Dezember, 2012

 

Frohes Fest und ein gutes neues Jahr!

Weihnachtsmarkt in Dortmund. Bildnachweis: Anneke Wardenbach, Stadt Dortmund

Weihnachtsmarkt in Dortmund. Bildnachweis: Anneke Wardenbach, Stadt Dortmund

Das Team von müller:kommunikation in Dortmund wünscht allen Leserinnen und Lesern  ein frohes Fest und ein erfolgreiches neues Jahr 2013.

Bleiben Sie uns als Leserin und Leser von RehaNews24 auch im nächsten Jahr treu!

Ihre

Stefan Müller
Stefanie Kaluzynski
Regine Teschendorf
Mark Möller


Immer mehr Deutsche erstellen Patientenverfügung

Die Patientenverfügung gewinnt in der deutschen Bevölkerung zunehmend an Bedeutung. In einer altersrepräsentativen Umfrage der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe gaben rund 23 Prozent an, bereits eine Patientenverfügung zu haben.

Finanzielle Vorsorge steht zwar immer noch im Vordergrund – 33 Prozent haben ein Testament abgeschlossen – , doch die Patientenverfügung holt deutlich auf. Für immer mehr Menschen gehören beide Vorsorge-Elemente zusammen. Die Hälfte derer, die ein Testament machen, erstellt auch eine Patientenverfügung. Laut „Schlaganfall-Barometer“, einer Straßenbefragung von 1.000 Bundesbürgern, sorgen insbesondere Ältere vor. 54 Prozent der über 65jährigen hat eine Patientenverfügung abgeschlossen.

Am Rande interessant: Offensichtlich lässt auch die Art der Krankenversicherung Rückschlüsse auf das Vorsorgeverhalten zu. Privatversicherte haben doppelt so häufig eine Patientenverfügung wie gesetzlich Versicherte. Kein Thema ist eine Patientenverfügung derzeit noch für rund die Hälfte der Bevölkerung.

Zahlreiche Verbände und Institutionen in Deutschland raten seit Jahren zur Erstellung einer Patientenverfügung. Sie dient der Selbstbestimmung in medizinischen Grenzsituationen, in denen Menschen ihren Willen nicht mehr selbst äußern können. Zudem entlastet das Dokument Angehörige, die in solchen Situationen oft schwierige Entscheidungen treffen müssen, obwohl sie emotional überfordert sind.

Weit über 200 unterschiedliche Vordrucke zu Patientenverfügungen sind im Umlauf. Ärztekammern, Hospizvereine, Hilfswerke und andere Institutionen haben eigene Formulare entwickelt. „Sie unterscheiden sich zum Teil deutlich, sind stark geprägt von der jeweiligen Weltanschauung,“ erklärt Dr. Klaus Kobert.

Kobert war 15 Jahre Intensiv- und Notfallmediziner. 2005 beriefen ihn die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, Europas größte diakonische Einrichtung, zum hauptamtlichen Klinischen Ethiker. Er rät medizinischen Laien, eine Patientenverfügung nie ohne Beratung abzuschließen. Örtliche Beratung wird häufig von Hospizvereinen oder Rechtsanwäten, Hausärzten und Betreuungsstellen angeboten.

Mehr Informationen und Hinweise zu Beratungsangeboten finden Interessierte im Internet-Portal der Stiftung: schlaganfall-hilfe.de

Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
Carl-Miele-Str. 210
33111 Gütersloh
Mario Leisle
Telefon: 05241 9770-12
Telefax: 05241 816817-12
E-Mail: presse@schlaganfall-hilfe.de
Internet: www.schlaganfall-hilfe.de


Zehn Jahre DMP im Rheinland: Intensive Betreuung und Behandlung von chronisch Kranken hat sich bewährt

Eine besondere Versorgungsform für chronisch kranke Patienten, die Disease-Management-Programme (DMP), feiern in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen in Nordrhein. Vor zehn Jahren, im Oktober 2002, wurde das erste DMP für an Brustkrebs erkrankte Frauen in Nordrhein eingeführt. Um die Versorgung der chronisch kranken Patienten zu verbessern, haben damals die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein, die nordrheinischen Krankenkassen sowie die Krankenhausgesellschaft die „Gemeinsame Einrichtung DMP Nordrhein“ geschaffen und Nordrhein damit zur Pionier-Region in Deutschland gemacht. „Der aktuelle DMP-Qualitätsbericht 2011 zeigt, dass die Einführung strukturierter Behandlungsprogramme für chronisch Kranke sinnvoll und richtig war“, sagt Bernhard Brautmeier, Vorstand der KV Nordrhein und Vorsitzender der Gemeinsamen Einrichtung DMP in Nordrhein. „Die intensive Betreuung hilft nachweislich vielen chronisch kranken Patienten, die nicht nur intensiv und koordiniert ärztlich betreut, sondern auch selber im Umgang mit ihrer Krankheit geschult werden.“

Inzwischen gibt es sechs strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch Kranke mit einem Diabetes mellitus Typ 1 oder 2, einem Asthma bronchiale, einer chronischen Lungenkrankheit (COPD), einer koronaren Herzerkrankung und für Frauen mit Brustkrebs. Innerhalb der sechs Programme wurden 2011 775.000 Patienten behandelt – doppelt so viele wie noch 2005. Die größte Gruppe der eingeschriebenen Patienten sind Diabetiker mit Diabetes mellitus Typ 2: 470.000 Menschen sind in das DMP-Programm eingeschrieben und werden dementsprechend betreut und behandelt. „In Nordrhein nehmen 75 Prozent der an Diabetes Typ 2 erkrankten GKV-Versicherten am DMP teil und haben dadurch eine gute Blutzuckereinstellung. Das ist nur einer der vielen positiven Effekte, welche die Disease-Management-Programme zeigen“, betont Matthias Mohrmann, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg. „Dass im Bereich des DMP Asthma mittlerweile rund 30 Prozent der Betroffenen keine typischen Asthma-Symptome mehr zeigen, kann auf die Medikation zurückgeführt werden und spricht ebenfalls für den Erfolg des Programms.“

Der jüngste DMP-Bericht belegt weitere Verbesserungen: „Im DMP Koronare Herzkrankheit konnte bei vier von zehn Patienten eine Verbesserung hinsichtlich der Blutdruckwerte festgestellt werden“, sagt Dr. Lutz Altenhofen vom Zentralinstitut. Eine differenzierte Betrachtung der Regionalanalysen zeigt, wie soziale und räumliche Bedingungen die Umsetzung der Behandlungsprogramme beeinflussen können.

Die Versorgung der DMP-Patienten erfolgt gut koordiniert. Insgesamt nehmen 5472 der 6855 nordrheinischen Hausärzte an der Versorgung innerhalb der DMP-Programme teil. Dazu kommen noch zahlreiche Fachärzte und Ärzte aus 109 Krankenhäusern. So profitieren die Patienten von einer äußerst intensiven Betreuung durch Haus- und Fachärzte sowie Mediziner in der stationären Versorgung. Die Schlüsselrolle bei der Koordination kommt dabei den Hausärzten zu. Wichtig zur Weiterentwicklung der Programme ist die Dokumentation der Behandlung durch die teilnehmenden Ärzte. Die Gemeinsame Einrichtung lässt die Dokumentationsdaten über die gesetzlichen Vorgaben hinaus durch das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland (ZI) analysieren. In einem jährlich erscheinenden Qualitätsbericht des ZI werden die evaluierten Daten der Ärzte der Öffentlichkeit vorgestellt. Auch die Praxen erhalten regelmäßig Feedback-Berichte mit detaillierten Statistiken über die Befunde der eigenen Patienten und die eigene Zielerreichungsquote, ergänzt durch Vergleichsdaten zum Durchschnitt aller Praxen.

Ansprechpartner für Journalisten

Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Tersteegenstr. 9
40474 Düsseldorf

Dr. Heiko Schmitz
Leiter Unternehmenskommunikation
Tel.: (02 11) 59 70-85 05

Karin Hamacher
Pressereferentin
Tel.: (02 11) 59 70-82 80
Fax: (02 11) 59 70-81 00

Gemeinsame Pressemitteilung
Pressekontakt

Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Dr. Heiko Schmitz
Telefon (02 11) 59 70-85 05

AOK Rheinland/ Hamburg
André Schall
Telefon (02 11) 87 91-15 39

Verband der Ersatzkassen e. V, Landesvertretung NRW
Bärbel Brünger
Telefon (01 73) 73 83 758

BKK-Landesverband Nordwest
Karin Hendrysiak
Telefon (02 01) 1 79-15 11

Knappschaft Bahn-See
Dr. Wolfgang Buschfort
Telefon (02 34) 30 48 20 50

IKK classic
Michael Lobscheid
Telefon (0 22 04) 912-104

Landwirtschaftliche Krankenkasse NRW
Frank Krenz
Telefon (02 51) 23 20-4 72


vdek vergibt Zukunftspreis zum Thema „Versorgungsideen bei Multimorbidität“

Die Gewinner des diesjährigen vdek-Zukunftspreises „Versorgungsideen bei Multimorbidität“ der Ersatzkassengemeinschaft stehen fest. Auf der Mitgliederversammlung des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) am 18. Dezember 2012 wurden die Preisträger des mit 20.000 Euro dotierten Preises bekanntgegeben.

Der erste Preis, dotiert mit 15.000 Euro, wird an das Projekt „Hausärztliche Leitlinie Multimedikation“ von der Leitliniegruppe Hessen in Kooperation mit der PMV Forschungsgruppe vergeben. Der zweite Preis in Höhe von 5.000 Euro geht an das Aktionsbündnis „Schmerzfreie Stadt Münster“. Christian Zahn, Verbandsvorsitzender des vdek, würdigte die beiden Gewinnerprojekte als „herausragende Beispiele für eine patientennahe Versorgung multimorbider Patienten“.

Die Hausärztliche Leitlinie Multimedikation setzt sich zum Ziel, Hausärzte ganz praktisch bei der Medikation multimorbider Patienten zu unterstützen. Sie soll falschen Medikamenteneinsatz, unerwünschte Multimedikation aber auch Unterversorgung vermeiden helfen. Mit dem vdek-Zukunftspreis würdigt der Verband auch das große Engagement der Leitliniengruppe Hessen, die seit 1998 hausärztliche Leitlinien zu ausgewählten Themen der Pharmakotherapie mit wissenschaftlicher Expertise erstellt.

Ziel des Aktionsbündnisses Schmerzfreie Stadt Münster ist es, einen Beitrag zu einem verbesserten Schmerzmanagement in verschiedenen Versorgungseinrichtungen (Krankenhaus, ambulante Dienste, stationäre Altenhilfe, Hospize, Schmerzpraxen) zu leisten. Im Rahmen einer Studie soll untersucht werden, wie sich das schmerztherapeutische Versorgungsnetz in der Stadt Münster darstellt, welche Leitlinien der Medizin und Pflege zum Einsatz kommen und wie die Lebensqualität von Schmerzpatienten verbessert werden kann. Aus der Studie sollen Erkenntnisse gezogen werden, wie Städte generell beim Schmerzmanagement unterstützt werden können.

„Eine älter werdende Gesellschaft braucht eine besondere Art der Versorgung. Intelligente Konzepte haben da Konjunktur“ so Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek. Mit dem bereits zum dritten Mal in Folge ausgelobten Zukunftspreis möchte der Verband neue, zukunftsweisende Versorgungsangebote unterstützen und den demografischen Wandel mit best-practice-Beispielen von fortschrittlicher, praxisnaher Versorgung begleiten. Eine hochkarätige Jury aus Vertretern von Politik, Ärzteschaft, Wissenschaft und dem vdek hat aus den eingegangenen Bewerbungen die zwei Projekte ausgewählt.

Auf einer Fachveranstaltung am 30. Januar 2013, 16:00 Uhr, werden den Preisträgern die Preise offiziell verliehen. Die Veranstaltung zum Thema „Versorgungsideen bei Multimorbidität“ findet statt im Verlagshaus des Tagesspiegels, Askanischer Platz 3, 10963 Berlin.

Presse:

Michaela Gottfried
Verband der Ersatzkassen e. V.
Askanischer Platz 1
10963 Berlin
Tel.: 0 30 / 2 69 31 – 12 00
Fax: 0 30 / 2 69 31 – 29 15
presse@vdek.com
www.vdek.com


Patienten sind zufrieden mit Krankenhäusern – Deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Häusern

Patienten in Deutschland sind zufrieden mit der Versorgung in ihren Krankenhäusern. Sie nehmen jedoch teils deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Häusern wahr. Das zeigt die bislang größte Patientenbefragung in Deutschland, durchgeführt von AOK, BARMER GEK und der „Weissen Liste“, einem gemeinsamen Projekt der Bertelsmann Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen. Die Ergebnisse zu den jeweiligen Krankenhäusern sind ab heute im Suchportal der Weissen Liste sowie in den darauf basierenden Portalen von AOK und BARMER GEK abrufbar. Die komplett überarbeiteten Internetseiten sollen Patienten bei der Suche nach einem geeigneten Krankenhaus unterstützen.

Rund eine Million Versicherte von AOK und BARMER GEK wurden in den vergangenen zwölf Monaten zu ihren Erfahrungen während des Krankenhausaufenthalts befragt, mehr als 450.000 haben geantwortet. Damit liefert die fortlaufende Patientenbefragung schon jetzt Ergebnisse zu über 1.300 beziehungsweise über 70 Prozent der im Portal gelisteten Krankenhäuser. Voraussetzung für eine Ergebnisveröffentlichung sind mindestens 75 ausgefüllte Fragebögen zum jeweiligen Krankenhaus.

Insgesamt fällt die Zufriedenheit hoch aus: 82 Prozent der Befragten würden ihr Krankenhaus weiterempfehlen. 83 Prozent äußern sich zufrieden mit der ärztlichen Versorgung, 82 Prozent mit der pflegerischen Betreuung. Etwas geringer ist die Zufriedenheit mit Organisation und Service (79 Prozent). Wichtigste Einflussgröße für Patientenzufriedenheit ist die medizinische Qualität. Weniger bedeutend sind Aspekte wie die Essensversorgung und die Aufnahmesituation.

Zwischen den einzelnen Krankenhäusern sind die Unterschiede teilweise deutlich: So erreichen zwar etwa zwei Drittel der Kliniken eine Weiterempfehlungsrate von über 80 Prozent, etwa ein Drittel liegt jedoch unter dieser Rate. Rund 2,5 Prozent der Häuser fallen sogar unter 70 Prozent.

Schnelle und einfache Krankenhaussuche für Patienten

Die aktuellen Befragungsergebnisse fließen direkt in das Krankenhaus-Vergleichsportal ein, das heute in einer neuen Version veröffentlicht wird. Patienten können darin bundesweit nach einem geeigneten Krankenhaus für ihren Behandlungsanlass suchen — und schauen, welche Erfahrungen andere Patienten während ihres Krankenhausaufenthaltes gemacht haben. Das Portal informiert zudem etwa darüber, wie häufig und mit welcher Qualität bestimmte Krankenhäuser eine Behandlung durchgeführt haben. Auf den Seiten kann man ohne medizinisches Vorwissen recherchieren: Fast 5.000 allgemeinverständlich übersetzte Fachbegriffe, ein integrierter Diagnosen-Dolmetscher und verständliche Erklärungen helfen bei der Suche. Dem Nutzer werden jeweils nur die Informationen angezeigt, die für seinen Behandlungsanlass von Bedeutung sind. Durch die Überarbeitung sind nun alle Informationen noch schneller und einfacher zugänglich — wenige Klicks genügen. Im Portal sind rund 1.900 Krankenhäuser verzeichnet. Zentrale Grundlage dafür sind die Qualitätsberichte, die die Kliniken aufgrund gesetzlicher Vorgaben veröffentlichen müssen. Die Informationen aus diesen Berichten werden für das Portal verständlich aufbereitet.

Das Portal ist unter den folgenden Adressen online abrufbar, Basis ist jeweils die Weisse Liste:

AOK-Krankenhausnavigator: www.aok-gesundheitsnavi.de
BARMER GEK Krankenhausnavi: www.krankenhausnavi.barmer-gek.de
Weisse Liste: www.weisse-liste.de/krankenhaus

Kontakt:

Timo Thranberend
Projektmanager Kommunikation
Bertelsmann Stiftung
Carl-Bertelsmann-Str. 256
33311 Gütersloh
Tel.: 05241 81-81117


Neuer Tagungsort und verändertes Datum: Gesundheitswirtschaftskongress zieht 2013 um!

Hamburg. Der 9. Gesundheitswirtschaftskongress in Hamburg findet erstmalig im Hotel „Grand Elysée“ statt, nachdem der bisherige Tagungsort künftig nicht mehr zur Verfügung steht. Auch das bisher geplante Datum verschiebt sich um drei Wochen auf den 24. und 25. September 2013. „Wir freuen uns sehr auf die vielen innovativen Gestaltungsmöglichkeiten, die das neue Veranstaltungshotel bietet“, betont Ines Kehrein, Geschäftsführerin der den Kongress veranstaltenden Wiso Hanse management GmbH. Kehrein weiter: „Wir bitten alle langjährigen Teilnehmer und Partner des Gesundheitswirtschaftskongresses das veränderte Datum und den neuen Veranstaltungsort schon jetzt in ihre Kalender für 2013 einzutragen.“ Noch besser sei es, den XXL-Frühbucherrabatt bis Ende dieses Jahres zu nutzen und sich im Internet (www.gesundheitswirtschaftskongress.de) sofort für den 9. Gesundheitswirtschaftskongress am 24. und 25. September 2013 im Hotel „Grand Elysée“ in Hamburg anzumelden. Ines Kehrein dazu: „Sie sparen gegenüber dem regulären Ticketpreis € 100,00 und sichern sich schon heute die Teilnahme.“

„2013 und die folgenden Jahre stehen die Gesundheitsanbieter vor großen Herausforderungen“, prognostiziert Gesundheitsunternehmer und Kongresspräsident Prof. Heinz Lohmann anlässlich der Ankündigung des Gesundheitswirtschaftskongresses im kommenden Jahr. Der Umbruch in der Gesundheitsbranche habe eben erst begonnen. Alle Akteure müssten gewaltige Anstrengungen unternehmen, um künftig für die Patienten gleichzeitig hochqualifizierte und kostengünstige medizinische Leistungen anbieten zu können. Da sei es gut, im direkten Austausch mit Kollegen die künftigen Herausforderungen zu besprechen. Prof. Lohmann wörtlich: „Der 9. Gesundheitswirtschaftskongress am 24. und 25. September 2013 in Hamburg bietet dazu eine exzellente Gelegenheit. Wie in den vergangenen Jahren erwarten wir wieder rund 700 TOP-Manager der Gesundheitswirtschaft sowie Vertreter aus Politik und Verbänden beim ersten großen Branchentreffen direkt nach den Sommermonaten.“

Informationen und Anmeldung zum 9. Gesundheitswirtschaftskongress am 24. und 25. September 2013 unter: www.gesundheitswirtschaftskongress.de

Für Rückfragen:

Ines Kehrein (V. i. S. d. P.)
Geschäftsführerin
WISO HANSE management GmbH
Stormsweg 3
22085 Hamburg
Tel.: 040/28 80 72 199
E-Mail: ines.kehrein@gesundheitswirtschaftskongress.de


Neuauflage der Broschüre „Hilfe für Suchtkranke“

In Deutschland gibt es ca. 4 Millionen suchtkranke Personen, davon sind

  • ca. 1,3 Mio. alkoholabhängig
  • ca. 1,4 bis 1,9 Mio. medikamentenabhängig
  • ca. 175.000 drogenabhängig (ohne cannabis)
  • ca. 220.000 cannabisabhängig
  • bis zu 300.00 pathologische Glücksspieler und ca. 560.000 pathologische PC-/Internetnutzer

Die in der 15. Auflage neu erschienene Broschüre „Hilfe für Suchtkranke“ gibt einen Überblick über die Behandlungsangebote der Einrichtungen für alkohol-, medikamenten- und drogenabhängige Menschen sowie pathologische Glücksspieler in Deutschland, welche dem bundesweit tätigen Fachverband Sucht e.V. anghören. Zudem wurden erstmals auch Angebote für pathologische PC-/Internetnutzer berücksichtigt.

Die Publikation wendet sich insbesondere an Multiplikatoren (niedergelassene Ärzte, Betriebsärzte, Psychotherapeuten, Personalverantwortliche Betriebsräte, ambulante Beratungsstellen etc.), die in ihrem Arbeitsfeld mit suchtkranken Menschen in Kontakt kommen und fachliche Hilfe für diese suchen. Die aktuellen Behandlungsangebote finden sich auch im Internet unter www.sucht.de auf der Homepage des FVS. Einzelexemplare können kostenlos bezogen werden beim:

Fachverband Sucht e.V. (FVS)
Walramstr. 3
53175 Bonn
Tel.: 0228 261555
Fax: 0228 215885
E-Mail: sucht@sucht.de
www.sucht.de


Neuauflage der Broschüre "Hilfe für Suchtkranke"

In Deutschland gibt es ca. 4 Millionen suchtkranke Personen, davon sind

  • ca. 1,3 Mio. alkoholabhängig
  • ca. 1,4 bis 1,9 Mio. medikamentenabhängig
  • ca. 175.000 drogenabhängig (ohne cannabis)
  • ca. 220.000 cannabisabhängig
  • bis zu 300.00 pathologische Glücksspieler und ca. 560.000 pathologische PC-/Internetnutzer

Die in der 15. Auflage neu erschienene Broschüre „Hilfe für Suchtkranke“ gibt einen Überblick über die Behandlungsangebote der Einrichtungen für alkohol-, medikamenten- und drogenabhängige Menschen sowie pathologische Glücksspieler in Deutschland, welche dem bundesweit tätigen Fachverband Sucht e.V. anghören. Zudem wurden erstmals auch Angebote für pathologische PC-/Internetnutzer berücksichtigt.

Die Publikation wendet sich insbesondere an Multiplikatoren (niedergelassene Ärzte, Betriebsärzte, Psychotherapeuten, Personalverantwortliche Betriebsräte, ambulante Beratungsstellen etc.), die in ihrem Arbeitsfeld mit suchtkranken Menschen in Kontakt kommen und fachliche Hilfe für diese suchen. Die aktuellen Behandlungsangebote finden sich auch im Internet unter www.sucht.de auf der Homepage des FVS. Einzelexemplare können kostenlos bezogen werden beim:

Fachverband Sucht e.V. (FVS)
Walramstr. 3
53175 Bonn
Tel.: 0228 261555
Fax: 0228 215885
E-Mail: sucht@sucht.de
www.sucht.de


Mobbing: Hohes Risiko für die Pflege

Kongress Pflege 2013 am 25. und 26. Januar in Berlin | Betroffene können Arbeitgeber verklagen | Konfliktmanagement als Führungsaufgabe

Heidelberg|Berlin. Die Pflege gilt als besonders anfällig, was Mobbing betrifft. „Für Menschen, die beruflich viel mit Beziehungen und Emotionen zu tun haben, ist das Risiko für Mobbing relativ groß“, betont Peter Bechtel, Vorsitzender des Bundesverbands Pflegemanagement und Pflegedirektor das Universitäts-Herzzentrum Freiburg Bad Krozingen. Darum wird sich der Kongress Pflege 2013 – Leitkongress für das mittlere Management in der Pflege – am 25. und 26. Januar neben vielen weiteren Führungs- und pflegepolitischen Themen mit dem Problem beschäftigen. Eine Untersuchung von 2011, in der die Sozialwissenschaftlerin Dr. Jeannette Drygalla rund 1.000 Pflegekräfte an sechs deutschen Universitätsklinika befragte, bestätigt die Dringlichkeit: Ein Viertel der Pflegenden hat sich schon einmal als Opfer von Mobbing gefühlt. Etwa die Hälfte der Befragten hat am Arbeitsplatz schon mindestens einmal beobachtet, wie jemand dauerhaft gedemütigt wurde, und knapp 10 Prozent gaben zu, selber schon mal gemobbt zu haben.

„Dort, wo Konflikte nur oberflächlich geglättet werden, entsteht Mobbing besonders häufig“, berichtet Drygalla, die zurzeit eine Vertretungsprofessur an der Fachhochschule Jena im Fachbereich Sozialwesen innehat. Als weitere Ursache macht sie einen undemokratischen Führungsstil aus. Peter Bechtel verweist auch auf die Arbeitsbedingungen: „Bei geringeren Verweildauern, höheren Fallzahlen und mehr Multimorbidität sinkt die Bereitschaft, jemanden im Team mitzutragen.“ Wichtig sei es deshalb, so die Wissenschaftlerin Drygalla, nicht nur mit dem Betroffenen, sondern mit dem gesamten Team zu arbeiten und sich die Strukturen anzuschauen.

Der Kongress mit den Schwerpunkten Pflegepolitik, Pflegemanagement und Pflegerecht beleuchtet auch juristische Aspekte: Die rechtliche Situation habe sich in den letzten Jahren zugunsten der Mobbing-Opfer verbessert, berichtet Prof. Thomas Weiß, Mitglied im Kongressbeirat. Der auf Pflege- und Krankenhausrecht spezialisierte Rechtsanwalt aus Kiel führt weiter aus: „Betroffene können Arbeitgeber, die Mobbing nicht unterbinden, sowie mobbende Arbeitskollegen und Vorgesetzte auf Schadensersatz oder auch Schmerzensgeld verklagen.“

Auf dem Kongress Pflege 2013, ausgerichtet von Springer Medizin und dem Pflegemagazin Heilberufe, werden rund 1.000 Entscheider aus der Pflege erwartet. Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates, sowie Annette Widmann-Mauz (MdB), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, eröffnen den Kongress. Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung vergibt der Bundesverband Pflegemanagement zum zweiten Mal den Pflegemanagement-Award für Nachwuchsführungskräfte. Weitere Informationen zum Kongress finden Sie hier.

Springer Medizin ist führender Anbieter von Fachinformationen im Gesundheitswesen in Deutschland und Österreich. Die Produktpalette umfasst Zeitschriften, Zeitungen, Bücher und eine Vielzahl von Online-Angeboten für alle Arztgruppen, Psychologen, Zahnärzte, Pharmazeuten, Heilberufe und medizinisch interessierte Laien. Wichtige Qualitätsmerkmale aller Verlagsprodukte sind hohe wissenschaftliche Qualität, Fort- und Weiterbildung auf dem neuesten Stand der medizinischen Forschung, sowie exzellente Vernetzung zu wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Berufsverbänden, medizinischen Stiftungen, Herausgebern und Fachautoren. Springer Medizin ist Teil von Springer Science+Business Media. Hier finden Sie alle Pressemitteilungen zu Springer Medizin und Springer Science+Business Media.

Pressekontakt: Uschi Kidane | Springer Medizin | tel. +49 6221 487-8166

Kongressorganisation und Anmeldung: Andrea Tauchert | Springer Medizin | tel. +49 30 82787-5510


DGNKN-Jahreskongress: Neurorehabilitation ganz praxisnah – bei der „therapie“ Leipzig (21.-23.3.2013)

Jedes Jahr erleiden 270.000 Menschen in Deutschland Schädelhirnverletzungen (ZNS – Hannelore Kohl Stiftung) und fast 270.000 Bundesbürger sind von einem Schlaganfall betroffen (Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe). Aktuelle Methoden der neurologischen Rehabilitation unter anderem nach Schädelhirntrauma, Schlaganfall oder Wirbelsäulenverletzungen, bei Dysarthrie und Dysphagie stehen im Zentrum des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurotraumatologie und Klinische Neurorehabilitation e. V. (DGNKN). Dieser findet vom 21. bis 23. März 2013 erstmals im Rahmen der therapie Leipzig statt. Die Symposien und praxisnahen Workshops richten sich gleichermaßen an Ärzte, Psychologen, Physio- und Ergotherapeuten sowie Logopäden.

„Das sehr praxisorientierte, interaktive und zugleich wissenschaftlich fundierte Kongressprogramm zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie therapeutische Intervention die Hirnplastizität beeinflussen kann“, betont Horst Hummelsheim, Professor für Neurologische Rehabilitation an der Universität Leipzig und Erster Vorsitzender der DGNKN. Themen wie motorisches Lernen, nicht invasive Hirnstimulation zur Beeinflussung der neuronalen Plastizität, melodische Intonationstherapie zum Abbau von Sprachstörungen, Critical Illness Polyneuropathie, Gangrehabilitation, Ernährung oder das moderne Bobath-Konzept unterstreichen den integrierten, interdisziplinären Ansatz. „Zum ersten Mal haben wir das Thema Wirbelsäulenverletzungen als Schwerpunkt ins Programm aufgenommen“, sagt Professor Dr. Hummelsheim, der auch Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor am Neurologischen Rehabilitationszentrum Leipzig ist.

Prominente Key Lectures

„Für die Schlüsselvorträge konnten wir anerkannte Fachexperten gewinnen. So wird Professor Ian Baguley von der University of Sydney, der sich mit schweren Bewusstseinsstörungen beschäftigt, die Key Lecture am ersten Kongresstag bestreiten“, kündigt Professor Hummelsheim an. Den zweiten Kongresstag wird Professor Dr. Walter Sturm, Leiter Klinische Neuropsychologie an der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums der RWTH Aachen, mit einem Vortrag zur Therapie von Aufmerksamkeitsstörungen einleiten.

Neues zu motorischem Lernen und Gangrehabilitation

Beim motorischen Lernen als wesentlichem Bestandteil der Klinischen Neurorehabilitation stehen zwei Aspekte im Mittelpunkt des Symposiums: „Entscheidend ist die Bewegungsrepetition und wir werden uns damit befassen, wie die Bewegungen optimal durchgeführt werden“, erklärt Professor Hummelsheim. Denn es komme auf die Beschleunigung an: „Der Lerneffekt ist größer, wenn die Bewegungen dynamisch, möglichst schnell absolviert werden. Die Parametrisierung in der motorischen Rehabilitation wird deshalb Gegenstand der Diskussion sein. Der zweite Aspekt bezieht sich auf theoretische Grundlagen bei der Gestaltung von Übungssessions – wie viele Pausen dazwischen eingelegt werden sollten. Denn Pausen und Schlafpausen sind wichtig, damit das Gelernte sich festigen kann.“ Einen breiten Raum im Programm werde zudem die Gangrehabilitation nach Schlaganfall oder bei Parkinsonbetroffenen einnehmen. So wird unter anderem das EGAIT-Projekt – elektromechanisch-assistierte Gangrehabilitation nach Schlaganfall – vorgestellt.

Modernisiertes Bobath-Konzept

„Das Bobath-Konzept hat sich in letzten zehn Jahren stark weiterentwickelt. Moderne Erkenntnisse der Neurowissenschaft, zum motorischen Lernen und zur motorischen Funktionserholung wurden integriert“, berichtet DGNKN-Vorsitzender Hummelsheim. So sei Laufbandtraining – also das repetitive Üben von Schrittbewegungen – in das bereits in den 1940er-Jahren entwickelte Bobath-Konzept aufgenommen worden. Bobath zählt zu den verbreiteten Therapieformen in der Behandlung von Menschen mit neurologischen Störungen – beispielsweise bei Halbseitenlähmung nach Schlaganfall.

Ernährung, Sprech- und Schluckstörungen im Fokus

Erstmals beschäftigt sich ein Workshop auf dem DGNKN-Jahreskongress mit der Ernährung. „In der neurologischen Rehabilitation haben wir viele schwerstbetroffene Patienten zum Beispiel mit schweren Hirnblutungen oder Hirnverletzungen, die meist durch eine Magen- oder Bauchsonde ernährt werden“, erläutert Professor Hummelsheim. Doch die Ernährung sei oft zu schematisch und stereotyp, nicht fallspezifisch genug geplant: „Deshalb wird oft über- oder unterernährt. Die Individualisierung des Ernährungsplans ist wichtig.“ Dies sei keine triviale Angelegenheit, so Hummelsheim: „Stoffwechsel und Gewichtsverhalten müssen beobachtet werden, damit die Patienten beispielsweise nicht an Gewicht verlieren.“ Die Ernährungsmedizin halte erst seit zwei, drei Jahren Einzug in die Neurologie. Sie sei ebenfalls ein für Logopäden relevantes Thema, die diese Schluckstörungen therapieren und über die Nahrungskonsistenz mitbestimmen. Zudem sind speziell für Logopäden das Symposium Dysarthrie und Dysphagie (Sprech- und Schluckstörunge) sowie der Workshop zum Trachealkanülenmanagement interessant.

Therapie bei Gesichtsfeldeinschränkung

Vor allem an Neuropsychologen und Ergotherapeuten richtet sich der Workshop Hemianopsie: Dabei geht es um die Rehabilitation bei halbseitigem Gesichtsfeldausfall – eine neurologisch bedingte Sehstörung, die unter anderem Folge eines Schlaganfalls sein kann. „So könnten Patienten zum Beispiel beim Autofahren den Spurwechsel nach links oder rechts nicht sehen“, verdeutlicht Professor Hummelsheim. Inzwischen gebe es gute Trainingsmethoden, um den Gesichtsfeldausfall durch Augenbewegungen auszugleichen.

Nachwuchsarbeit im Therapeutischen Hochschulforum

Über die Akademisierung der Gesundheitsberufe diskutiert das Therapeutische Hochschulforum des DGNKN-Kongresses. Studenten der Bachelor- oder Masterstudiengänge Physiotherapie beziehungsweise des unter Federführung der DGNKN entwickelten Masterstudiengangs Neurorehabilitation an der SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera gGmbH sind eingeladen, Studien- oder Forschungsarbeiten zu präsentieren. Ebenso sind Schüler von Logopädie-, Physio- und Ergotherapieschulen oder Krankengymnastikschulen willkommen.

Über die therapie Leipzig:

Die therapie Leipzig bietet als einzige Fachmesse mit Kongress für Therapie, Medizinische Rehabilitation und Prävention in Deutschland einen kompletten Marktüberblick. 2011 zeigten 243 Aussteller auf 14.000 Quadratmetern Fläche den 11.300 Messebesuchern ihre Innovationen und aktuelle Branchentrends. Den Kongress mit mehr als 130 Seminaren nutzten über 2.500 Physio- und Ergotherapeuten, Masseure, Ärzte, Sportwissenschaftler und Sporttherapeuten sowie Führungskräfte von ambulanten Rehazentren, Akut- und Reha-Kliniken zur Fort- und Weiterbildung. 2011 unterstützten 18 Verbände und wissenschaftliche Gesellschaften die therapie Leipzig und wirkten an der Konzeption und Umsetzung des Fortbildungsprogrammes mit.

Ansprechpartner für die Presse:

Corinna Schwetasch,
Pressesprecherin therapie Leipzig
Leipziger Messe GmbH
Telefon: +49 (0)341 / 678 6524
Telefax: +49 (0)341 / 678 166524
E-Mail: c.schwetasch@leipziger-messe.de

therapie Leipzig im Internet:

www.therapie-leipzig.de
www.leipziger-messe.de