Juli, 2014

 

Ausgezeichnet! Dr. Becker Brunnen-Klinik schult ihre Patienten exzellent

Die psychosomatische Reha-Klinik in Horn-Bad Meinberg wurde von der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation für ihre „Exzellenten Patientenschulungen“ zertifiziert. Sie ist damit die sechste Klinik in Deutschland mit einer derartigen Auszeichnung.

Horn-Bad Meinberg. Die Lebensqualität trotz krankheitsbedingter Beeinträchtigungen wieder zu erlangen – das ist das Ziel der Rehabilitationsbehandlung. Einer der wichtigsten Behandlungsbausteine, dieses Ziel zu erreichen, sind die Patientenschulungen. Hier lernen die Rehabilitanden alles über ihre Krankheit und den richtigen Umgang damit. Indem man die Patienten solcherart zu „Experten in eigener Sache“ macht, sind sie auch nach dem Klinikaufenthalt in der Lage, in einen möglichst normalen Alltag zurück zu finden und aktiv zu ihrer eigenen Gesunderhaltung beizutragen. In der deutschen Reha-Landschaft sind Patientenschulungen mittlerweile ein fest etablierter Behandlungsbaustein.

Als sechste Rehaklinik in Deutschland zertifiziert
Umso wichtiger ist es, dass die Schulungen qualitätsgesichert sind. Die Dr. Becker Brunnen-Klinik hat sich jetzt als sechste Rehaklinik deutschlandweit den strengen Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED) unterzogen und das Zertifikat „Exzellente Patientenschulungen“ erhalten. Damit trägt die Klinik wie fünf weitere Dr. Becker-Einrichtungen das Siegel, dass ihre Schulungen inhaltlich fundiert und patientengerecht durchgeführt werden.

Stolz präsentiert das Team der Dr. Becker Brunnen-Klinik die neue Auszeichnung (v.l.n.r.): Dr. med. Dirk Schröder, Chefarzt, Jens Stöhr, Sporttherapeut, Heike Spohr, Pflegedienstleitung und Ulrich Konert, Verwaltungsdirektor der Dr. Becker Brunnen-Klinik

Stolz präsentiert das Team der Dr. Becker Brunnen-Klinik die neue Auszeichnung (v.l.n.r.): Dr. med. Dirk Schröder, Chefarzt, Jens Stöhr, Sporttherapeut, Heike Spohr, Pflegedienstleitung und Ulrich Konert, Verwaltungsdirektor der Dr. Becker Brunnen-Klinik

Stolz auf die Auszeichnung
„Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung“, versichert Ulrich Konert, Verwaltungsdirektor der Dr. Becker Brunnen-Klinik. „Uns allen hier sind die Patientenschulungen ein wichtiges Anliegen. Jeder trägt mit seiner Expertise dazu bei, dass sie genau auf die Bedürfnisse unserer Patienten zugeschnitten sind, und wir die richtigen Inhalte lebendig und gut verständlich vermitteln.“ Das sahen auch die Auditoren der LAG InterCert so, die im Auftrag der DEGEMED die Qualität der Schulungen prüften. Sie hoben im Abschlussgespräch die sehr gute Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenfalls hervor.

Medizinisch betrachtet decken die Patientenschulungen der Dr. Becker Brunnen-Klinik ein breites Feld ab. Von Strategien für den Umgang mit Tinnitus, Angststörungen, Depression über soziales Kompetenztraining bis hin zu Ernährung und allgemeiner Stressbewältigung erlernen Patienten hier nahezu alle notwendigen Fähigkeiten, um mit einem bestimmten Krankheitsbild zu leben.

Kontakt:

Dr. Becker Klinikgesellschaft mbH & Co. KG
Rebecca Jung
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Parkstraße 10
50968 Köln
Tel.: (+49) 221 934647-48
Fax: (+49) 221 934647-40
E-Mail: rjung@dbkg.de


7,5 Millionen schwerbehinderte Menschen leben in Deutschland

Wiesbaden. Zum Jahresende 2013 lebten rund 7,5 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das rund 260.000 oder 3,6 % mehr als am Jahresende 2011. 2013 waren somit 9,4 % der gesamten Bevölkerung in Deutschland schwerbehindert. Etwas mehr als die Hälfte (51 %) der Schwerbehinderten waren Männer. Als schwerbehindert gelten Personen, denen von den Versorgungsämtern ein Grad der Behinderung von 50 und mehr zuerkannt sowie ein gültiger Ausweis ausgehändigt wurde.

Behinderungen treten vor allem bei älteren Menschen auf: So war nahezu ein Drittel (31 %) der schwerbehinderten Menschen 75 Jahre und älter; knapp die Hälfte (45 %) gehörte der Altersgruppe zwischen 55 und 75 Jahren an. 2 % waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Mit 85 % wurde der überwiegende Teil der Behinderungen durch eine Krankheit verursacht. 4 % der Behinderungen waren angeboren beziehungsweise traten im ersten Lebensjahr auf. 2 % waren auf einen Unfall oder eine Berufskrankheit zurückzuführen.

Zwei von drei schwerbehinderten Menschen hatten körperliche Behinderungen (62 %). Bei 25 % waren die inneren Organe beziehungsweise Organsysteme betroffen. Bei 14 % waren Arme und Beine in ihrer Funktion eingeschränkt, bei weiteren 12 % Wirbelsäule und Rumpf. In 5 % der Fälle lag Blindheit beziehungsweise eine Sehbehinderung vor. 4 % litten unter Schwerhörigkeit, Gleichgewichts- oder Sprachstörungen. Der Verlust einer oder beider Brüste war bei 2 % Grund für die Schwerbehinderung.

Auf geistige oder seelische Behinderungen entfielen zusammen 11 % der Fälle, auf zerebrale Störungen 9 %. Bei den übrigen Personen (18 %) war die Art der schwersten Behinderung nicht ausgewiesen.

Bei knapp einem Viertel der schwerbehinderten Menschen (24 %) war vom Versorgungsamt der höchste Grad der Behinderung von 100 festgestellt worden; 32 % wiesen einen Behinderungsgrad von 50 auf.

Weitere Auskünfte gibt:
Ulrike Marten
Telefon: +49 611 75 8147


Krankenkassen dürfen keine Zuzahlungen für die Bewilligung einer Wunschklinik des Patienten fordern

Pressemitteilung 29.07.2014

 Aktuell verlangen Krankenkassen von den Patienten bei stationären Rehabilitationsmaßnahmen oft Zuzahlungen, wenn der Patient in eine bestimmte Klinik will.

 Beim Arbeitskreis Gesundheit e. V. (AKGES) häufen sich die Beschwerden von Patienten, in denen Krankenkassen ihre Versicherten in ihre sogenannten „Vertragskliniken“ einweisen wollen. Die Genehmigung der vom Patienten gewünschten Klinik wird von einer Zahlung des Patienten von bis zu 3000 € abhängig gemacht, wobei die Krankenkasse die bessere medizinische Eignung der vorgeschlagenen Klinik außer Acht lässt.

Wie der Geschäftsführer des AKGES Ingo Dörr mitteilt, ist dieses Vorgehen regelmäßig rechtswidrig: „Die Krankenkasse darf für eine medizinisch geeignete Klinik nichts zusätzlich vom Patienten verlangen. Das hat das Bundessozialgericht mehrfach unter Berufung auf das Sachleistungsprinzip entschieden. Hiermit ist die immer häufigere Praxis von Krankenkassen nicht vereinbar, die ihren Versicherten glauben machen wollen, der Patient müsse die „Vertragsklinik“ seiner Krankenkasse akzeptieren, oder eine Zuzahlung leisten für seinen medizinisch begründeten Wunsch nach einer bestimmten Klinik.“

 Fast alle Rehabilitationskliniken in Deutschland haben einen sogenannten „Versorgungsvertrag“ mit der gesetzlichen Krankenversicherung abgeschlossen. Es kommt deshalb nicht darauf an, ob die vom Patienten vorgeschlagene Klinik durch Zusatzvereinbarungen „Vertragsklinik“ seiner Krankenkasse ist, wenn der Patientenwunsch medizinisch begründet ist.

 Betroffene Patienten erhalten auf der Homepage des AKGES (www.Arbeitskreis-Gesundheit.de ) weiterführende Informationen.

Der Arbeitskreis Gesundheit ist ein gemeinnütziger Verein, der die Öffentlichkeit über Fragen der medizinischen Rehabilitation informiert.

 Kontakt und Nachfragen:

ARBEITSKREIS GESUNDHEIT e.V.
Geschäftsführer Ingo Dörr
Gustav-Mahler-Str. 2
04109 Leipzig
Telefon: 0341 / 870 5959 0
Freecall: 0800 / 100 63 50
Telefax: 0341 / 870 5959 59
E-Mail: info@arbeitskreis-gesundheit.de
Internet: www.arbeitskreis-gesundheit.de
www.rehaklinik.com


VdK fordert mehr Engagement für Schwerbehinderte auf dem Arbeitsmarkt

29.7.2014

„Menschen mit Behinderung stehen leider oft genug noch im gesellschaftlichen Abseits. Insbesondere Schwerbehinderte haben oft mit Akzeptanzproblemen auf dem Arbeitsmarkt zu kämpfen. Bei gut drei Millionen Erwerbsfähigen, die eine Behinderung haben sprechen die für Juni 2014 rund 180.000 arbeitslos gemeldeten Menschen mit einer Schwerbehinderung eine deutliche Sprache“, kritisiert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK die Situation der Betroffenen.

Laut einem aktuellen Bericht des Statistischen Bundesamts leben 7,5 Millionen Menschen mit einer Schwerbehinderung in Deutschland. Das heißt, sie haben einen Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr. 85 Prozent der Behinderungen wurden durch eine Krankheit verursacht, vier Prozent durch Geburt und bei zwei Prozent war ein Unfall die Ursache.

„Schwerbehinderte haben oft eine überdurchschnittliche Qualifikation, profitieren aber kaum vom Job-Boom“, so Mascher. So hatten im Jahr 2012 knapp 60 Prozent der schwerbehinderten Arbeitslosen einen Studien- oder Berufsabschluss, bei den Arbeitslosen ohne Handicap waren es 55 Prozent. Die VdK-Präsidentin fordert mehr Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung. Arbeitgeber, die sich der Beschäftigungspflicht für Schwerbehinderte komplett entziehen, sollen eine erhöhte Ausgleichsabgabe zahlen.

Der VdK fordert die Bundesregierung auf, das im Koalitionsvertrag formulierte Ziel einer inklusiven Gesellschaft durch verschiedene Maßnahmen entschieden anzugehen: „Es ist richtig, wenn von einer Weiterentwicklung des Nationalen Aktionsplans, von mehr Barrierefreiheit und Inklusion sowie einer stärkeren Beteiligung von Menschen mit Behinderungen als Experten in eigener Sache gesprochen wird. Den Worten müssen jetzt Taten folgen. Die Arbeitgeber sind besonders aufgerufen, die gute Qualifikation und hohe Loyalität von Menschen mit Behinderung anzuerkennen. Sie sollten sie dann auch gezielt einstellen und beschäftigen“, betont Mascher.

„Behinderung darf niemanden ausgrenzen. Inklusion muss in Beruf und Alltag gelebt werden“, fordert die VdK-Präsidentin.

Zeichen: 2.195

Sozialverband VdK Deutschland

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Cornelia Jurrmann (verantwortlich)

In den Ministergärten 4 – 10117 Berlin

Telefon 030 72629-0400

Telefax 030 72629-0499

www.vdk.de – presse@vdk.de


Psychiatrische Institutsambulanzen: keine Black Box, sondern Eckpfeiler der Versorgung

Presseinformation Nr. 18 | 29.07.2014

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)

Psychiatrische Institutsambulanzen (PIA) sind in Deutschland aus der psychiatrischen Versorgung nicht wegzudenken. Pro Jahr versorgen sie rund eine Million psychisch schwer kranke Menschen. Für die Nachsorge stellen die PIA langjährige Beziehungen her. Zudem erhalten Patienten auch notfallmäßig und zeitnah Behandlungstermine. Dadurch können oft unnötige stationäre Aufnahmen vermieden und Patienten frühzeitig wieder entlassen werden.

Nach mehr als drei Jahrzehnten haben sich die PIA als Versorgungsform für schwer psychisch Kranke etabliert und bewährt. Mit hochgerechnet zwei Millionen Behandlungsfällen sind sie ein Eckpfeiler der psychiatrischen Versorgung in Deutschland. Sie behandeln Menschen, die aufgrund ihrer schweren psychischen Erkrankung auf das multiprofessionelle Versorgungsangebot der PIA am Krankenhaus angewiesen sind. PIA an Fachkrankenhäusern müssen von Gesetzes wegen auch aushelfen, wenn eine wohnortnahe ambulante Versorgung unerreichbar ist.

DGPPN-Präsident Professor Wolfgang Maier unterstreicht die zentrale Bedeutung der PIA in der psychiatrischen Versorgung: „Hier finden rund eine Million Betroffene pro Jahr die notwendige Hilfe. Meist sind es Patienten mit langen oder chronischen Krankheitsverläufen und wiederholten stationären Aufnahmen. Mehr als die Hälfte der Fälle machen funktionelle Psychosen aus, hinzu kommen Persönlichkeitsstörungen oder akute Krisen, psychische Alterskrankheiten oder Störungen bei Kindern und Jugendlichen.“

Auch wenn die PIA wegen länderspezifischer Vertragswerke organisatorische Unterschiede zeigen, erfüllen sie gemeinsam denselben Kernauftrag. Unter fachärztlicher Leitung erbringen Psychologen, Sozialpädagogen, Ergotherapeuten sowie weitere Fachtherapeuten, Pflegekräfte und Arzthelfer eine bedarfsgerechte Versorgung mit Pharmakotherapie, Case-Management und Psychotherapie. Die rechtliche Grundlage für ihre Tätigkeit bildet § 118 Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V). PIA sind keine Black Box: In den bundesweit rund 680 PIA erhalten psychisch schwer Kranke intensive multiprofessionelle Diagnostik und Therapie. Differenzierte statistische Berichtssysteme wie beispielsweise in Bayern schlüsseln diese Leistungsprofile auf. Flächendeckend stehen den Krankenkassen Daten über die Diagnosen und die Fallzahlen zur Verfügung.

„Die PIA nehmen in der sektorenübergreifenden Versorgung eine unverzichtbare Rolle ein“, stellt Professor Maier fest. „Sie arbeiten eng mit den Hausärzten zusammen, von welchen die Hälfte der Überweisungen kommt. Aber auch Notfallärzte, somatische Krankenhäuser, andere Fachärzte, Beratungsstellen, sozialpsychiatrische Dienste und komplementäre Einrichtungen kooperieren eng mit den PIA. Dadurch reduziert sich die Anzahl der stationären Aufnahmen, da PIA ihre Patienten nur selten stationär einweisen. Für die betroffenen Menschen sind die Behandlungsangebote der PIA existenzsichernd.“

Kontakt

DGPPN-Pressestelle

Reinhardtstraße 27 B

10117 Berlin

Telefon: 030 / 240 477 211


Weaning ist bei den Waldburg-Zeil Kliniken Teamarbeit von Spezialisten – adäquate Rehazentren sind gefordert

Wangen – Als eines der großen Weaningzentren Deutschlands haben die Waldburg-Zeil Fachkliniken Wangen erfolgreich die Rezertifizierung durchlaufen und sind ausgezeichnetes Mitglied im Kompetenznetzwerk Deutscher Zentren für Beatmungsentwöhnung. Das Beatmungsmedizinische Zentrum an den Fachkliniken in Wangen trägt damit weiterhin die Bezeichnung “zertifiziertes Weaningzentrum der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin“. 

Eine moderne, leistungsstarke Intensivmedizin ist ohne die Möglichkeit der künstlichen Beatmung nicht vollwertig. Für das Gros der Patienten ist die Beatmung eine passagere Organersatztherapie , solange bis die eigene Atmung wieder ausreichend arbeitet. Ein kleinerer Teil von Patienten, insbesondere solche mit schweren chronischen Lungenerkrankungen, muskulären Erkrankungen, nach großen, vor allem kardio-chirurgischen Eingriffen, mit schwerer Herzinsuffizienz, aber auch mit maximalem Übergewicht sind jedoch einer längeren künstlichen Beatmung bedürftig. Gerade diejenigen, die im Rahmen ihrer Langzeitbeatmung schwierig zu entwöhnen sind, gehören in ein spezialisiertes Weaningzentrum, wie es in den Fachkliniken Wangen seit 2001 bestens etabliert ist. 

In den letzten dreizehn Jahren wurden mehr als 2000 Patienten mit einem hohen Maß an Qualität behandelt. Ein geringer Prozentsatz ist nicht entwöhnbar und braucht eine fortgesetzte intermittierende oder kontinuierliche außerklinische Beatmung. Um diese hohe Qualität zu erreichen bedarf es eines interdisziplinären und interprofessionellen Ansatzes in der Zusammenarbeit von Pneumologen, Intensivmedizinern, Neurologen und Anästhesisten sowie Krankenpflege, Physio- und Ergotherapie. Um dem zunehmend spezialisierten Bedarf gerecht zu werden, hat sich in Anlehnung an den angelsächsischen „respiratory therapist“ das Berufsbild des Atmungstherapeuten entwickelt. In den Fachkliniken Wangen sind mittlerweile vier Atmungstherapeutinnen tätig.

Der Projektleiter sowohl der Erst- als auch der Rezertifizierung, Dr. Armin Schneider, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin, ist mit dem Erreichten sehr zufrieden. „Beatmungsentwöhnung ist Teamarbeit“ sagt der erfahrene Anästhesist und Pneumologe, „nur im effektiven Zusammenspiel aller beteiligten Fachgruppen kann ein für den Patienten optimales Ergebnis erzielt werden“. Ziel muss es immer sein, den Patienten möglichst frei von beatmungstechnischer Unterstützung zu bekommen. „Sollte eine solche dennoch nötig sein, so streben wir an, diese in einer nichtinvasiven Form zu leisten“, so Dr. Armin Schneider.

Ein großes Problem stellt die Weiterversorgung sowohl erfolgreich entwöhnter Patienten, aber auch solcher, die einer weiteren beatmungstechnischen Unterstützung bedürfen, dar. In den meisten Fällen ist eine unmittelbare Rückkehr ins heimische Umfeld nicht möglich, so dass verschiedenste Formen der Rehabilitation nötig sind. Oft fehlt hierfür die für die individuellen Probleme des Patienten geeignete Einrichtung. In dieser Beziehung ist es erforderlich, Kostenträger und Politik zur Mitarbeit an der Entwicklung geeigneter Versorgungseinrichtungen zu bewegen. „Darüber hinaus streben wir eine Betreung außerklinisch beatmeter Patienten in unmittelbarer Nähe zum Weaningzentrum an – auch auf diesem Gebiet muss  viel Überzeugungsarbeit geleistet werden“, erläutert der Chefarzt des Weaningzentrums.

Weaning ist ein hoch spezialisiertes medizinisches Verfahren, bei dem nur das Handeln in einem erfahrenen, geschulten Team mit langjähriger Erfahrung zum Erfolg führt. Bei absehbaren Problemen in der Beatmungsentwöhnung ist die Chance auf einen diesbezüglichen Erfolg umso größer, je früher der Patient einem Weaningzentrum zugeführt wird.

Dr. Schneider betont, welche großen Fortschritte die Beatmungsmedizin in den vergangenen Jahrzehnten gemacht habe. Viele Patienten, deren Lebenserwartung vor 20 oder 30 Jahren gleich null war, können Dank der Erkenntnisse der modernen Intensivmedizin und verwandter Disziplinen heute am Leben teilhaben.


MZG Bad Lippspringe für Familienfreundlichkeit gelobt – Kinderbetreuung mit Vorbildfunktion

Seit dem Jahr 2010 bietet das Medizinische Zentrum für Gesundheit (MZG) in Bad Lippspringe seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Kinderbetreuung in einem eigenen Betriebskindergarten an. Mit zwei Betriebskindern ist das MZG-Kinderland gestartet, aktuell werden 22 Kinder von erfahrenen Erzieherinnen betreut. Längst gibt es eine Warteliste und ein Ausbau der Einrichtung ist beschlossen.

Seinerzeit war das MZG ein Vorreiter im Bereich der betrieblichen Kinderbetreuung in Unternehmen des Gesundheitswesens. Zudem findet im MZG-Kinderland auch der Nachwuchs von Müttern und Vätern, die in einer der vier Reha-Kliniken des MZG eine Reha-Maßnahme absolvieren, ein zwischenzeitliches Zuhause. „Wir haben unser Konzept in den vergangenen Jahren immer weiterentwickelt und mittlerweile ist es bewährt, sagt die Leiterin des MZG-Kinderlands, Eva-Marie Wenzel.

Jekaterina Rudolph (Referentin Netzwerk), Heiko Appelbaum, Sofie Geisel und Eva-Marie Wenzel (v. l.) tauschten sich jetzt in Essen aus.

Jekaterina Rudolph (Referentin Netzwerk), Heiko Appelbaum, Sofie Geisel und Eva-Marie Wenzel (v. l.) tauschten sich jetzt in Essen aus.

Seit 2011 ist das MZG auch Mitglied im bundesweiten Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“. Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag geförderte Netzwerk mit Sitz in Berlin veranstaltet regelmäßig Netzwerktreffen. Im Rahmen einer solchen Veranstaltung in Essen stellten Eva-Marie Wenzel und Heiko Appelbaum, Leiter der Stabsabteilung Unternehmenskommunikation im MZG, das Kinderland vor und ernteten viel Lob. „Das MZG hat schon frühzeitig erkannt, dass eine professionelle Betreuung der Mitarbeiterkinder in einem Betriebskindergarten die Attraktivität eines Arbeitgebers maßgeblich erhöhen kann“, sagte Sofie Geisel, Projektleiterin im Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“. „Familienfreundlichkeit wird vor dem Hintergrund eines sich abzeichnenden Fachkräftemangels immer mehr zu einem wichtigen Standortfaktor.“

Heiko Appelbaum machte deutlich, dass die Familienfreundlichkeit dem MZG auch in der Außendarstellung helfe: „Wir verzeichnen zunehmend gezielte Anfragen von potenziellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich auch wegen unseres Betriebskindergartens bei uns bewerben möchten.“ Konkret konnte das MZG in den vergangenen Monaten Ärztinnen und Ärzte gewinnen, die ihren Nachwuchs im MZG-Kinderland perfekt untergebracht wissen.

Darüber freut sich auch Michael Ennenbach, der als MZG-Verwaltungsdirektor ein maßgeblicher Förderer des Kinderlands ist: „Wir werden von vielen Unternehmen um unseren Betriebskindergarten beneidet, was uns zeigt, dass die Einrichtung seinerzeit eine goldrichtige Entscheidung war.“ Aufgenommen werden Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren. Betreut werden sie von fünf Erzieherinnen.

Kontakt für Rückfragen:

Heiko Appelbaum
-Pressesprecher-
Medizinisches Zentrum für Gesundheit GmbH
MZG-Westfalen
Peter-Hartmann-Allee 1
33175 Bad Lippspringe
Tel.: 05252/95-1038
E-Mail: h.appelbaum@medizinisches-zentrum.de
www.medizinisches-zentrum.de

Bildunterschrift: Jekaterina Rudolph (Referentin Netzwerk), Heiko Appelbaum, Sofie Geisel und Eva-Marie Wenzel (v. l.) tauschten sich jetzt in Essen aus.

Foto: Daniela Hinz


Modellprojekt verbessert Chancen auf berufliche Wiedereingliederung

Der Bäcker, der eine Mehlstauballergie entwickelt, der Bauarbeiter, der nach einem Unfall querschnittsgelähmt ist – viele Menschen müssen sich nach einem Unfall oder einer Erkrankung beruflich umorientieren. Um neu auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen bietet sich eine Umschulung an, nach der die Absolventen in ein Berufsfeld wechseln können, das ihren Bedürfnissen entspricht.

Vor allem bei überbetrieblichen Umschulungen in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation scheitert eine berufliche Wiedereingliederung jedoch oft daran, dass die Umschüler trotz eines erfolgreichen Abschlusses keinen Arbeitgeber finden, der sie einstellt. Aus diesem Grund hat Sozialministerin Katrin Altpeter jetzt gemeinsam mit den Berufsförderungswerken in Baden-Württemberg ein Modellprojekt auf den Weg gebracht, das die Chancen der Umschulungsabsolventen auf einen Arbeitsplatz deutlich erhöhen soll. Kernelement des Projekts ist eine engere Kooperation der Berufsförderungswerke mit den Betrieben vor Ort. Ein größerer Anteil der individuellen Umschulungsmaßnahme soll nicht mehr im Berufsförderungswerk, sondern in einem Betrieb in der Wohnortnähe durchgeführt werden. Für das bis Ende 2015 durchgeführte Projekt stehen 345.000 Euro Landesmittel zu Verfügung.

An vier baden-württembergischen Standorten in Heidelberg, Heidelberg-Schlierbach, Bad Wildbad und Schömberg bieten Berufsförderungswerke (BFW) Umschulungsmaßnahmen für Menschen an, die wegen der Art oder Schwere ihrer Behinderung oder zur Sicherung des Rehabilitationserfolges auf die Durchführung solcher Maßnahmen angewiesen sind. Bislang wurden alle Maßnahmen für diese Zielgruppe überbetrieblich angeboten, d.h. die Umschulung erfolgt zum großen Teil nicht in Betrieben, sondern in Übungswerkstätten oder –firmen des Berufsförderungswerkes. „Es hat sich gezeigt, dass diese Art der Umschulung einen Wechsel der Absolventen in die freie Wirtschaft erschwert. Firmen und Betriebe stellen bevorzugt Personen ein, die auf ihre Bedürfnisse hin ausgebildet wurden und die sie im besten Fall während der Ausbildung bereits kennengelernt haben“, so die Ministerin. Deshalb habe das Sozialministerium in enger Abstimmung mit den Einrichtungsträgern der BFW, der Deutschen Rentenversicherung und der Agentur für Arbeit beschlossen, die Angebote entsprechend weiterzuentwickeln.

Altpeter: „Ich bin zuversichtlich, dass sich die Eingliederungschancen der Absolventen durch die stärkere betriebliche Verzahnung und die Ausrichtung der Umschulungsmaßnahmen an den spezifischen Bedarfen des Arbeitsmarktes deutlich erhöhen werden.“

Baden-Württemberg ist aufgrund seiner aus dem SGB IX abgeleiteten Strukturverantwortung für die Berufsförderungswerke und seiner Verpflichtung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention dazu verpflichtet, dass Personen mit besonderen Rehabilitationsbedarfen Angebote erhalten, die ihnen den Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglichen.

Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren
Helmut Zorell
Leiter der Pressestelle
Tel.: 0711 123-3549
Fax: 0711 123-3996
E-Mail: presse@sm.bwl.de
www.baden-wuerttemberg.de


Altenpflege: Freie Ausbildungsstellen für einen interessanten und lohnenden Beruf

25.07.2014 | 10:22 

Hohe Ausbildungsvergütungen und vielfältige Entwicklungschancen

Düsseldorf. Junge Menschen auf der Suche nach beruflichen Perspektiven mit guten Aufstiegschancen werden kurz vor Beginn des Ausbildungsjahres in Nordrhein-Westfalen in der Altenpflege fündig. „Pflegeheime und ambulante Pflegedienste bieten einen schönen und abwechslungsreichen Beruf mit guten Entwicklungsmöglichkeiten. Und das Einstiegsgehalt ist weit besser als bei vielen kaufmännischen und handwerklichen Ausbildungsgängen“, sagt Christof Beckmann, der Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa).

Die im bpa organisierten privaten Pflegeeinrichtungen und Dienste haben in den letzten Jahren Hunderte zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen, um möglichst viele Altenpflegefachkräfte für die Versorgung der älteren und hilfebedürftigen Menschen in Nordrhein-Westfalen zu gewinnen.

Für den Ausbildungsstart im Herbst stehen in der nordrhein-westfälischen Altenpflege mehrere Tausend neue Plätze zur Verfügung. Interessierte junge Menschen können sich direkt an die apm-Pflegeschulen (www.apm-nrw.de) wenden. Neben einer Beratung zur Pflegeausbildung werden ihnen hier auch sofort freie Ausbildungsstellen in Pflegeheimen und ambulanten Diensten vermittelt. Mit dem Examen stehen den künftigen Altenpflegefachkräften dann unterschiedliche berufliche Entwicklungsmöglichkeiten bis hin zu Leitungsfunktionen oder einem fachgebundenen Hochschulstudium offen.

bpa: Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 8.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon weit mehr als 1.200 in Nordrhein-Westfalen) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 245.000 Arbeitsplätze und circa 18.900 Ausbildungsplätze. Das investierte Kapital liegt bei etwa 19,4 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
Norbert Grote, Leiter der Landesgeschäftsstelle Nordrhein-Westfalen
0211/3113930, www.bpa.de


Kampagne „Meine Reha – Mein Leben“ mobilisiert bundesweit

Berlin. Rund 100 Tage nach Start der Kampagne „Meine Reha – Mein Leben“ zieht die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V. (DEGEMED) eine positive Bilanz. „Unsere Forderungen für die Zukunft der Reha haben die Öffentlichkeit erreicht“, sagt Christof Lawall, Geschäftsführer der DEGEMED. „Und weil diese Forderungen die dringendsten Probleme der Reha thematisieren, erhalten wir vor allem von den betroffenen Kliniken sehr viel Unterstützung.“ Die Kampagne „Meine Reha – Mein Leben“ fordert einen vereinfachten Zugang zu Rehabilitationsleistungen, den Erhalt der Reha als Komplexleistung und eine bedarfsgerechte Finanzierung. Sie wendet sich dagegen, dass Reha-Leistungen nach Antrag oftmals nur zu Teilen bewilligt werden und dass die gesamte Reha-Medizin unter immensem Kostendruck und Sparzwang steht. „Reha bringt Menschen zurück ins Leben und ist damit auch von zentraler Bedeutung für die Volkswirtschaft“, sagt Lawall. „Es ist insofern in keiner Weise nachvollziehbar, dass seitens der Kostenträger an Reha gespart wird.“

Die Kampagne „Meine Reha – Mein Leben“ ruft bundesweit Reha-Kliniken und ambulante Reha-Einrichtungen dazu auf, sich für die Forderungen zur Zukunft der Reha stark zu machen. Und das mit Erfolg: In den ersten hundert Tagen der Kampagne haben sich bereits mehr als 80 Kliniken an Kampagnen-Aktionen beteiligt. Während in der Reha-Klinik Heidelberg-Königstuhl in Heidelberg 99 Luftballons für die Reha in die Luft stiegen, zeigten Mitarbeiter der Klinik Höhenried in Bernried in einer öffentlichen Aktion der Bürokratie die „Rote Karte“. In einer Aktion unter dem Motto „Bürokratie ist für die Tonne!“ warfen Mitarbeiter der Reha-Klinik Mirquidi in Thermalbad Wiesenbad symbolisch die komplizierten Reha-Anträge in die Tonne. Alle dezentralen Aktionen werden ergänzt von einer Unterschriftensammlung, die bereits rund 2500 Unterschriften eingebracht hat.

Um ihre Forderungen auch in Zukunft publik zu machen, plant die DEGEMED weitere Aktionen, an denen sich jeder, der für die Forderungen der Kampagne einsteht, beteiligen kann. So ist im August eine zentrale Aktion vor dem Reichstag in Berlin geplant, um auch die Politik auf das Thema aufmerksam zu machen. „Bisher haben wir schon viel geschafft, die Kampagne hatte einen tollen Start und wir sind begeistert von den positiven Reaktionen“, so Christof Lawall. „Aber wir sind noch nicht am Ziel.“

Weitere Informationen:
www.meinereha-meinleben.de

Kontakt:

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V. (DEGEMED)
Katharina Ruppelt
Fasanenstraße 5
10623 Berlin
Tel.: 030 28 44 96 6
Fax: 030 28 44 96 70,
E-Mail: k.ruppelt@degemed.de
Internet: www.degemed.de