – Der erste Tag der diesjährigen Bäder- und Reha-Tour beinhaltet eine spektakuläre Besonderheit: Eberhard Gienger und zwei Teilnehmer der mehrtägigen Radtour machten heute in Krautheim einen Tandemsprung. Mit diesem Sprung aus 4000 Metern Höhe möchten sie darauf aufmerksam machen, was auch mit körperlichen Behinderungen und Handicaps möglich ist. „Belastungen durch eine mehrtägige Radtour über viele hundert Kilometer sind häufig kein Problem für behinderte Menschen, wenn sie die richtige Unterstützung bekommen. Das Gleiche gilt auch beim Fallschirmspringen und in allen anderen Bereichen – etwa im sozialen oder beruflichen Umfeld“, so Gienger.

Die Bäder- und Reha-Tour ist eine Aktion des Krebsverbandes Baden-Württemberg. Sein Vorsitzender, Hubert Seiter, zugleich Erster Direktor der DRV Baden-Württemberg, engagiert sich seit langem für die Belange behinderter und chronisch kranker Menschen: „Wir setzen uns mit der Tour dafür ein, dass für behinderte Menschen die notwendige Unterstützung durch Rehabilitation selbstverständlich wird.“

Die Radtour findet bereits zum siebten Mal statt und wirbt für Inklusion, Rehabilitation und Prävention. Diesmal führt sie von Bad Friedrichshall über Tschechien nach Berlin. Die diesjährige Tour beinhaltet eine Neuerung: Eine zweite Gruppe, angeführt von Thomas Keck, Erster Direktor der DRV Westfalen, fährt von Münster nach Berlin. Dort treffen sich die beiden Gruppen und zeigen gemeinsam, was in einer starken Gemeinschaft möglich ist.

Die Kampagne „Meine Reha – Mein Leben.“ der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED) setzt sich ebenso wie die Bäder- und Reha-Tour für Inklusion, Rehabilitation und ein gelebtes Miteinander von nichtbehinderten und behinderten Menschen ein. Sie unterstützt und begleitet die Tour daher von Anfang an.

 

Weitere Informationen:

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V. (DEGEMED)

Katharina Ruppelt

Fasanenstraße 5, 10623 Berlin

Tel.: 030 28 44 96 6, Fax: 030 28 44 96 70

E-Mail: k.ruppelt(at)degemed.de

Internet: www.degemed.de; www.meinereha-meinleben.de

Social Media: Facebook; Twitter


Gemeinsam aufs Rad – mit und ohne Handicap

Die 7. Bäder- und Reha-Radtour führt von Bad Friedrichshall nach Berlin

Gemeinsam aufs Rad – mit und ohne Handicap

Sozialministerin Katrin Altpeter gibt Startschuss in Bad Friedrichshall

Bad Friedrichshall, 29. August 2014 (DRV BW). Mit ihren Rädern, Handbikes und Trikes radeln ab Freitag, 29. August, wieder Behinderte und Nicht-Behinderte gemeinsam: Bereits zum siebten Mal startet die „Bäder- und Rehatour“, initiiert vom Chef der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, Hubert Seiter. Mit ihm werden die Teilnehmer auch 2014 „zeigen, was möglich ist“: Dieses Motto prägt die Tour seit 2008.

Die 45 Radlerinnen und Radler gehen mit einer Botschaft auf Tour: Sie werben für die vielfältigen Möglichkeiten der Inklusion, Rehabilitation und Prävention in Deutschland und Europa. Im Fokus stehen wie in den vergangenen Jahren Besuche bei Reha-Einrichtungen. Die, unterstreicht Ministerin Altpeter, leisteten einen ganz wichtigen Beitrag, Menschen wieder zurück in den Job und damit in die Gesellschaft zu bringen. Aufsehen erregen dürften am Starttag zwischen 15 und 16 Uhr in Krautheim die zwei Tandemfallschirmsprünge mit dem Bundestagsabgeordneten Eberhard Gienger: Unter dem Motto „Sprung zurück ins Leben“ werden zwei junge Menschen eindrucksvoll demonstrieren, dass Sport nach Krebs möglich ist. Vor dem Tourstart unterzeichnen Elke Schweig, Hauptgeschäftsführerin der IHK Heilbronn-Franken, und Hubert Seiter eine Vereinbarung: Darin ist das Ziel dokumentiert, die IHK-Mitgliedsunternehmen zu unterstützen, damit die Beschäftigten möglichst aktiv und gesund im Erwerbsleben verbleiben. Der Amtschef des Wirtschaftsministeriums, Guido Rebstock, bewertet die Kooperationsvereinbarung als bemerkenswerten Beitrag zum Erhalt von Fachkräften in der Region.

2014 führt die Tour von Bad Friedrichshall über Langenburg, Bad Windsheim in Franken, Bischofsgrün im Fichtelgebirge, Karlsbad in Tschechien, über Kreischa im Erzgebirge und den Spreewald nach Berlin. Dort treffen die Radler aus Baden-Württemberg am Samstag, 6. September, ihre Mitstreiter aus Münster: Von da hat sich eine zweite Radler-Gruppe unter der Leitung von Thomas Keck, dem westfälischen Rentenchef, auf den Weg gemacht.

Ministerin Katrin Altpeter : „Inklusion ist mehr als nur Integration“

Auf die Reise schickt die Tourteilnehmer am Freitag, 29. August, um 10 Uhr, die baden-württembergische Sozialministerin Katrin Altpeter: Ein erneuter Beweis der Ministerin, wie sehr ihr und der Landesregierung der Erhalt des vielfältigen Rehabilitationsangebotes im Land am Herzen liegt. Startpunkt ist das Rathaus in Bad Friedrichshall.

„Sport bedeutet Lebensqualität“

Was mit „Reha made in Germany“ möglich ist, beweisen einige der Tourteilnehmer eindrucksvoll: Nach schweren Unfällen oder Krebserkrankungen hat sie eine Reha wieder in die Lage versetzt, Sport zu treiben und an der Tour teilzunehmen. Ebenfalls mit von der Partie: Vertreter der deutschen Gesundheitswirtschaft, Ärzte und Klinikchefs. „Die Tour ist für mich wichtig, weil gerade Sport mich physisch und psychisch fit fürs Leben hält!“, betont Thomas Gensler, ein Neuling der Tour, der nach einem schweren Motorradunfall mit dem Liege-Dreirad mitfährt.

Schirmherrschaft

Die Schirmherrschaft hat erneut der Krebsverband Baden-Württemberg übernommen. Viele der Tourteilnehmer wissen, wie wichtig Sport gegen, bei oder nach Krebs ist. Mit der Tour sollen Spenden für Projekte des Krebsverbandes gesammelt werden (Spendenkonto: Landesbank Baden-Württemberg, BLZ: 600 501 01 – Kontonummer: 1 013 900 – IBAN: DE 97 6005 0101 0001 0139 00 – BIC: SOLADEST600).

Hinweis an die Redaktionen:

Ein „Tourtagebuch“, Pressebilder und weitere Informationen rund um die 7. Bäder- und Rehatour finden Interessierte im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung-bw.de.

Ansprechpartnerin und Tourteilnehmerin ist
Heike Lauer
Krebsverband Baden-Württemberg e.V.
Adalbert-Stifter-Straße 105, 70437 Stuttgart
Telefon: 0711 848-10770
Mobiltelefon (während der Tourwoche): 0152 04931692
E-Mail: info@krebsverband-bw.de
Internet: www.krebsverband-bw.de

Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Gerd Markowetz
Gartenstraße 105, 76135 Karlsruhe
Postanschrift: 76122 Karlsruhe
Telefon 0721 825-23800
Telefax 0721 825-23899
E-Mail gerd.markowetz@drv-bw.de
www.deutsche-rentenversicherung-bw.de

Fließtext: 3375 Anschläge

Abdruck honorarfrei

Belegexemplar erbeten


Kliniksektor vor der Reform 2015 – Krankenhaustag zeigt Perspektiven auf

12. November 2014bis15. November 2014
Pressemitteilung 28. August 2014

37. Deutscher Krankenhaustag im Rahmen der MEDICA

„Beste Qualität braucht bessere Finanzierung“ – so lautet das Generalthema des 37. Deutschen Krankenhaustages, der vom 12. bis 15. November 2014 im Rahmen der weltweit größten Medizinmesse MEDICA in Düsseldorf stattfindet. Als das Informations- und Diskussionsforum führt der Krankenhaustag die verschiedenen im Krankenhaus tätigen Berufsgruppen zusammen. Zahlreiche gesundheitspolitische und praxisorientierte Vorträge beleuchten die aktuellen strukturellen sowie finanziellen Herausforderungen der Branche.

Die Kongressteilnehmer können sich einmal mehr über spannende Debatten mit Top-Referenten freuen: Kongresspräsident Prof. Dr. Hans-Fred Weiser, zugleich Präsident des Verbandes der leitenden Krankenhausärzte Deutschlands, wird zusammen mit der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Annette Widmann-Mauz, Johann-Magnus von Stackelberg, dem stellv. Vorstandsvorsitzenden des GKV-Spitzenverbands sowie DKG-Präsident Alfred Dänzer über die Perspektiven und Erwartungen des stationären Sektors diskutieren. Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung stehen vor allem die politischen Entwicklungen zur geplanten Klinikreform. Themen wie die Qualitätsoffensive und die Krankenhausplanung, das DRG-System, die Betriebskostenfinanzierung bis hin zur zentralen Problematik der Investitionsfinanzierung spielen beim diesjährigen Krankenhaustag eine bedeutende Rolle. Politik, Kliniken und Kostenträger werden die angekündigte Krankenhausreform in all ihren Facetten aus Sicht der zentralen Akteure intensiv beleuchten.

Im Fokus der Beiträge und Diskussionen steht am Eröffnungstag darüber hinaus die Fortentwicklung des Fallpauschalensystems im Krankenhaus. In der DKG-Informationsveranstaltung „Das G-DRG-System 2015“ werden die Referenten auch über die Herausforderungen des neuen Entgeltsystems für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen informieren.

Ein weiteres Highlight ist das Krankenhaus-Träger-Forum am zweiten Kongresstag. Die Referenten werden in der neuen Veranstaltungsreihe die zentralen Herausforderungen der Krankenhäuser in den Themenfeldern „Qualität und Patientensicherheit“, „Personalsicherung“ und „Strategien zur Zukunftssicherung“ aus Sicht der verschiedenen Krankenhausträger diskutieren. Aus der Politik wird der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patienten, BMG-Staatssekretär Karl-Josef Laumann, in seinem Vortrag „Qualität und Patientensicherheit – Erwartungen der Patienten“ die Positionen der Bundesregierung vorstellen.

Die zunehmende Akademisierung und Professionalisierung der Pflege stehen im Pflege-Forum unter dem Titel „Pflege im Krankenhaus der Zukunft“ ebenfalls am zweiten Kongresstag im Mittelpunkt der Diskussionen. In der Veranstaltung „Aktuelle Brennpunkte“ erwartet die Besucher ein Streitgespräch zum Thema „Pay for Performance“ zwischen DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum und Uwe Deh, geschäftsführender Vorstand des AOK-Bundesverbands. Mit der IT-Schwerpunktveranstaltung „Unternehmenserfolg durch optimalen IT-Einsatz“ stehen innovative Themen aus dem Bereich der Krankenhaus-Telematik auf dem Programm. Vortragsveranstaltungen der Architekten für Krankenhausbau und Gesundheitswesen im BDA e.V. (AKG) und der P.E.G. Einkaufs- und Betriebsgenossenschaft eG beschließen das Kongressprogramm am zweiten Veranstaltungstag.

Das Management Forum beschäftigt sich am dritten Kongresstag schwerpunktmäßig mit den Entgeltverhandlungen 2015 und der Umsetzung zur qualitätsorientierten Krankenhausplanung. Die Hospital Management Conference der European Association of Hospital Managers (EAHM) widmet sich der „Absicherung eines nachhaltigen Qualitätsmanagements durch innovative Finanzierungsinstrumente“. Neueste Trends rund um das MVZ im Krankenhaus rückt die Vortragsveranstaltung des Bundesverbandes Medizinische Versorgungszentren – Gesundheitszentren – Integrierte Versorgung e.V. in den Fokus. Der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) wird in seinem Symposium anhand von Themen wie „Datenerhebung“, „Leitlinienentwicklung“ oder „Krankenhausfinanzierung“ Anspruch und Wirklichkeit der Qualitätssicherung im Krankenhaus kritisch überprüfen. Eine Vortagsveranstaltung des Deutschen Vereins für Krankenhaus-Controlling (DVKC) zum Thema „Update Controlling“ rundet diesen Kongresstag ab.

Eine Fachtagung des Verbandes der leitenden Krankenhausärzte zur „Novellierung der GOÄ“ beschließt das Kongressprogramm am vierten und letzten Kongresstag.

Die Veranstalterin, die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag (GDK), erwartet an den vier Kongresstagen über 1.800 Besucher aus Klinik und Gesundheitspolitik. Das Kongressprogramm bietet umfassende Gelegenheit zur Diskussion zwischen den Partnern im Gesundheitswesen und den Beschäftigten im Krankenhaus.

Kontakt:

Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG)
Pressestelle
Moritz Quiske, Holger Mages, Dagmar Vohburger
Telefon: (030) 39 801 – 1020 / – 1022 / – 1023
Fax: (030) 39 801 – 3021
E-Mail: pressestelle@dkgev.de
Wegelystraße 3, 10623 Berlin

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Recht der Dienste und Einrichtungen bekommt eigenes Forum bei reha-recht.de

Das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht unter www.reha-recht.de bietet mit dem neuen „Forum E: Recht der Dienste und Einrichtungen“ ab September 2014 erstmals eine Plattform für Streitfragen zu den unterschiedlichen Rechtsbeziehungen zwischen Erbringern, Empfängern und Kostenträgern von Reha-Leistungen. Solche Themen werden häufig nicht vor Gericht ausgetragen, gleichwohl besteht ein hoher Klärungsbedarf. Die entsprechenden Fachbeiträge des neuen Forums können kostenlos abgerufen und kommentiert werden.

Das Diskussionsforum unter www.reha-recht.de ist seit 2010 stetig gewachsen und versorgt Betriebe, Verbände, Institutionen, Ärzte, Akteure der Rehabilitation, Beratungsdienste, Anwälte, Gerichte und Hochschulen mit nützlichen Informationen rund um Themen zum Rehabilitations- und Teilhaberecht.

Bislang wurde das breite inhaltliche Spektrum über vier Einzelforen (A bis D) abgedeckt, die sich den Schwerpunktbereichen „Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe“, „Schwerbehinderten- und Arbeitsrecht inklusive des betrieblichen Eingliederungsmanagements“, „Zugang zu Leistungen inklusive sozialmedizinischer Begutachtung und Assessment“ sowie „Entwicklungen und Reformvorschläge“ widmen. Im September 2014 kommt nun ein neues Forum mit dem Titel „Forum E: Recht der Dienste und Einrichtungen“ hinzu.

Hintergrund ist ein zunehmender Klärungsbedarf bei Problemen im Kontext der unterschiedlichen Rechtsbeziehungen:

Zwar hat der Gesetzgeber festgelegt, dass die Rehabilitationsträger gemeinsam für ein in Qualität und Menge ausreichendes Angebot an Rehabilitationsdiensten und -einrichtungen sorgen müssen. Anspruchsberechtigte sollen schließlich Leistungen nach individuellem Bedarf erhalten. In der konkreten Organisation dieser Versorgung sind unter anderem Fragen des Qualitätsmanagements, des Vertrags- und Vergaberechts, der Vergütung und nicht zuletzt die Interessen der betroffenen Patienten zu beachten. Entsprechend enthält das neunte Sozialgesetzbuch (SGB IX) verschiedene Vorschriften und Regeln zur Koordinierung der Leistungserbringung. Gleichwohl ergeben sich in der Praxis regelmäßig Streitfragen, die nicht immer gerichtlich geklärt werden.

Genau für solche Fälle hat nun die DVfR gemeinsam mit ihren Partnern und Experten des Sozialrechts ein eigenes Forum eingerichtet. Folgende Themen sollen dort unter anderem verstärkt aufgegriffen werden:

  • Schiedsstellenverfahren bei Vertragsverhandlungen
  • Abrechnung von Leistungen
  • Auswirkungen von Qualitätsanforderungen
  • Fragen des Verbraucherschutzes
  • Fragen der Bedarfsplanung
  • Heim- und Einrichtungsrecht (z. B. Heimbegriff und Folgen, Aufsichtsrecht)

In den ersten Beiträgen im Forum E wird es um die Zulässigkeit von Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen, um die Abgrenzung zwischen den Pflichten von gesetzlichen Betreuern und denjenigen der Erbringer von Leistungen zur Teilhabe, um Mängel bei der Regelung des Rechtsverhältnisses von Teilnehmenden zu Einrichtungen und Diensten nach §§ 35, 38a SGB IX und um Praxiserfahrungen mit dem Werkstattbudget gehen.

Passend zur Einführung des neuen Forums greift auch das Angebot „Fragen – Meinungen – Antworten zum Rehabilitations- und Teilhaberecht“ (unter http://fma.reha-recht.de) ein Thema aus dem Bereich „Recht der Dienste und Einrichtungen“ auf. Vom 18. September bis zum 2. Oktober 2014 wird es dort eine moderierte öffentliche Online-Diskussion über „Praktische und rechtliche Fragen des Wunsch- und Wahlrechts“ geben, an der sich Interessierte mit eigenen Fragen und Beiträgen beteiligen können.

Über aktuelle Fachbeiträge sowie weitere Hintergründe und Termine informiert der Newsletter des Reha-Recht-Portals, der unter www.reha-recht.de/newsletter kostenlos abonniert werden kann.

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation, Teilhabe und Selbstbestimmung.

Über www.reha-recht.de

Die besondere Konstruktion des SGB IX als übergeordnetes Gesetz für die Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen führt noch immer zu Problemen bei der Rechtsanwendung. Das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht dient mit seinem interaktiven Angebot „Fragen – Meinungen – Antworten“ als Plattform für die Verbreitung nicht hinreichend bekannter Rechtsnormen, der aktuellen Rechtsprechung und ihrer Auslegung sowie der Diskussion von Rechtsfragen in der juristischen Fachöffentlichkeit und bei den Akteuren in Betrieben und Institutionen. Ziel ist es, die Anwendung und Weiterentwicklung des Rehabilitationsrechts zu unterstützen.

Pressekontakt:

Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR)

Steffen Heidt
Projektkoordination Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht

Tel.: 06221 / 18 79 01-22
E-Mail: s.heidt@dvfr.de

Neue Adresse ab September 2014:
Maaßstraße 26
69123 Heidelberg

www.dvfr.de

www.reha-recht.de
http://fma.reha-recht.de


Medical Park AG auf Expansionskurs

Montag, 25. August 2014,

Medical Park AG

MEDICAL PARK | KLINIK+MORE

Amerang | Bad Feilnbach – Im Zuge ihrer definierten Wachstumsstrategie hat die Medical Park AG das Klinikunternehmen klinik+more in Bad Feilnbach übernommen. Mit diesem Schritt baut Medical Park seine regionale Marktführerschaft auf dem Gebiet der Rehabilitationskliniken weiter aus. Gleichzeitig stärkt das Leistungsspektrum von klinik+more die Kernkompetenzen von Medical Park auf dem Gebiet der Rehabilitation, stationären Anschlussheilbehandlung und Prävention.

Dr. med. Ulrich R. Mauerer, Vorstandsvorsitzender der Medical Park AG, kommentiert: „Mit den beiden neuen Kliniken mit insgesamt 500 Zimmern und 400 Mitarbeitern sind wir in der Lage, unser Leistungsspektrum an attraktiven Standorten deutlich zu erweitern.“

Der Geschäftsführer von klinik+more, Stefan Merz, sieht in dem Zusammenschluss die Möglichkeit, noch attraktivere Behandlungskonzepte für die Patienten zu entwickeln.

Prof. Dr. Wolfgang Reitzle, Aufsichtsratsvorsitzender der Medical Park AG: „Wir übernehmen hervorragend geführte Kliniken, die das Portfolio von Medical Park optimal ergänzen.“

 Kontakt:

Medical Park AG

Freiberger-Platz 1

83123 Amerang

Telefon: +49 (0)8075 913 11- 0

E-Mail: r.luber@medicalpark.de


Zahl der Krankenhauspatienten im Jahr 2013 leicht gestiegen

Pressemitteilung Nr. 296 vom 22.08.2014: Zahl der Krankenhauspatienten im Jahr 2013 leicht gestiegen

WIESBADEN – Im Jahr 2013 wurden knapp 18,8 Millionen Patientinnen und Patienten stationär im Krankenhaus behandelt, das waren 0,9 % mehr als im Jahr zuvor (18,6 Millionen). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, dauerte der Aufenthalt im Krankenhaus durchschnittlich 7,5 Tage (2012: 7,6 Tage).

 In 1 995 Krankenhäusern Deutschlands (2012: 2 017) standen für die stationäre Behandlung der Patientinnen und Patienten insgesamt knapp 501 000 Betten zur Verfügung, 900 Betten weniger als im Jahr 2012. Nach wie vor steht annähernd jedes zweite Bett (48,1 %) in einem Krankenhaus in öffentlicher Trägerschaft, jedes dritte Bett (34,0 %) befindet sich in einem freigemeinnützigen Haus. Der Anteil der Krankenhausbetten in Einrichtungen privater Träger liegt bei 18,0 %.

 Die Bettenauslastung erreichte mit 77,4 % das Vorjahresniveau. In öffentlichen Krankenhäusern stieg die Auslastung um 0,2 Prozentpunkte und erreichte 79,1 %. Dagegen sank die Bettenauslastung in freigemeinnützigen Häusern geringfügig auf 75,8 % (2012: 75,9 %) und in privaten Häusern auf 75,6 % (2012: 76,1 %).

 Rund 865 000 Vollkräfte – das ist die Anzahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten – versorgten 2013 die Krankenhauspatientinnen und -patienten. Knapp 147 000 Vollkräfte gehörten zum ärztlichen Dienst und annähernd 718 000 zum nichtärztlichen Dienst, darunter allein 316 000 Vollkräfte im Pflegedienst (2012: gut 313 000). Die Zahl der im Krankenhaus beschäftigten Vollkräfte erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr im ärztlichen Dienst um 2,8 %, im nichtärztlichen Dienst um 3,3 %; die Zahl der Pflegevollkräfte stieg um 0,9 %.

 1,96 Millionen Patientinnen und Patienten nahmen 2013 eine stationäre Behandlung in einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung in Anspruch. Das waren knapp 9 000 Behandlungsfälle weniger als im Vorjahr (– 0,4 %).

 In 1 187 Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen standen rund 167 000 Betten zur Verfügung. Anders als bei den Krankenhäusern sind bei den Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen private Träger die größten Anbieter: Hier standen fast zwei Drittel aller Betten (65,2 %). Einrichtungen öffentlicher Träger verfügten hingegen nur über 18,5 % der Betten. Den geringsten Anteil hatten freigemeinnützige Einrichtungen mit 16,3 % des Bettenangebots.

 Mit 81,2 % lag die Bettenauslastung geringfügig über dem Niveau des Vorjahres (2012: 81,0 %). Öffentliche Einrichtungen erreichten mit 91,1 % (2012: 90,8 %) die höchste Bettenauslastung, private Einrichtungen mit 77,9 % (2012: 78,0 %) die niedrigste.

 Gut 8 000 Vollkräfte im ärztlichen Dienst und knapp 84 000 Vollkräfte im nichtärztlichen Dienst – darunter 21 000 Pflegevollkräfte – versorgten 2013 die vollstationären Patientinnen und Patienten in den Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen.

 

Eckdaten der Krankenhausstatistik 2013

Gegenstand der Nachweisung
(Vorläufige Ergebnisse)
Einheit Insgesamt davon
öffentlich frei-
gemeinnützig
privat
Krankenhäuser Anzahl  1 995   596   706   693
Betten Anzahl  500 585  240 541  170 095  89 949
Berechnungs-/Belegungstage Anzahl 141 376 277 69 482 652 47 060 810 24 832 815
Patienten (Fallzahl) Anzahl 18 782 578 9 220 095 6 436 258 3 126 226
Durchschnittliche Bettenauslastung % 77,4 79,1 75,8 75,6
Durchschnittliche Verweildauer Tage 7,5 7,5 7,3 7,9
Ärztliches Personal (Vollkräfte) Anzahl  146 838  81 318  42 973  22 548
Nichtärztliches Personal (Vollkräfte) Anzahl  717 857  394 348  216 067  107 442
darunter:
Anzahl  316 206  164 419  101 939  49 847
Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen Anzahl  1 187   229   317   641
Betten Anzahl  166 933  30 925  27 171  108 837
Pflegetage Anzahl 49 478 095 10 286 805 8 263 070 30 928 220
Patienten (Fallzahl) Anzahl 1 956 082  404 552  301 860 1 249 671
Durchschnittliche Bettenauslastung % 81,2 91,1 83,3 77,9
Durchschnittliche Verweildauer Tage 25,3 25,4 27,4 24,7
Ärztliches Personal (Vollkräfte) Anzahl  8 444  1 783  1 083  5 578
Nichtärztliches Personal (Vollkräfte) Anzahl  83 540  16 065  13 528  53 947
darunter:
Anzahl  21 175  3 631  3 773  13 772

 

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Zahl der Krankenhauspatienten im Jahr 2013 leicht gestiegen (PDF, 79 kB, Datei ist nicht barrierefrei)

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6. Business Dinner von Softsolution: Neue Entwicklungen in der medizinischen Rehabilitation

Verfasser: Herr Staatssekretär a.D. Neithart Neitzel

Anlässlich des Hauptstadtkongresses veranstaltete die Firma Softsolution in den Nordischen Botschaften in Berlin ihr 6. Business Dinner, das hervorragend besucht war.

Im Mittelpunkt standen drei Statements, die neue Entwicklungen in der medizinischen Rehabilitation aufzeigten.

Zu Beginn referierten Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Privat-Kliniken (BDPK), und der neue Vorstandsvorsitzende der MediClin, Volker Feldkamp, über aktuelle Fragen der medizinischen Rehabilitation. Die beiden Redner waren für Frau Widmann-Mauz, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium,  eingesprungen, die aus Termingründen hatte kurzfristig absagen müssen. Bublitz berichtete insbesondere über das Rentenpaket der Großen Koalition, in dem eine Anhebung des Reha-Deckels bei der Deutschen Rentenversicherung vorgesehen ist. Diese Regelung sei zwar zu begrüßen, dürfe aber nach dem „Durchwachsen“ der Babyboomer-Generation durch das rehafähige Alter nicht wieder aufgegeben werden, weil die Vergütungen im Reha-Bereich immer noch nicht leistungsgerecht seien. Feldkamp berichtete von ersten Erfahrungen bei der Verzahnung von Akutbehandlung in Krankenhäusern mit der medizinischen Rehabilitation in Reha-Kliniken: Hier tue sich ein spannendes Arbeitsfeld auf, das im Rahmen eines Konzerns wie MediClin  gut gelöst werden könne.

Ellio Schneider, Geschäftsführer der Waldburg-Zeil-Kliniken und Vorsitzender des Fachausschusses Rehabilitation im BDPK, sprach in einem Grundsatzreferat über „Leistungsorientierte Vergütung für die medizinische Rehabilitation“. Er berichtete zunächst über die Ausgabenentwicklung bei den Leistungsträgern: Während in der Rentenversicherung 1995 bis 2012 eine Steigerung der Ausgaben um 13,6 % erfolgt sei, habe dies bei der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nur bei 3 % gelegen, was einen realen Rückgang bedeutet habe. Im Referenzzeitraum seien die gesamten Gesundheitsausgaben der GKV nämlich  um 47 % gestiegen! Seit Jahren – so Schneider – wüchsen die Kosten der Reha-Einrichtungen schneller als die Vergütungen, was zu wirtschaftlichen Problemen bei einer Reihe von Einrichtungen bis hin zur Insolvenz geführt habe. Reale Preissteigerungen, z. B. für Energie, notwendige Investitionskosten, gesteigerte Personalkosten würden zu wenig berücksichtigt. Das vom BDPK eingeholte aktiva-Gutachten verlange Tagessätze zwischen 139 und 146 EURO – jede Reha-Einrichtung könne an diesem Maßstab ihre eigene Stellung ablesen. Anhand einer Reihe von Details forderte Schneider ein leistungsgerechtes Vergütungssystem, zu dessen Ermittlung er eine Vielzahl methodischer Ansätze lieferte.

Aus der Sicht der Leistungsträger beleuchtete Dr. Ina Ueberschär, stellvertretende Geschäftsführerin der DRV Mitteldeutschland, die  Frage „Der richtige Patient zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Klinik – Utopie oder Wirklichkeit ?“  Als Beispiel für das Auseinanderklaffen von Reha-Bedarf und tatsächlich erfolgter medizinischer Rehabilitation nannte sie die Erwerbsminderungsrenten, bei denen 42 % auf psychische Erkrankungen zurückzuführen sind, während weniger als die Hälfte der entsprechenden Rentenbezieher in den letzten fünf Jahren vor der Rentenbewilligung  eine medizinische Rehabilitation wahrgenommen hätten. Diese Fehlsteuerung müsse durch ein Bündel von Maßnahmen bekämpft werden: Bessere Einbindung der Arbeitgeber sowie der Betriebs- und Werksärzte sei ebenso erforderlich wie Sensibilisierung der Krankenhausärzte und  der niedergelassenen Haus- und Fachärzte für Fragen der medizinischen Rehabilitation. Dr. Ueberschär problematisierte auch die Praxis der GKV, wonach Reha zu Lasten der Krankenkassen von niedergelassenen Ärzten nur mit einer besonderen Qualifikation (in der Regel Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung) verordnet werden dürfe. Bei dem richtigen Zeitpunkt für eine Reha-Maßnahme stellte Dr. Ueberschär die Motivation des Patienten in den Mittelpunkt. Nur wer zur „Mitarbeit“ im Rahmen der Reha bereit sei, trage zum Erfolg der Maßnahme bei. Die sorgfältige Auswahl der Reha-Einrichtung schließlich stelle unabhängig vom Wunsch- und Wahlrecht des Versicherten, das in der Regel berücksichtigt werde, eine Hauptaufgabe der Leistungsträger dar: Wichtig sei es, daß die ausgewählte Einrichtung die Reha-Ziele des Leistungsträgers mittrage.

Die gehörten „Dinner speeches“ hatten bei den Teilnehmern des Business Dinners eine gute Resonanz; sie wurden an den Tischen lebhaft diskutiert.


Für Versicherte der DRV Rheinland kommt Gesundheit nach Hause

Mit Hilfe moderner Technik können Patienten der Aggertalklinik in den ersten sechs Wochen nach ihrem Reha-Aufenthalt zu Hause weiter betreut werden. Die hierfür entwickelte teletherapeutische Nachsorge „EvoCare“ hilft dem Patienten, das in der Klinik Erlernte auf den häuslichen und beruflichen Alltag zu übertragen. Unterstützt wird er dabei von dem Therapeutenteam der Aggertalklinik, das ihn auch während der Rehabilitation betreut hat.

Die Aggertalklinik in Engelskirchen ist ein renommiertes Rehabilitationszentrum mit 256 Betten. Die Klinik ist spezialisiert auf Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Als Reha-Zentrum der gesetzlichen Rentenversicherung gehört es zu ihren Aufgaben, die Erwerbsfähigkeit der Versicherten wiederherzustellen und zu erhalten.

Mit „EvoCare“ findet die Nachsorgetherapie direkt in den eigenen vier Wänden statt. Dabei können Patienten täglich etwas für ihre Genesung tun – und das bei freier Zeiteinteilung.

Nach Ihrer Abreise aus der Aggertalklinik erhalten Patienten, die bereits während ihres Reha-Aufenthaltes die EvoCare-Behandlung mit dem Telemedizingerät trainiert haben, einen „EvoLino“ per Zustelldienst direkt nach Hause geliefert. Er zeigt die vom Therapeuten verordneten Physiotherapieübungen an. Jede Übung zur Kräftigung, Mobilisation, Stabilisierung und Dehnung wird in einem kurzen Film erklärt.

Der EvoLino ist sehr einfach zu bedienen und begleitet den Patienten bei seinen Übungen zuhause. Er registriert die Übungsausführungen und überträgt diese an den betreuenden Therapeuten in der Reha-Klinik, der für das häusliche Training eine Rückmeldung geben kann.

Der Austausch mit dem „Tele-Therapeuten“ motiviert enorm, auch zu Hause aktiv zu bleiben. Die Patienten sind zeitlich ungebunden und können ihr Training so durchführen, wie es in den eigenen Tagesablauf passt. Trainiert wird ausschließlich nach individuellem Therapieplan und unter Supervision des „Tele-Therapeuten“ aus der Aggertalklinik.

Der telemedizinische Einsatz knüpft keinerlei Voraussetzungen an die EDV-Infrastruktur der Patientenwohnung. Die Patienten erhalten für den Versorgungszeitraum alles Erforderliche unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die Kosten für die Nutzung des Systems werden seitens der Deutschen Rentenversicherung Rheinland für ihre Versicherten übernommen.

Nach der DRV Bayern Süd ist die Deutsche Rentenversicherung Rheinland der zweite deutsche gesetzliche Rentenversicherungsträger, der seinen Versicherten dieses neue Nachsorgeangebot zur Verfügung stellt.

Die Nachsorge mit EvoCare wird von den Patienten sehr gut angenommen. Neben der Trainingshäufigkeit wird besonders positiv bewertet, dass die Weiterversorgung zuhause durch das bereits bekannte Fachteam erfolgt und Fahrzeiten und Wegstrecken entfallen. Mit der TeleReha kann die Deutsche Rentenversicherung Rheinland für Versicherte einen Zugang zur effizienten Nachsorge sicherstellen, die wohnortnah keine Versorgungsmöglichkeit finden würden.

Wenn sich der Einsatz der teletherapeutischen Behandlung aus Sicht der Patienten und der Aggertalklinik bewährt, wird die Deutsche Rentenversicherung Rheinland EvoCare auch in anderen Reha-Einrichtungen einsetzen.

Kontakt:

EvoCare Telemedizin ECT eG
Muggenhofer Str. 136
D-90429 Nürnberg
Tel.: +49 911 32380-0
E-Mail: presse@telemedizin.de

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Telemedizingenossenschaft:

www.EvoCare-Telemedizin.de

Zugelassene telemedizinische Gesundheitsleistung:

www.telemedizin.de

Aggertalklinik
Verwaltungsdirektor Jörg Tober
Am Sondersiefen 18, 51751 Engelskirchen
Tel.: 02263 / 93-4310
E-Mail: joerg.tober@aggertalklinik.de
Internet: www.aggertalklinik.de