Mai, 2014

 

Sozialverband VdK: Große Pflegereform jetzt zügig umsetzen

28.05.2014

„Auch wenn der heutige Kabinettsbeschluss einige kleine Verbesserungen für Pflegebedürftige und deren Angehörige bringt, lässt der VdK nicht locker“, betont VdK-Präsidentin Ulrike Mascher. Heute hat das Bundeskabinett die erste Stufe einer Pflegereform auf den Weg gebracht. In der zweiten Hälfte der Legislaturperiode soll dann die Pflegebedürftigkeit neu definiert werden. „Wir werden weiter Druck machen, damit die Verbesserungen, auf die pflegebedürftige Menschen schon so lange warten, endlich umgesetzt werden“, so die VdK-Präsidentin. Zuletzt hatte der VdK mit seiner Ankündigung, Verfassungsklage für die staatliche Garantie einer würdevollen Pflege zu erheben, ein wirkungsvolles Achtungszeichen gesetzt. Darüber hinaus wurde die VdK-Petition für eine große Pflegereform von 200.000 Bürgerinnen und Bürgern unterzeichnet.

Laut Gesetzesentwurf soll der Pflegebeitragssatz von 2,05 Prozent (Kinderlose: 2,3 Prozent) zum 1. Januar 2015 um 0,3 Punkte steigen, weitere 0,2 Punkte sollen später dazukommen. Es ist geplant, dass rund fünf Milliarden Euro pro Jahr zusätzlich in die Pflege fließen. Gut eine Milliarde pro Jahr soll in einen Vorsorgefonds für den später steigenden Bedarf gesteckt werden. Der VdK lehnt den geplanten Vorsorgefonds ab. Mascher: „Wir brauchen alles Geld, das durch die Erhöhung des Beitragssatzes zur Verfügung steht, jetzt für die Pflegebedürftigen.“

„Die Umsetzung der Pflegereform muss jetzt zügig vorangetrieben werden. Vor allem die Einführung eines ganzheitlichen Pflegebedürftigkeitsbegriffs geht noch viel zu zögerlich voran“, kritisiert die VdK-Präsidentin. Die 1,4 Millionen Demenzkranken hätten schon viel zu lange darauf gewartet, dass sie mehr Unterstützung bekommen. Sie seien immer noch Pflegebedürftige zweiter Klasse, kritisierte Mascher.

„Wir werden genau schauen, welche konkreten Maßnahmen die Regierung ergreift. Menschenwürdige Lebensbedingungen muss es für Pflegebedürftige, chronisch Kranke, Menschen mit Behinderung, Rentnerinnen und Rentner sowie Arme und Arbeitslose geben. Wir sprechen hier von über 20 Millionen Bürgerinnen und Bürgern, deren Anspruch auf Teilhabe und Grundrechte nicht unter Haushaltsvorbehalt gestellt werden darf!“, betont die VdK-Präsidentin.

Kontakt:

Sozialverband VdK Deutschland
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Telefon 030 72629-0400
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Präsidentin Ulrike Mascher

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117. Deutscher Ärztetag in Düsseldorf eröffnet

27.05.2014

Pressemitteilung der Bundesärztekammer

Berlin  – Düsseldorf, 27.05.2014 – „Wir brauchen keine Behörde, die Qualität verwaltet. Wir wollen Unterstützung dabei, Qualität zu produzieren und zu verbessern. Wir erzeugen Qualität bei der Behandlung von Patienten. Behörden und Krankenkassen verwalten sie nur.“ Das sagte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, bei der heutigen Eröffnung des 117. Deutschen Ärztetages in Düsseldorf. Der BÄK-Präsident forderte in seiner Rede vor den Delegierten und Gästen des Ärzteparlaments eine führende Verankerung des ärztlichen Sachverstands in dem von der Bundesregierung geplanten Qualitätsinstitut für das Gesundheitswesen. „In den wissenschaftlichen Gremien und den Beiräten muss eine klare, den Regeln des ärztlichen Berufsrechts verpflichtete Mehrheit der ärztlichen, zahnärztlichen und psychotherapeutischen Fachleute gewährleistet sein. Alles andere wäre wie Pauken ohne Trompeten.“

Der BÄK-Präsident begrüßte die Pläne der Großen Koalition, die Qualität zu einer Determinante der Krankenhausplanung zu machen. Einen Tag nach dem Auftakt der Gespräche zur Krankenhausreform erinnerte er die Länder daran, dass das aus dem Grundgesetz abgeleitete Recht auf Krankenhausplanung auch die Pflicht zu ausreichender Investitionsfinanzierung nach sich ziehe. In den letzten Jahren sei der Investitionsanteil der Länder an den Gesamtbudgets der Krankenhausversorgung kontinuierlich von etwa zehn Prozent auf drei Prozent gesunken. „Das ist schändlich. So kann man auf Dauer kein qualitätsorientiertes Krankenhauswesen aufrechterhalten“, kritisierte er. In Anbetracht der von den Steuerschätzern prognostizierten Mehreinnahmen im dreistelligen Milliardenbereich gehöre die Konsolidierung der notleidenden Krankenhäuser ganz oben auf die Prioritätenliste.

Mit Blick auf die Pläne der Koalition für eine gesetzlich geregelte Termingarantie bei Arztbesuchen wies Montgomery darauf hin, dass Wartezeiten da bestehen könnten, wo Patienten selbst einen Termin bei einem Facharzt ihrer Wahl suchten. Die dabei anfallenden Wartezeiten seien jedoch kein Beleg für eine Zwei-Klassen-Medizin, sondern Resultat des besseren Leistungsversprechens der Privaten Krankenversicherungen. „Wenn die Funktionäre der Gesetzlichen Krankenversicherung das beklagen, weiß ich eine schnell wirksame und effiziente Therapie dagegen: Vergüten, leisten und regeln Sie wie die PKV.“

Dringend notwendig sei hingegen eine gesetzliche Regelung bei dem Problem der steigenden Haftpflichtprämien in der Geburtshilfe. Dies betreffe nicht nur die freiberuflichen Hebammen, sondern auch die Geburtskliniken und alle in der Geburtshilfe tätigen Ärztinnen und Ärzte. Die neue Spruchpraxis der Gerichte führe zu viel höheren Schadenssummen als früher. Diese seien in Anbetracht des lebenslangen Leids der Betroffenen gerechtfertigt, machten aber eine Absicherung der Geburtshilfe im heutigen System unbezahlbar. Als Lösung schlug Montgomery ein Staatshaftungsmodell mit Regressverbot vor. „Man könnte dies auch noch durch einen Hochrisiko-Pool abfedern. Damit wäre Daseinsvorsorge in einem wichtigen Feld geschaffen“, so Montgomery. Er bekräftigte außerdem den Vorschlag der Ärzteschaft, die Steuern auf Haftpflichtversicherungen von 19 Prozent auf elf Prozent zu senken oder ganz abzuschaffen.

Neben Themen wie Prävention und Schmerztherapie werde der Ärztetag auch den anonymen Krankenschein für die gesundheitliche Versorgung illegaler, papierloser Migranten diskutieren, kündigte Montgomery an. Notwendig sei eine vernünftige Lösung, damit die Finanzierung des Grundrechts auf Gesundheitsversorgung nicht länger bei den Ärzten und Krankenhäusern abgeladen werde.

Die Eröffnungsrede zum 117. Deutschen Ärztetag von Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery finden Sie unter http://www.bundesaerztekammer.de/downloads/Rede_Montgomery_27.05.2014.pdf.

Der 117. Deutsche Ärztetag tagt vom 27. bis 30. Mai 2014 in Düsseldorf statt. Weitere Informationen finden Sie unter www.baek.de. Folgen Sie der Bundesärztekammer auch auf Twitter (https://twitter.com/BAEKaktuell) und halten Sie sich über die Diskussionen des Ärztetages auf dem Laufenden.

Pressekontakt:

Bundesärztekammer
Stabsbereich Politik und Kommunikation 
Herbert-Lewin-Platz 1
10623 Berlin 

Tel. 030-400456700
Fax. 030-400456707
presse@baek.de
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DGPPN-Antistigma-Preis 2014: Gegen die Diskriminierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen

Dienstag, 27. Mai 2014

Aktionsbündnis Seelische Gesundheit

PRESSEMITTEILUNG

Berlin – Trotz Fortschritten in der psychiatrischen Forschung und Versorgung haben Menschen mit psychischen Erkrankungen in Deutschland nach wie vor mit Vorurteilen zu kämpfen. Für die Betroffenen bedeuten Zurückweisung und Ausgrenzung eine enorme Belastung. Mit dem Antistigma-Preis setzt die DGPPN gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ein wichtiges Signal gegen die Diskriminierung.

In ihrer Anwesenheit wird abfällig über sie gesprochen. Sie werden als weniger kompetent, irgendwie anders behandelt als andere. Freunde brechen den Kontakt ab, Arbeitskollegen ziehen sich zurück. Trotz Fortschritten in der psychiatrischen Forschung und Versorgung haben Menschen mit psychischen Erkrankungen in Deutschland nach wie vor mit Vorurteilen zu kämpfen. Die Angst vor Zurückweisung und Ausgrenzung ist für sie nicht nur eine enorme Belastung, sie kann sich auch negativ auf den Krankheitsverlauf auswirken. Der DGPPN-Präsident Professor Wolfgang Maier unterstreicht deshalb die Wichtigkeit der Antistigma-Arbeit: „Mit dem DGPPN-Antistigma-Preis setzen wir als Fachgesellschaft gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ein wichtiges Zeichen – gegen die Diskriminierung und für die Akzeptanz.“ Professor Wolfgang Gaebel, Vorsitzender des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit und Vorstandsmitglied der DGPPN, erläutert die Ziele: „Ob Aufklärungsarbeit, Schulungen, Ausstellungen, Theaterinszenierungen oder Medienarbeit, die zahlreichen Initiativen tragen mit Ihrem Engagement maßgeblich dazu bei, dass Vorurteile und Berührungsängste gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen in der Bevölkerung abgebaut werden. Nicht zuletzt stärkt es das Selbstbewusstsein der Betroffenen selber und fördert damit nachhaltig die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen am sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben.“

Der Preis ist in diesem Jahr mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und damit doppelt so hoch wie im Jahr zuvor. Zum zwölften Mal werden Projekte, Institutionen und Selbsthilfegruppen ausgezeichnet, die sich für eine nachhaltige gesellschaftliche Integration psychisch erkrankter Menschen einsetzen. Die Verleihung des Preises findet im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung auf dem DGPPN Kongress vom 26. – 29. November 2014 im CityCube Berlin statt.

Bewerbungen sind bis zum 31.07.2014 möglich. Die Bewerbungsunterlagen sollten enthalten: Kurze Selbstdarstellung der sich bewerbenden Personen oder Institutionen, Übersicht über bisherige Aktivitäten, Veröffentlichungen etc. zu diesem Thema sowie eine ausführliche Darstellung des Projektes oder der Aktivitäten, die durch Entstigmatisierung zur Integration psychisch erkrankter Menschen in die Gesellschaft beitragen. Daneben sollten die Bewerberinnen und Bewerber ausführlich darstellen, welche Bedeutung der Preis für die Fortführung ihres Projektes haben könnte.

Über die Vergabe des Preises entscheidet der Beirat der Stiftung für Seelische Gesundheit auf Grundlage der Empfehlung eines unabhängigen wissenschaftlichen Beirats unter Vorsitz von Professor Gaebel, dem folgende Jurorinnen und Juroren angehören: Prof. Dr. Arno Deister (Itzehoe), Prof. Dr. Asmus Finzen (Berlin), Prof. Dr. Wolfgang Gaebel (Düsseldorf), Dr. Iris Hauth (Berlin), PD Dr. Werner Kissling (München), Prof. Dr. Wolfgang Maier (Präsident DGPPN, Bonn), Thomas Müller-Rörich (Deutsche Depressionsliga, Schwaikheim), Prof. Dr. Dieter Naber (Hamburg), Gudrun Schliebener (BApK).

Weitere Informationen zur Ausschreibung finden Sie auf www.dgppn.de.

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) ist die größte und älteste wissenschaftliche Vereinigung von Ärzten und Wissenschaftlern, die in Deutschland auf den Gebieten Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde arbeiten. Grundlage der Arbeit ist die Vision einer Gesellschaft, in der Menschen mit psychischen Erkrankungen unbehelligt von Vorurteilen leben können und in der sie die ihnen entsprechende Zuwendung und die notwendigen Hilfen erhalten. Für alle Menschen soll jederzeit und an jedem Ort die optimale, wissenschaftlich fundierte und individualisierte medizinische, psychologische und soziale Hilfe verfügbar sein.

Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ist eine bundesweite Initiative, gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit. Zu den über 80 Mitgliedsorganisationen zählen die Selbsthilfeverbände der Betroffenen und Angehörigen von Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie Verbände aus den Bereichen Psychiatrie, Gesundheitsförderung und Politik. Initiiert wurde das Bündnis 2006 von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) gemeinsam mit Open the doors als Partner des internationalen Antistigma-Programms.

Kontakt:

DGPPN-Geschäftsstelle

Jürg Beutler

Reinhardtstraße 27 B; 10117 Berlin

Tel.: 030.2404 772-11

E-Mail: pressestelle@dgppn.de

Aktionsbündnis Seelische Gesundheit

Astrid Ramge

Reinhardtstr. 27 B; 10117 Berlin

Tel.: 030-2404 77 213; Fax: 030-240 77 228

E-Mail: ramge@seelischegesundheit.net


Expertenstandard verlangt fachübergreifende Prozessinnovationen !

Das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) entwickelte im Auftrag der Vertreter von Pflegeeinrichtungen und Pflegekassen nach § 113a SGB XI den Expertenstandard „Erhaltung und Förderung der Mobilität in der Pflege“. Er wird im Gegensatz zu den bisherigen Expertenstandards für jeden Pflegedienst verbindlich sein. Aus rechtlicher Sicht bedeutetet dies, dass bereits die Nichtanwendung eine unmittelbar bestrafende Wirkung nach sich ziehen kann. Als Konsequenz werden zukünftig umfangreiche Nachweise in Bezug auf Risikoerhebung, Risikoaktualisierung, Information, Beratung, Anleitung, Planung, Koordination und professionenübergreifende Fallbesprechungen von Pflegefachkräften eingefordert. Auch wenn mit dem in Kraft treten des Expertenstandards erst Mitte 2015 zu rechnen ist, sollten sich ambulante
Pflegedienste, stationäre Einrichtungen und betroffene Leistungserbringer mit Umsetzungsfragen schon heute intensiv auseinander setzen.

Von besonderer Bedeutung ist dabei, dass Umsetzung und Erfüllung des Expertenstandards nicht anlassbezogen zu erfolgen hat. Im Expertenstandard wird davon ausgegangen, dass alle Menschen, die pflegerische Unterstützung benötigen, ein erhöhtes Risiko aufweisen, Beeinträchtigungen der Mobilität oder eine Verstärkung von Mobilitätseinbußen erleben, und insofern der Expertenstandard bei jedem pflegerischen Auftrag, unabhängig vom expliziten pflegerischen Auftrag zur Erhaltung und Förderung der Mobilität, umzusetzen ist.

Das bedeutet, dass jeder der 2,5 Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland dem Assessment unterworfen ist und jeder versorgte pflegebedürftige Mensch, insbesondere im ambulanten und teilstationären Bereich, auf mobilitätsfördernde und -erhaltende Faktoren hin beraten werden muss.

Grundlegende Probleme des theoriegeleiteten Expertenstandards werden sich im Pflegealltag vor allem bei der Prozessplanung und Nachweisdokumentation zeigen. Die Umsetzung des Expertenstandards setzt explizit einen entsprechenden pflegerischen Auftrag voraus. Dieser Auftrag muss in Rahmenverträgen oder in der individuellen Beziehung zwischen Pflegebedürftigen und Pflegediensten festgelegt werden.

Die modellhafte Implementierung ab Oktober 2014 ermöglicht Pflegediensten zusammen mit weiteren Berufsgruppen Praxistauglichkeit, Einführungskosten und dauerhafte Kosten zu ermitteln. Hier müssen vor allem Konzepte von Leistungserbringern der Hilfsmittel Branche gemeinsam mit Pflegediensten entwickelt werden, die die Prozess- und Beratungsressourcen abbilden:

  • Entwicklung von Versorgungsmanagement Konzepten entsprechend § 11 Abs. 4 SGB V.
  • Umsetzung des Methodenstandards Case Management in der Pflege.
  • Ermittlung des Bedarfes durch eine durchgängige ICF Konzeption.
  • Bereitstellung und Einsatz von IT-gestützten Informationsmaterialien zum Hilfsmitteleinsatz, zu Prozessen der Versorgung und zu Sonderanfertigungen.

Schon während der modellhaften Implementierung muss darauf hingewirkt werden, dass Leistungskomplexe in den Rahmenverträgen zu den Betreuungsleistungen gemäß § 124 SGB XI ergänzt und die Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zur häuslichen Krankenpflege überarbeitet werden. Bisher ist die allgemeine Krankenbeobachtung Bestandteil jeder einzelnen Leistung der häuslichen Krankenpflege und von daher nicht gesondert verordnungsfähig.

Die Nutzung von Hilfsmitteln und die Beschaffenheit der räumlichen Umgebung, die sich hemmend, aber auch fördernd auf die Mobilität auswirken können, sind beim Expertenstandard von sehr großer Bedeutung. Pflegedienste und stationäre Einrichtungen werden aufgefordert im internen Qualitätsmanagementhandbuch oder einem schriftlichen Konzept zur Förderung und Erhaltung der Mobilität Aussagen zum Einsatz von notwendigen und individuell angepassten sowie technisch einwandfreien Hilfsmitteln zu machen. So müssen Ansatzpunkte zur Mobilitätsförderung, die sich aus der Einschätzung ergeben, eindeutig benannt werden. Die Pflegefachkraft übernimmt dabei die Verantwortung für die Koordination der Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen wie z.B. der Physiotherapie, Technischen-Orthopädie und Reha-Technik, Medizin sowie Ergotherapie.

Sanitätshäuser sollten daher zusätzlich, ähnlich wie Ergotherapeuten oder Physiotherapeuten, die Möglichkeit prüfen, einer Rahmenvereinbarung gemäß den §§ 37 Abs. 3 und 45 SGB XI oder einem bestehenden Pflegeberaternetzwerk beizutreten.

Nicht alle im Expertenstandard empfohlenen Maßnahmen unterliegen dem alleinigen Einfluss der Pflege, vielmehr bestehen Abhängigkeiten von Dritten bei bestimmten Prozesskriterien (P2-P5). Einige Hilfsmittel, die von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen genutzt werden, müssen individuell an die Situation der Pflegebedürftigen angepasst werden. Pflegedienste haben entsprechend dem Expertenstandard dafür Sorge zu tragen, dass Mitarbeiter im Umgang mit diesen Hilfsmitteln geschult sind und entsprechende Kooperationen mit versorgungsberechtigten Sanitätshäusern bestehen. Hier fehlen entsprechende Hinweise im Expertenstandard, dass beim Scheitern der Kooperationen mit anderen Berufsgruppen (z.B. Ablehnung des beantragten Hilfsmittels, keine Versorgungsberechtigung gemäß SGB V durch den Kooperationspartner), die empfohlenen Maßnahmen nicht umsetzbar sind.

Durch fehlende leistungsrechtliche Rahmenbedingungen, vor allem zwischen SGB V und SGB XI, sind einige Prozesskriterien nur eingeschränkt möglich. Bei der Durchführung von mobilitätsfördernden Maßnahmen müssen z.B. die vom pflegebedürftigen Menschen verwendeten Hilfsmittel berücksichtigt und deren korrekter Einsatz geprüft werden. Gegebenfalls muss im Vorfeld eine Anpassung der Hilfsmittel erfolgen. Zusätzlich schreibt der Expertenstandard vor, dass regelmäßig eine Überprüfung stattfinden soll, ob der Pflegebedürftige die Hilfsmittel tatsächlich benötigt und sie angemessen nutzt. Hier werden eindeutig Leistungen aus dem SGB V (Hilfsmittelversorgung und Hilfsmittel-Richtlinien) im Expertenstandard der Pflege verankert.

Pflegedienste, Pflegeeinrichtungen und Sanitätshäuser müssen jetzt die Gelegenheit nutzen, ihr gemeinsames Leistungsangebot durch den Expertenstandard umfassend darzustellen. IT-Systeme und IT–Lösungen müssen alle Mitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit durch erhöhte Effizienz der betrieblichen Abläufe unterstützen. Die Nutzung von IT bildet damit die Basis für wesentliche Prozessinnovationen und ist ein Schlüssel zur Optimierung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses bei der Umsetzung des Expertenstandards. Alle Mitarbeiter müssen bei Beratung, Koordination und Dokumentation durch digitale Lösungen unterstützt werden, um Effizienz und Prozesstreue zu verbessern und Konformität mit dem Expertenstandard zu gewährleisten.

Es geht bei der Umsetzung des Expertenstandards darum, die verbindliche Leitlinie fundiert in einer Prozess Struktur abzubilden, um Versorgungsentscheidungen zu erleichtern und deren Leitlinienkonformität beurteilen zu können. Erst dadurch ergeben sich kooperative Versorgungsansätze, die das Behandlungsergebnis beeinflussen und die Einhaltung von Versorgungsstandards garantieren. Die Hilfsmittelbranche und hier vor allem die Technische-Orthopädie müssen als Konsequenz entsprechende Versorgungskonzepte definieren und in die praxistaugliche Umsetzung bringen. Wenn die Branche es in den nächsten Monaten auf Grundlage des Expertenstandards nicht schafft zusammen mit der Pflege, klare Prozesse zu entwickeln, wird sie zukünftig versorgungs- oder abrechnungstechnisch erhebliche Probleme bekommen. Der Expertenstandard zur Erhaltung und Förderung der Mobilität in der Pflege bietet die einmalige Chance, alle Beteiligten dahin zu bringen, sich in Zukunft wirklich mit interdisziplinären Versorgungsstrukturen zu beschäftigen.

Ausführliche Informationen zum Expertenstandard


Vorankündigung 10. MCC RehaForum 2014

26.5.2014

„Immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland müssen in die medizinische Rehabilitation, um fürs Berufsleben wieder fit zu werden. Demographische Ursache: geburtenstarke Jahrgänge altern“ (Focus, Juli 2013)

Mit einer Demografie-Komponente soll den Rehaträgern nun für einige Jahre mehr Budget zur Verfügung gestellt werden. Mehrere Verbände und Experten kritisierten die vorgesehene Regelung allerdings. Denn die Rehaträger werden durch die Demografie-Komponente nur bis 2017 mehr Geld erhalten, warnt Prof. Eckart Bomsdorf vom Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialstatistik der Universität Köln. Bereits dann werde der Zuwachs mit vier Prozent sein Maximum erreichen. Im Jahr 2035 wird das Budget sogar zehn Prozent unter dem aktuellen Wert liegen. „Eine offenbar von vielen übersehene Tatsache“, kommentiert er gegenüber der Ärztezeitung. Die Forderungen des Sozialverbands Deutschland (SoVD) sind eindeutig. Sie plädieren dafür, den Reha-Deckel ganz abzuschaffen. Vielmehr solle die Festlegung des Budgets der Selbstverwaltung der gesetzlichen Rentenversicherung übertragen werden. (gelesen in der Ärztezeitung, Mai 2014)

Grundsätzlich gilt: Wer sich im Markt behaupten will, muss neue Wege gehen! Die Chancen sind da! Wie diese aussehen können, zeigen Experten auf dem 10. MCC RehaForum2014.

Nutzen Sie diese einmalige Gelegenheit und machen Sie mit!
Sichern Sie sich JETZT Ihren besten Frühbucherrabatt und melden Sie sich jetzt an!

Das MCC-RehaForum2013 bietet fundiertes Wissen aus erster Hand sowie zahlreiche, hoch informative Kontaktmöglichkeiten und eine innovative Diskussionsplattform.

Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des DEGEMED e.V.

Medienpartner sind die Fachzeitschriften KU, medhochzwei, GesundheitsProfi und der Thieme Verlag

 

Folgende Themen stehen im Fokus:

  • Reha2015 – Politische Rahmenbedingungen und Initiativen
  • wieso, weshalb, warum? Zeitgemäße medizinische u. berufliche Reha aus Sicht der Kostenträger
    • … aus Sicht der Arbeitgeber
    • … aus Sicht der Patienten: Best Practice Beispiele
    • Bedarfsermittlung und Zugang am Beispiel der psychosomatischen Rehabilitation:
    • Das Recht auf Reha versus Versorgungsrealität
    • Rehabilitative Nachsorgeleistungen: Gesund werden um jeden Preis?
    • Reha in Forschung und Versorgung – Top-Thema Reha-Technik
    • Reha der Zukunft – Vernetzt, sektorenübergreifend, patientenorientiert?

Folgende Referenten(innen) stehen Ihnen für Referate und Diskussionen zur Verfügung:

Max Lux Christof Lawall, Geschäftsführer, DEGEMED e.V. ● Hubert Seiter, Vorsitzender d. Geschäftsführung, DRV Baden-Württemberg ● PD Dr. Thomas Widmann, Ärztl. Direktor, ACURA Ruland Kliniken ● Dr. Volker Hansen, Leiter soziale Sicherung, BDA ● Dr. Ursula Becker, Geschäftsf. Gesellschafterin, Dr. Becker Unternehmensgruppe ● Dr. Ulrich Roppel, Ministerialdirektor a.D. ● Dr. Ina Ueberschär, stv. Geschäftsführerin u. ltd. Ärztin, DRV Mitteldeutschland ● Prof. Dr. Michael Linden, Ärztl. Direktor, Leiter Psychosomatik u. Verhaltenstherapie, Reha-Zentrum Seehof ● Hartmut Stern, Geschäftsführer, Bavaria Kliniken ● Dr. Thomas Hansmeier, Fachbereichsleiter Rehabilitationseinrichtungen, DRV Bund ● Andrea Wittlinger, Leiterin Gemeinsame Servicestelle f. Rehabilitation, DRV Baden-Württemberg ● Dr. Michael John, Projektleiter Platforms and Solutions for Connect, Fraunhofer-Institut f. Offene Kommunikationssysteme FOKUS

Sichern daher auch Sie sich Ihren Wissensvorsprung und Ihren besten Frühbucherrabatt und melden Sie sich zeitnah an.

Hier finden Sie das Programm und Anmeldung zum  MCC RehaForum als PDF

Kontakt:

MCC-The Communication Company
Scharnhorststraße 67a
52351 Düren
Tel.: 02421-121 77-0
Fax: 02421-121 77-27

mcc@mcc-seminare.de

www.mcc-seminare.de


DVfR-Kongress: Inklusion braucht Rehabilitation – Wege zur Teilhabe vom 23. – 24. Oktober 2014 in Berlin

23. Oktober 2014bis24. Oktober 2014

Inklusion ist in aller Munde. Die Diskussion dazu konzentriert sich häufig auf die Beseitigung von Barrieren und die Offenheit der Gesellschaft für alle Menschen in ihrer Verschiedenheit.

Der Kongress der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR) bietet die Gelegenheit, die Bedeutung einer professionellen ganzheitlichen Rehabilitation und ihr Potential für die Inklusion in verschiedenen Handlungs- und Themenfeldern zu erörtern: in Alltagsleben, Schule, Beruf und Medizin, in Recht und anderen Wissenschaften sowie in der Kommune und der Politik.

Die Veranstaltung soll umfassende Anstöße geben, gerade auch Artikel 26 der Behindertenrechtskonvention (Habilitation und Rehabilitation) für das Erreichen einer inklusiven Gesellschaft umzusetzen und damit die Rehabilitation gezielt weiterzuentwickeln. Schirmherrin des Kongresses ist die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Andrea Nahles.

Zum DVfR-Kongress 2014 lädt die DVfR Menschen mit Behinderungen, Sozial- und Selbsthilfeverbände, Akteure der Rehabilitation aus Einrichtungen, Diensten und Verbänden, von Rehabilitationsträgern, aus Unternehmen, Kommunen, Bildungseinrichtungen und dem Gesundheitsbereich sowie Politiker, Wissenschaftler, Juristen und weitere Interessierte herzlich ein.

Informationen zum Kongress finden Sie unter: www.dvfr.de

Kontakt:
Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR)
Friedrich-Ebert-Anlage 9
69117 Heidelberg
Telefon: 06221 187 901-0
Telefax: 06221 166 009
E-Mail: info@dvfr.de


nano spezial: Lebenswerte Pflege

22.05.2014 | 16:01 

3sat-Wissenschaftsmagazin auf der Suche nach alternativen Wohn- und Lebensformen fürs Alter und für die Pflege

   

Mainz

Dienstag, 27. Mai 2014, 18.30 Uhr, 3sat
Erstausstrahlung

Für die „spezial“-Ausgabe „Lebenswerte Pflege“ des 3sat-Wissenschaftsmagazins „nano“ macht sich Moderator Gregor Steinbrenner auf die Suche nach alternativen Wohn- und Lebensformen fürs Alter und für die Pflege: Fast 2,5 Millionen Pflegebedürftige gibt es zurzeit in Deutschland. Für die kommenden Jahre ist ein starker Zuwachs sicher. Die Gesellschaft wird sich auf diese Herausforderung mit neuen, zukunftsorientierten Konzepten einstellen müssen. Steinbrenner besucht unter anderem eine Pflege-Wohngemeinschaft auf dem Bauernhof und die 70.000-Einwohner-Stadt Arnsberg im Sauerland, die sich auf den demografischen Wandel einstellt. Sie will das aktive Altern nicht nur verkehrstechnisch unterstützen, sondern zeigt darüber hinaus, wie eine demenzfreundliche Stadt aussehen kann. „Wir haben gelernt, dass wir dieses Thema ‚Demenz‘ aus der Tabuzone holen müssen. Wir können nicht einfach sagen, die schieben wir ab“, erklärt der Arnsberger Bürgermeister Hans-Josef Vogel zur Motivation der Stadt.

Angesichts von mangelnder Finanzierung und fehlenden Arbeitskräften im Pflegebereich stellt „nano spezial“ die drängende Frage, wie Pflege gestaltet sein muss, damit der Alltag von Pflegebedürftigen, Pflegepersonal sowie Angehörigen lebenswert bleibt. Außerdem berichtet „nano spezial“ über Anforderungen und Qualität der Ausbildung im Pflegedienst. Pflegekritiker Claus Fussek betont in „nano“, dass in die Ausbildung des Nachwuchses investiert werden müsse: „In vielen Heimen wird, ich sag’s einmal so deutlich, das Elend eigentlich verwaltet. Es wird immer schwieriger, Auszubildende zu finden: Wir brauchen mehr ausgebildetes Personal. Wir brauchen vor allem Schülerinnen und Schüler, die motiviert sind, und diese müssen gepflegt und gehegt werden.“

Hinweis für Journalisten: Weitere Informationen und Programmhinweise als E-Mail unter www.pressetreff.3sat.de.

Pressekontakt:

Presse und Öffentlichkeitsarbeit 3sat
Pepe Bernhard
+49 (0) 6131 - 701 6261
bernhard.p@3sat.de

Schlaganfall-App mit neuen Funktionen: Notfalltest jetzt mehrsprachig

23.05.2014

    

Gütersloh, Die „Schlaganfall-App“, entwickelt von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe mit Unterstützung von Bayer HealthCare, gibt es nun mit neuen Funktionen. Die kostenlose App macht Informationen zur ersten Hilfe und Unterstützung bei der Erkennung eines Schlaganfalls überall verfügbar – jetzt zum Teil auch mehrsprachig und mit Audiounterstützung.

Die App ist ein Baustein der von Bayer HealthCare initiierten Kampagne „Rote Karte dem Schlaganfall“. In Kooperation mit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und der Deutschen Sporthochschule Köln will das Unternehmen zur allgemeinen Aufklärung zum Schlaganfall beitragen. Olaf Gerber, Leiter Geschäftsbereich General Medicine bei Bayer HealthCare: „Die Schlaganfall-App der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe kann entscheidend dazu beitragen, im Ernstfall richtig und schnell zu handeln. Für die betroffenen Menschen und helfenden Angehörigen oder Freunde wird die App eine große Unterstützung dabei sein, denn jede Sekunde zählt. Wir von Bayer HealthCare Deutschland unterstützen diese großartige Idee sehr gerne.“

Die App funktioniert wie ein mobiler Notfall-Begleiter, mit dem auch Laien einen Schlaganfall-Verdacht schnell überprüfen und den Notruf auslösen können. Aktuelle Nachrichten sind ebenso verfügbar wie umfangreiches Wissen zum Schlaganfall. Besonders hilfreich: Der sogenannte „FAST-Test“ erklärt anschaulich, wie mit einfachen Fragen ein Verdacht auf Schlaganfall ausgeräumt oder bestätigt werden kann. Dieser Test ist jetzt um Versionen auf Englisch und Türkisch sowie eine Audiobegleitung erweitert worden. Damit im Notfall schnell gehandelt werden kann, ist ein Notruf mittels eines einzigen Tastendrucks möglich.

Weitere Informationen zur App unter www.schlaganfall-hilfe.de/app. Die App ist kostenlos erhältlich im Apple Store bzw. Google Play Store unter dem Stichwort „Schlaganfall-Hilfe“. Mehr Wissen über den Schlaganfall, seine Risikofaktoren und Symptome unter schlaganfall-hilfe.de oder im Service- und Beratungszentrum der Deutschen Schlaganfall-Hilfe, Tel. 0 52 41 – 9 77 00.

Pressekontakt:

Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
Mario Leisle
Telefon: 05241 9770-12
E-Mail: presse@schlaganfall-hilfe.de
Internet: www.schlaganfall-hilfe.de

bpa wird 50: Festakt zum Verbandsjubiläum mit 1.500 Gästen

23.05.2014

    

Berlin. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) feierte heute mit einer großen Festveranstaltung im Theater am Potsdamer Platz in Berlin seinen 50. Geburtstag. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe gratulierte dem bpa und wünschte ihm alles Gute für die Zukunft. „Die 50 Jahre bpa stehen für jahrzehntelanges erfolgreiches Unternehmertum. Sie stehen aber auch dafür, dass der Verband von Beginn an ein verlässlicher Verhandlungspartner war, dessen Kompetenz der Gesundheitspolitik guttut“, hob Gröhe hervor.

Er gab in seiner Rede einen Ausblick auf die Pflegereform, deren erste Stufe nächste Woche vom Kabinett beschlossen werden soll: „Für Verbesserungen in der Pflege werden wir in dieser Wahlperiode insgesamt fünf Milliarden Euro mehr pro Jahr zur Verfügung stellen. Das ist eine gute Nachricht für die Pflegebedürftigen, ihre Angehörigen und für unsere Pflegekräfte, die Tag für Tag eine unverzichtbare Arbeit leisten.“

Dies blieb der einzige Exkurs ins Sozialgesetzbuch XI. Lieber warfen die rund 1.500 Anwesenden – und bpa-Präsident Bernd Meurer – einen Blick zurück auf die 50-jährige bpa-Erfolgsgeschichte und schauten auf die Herausforderungen in der Zukunft: „Die privaten Pflegedienste und Einrichtungen stellen mittlerweile über die Hälfte der Versorgungsstruktur in der Pflege. Der bpa ist ihre Heimat und vertritt jede dritte Pflegeeinrichtung in Deutschland. Gemeinsam werden wir uns auch zukünftig für einen fairen Wettbewerb und Planungssicherheit einsetzen. Die enormen Herausforderungen der demografischen Entwicklung wird unsere Gesellschaft nur mithilfe der Investitionen der privaten Träger bewältigen“, so Meurer in seiner Rede.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) bildet mit mehr als 8.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 245.000 Arbeitsplätze und circa 18.900 Ausbildungsplätze. Das investierte Kapital liegt bei etwa 19,4 Milliarden Euro.

Pressekontakt:

Für Rückfragen am Freitag, den 23. Mai 2014: Susanne van Cleve,
Pressereferentin, Telefon 0173-7395932

Wahlaufruf des Deutschen Behindertenrates: Für ein barrierefreies und demokratisches Europa

23.05.2014

    

Berlin. Der Deutsche Behindertenrat (DBR) ruft zur Stimmabgabe bei der Europawahl am 25. Mai auf. „Wir knüpfen große Erwartungen an die Wahlen. Sie müssen zu einem deutlichen Politikschub für die Menschen mit Behinderungen in Europa führen. Ohne Reformen der europäischen Wirtschafts- und Sozialpolitik bleibt die Einhaltung der Menschenrechte gegenüber behinderten Menschen in der EU unsicher“, erklärt SoVD-Präsident und DBR-Sprecherratsvorsitzender Adolf Bauer.

„Wer wählt, kann einen aktiven Beitrag für mehr Barrierefreiheit und eine rasche Ratifizierung des optionalen Zusatzprotokolls zur UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen leisten. Wir haben den Parteien unsere Fragen gestellt und die Antworten veröffentlicht. Sie können helfen, wenn es um die Wahlentscheidung geht“, sagt Bauer.

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat am 3. Dezember 2013 den Vorsitz im Sprecherrat des DBR für das Jahr 2014 übernommen. Im DBR haben sich über 140 Organisationen behinderter und chronisch kranker Menschen zu einem Aktionsbündnis vereinigt. Es repräsentiert mehr als 2,5 Millionen Betroffene in Deutschland.

DBR-Wahlprüfsteine

http://www.deutscher-behindertenrat.de/ID145857

Pressekontakt:

Kontakt:
Benedikt Dederichs
SoVD-Bundesverband 
Pressestelle
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