Februar, 2014

 

WTPG: Die Pflegeheime mehr in den Fokus rücken!

28.02.2014 |

Baden-Württemberg: Kabinett verabschiedet Gesetzesentwurf zum neuen Heimrecht

Stuttgart – Die baden-württembergische Landeregierung hat den Entwurf eines „Gesetzes für unterstützende Wohnformen, Teilhabe und Pflege“ (WTPG) verabschiedet. Die Beschlussfassung hatte sich wegen heftiger Kritik im Zuge der Anhörung und aufgrund von Auseinandersetzungen innerhalb der Regierungskoalition über die Grundausrichtung des neuen Heimrechts erheblich verzögert. Als Folge eines typischen politischen Kompromisses hat der Gesetzesentwurf nur marginale Änderungen erfahren.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) hatte von Anfang an kritisiert, dass der Gesetzesentwurf jegliche Ausgewogenheit vermissen lässt: Während die Anforderungen an die Pflegeheime in den letzten Jahren permanent gestiegen sind, soll es nun dabei bleiben, dass für trägerinitiierte ambulant betreute Wohngemeinschaften künftig nur noch sehr geringe heimrechtliche Vorgaben gelten. Änderungen zur Entlastung der Pflegeheime von überzogenen Vorgaben enthält der Gesetzesentwurf dagegen kaum.

Da sich der Schutzzweck des Gesetzes auf beide Wohnformen gleichermaßen bezieht und deren Bewohner einen vergleichbaren Hilfebedarf haben, sind derartige Unterschiede bei den Anforderungen aus Sicht des bpa nicht nachvollziehbar: „Aufgrund der demographischen und gesellschaftlichen Entwicklung wird der Bedarf an stationären Pflegeplätzen weiter steigen. Wer die Pflegeheime im Hinblick auf Deregulierung und Flexibilisierung ignoriert und derart einseitig auf die ambulante Versorgung setzt, verliert die tatsächliche Situation der pflegenden Menschen und deren Angehörigen aus dem Blick“, betont der Vorsitzende der bpa-Landesgruppe Baden-Württemberg, Rainer Wiesner.

Der bpa spricht sich für eine Deregulierung in beiden Bereichen aus und fordert, bei der Neugestaltung des Heimrechts die Rahmenbedingungen der Pflegeheime stärker in den Fokus zu rücken. „Ordnungsrechtliche Vorgaben wie z. B. die 2009 erlassene Landesheimbauverordnung erschweren zunehmend das Angebot an ortsnahen und bezahlbaren Pflegeheimplätzen und gefährden gewachsene Strukturen“, so Wiesner abschließend.

bpa e.V. – Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 8.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über 900 in Baden-Württemberg) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-) stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 245.000 Arbeitsplätze und 18.900 Ausbildungsplätze. Das investierte Kapital liegt bei ca. 19,4 Milliarden Euro.

Pressekontakt:

Stefan Kraft, Leiter der Landesgeschäftsstelle, Tel.: 0711 – 96 04 96

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Deutschlands beste Arbeitgeber in der Gesundheits- und Pflegebranche gekürt

27.02.2014

   

Köln / Berlin. Das Great Place to Work Institut Deutschland hat heute in Kooperation mit dem Zeitverlag die Gewinner des bundesweiten Wettbewerbs „Beste Arbeitgeber Gesundheit & Soziales 2014“ bekannt gegeben. Kliniken, Pflegedienste und soziale Einrichtungen werden dabei seit 2006 für ihre besondere Qualität und Attraktivität als Arbeitgeber ausgezeichnet.

Die Spitzenplätze in der Kategorie „Kliniken“ belegen in diesem Jahr die Heiligenfeld Kliniken aus dem bayrischen Bad Kissingen (Platz 1), die de’ignis-Fachklinik aus Egenhausen in Baden-Württemberg (Platz 2) sowie das DRK-Krankenhaus Teterow aus Mecklenburg-Vorpommern (Platz 3).

In der Kategorie „Pflege“ erreichten der stationäre und ambulante Pflegedienst domino-world aus dem brandenburgischen Birkenwerder (Platz 1), die St. Gereon Seniorendienste aus Hückelhoven bei Aachen (Platz 2) und das Diakonische Sozialzentrum Rehau aus Bayern (Platz 3) die Top-Platzierungen. Den Sonderpreis für kleine Pflegeeinrichtungen mit weniger als 50 Beschäftigten erhielt die ambulante Kronenhof Intensivpflege aus Kempten im Allgäu.

In der Kategorie „Soziales“ gelangen der Betreuungskette Am Seelberg aus Hannover (Platz 1), den educcare Bildungskindertagesstätten aus Köln (Platz 2) sowie der Behindertenhilfe-Einrichtung Marienheim Wettringen (Platz 3) der Sprung ins Spitzenfeld der besten Arbeitgeber der Gesundheits- und Sozialbranche.

„Die Auszeichnung steht für eine mitarbeiterorientierte Arbeitsplatzkultur und gute Personal- und Führungsarbeit. Faire, wertschätzende und innovative Arbeitsbedingungen im Gesundheits- und Sozialwesen unterstützen die Beschäftigten in ihrem anspruchsvollen Alltag, stärken die Attraktivität medizinischer, pflegerischer und sozialer Berufe und tragen so zur Bewältigung des Fachkräftemangels bei“, so Frank Hauser, Leiter des Great Place to Work Instituts aus Köln.

Dr. Rainer Esser, Geschäftsführer des Zeitverlags, Herausgeber der Wochenzeitung „DIE ZEIT“, sagte: „Wir unterstützen Unternehmen, verstärkt aus dem Bereich Gesundheit und Soziales, ihre Arbeitgebermarke nach innen und außen zu transportieren. Mit der Sonderveröffentlichung der diesjährigen Great Place to Work Studie für die Gesundheits- und Sozialbranche in der ZEIT möchten wir die Entwicklung der Arbeitsplatzkultur in Kliniken, Pflegediensten und sozialen Einrichtungen kritisch und konstruktiv begleiten.“

Insgesamt wurden 25 Kliniken, Pflegedienste und soziale Einrichtungen für ihre Leistungen und ihr Engagement bei der Schaffung attraktiver und förderlicher Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten ausgezeichnet. 180 Unternehmen hatten sich an der branchenspezifischen Benchmark-Untersuchung beteiligt und einer unabhängigen Überprüfung der Qualität und Attraktivität ihrer Arbeitsplatzkultur durch das Great Place to Work Institut gestellt.

Der Auszeichnung vorausgegangen waren anonyme Befragungen der Beschäftigten in den teilnehmenden Unternehmen zu zentralen Arbeitsplatzthemen wie Führung, Anerkennung, berufliche Entwicklung, Work-Life-Balance und Gesundheitsförderung. Darüber hinaus wurden die Maßnahmen und Konzepte der Personal- und Führungsarbeit bewertet.

Die Sonderpreisgewinner

Die diesjährigen Sonderpreise des Wettbewerbs „Beste Arbeitgeber Gesundheit & Soziales“ für besondere Leistungen in einzelnen Feldern der Personal- und Führungsarbeit gingen an die Heiligenfeld Kliniken für «Gesundheitsförderung», an das Katharinen-Hospital Unna für die «Vereinbarkeit von Beruf & Privatleben» sowie an die St. Gereon Seniorendienste und domino-world für «Qualifizierung der Mitarbeiter».

Qualifiziert für „Deutschlands Beste Arbeitgeber“

Die Gewinner des branchenspezifischen Wettbewerbs „Beste Arbeitgeber Gesundheit & Soziales 2014“ sind automatisch für den branchenübergreifenden Wettbewerb „Deutschlands Beste Arbeitgeber 2014“ qualifiziert, dessen Gewinner am 11. März 2014 in Berlin ausgezeichnet werden.

Die komplette Liste „Beste Arbeitgeber Gesundheit & Soziales 2014“ (alphabetisch) ist abrufbar unter: www.greatplacetowork.de/siegerliste-bags-2014

Beste Arbeitgeber „Kliniken“:

Alice-Hospital Darmstadt (HE), ARCUS Kliniken Pforzheim (BW), de’ignis-Fachklinik (Egenhausen, BW), DRK-Krankenhaus Teterow (MV), Fachklinik St. Marien Wertach (BY), Heiligenfeld Kliniken (Bad Kissingen, BY), Katharinen-Hospital Unna (NW), Kliniken des Landkreises Neumarkt i.d.OPf. (BY), Marienkrankenhaus Soest (NW), Schön Klinik Bad Bramstedt (SH), Schön Klinik Berchtesgadener Land (Schönau am Königssee, BY), Schön Klinik München Schwabing (BY), WolfartKlinik (Gräfeling, BY).

Beste Arbeitgeber „Pflege“:

Advent-Wohlfahrtswerk Seniorenheim Neandertal (Mettmann, NW), BayernStift (Erlangen, BY), CBT- Caritas- Betriebsführungs- und Trägergesellschaft (Köln, NW), Diakonisches Sozialzentrum Rehau (BY), domino-world (Birkenwerder, BB), FAZMED (Sonneberg, TH), Kronenhof Intensivpflege (Kempten, BY), St. Gereon Seniorendienste (Hückelhoven, NW).

Beste Arbeitgeber „Soziales“:

Betreuungskette Am Seelberg (Hannover, NI), DIE BRÜCKE Lübeck (SH), educcare Bildungskindertagesstätten (Köln, NW), Marienheim Wettringen (NW).

Weitere Informationen

Presse-Fotos der Prämierungsveranstaltung vom 26. Februar 2014 in Berlin sind unter folgendem Link abrufbar: https://gerobreloer.loadmeup.eu/BAGS-2014-Presse

Anmeldungen von Kliniken, Pflegeeinrichtungen und sozialen Dienstleistern zum Folgewettbewerb „Beste Arbeitgeber Gesundheit & Soziales 2015“ sind ab sofort möglich unter: www.greatplacetowork.de

Über Great Place to Work Deutschland

Great Place to Work ist ein international tätiges Forschungs- und Beratungsinstitut, das Unternehmen aller Branchen und Größen in 50 Ländern weltweit bei der Entwicklung attraktiver Arbeitsbedingungen und einer mitarbeiterorientierten Arbeitsplatzkultur unterstützt. Neben individuellen Analyse- und Unterstützungsleistungen ermittelt das Institut in Zusammenarbeit mit namhaften Partnern im Rahmen überregionaler, regionaler und branchenspezifischer Benchmark-Untersuchungen regelmäßig sehr gute Arbeitgeber und stellt diese der Öffentlichkeit vor. Great Place to Work Deutschland wurde 2002 gegründet und beschäftigt am Standort Köln 70 Mitarbeiter.

Kontakt: Great Place to Work Deutschland – Hardefuststr. 7 – 50677 Köln – Tel.: +49 221 – 933 35-0 – E-Mail: info@greatplacetowork.dewww.greatplacetowork.de

Pressekontakt:

 
Kommunikationsberatung
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BÄK-Präsident fordert von Krankenkassen: Verantwortung übernehmen

27.02.2014 

Berlin  – Berlin, 27.02.2014 – Statement des Präsidenten der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery:

„Die Funktionäre der Krankenkassen sind schnell und laut, wenn es darum geht, von eigener Untätigkeit abzulenken. Krankenkassen sind Teil der gemeinsamen Selbstverwaltung und tragen in erheblichem Maße die Verantwortung dafür, dass das Gesundheitswesen mehr und mehr zu einer Gesundheitswirtschaft degeneriert. Durch Überbetonung von Wettbewerb und Verbürokratisierung tragen sie maßgeblich Verantwortung dafür, dass die Attraktivität des Arztberufes dramatisch gesunken ist, gerade bei jungen Leuten, gerade auch auf dem Land.

Wer immer noch versucht, mit der absoluten Zahl an Ärztinnen und Ärzten den Versorgungsmangel in Klinik und Praxis wegzureden, der hat die Zeichen der Zeit einfach nicht erkannt. Mittlerweile müsste auch dem letzten Kassenfunktionär klargeworden sein, dass die tatsächlich zur Verfügung stehenden Arztstunden im Verhältnis zum gestiegenen Behandlungsbedarf entscheidend sind.

Es ist von den Krankenkassen illusorisch anzunehmen, dass die nächste Ärztegeneration weiterhin unbegrenzt unbezahlte Überstunden leistet. Hier bedarf es dringend gemeinsamer Anstrengungen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Hier sind insbesondere auch die Kommunen aufgefordert, die notwendigen infrastrukturellen Voraussetzungen zu schaffen.

Die seit Jahren sich abzeichnende Abwanderung junger Medizinabsolventen in andere Berufsfelder ist nur zu stoppen, wenn die Attraktivität des Arztberufes nachhaltig gesteigert werden kann. Mit ewig gestrigen Neidkampagnen der Krankenkassen über vermeintlich hohes Einkommen auf „Rekordniveau“ ist das allerdings nicht zu erreichen.

Wir fordern die Krankenkassen auf, endlich ihrer Verantwortung gerecht zu werden und ihren gesundheitspolitischen Beitrag zu leisten für eine bessere Versorgung der Patienten sowie zur Steigerung der Attraktivität des Arztberufes. Billige Polemik haben wir genug gehört.“

Pressekontakt:

Bundesärztekammer
Stabsbereich Politik und Kommunikation
Herbert-Lewin-Platz 1
10623 Berlin 

Tel. 030-400456700
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Reha-Mittelstandstag am 06.05.2014 in Bad Oeynhausen: Medizinische Reha zentraler Bestandteil der Gesundheitswirtschaft

Ambulante und stationäre Reha-Zentren sind Unternehmen der Gesundheitswirtschaft. Betriebswirtschaftliche Fragen entscheiden über ihren Erfolg. Diese Fragen stehen daher auch im Mittelpunkt des Reha-Mittelstandstages der Fachgruppe Reha des VKD und der DEGEMED am 06.05.2014 in Bad Oeynhausen.

Die Themen:

Der unerwartete Ausfall des Geschäftsführers stellt das gesamte Unternehmen vor eine große Herausforderung. Für Notfallpläne ist es dann zu spät. Was ist wichtig und wie kann sich ein Unternehmen darauf vorbereiten?
Die exakte Berechnung und Steuerung von Produktkosten hilft bei der Hebung von Effizienzreserven. Was müssen Reha-Einrichtungen hierbei beachten?
Reha-Einrichtungen erbringen oft neben „klassischen“ Reha-Leistungen zusätzliche Gesundheitsangebote. Umsätze daraus müssen steuerlich anders behandelt werden. Die Finanzverwaltung agiert leider nicht einheitlich. Worauf müssen Reha-Zentren achten?

Der Reha-Mittelstandstag ist eine gemeinsame Veranstaltung von VKD – Fachgruppe Reha und DEGEMED. Er greift aktuelle und praxisrelevante Themenaus Reha-Einrichtungen auf und richtet sich an Geschäftsführer, Verwaltungsleiter, kaufmännische Mitarbeiter und Mitarbeiter der Verwaltung ambulanter und stationärer Reha-Zentren.

Sie können sich HIER über die Veranstaltung informieren.


„Demenz im Blick“: Ausbau des Versorgungssystems für Demenzpatienten ist dringend notwendig – Ärztekammern in NRW starten Aktionsjahr

G E M E I N S A M E P R E S S E M I T T E I L U N G ÄRZTEKAMMER WESTFALEN-LIPPE – ÄRZTEKAMMER NORDRHEIN – MINISTERIUM FÜR GESUNDHEIT, EMANZIPATION, PFLEGE UND ALTER DES LANDES NRW

 Münster – Die Versorgung von demenzerkrankten Menschen muss nach Ansicht der nordrhein-westfälischen Ärztekammern verbessert werden. Derzeit sind schätzungsweise 1,4 Millionen Menschen an einer Demenz erkrankt. 2050 wird es voraussichtlich drei Millionen demenzkranke Menschen in Deutschland geben. Der Anteil der Erkrankten in der Altersgruppe der 80- bis 84-Jährigen steigt bis dahin auf 15,7 Prozent, bei den Über-90-Jährigen sind es dann 41 Prozent.

Die Ärztekammern Westfalen-Lippe (ÄKWL) und Nordrhein (ÄKNo) wollen vor diesem Hintergrund die Strukturen des Gesundheitswesens ausbauen und optimieren, so dass diese hohe Zahl an pflegebedürftigen Patienten wohnortnah versorgt werden kann. Ziel des gemeinsamen Aktionsjahres „Demenz im Blick“, das unter der Schirmherrschaft des NRW-Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter steht, ist der Aufbau einer professionsübergreifenden Versorgung mit institutionalisierten Netzen. Vielfach existierten zwar gute Versorgungsmodelle, die aber nicht flächendeckend zur Verfügung stünden. Durch die fehlende Vernetzung der einzelnen Angebote komme es häufig zu Brüchen in der Versorgungskette. Auch seien derzeit viele Einrichtungen noch nicht genügend auf die besonderen Bedürfnisse in der pflegerischen und medizinischen Versorgung von Menschen mit Demenz vorbereitet.

„In unserem Gesundheitswesen fehlen die entsprechenden Strukturen und auch finanziellen Rahmenbedingungen, Patienten mit Demenz würdevoll und adäquat versorgen zu können. Doch es fehlt nicht nur am Geld, es fehlt auch an Zuwendung. Die Gesellschaft entledigt sich hier auf oft würdelose Art eines für sie unbequemen Themas“, sagt Dr. Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe. Auch die Vernetzung der an der Versorgung von Patienten mit Demenz beteiligten Berufsgruppen müsse noch optimiert werden. Das Erkennen und Behandeln von Demenzerkrankungen solle stärker als bisher zu einem Schwerpunkt in der Gesundheitspolitik werden. „Dafür wollen wir vorrangig regionenspezifische Strukturen und Angebote sowie eine optimierte medizinische Frühversorgung etablieren“, so Windhorst.

Der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, sagt: „Unser Ziel ist die Weiterentwicklung von Hilfen und Unterstützung für Betroffene sowie die Förderung von Verständnis und Sensibilität für Demenzerkrankungen, um so gesellschaftlicher Ausgrenzung entgegenzuwirken. Gleichzeitig sollen Hilfenetzwerke im Lebensumfeld Betroffener entstehen, die als ‚Lokale Allianzen‘ mehr soziale Teilhabe und Hilfestellung ermöglichen.“

„Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen brauchen noch stärker als andere Patienten und Patientinnen menschliche Zuwendung. Wenn die Erinnerung und Orientierung verloren gehen, kommen Unsicherheit und damit Angst“, erklärt Schirmherrin Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen. „Auf diese Bedarfe ist unser Gesundheitssystem, das stark an technischer Funktionalität ausgerichtet ist, häufig noch nicht vorbereitet. Und eine nicht auf Menschen mit Demenz abgestimmte Versorgung kann den Verlauf der Demenz beschleunigen. Deswegen müssen wir gemeinsam nicht nur im Bereich der Pflege und der gesellschaftlichen Entwicklung, sondern auch in dem Gesundheitssektor die Herausforderung Demenz annehmen und Strategien zur besseren Versorgung entwickeln.“

Ansprechpartner:

Volker Heiliger, Pressesprecher ÄKWL – 0251/929-2110

Horst Schumacher, Pressesprecher ÄKNo – 0211/4302-2010

Christoph Meinerz, Pressesprecher MGEPA – 0211 8618-4246


Manipulationsbekämpfung auf Bewertungsportalen: jameda führt SMS-Prüfverfahren ein

Mittwoch, 26. Februar 2014, jameda GmbH

München – jameda, Deutschlands größtes Arztempfehlungsportal, führt als erstes Bewertungsportal in Deutschland die SMS-Prüfung für Bewertungen ein. Dieses Instrument zum Manipulationsschutz wird ab sofort angewendet, um Eigen- und Agenturbewertungen noch wirksamer zu bekämpfen.

So funktioniert das neue SMS-Prüfverfahren

Die SMS-Prüfung ist vergleichbar mit der mobilen Tan-Nummer, die viele Banken für ihr Online-Banking einsetzen. Bei auffälligen Bewertungsverläufen werden die Autoren der entsprechenden Bewertung via E-Mail kontaktiert und gebeten, ihre Bewertung via SMS zu bestätigen. Über einen Link kommen die Nutzer auf ein Formular, in das sie ihre Handy-Nummer eingeben. Das System verschickt an diese Nummer innerhalb weniger Sekunden eine SMS mit einem Prüf-Code, den die Nutzer online eingeben. Die eingegebenen Handy-Nummern werden nur zum Zwecke dieser Prüfung genutzt und ausschließlich verschlüsselt gespeichert.

SMS-Prüfung ergänzt wirksam weitere Prüfverfahren

Dank der SMS-Prüfung kann die Qualitätssicherung von jameda erkennen, ob den unterschiedlichen Bewertungen auch unterschiedliche Handybesitzer zuzuordnen sind – natürlich verschlüsselt und für den Nutzer vollkommen anonym. Diese Prüfung ist ein weiterer wirksamer Schritt, um Manipulation bei Bewertungen zu unterbinden. Darüber hinaus gibt auch die erneute Bestätigung der Bewertung im Online-Formular wichtige Hinweise über die Authentizität einer Bewertung.

Die SMS-Prüfung wird die bereits vorhandenen Prüfmaßnahmen ergänzen, die jameda zur Qualitätssicherung von Bewertungen ergreift. Dazu zählen sowohl die automatische Prüfung mittels Prüfalgorithmus, der Bewertungen anhand von rund 30 Prüfkriterien überprüft, wie auch die Prüfung durch Mitarbeiter des jameda Qualitätsteams, die jede von der automatischen Prüfung als auffällig eingestufte Bewertung lesen und beurteilen.

Dr. Philipp Goos, Geschäftsführer von jameda zur neuen SMS-Prüfung: „Unser Ziel ist es, auf jameda die Hürden für Manipulationen so hoch zu legen, dass sie für die wenigen schwarzen Schafe, die unsere Plattform für unlautere Bewertungstätigkeiten zu nutzen versuchen, nicht mehr attraktiv sind. Dazu haben wir unseren Prüfalgorithmus entwickelt und ständig verfeinert, unser Qualitätsteam kontinuierlich ausgebaut und geschult und führen nun im nächsten Schritt die SMS-Prüfung für Bewertungen ein. Mit diesen Maßnahmen sind wir Vorreiter beim Manipulationsschutz im Bereich der Arztbewertungen“.

Über die jameda GmbH:

jameda ist Deutschlands größte Arztempfehlung. Mehr als 3,5 Mio. Patienten monatlich suchen auf jameda nach genau dem richtigen Arzt für sich. Dabei helfen ihnen die Empfehlungen anderer Patienten, die von den Ärzten bereitgestellten Informationen sowie zahlreiche Filtermöglichkeiten. Ärzte haben die Möglichkeit, ihre Praxis auf jameda vorzustellen und umfassend über ihr Leistungsspektrum zu informieren. Datenbasis bilden bundesweit rund 250.000 Ärzte. jameda ist eine 100-prozentige Tochter der börsennotierten Tomorrow Focus AG mit Hubert Burda Media als Hauptaktionär.

 Kontakt:

jameda GmbH
Elke Ruppert
Leitung Unternehmenskommunikation
Tel.: 089 / 2000 185 85
E-Mail: presse@jameda.de

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ProReha – die Online-Beratungsplattform der MEDIAN Kliniken informiert in Sachen Rehabilitation

26.02.2014

 

 Berlin . Für Ratsuchende rund um die Rehabilitation wurde von MEDIAN Kliniken die Beratungsplattform ProReha als zusätzliches Servicetool entwickelt. „Kann ich mir selbst eine Klinik aussuchen? Wer muss die Reha beantragen? Kann ich eine Begleitung zur Reha mitnehmen? Wie hoch sind die Zuzahlungen? Was muss ich mitbringen?“ Auf all‘ diese Fragen geben die Berater von ProReha kompetent und individuell Antwort.

Im Internet können Interessenten unter www.median-pro-reha.de ihren Berater anhand von individuellen Informationen und Kundenbewertungen selbst aussuchen. Die Beratung erfolgt individuell und ist auf den persönlichen Einzelfall abgestimmt. Insgesamt 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Sozialdiensten, Patientenaufnahmen und dem Qualitätsmanagement von MEDIAN Kliniken gehören zum Beraterteam. Von den Ratsuchenden wird sehr positiv aufgenommen, dass sie bei ProReha nicht mit einem anonymen Callcenter-Agenten telefonieren, sondern mit einem selbst gewählten authentischen Rehabilitationsspezialisten. Sie sehen online, wie der jeweilige Berater nachgefragt bzw. beurteilt wird und in Echtzeit, ob er gerade zu erreichen ist.

Der überwiegende Anteil der Anrufer, die bei dem Beratungsgespräch übrigens absolut anonym bleiben, hatte Fragen zur psychosomatischen, kardiologischen und orthopädischen Rehabilitation, zu den Kosten für eine Rehabilitation, zum Antragsverfahren und zum möglichen Wahlrecht für eine Rehabilitation in einer Wunschregion oder -klinik.

Pressekontakt:

Uta Reichhold
MEDIAN Kliniken
030/31101165
uta.reichhold@median-kliniken.de

Mindeststandards für klinisches Risikomanagement festgelegt: DGQ-Training vermittelt Grundlagen

26.02.2014 | 11:39 

 

   

Frankfurt/Main. Da die moderne Medizin immer komplexer wird, nimmt die Arbeitsdichte in Kliniken und Praxen entsprechend zu. Das führt häufig zur Fehlerentstehung. Maßnahmen zur Fehlerprävention sind dringend erforderlich.

Deshalb gelten in vertragsärztlichen und vertragszahnärztlichen Praxen sowie in Krankenhäusern künftig neue Vorgaben zum Aufbau von Risikomanagement- und Fehlermeldesystemen. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in Berlin beschlossen. Damit erfüllt er fristgerecht einen Auftrag aus dem im Februar 2013 in Kraft getretenen Patientenrechtegesetz. Dies sah unter anderem die Festlegung von Mindeststandards für Risikomanagement- und Fehlermeldesysteme in der medizinischen Versorgung GKV-Versicherter vor. „Die beschlossenen Regelungen sollen dazu beitragen, vermeidbare Fehler und Komplikationen zu verhindern“, sagte Dr. Regina Klakow-Franck, Mitglied des G-BA und Vorsitzende des für Qualitätssicherung zuständigen Unterausschusses. Kernelement und Mindeststandards der neu gefassten Qualitätsmanagement-Richtlinien werden neben der Einführung eines Risikomanagementprozesses auch Schulungen der Beteiligten im klinischen Risikomanagement sein.

Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Krankenhäuser können ab sofort bei der Deutschen Gesellschaft der Qualität (DGQ) ihr qualitätsbezogenes Managementsystem auf die Aspekte des klinischen Risikomanagements erweitern. „In zwei Tagen vermitteln wir das grundlegende Rüstzeug zum klinischen Risikomanagement und bereiten so die Teilnehmer auf die Erfüllung der Forderungen des G-BA vor.“, sagt Peter Janakiew, Produktmanager Gesundheitswirtschaft bei der DGQ Weiterbildung. Die Teilnehmer lernen unter anderem, welche Phasen ein Risikomanagementprozess beinhaltet, mit welchen Methoden klinische Risiken beurteilt werden und wie ein klinisches Risikomanagement implementiert werden kann. Janakiew zufolge profitierten sie von diesem Wissen auch bei der Umsetzung eines Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN 15224.

Das DGQ-Training „Klinisches Risikomanagement im Gesundheits- und Sozialwesen“ findet am 10. und 11. April 2014 in Frankfurt am Main statt. Weitere fachliche Informationen erhalten Interessenten bei der DGQ. Kontakt: Peter Janakiew, Produktmanager Gesundheitswirtschaft, T 069-95424221, E-Mail: pj@dgq.de

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Deutsche Gesellschaft für Qualität
DGQ Service GmbH
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
Rolf Henning                                
August-Schanz-Str. 21A, 60433 Frankfurt am Main
T +49 (0)69-954 24-170, F +49 (0)69-954 24-296
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Gesetzliche Krankenversicherung: Sozialverbände warnen vor unzumutbaren Belastungen für Niedrigverdiener und Rentner

26.02.2014  

 

Berlin. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) und die Volkssolidarität appellieren an die Bundesregierung, auf die Erhebung von Zusatzbeiträgen zu verzichten. In einem Schreiben an Bundesminister Gröhe warnen SoVD-Präsident Adolf Bauer und der amtierende Präsident der Volkssolidarität Frank-Michael Pietzsch vor den beabsichtigten Neuregelungen zur Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung. Insbesondere der bei 7,3 Prozent festgeschriebene Arbeitgeberanteil und die Erhebung eines Zusatzbeitrags würden zu dauerhaften Belastungen für die Versicherten führen.

In dem Schreiben heißt es: „Während die Arbeitgeber weiterhin ihrer Mit-verantwortung für die Kostenentwicklung im Gesundheitsbereich nicht gerecht werden, haben die Beschäftigten sowie die Rentnerinnen und Rentner über Jahre hinaus sämtliche Kostensteigerungen im Gesundheitsbereich alleine zu tragen.“

SoVD und Volkssolidarität sorgen sich darum, „dass schon jetzt in den Vorständen großer Kassen mit einem durchschnittlichen Zusatzbeitrag in Höhe von 1,2 Beitragssatzpunkten ab 2015“ gerechnet wird. Damit würde die Belastung der Versicherten bei 8,5 Prozent liegen. Zu berücksichtigen sei zudem eine Vielzahl von Zuzahlungen, die in Höhe von bis zu einem Prozent für chronisch Kranke und von bis zu zwei Prozent des Einkommens für alle anderen Versicherten anfallen können, sowie weitere einseitige Belastungen, wie zum Beispiel beim Zahnersatz.

Aus Sicht der Volkssolidarität und des SoVD wäre der Verzicht auf Zusatzbeiträge realisierbar, wenn die Möglichkeiten zur Verbesserung der Einnahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung und zum Abbau der Fehl- und Überversorgung konsequenter geprüft und genutzt würden. Zudem sei die „heutige Beitragsbemessungsgrenze, die Bezieher höherer Einkommen begünstigt“ zu prüfen.

V.i.S.d.P.: Benedikt Dederichs, Tilo Gräser

Pressekontakt:

Kontakt:
Benedikt Dederichs
SoVD-Bundesverband 
Pressestelle
Stralauer Str. 63 
10179 Berlin 
Tel.: 030/72 62 22 129/ Sekretariat -104
Fax:  030/72 62 22 328 
E-Mail: pressestelle@sovd.de

Landesverband Geriatrie vollzieht Gründung einer „Arbeitsgemeinschaft geriatrischer Rehaeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen gemäß § 19 Abs. 6 SGB IX“

Pressemitteilung 01-2014 (26.02.2014)

 Verband geht bei Umsetzung gesetzlicher Regelung voran / Gemeinsamer Ansprechpartner für Verhandlungen

 Der Bundesverband Geriatrie e.V. hat die Gründung einer regionalen Arbeitsgemeinschaft der geriatrischen Rehaeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen begrüßt. „Der Landesverband hat die letzten formalen Bedingungen erfüllt, um eine solche AG ins Leben zu rufen“, teilte Dirk van den Heuvel, Geschäftsführer des Bundesverbands, jetzt in Berlin mit. Seit vielen Jahren gibt es im Sozialgesetzbuch IX die gesetzgeberische Aufforderung, dass Rehabilitationseinrichtungen mit gleicher Aufgabenstellung Arbeitsgemeinschaften bilden sollen. Mit dieser gesetzlichen Regelung soll die Möglichkeit geschaffen werden, fachlich kompetente Ansprechpartner z.B. für die Kostenträger oder auch die politischen Entscheidungsträger zu schaffen, um grundsätzliche Fragen aus dem jeweiligen Aufgabenfeld sachgerecht erörtern zu können.

Die Regelung fand in der Praxis seit ihrer Einführung keinen echten Niederschlag. „Der Landesverband setzt die gesetzlichen Vorgaben in die Realität um, somit geht die Geriatrie auch hier wieder als ´innovativer Vorreiter´ voran.“ Mit der Schaffung dieser Arbeitsgruppen stellt sich der Landesverband den Verpflichtungen des Gesetzgebers und steht für Fragen u. a. bei Finanzierungs- und Strukturentwicklungsthemen als fachlicher Ansprechpartner zur Verfügung.

Im Sommer vergangenen Jahres hatten Einrichtungen der geriatrischen Rehabilitation in Nordrhein-Westfalen aufgrund der dramatischen strukturellen Unterfinanzierung in einer konzertierten Aktion ihre Vergütungsvereinbarungen mit den Krankenkassen gekündigt. In der Folge favorisierten die Kostenträger bilaterale Lösungen für die Finanzierung und Strukturentwicklung. „Mit der Gründung der AG gibt es nun einen gemeinsamen Ansprechpartner für Verhandlungen, die zielorientiert geführt werden können und  die Interessen und Bedingungen auf beiden Seiten berücksichtigen“, so auch Christoph Wolters, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes Geriatrie NRW.

Bundesverband Geriatrie e.V.
Vorstandsvorsitzender: Herr Dipl.-Kfm. Ansgar Veer
Geschäftsführer: Dirk van den Heuvel
Reinickendorfer Straße 61
13347 Berlin
Tel.: 030 / 339 88 76 – 10
Fax: 030 / 339 88 76 – 20
E-Mail: Geschaeftsstelle@bv-geriatrie.de
http://www.bv-geriatrie.de