Juni, 2014

 

Neuroreha Phase B in Oldenburg schließt Lücke

30.06.2014

Mit einer Fachveranstaltung eröffnete das Evangelische Krankenhaus Oldenburg offiziell die schon seit Anfang Juni in Betrieb genommene neue Intensiveinheit der Neurologisch-neurochirurgischen Frührehabilitation. Das Haus schließt so eine riesige Versorgungslücke für Phase B-Beatmungsbetten im Nordwesten, denn dieses Angebot ist einzigartig im Umkreis von mehr als 100 Kilometern.

Kompetenzen gestärkt und Versorgung verbessert: Armin Sülberg, Kaufmännischer Vorstand, Dr. Rüdiger Schönfeld, Medizinischer Vorstand, Prof. Dr. Andreas Zieger, Chefarzt Neurorehabilitation, und Prof. Dr. Christian Byhahn, Chefarzt Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie.

Kompetenzen gestärkt und Versorgung verbessert: Armin Sülberg, Kaufmännischer Vorstand, Dr. Rüdiger Schönfeld, Medizinischer Vorstand, Prof. Dr. Andreas Zieger, Chefarzt Neurorehabilitation, und Prof. Dr. Christian Byhahn, Chefarzt Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie.

Frühreha mit und ohne Beatmung

Sechs Monate multiprofessionelles und bereichsübergreifendes Engagement haben aus einer Vision Wirklichkeit werden lassen: Zwei Stationen wurden baulich verändert, Einzelzimmer auf modernste Technik umgerüstet und neu ausgestattet. Zu den neuen 10 Intensiv-Phase B-Betten kamen weitere Frührehabetten nach oder ohne Beatmung hinzu. Damit stehen im Evangelischen Krankenhaus Oldenburg auf drei Stationen insgesamt über 40 Betten für die Neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation zur Verfügung. Anlässlich der Eröffnung stellten die Experten des Evangelischen Krankenhauses Oldenburg einem Fachpublikum die Behandlungskonzepte vor und tauschten praktische Erfahrungen aus. Allen Patienten komme die langjährige Erfahrung des ‚Evangelischen‘ zugute, wie Prof. Dr. Zieger, Chefarzt der Neurorehabilitation, vor zahlreichen Zuhörern erläuterte: „Über 17 Jahre Frührehabilitation bei uns im Haus zeigen, dass mehr als 50 Prozent aller schwersthirngeschädigten Patienten sich soweit erholen, dass die Rehakette durchlaufen und eine individuelle Teilhabeperspektive und Lebensqualität aufgebaut werden kann.“

 Starke Nachfrage seit dem ersten Tag
Schon lange gab es Pläne, auch beatmete Patienten zu versorgen. Denn mit der Unfallchirurgie, Anästhesiologie, Neurologie, Neurochirurgie und Neurorehabilitation hat das Haus alle angrenzenden Fachrichtungen unter einem Dach und kann auch Patienten behandeln, die außer einer Beatmung zusätzlich z.B. eine Dialysebehandlung benötigen. Armin Sülberg, seit Ende 2013 Kaufmännischer Vorstand im Evangelischen Krankenhaus Oldenburg, über die Entscheidung zur Umsetzung dieser Idee: „Der Ausbau der Phase B ist ein sinnvoller Baustein, um unsere Kernkompetenzen weiter zu stärken. Die Resonanz gibt uns Recht. Seit Anfang Juni behandeln wir schon Patienten und haben die Intensiveinheit schrittweise ‚hochgefahren’. Es liegen uns viele Anfragen aus einem weiten Umkreis, sogar aus anderen Bundesländern vor.“ 

 

Über das Evangelische Krankenhaus Oldenburg:

Das Evangelische Krankenhaus Oldenburg versorgt mit 1.100 Mitarbeitenden ambulant und stationär rund 50.000 Patienten im Jahr. Seit 2012 gehört das Haus zum Medizinischen Campus der Universität Oldenburg und ist Teil der European Medical School Oldenburg-Groningen.

Verantwortlich für diesen Beitrag:

Evangelisches Krankenhaus Oldenburg
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Angela Rieger-Garthoff M.A.
Steinweg 13-17 I 26122 Oldenburg
Telefon: 0441 / 236-6050
Mobil:    0178 / 845 38 04
Fax: 0441 / 236-420
angela.rieger@evangelischeskrankenhaus.de
www.evangelischeskrankenhaus.de


„Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ Behindertenbeauftragte erinnert an 20 Jahre Grundgesetzänderung

Berlin/30.06.2014. Heute vor 20 Jahren wurde im Bundestag darüber beraten, den Satz „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ ins Grundgesetz aufzunehmen. „Die anschließende Änderung des Grundgesetzes hat Signalwirkung“, betont die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. „Alles, was in den letzten Jahren erreicht wurde – von der Verabschiedung so wichtiger Gesetze wie dem SGB IX, dem Behindertengleichstellungsgesetz, dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz bis hin zur Ratifikation der UN-Behindertenrechtskonvention – basiert auf dieser Ergänzung im Grundgesetz. Das Benachteiligungsverbot kann nicht hoch genug bewertet werden.“

Die Beauftragte dankt den Akteuren von damals: „Es war ein harter Kampf, diese Änderung vor 20 Jahren durchzusetzen. Ich bin froh, heute sagen zu können: Er hat sich gelohnt. Wir wären nicht dort, wo wir heute sind, wenn viele Menschen mit Behinderung sich damals nicht so engagiert eingesetzt hätten.“ „Dieser Erfolg sollte uns motivieren, weiterzukämpfen und gegen nach wie vor bestehende Benachteiligungen vorzugehen“, ergänzt sie.

1994 wurde der Satz „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ in Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz aufgenommen. Der Ergänzung waren viele Anhörungen, Diskussionen, Aktionstage und Unterschriftensammlungen vorausgegangen. Die Aufnahme des Benachteiligungsverbots in das Grundgesetz gilt als erster großer Erfolg der Gleichstellungsbewegung behinderter Menschen.

Herausgeber:

Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen
Mauerstraße 53
10117 Berlin
Telefon: 030 18 527 1797
E-Mail: presse@behindertenbeauftragte.de
Internet: www.behindertenbeauftragte.de


Wechsel in der Geschäftsführung beim größten deutschen Sozialverband

30. Juni 2014

Jens Kaffenberger (43) ist ab 1. Juli 2014 neuer Bundesgeschäftsführer des Sozialverbands VdK Deutschland.

Jens Kaffenberger (43) ist ab 1. Juli 2014 neuer Bundesgeschäftsführer des Sozialverbands VdK Deutschland.

 Jens Kaffenberger (43) ist ab 1. Juli 2014 neuer Bundesgeschäftsführer des Sozialverbands VdK Deutschland. Er tritt damit die Nachfolge von Josef Müssenich an, der die Geschäfte seit 2005 geführt hat und nun in den Ruhestand geht.

Kaffenberger begann seine Laufbahn 2002 beim VdK als Referent der Geschäftsführung im Bereich Gesundheits- und Pflegepolitik. Im Jahr 2009 wurde er zum stellvertretenden Bundesgeschäftsführer ernannt. Als Leiter des Berliner Hauptstadtbüros hat Jens Kaffenberger die Kontakte zum politischen Berlin in den vergangenen Jahren vertieft.

Die gesamte Themenpalette des VdK wie Pflege, Gesundheit, Rente, Armut und Behinderung steht auch beim neuen Bundesgeschäftsführer auf der politischen Agenda. Leitgedanke ist dabei, den VdK für die kommenden Jahre weiter erfolgreich als Partner der Bürgerinnen und Bürger in allen Fragen des Sozialrechts und als modernen Sozialverband zu positionieren.

Der Sozialverband VdK versteht sich als Anwalt für Rentnerinnen und Rentner, chronisch Kranke, Menschen mit Behinderung, Pflegebedürftige und deren Angehörige, ältere Arbeitnehmer sowie Bürgerinnen und Bürger, die auf Grundsicherung angewiesen sind. Seit über 60 Jahren vertritt er die gesellschaftlichen, politischen und rechtlichen Interessen seiner Mitglieder gegenüber dem Staat und der Regierung – parteipolitisch und konfessionell neutral sowie finanziell unabhängig. Und es sind immer mehr Menschen, die sich dem größten deutschen Sozialverband anschließen – derzeit zählt der VdK rund 1,7 Millionen Mitglieder.

Sozialverband VdK Deutschland
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Cornelia Jurrmann (verantwortlich)
In den Ministergärten 4 – 10117 Berlin
Telefon 030 72629-0400
Telefax 030 72629-0499
www.vdk.depresse@vdk.de

Präsidentin Ulrike Mascher
Amtsgericht Bonn – VR2096

Der VdK bei Twitter: http://www.twitter.com/VdK_Deutschland
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Kunst gegen Komasaufen: Drogenbeauftragte und DAK küren die besten Plakate 2014

26.06.2014 | 

Hamburg . Trinken bis der Arzt kommt: Jeden Tag landen im Durchschnitt 70 Kinder und Jugendliche nach Alkoholmissbrauch im Krankenhaus. Wie kann das Rauschtrinken gestoppt werden? Seit Februar 2014 haben 10.000 Schüler kreative Ideen zu diesem Thema entwickelt und sich am bundesweiten DAK-Plakatwettbewerb „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ beteiligt. Der erste Platz ging an zwei Schülerinnen aus Bayern.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, die Band „Luxuslärm“ und der Chef der DAK-Gesundheit, Herbert Rebscher, wählten die Darstellung einer Anti-Alkohol-Aktivistin zum besten Plakat 2014 gegen das „Komasaufen“. Mit der beeindruckenden Team-Arbeit gewannen die 15-jährigen Künstlerinnen Verena Kobert und Nicole Underberg den Hauptpreis von 500 Euro. Der zweite und dritte Platz wurde an Schüler aus Berlin und Nordrhein-Westfalen vergeben. Der Sonderpreis „Junge Künstler“ ging nach Brandenburg.

„Im Kampf gegen das Komasaufen sind Jugendliche ganz wichtige Botschafter“, sagt Herbert Rebscher von der DAK-Gesundheit. „Wenn Schüler selbst auf die Risiken des Rauschtrinkens hinweisen und Auswege aufzeigen, dann ist das wirkungsvolle Prävention.“ Nach aktueller Bundesstatistik landeten 2012 insgesamt fast 26.700 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Bei den 10- bis 15-Jährigen gab es 4.000 Betroffene.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, lobte die große Beteiligung von 10.000 Schülerinnen und Schülern an der Kampagne „bunt statt blau“, die sie als Schirmherrin unterstützt. „Hier wird mit einer einfachen Idee und sehr geringen Kosten eine große Wirkung erzielt“, erklärt Marlene Mortler. „Bei Jugendlichen wirken Plakatmotive viel besser, wenn sie von Gleichaltrigen gestaltet wurden. Der Slogan `bunt statt blau´ bringt Jungen und Mädchen dazu, sich kreativ mit dem Thema Rauschtrinken auseinander zu setzen. Eine tolle Idee mit beeindruckenden Ergebnissen.“ Im neuen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung wird auf den DAK-Wettbewerb als erfolgreiche und beispielhafte Präventionskampagne hingewiesen, an der seit Start im Jahr 2010 bereits 62.000 Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren teilgenommen haben.

Auch die bekannte Band „Luxuslärm“ unterstützt die Kampagne erneut als Mitglied der Bundesjury. „Die Aktion ist für uns wichtig, weil der Kampf gegen das Komasaufen nicht vorbei ist“, erklärt die Band nach der Entscheidung. „Die Plakate der Teilnehmer haben sich über die Jahre sehr verändert. Diese Entwicklung zu beobachten, ist auch für uns spannend.“

Das Kunstwerk der Bundessiegerinnen Nicole Underberg und Verena Kobert aus Bayern zeigt eine kämpferische junge Frau, die sich symbolisch ein blaues Kleid mit dem Worten „stay strong – say no to alcohol“ vom Körper reißt. „Darunter kommt das bunte Positive hervor“, sagen die 15-jährigen Künstlerinnen zu ihrem erfolgreichen Plakat. „Wir trinken selbst keinen Alkohol, sagen deshalb oft Nein und bleiben stark.“

Die besten Plakate aus allen 16 Bundesländern sind im Internet zu sehen unter www.dak.de/buntstattblau. Außerdem werden die Bilder nach den Sommerferien in einer bundesweiten Wanderausstellung in Schulen gezeigt. Die Kampagne „bunt statt blau“ ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, mit der die DAK-Gesundheit bereits seit zehn Jahren Schüler, Lehrkräfte und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt. Der Plakatwettbewerb wird im Frühjahr 2015 fortgesetzt.

Pressekontakt:

DAK-Gesundheit
Pressestelle
Rüdiger Scharf
040/2396-1409
ruediger.scharf@dak.de

„Reha vor Rente“ – Ehrenamtlichen-Schulung der Deutschen Tinnitus-Liga e. V.

Vom 13. bis 15. Juni fand in Königswinter die alljährliche Schulung der in der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL) ehrenamtlich Tätigen statt, zu der rund 100 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet angereist waren. Bei der diesjährigen Veranstaltung stand das Thema „Möglichkeiten der Rehabilitation zur Vermeidung einer Erwerbsminderung sowie Möglichkeiten zur Wiedereingliederung in das Arbeitsleben“ im Mittelpunkt. Das dreitägige Seminar befähigte die Selbsthilfegruppenleiter und DTL-Berater, Betroffene vor Ort kompetent darüber zu informieren, wie die eigene Erwerbstätigkeit durch geeignete Maßnahmen wiederhergestellt beziehungsweise eine Erwerbsminderung verhindert werden kann.

In seiner Begrüßungsrede am Freitag, den 13. Juni sprach DTL-Präsident Volker Albert über aktuelle Entwicklungen in der Deutschen Tinnitus-Liga e. V., insbesondere hinsichtlich einer intensiveren Zusammenarbeit mit den Hörgeräteakustikern. So sei beispielsweise erreicht worden, dass das Thema Tinnitus stärker in die Meisterausbildung der Hörgeräteakustiker eingebunden werde. Weiterhin verwies Albert darauf, dass die DTL eine Petition beim Bundestagspetitionsausschuss eingereicht habe, die sich gegen den neuen Förderleitfaden für die Selbsthilfe richte, der nicht den gesetzlichen Maßgaben entspreche. Hiermit verbunden war auch Volker Alberts Appell, für die eigenen Rechte einzutreten: „Lasst euch nicht so schnell abschmettern!“

Anschließend folgte ein Vortrag von Katia Maibaum vom Integrationsfachdienst Bonn/Rhein Sieg zum Thema: „Welche Hilfen und Möglichkeiten bieten die Integrationsfachdienste zur Integration am Arbeitsplatz für von Behinderung bedrohte Personen oder Personen mit Erwerbsminderung?“ Maibaum erläuterte das Aufgabenspektrum des Integrationsfachdienstes, das sich von der Vermittlung geeigneter Arbeitsplätze für Schwerbehinderte über die Sicherung vorhandener Arbeitsplätze und die Begleitung schwerbehinderter Menschen am Arbeitsplatz bis hin zu betrieblichen Beratungen erstrecke. Beispielsweise werden Arbeitgeber und Kollegen über die Besonderheiten in der Kommunikation mit Hörbeeinträchtigten und technische Hilfsmittel aufgeklärt oder Arbeitsplätze werden optimiert. „Dabei ist es wichtig, den hörbehinderten Menschen bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes miteinzubeziehen“, so Maibaum.

Weitere Vorträge standen am Samstagvormittag auf dem Programm. So referierte Rechtsanwalt Michael Bergmann, Geschäftsführer der Deutschen Tinnitus-Liga e. V., über „Arbeitsrecht und Kündigungsschutz bei (chronischer) Krankheit und Erwerbsminderung – Welche Rechte und Pflichten sichern den Arbeitsplatz bei akuter und chronischer Erkrankung?“. Bergmann schilderte unter anderem, dass der Rechtsprechung zufolge drei Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit eine krankheitsbedingte Kündigung wirksam sei: Es müsse eine negative Gesundheitsprognose vorliegen, eine erhebliche Beeinträchtigung der betrieblichen oder wirtschaftlichen Interessen des Arbeitgebers und es müsse eine Abwägung der Interessen des Arbeitgebers und Arbeitnehmers vorgenommen werden. „Eine krankheitsbedingte Kündigung ist angesichts der hohen Hürden oft nicht wirksam“, sagte Michael Bergmann. Generell rate er bei allen Kündigungen dazu, innerhalb von drei Wochen nach Erhalt einer Kündigung eine Kündigungsschutzklage zu erheben – 90 Prozent der Klageverfahren endeten im Vergleich. Bergmann weiterhin: „Es ist dringend anzuraten, dass Arbeitnehmer bei Vorliegen von erheblichen körperlichen oder seelischen Beeinträchtigungen einen Schwerbehindertenausweis beantragen.“

Dr. Roland Zeh, Chefarzt an der Median Kaiserberg-Klinik Bad Nauheim, Präsident der Deutschen Cochlear Implant Gesellschaft e. V. und selbst CI-Träger, hielt einen Vortrag zum Thema „Möglichkeiten der Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit durch Einsatz von Cochlea-Implantaten“. Dr. Zeh zufolge gehe es bei einer stationären Rehabilitation nach CI-Implantation darum, durch eine möglichst ganzheitliche Behandlung die Funktionsfähigkeit des Gehörs wiederherzustellen. In der Reha werde trainiert, wie mit einem CI Sprache verstanden werden kann. Bei Personen, die noch im Erwerbsleben ständen, werde zudem beurteilt, ob sie mit ihrer Einschränkung noch ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen könnten. Sein Fazit: Die meisten CI-Patienten der Kaiserberg-Klinik stehen in einem Arbeitsverhältnis und das CI trägt dazu bei, diese Menschen im Erwerbsleben zu halten. Allerdings fänden Statistiken seiner Klinik zufolge die Menschen, die schon berentet seien, nicht wieder in die Erwerbstätigkeit zurück.

Die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit trotz chronischer Tinnitus-Belastung stand auch bei den Workshops am Samstagnachmittag im Vordergrund. Der Musiktherapeut Manfred Brauns aus Kassel zeigte die TIM – tinnituszentrierte Musiktherapie als Möglichkeit auf, eine Umprogrammierung der zentralen Hörbahn einzuleiten und durch das neue Hörverhalten eigene Bewältigungsstrategien bei Tinnitus in Alltag und Beruf zu entwickeln. Die Therapeutin Heike Baumbach aus Düsseldorf vermittelte die Integration von Entspannungstechniken wie die Progressive Muskelentspannung in den beruflichen Alltag. Dem Thema „Verbesserung der Integration am Arbeitsplatz durch angemessene Hörgeräteversorgung und Hörtraining sowie adäquate Kommunikation“ widmete sich DTL-Vorstandsmitglied Steffi Daubitz aus Kulmbach. Dr. Matthias Rudolph, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Psychosomatik an der Mittelrhein-Klinik Bad Salzig, informierte in seinem Workshop „Reha vor Rente“ über rehabilitative Maßnahmen bei Hörbehinderung und Tinnitus und erläuterte, worauf es bei der Reha-Antragsstellung ankommt. Dr. Rudolph zufolge rechnet sich Rehabilitation: „Ein Euro für die Reha spart 3,79 Euro Folgekosten. 68 Prozent aller Versicherten sind zwei Jahre nach der Reha noch vollständig im Erwerbsleben.“

Am Sonntagvormittag stand Gruppenarbeit auf dem Programm: In sechs Arbeitsgruppen ging es um praktische Tipps zur Abwendung von Erwerbsminderung sowie zum Erhalt der Leistungs- und Erwerbsfähigkeit unter Einbringung persönlicher Erfahrungen und Erfahrungen aus der Beratungspraxis. Einen gelungenen humorvollen Abschluss des Wochenendes bildete der Vortrag „Humor hilft heilen“ des Diplom-Sozialpädagogen Hans-Martin Bauer aus Stuttgart, der den Humor in der Rehabilitation als Element der Gesunderhaltung und Bewältigung des beruflichen Alltags beschrieb – was nicht ohne ausgiebige Lachübungen des ganzen Saals ablief.

Die diesjährige Veranstaltung in Königswinter fand statt mit der finanziellen Unterstützung der Deutschen Rentenversicherung Bund und der Techniker Krankenkasse.

Bildunterschrift:
Referenten der Schulung in Königswinter (v. l. n. r.): Manfred Brauns, Heike Baumbach, Dr. Matthias Rudolph, Steffi Daubitz und Michael Bergmann. Foto: Sabine Wagner.

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)

Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 13.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörgeräteakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal.


Deutscher Journalistenpreis Neurologie: nur noch zehn Tage bis zum Anmeldeschluss!

 

25.06.2014 – (idw) Deutsche Gesellschaft für Neurologie

Autoren und Teams aus den Bereichen Film, Radio, Web und Print können sich noch bis zum 4. Juli 2014 mit ihren deutschsprachigen Beiträgen über neurologische Themen bewerben.

Haben Sie in den letzten Monaten über neurologische Themen berichtet oder steht eine Publikation kurz bevor? Haben Sie sich in einer TV-Reportage mit der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung von Volkskrankheiten wie Schlaganfall, Demenz oder Parkinson auseinandergesetzt? Im Radiointerview Betroffene porträtiert oder mit einer neuen mobilen Gesundheits-App zur Aufklärung der Patienten beigetragen? Dies sind nur wenige Beispiele, mit denen sich Journalistinnen und Journalisten noch bis Freitag, den 4. Juli für den Deutschen Journalistenpreis Neurologie 2014 bewerben können.

Die Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) würdigt im Jahr 2014 zum siebten Mal herausragende redaktionelle Beiträge und publizistische Projekte zu neurologischen Themen für ein Laienpublikum, die sich durch sorgfältige Recherche, redaktionelle Unabhängigkeit, allgemeinverständliche Aufbereitung und journalistische Qualität auszeichnen.

Der Preis ist mit insgesamt 3000 Euro dotiert. Um die Berichterstattung über neurologische Themen und deren Qualität zu fördern und die gesellschaftliche Bedeutung des Faches in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen, ist er ohne Industriebeteiligung ausschließlich von der DGN gestiftet. Eine Jury aus renommierten Neurologen und Medienschaffenden wird die Beiträge beurteilen. Die Preisverleihung erfolgt am 16. September in München, im Rahmen des 87. Kongresses der DGN mit Neurowoche vom 15. bis 19. September (http://www.neurowoche2014.org).

 

Bewerbungsunterlagen

Die Beiträge können in den zwei Kategorien Wort (Zeitungen, Zeitschriften, Internet-Texte) sowie elektronische Medien (Film, Hörfunk, Multimedia) eingereicht werden, wenn sie zwischen 1. Juli 2013 und 30. Juni 2014 in einem deutschsprachigen Publikumsmedium veröffentlicht und bisher nicht prämiert wurden. Pro Autor/Autorenteam kann nur ein Beitrag eingereicht werden. Die Bewerbung muss enthalten: Name und Anschrift, Geburtsdatum, Ort, kurzer Lebenslauf, Titel und Datum der Veröffentlichung sowie Angaben über das Publikationsorgan. Für Printmedien ein PDF-Dokument des Textes plus eine Kopie des Originalbeitrags; für Rundfunk- und TV-Beiträge eine DVD oder eine MP3-Datei; für Online-Beiträge einen Link oder ein PDF-Dokument.

Die Bewerbungsunterlagen sind bis Freitag, 4. Juli 2014, bei der Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) einzureichen.

Pressestelle der DGN
c/o albertZWEI media GmbH
Englmannstr. 2, 81673 München
E-Mail: presse@dgn.org
Tel.: +49 (0)89-461486-22 Weitere Informationen:http://www.dgn.org/pressemitteilungen/journalistenpreis-2014


Pressekonferenz: Erster Alternativer Drogen- und Suchtbericht erscheint am 2.Juli

Berlin. Eine knappe Woche vor Erscheinen des Drogen- und Suchtberichtes der Bundesregierung stellen Nicht-Regierungsorganisationen und Wissenschaftler am 2. Juli mit einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit den ersten Alternativen Drogen- und Suchtbericht vor. Darin beschreiben renommierte Experten (www.mailing-power.de/11656/201406/grledbv7pquq6z6z38lgzrr.pdf) Strategien für Prävention und Drogenpolitik, die bisher noch nicht ausreichend Eingang in die Maßnahmen von Bund, Ländern und Kommunen gefunden haben.

Der jährliche Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung geht zwar durchaus detailliert auf aktuelle Entwicklungen ein, lässt aber wesentliche Fragen unbeantwortet. Es fehlt eine wissenschaftlich fundierte Gesamtstrategie mit klar definierten Zielen. Hoch wirksame Methoden der Prävention beziehungsweise zur Reduzierung von Gesundheitsrisiken beim Drogenkonsum kommen teilweise nicht zur Anwendung.

Der Alternative Drogen- und Suchtbericht will dabei helfen, Erkenntnisse der Sucht- und Präventionsforschung in dauerhaft erfolgreiche Maßnahmen zu übersetzen und Wege zu einer effektiveren, erfahrungswissenschaftlich untermauerten Drogenpolitik aufzeigen.

Der Bericht umfasst ein breites Themenspektrum (www.mailing-power.de/11656/201406/68xdbupq3a5kzlg4dmy33u1.pdf) von Alkohol-Prävention für Jugendliche über Ansätze zum Umgang mit dem Konsum von Cannabis und Crystal-Meth bis hin zu niedrigschwelligen Hilfsangeboten für Heroinkonsumenten.

Der Alternative Drogen- und Suchtbericht erscheint ab sofort jährlich. Herausgegeben wird er von Akzept e.V. – Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik, der Deutschen AIDS-Hilfe und dem Selbsthilfe-Netzwerk JES Bundesverband.

Pressekonferenz
am 2.7.2014 um 10.30 Uhr
in der Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstraße 8, 10117 Berlin (Mitte)

Ihre Gesprächspartner sind:

Prof. Heino Stöver (Vorstandsvorsitzender von akzept e.V.): 
Die Lücken schließen - Warum wir in der Drogen- und Suchtpolitik eine
evidenzbasierte Gesamtstrategie brauchen
Dr. Bernd Werse (Johann-Wolfgang-Goethe Universität Frankfurt): 
Reformstau in der Drogenpolitik - Themenbeispiele aus dem 
Alternativen Drogen- und Suchtbericht
Silke Klumb (Geschäftsführerin der Deutschen AIDS-Hilfe): 
Versuch gelungen, Maßnahme beendet - Best-Practice muss die Regel 
werden! Das Beispiel des HIV/Hepatitis-Schnelltest-Projektes "Test 
it!" für Heroinkonsumenten
Moderation: Holger Wicht (Deutsche AIDS-Hilfe)

Wir würden uns sehr freuen, Sie bei unserer Pressekonferenz begrüßen zu können. Wir bitten Sie freundlich um Anmeldung bis zum 30.6.

Diese Einladung zur Pressekonferenz mit Anmeldeformular als PDF: http://bit.ly/1v5csv7

Pressekontakt:

Fragen und Anmeldung:
Deutsche AIDS-Hilfe
Holger Wicht
Pressesprecher
Tel. 030 69 00 87 16
holger.wicht@dah.aidshilfe.de
www.aidshilfe.de

Zwei von drei Schlaganfällen in Deutschland könnten verhindert werden

Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2014

„Initiative Schlaganfallvorsorge. Bei Vorhofflimmern handeln“ stellt ihre Ziele für eine bessere Schlaganfallprävention vor

Berlin, 25.06.2014. Rund 270.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich einen Schlaganfall, die Mehrzahl der meist älteren Betroffenen ist danach dauerhaft behindert.1 Zwei von drei Schlaganfällen können jedoch verhindert werden, wenn die wichtigsten Risikofaktoren, zum Beispiel das Vorhofflimmern, bekannt wären – und sich gleichzeitig die Vorsorgelandschaft für Betroffene verbessern würde.2 Darauf machten die Vertreter der neu gegründeten „Initiative Schlaganfallvorsorge. Bei Vorhofflimmern handeln“ jetzt auf dem Hauptstadtkongress in Berlin aufmerksam und stellten ihre Ziele vor.

„Wir möchten die Zahl der Schlaganfälle bis 2024 deutlich verringern“, so Dr. Michael Brinkmeier, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Neben der Schlaganfall-Hilfe sind die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e. V. (BAGSO) sowie die forschenden Pharmaunternehmen Bristol-Myers Squibb und Pfizer Gründer der Initiative. Die Initiative möchte einen Beitrag dazu leisten, die Versorgungslandschaft in der Schlaganfallprävention zu verbessern und die Partner im Gesundheitswesen enger miteinander zu vernetzen.

Die Initiative konzentriert sich hierbei zunächst auf die Schlaganfallvorsorge bei Vorhofflimmern. Gerade diese Herz-Kreislauf-Erkrankung erhöht als Risikofaktor die Gefahr eines Schlaganfalls deutlich. Diese Schlaganfälle verlaufen meist besonders schwerwiegend und führen überdurchschnittlich oft zu Behinderung, Pflegebedürftigkeit oder Tod.3 Die Gefahr, einen Schlaganfall zu erleiden steigt mit zunehmendem Alter;  etwa 80 Prozent der an Schlaganfall Erkrankten sind 60 Jahre und älter. Neben einer medizinischen Behandlung kann auch jeder Einzelne das Risiko verringern. „Hinreichende körperliche Bewegung, gesunde Ernährung, geistige und soziale Aktivität mindern das Risiko. Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte oder gar Herzrhythmusstörungen, das sogenannte „Vorhofflimmern“,  sind Risikofaktoren, gegen die man angehen kann. Wir können selbst sehr viel dazu beitragen, dass wir gesünder älter werden“,  ermuntert Professor Dr. Ursula Lehr, Vorsitzende der BAGSO, zu einer herzgesunden Lebensweise.

Die  Initiative unterstützt Patienten und Ärzte dabei, Risikofaktoren für Schlaganfälle frühzeitig zu erkennen und wichtige Vorsorgemaßnahmen rechtzeitig einzuleiten. Daher hat sie im ersten Schritt in Zusammenarbeit mit Betroffenen sowie unter fachlicher Beratung von Experten* Informationen entwickelt, die dem Patienten den Risikofaktor Vorhofflimmern erklären und ihn dabei unterstützen, ein mögliches Vorhofflimmern zu erkennen – und sich über ein potentiell erhöhtes Schlaganfallrisiko zu informieren. Ferner unterstützen die Informationen Ärzte und Patienten dabei, nach erfolgter Diagnose zu besprechen, wie eine dauerhafte, lückenlose Vorsorge realisiert werden kann.

 

„Patienten haben das Recht auf eine optimale gesundheitliche Versorgung – um Krankheiten zu bewältigen oder um späteren Erkrankungen vorzubeugen“, so Peter Albiez, Geschäftsführer von Pfizer Pharma GmbH. Mit unserem Engagement in der Initiative möchten wir dazu beitragen, jedem Menschen mit Vorhofflimmern die individuell bestmögliche Schlaganfallvorsorge zu ermöglichen“, ergänzt Han Steutel, Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA.

Die Zusammenarbeit der Initiative ist langfristig angelegt. In weiteren Schritten möchte sie unterschiedliche, an der Vorsorge beteiligte Akteure im Gesundheitswesen einladen, um gemeinsam über die Bedürfnisse des Patienten und über die Versorgungsstrukturen zu diskutieren und Lösungen zu suchen. Dazu strebt die Initiative einen breiten multiprofessionellen und interdisziplinären Dialog mit allen Beteiligten an.  

Weitere Informationen auf

www.schlaganfall-verhindern.de.

*  Professor Dr. Ulrich Laufs, (Homburg) und Professor Dr. Joachim Röther, (Hamburg)

Über die Partner der Initiative

Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

Seit ihrer Gründung durch Liz Mohn 1993 verfolgt die Stiftung das Ziel, möglichst viele Schlaganfälle zu verhindern und den Folgen dieser Erkrankung entgegenzutreten. In unterschiedlichen Projekten kümmert sie sich erfolgreich um eine Verbesserung der Prävention, der Therapie, der Rehabilitation und der Nachsorge des Schlaganfalls. Unterstützt wird die Aufklärungs- und Informationsarbeit der Stiftung von rund 200 sogenannten Regionalbeauftragten, die meist Ärzte aus Kliniken und Rehabilitations-Einrichtungen sind. Unter dem Dach der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe sind inzwischen über 470 Schlaganfall-Selbsthilfegruppen entstanden.

Auch in der Akuttherapie hat die bundesweite Stiftung Zeichen gesetzt: Heute gibt es deutschlandweit mehr als 250 Schlaganfall-Spezialstationen, so genannte Stroke Units, die unter der Schirmherrschaft der Stiftung und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft zertifiziert werden, um ihre Qualität zu gewährleisten.

 

Die BAGSO – Aktiv für die Älteren

Die BAGSO ist die Lobby der älteren Menschen in Deutschland. Unter ihrem Dach haben sich rund 110 Verbände mit etwa 13 Millionen älteren Menschen zusammengeschlossen. Die BAGSO vertritt deren Interessen gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, wobei sie die nachfolgenden Generationen immer mit im Blick hat. Sie setzt sich unter anderem ein für:

  • ein selbstbestimmtes Leben im Alter
  • ein gesundes, aktives Altern
  • für eine aktive Teilhabe

 und eine hochwertige gesundheitliche und pflegerische Versorgung.

Durch ihre Publikationen und Veranstaltungen zeigt die BAGSO Wege für ein möglichst gesundes und kompetentes Altern auf. Aus diesem Grund ist sie der „Initiative Schlaganfallvorsorge. Bei Vorhofflimmern handeln“ beigetreten und informiert sowohl ältere Menschen als auch Seniorenorganisationen über die verschiedenen Risikofaktoren und auch  über den Risikofaktor „Vorhofflimmern“.

 

Über die Allianz von Bristol-Myers Squibb und Pfizer

Im Jahr 2007 schlossen die forschenden Pharmaunternehmen Bristol-Myers Squibb und Pfizer eine internationale Allianz, um die langjährige Erfahrung und Kompetenz beider Unternehmen auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bündeln. Neben der Erforschung und Entwicklung von modernen Medikamenten gehört es zum Selbstverständnis beider Unternehmen, sich als verantwortungsvoller Partner im Gesundheitswesen auch für eine optimale Versorgung der Patienten zu engagieren. Gemeinsam setzen die Unternehmen ihre Kompetenz und Kraft in der „Initiative Schlaganfallvorsorge. Bei Vorhofflimmern handeln“ für eine verbesserte Schlaganfallprävention ein  – mit dem Ziel, die Zahl der Schlaganfälle in Deutschland bis 2024 deutlich zu verringern.

 

 

 

Kontakt und weitere Informationen:

Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

Mario Leisle

Pressestelle

Carl-Miele-Straße 210

33311 Gütersloh

Tel: 05241/9770-12

Fax: 05241/9770-712

Mail: presse@schlaganfall-hilfe.de

Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO)

Ursula Lenz

Pressereferat

Bonngasse 10

53111 Bonn

Tel: 0228/24 99 93-18

Fax: 0228/24 99 93-20

Mail: lenz@bagso.de

Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA

Eszter Viragh

Public Affairs

Arnulfstraße 29

80636 München

Tel: 089/12142-70 36

Fax: 089/12 142-262

Mail: eszter.viragh@bms.com

Pfizer Deutschland GmbH

Dr. Henry Werner

Unternehmenskommunikation

Linkstraße 10

10785 Berlin

Tel: 030/550055-510 88

Mail: presse@pfizer.com

 Quellen:

  1. Heuschmann PU et al. Schlaganfallhäufigkeit und Versorgung von Schlaganfallpatienten in Deutschland. Frequency and care of stroke in Germany. Akt Neurol 2010; 37: 333­340.
  2. Willett WC, Balancing Life-Style and Genomics Research for Disease Prevention. Science 296, 695 (2002); doi: 10.1126/science.1071055.
  3. Camm AJ et al. Guidelines for the management of atrial fibrillation: the Task Force for the Management of Atrial Fibrillation of the European Society of Cardiology (ESC). Europace 2010; 12:1360-1420.

Reimann zu aktuellen Entwicklungen in der Rentenversicherung

 

Berlin, 25. Juni 2014

 Der Präsident der Deutschen Rentenversicherung Bund, Dr. Axel Reimann, ging in seinem Bericht an die heute in Potsdam tagende Bundesvertreterversammlung vor allem auf die geplanten Neuregelungen im RV-Leistungsverbesserungsgesetz und ihre Umsetzung im Bereich der Rentenversicherung ein.

 Reimann hob in seinem Bericht hervor, dass mit dem Gesetz erstmals nach drei Jahrzehnten nun primär auf Leistungsverbesserungen gesetzt werde.

Bisher habe bei den Reformen die Konsolidierung der Rentenfinanzen im Vordergrund der Reformmaßnahmen gestanden habe, so Reimann. Bemerkenswert sei beim jetzigen Rentenpaket „das finanzielle Volumen, aber auch die Abkehr von grundlegenden Handlungsmaßstäben, die vom Gesetzgeber in den zurückliegenden Perioden als zielführend und systemgerecht angesehen wurden“ sagte Reimann.

 Reimann betonte, dass die zeitnahe Umsetzung des aktuellen Reformpakets für die Rentenversicherungsträger eine große Herausforderung darstelle. Man werde die Mütterrente für Versicherte, die ab Juli neu in Rente gehen, bei der Rentenfestsetzung bereits berücksichtigen können. Bei den rund 9,5 Millionen Rentnerinnen, deren laufende Rente sich aufgrund der Mütterrente erhöht, werde die Umsetzung allerdings einige Zeit benötigen. Die Versendung der Bescheide und die Auszahlung der zusätzlichen Leistungen werde ab August beginnen und solle im vierten Quartal 2014 abgeschlossen sein, so Reimann.

 Auch bei der abschlagfreien Rente ab 63 gebe es zusätzlichen Bearbeitungsaufwand vor allem in den Fällen, in denen für die Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen von 45 Versicherungsjahren auch Zeiten der Arbeitslosigkeit angerechnet werden sollen, so Reimann. Da hier nur Zeiten des Bezuges von Arbeitslosengeld berücksichtigt würden, nicht aber von Arbeitslosenhilfe oder Arbeitslosengeld II, hänge die Dauer der Antragsbearbeitung entscheidend davon ab, wann feststehe, welche Leistung während der Arbeitslosigkeit bezogen worden sei. In den Fällen, in denen die Wartezeit von 45 Jahren auch ohne Zeiten der Arbeitslosigkeit erfüllt wird, könnten die Rentenanträge ab dem 1. Juli zügig bearbeitet werden, sagte Reimann.

 Reimann ging in seinem Bericht auch auf die Leistungsverbesserungen im Bereich der Erwerbsminderungsrenten ein und machte deutlich, dass diese ab dem 1. Juli umgesetzt werden könnten.

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„Fall“ Michael Schumacher: Optimale Rehabilitation zum Sparpreis gibt es nicht

25.06.2014

   

Berlin.  Rehabilitation heißt jetzt die große Hoffnung für Michael Schuhmacher. Nach tragischem Unfall und Monaten der intensivmedizinischen Betreuung wurde der Formel1-Weltmeister letzte Woche von Grenoble nach Lausanne gebracht, um dort medizinisch rehabilitiert zu werden. Der Fall von Michael Schumacher zeigt, wie unverzichtbar die hochwertige medizinische Rehabilitation im Anschluss an die Behandlung im Krankenhaus ist. „Ein Sportunfall, ein Arbeitsunfall, ein Behandlungsfehler im Krankenhaus: Uns sollte klar sein, dass uns jederzeit das Gleiche wie Michael Schumacher zustoßen kann“, sagt Christof Lawall, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für medizinische Rehabilitation e.V. (DEGEMED). „Wir müssen daher in Deutschland dafür sorgen, dass medizinische Reha ein selbstverständlicher Bestandteil von Behandlungen bleibt.“ Die Realität sehe jedoch anders aus, so Lawall. Immer noch sei der Zugang zur Rehabilitation für die Betroffenen durch Bürokratie erschwert und immer noch würde an den wichtigen Reha-Maßnahmen seitens der Kostenträger gespart. „Optimale Ergebnisse zum Sparpreis gibt es nicht“, sagt Lawall. „Denn gute Behandlung kostet Geld.“

Um sich für die Erhaltung und Stärkung der Reha in Deutschland einzusetzen, hat die DEGEMED e.V. in diesem Jahr eine große Kampagne mit dem Titel „Meine Reha – Mein Leben“ gestartet. Sie fordert, den Zugang zur Reha zu erleichtern, Einschränkungen im Leistungsangebot der Reha rückgängig zu machen und den aktuellen Kostendruck aufzulösen, unter dem Kliniken und ambulante Reha-Anbieter stehen. „Lassen wir nicht zu, dass aus Reha immer weniger wird!“ – so lautet der Slogan die Kampagne. Ein Motto, das mittlerweile zahlreiche Prominente – darunter ehemalige Leistungssportler – mit ihrem Namen unterstützen.

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