September, 2013

 

Orientierungswert für Krankenhäuser 2013 beträgt 2,02 %

 

WIESBADEN –  Das Statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlicht gemäß den Vorgaben des Krankenhausentgeltgesetzes den sogenannten Orientierungswert für Krankenhäuser. Er gibt die durchschnittliche jährliche prozentuale Veränderung der Krankenhauskosten wieder, die ausschließlich auf Preis- oder Verdienständerungen zurückzuführen sind. Für den Zeitraum des zweiten Halbjahres 2012 und des ersten Halbjahres 2013 beträgt der Orientierungswert im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum (zweites Halbjahr 2011/erstes Halbjahr 2012) 2,02 %.

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Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell  zu finden.

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Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.

Herausgeber: (c) Statistisches Bundesamt, Pressestelle Gustav-Stresemann-Ring 11, 65189 Wiesbaden

Telefon: +49 (0) 611 / 75 – 34 44, Telefax: +49 (0) 611 / 75 – 39 76 www.destatis.de/kontakt


NRW-Reha-Einrichtungen: 2012 wurden 237 230 Patienten behandelt

 Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2012 wurden in den 151 Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen 237 230 Patientinnen und Patienten stationär behandelt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt anlässlich des 10. Deutschen Reha-Tages (28.September 2013) mitteilt, waren die 20 797 Betten in diesen Einrichtungen zu 87,1 Prozent ausgelastet. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Patienten belief sich auf fast vier Wochen (27,9 Tage).

2012 gab es in Nordrhein-Westfalen drei Reha-Einrichtungen mehr als ein Jahr zuvor. Die Gesamtzahl der Patienten erhöhte sich zwischen 2011 und 2012 um 7 642 Personen und die Zahl der Betten um 48.

Die Reha-Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen beschäftigten 2012 insgesamt 1 317 Ärztinnen und Ärzte, das waren 11,2 Prozent mehr als im Jahr 2000. Die Zahl des nichtärztlichen Personals stieg um 12,0 Prozent auf 14 967 Personen; darunter befanden sich 4 872 Pflegekräfte. Im Jahr 2012 war nahezu die Hälfte (48,2 Prozent) der Ärzte Frauen. Der Frauenanteil im nichtärztlichen Bereich (überwiegend Pflegepersonal und medizinisch-technischer Dienst) lag bei 77,9 Prozent. (IT.NRW)

(243 / 13) Düsseldorf, den 27. September 2013

Ergebnisse für die Regierungsbezirke NRWs finden Sie im Internet unter:

http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2013/pdf/243_13.pdf

Die Internet-Version dieser Pressemitteilung finden Sie unter http://www.it.nrw.de/presse/index.html ).

Anfragen an die Pressestelle von IT.NRW unter:

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Deutsches Institut für Menschenrechte fordert eigene Konvention zum Schutz der Rechte älterer Menschen

Donnerstag, 26. September 2013

Deutsches Institut für Menschenrechte e.V.

 ZUM 1. OKTOBER 2013 – INTERNATIONALER TAG DER ÄLTEREN

 Berlin – Seit 1990 würdigen die Vereinten Nationen am 1. Oktober die älteren Menschen und ihren Beitrag für das gesellschaftliche Zusammenleben. Aus Anlass des Internationalen Tages der Älteren stellt das Deutsche Institut für Menschenrechte seine neue Studie „Menschenrechte: Keine Frage des Alters?“ vor.

Die Studie zeigt, dass es auch in Deutschland Lebenslagen gibt, die ein hohes Gefährdungsrisiko für die Menschenrechte Älterer aufweisen. Dazu zählen etwa Diskriminierungen aufgrund des Alters, die Einschränkung der Autonomie speziell für Menschen in Pflege und das Risiko der Altersarmut. Daher fordert das Deutsche Institut für Menschenrechte, den menschenrechtlichen Schutz für Ältere auszubauen, und plädiert für die Schaffung einer eigenen UN-Konvention. „Eine eigene UN-Konvention bietet den stärksten menschenrechtlichen Schutz, so dass ältere Menschen ihre Rechte auch wirklich wahrnehmen können“, erklärt Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Mit einer neuen Konvention würden keine neue Rechte geschaffen werden, sondern diese an die Gefährdungslagen der Älteren angepasst. „Die Bundesregierung muss sich in einem solchen Prozess auch dafür einse tzen, dass die bestehenden Menschenrechtsstandards, insbesondere aus der UN-Behindertenrechtskonvention, nicht unterlaufen werden“, so Rudolf.

Das Deutsche Institut für Menschenrechte erneuert deshalb seine Forderung, dass sich die Bundesregierung verstärkt im internationalen Kontext, speziell in der Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen zu den Menschenrechten Älterer, für die Stärkung der Menschenrechte Älterer engagiert. „Die Bundesregierung sollte sich jetzt konstruktiv in den internationalen Diskussionsprozess einbringen, wenn sie die Entwicklung in diesem menschenrechtlichen Themenfeld mitgestalten will. Auch die nationalen Debatten zu Diskriminierung im Alter oder Altersarmut sollten aus Sicht der Menschenrechte geführt werden“, erklärt Claudia Mahler, Autorin der Studie und Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Instituts für Menschenrechte.

Die Studie gibt konkrete Empfehlungen an die Bundesregierung, den Bundestag, die Zivilgesellschaft und die Wissenschaft.

Claudia Mahler: Menschenrechte: Keine Frage des Alters? Deutsches Institut für Menschenrechte, Berlin 2013.

Download: www.institut-fuer-menschenrechte.de/de/themen/wsk-rechte/publikationen.html

Pressekontakt:

Bettina Hildebrand, Pressesprecherin

Telefon: 030 25 93 59 – 14

E-Mail: hildebrand@institut-fuer-menschenrechte.de

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Aus Angst vor Schulausfall: Eltern beantragen immer weniger Rehabilitationen für ihre Kinder

 

Erscheinungsdatum: 19.09.2013

Zahl der Anträge sank in fünf Jahren um 23 Prozent

Die Schule geht vor, manchmal sogar auf Kosten der Gesundheit: Weil viele Eltern befürchten, ihr Kind könne schulisch den Anschluss verlieren, beantragen sie für ihren chronisch kranken Nachwuchs immer seltener eine Rehabilitation. Allein bei der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover gingen im vergangenen Jahr dafür 3.367 Anträge ein – gut 23 Prozent weniger als noch vor fünf Jahren. Dabei bedeutet eine Rehabilitation keinesfalls kompletten Schulausfall, teilte der niedersächsische Rentenversicherer jetzt mit.

Ob starkes Übergewicht, psychische Leiden, Diabetes, Asthma oder Allergien: Viele Kinder und Jugendliche sind chronisch krank. Trotzdem nutzen bundesweit immer weniger Eltern die Möglichkeit, mit einer medizinischen Heilbehandlung den Gesundheitszustand ihrer Kinder nachhaltig zu bessern. Noch 2008 reichten Erziehungsberechtigte deutschlandweit mehr als 84.000 Reha-Anträge bei der Deutschen Rentenversicherung ein. 2012 waren es gerade mal etwas mehr als 67.000 – und die Zahlen gehen weiter zurück.

Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zwar kann jeder Kinder- und Jugendarzt eine Heilbehandlung für seine jungen Patienten anregen und dafür einen Befundbericht erstellen. Wie gut die Schnittstelle zwischen Arzt und Eltern im Einzelfall funktioniert, ist aber bislang unklar. Außerdem liegt die Entscheidung, ihr Kind für vier Wochen oder länger in die Hände von erfahrenen Ärzten, Psychologen, Therapeuten, Pädagogen und Pflegekräften zu geben, letztlich bei den Eltern.

Deren Angst vor Schulausfall ist unbegründet: Damit die jungen Patienten schulisch den Anschluss nicht verlieren, wird in den Kliniken der Lernstoff in allen Hauptfächern vermittelt. Dafür erstellen die Lehrer der Heimatschule einen individuellen Lehrplan. Zudem können die Jüngsten bis zum achten Lebensjahr von einem Elternteil begleitet werden. Die Deutsche Rentenversicherung zahlt die Kosten für die Hin- und Rückreise, Unterkunft und Verpflegung; für die Kinder-Reha gibt es keine Zuzahlung. Im Einzelfall werden sogar Kosten für die Betreuung der Geschwisterkinder übernommen.

Rehabilitationen für Kinder und Jugendliche übernimmt der Rentenversicherer immer dann, wenn die Erkrankung deren spätere Erwerbsfähigkeit bedroht. Die jüngsten Patienten sind drei Jahre alt, die ältesten 18. Unter bestimmten Voraussetzungen erhalten Eltern für ihren Nachwuchs sogar bis zu dessen 27. Lebensjahr eine Rehabilitation. Die Therapie soll ihre Leistungsfähigkeit wiederherstellen oder verbessern, damit sie fit sind für die Schule, Ausbildung und den späteren Berufsalltag.

Der Antrag zur Kinder-Rehabilitation kann im Internet aufgerufen und online ausgefüllt werden: www.deutsche-rentenversicherung-braunschweig-hannover.de / Services /Formulare & Anträge / Reha. Weitere Informationen dazu gibt es in den Beratungszentren der Deutschen Rentenversicherung und am kostenlosen Servicetelefon unter 0800 1000 480 10.

Pressekontakt:

Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover
Lange Weihe 2
30880 Laatzen

Wolf-Dieter Burde
– Pressesprecher –

Tel.: (0511) 829 – 2634
Fax: (0511) 829 – 2635
E-Mail: wolf-dieter.burde@drv-bsh.de


REHACARE-Kongress in Düsseldorf eröffnet

 

Mittwoch, 25. September 2013
Messe Düsseldorf

„UNEINGESCHRÄNKTE TEILHABE SOLL KEINE VISION BLEIBEN“

Düsseldorf – In Düsseldorf hat zum Auftakt der internationalen Fachmesse REHACARE (25. bis 28. September 2013) der REHACARE-Kongress begonnen. Unter dem Generalthema „Selbstbestimmtes Wohnen und Pflege zu Hause“ informiert die Veranstaltung am 25. und 26. September in 90 Vorträgen und zehn Vortragsreihen rund um Häusliche Pflege, Wohnen im Alter, Demenz und Schlaganfall.

Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen eröffnete den Kongress zusammen mit Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, und Norbert Killewald als Beauftragten der Landesregierung NRW für die Belange der Menschen mit Behinderung. Die Gesundheitsministerin betonte, „dass auch Menschen mit einem Handicap am gesellschaftlichen Leben mit all seinen sozialen Netzwerken möglichst uneingeschränkt teilhaben können, soll keine Vision bleiben. Deshalb muss die Gesellschaft Barrieren erkennen und abbauen, und zwar in in allen Lebensbereichen. Der REHACARE-Kongress leistet genau dazu einen Beitrag: Barrieren zu überwinden – vor allem die Barrieren in den Köpfen.“

Über aktuelle Wohn- und Pflegekonzepte für Menschen mit Assistenzbedarf und Demenz können sich die REHACARE-Kongressbesucher in sechs Vortragsreihen unter dem Titel „Wohn(t)raum“ informieren. Wohnberatung und praxisorientierte Tipps zur Wohnungsanpassung stehen dabei ebenso auf der Agenda wie Vorträge über Quartierskonzepte, Wohnen mit Assistenz, Schulungen und Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige. Weitere Informationsangebote sind die Förderung von Neu- und Umbauprojekten für Senioren, Nachbarschaftsagenturen und die politischen Leitgrundsätze der Landesregierung zum „Wohnen für ein langes Leben“.

Einen Ausblick auf die Zukunft der Pflege bietet das Symposium „Assistierte Pflege von morgen“ u.a. mit Beiträgen über die Assistenzrobotik. Projektvorstellungen zum Thema Exo-Legs oder emphatische Avatare, die das Leben im Alter erleichtern sollen, gehören zu den Highlights im Programm.

Unter dem Motto „Mit einem Schlag(anfall) ist alles anders“ befasst sich der REHACARE-Kongress 2013 in einem weiteren Themenschwerpunkt mit der Volkskrankheit Schlaganfall. Expertinnen und Experten bieten darin einen Überblick über Krankheitsbild, Rehabilitationschancen, Forschungsergebnisse, Wohnen mit Schlaganfall und Hilfen für Angehörige.

Die Landesregierung NRW ergänzt das Kongressprogramm der REHACARE am 25. und 27. September um je eine ganztägige Informationsveranstaltung zum Thema Inklusion in Sport und zum Thema Inklusion und Tourismus.

Wer sich über die am Kongress teilnehmenden Initiativen, Unternehmen und Verbände informieren oder mit den Referenten ins Gespräch kommen möchte, hat dazu am Gemeinschaftsstand „Wohn(t)raum“ in der Messehalle 3 Gelegenheit.

Bei der internationalen Fachmesse REHACARE 2013 präsentieren 750 Aussteller aus 37 Ländern in fünf Messehallen Hilfen für ein selbstbestimmtes Leben mit Behinderung, Pflegebedarf, chronischen Krankheiten, aber auch im Alter.

Pressekontakt:
Manuela Preinbergs
Stockumer Kirchstraße 61
 40474 Düsseldorf
 0211/4560-542
Email: PreinbergsM@messe-duesseldorf.de


Die richtige Zahnpflege bei Pflegebedürftigkeit

Mittwoch, 25. September 2013, Zentrum für Qualität in der Pflege

PRESSEMITTEILUNG

25.9.2013, Tag der Zahngesundheit: Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) empfiehlt Praxisratgeber für pflegende Angehörige

Bei vielen Menschen mit Pflegebedarf ist die Zahn- und Mundgesundheit deutlich schlechter als in der Allgemeinbevölkerung – mit zum Teil schwerwiegenden Folgen für die Betroffenen: Denn Erkrankungen der Zähne und der Mundhöhle können z. B. das Risiko von Herzkreislauferkrankungen und Lungenentzündungen erheblich erhöhen, wenn Bakterien aus dem Mund in den Blutkreislauf gelangen. Umso wichtiger ist es, die richtige und regelmäßige Zahnpflege bei pflegebedürftigen Menschen einzuhalten. Darauf verweist das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) am heutigen Tag der Zahngesundheit.

Um die tägliche Mund- und Zahnhygiene sowohl für Pflegebedürftige als auch für pflegende Angehörige im häuslichen Umfeld zu erleichtern, hat das ZQP mit Unterstützung der Bundeszahnärztekammer jüngst einen Praxisratgeber als E-Book entwickelt. Der Online-Ratgeber informiert über allgemeine Fragen zum Thema Mundgesundheit, gibt nützliche Hinweise für die Zahnpflege und führt den Leser mit anschaulichen Illustrationen Schritt für Schritt durch die richtige Zahn- und Prothesenreinigung. In einem Serviceteil sind zudem wichtige Adressen zu finden, wenn pflegende Angehörige z. B. nach pflegerischer Unterstützung suchen.

„Unser Praxisleitfaden hat bislang großes Interesse bei den bundesweiten Pflegestützpunkten, aber auch bei vielen Zahnarztpraxen hervorgerufen. Offensichtlich wurde dieses Thema lange vernachlässigt und der Informationsbedarf ist hoch“, erklärt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP.

Rund 80 Prozent der über 60-Jährigen leiden in Deutschland unter einer mittelschweren bis schweren Form der Parodontitis. Dies ist bedeutsam, da auch eine Entzündung des Zahnhalteapparates das Risiko allgemeinmedizinischer Erkrankungen erheblich erhöhen kann. Zur Prophylaxe wird vor allen Dingen eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung empfohlen, vor allem sollten zucker- und säurehaltige Lebensmittel vermieden werden. Außerdem sollte gerade im Alter darauf geachtet werden ausreichend Flüssigkeit zu trinken, um den Speichelfluss anzuregen. Denn Speichel ist nicht nur zum Sprechen, Schlucken und Essen wichtig, sondern hilft auch bei der Abwehr von Krankheitserregern im Mund und der Reparatur der Zähne. Zwischen einem halben und zwei Liter Speichel produziert ein gesunder Mensch jeden Tag. Im Alter nehmen sowohl Durstgefühl als auch Speichelproduktion ab.

Weitere Informationen zum Praxisratgeber finden Sie unter www.zqp.de

Pressekontakt:

Torben Lenz

Tel: 030 275 93 95 –- 15

E-Mail: torben.lenz@zqp.de

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NRW: Durchschnittsverdienste im Gesundheitswesen

Düsseldorf (IT.NRW). Im Gesundheitswesen Nordrhein-Westfalens erzielten Vollzeitbeschäftigte im Jahr 2012 einen durchschnittlichen Bruttojahresverdienst von 48 518 Euro. Wie Information und Technik Nordrhein- Westfalen als statistisches Landesamt anlässlich der vom 25. bis 28. September 2013 in Düsseldorf stattfindenden Messe „REHACARE International“ mitteilt, lagen damit die Verdienste in Krankenhäusern, Arzt- und Zahnarztpraxen um 4,7 Prozent über dem Durchschnittswert des Dienstleistungsbereiches und 2,7 Prozent über dem der Gesamtwirtschaft.

Durchschnittliche Bruttojahresverdienste1) in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2012
Wirtschaftsabschnitte
(WZ 2008)
Vollzeit-
beschäftigte
Teilzeit-
beschäftigte
geringfügig
Beschäftigte
1) laufende Bezüge inkl. Sonderzahlungen
  Gesundheits- und Sozialwesen 44 677 € 22 537 € 3 863 €
    Gesundheitswesen 48 518 € 24 315 € 3 710 €
    Heime 39 368 € 21 369 € 4 089 €
    Sozialwesen 36 987 € 21 099 € 3 801 €
  Dienstleistungen 46 353 € 21 958 € 3 592 €
Gesamtwirtschaft 47 188 € 22 189 € 3 617 €

 

Auch im Vergleich zu den beiden anderen Bereichen des Gesundheits- und Sozialwesens verzeichneten Beschäftigte des Gesundheitswesens höhere Einkommen: Vollzeitbeschäftigte, die Kinder, Kranke, Pflegebedürftige oder ältere Menschen in Heimen betreuen, erzielten jährlich ein Durchschnittseinkommen von 39 368 Euro, im Sozialwesen waren es 36 987 Euro, und damit fast ein Viertel (23,8 Prozent) weniger als im Gesundheitswesen. Für Teilzeitbeschäftige gilt Vergleichbares, d. h. sie verdienten im Gesundheitswesen im Durchschnitt mehr als die Kolleginnen und Kollegen in den Heimen und im Sozialwesen. Geringfügig Beschäftigte im Gesundheitswesen erzielten hingegen mit jährlich 3 710 Euro niedrigere Einkommen als geringfügig Beschäftige in Heimen und im Sozialwesen. (IT.NRW)

(239 / 12) Düsseldorf, den 25. September 2013

Anfragen an die Pressestelle von IT.NRW unter:

 Telefon 0211 9449-2521
Telefax 0211 9449-3320
 E-Mail mailto:pressestelle@it.nrw.de


Welt-Rheuma-Tag am 12.10.2013: Rheumakranke länger fit dank Ehrenamt

Dienstag, 24. September 2013

Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.

WELT-RHEUMA-TAG

Bonn -Wer sich zwei Stunden pro Woche ehrenamtlich engagiert, lebt länger und möglicherweise auch gesünder als Altersgenossen, die keine Zeit für gemeinnützige Projekte oder Ähnliches investieren. Darauf weist die Rheuma-Liga anlässlich des Welt-Rheuma-Tages am 12. Oktober hin. In der größten Selbsthilfeorganisation Deutschlands engagieren sich viele tausend Menschen oft über Jahrzehnte hinweg und bis ins hohe Alter – und berichten von durchweg positiven Erfahrungen.

Zahlreiche Studien belegen, dass ehrenamtliches Engagement positive Auswirkungen auf die Gesundheit und die Lebenserwartung hat. Erst vor wenigen Wochen erschien eine so genannte Meta-Analyse, in der britische Wissenschaftler 40 Studien zum Ehrenamt und etwaigen gesundheitlichen Folgen auswerteten. Dabei zeigte sich, dass ehrenamtlich Engagierte länger leben als Menschen, die keine Zeit für andere opfern. Das galt bereits für zwei Stunden ehrenamtliches Engagement pro Woche. Doch es gibt auch Hinweise auf positive Effekte für die Gesundheit: So zeigt eine Studie von US-Forschern aus dem Jahr 2005, dass Erwachsene über 70, die sich pro Woche zwei Stunden engagierten, länger gesund blieben und seltener an Depressionen erkrankten als Gleichaltrige ohne Ehrenamt.

In der Rheuma-Liga wird ehrenamtliches Engagement groß geschrieben: Von den über 270.000 Mitgliedern der bundesweit größten Selbsthilfeorganisation engagieren sich über 10.000 ehrenamtlich. „Viele beraten über Jahre oder Jahrzehnte hinweg die ehrenamtliche Beratung, halten Seminare, engagieren sich im Vorstand oder organisieren die Buchhaltung – und das, obwohl sie selbst erkrankt sind“, berichtet Professorin Erika Gromnica-Ihle, Rheumatologin und ehrenamtliche Präsidentin der Rheuma-Liga. Um das vielfältige Engagement zu würdigen, steht der Welt-Rheuma-Tag 2013 am 12. Oktober ganz im Zeichen des Ehrenamtes: www.rheuma-liga.de/ehrenamt.

Laut einer repräsentativen Umfrage, die die Universität Duisburg-Essen und das Steinbeis-Transferzentrum Innovation and Sustainable Leadership gemeinsam für die Deutsche Rheuma-Liga Nordrhein-Westfalen durchgeführt haben, sind die meisten Ehrenamtlichen in der Rheuma-Liga weiblich und älter als 55 Jahre. Der Landesverband Nordrhein-Westfalen ist mit über 48.000 Mitgliedern der drittgrößte Landesverband der Deutschen Rheuma-Liga. „Die Hälfte der in NRW Engagierten bleiben der Rheuma-Liga über zwei oder mehr Jahrzehnte hinweg treu, und ein Viertel der Ehrenamtlichen leisten zwischen fünf und zehn Arbeitsstunden pro Woche“, berichtet Studienleiter Professor Wolfgang Stark. Den Grund hierfür weiß Dieter Wiek, Präsident der Deutschen Rheuma-Liga NRW: „Engagement braucht Unterstützung und Anerkennung. Die Deutsche Rheuma-Liga tut viel für die Zufriedenhei t der Ehrenamtlichen. Sie sind die Experten, die wissen, was gebraucht wird. Wer sich engagiert, ist besser informiert, profitiert von den Erfahrungen anderer Betroffener und tut so auch etwas für das eigene Leben mit der Erkrankung.“

Hilfe bei der Ausbildung von Ärzten

Wer etwas gibt, bekommt dafür auch etwas zurück: Viele ehrenamtliche Mitarbeiter empfinden ihre Aufgaben als echte Bereicherung. Zum Beispiel Daniela Winkels, die sich unter anderem im Vorstand des Landesverbands Berlin engagiert. „Es macht einfach Spaß, anderen Menschen zu helfen, etwa, wenn ich an einem Stand berate“, berichtet die 36-Jährige, die mit zehn Jahren an Rheumatoider Arthritis erkrankte. In speziellen Seminaren stellt sie als „Patient Partner“ Medizinstudenten und Ärzten ihre rheumakranken Hände für das Erlernen der Untersuchungen zur Verfügung und berichtet über ihren Alltag mit Rheuma. „Ich freue mich, wenn ich das Gefühl habe, Patienten oder auch Ärzten mit meinen Erfahrungen etwas auf den Weg mitgeben zu können“, betont sie.

Außergewöhnliches Engagement zeigt auch das Ehepaar Mayer aus Kaiserslautern: Elmar Mayer, 68, hat Osteoporose und ein chronisch-entzündliches Lungenleiden. Er leitet die örtliche Arbeitsgemeinschaft der Rheuma-Liga und organisiert zum Beispiel Vorträge und Ausflüge. Seine Ehefrau Rita, 61 Jahre alt, hat das Fibromyalgie-Syndrom. Trotzdem organisiert sie das lokale Funktionstraining und lässt es sich nicht nehmen, jede Woche alle 13 lokalen Gruppen, die unter ihren Fittichen stehen, persönlich aufzusuchen. „Ich bin viel selbstbewusster geworden, seit ich mich für die Rheuma-Liga engagiere“, sagt sie. „Und ich bekomme auch viele positive Rückmeldungen. Das trägt mich.“

Soziale Kontakte bereichern Leben

„Aufgrund meiner Erkrankung musste ich meinen Beruf aufgeben, weil ich nicht immer auf den Punkt fit sein konnte“, berichtet Brigitte Killewald aus Oberhausen, die seit zehn Jahren mit den Diagnosen Rheumatoide Arthritis, Fibromyalgie-Syndrom und Arthrose lebt. Sie leitet nicht nur die lokale Arbeitsgemeinschaft in Oberhausen, sondern engagiert sich auch im Vorstand der Rheuma-Liga NRW. „In der Rheuma-Liga kann ich mich so engagieren, wie es gerade möglich ist.“

Elke Moderzinski, Vizepräsidentin des Landesverbands Brandenburg und ebenfalls „Patient Partner“, irrte als Kind zwei Jahre von Arzt zu Arzt, bis mit zwölf Jahren endlich ein Rheumatologe die Diagnose „Rheumatoide Arthritis“ stellte. Aufgrund ihrer Erkrankung ist sie schwerbehindert und berentet. Sie ergänzt: „Vielen Betroffenen fehlen soziale Kontakte aus dem Job, weil sie schon früh verrentet wurden. Dank der Rheuma-Liga treffe ich viele Menschen. Das bereichert mein Leben.“

Dabei beschränkt sich das Engagement der Rheuma-Liga durchaus nicht nur auf rheumakranke Mitglieder. In Stade beispielsweise haben sich die Arbeitsgemeinschaft der Rheuma-Liga und der Turn- und Sportverein Bützfleth zur Aktion „…fair geht vor!“ zusammengeschlossen und unterstützen ältere oder gehbehinderte Menschen unter anderem mit einem kostenlosen Einkaufsdienst. Auch Ältere stellen ihre Dienste ehrenamtlich zur Verfügung, zum Beispiel als „Leih-Oma“. „Bei uns kann sich jeder melden, der sich ehrenamtlich engagieren möchte, und kann natürlich allein entscheiden, ob und wann er für eine bestimmte Aufgabe zur Verfügung steht“, betont Uwe Kowald, der die Arbeitsgruppe leitet.

Auch Gesunde engagieren sich für die Rheuma-Liga. Zum Beispiel Josef Wolters, der seit 40 Jahren seine gesunden Hände der Arbeitsgemeinschaft Essen als Schriftführer zur Verfügung stellt. Für Rheumabetroffene ist dieses Amt eine große Herausforderung, weil Hand- und Fingergelenke häufig angeschwollen sind, schmerzen oder sogar dauerhaft beeinträchtigt sind. „Es ist meine christliche Überzeugung, Menschen zu helfen, die Hilfe benötigen“, erläutert der Diplom-Psychologe seine Motivation.

„Ohne das vielfältige ehrenamtliche Engagement wäre es für die Rheuma-Liga nicht möglich, die kostenlosen Beratungsangebote vor Ort anzubieten oder die zahlreichen Gymnastik- und Funktionstrainingsgruppen zu organisieren“, betont Professorin Erika Gromnica-Ihle. „Die Selbsthilfe hat sich als vierte Säule im Gesundheitswesen etabliert – doch das geht nur dank Ehrenamt!“

Ehrenamt in der Rheuma-Liga schreibt Geschichte(n):

Weitere Beispiele für ehrenamtliches Engagement in der Rheuma-Liga finden Sie unter www.rheuma-liga.de/ehrenamt

Hinweis für die Redaktionen:

Sie möchten das Thema mit eigenen Interviews aufbereiten?

Sie suchen den regionalen Bezug? Wir vermitteln Ihnen gerne Interviewpartner vor Ort.

Kontakt:

Julia Bidder

Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.

Maximilianstraße 14

53111 Bonn

Tel: 0228/76606-23

E-Mail: mobil.bidder@rheuma-liga.de

Bildmaterial und weitere Fakten zum Thema finden Sie im Internet:

www.rheuma-liga.de/pressemappen

Hinweis zur wissenschaftlichen Fachliteratur/zitierte Studien:

Jenkinson et al: Is volunteering a public health intervention? A systematic review and meta-analysis of the health and survival of volunteers. BMS Public Health 2013, 13:773, doi: 10.1186/1471-2458-13-773

Brown et al: „Altruism Relates to health in an Ethnically Diverse Sample of Older Adults“, Journals of Gerontology, Series B: Psychological Sciences and Social Sciences, 2005, 60B (3).: P143-52), doi: 10.1093/geronb/60.3.P143

Kontakt:

Susanne Walia

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.

Maximilianstr. 14

53111 Bonn

Tel. 0228 – 766 06-11; mobil 0151-17882753

Fax 0228 – 766 06-20

E-Mail: bv.walia@rheuma-liga.de

www.rheuma-liga.de  –

Gemeinsam mehr bewegen

Welt-Rheuma-Tag: 12.10.2013


Demenz: Den Weg gemeinsam gehen

Freitag, 20. September 2013

Hirnliga e.V., Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie e.V., Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG ZUM WELT-ALZHEIMERTAG 2013

Wiehl/Berlin – Die Zahl der Demenzerkrankungen (davon zwei Drittel vom Typ Alzheimer) nimmt ständig zu, und die Zeit drängt. Das zeigen die neuesten Berechnungen. Etwa jeder Dritte über 90 ist betroffen. Bis zum Jahr 2050 wird die Zahl der Erkrankten von etwa 1,4 Millionen auf 3 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt. Der hohe und lange Pflegeaufwand macht sie zu einer der teuersten Krankheiten im Gesundheitssystem. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels, mit mehr Erkrankten und immer weniger personellen und finanziellen Ressourcen, werden die Demenzen zu einer der größten Herausforderung für das Gesundheits- und Sozialwesen weltweit.

„Bislang gibt es kein Medikament, das die Alzheimer-Krankheit heilen kann. Irgendwann wird eine wirksame Therapie zur Verfügung stehen, aber wann das sein wird, ist völlig unklar“, so Frau Prof. Isabella Heuser, Charité Berlin, vom Vorstand der Hirnliga e. V.

„Die Forschung geht intensiv voran und es gibt vielversprechende Ergebnisse, aber auch Ernüchterungen, so ist etwa die Euphorie über eine baldig verfügbare ursachenbezogene Behandlung verflogen. Als Forscher können wir nur immer wieder dringend empfehlen, alle heute schon vorhandenen Möglichkeiten zur Vorbeugung und Behandlung zu nutzen. Es ist bekannt, dass beispielsweise die Behandlung von Diabetes und Bluthochdruck das Risiko an einer Demenz zu erkranken senkt.

Bei einer frühzeitigen Diagnose und rechtzeitigem Beginn der Demenz-Therapie ist es möglich, den Verlauf der Krankheit positiv zu beeinflussen“, so Prof. Heuser weiter. Dabei sollen Medikamente, nichtmedikamentöse Therapien und pflegerische Maßnahmen in einem therapeutischen Gesamtkonzept eingesetzt werden. Die Therapien bewirken eine Verlangsamung der Krankheitsentwicklung und ermöglichen den Betroffenen und ihren Angehörigen, über einen längeren Zeitraum in Selbstbestimmung und Würde zu leben.

Die Ärztin und Wissenschaftlerin wünscht sich eine Änderung der Forschungsförderung in Deutschland. So sollten auch Projekte, außerhalb der üblichen Forschungsansätze gefördert werden, damit so schnell wie möglich eine effektive medikamentöse Behandlung entwickelt werden kann.

„Demenzkranke müssen als Mitglieder unserer Gemeinschaft akzeptiert, ihre Bedürfnisse von der Zivilgesellschaft als verpflichtende Aufgaben wahrgenommen werden. Bislang ist unser Gesundheits- und Sozialwesen darauf nicht eingestellt. Wir wissen aus vielen Modellversuchen, was zu tun ist. Mehr als schöne Reden und Verständnis brauchen die Erkrankten ein entsprechend solide finanziertes System. Solange mit Kranken- und Pflegekassen unterschiedliche „Töpfe“ existieren führt das zu Fehlanreizen, denn die komplexen Leistungen in Diagnostik und Therapie werden sowohl bei den Hausärzten, niedergelassenen Fachärzten und in den Kliniken nicht adäquat honoriert. Mit der Konsequenz, dass Demenzkranke, gemessen an internationalen Standards, in Deutschland nicht angemessen behandelt werden“, so der Präsident der deutschen Alterspsychiater Prof. Dr. Hans Gutzmann.

„Solange die Trennung zwischen Kranken- und Pflegekasse bestehen bleibt, ist es für eine Krankenkasse betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll, eine Behandlung zu bezahlen, deren Nutzen – durch die erst später eintretende Pflegebedürftigkeit – die Pflegekasse hat.“, so Prof. Hans Gutzmann weiter. „So wird die notwendige Behandlung oft versäumt und die pflegenden Angehörigen tragen körperlich, seelisch und finanziell die Hauptlast, mit dem hohen Risiko, selbst zu erkranken.“

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft wendet sich dieses Jahr unter dem Motto „Demenz – den Weg gemeinsam gehen“ an die Öffentlichkeit. „Menschen, die an einer Demenz erkranken, und ihre Familien stehen am Beginn eines langen, oftmals schwierigen Weges. Doch sie müssen und sollen diesen Weg nicht alleine gehen. Sie brauchen Information, Beratung und Unterstützung. Und sie brauchen Wegbegleiter: Freunde und Kollegen, die sie weiterhin besuchen, Nachbarn, die ihre Hilfe anbieten und kompetente Fachleute aus Pflege, Beratung, Medizin und Therapie. Und nicht zuletzt eine Gesellschaft, die sie so akzeptiert, wie sie sind“, so Heike von Lützau-Hohlbein, Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V.

„Entsprechend ist auch unsere Erwartung an die neue Bundesregierung, die wir demnächst haben werden. Es wird endlich Zeit, dass die Pflege von Demenzkranken ein ganz ’normaler‘ Grund für Pflegebedürftigkeit ist. Wir erwarten, dass die neue Regierung nicht wieder Jahre braucht, bis sie die Ergebnisse des Expertenbeirats zur Ausgestaltung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs umsetzt, sondern dieses Vorhaben zügig startet. Überhaupt kommt die Herausforderung Demenz, der wir mit der demografischen Entwicklung begegnen müssen, uns viel zu wenig in den Programmen der Parteien vor.“

Hintergrund:

Seit 1994 findet jeweils am 21. September der Welt-Alzheimertag statt, der von der Dachorganisation Alzheimer’s Disease International (ADI) mit Unterstützung der WHO initiiert wurde, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Alzheimer-Krankheit und andere Formen der Demenz-Erkrankungen zu richten.

Kontaktadressen:

Hirnliga e.V. – Geschäftsstelle

Tel.: 02262 / 999 99 17

www.hirnliga.de

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz

Tel.: 030 / 25 93 79 5-0

www.deutsche-alzheimer.de

www.welt-alzheimertag.de

Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und –psychotherapie e.V.

Tel.: 02262 / 79 76 83

www.dggpp.de

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Gute stationäre Versorgungsqualität erneut belegt

  Pressemitteilung 19. September 2013

DKG zu AQUA-Qualitätsreport 2012

 

Die Qualität der Versorgung in deutschen Krankenhäusern ist auf hohem Niveau. Dies belegt der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in Auftrag gegebene aktuelle Qualitätsreport des AQUA-Instituts für das Jahr 2012. Rund ein Viertel aller stationären Krankenhausfälle wurden in das dem Report zugrunde liegende, bundesweite Qualitätssicherungsverfahren einbezogen – von der Gallenblasenentfernung über Operationen an der Halsschlagader, Herzschrittmacherimplantationen und endoprothetischen Operationen bis zur Dekubitusprophylaxe.

„Die Beurteilung der Qualität der Versorgung darf nicht mit der Entlassung an der Krankenhauspforte aufhören“, bekräftigte Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). „Wichtig ist, dass sich die Qualität der Behandlung am Patienten orientiert“. Mit viel Aufwand haben die Krankenhäuser in den vergangenen zwei Jahren die technischen Weichen für eine längsschnittliche Zusammenführung von Qualitätsdaten gestellt. Zukünftig sollen Implantationen und Wechseloperationen bei Hüft- und Kniegelenksendoprothesen patientenbezogen über die Zeit beurteilt werden können, egal in welchem Krankenhaus und zu welchem Zeitpunkt sich der Patient behandeln lässt. Auch für die Herzschrittmacher-Leistungsbereiche wurde ein stationäres Follow Up beschlossen.

Diese Längsschnittbetrachtungen sollen bis spätestens 2015 in die Praxis umgesetzt werden – sobald die für die Verknüpfung der pseudonymisierten Patientendaten notwendigen datenschutzrechtlichen Prüfungen abgeschlossen sind.

Mehr Transparenz

Seit dem letzten Qualitäts-Report des AQUA-Instituts 2011 sind weitere qualitative Verbesserungen in 15 der insgesamt 30 untersuchten Leistungsbereiche zu verzeichnen. Von 464 Qualitätsindikatoren haben sich 56 verbessert. 379 sind auf konstant gutem Niveau geblieben. Für acht Qualitätsindikatoren war noch keine Tendenzaussage möglich, da sie erstmalig erhoben wurden. Ebenfalls eine positive Entwicklung zeigt sich im stationären Leistungsgeschehen hinsichtlich der Transparenz. So werden künftig 289 Qualitätsindikatoren (anstatt bisher 182) im Qualitätsbericht jedes Krankenhauses veröffentlicht.

Besonders bemerkenswert ist, dass die Bundesfachgruppen nur noch bei einem einzigen Qualitätsindikator besonderen Handlungsbedarf sehen. 2011 war dies bei acht der Fall, 2010 noch bei neun und 2009 sogar bei 21 Qualitätsindikatoren.

Erstmals ist im vorliegenden Qualitätsreport auch ein Kapitel zum Thema Nosokomiale Infektionen enthalten. Dabei handelt es sich um eine Darstellung bereits bestehender, relevanter Indikatoren der externen stationären Qualitätssicherung (esQS). Sie weisen über die letzten Jahre weitgehend unveränderte Wundinfektionsraten aus. Diese Ergebnisse entsprechen auch den Krankenhausinfektionsraten anderer Surveillance-Systeme in Deutschland bzw. im internationalen Vergleich. Gleichzeitig zeigen die vorliegenden Daten der externen stationären Qualitätssicherung auch die Grenzen für die Beurteilung der Versorgungsqualität auf. Grundsätzlich müssen weitere Daten, insbesondere aus dem ambulanten Bereich, in die Surveillance miteinbezogen werden.

Herausragende Leistungsbereiche

Das AQUA-Institut hat den Krankenhäusern vor allem gute bis sehr gute Versorgungsqualität bescheinigt:

– in den orthopädisch-unfallchirurgischen Leistungsbereichen (Hüftgelenknahe Femurfraktur, Hüft- und Knie-Endoprothetik). Bei 94,5 Prozent bzw. 96 Prozent der Patienten werden medizinisch korrekte und relevante Indikationskriterien zur Erstimplantation eines künstlichen Hüft- oder Kniegelenks angegeben.

– in den Herzschrittmacher-Leistungsbereichen sowie analog bei den implantierbaren Defibrillatoren.

Die in den beiden genannten Leistungsbereichen teilweise beobachtbare Spannweite der Krankenhausergebnisse wird im Strukturierten Dialog mit den jeweiligen Einrichtungen geklärt.

– Die drei Leistungsbereiche der Herzchirurgie sowie der Leistungsbereich Gynäkologische Operationen weisen stabile und überwiegend gute Ergebnisse auf.

– Insgesamt gute bis sehr gute Ergebnisse werden auch in den Leistungsbereichen Geburtshilfe und Neonatologie bescheinigt.

– Vor allem die Leistungsbereiche der Transplantationsmedizin und Lebendspenden stehen laut Qualitätsreport zu Unrecht im Lichte des Organspende-Skandals, denn auch hier weisen die Ergebnisse auf eine gute Versorgungsqualität hin, wie das AQUA Institut hervor hebt.

Der Qualitätsreport 2012 wird auf der Internetseite des AQUA-Instituts (www.sqg.de) veröffentlicht. Der Report kann auch als Druckexemplar unter www.sqg.de/themen/qualitaetsreportbestellt werden.

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Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der 28 Mitglieder – 16 Landesverbände und 12 Spitzenverbände – in der Bundespolitik und nimmt ihr gesetzlich übertragene Aufgaben wahr. Die 2.045 Krankenhäuser versorgen jährlich 18,3 Millionen stationäre Patienten und 18 Millionen ambulante Behandlungsfälle mit 1,1 Millionen Mitarbeitern. Bei 83,4 Milliarden Euro Jahresumsatz in deutschen Krankenhäusern handelt die DKG für einen maßgeblichen Wirtschaftsfaktor im Gesundheitswesen.

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