Februar, 2013

 

Selektivverträge und Qualitätsindikatoren: Chance für ein neues Honorarsystem in der Psychotherapie?

Donnerstag, 28. Februar 2013, 14:28 Uhr

Bundesverband Managed Care e.V.

BMC- Expertenforum zur Psychotherapie am 19.03.2013

Berlin – Mit der Ausgliederung der Psychotherapie aus dem ärztlichen Honorartopf verändern sich die Rahmenbedingungen für psychotherapeutische Leistungen. Was sind die zukünftigen Anforderungen an die Qualitätssicherung? Welche neuen Ansätze für Selektivverträge ergeben sich daraus? Wie steht es um die Wirtschaftlichkeit der Psychotherapie? Fragen, deren Antworten es zu diskutieren gilt.

Deshalb möchten wir Sie heute zu unserem BMC – Expertenforum der AG Neue Versorgungsformen zum Thema „Selektivverträge und Qualitätsindikatoren: Chance für ein neues Honorarsystem in der Psychotherapie“ einladen.

Expertenforum Psychotherapie

am Dienstag, 19. März 2013,

10:30 Uhr bis 15:30 Uhr,

Spreekarree, Friedrichstr. 136, 10117 Berlin

Referenten dieser Veranstaltung sind u.a.:

* Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, Stellv. Vorstandsvorsitzender,

Barmer GEK

* Dr. Christina Tophoven, Geschäftsführerin,

Bundespsychotherapeutenkammer

Nähere Informationen zur Veranstaltung erthalten Sie in Kürze. Für eine verbindliche Anmeldung verwenden Sie bitte das beigefügte Anmeldeformular.

Teilnahmegebühr:

Mitglieder: kostenfrei

Nichtmitglieder: 150,00 €

Leitung der Arbeitsgruppe:

* Ralph Lägel, MBA, Director Key Account Business Integrated Health Europe, Pfizer Pharma GmbH

* Dr. Volker Möws, Leiter Landesvertretung Mecklenburg Vorpommern, Techniker Krankenkasse

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und Ihre engagierte Diskussion!

Diese Mail enthält Dateianhänge, die Sie hier <http://mailing.gesundheit-adhoc.de/c/10130901/478ac58a3e8 abrufen können. <http://mailing.gesundheit-adhoc.de/c/10130902/478ac58a3e8

Kontakt:

Bundesverband Managed Care e.V.

Friedrichstrasse 136

10117 Berlin

Tel.: 030 2809 4480

Fax: 030 2809 4481

bmcev@bmcev.de


Kliniken begrüßen angekündigte Finanzhilfe

Pressemitteilung 28. Februar 2013

DKG zur finanziellen Entlastung der Krankenhäuser

Zur Ankündigung des Bundesgesundheitsministers, die Krankenhäuser zu entlasten, erklärt der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Alfred Dänzer:

„Die Kliniken begrüßen die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, die Krankenhäuser zu entlasten. Flächendeckend haben Krankenhäuser derzeit keine Chance, die steigenden Personal- und Sachkosten zu refinanzieren. Die Unterdeckung führt zu strukturellen Fehlanreizen. Die Krankenhäuser müssen in die Lage versetzt werden, über den regelhaften Vergütungszuwachs die unabdingbaren Kosten zu decken. Deshalb hat die dringend benötigte Erhöhung der Vergütungen für Klinikleistungen immer auch eine wichtige Strukturkomponente gegen Fehlanreize.

Überhaupt kein Verständnis haben die Träger der Krankenhäuser für die immer wieder zu hörenden Bedenken des Bundesfinanzministers gegen Hilfen. Es ist nicht akzeptabel, dass Gelder aus dem Gesundheitswesen zur Sanierung des Bundeshaushaltes und für die Euro-Verpflichtungen abgezogen werden, während Tag für Tag die Krankenhäuser durch die bis Ende 2014 fortwährenden Kürzungen die Überschüsse mit speisen. Bundesgesundheitsminister Bahr ist nachdrücklich zu unterstützen, wenn er darauf pocht, den prioritären Einsatz der Mittel des Gesundheitswesens im Gesundheitswesen durchzusetzen. Er hat dabei mit dem Verweis auf die Nöte in den Kliniken die besten Argumente auf seiner Seite.“

Dateien

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der 28 Mitglieder – 16 Landesverbände und 12 Spitzenverbände – in der Bundespolitik und nimmt ihr gesetzlich übertragene Aufgaben wahr. Die 2.045 Krankenhäuser versorgen jährlich 18,3 Millionen stationäre Patienten und 18 Millionen ambulante Behandlungsfälle mit 1,1 Millionen Mitarbeitern. Bei 83,4 Milliarden Euro Jahresumsatz in deutschen Krankenhäusern handelt die DKG für einen maßgeblichen Wirtschaftsfaktor im Gesundheitswesen.

Kontakt:
Moritz Quiske (Ltg.)
Holger Mages
Rike Stähler
Tel. (030) 3 98 01 -1020 / -1022 / -1023

Sekretariat
Stephanie Gervers
Tel. (030) 3 98 01 -1021
Fax (030) 3 98 01 -3021
e-mail: pressestelle@dkgev.de
web: www.dkgev.de

Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG)
Bereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Wegelystraße 3
10623 Berlin


Neues Internetportal „REHADAT-Forschung“ online

REHADAT-Pressemitteilung (2/2013)

Verzeichnis der Rehabilitationswissenschaftler/-innen aktualisiert

Unter www.rehadat-forschung.de ist das neueste Portal des REHADAT-Informationssystems online gegangen. Das Portal bündelt Informationen zu Projekten, Wissenschaftlern und Literatur in dem Themenfeld berufliche Teilhabe und erleichtert so die Orientierung über die Forschungsaktivitäten in Deutschland.

Das Themenspektrum umfasst alle Bereiche der beruflichen Teilhabe: zum Beispiel den Berufsbezug in der medizinischen Rehabilitation, den Übergang in Ausbildung und Arbeit oder Projekte, die sich mit dem Arbeitsleben befassen. Jedes Projekt wird inhaltlich beschrieben und durch Kontaktadressen und – wenn vorhanden – Veröffentlichungen ergänzt. Alle Projekte können im Portal über eine thematische Gliederung oder über eine Detailsuche mit verschiedenen Suchoptionen gefunden werden.

Ebenfalls erreichbar über das Portal ist das grundlegend aktualisierte Verzeichnis der Rehabilitationswissenschaftler/-innen in Deutschland in der Ausgabe 2013.

Auch auf dem Rehabiliationswissenschaftlichen Kolloquium in Mainz wird das neue REHADAT-Forschungsportal Anfang März 2013 vorgestellt.

REHADAT ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und wird gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung. Kontakt: Anja Brockhagen, Tel. 0221 4981-845, brockhagen@iwkoeln.de.

Anja Brockhagen

Referentin

REHADAT Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation

Institut der deutschen Wirtschaft Köln

REHADAT Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation, Postfach 10 19 42, 50459 Köln
Anja Brockhagen, Telefon: 0221 4981-845, Fax: 0221 4981-99845, E-Mail: brockhagen@iwkoeln.de


DEGEMED: Bernd Petri löst Hartmut Stern an der Verbandsspitze ab

Pressemitteilung Berlin, den 27.02.2013

Prof. Bernd Petri

Hon.-Prof. Bernd Petri

Bei der Neuwahl des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V. (DEGEMED) tritt Prof. Bernd Petri an die Stelle von Hartmut Stern.

Berlin, 27. Februar 2013: Die DEGEMED stellt die Weichen für die weitere erfolgreiche Entwicklung des Verbandes in der Zukunft. Die Mitgliederversammlung wählte am 27.02.2013 den Vorstand für die nächste dreijährige Amtsperiode. Prof. Bernd Petri (BG Klinik für Berufskrankheiten, Bad Reichenhall) übernimmt das Amt des Vorsitzenden des Vorstands von Hartmut Stern (Bavaria Klinik, Kreischa). Dr. Constanze Schaal (RehaZentren der DRV Baden-Württemberg) und Volker Behncke (AWO Gesundheitsdienste, Hannover) werden als erste Stellvertreterin bzw. als zweiter Stellvertreter des Vorsitzenden bestätigt. Dem künftigen Vorstand gehören außerdem Petra Schraml-Dussle (Fachklinik Sonnenhof, Waldachtal), Horst Gollée (Kirchberg Klinik, Bad Lauterberg) und Thomas Bold (Paracelsus Osterberg Klinik, Bad Gandersheim) als Beisitzer an. Hartmut Stern wird sich aber weiter für die DEGEMED engagieren und übernimmt den  Vorsitz in der Mitgliederversammlung. Sein Stellvertreter in diesem Amt ist künftig Hermann Buhlert (Klinik am See, Rüdersdorf).

Prof. Petri, der zugleich Mitglied der Geschäftsführung der Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) ist,  würdigte Stern für seine Arbeit als Vorsitzender der DEGEMED in den vergangenen drei Jahren: „Integrität, Kompetenz und Begeisterung für die medizinische Rehabilitation zeichnen Hartmut Stern aus. Das hat er auch in die Arbeit für die DEGEMED eingebracht. Die DEGEMED verdankt ihm viel.“ Stern versprach, die DEGEMED auch weiterhin über sein neues Amt hinaus zu unterstützen: „Viele aktuelle Themen und Entwicklungen in der Rehabilitation müssen kritisch begleitet werden. Die MBOR wird beispielsweise vieles verändern. Hier will ich mit dafür sorgen, dass die DEGEMED dieses Thema immer wieder aufgreift und in der Diskussion mit den Reha-Trägern Position bezieht.“ Petri kündigte an, das inhaltliche Profil der DEGEMED weiter zu schärfen. „Der Verband wird gleichzeitig Interessenvertreter und Innovationstreiber in der medizinischen Rehabilitation sein,“ so Petri.

Prof. Bernd Petri engagiert sich seit langem in unterschiedlichen Funktionen für die Belange der Rehabilitation. Von 2006 bis 2012 war er Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V. (BAR) in Frankfurt, davor leitete er die Bezirksdirektion der VBG in Dresden. Petri stammt aus Essen und ist Volkswirt.

Die DEGEMED setzt sich seit 1997 als indikationsübergreifender Spitzenverband und als Fachgesellschaft für die konsequente Weiterentwicklung der qualitätsorientierten medizinischen Rehabilitation ein. Sie vertritt dabei stationäre Reha-Kliniken und ambulante Reha-Zentren aller Indikationen mit öffentlichem, privatem und frei-gemeinnützigem Hintergrund.


Krankenkassen stehen ab sofort bei Leistungsanträgen unter Druck!

Kaum bemerkt wurde mit dem Patientenrechtegesetz am 25. Februar 2013 im Bundesgesetzblatt eine wesentliche Änderung für die Bewilligung von Leistungsanträgen gültig. Nach dem neu eingeführten § 13 Abs. 3a SGB V haben Krankenkassen über einen Antrag auf Leistungen zügig, spätestens bis zum Ablauf von drei Wochen nach Antragseingang oder in Fällen, in denen eine gutachtliche Stellungnahme eingeholt wird, innerhalb von fünf Wochen nach Antragseingang zu entscheiden.

Die Bundesregierung hat die Gesetzesänderung im Herbst 2012 noch damit begründet, dass diese Beschleunigung der Bewilligungsverfahren bei den Krankenkassen zum einen der schnellen Klärung von Leistungsansprüchen diene, zum anderen erhielten die Versicherten bei Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen in kurzer Zeit ihre Leistungen. Bei nicht rechtzeitiger Leistungserbringung können Versicherte sich erforderliche Leistungen selbst beschaffen.

Auffallend ist, dass weder das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) noch das Bundesjustizministerium (BMJ) in ihren Veröffentlichungen zum Patientenrechtegesetz in dieser Woche auf diesen Rechtsanspruch der Versicherten hinweisen. Zumindest das Leitbild des BMG sei eigentlich der mündige Patient, der Ärzten und Krankenkassen informiert und aufgeklärt auf Augenhöhe gegenübertreten müsse. In dem BMJ Infoblatt „Patientenrechte im Klartext“ vom 25. Februar 2013 wird § 13 Abs. 3a SGB V nicht erwähnt, weil er offensichtlich nicht in den Zuständigkeitsbereich des Ministeriums falle, so die zuständige Ministerin. Auch das BMG informiert zwar über Versichertenrechte in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf seiner Internetseite, nicht aber über die Beschleunigung des Bewilligungsverfahrens. In einem gemeinsamen Video der Ministerien auf Youtube wird diese Regelung auch nicht erwähnt, aber das Video wurde bis heute auch nur 1.831 mal aufgerufen und neunmal für gut befunden.

Trotzdem gilt ab sofort, dass Krankenkassen über einen Leistungsantrag innerhalb von drei Wochen nach Antragseingang oder in Fällen, in denen eine gutachtliche Stellungnahme des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung eingeholt wird, innerhalb von fünf Wochen nach Antragseingang entscheiden müssen. Erfolgt keine Entscheidung, müssen die Krankenkassen dies ihren Versicherten mit nachvollziehbarer Begründung schriftlich mitteilen. Wenn Krankenkassen eine gutachtliche Stellungnahme für erforderlich halten, haben sie diese unverzüglich einzuholen und die Leistungsberechtigten hierüber zu unterrichten, damit diese wissen, ob die Drei-Wochen-Frist oder die Fünf-Wochen-Frist gilt.

In der Gesetzesbegründung wurde vorsorglich gleich dargelegt, was eine „nachvollziehbare Begründung“ sei und bestimmt, dass sich Krankenkassen dabei nicht auf Gründe berufen können, die in ihren Verantwortungsbereich fallen wie z. B. Organisationsmängel oder Arbeitsüberlastung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Medizinische Dienste müssen seit 26. Februar 2013 innerhalb von drei Wochen gutachtlich Stellung nehmen. Die Justitiare der Krankenkassen werden daher bemüht sein, die entsprechenden Standardbriefe mit den „nachvollziehbaren Begründungen“ zu entwerfen, denn Krankenkassen werden laut Bundesregierung verpflichtet die im Gesetz genannte Fünf-Wochen-Frist auch dann einzuhalten, wenn der Medizinische Dienst nicht in der für ihn maßgeblichen Drei-Wochen-Frist Stellung nimmt.

Schaffen es die Rechtsanwälte der Krankenkassen nicht „die hinreichenden Gründe“ überzeugend darzulegen, gilt die Leistung nach Ablauf der Frist als genehmigt. Beschaffen sich Leistungsberechtigte nach Ablauf der Frist eine erforderliche Leistung selbst, sind die Krankenkassen zur Erstattung der hierdurch entstandenen Kosten verpflichtet.

Da diese Ausnahme vom Sachleistungsprinzip eine Sanktionsmöglichkeit gegen Krankenkassen darstellt, sollten Leistungserbringer bei allen Kostenvoranschlägen einen entsprechenden Hinweis auf die Fristeinhaltung nach § 13 Abs. 3a SGB V einfügen und ihrerseits die Patienten über das Datum eingereichter Leistungsanträge informieren. Vor allem sind die allgemeinen Verordnungsgrundsätze des Gemeinsamen Bundesausschuss und vertragliche Pflichten bei Kostenvoranschlägen von allen Leistungserbringern genauestens zu beachten.

Es ist zu erwarten, dass von den Krankenkassen „nachvollziehbare Begründungen“ für die Nichteinhaltung der Fristen bei den Leistungserbringern gesucht und oft auch gefunden werden. Das Versorgungsziel oder der Versorgungsanspruch auf der ärztlichen Verordnung seien nicht hinreichend begründet oder der Kostenvoranschlag des Sanitätshauses weise Unvollständigkeiten und Mängel auf, werden wohl zu den Standardargumenten gehören.

Informationen zum § 13 Abs. 3a SGB V und weiteren gesetzlichen Änderungen


Krankschreibungen nehmen weiter zu: Mehr als jeder sechste Fehltag psychisch bedingt

Hamburg. Auch 2012 haben Fehlzeiten aufgrund psychischer Diagnosen weiter zugenommen. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) ist der bundesweite Krankenstand 2012 insgesamt nur geringfügig um 1,4 Prozent gestiegen und liegt bei 3,88 Prozent. Bei den psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeiten ist der Anstieg mit 5,7 Prozent jedoch deutlich höher als in allen anderen Diagnosekapiteln.

Im Durchschnitt war jede Erwerbsperson in Deutschland laut TK 2012 14,2 Tage und damit 0,2 Tage mehr als im Jahr zuvor arbeitsunfähig. Fast zweieinhalb Tage davon entfielen auf psychische Erkrankungen.

Gudrun Ahlers, verantwortlich für die Gesundheitsberichterstattung der TK: „Psychisch bedingte Fehlzeiten machen mittlerweile über 17 Prozent aller Fehlzeiten aus, das heißt jeder sechste Krankschreibungstag läuft unter einer psychischen Diagnose.“

Häufigste Einzeldiagnose ist die depressive Episode. Statistisch gesehen war jede Erwerbsperson im vergangenen Jahr 0,8 Tage mit dieser Diagnose krankgeschrieben. „Depressive Episoden, zu denen auch die Erschöpfungsdepression Burnout gehört, stehen damit auf Platz eins der Hauptursachen von Krankschreibungen, noch vor Rückenschmerzen und Erkältungserkrankungen“, so Gudrun Ahlers. „Am Burnout erkrankt man jedoch nicht von heute auf morgen, sondern es ist ein meist langwieriger Prozess, bei dem Stress in dauerhafte Überforderung und schließlich in einen Zustand der völligen Erschöpfung, des Ausgebranntseins mündet.“ Deshalb sei wichtig, so die TK, die Anzeichen rechtzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Gudrun Ahlers: „Stress lässt sich in der modernen Arbeitswelt kaum vermeiden. Man kann aber lernen, damit umzugehen und die eigenen Gesundheitsressourcen zu stärken.“

Die TK unterstützt ihre Kunden mit einem individuellen E-coaching. Über ihre Internetseite tk.de können Versicherte der TK und auch anderer Krankenkassen einen siebenwöchigen interaktiven Burnout-Coach nutzen, der sie zu einem ausgeglicheneren Alltag begleitet. Darüber hinaus bietet die Gesundheitskurse zur Burnout-Prophylaxe webcode 135090) und die Broschüre „Burnout vorbeugen – Wege zu gesunder Arbeit“ an (webcode 483606).

Hinweis für die Redaktionen:

Der TK-Gesundheitsreport analysiert jährlich die Krankschreibungen und Arzneimitteldaten der 3,9 Millionen bei der TK versicherten Er-werbspersonen. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I.

Seit 2013 folgen die Gesundheitsberichte der Krankenkassen einer neuen Standardisierung. Aufgrund dessen ist es nicht möglich, die aktuellen Daten mit den Zahlen der Berichtsjahre vor 2011 zu verglei-chen.

Pressekontakt:

Michaela Hombrecher, TK-Pressestelle
Telefon: 040.6909 2223, E-Mail: michaela.hombrecher@tk.de,
Social Media Newsroom:www.newsroom.tk.de, Twitter: 
www.twitter.com/TK_Presse

Minderversorgung in Nordrhein-Westfalen: Patientenvertreter fordern Landesregierung auf, endlich zu handeln


Eine Expertenrunde diskutierte heute in Düsseldorf die Versorgungssituation nordrhein-westfälischer Patienten, die auf neurologische Frührehabilitation angewiesen sind. Sie konstatierten eine Minderversorgung für Menschen mit schwerer Hirnschädigung in NRW und forderten die Landesregierung auf, endlich zu handeln. Diese Forderung wird von über 50 Prozent der neurochirurgischen und neurologischen Chefärzte in Nordrhein-Westfalen unterstützt.


(v.l.n.r.): Dr. Stefan Loos, IGES Institut Berlin, Prof. Dr. med. O. Busse, Geschäftsführer der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), PD Dr. Elmar W. Busch, Chefarzt der Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie Evangelische Kliniken Gelsenkirchen, Dr. Ursula Becker, Sprecherin der LAG, Prof. Dr. Dr. Paul W. Schönle, Sprecher der LAG, Prof. Dr. Stefan Knecht, Chefarzt Neurologie in St. Mauritius Therapieklinik Meerbusch, Lothar Ludwig, SelbstHilfeVerband - FORUM GEHIRN e.V., Carsten Freitag, ZNS- Hannelore Kohl Stiftung, Doris Klein, Schädel-Hirnpatienten in Not e.V.


Düsseldorf, 26.02.2013. Sind neurologische Patienten – Menschen mit einer schweren Hirnschädigung, zum Beispiel nach einem Unfall oder einem Schlaganfall – in Nordrhein-Westfalen unterversorgt? Diese Frage wurde in den letzten Monaten sowohl in der Politik als auch in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Heute trafen sich in Düsseldorf Patientenvertreter, Vertreter der Landespolitik, Krankenkassen und Leistungserbringer, um die Situation der neurologischen-neurochirurgischen Frührehabilitation Phase B in NRW aus verschiedenen Blickwinkeln zu erörtern. Eingeladen hatten die Patientenvertreter von Schädel-Hirnpatienten in Not e.V., SelbstHilfeVerband – FORUM GEHIRN e.V. und ZNS- Hannelore Kohl Stiftung sowie die Adhoc-Initiative Neurologischer und Neurochirurgischer Chefärzte in NRW und die Landesarbeitsgemeinschaft Neurorehabilitation NRW (LAG). Mit der Veranstaltung wollen sie die öffentliche Diskussion im Hinblick auf die Anhörung von Sachverständigen zum Krankenhausplan NRW 2015 am 07. März 2013 weiter voran bringen.

Die LAG hatte bereits im vergangenen Jahr mehrfach darauf hingewiesen, dass im bevölkerungsreichsten Bundesland über 500 Betten für eine adäquate Versorgung der neurologischen Patienten fehlen und damit eine öffentliche Diskussion angestoßen. Ein von ihr in Auftrag gegebenes Gutachten zur Abbildung der neurologisch-neurochirurgischen Frührehabilitation im Rahmen der Krankenhausplanung, das heute vorgestellt wurde, scheint jetzt diesen Vorwurf zu erhärten. Demnach fehlen in Nordrhein-Westfalen mindestens 695 Betten in der neurologischen Frühreha, für eine optimale Versorgung sind es sogar 1.335 Betten. Die Gutachter kommen zu dem Schluss: „Der Bundesländervergleich zeigt zusammenfassend eine deutlich geringere Versorgungsdichte in Nordrhein-Westfalen als in anderen Bundesländern.“

Diese Einschätzung wurde von der Adhoc-Initiative Neurologischer und Neurochirurgischer Chefärzte in NRW geteilt. PD Dr. Elmar W. Busch, Chefarzt der Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie Evangelische Kliniken Gelsenkirchen, konstatierte in NRW einen eklatanten Mangel an neurologisch-neurochirurgischer Frührehabilitation. Viel zu oft breche die qualitative Behandlung für Menschen mit schweren bzw. schwersten Hirnschädigungen nach einer erfolgreichen Akutbehandlung ab. Für die Patienten bedeute das allzu oft ein unnötiges Abgleiten in die Pflegesituation, die durch qualifizierte Frührehabilitation hätte verhindert werden können. Im Namen der neurologischen und neurochirurgischen Chefärzte von Akut- und Rehakliniken in NRW forderte Busch deshalb die Landesregierung und Kostenträger auf, endlich eine gemeinsame Planung für Frührehabilitationsbetten im Land anzugehen. Von den Kostenträgern erwarte man außerdem die längst überfällige Erstattung von gesetzlich vorgesehenen Leistungen. Das vorgestellte Positionspapier wird von 68 neurologischen und neurochirurgischen Chefärzten aus NRW unterstützt.

„Erschrocken“ sei er gewesen, als ihn sein Kollege PD Dr. Elmar W. Busch über die Versorgungssituation in Nordrhein-Westfalen informiert habe, so Prof. Dr. med. O. Busse. Der Geschäftsführer der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) war zur Veranstaltung gekommen, um der Initiative seine Unterstützung zu versichern.

Eine Einschätzung der Lage aus Patientensicht gaben abschließend die Patientenvertreter. Doris Klein von Schädel-Hirnpatienten in Not e.V. wies noch einmal daraufhin, dass die Angehörigen meistens vollkommen überfordert seien, wenn es darum ginge, Entscheidungen zu fällen, was die optimale Weiterbehandlung für den Betroffenen nach der  Akutversorgung sei. Hier fehle das medizinische Fachwissen genauso wie das Wissen darüber, was Patienten rechtlich zustünde. „Es muss für Lieschen Müller endlich ersichtlich sein, welchen Anspruch sie auf medizinische Leistungen nach der Akutversorgung hat!“ Carsten Freitag von der ZNS- Hannelore Kohl Stiftung formulierte seinen Eindruck, die Politik habe bislang gar nicht verstanden, was die neurologische-neurochirurgische Frührehabilitation Phase B sei. Hier ginge es darum, den Patienten wieder zu Bewusstsein kommen zu lassen und Folgeschäden wie Epilepsie zu verhindern. Auch Folgekosten könnten so durch eine erfolgreiche Frühreha vermindert werden. Die Patientenvertreter forderten deshalb die Krankenkassen und die Landesregierung in NRW auf, die Bedeutung der neurologischen-neurochirurgischen Frührehabilitation Phase B anzuerkennen und mit Blick auf den Krankenhausplan NRW  2015 endlich etwas gegen die Minderversorgung der Patienten im Land zu unternehmen.

Informationen & Pressefotos

Alle Vorträge der Expertenrunde, das IGES-Gutachten sowie Pressefotos finden Sie ab zirka 16.00 Uhr auf: www.neuroreha-nrw.de
Video der Pressekonferenz

Pressekontakt

Landesarbeitsgemeinschaft Neurorehabilitation NRW

Tel: 0221-934647-48

E-Mail lag.neuroreha.nrw@gmail.com

Landesarbeitsgemeinschaft NeuroRehabilitation NRW
LAG.NeuroReha.NRW@gmail.com
www.neuroreha-nrw.de
Sprecher: Dr. Ursula Becker; Prof. Dr. Dr. Paul W. Schönle

c/o

Dr. Becker Klinikgesellschaft mbH & CO KG Parkstraße 10 / 50968 Köln / Tel.: (+49) 221-934647 -0 / Fax: -40  Dr. Becker Klinikgesellschaft mbH & Co. KG / Sitz Köln Amtsgericht Köln HRA 12 820  Persönlich haftende Gesellschafterin: Dr. Becker Klinikverwaltungs-GmbH / Sitz Köln Amtsgericht HRB 22 520  Geschäftsführer: Dr. rer. pol. Ursula Becker / Dr. rer. pol. Petra Becker


BVMI-Geschäftsstelle zieht nach Berlin um

Berlin, 26.02.2013

Hauptstadtpräsenz bietet neue Kooperationsmöglichkeiten

Am 14. Februar 2013 hat die Geschäftsstelle des Berufsverbandes Medizinischer Informatiker e.V. (BVMI) offiziell ihre Arbeit an ihrem neuen Standort in Berlin-Mitte aufgenommen. Die Hauptstadtpräsenz löst damit den bisherigen Stand- und Gründungsort Heidelberg nach fast 30 Jahren ab. Der BVMI kann mit dem neuen Sitz der Geschäftsstelle die Zusammenarbeit mit bisherigen und neuen Partnern weiter intensivieren. „Die Hauptstadtpräsenz ermöglicht es nun dem BVMI, neben den engen Kooperationen mit anderen in Berlin ansässigen Verbänden auch die Kontakte zur Politik und den Medien zu vertiefen“, begründet der Präsident des BVMI, Dr. Carl Dujat, diese Entscheidung, welche der Vorstand des BVMI schon in 2012 getroffen hatte

Für die vom BVMI und den weiteren im Gesundheitswesen relevanten IT-Verbänden ins Leben gerufene “Initiative für qualifizierten IT-Nachwuchs in der Gesundheitswirtschaft (INIT-G)” sucht man hier insbesondere den engen Kontakt zu anderen Branchenvertretern, um auch interdisziplinäre Lösungsansätze zu evaluieren. Die BVMI-Geschäftsstelle wird hierbei die Koordinierungsfunktion übernehmen.

Zur Nutzung von Synergieeffekten teilt sich die neue Geschäftsstelle in Berlin die Räumlichkeiten mit der TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF). Beide Vereine schlossen hierzu einen Kooperationsvertrag, der am 14. Februar 2013 durch Dr. Carl Dujat und den Geschäftsführer der TMF, Sebastian Claudius Semler, unterzeichnet wurde. Im Rahmen eines Personalsharings wird die Geschäftsstelle des BVMI von Anja Brysch geleitet, die insbesondere auch die Kommunikations- und Pressearbeit übernehmen wird. BVMI und TMF kooperieren bereits erfolgreich als Gesellschafter der TELEMED GbR, die unter anderem die jährlich stattfindende „TELEMED – Nationales Forum für Gesundheitstelematik und Telemedizin“ in Berlin ausrichtet.

Pressekontakt

Anja Brysch | Telefon: 030 – 22 00 24 790 | E-Mail: Anja.Brysch@bvmi.de

Hintergrund

Der Berufsverband Medizinischer Informatiker e.V. (BVMI) mit Sitz in Berlin wurde 1983 gegründet und hat über 600 Mitglieder aus dem Bereich der Medizinischen Informatik. Der eingetragene Verein sieht sich als Ansprechpartner für berufspolitische Fragen auf diesem Gebiet und hat sich neben der Wahrung, Förderung und Vertretung berufsständischer Belange der Medizinischen Informatiker auch die Förderung von Fort- und Weiterbildung dieser Berufsgruppe zum Ziel gesetzt.

www.bvmi.de | info@bvmi.de
Die TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF) ist eine Querschnittseinrichtung der vernetzten medizinischen Forschung  in Deutschland. Überregionale Netzwerke und vernetzt arbeitende Einrichtungen der medizinischen Forschung erarbeiten hier seit 1999 gemeinsam Lösungen für technische, organisa­torische, methodische, rechtliche und ethische Fragen.

www.tmf-ev.de | info@tmf-ev.de
Die TELEMED – Nationales Forum für Gesundheitstelematik und Telemedizin ist ein jährlich stattfindendes Expertenforum, welches gemeinsam vom Bundesverband Medizinischer Informatiker (BVMI), der TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetze medizinische Forschung (TMF) und der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitstelematik (DGG) veranstaltet wird.

www.telemed-berlin.de | info@telemed-berlin.de

Geschäftsstelle

Berufsverband Medizinischer Informatiker (BVMI) e.V.

Charlottenstraße 42/Ecke Dorotheenstraße

10117 Berlin

Tel.: 030 – 22 00 24 790

Fax: 030 – 22 00 24 799

E-Mail: info@bvmi.de

Internet: www.bvmi.de


Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) entwickelt Praxisleitfaden für komplexe Beratungssituationen

Dienstag, 26. Februar 2013

Zentrum für Qualität in der Pflege

ONLINE-FRAGENKATALOG UNTERSTÜTZT PFLEGEBERATUNG

Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) entwickelt Praxisleitfaden für komplexe Beratungssituationen

Berlin – Viele pflegebedürftige Menschen wollen ihren Alltag auch trotz eingeschränkter Selbständigkeit zu Hause gestalten und brauchen dazu individuell auf sie angepasste Hilfe. Gerade bei komplexen Bedarfssituationen leistet die Pflegeberatung einen wichtigen Beitrag. Der Gesetzgeber hat daher den Anspruch auf Pflegeberatung im §7a SGB festgeschrieben. Bisher existiert in Deutschland allerdings kein qualitätsgesichertes Verfahren, das langwierige Beratungsgespräche ganzheitlich erfasst. Vor diesem Hintergrund hat das ZQP einen wissenschaftlich geprüften Online-Fragenkatalog entwickelt, der sowohl in der aufsuchenden Pflegeberatung als auch in den über 400 Pflegestützpunkten bundesweit kostenlos einsetzbar ist.

Das sogenannte elektronische Pflegeberatungsinventar (ePBI) des ZQP bildet nicht nur eine systematische Grundlage für einen individuellen Hilfsplan, sondern unterstützt die Berater auch in schwierigen und unter Umständen emotional aufgeladenen Gesprächssituationen. Aus Studien zur Pflegeberatungs-Praxis ist bekannt, dass etwa 42 Prozent der Beratungsgespräche über Einzelanfragen hinausgehen. Entsprechend berücksichtigt der ePBI Fragen zu allen Themen, die im Zusammenhang mit Hilfs- und Pflegebedürftigkeit relevant sein können – angefangen bei den Einschränkungen in der Alltagsbewältigung, den sozialen Beziehungen, der Wohn- und familiären Situation bis hin zu den aktuell in Anspruch genommenen Leistungen pflegender Angehöriger. „In diesen Situationen hilft der Fragenkatalog, noch gezielter und strukturierter nachzufassen. So werden wichtige Problembereiche aufgedeckt, die in einem unstrukturierten Gespräch unerwähnt blieben. Festzuhalten ist: Der ePBI trägt dazu bei, weitere qualitätssichernde Standards in der Pflegeberatung zu setzen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende des ZQP, Dr. Ralf Suhr.

Ein weiterer Vorteil der neuen ePBI Software ist, dass Pflegeberater den Beratungsprozess flexibel individuell anpassen können. Beispielsweise können sie problemlos zwischen verschiedenen Frageblöcken hin- und herwechseln oder Beratungsgespräche abbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen.

Vorläufer des ePBI ist ein umfangreicher Leitfaden in gedruckter Form, der im Auftrag des ZQP von der Hochschule Mannheim entwickelt wurde und bereits vielversprechend in der Praxis getestet wurde. Um die Handbarkeit im Beratungsalltag weiter zu verbessern, hat die Stiftung das Vorgängermodell in eine anwenderfreundlichere Software überführt. Das ePBI steht allen Interessierten zur nicht-kommerziellen Nutzung kostenfrei auf www.epbi.zqp.de zur Verfügung.

Pressekontakt:

ZENTRUM FÜR QUALITÄT IN DER PFLEGE

Torben Lenz

Reinhardtstraße 45

10117 Berlin

Tel. 030 27 59 39 5 – 15

Fax 030 27 59 39 5 – 20

torben.lenz@zqp.de

www.zqp.de


Einladung zur Pressekonferenz: „Verloren im Netz? Verhaltenssüchte und ihre Folgen“

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)

Mittwoch, 27. Februar 2013, 11.00 Uhr,
Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz (Raum 0107),

Schiffbauerdamm 40/Ecke Reinhardtstraße 55, 10117 Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit schärferen Auflagen will das Bundeswirtschaftsministerium den Jugend- und Spielerschutz energischer durchsetzen. Damit macht die Politik einen Schritt in die richtige Richtung. Denn um den so genannten Verhaltenssüchten wie pathologischem Glücksspiel, Internetabhängigkeit, exzessivem Kaufen oder zwanghaften sexuellen Aktivitäten zu begegnen, sind spezifische verhaltens- und verhältnispräventive Maßnahmen dringend notwendig.

Traditionell ist mit dem Begriff „Sucht“ die Abhängigkeit von psychoaktiven Substanzen wie Alkohol und anderen Drogen gemeint. Erst seit kurzem findet er auch auf eine Reihe problematischer Verhaltensweisen Anwendung. Ob sich diese als „Süchte“ bezeichnen lassen, wird zurzeit noch diskutiert. Fest steht jedoch, dass eine verstärkte fachliche Beschäftigung mit den Verhaltenssüchten bzw. ihrer Klassifikation, Diagnostik und Behandlung unabdingbar ist.

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) rückt diesen spannenden Themenkomplex ins Zentrum des Hauptstadtsymposiums „Verloren im Netz? Verhaltenssüchte und ihre Folgen“, das am 27. Februar 2013 in Berlin stattfindet. Renommierte Experten beleuchten die Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln und diskutieren die brennendsten Fragen. Was sind Verhaltenssüchte? Welche lernpsychologischen und neurobiologischen Grundlagen stecken dahinter? Was sind die Besonderheiten der Glückspiel- oder Internetsucht? Und wo stößt der gängige Suchtbegriff an seine Grenzen?

Im Rahmen des Hauptstadtsymposiums findet eine Pressekonferenz statt, zu der wir Sie herzlich einladen. Nutzen Sie die Gelegenheit und sprechen Sie direkt vor Ort mit unseren Experten über das Thema Verhaltenssucht, das in der Öffentlichkeit große Aufmerksamkeit auf sich zieht.

  • Prof. Dr. med. Wolfgang Maier, Universitätsklinikum Bonn, Präsident DGPPN
    Moderation, Vorstellung der Task Force der DGPPN
  • Prof. Dr. med. Karl F. Mann, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin, Mannheim
    Stand der Forschung, Überblick Verhaltenssüchte, Therapiemöglichkeiten
  • Prof. Dr. med. Andreas Heinz, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
    Grenzen des Suchtbegriffs, Umsetzung Diagnostikkonzepte
  • Dr. phil. Florian Rehbein, Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e.V., Hannover
    Möglichkeiten der Prävention am Beispiel von Internet-  und Computerspielsucht

Wir würden uns sehr freuen, Sie im Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz begrüßen zu dürfen.

Freundliche Grüße

Prof. Dr. med. Wolfgang Maier
Präsident DGPPN

Bitte beachten Sie:
Online-Anmeldung bis spätestens 26. Februar 2013 (15:00 Uhr), danach vor Ort