März, 2014

 

Demenz und Depression im Alter: Wie eine würdevolle Begleitung gelingt

31.03.2014 | 13:15 

Köln. Das Kuratorium Deutsche Altershilfe gibt in seinem Fachmagazin ProAlter Tipps zum Umgang mit zwei der häufigsten psychischen Erkrankungen älterer Menschen.

Wenn ältere Menschen an Depression oder Demenz erkranken, beeinflusst dies ihr Wohlbefinden und ihre Lebensqualität. Oft fällt ihnen die Kommunikation mit anderen schwer: bei einer Demenz, weil das Sprachvermögen zurückgeht; bei einer Depression, weil sich Betroffene zurückziehen. Pflegende und Angehörige müssen darauf reagieren. Dafür brauchen sie Informationen über die Erkrankungen und Hilfe beim Umgang mit den Patienten.

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) beschäftigt sich in einem Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe seines Fachmagazins ProAlter mit der Kommunikation bei Depression und Demenz. Mediziner, Wissenschaftler und Kommunikationsexperten beleuchten die Erkrankungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln und erklären, wie eine würdevolle Begleitung gelingt.

„Wir müssen ein Grundverständnis für diese Erkrankungen schaffen und – darauf aufbauend – eine wertschätzende Haltung entwickeln“, sagt die KDA-Demenzexpertin Gerlinde Strunk-Richter. „Für eine würdevolle Begleitung brauchen wir nicht nur verbale und nonverbale Kommunikationsstrategien, sondern auch Wissen über die Erkrankungen, um das Verhalten der Betroffenen und die eigenen Reaktionen darauf besser verstehen zu können“, fügt Strunk-Richter hinzu.

Bei beiden Krankheiten geht es für Angehörige und Pflegende darum, positive Gefühle zu verstärken und Frustrationen zu vermeiden. Es ist wichtig, einen Zugang zu den Erkrankten zu finden, ohne sich dabei selbst zu verlieren. So hilft es Depressiven, wenn andere den Kontakt und das Gespräch zu ihnen suchen. Man sollte sie zu Aktivitäten ermutigen, ohne sie unter Druck zu setzen. Menschen mit Demenz hingegen sollten in ihrer Situation akzeptiert werden, man sollte sie nicht ständig korrigieren. Wenn die Sprache als Kommunikationsmittel nicht mehr ausreicht, können Berührungen weiterhelfen.

Die aktuelle ProAlter-Ausgabe 2/2014 enthält zahlreiche Informationen, Praxisbeispiele und -tipps. Sie helfen vor allem denjenigen, die Betroffene begleiten, betreuen und pflegen. Weitere Informationen sind unter www.kda.de/proalter.html zu finden.

Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)

Das KDA entwickelt seit mehr als 50 Jahren im Dialog mit seinen Partnern Lösungskonzepte und Modelle für die Arbeit mit älteren Menschen und hilft, diese in der Praxis umzusetzen. Es trägt durch seine Projekte, Beratung, Fortbildungen, Tagungen und Veröffentlichungen wesentlich dazu bei, die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern.

ProAlter, das unabhängige Fachmagazin des KDA, bietet allen, die sich beruflich, ehrenamtlich oder privat mit Fragen des Älterwerdens beschäftigen, wertvolle Anregungen und Impulse für ihre Arbeit. Ein Abonnement kostet 30,90 Euro, das Einzelheft 6,90 Euro.

Pressekontakt:

Ansprechpartnerin
Simone Helck, E-Mail: presse@kda.de; Telefon: +49 221 931847-10

Chancen für eine Neuaufstellung der RehaNova

  

 Am Montag, 31.3.2014 verabschiedeten sich Dr. Ursula Becker und Dr. Petra Becker, geschäftsführende Inhaberinnen der Dr. Becker Klinikgruppe, von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der RehaNova Köln. Elf Jahre lang war die Klinikgruppe Minderheitsgesellschafter der Merheimer Rehaeinrichtung gewesen. Durch den Verkauf ihrer Anteile an die Kliniken der Stadt Köln will sie die langfristige Weiterentwicklung der Rehabilitationsklinik im Verbund der Kliniken der Stadt Köln ermöglichen.

 Köln, 31. März 2014. Bereits im Januar hatte die Dr. Becker Klinikgruppe ihre Anteile (47%) an der RehaNova Köln an die Kliniken der Stadt Köln verkauft. Jetzt wurde der Übergang vollzogen und die Kliniken der Stadt Köln offiziell als alleinige Eigner der neurologischen Rehaeinrichtung eingesetzt. Im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung verabschiedeten sich Dr. Ursula Becker und Dr. Petra Becker, geschäftsführende Inhaberinnen der Dr. Becker Klinikgruppe, persönlich von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der RehaNova Köln und bedankten sich bei ihnen für die langjährige gute Zusammenarbeit.

 Viel Herzblut und Engagement

Elf Jahre lang hatten die Dr. Becker Klinikgruppe und die Kliniken der Stadt Köln die Geschicke der neurologischen Rehaeinrichtung RehaNova Köln gemeinsam geleitet. „Die Entscheidung, unsere Anteile zu verkaufen, ist uns nicht leicht gefallen. Wir haben uns immer mit viel Herzblut und Engagement für die Belange der RehaNova und ihrer Mitarbeiter eingesetzt“, betonte Ursula Becker. Die Entscheidung für den Verkauf sei eine Entscheidung für eine integrierte Unternehmensstrategie gewesen. „Für die Zukunft der Einrichtung ist es richtig, auf eine Unternehmensführung zu setzen. Die RehaNova ist eine kleine Einheit und dafür sind eigene unabhängige Systeme einfach nicht wirtschaftlich“, begründete Ursula Becker den Schritt. Sie und ihre Schwester hatten deswegen 2013 den Verkaufsprozess angestoßen und ein Gutachten zur Ermittlung des Kaufpreises in Auftrag gegeben.

 Entscheidung lag bei den Kliniken der Stadt Köln

Die Entscheidung, die RehaNova entweder ganz zu kaufen oder aber die eigenen Anteile an die Dr. Becker Klinikgruppe zum Preis des Gutachtens zu verkaufen, hatte die Klinikgruppe dann allein den Kliniken der Stadt Köln überlassen. „Wir wollen das Beste im Sinne von Mitarbeitern und Patienten für die RehaNova. In diesem Sinne hätten auch wir die Einrichtung engagiert und qualifiziert weitergeführt, aber wir verstehen, dass sich die Kliniken der Stadt Köln zur Übernahme entschieden haben. Dies birgt große Chancen für die Weiterentwicklung der Rehabilitation im Verbund der Kliniken. Wir sind fest davon überzeugt, dass dieser Schritt richtig für die RehaNova ist“, erklärte Ursula Becker in ihrer Abschiedsrede. Man wünsche der neurologischen Rehaklinik für die Zukunft alles Gute und freue sich auf die zukünftige enge Zusammenarbeit, die die Kliniken der Stadt Köln und die Dr. Becker Klinikgruppe in Gesprächen bereits vereinbart hätten. 

Dr. Becker Klinikgruppe

Die Dr. Becker Klinikgruppe ist ein Geschäftsbereich der Dr. Becker Unternehmensgruppe, einem inhabergeführten Familienunternehmen mit Hauptsitz in Köln-Marienburg. Deutschlandweit betreiben die beiden Schwestern Dr. Petra Becker und Dr. Ursula Becker acht Rehabilitationszentren, drei Therapiezentren und fünf Vitalis Wohnparks für die Lang- und Kurzzeitpflege von Menschen verschiedener Altersgruppen. Der Unternehmensbereich Dr. Becker Services und Beratung und Training bietet Trainings, Coachings und Weiterbildungskonzepte im Gesundheitsbereich für Führungskräfte, Teams und Multiplikatoren an. Die Dr. Becker Unternehmensgruppe beschäftigt insgesamt 1.650 Mitarbeiter und erwirtschaftet jährlich einen Umsatz in Höhe von rd. 100 Millionen EUR. www.dbkg.de

Kontakt und Nachfragen:

Dr. Becker Klinikgesellschaft mbH & Co. KG
Rebecca Jung
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Parkstraße 10 / 50968 Köln

Tel. : (+49) 221 – 934647-48 / Fax : -40

rjung@dbkg.de http://www.dbkg.de


Rechte behinderter Menschen brauchen mehr politische Aufmerksamkeit

Pressemitteilung der Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention

Berlin – Fünf Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention zieht die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention eine gemischte Bilanz. „Trotz erkennbarer Dynamik im Feld der Inklusion ist die politische Aufmerksamkeit für die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Deutschland noch viel zu gering“, erklärte Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle zum fünften Jahrestag des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention am 26. März. „Heute wird zwar die Größe der Aufgabenstellung besser erkannt – und das ist ein Fortschritt, jedoch sind zahlreiche Fragen offen und strukturelle Umsetzungserfolge lassen auf sich warten“, so Aichele. „Die Gewährleistung der Rechte behinderter Menschen braucht mehr politische Tatkraft und das Umsetzungstempo im Politikfeld Inklusion muss unbedingt erhöht werden.“

Die Monitoring-Stelle bemängelt zudem, dass viele Vorgaben aus der Konvention bislang von Politik und Staat nicht angemessen aufgegriffen worden seien. Die Umsetzung von Verpflichtungen beispielsweise in Bezug auf Barrierefreiheit, effektiven Rechtsschutz, unterstützende Entscheidungsfindung oder die Rechte von Menschen in der Psychiatrie stünde nicht prioritär auf der politischen Agenda und wichtige Schlüsselprojekte wie die umstrittene Eingliederungshilfe seien trotz seit langem benachteiligender Wirkung nicht vorangebracht worden. In vielen Feldern fehlten überdies immer noch wirksame und überprüfbare Umsetzungspläne. Hier seien gemeinsame Anstrengungen von Bund, Ländern und Gemeinden und damit die Auflösung von Umsetzungsblockaden in vielen Feldern dringend geboten.

Zu diesen Punkten hat die Monitoring-Stelle jüngst im Rahmen des UN-Staatenprüfungsverfahrens eine Stellungnahme an den UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen eingereicht. „Wir erwarten, dass die Bundesregierung im Rahmen des Verfahrens Antworten auf die von uns angesprochenen Punkte gibt und damit die Grundlage für eine bessere Umsetzung der Konvention in Deutschland legt“, führte Aichele aus.

Die Monitoring-Stelle wird zudem im August einen Parallelbericht zum deutschen Staatenbericht in Genf einreichen. In der neuen Ausgabe der Publikationsreihe „aktuell“ stellt die Monitoring-Stelle das internationale Prüfverfahren vor und spricht konkrete Empfehlungen aus, wie sich die Regierungen und Parlamente in Bund und Ländern sowie die Kommunen an der Prüfung beteiligen können.

Im September 2014 prüft der UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen erstmals, wie Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention umsetzt. Die UN-Behindertenrechtskonvention wurde 2006 von den Vereinten Nationen verabschiedet. Seit dem 26. März 2009 ist die Konvention für Deutschland völkerrechtlich verbindlich.

Die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention, eingerichtet im unabhängigen Deutschen Institut für Menschenrechte in Berlin, hat gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention den Auftrag, die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu fördern und zu schützen sowie die Umsetzung der Konvention in Deutschland zu überwachen.

Pressekontakt:
Bettina Hildebrand, Pressesprecherin
Telefon 030 25 93 59 14
Mobil 0160 96 65 00 83
E-Mail: hildebrand@institut-fuer-menschenrechte.de


Vorstand des Bundesverbandes Geriatrie berief Dr. Karin Schmidt als assoziiertes Mitglied

Pressemitteilung 02-2014 (27.03.2014)

 

Chefärztin im Klinikum Niederlausitz und Vorsitzende des Landesverbandes Brandenburg stärkt mit ihrer langjährigen praktischen Erfahrung in der Altersmedizin die Arbeit des Gremiums

Mit Frau Dr. Karin Schmidt ist seit wenigen Tagen ein assoziiertes Mitglied im Vorstand des Bundesverbandes Geriatrie e.V. vertreten. Das teilte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Ansgar Veer am Montag in Berlin mit. „Wir freuen uns, dass die medizinische Kompetenz des Vorstands durch die Berufung von Frau Dr. Schmidt weiter gestärkt werden konnte“, so Veer. „Durch ihre langjährige Tätigkeit im Bereich der Geriatrie und als Vorsitzende des Landesverbands Brandenburg verfügt Frau Dr. Schmidt über umfangreiche Erfahrungen, die sie in die Umsetzung der Ziele des Bundesverbands und in die Realisierung verbandspolitischer Vorhaben, wie aktuell z. B. den Aufbau Geriatrischer Versorgungsverbünde oder Alterstraumatologischer Zentren, einbringen wird.“

Der Vorstand des Bundesverbandes setzt sich traditionell aus Vertretern der Ärzteschaft, der Verwaltungsleitungen sowie der Pflegedienstleitungen der Mitgliedseinrichtungen zusammen. Durch diese „Interdisziplinarität“ – die innerhalb der Verbandslandschaft im Gesundheitswesen eine Besonderheit darstellt – fließen sehr umfassend die verschiedenen Aspekte der Versorgung geriatrischer Patienten in die Vorstandsarbeit ein.

Frau Dr. Karin Schmidt ist Fachärztin für Innere Medizin und Geriatrie. Sie leitet als Chefärztin die Klinik für Geriatrie und Tagesklinik am Klinikum Niederlausitz in Senftenberg und steht seit mehreren Jahren dem Landesverband Brandenburg im Bundesverband Geriatrie e.V. vor.

Sie ergänzt den Vorstand des Bundesverbandes Geriatrie in Vertretung für Frau PD Dr. Lenzen-Großimlinghaus, die im Herbst letzten Jahres bedingt durch die Übernahme neuer beruflicher Aufgaben auf eigenem Wunsch aus dem Vorstand ausgeschieden war. 

Bundesverband Geriatrie e.V.

Vorstandsvorsitzender: Dipl.-Kfm. Ansgar Veer

Geschäftsführer: RA Dirk van den Heuvel

Reinickendorfer Straße 61

13347 Berlin

Tel.: 030 / 339 88 76 – 10

Fax: 030 / 339 88 76 – 20

E-Mail:

geschaeftsstelle@bv-geriatrie.de

http://www.bv-geriatrie.de

Der Bundesverband Geriatrie ist ein Verband von Klinikträgern, die mehr als 295 geriatrische Kliniken bzw. Einrichtungen betreiben und über ca. 18.500 Betten/Rehaplätze verfügen. So sind unter anderem fast alle größeren Klinikverbünde und -konzerne mit ihren geriatrischen Einrichtungen Mitglieder des Bundesverbandes.

Geriatrie, oder auch Altersmedizin, befasst sich mit den speziellen Erkrankungen oder Unfallfolgen älterer Menschen. Das Besondere an dieser Patientengruppe ist, dass ältere Menschen zumeist mehrfach krank (multimorbid) sind. Die geriatrischen Kliniken bieten, hierauf abgestimmt, multidimensionale geriatrische Therapien. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sich auf psychische, funktionelle, soziale und ökonomische Belange erstreckt. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der älteren Menschen zu erhalten, bzw. soweit wie möglich wieder herzustellen.

Neben der Interessenwahrnehmung als politischer Verband sieht der Bundesverband Geriatrie e.V. seine besondere Aufgabe in der Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der Versorgung. Dazu wurde frühzeitig ein Daten- und Vergleichssystem mit Namen GEMIDAS aufgebaut und zu Gemidas Pro weiter entwickelt sowie die Erfahrungen für die Entwicklung eines eigenen Qualitätssiegels Geriatrie, welches von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle vergeben wird, genutzt.

Finanziell trägt sich der Verband über die Beiträge seiner Mitglieder. Der Bundesverband ist daher auch aus finanzieller Sicht eine unabhängige Organisation.

Uwe H. Sattler_________________
-Pressereferent –                                                         
Bundesverband Geriatrie e.V.
Reinickendorfer Str. 61
13347 Berlin
Tel.:      030 / 339 88 76 13
Fax:      030 / 339 88 76 20
Email:    uweh.sattler@bv-geriatrie.de
Internet: www.bv-geriatrie.de


Deutschlands größte Studie zu Mobbing und Cybermobbing bei Erwachsenen

Pressemitteilung

 

26.03.2014 |Düsseldorf.

- 28 Prozent der Befragten waren schon einmal Mobbingopfer
- Frauen sind deutlich stärker betroffen als Männer
- 39 Prozent der Mobbingattacken dauern länger als ein Jahr
- 72 Prozent der Vorfälle finden am Arbeitsplatz statt
- Hohe Kosten für Unternehmen: fünf Krankheitstage mehr bei   
  Mobbingopfern

Die Phänomene Mobbing und Cybermobbing sind nicht nur auf junge Menschen und auf das schulische Umfeld begrenzt. Auch Erwachsene sind in hohem Maße davon betroffen. Sei es am Arbeitsplatz oder im World Wide Web – Angriffe von und gegen Erwachsene, sind längst keine Seltenheit mehr. Dies sind Ergebnisse der Studie „Mobbing und Cybermobbing bei Erwachsenen“, die das Bündnis gegen Cybermobbing e.V. mit Unterstützung der ARAG SE durchgeführt hat.

Die Studie liefert die derzeit aktuellsten Daten zu Ausmaß, Formen, Reaktionen, Folgen und Prävention zu Mobbing und Cybermobbing in Deutschland. Demnach werden diese beiden Themen von den Deutschen als stark zunehmendes gesellschaftliches Problem wahrgenommen. 28 Prozent der befragten Erwachsenen gaben an, bereits Opfer von Mobbing gewesen zu sein und 8 Prozent Opfer von Cybermobbing. Frauen sind besonders häufig von Übergriffen betroffen: 33 Prozent der befragten Frauen gaben an, schon einmal Ziel von Mobbing gewesen zu sein. Bei ihnen besteht laut Studie ein 1,5-mal höheres Mobbingrisiko als bei Männern.

Mobbing bei Erwachsenen prägt in hohem Maße die gesamte Arbeitswelt. 72 Prozent der Vorfälle werden dort registriert. Nach Ansicht der befragten Opfer sind Neid und starre Hierarchien die häufigsten Ursachen für Mobbing und Cybermobbing im Arbeitsumfeld. Fast jeder dritte Täter gibt in der Studie an, aus Spaß gehandelt zu haben, also ohne einen tatsächlichen Tathintergrund. Vorgesetzte sind laut Studie in über der Hälfte der Mobbingfälle am Arbeitsplatz als Täter oder Mittäter beteiligt. Aber Mobbing findet nicht ausschließlich am Arbeitsplatz statt, ein Drittel (31 Prozent) der Vorfälle ereignen sich im privaten Umfeld.

Die oftmals schweren Folgen können sich auf die physische wie psychische Gesundheit der Opfer sowie auf ihr privates und berufliches Umfeld erstrecken – und im äußersten Fall zu einer existentiellen Notlage führen. Fast 50 Prozent der Betroffenen von Mobbing und Cybermobbing klagen über Persönlichkeitsveränderungen und Depressionen. Extremausprägungen sind schwindendes Selbstwertgefühl, Zwangsstörungen sowie die Flucht in Alkohol oder andere Suchtmittel. Mehr als jedes zehnte Opfer stuft sich sogar als suizidgefährdet ein. Aus Scham oder vermeintlicher Ohnmacht suchen sich die Betroffenen trotz eines hohen Leidensdrucks oft keine oder erst sehr spät Hilfe. 23 Prozent der Befragten lassen die Angriffe ohne jegliche Reaktionen über sich ergehen.

Mobbing und Cybermobbing haben auch wirtschaftliche Auswirkungen: Davon Betroffene weisen jährlich 5 bis 6 Krankheitstage mehr auf als nicht betroffene Beschäftigte. Über zwei Drittel (68,3 Prozent) der Betroffenen strebt laut Studie einen Wechsel des aktuellen Arbeitgebers an. Die mit Mobbingvorfällen direkt verbundenen Krankheitsfolgekosten für deutsche Unternehmen belaufen sich auf zirka 3 Milliarden EUR im Jahr.

Dennoch scheinen die Unternehmen in Deutschland die Dringlichkeit der Problematik noch nicht erkannt zu haben. Nur in den wenigsten Fällen bieten Arbeitgeber Präventionsmaßnahmen an, obwohl die durch Mobbing und Cybermobbing entstehenden Fehlzeiten und Ausfälle und die damit verbundenen Kosten immens sind.

Direkt messbar und monetär zurechenbar sind die Krankheitsfolgekosten – also die Kosten, die durch Arztbesuche, Therapiesitzungen, durch Medikamente oder durch Arbeitsfehltage entstehen. Darüber hinaus kommt es zu indirekten Kosten wie zum Beispiel verminderte Effizienz am Arbeitsplatz und Produktivitätsminderung. Bereits 2001 schätzte das Europäische Parlament den durch Mobbing entstehenden Gesamtschaden für die deutsche Wirtschaft auf 15 bis 50 Milliarden Euro pro Jahr.

Aus den Studienergebnissen leitet Uwe Leest, der Vorstandsvorsitzende des Bündnisses gegen Cybermobbing, folgende Handlungsempfehlungen für Unternehmen, Politik und Gesellschaft: „Um Mitarbeiter für das Thema Mobbing und Cybermobbing zu sensibilisieren und darüber aufzuklären, sind Schulungen, Seminare und Informationsveranstaltungen im Unternehmen ratsam. Außerdem sollte die Stärkung des Betriebsklimas im Vordergrund stehen. Das Betriebsklima ist ein wesentlicher Faktor um Mobbingfällen vorzubeugen. Dazu dient beispielsweise eine ,Vereinbarung‘, die einen gewaltfreien und respektvollen Umgang der Mitarbeiter untereinander regelt und fördert.

Wünschenswert für alle Betroffenen, unabhängig ob im Unternehmen oder im sozialen Umfeld, wären flächendeckende Mobbingberatungsstellen sowie anonyme Hotlines. Das Gleiche gilt für Rechtsfragen.

Neben Unternehmen und der Gesellschaft, muss auch die Politik ihrer Verantwortung nachkommen. Zum Schutze der Opfer fordert das Bündnis gegen Cybermobbing außerdem, die Erlassung eines (Cyber-) Mobbinggesetzes voranzutreiben.“

„Die aktuelle Studie zeigt, dass das Phänomen Mobbing insbesondere die Arbeitswelt massiv beeinträchtigt. Die vorliegenden Zahlen helfen, den Kenntnisstand zu Mobbing und Cybermobbing zu verbessern und das Problembewusstsein in der Arbeitswelt zu schärfen. Ein Ausbau von Beratungs- und Mediationsleistungen in deutschen Unternehmen erscheint zunehmend erforderlich“, kommentiert Klaus Heiermann, Generalbevollmächtigter ARAG SE, die Studienergebnisse.

Zur Studie:

Die Studie „Mobbing und Cybermobbing bei Erwachsenen“ ist vom Bündnis gegen Cybermobbing e.V. mit Unterstützung der ARAG SE im Zeitraum vom 11. bis 24. November 2013 durchgeführt worden. Insgesamt sind dabei mehr als 6.200 Personen über 18 Jahre befragt worden. Die Erwachsenenstudie ist nach der Studie „Cybermobbing bei Schülerinnen und Schülern“ von 2013 die zweite Studie des Bündnisses gegen Cybermobbing e.V.

Die Studienergebnisse zum Download finden Sie hier: http://www.buendnis-gegen-cybermobbing.de/mobbingstudie

Weitere Informationen und Schaubilder finden Sie unter: http://www.arag.de/die-arag/engagement/cybermobbing/

Pressekontakt:

ARAG SE

Klaus Heiermann			
Generalbevollmächtigter ARAG SE			
ARAG Platz 1				
40472 Düsseldorf			
Tel.: +49 211 963-2219			
Fax: +49 211 963-2220	
klaus.heiermann@ARAG.de
www.ARAG.de

VdK: Krankenkassen-Reform belastet einseitig Arbeitnehmer und Rentner

26. März 2014Sozialverband VdK kritisiert Beschluss der Bundesregierung zur Finanzierung der Kassen

„Die einseitige Belastung der Arbeitnehmer bei der Reform zur Finanzierung der Krankenkassen lehnen wir ab! Die Bundesregierung muss Arbeitnehmer und Rentner vor Zusatzbeiträgen schützen“, fordert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland.

Hintergrund ist die heute vom Bundeskabinett verabschiedete Reform der Finanzierung der Krankenkassen. Anfang 2015 soll der Beitragssatz für alle Krankenkassen von 15,5 auf 14,6 Prozent sinken – zunächst paritätisch auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf je 7,3 Prozent verteilt. Bisher zahlen alle Kassenmitglieder einen Sonderbeitrag von 0,9 Prozent, an dem sich die Arbeitgeber nicht beteiligen. Durch die beschlossenen Änderungen soll dieser Sonderbeitrag entfallen und die Kassen im Gegenzug Zusatzbeiträge erheben dürfen, die vom Einkommen abhängig sein sollen. Der Sozialverband VdK befürchtet, dass durch die Senkung des Beitragssatzes die fehlenden 11 Milliarden Euro sofort als prozentualer Zusatzbeitrag bei den Arbeitnehmern und Rentnern anfallen werden. Mindestens müsse aus Sicht des VdK sicher gestellt werden, dass durch eine Überforderungsklausel der ungehemmte Beitragsanstieg für Arbeitnehmer verhindert wird.

„An der grundsätzlichen Schieflage der Lastenverteilung wird sich mit diesem Regierungsbeschluss nichts ändern“, kritisiert die VdK-Präsidentin. „Mit dem Einfrieren des Arbeitgeberanteils werden Kostensteigerungen im Gesundheitsbereich, die schon für 2015 absehbar sind, einseitig den Arbeitnehmern und Rentnern durch Zusatzbeiträge aufgebürdet“, so Mascher weiter.

Bereits heute müssten die Versicherten erhebliche Kosten bei Krankheit aus eigener Tasche zahlen, beispielsweise durch Zuzahlungen, Aufzahlungen und Aufwendungen für Leistungen, die aus dem Leistungskatalog der Kassen gefallen sind. Der Leistungskatalog der Kassen sei seit Jahren rückläufig. Mascher: „Bestes Beispiel sind die finanziellen Aufwendungen der Versicherten in der Zahnheilkunde. Hier belasten immer mehr Zusatzbeiträge das Budget einkommensschwächerer Menschen, Älterer und chronisch Kranker beträchtlich. Eine weitere Belastung insbesondere dieser Bürgerinnen und Bürger darf es nicht geben!“

„Wir müssen zurück zur paritätischen Finanzierung. Gesundheitsversorgung von Alten, chronisch Kranken und armen Menschen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Hier sind auch die Arbeitgeber in der Pflicht. Bei den weiter steigenden Gesundheitskosten der nächsten Jahre müssen auch Arbeitgeber und Gutverdienende in die Pflicht genommen werden“, fordert Mascher.

verantwortlich: Cornelia Jurrmann
Telefon: 0 30 / 7 26 29 – 04 02

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Sozialverband VdK Deutschland
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Cornelia Jurrmann (verantwortlich)
In den Ministergärten 4 – 10117 Berlin
Telefon 030 72629-0400
Telefax 030 72629-0499
www.vdk.depresse@vdk.dePräsidentin Ulrike Mascher
Amtsgericht Bonn – VR2096

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Experiment der Kopfpauschalen beendet

Pressemitteilung

Datum: 26.03.2014

Dokumentennummer: 160

Arbeitsgruppe: Gesundheit

*/Hilde Mattheis/*/, gesundheitspolitische Sprecherin/

 Das Bundeskabinett hat heute das Ende der Kopfpauschalen beschlossen. Die Kassen erheben in Zukunft wieder einkommensabhängige Beiträge und Zusatzbeiträge. Außerdem können sie über die Höhe ihrer Beitragssätze wieder selber bestimmen.

 „Der Gesetzentwurf, den das Bundeskabinett heute beschlossen hat, hält sich sehr eng an die Vorgaben, die wir im Koalitionsvertrag vereinbart haben. Wir sehen das als Beleg für die gute und konstruktive Arbeit in der Koalition. Die Änderungen bei den Krankenkassenbeiträgen beenden endgültig das gescheiterte Experiment der Kopfpauschalen, schaffen viel unnötige Bürokratie ab, entlasten den Bundeshaushalt und geben den Kassen die Entscheidungshoheit über die Höhe ihres Beitragssatzes zurück.  

So positiv diese Änderungen sind, so schmerzlich ist für die SPD-Bundestagsfraktion das Zugeständnis an unsere Koalitionspartner, dass Beitragssteigerungen zunächst nur von den Mitgliedern, von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie Rentnerinnen und Rentnern bezahlt werden müssen, die Arbeitgeber jedoch vorerst geschont werden. Die SPD wird sich an dieser für uns schwierigen Stelle an den Koalitionsvertrag halten. 

Wir weisen aber darauf hin, dass damit der Arbeitgeberbeitrag nicht für alle Zeiten festgeschrieben wird. Sehr große Hoffnungen setzen wir in die Gründung eines Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen. Hier kommt es uns darauf an, dass Patientinnen und Patienten verlässliche und verständliche Informationen bekommen, die ihnen bei der Auswahl einer bestimmten Therapie aber auch bei der Entscheidung für ein bestimmtes Krankenhaus helfen.

 Jetzt beginnt das parlamentarische Beratungsverfahren und auch in diesem Fall wird das Strucksche Gesetz gelten, wonach kein Gesetz das Parlament in derselben Fassung verlässt, in der es hineingekommen ist.“

 Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier: 

http://www.spdfraktion.de/presse/pressemitteilungen/experiment-der-kopfpauschalen-beendet

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© 2014 SPD-Bundestagsfraktion – Internet: http://www.spdfraktion.de V.i.S.d.P. Herausgeberin Christine Lambrecht MdB, Redaktion Ali von Wangenheim (kommissarisch) TELEFON (030) 227-522 82 / (030) 227-511 18 TELEFAX (030) 227-568 69 E-MAIL presse@spdfraktion.DE


AOK: FQWG setzt erste Ausrufezeichen

Mittwoch, 26. März 2014,

AOK-Bundesverband

 GESETZ ZUR WEITERENTWICKLUNG DER FINANZSTRUKTUR UND DER QUALITÄT

 Berlin – Grundsätzlich positiv bewertet die AOK den heute vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qualität in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-FQWG).

„Die Finanzierungsfragen werden fair und pragmatisch beantwortet und das Thema Qualität bekommt einen neuen Motor“, so Jürgen Graalmann, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbands. Der vollständige Einkommensausgleich sorge für gerechte Rahmenbedingungen im Kassenwettbewerb. Und mit einem staatlichen Qualitätsinstitut erhielten Transparenz und Patientenorientierung weiter Auftrieb. „Das sind erste Ausrufezeichen für den gesundheitspolitischen Reformwillen dieser Koalition.“ Es müssten aber dringend weitere folgen, denn am Ende zähle allein der Nutzen für Versicherte, Beitragszahler und Patienten.

Mit dem neuen Beitragssystem werden die pauschalen Zusatzbeiträge in Euro abgeschafft. Künftig werden wieder alle Beitragssatzbestandteile abhängig vom Einkommen erhoben und direkt vom Gehalt abgebucht. Gleichzeitig wird der allgemeine Beitragssatz per Gesetz auf 14,6 Prozent festgeschrieben. Kassen können ihren finanziellen Mehrbedarf über individuell festgelegte Beitragssätze regulieren, der bisher gesetzlich festgelegte Sonderbeitragssatz von 0,9 Prozent fließt darin ein.

Ein weiterer wesentlicher Punkt im Gesetzentwurf ist die geplante Gründung eines staatlichen Qualitätsinstituts. Dieses soll messen, wie gut insbesondere Krankenhäuser ihre Patienten behandeln. „Die systematische Messung der Behandlungsqualität mit Routinedaten durch ein fachlich und wissenschaftlich unabhängiges Institut ist richtig und notwendig“, betont Graalmann. An verschiedenen Stellen sei bereits Wissen über das Niveau der Behandlungsqualität vorhanden. So veröffentliche das Wissenschaftliche Institut der AOK seit Jahren wissenschaftlich fundierte und breit anerkannte Analysen zur Ergebnisqualität auf Basis von Routinedaten.

Das FQWG schaffe die Voraussetzung dafür, dieses Wissen breiter zu nutzen und zu vertiefen. Allerdings müsse zügig die Arbeitsfähigkeit des Instituts hergestellt werden. Graalmann: „Das Qualitätsinstitut muss so schnell wie möglich Ergebnisse produzieren, und die Bund-Länder-Arbeitsgruppe muss ihre Arbeit aufnehmen, um den Rahmen für eine qualitätsorientierte Krankenhausplanung und -bezahlung zu schaffen.“

Kontakt:

Dr. Kai Behrens

Rosenthaler Str. 31

10178 Berlin

Tel: 030 / 346 46 2309

E-Mail: kai.behrens@bv.aok.de


vdek zum Kabinettsbeschluss des GKV-Finanzstruktur- und Qualitätsweiterentwicklungsgesetzes

Mittwoch, 26. März 2014,

Verband der Ersatzkassen e. V.

 PRESSEMITTEILUNG

Abschaffung Kopfpauschale ist das richtige Signal – aber vollständige Beitragssatzautonomie noch nicht erreicht

Berlin – „Die Abschaffung des pauschalen Zusatzbeitrages ist die richtige Entscheidung für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV).“ Dies erklärte Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek), anlässlich des Kabinettsbeschlusses zum neuen GKV-Finanzstruktur- und Qualitätsweiterentwicklungsgesetz (GKV-FQWG). Das Gesetz korrigiere Fehlentwicklungen im Wettbewerb, und die Krankenkassen erhielten wieder mehr Freiheiten über die Gestaltung der Beitragssätze. Zudem werde die Solidarität in der GKV durch die einkommensabhängige Beitragserhebung gestärkt, „denn jede(r) zahlt Beiträge entsprechend seiner finanziellen Leistungsfähigkeit“, so Elsner. Entfallen werde zukünftig auch das aufwändige und bürokratische Monster „Sozialausgleich“.

Zwar ist das Ziel der Ersatzkassen, vollständig über die Beitragssätze bestimmen zu können, nicht erreicht worden. Mit der Umwandlung des pauschalen in einen prozentualen Zusatzbeitrag erhalten die Krankenkassen aber zumindest Beitragsautonomie über den Zusatzbeitragsbereich. Kritisch sehen die Ersatzkassen jedoch nach wie vor die Festschreibung des allgemeinen paritätisch finanzierten Beitragssatzes von 14,6 Prozent. „Für künftige Ausgabensteigerungen müssen dann allein die Versicherten aufkommen. Hier muss es Anpassungsmechanismen beim allgemeinen Beitragssatz geben“, forderte die vdek-Vorstandsvorsitzende.

Die Ersatzkassen begrüßen auch die Absicht des Gesetzgebers, den Morbi-RSA weiterzuentwicklen. Der Finanzausgleich weist seit Langem Fehlentwicklungen und technische Ungenauigkeiten auf, die zu einer Unterdeckung beziehungsweise Unterfinanzierung des Ersatzkassensystems im Verhältnis zu anderen Kassenarten führen. Elsner: „Andere Kassenarten erhalten somit mehr Finanzmittel aus dem Fonds, als sie für die Versorgung ihrer Versicherten benötigen. Diese Fehlentwicklungen müssen korrigiert werden.“

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen mehr als 26 Millionen Menschen in Deutschland versichern:

– BARMER GEK

– Techniker Krankenkasse (TK)

– DAK-Gesundheit

– Kaufmännische Krankenkasse – KKH

– HEK – Hanseatische Krankenkasse

– hkk

* (sortiert nach Mitgliederstärke)

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist die Nachfolgeorganisation des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen e. V. (VdAK), der am 20. Mai 1912 unter dem Namen „Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)“ in Eisenach gegründet wurde. In der vdek-Zentrale in Berlin sind rund 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. In den einzelnen Bundesländern sorgen 15 Landesvertretungen und eine Geschäftsstelle in Westfalen-Lippe mit insgesamt rund 300 sowie weiteren 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Pflegestützpunkten für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.

Kontakt:

Ansprechpartnerin:

Michaela Gottfried Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)

Pressesprecherin und Abteilungsleiterin Kommunikation

Askanischer Platz 1

10963 Berlin

Tel.: 0 30 / 2 69 31 – 12 00

Fax: 0 30 / 2 69 31 – 29 15

Mobil: 01 73 / 25 13 13 3

michaela.gottfried@vdek.com


Müttergenesungswerk: 86% der Erstanträge auf Mütter- oder Mutter-Kind-Kuren erfolgreich

Pressemitteilung

 

 

Berlin, 26. März 2014. Die statistische Auswertung 2013 des Müttergenesungswerkes (MGW) zeigt, dass 86% aller Erstanträge von Müttern zur Durchführung einer Mütterkur oder einer Mutter-Kind-Kurmaßnahme von ihren Krankenkassen befürwortet wurden. Dies wird von der gemeinnützigen Stiftung nach jahrelanger intensiver Arbeit um eine Verbesserung der Bewilligungssituation positiv bewertet.

„Nach den vielen Kämpfen mit den Krankenkassen in den letzten Jahren freuen wir uns sehr für die Mütter“, erklärte Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes heute in Berlin. „Mit 49.000 Müttern und 71.000 Kindern waren in 2013 noch einmal deutliche 11% mehr in den anerkannten Kliniken des MGW. Auch 11% höhere Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für diese Kurmaßnahmen belegen die erfreuliche Entwicklung.“

Noch in 2011 lag die Ablehnungsquote bei 35%. Fraktionsübergreifende Unterstützung und konkrete Anträge durch den Deutschen Bundestag führten 2012 zu Veränderungen des Antrags- und Bewilligungsverfahrens bei den Krankenkassen. Seitdem steigen die Bewilligungszahlen der Kuranträge wieder.
Fazit des MGW: Kranke Mütter brauchen die politische Unterstützung.

„Achtungszeichen setzen wir dennoch“, so Anne Schilling weiter, „die Quote erfolgreicher Widersprüche liegt immer noch bei hohen 65%. Zu viele Frauen werden auch ungerechtfertigterweise an die Rentenversicherung verwiesen, obwohl diese gar keine Mutter-Kind-Kurmaßnahmen anbietet.“

Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen sind medizinische Maßnahmen, die seit 2007 im Pflichtleistungskatalog der GKV stehen. Das ganzheitliche, frauenspezifische Konzept der Maßnahmen des Müttergenesungswerkes stellt die Gesundheit der Mütter ganz in den Mittelpunkt. Die Maßnahmen werden in 77 anerkannten Mütter- und Mutter-Kind-Kliniken deutschlandweit erbracht. Hilfestellung in allen Fragen der Beantragung und Klinikauswahl erhalten Mütter bei rund 1.300 Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände im Müttergenesungswerk.

Weitere Informationen zur MGW-Statistik und zu den Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen unter: www.muettergenesungswerk.de oder
Kurtelefon: 030 330029-29

Kontakt: Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk

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