November, 2012

 

Ärzte und Pfleger dringend gesucht

Donnerstag, 29. November 2012

StepStone Deutschland GmbH

Studie der Online-Jobbörse StepStone und des Thieme Verlags liefert Fakten zu einem hart umkämpften Markt

Düsseldorf – Im Gesundheitswesen herrscht Fachkräftemangel. Und allen Prognosen zufolge wird dieser sich in Zukunft noch deutlich zuspitzen. Arbeitgeber stehen also miteinander in immer stärkerer Konkurrenz um gut ausgebildete Mitarbeiter. Wie ist das Verhalten von Ärzten und Pflegern bei der Jobsuche? Was ist ihnen wichtig bei der Wahl des neuen Arbeitgebers? Welche Medien nutzen sie, um sich über offene Stellen zu informieren? Die Ergebnisse der aktuellen Studie von der Jobbörse StepStone und dem Georg Thieme Verlag sollen Kliniken und Pflegeeinrichtungen helfen, ihr Recruiting in Zukunft noch effektiver zu gestalten. Deutschlands führende Online-Jobbörse und der renommierte Medizin-Fachverlag bündeln ihre Kräfte für das Recruiting im Gesundheitswesen und schaffen damit ein optimales Angebot für alle vom Fachkräftemangel betroffenen Kliniken und Pflegeeinrichtungen.

HIER DIE WICHTIGSTEN STUDIEN-ERGEBNISSE:

Immer wechselwilliger

Bei Ärzten und Krankenpflegern steigt die Bereitschaft, häufiger den Job zu wechseln. Jeder vierte der über 2.300 Befragen ist (oder war innerhalb der letzten 6 Monate) auf Jobsuche. Die Bindung an den Arbeitgeber ist heute nicht mehr so stark wie noch vor 20 Jahren.

Internet gewinnt an Bedeutung

Bei Krankenpflegern und Ärzten ist das Internet die am intensivsten genutzte Quelle bei der Jobsuche. Die tatsächliche Anzeigenschaltung der Arbeitgeber in diesen Berufsgruppen steht demnach mit ca. 60 Prozent Print-Anteil im krassen Widerspruch zu den Nutzungsgewohnheiten der Zielgruppe.

Kandidaten wünschen sich mehr Informationen

In den klassischen Stellenausschreibungen vermissen Ärzte und Pfleger Angaben zu Themen wie „Anreize neben dem Gehalt“, „soziale Leistungen“ und „Details zum Arbeitsinhalt“. Diese Punkte können in Online-Anzeigen mit Hilfe vertiefender Seiten, die der Interessierte anklicken kann, problemlos ausführlich beschrieben werden, ohne dass die Kosten für die Anzeige explodieren.

Entscheidungskriterien für einen Arbeitgeber („wichtig“ oder „sehr wichtig“)

Bei den Ärzten stehen auf den ersten Plätzen:

• Arbeitsatmosphäre/Firmenklima (99 Prozent)

• Kollegium und Vorgesetzte (jeweils über 95 Prozent)

• Gehalt (90 Prozent)

• Work-Life-Balance und Fortbildungsangebote (je 88 Prozent).

Bei den Pflegern ergeben sich folgende Prioritäten:

• Arbeitsatmosphäre/Firmenklima (98 Prozent)

• Kollegium und Vorgesetzte (95 Prozent)

• Gehalt (95 Prozent)

• Fortbildungsangebote (94 Prozent)

Hohe Umzugsbereitschaft

Ärzte und Pfleger sind mobil. Die Bereitschaft, für eine neue Stelle umzuziehen, ist hoch (Pfleger: 39 Prozent, Ärzte: 53 Prozent) – ein deutlicher Hinweis darauf, dass die überregionale Stellensuche immer wichtiger wird. Zumal eine kürzlich veröffentlichte PWC-Studie zeigt, dass der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen nicht in allen Regionen und Bundesländern gleich stark ausgeprägt ist.

Mobile Job-Apps gewinnen an Bedeutung

Kandidaten wollen heute auch unterwegs Zugriff auf aktuelle Jobangebote haben. Dafür nutzen sie ihr Smartphone. Bereits 17 Prozent der Ärzte haben auf ihrem mobilen Endgerät schon einmal nach Stellenanzeigen gesucht. Bei den Pflegern sind es bereits 11 Prozent. Die mobile Jobsuche wird weiter an Bedeutung zunehmen.

Flexibilität schafft Attraktivität

Jeder vierte Befragte sucht explizit nach einem Teilzeitjob, bei den Frauen sogar mehr als jede dritte. Zeigt sich ein Arbeitgeber hier flexibel, wird er für eine größere Zahl an Jobsuchenden attraktiv.

„Die StepStone/Thieme Studie zeigt einmal mehr, dass Unternehmen im Gesundheits- und Pflegebereich heute nicht mehr an einer passenden Online-Recruiting-Strategie vorbeikommen. Denn das Medium Internet deckt genau die Kriterien Verfügbarkeit, Verbreitung, zielgruppengenaue Ansprache und Informationstiefe ab, die heute entscheidend für den Erfolg von Recruiting-Maßnahmen sind“, erklärt Dr. Sebastian Dettmers, Geschäftsführer von StepStone Deutschland.

Die Ergebnisse der Studie werden am 29./30. November 2012 in Berlin beim „Praxisforum Personal“ erstmals präsentiert.

Über die Studie

Es handelt sich um eine Online-Befragung, an der 2343 Personen teilgenommen haben. Die Befragung wurde im August/September 2012 durchgeführt. 50,3 Prozent der Befragten waren Männer, 49,7 Prozent Frauen. Die Berufsgruppen teilen sich wie folgt auf: 67,8 Prozent Ärzte (1.588), 15,7 Prozent Krankenpfleger (367), Angehörige therapeutischer Gesundheitsberufe 7,4 Prozent (173).

Über StepStone

StepStone ist eine der erfolgreichsten Jobbörsen Europas. In Deutschland ist www.stepstone.de mit mehr als 55.000 Stellenangeboten und laut unabhängiger IVW-Messung 8,9 Millionen Besuchen im Oktober 2012 der meistgenutzte private Online-Stellenmarkt für Fach- und Führungskräfte. Insgesamt nutzen rund 20.000 Kunden, darunter so renommierte Unternehmen wie Asklepios, Robert Bosch, Siemens, Merck und Dräger, die Jobbörse StepStone erfolgreich zur Rekrutierung qualifizierter Fach- und Führungskräfte. Seit 2009 gehört die gesamte StepStone Gruppe mehrheitlich zur Axel Springer AG mit Hauptsitz in Berlin. Weitere Infos unter: www.stepstone.de

Über die Thieme Verlagsgruppe

Die Thieme Verlagsgruppe gehört zu den großen deutschen Medienunternehmen im Bereich der Fachinformation. Die über 900 Mitarbeiter sind an den Standorten Stuttgart, Berlin, Düsseldorf, Erlangen, New York und Delhi tätig. Den thematischen Schwerpunkt aller Aktivitäten bildet die Medizin. Mit nahezu 140 Fachzeitschriften, über 4500 lieferbaren Buchtiteln und zahlreichen Online-Angeboten spricht der Verlag Medizinstudierende, Ärzte sämtlicher Fachrichtungen sowie Pflegekräfte und weitere Berufsgruppen im Gesundheitswesen an. Weitere Infos unter www.thieme.de/medizinjobs

Pressekontakt:

StepStone Deutschland GmbH

Anne Weber-Ploemacher

Fon 0211 93493-5731

E-Mail: presse@stepstone.de

www.stepstone.de

Georg Thieme Verlag KG

Katja Röhm / Anne-Katrin Döbler

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Rüdigerstraße 14

70469 Stuttgart

Fon 0711 8931-280 / -115

katja.roehm@thieme.de / anne.doebler@thieme.de

www.thieme.de


Studieren geht an die Nerven – jede fünfte Pille gegen psychische Störungen

28.11.2012

Hamburg. Jede fünfte Pille, die ein Hochschüler verschrieben bekommt, ist ein Medikament zur Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems – Tendenz steigend. Das ist das Ergebnis einer Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) zur gesundheitlichen Situation von Studierenden im Alter von 20 und 35 Jahren. Demnach erhielt ein Student im Jahr 2010 durchschnittlich 13,5 Tagesdosen Psychopharmaka und Co., vier Jahre vorher waren es 8,7 Tagesdosen – eine Steigerung um 55 Prozent. Erwerbspersonen in dieser Altersgruppe bekamen 2010 statistisch gesehen 9,9 Tagesdosen verschrieben und damit „nur“ 39 Prozent mehr als 2006 (7,1 Tagesdosen). Insgesamt wurden jedem Hochschüler im Jahr 2010 Medikamente für 65 Tage verordnet, einem erwerbstätigen Altersgenossen dagegen 72 Tagesdosen.

Aber nicht nur das Volumen der Arzneimitteln bei Erkrankungen des Nervensystems ist gestiegen, auch der Anteil junger Menschen, die medikamentös behandelt werden, nimmt immer weiter zu. Besonders stark stiegen innerhalb der letzten vier Jahre die Verordnungsraten von Antidepressiva: um mehr als 40 Prozent. Ein Blick auf die ambulanten Diagnosedaten zeigt, dass jedem fünften Studenten und jungen Erwerbstätigen mindestens einmal pro Jahr eine psychische Diagnose gestellt wurde. Frauen waren mit 30 Prozent deutlich häufiger betroffen als Männer mit 13 Prozent. Mit zunehmendem Alter nehmen die Diagnosen einer psychischen Störung bei Studierenden erheblich stärker zu als bei Berufstätigen.

Neben den Arzneimitteln lohnt auch ein Blick auf die Diagnosedaten der Studierenden. Die Sonderauswertung der TK zur gesundheitlichen Situation von Studierenden und jungen Erwerbspersonen zeigt, dass in beiden Gruppen rund 20 Prozent der Versicherten mindestens einmal eine psychische Diagnose gestellt wurde. Frauen waren mit 30 Prozent deutlich häufiger betroffen als Männer mit 13 Prozent. Mit zunehmendem Alter nehmen die Diagnosen einer psychischen Störung bei Studierenden erheblich stärker zu als bei Berufstätigen.

Was führt dazu, dass Studenten heute offensichtlich häufiger psychische Probleme haben? Hat die Umstellung des deutschen Studiensystems vom Diplom auf Bachelor- und Masterstudiengänge dazu beigetragen, dass sich Studierende zunehmend gestresst fühlen? Oder spielt eine gewisse Orientierungslosigkeit durch die Vielzahl der Möglichkeiten auch eine Rolle?

Eines scheint festzustehen: Anscheinend fühlt sich fast jeder deutsche Student gestresst. Das ergab eine aktuelle Forsaumfrage unter 1.000 Studenten in Nordrhein-Westfalen. Fast die Hälfte der Befragten fühlt sich sogar häufig oder immer gestresst. Hauptursache dieses Stresses sind demnach Prüfungen, Zeitdruck und finanzielle Sorgen. Die Studenten klagen über Nervosität, Erschöpfung, Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Jeder Zehnte gibt an, dass er zur Bekämpfung des Stresses Psychopharmaka nimmt.

Die Umfrage zeigt auch, dass die Studenten die Bologna-Reformen sehr kritisch sehen. In der Studienzeitverkürzung sehen die meisten von ihnen einen großen Stressfaktor. Sie beklagen aber auch, dass sie durch die neuen Studiengänge weniger Freiräume und weniger Spielraum für die Persönlichkeitsentwicklung haben.

Stress und Stressempfinden ist bekanntlich subjektiv. Was einer ohne Probleme an sich abprallen lässt, bringt den anderen um die innere Ruhe. Wichtig ist es, bei Problemen Hilfe zu suchen. Die TK unterstützt ihre Versicherten durch Entspannungskurse und den AntistressCoach. Bei diesem virtuellen Coach, der auf der TK-Website tk.de unter dem Webcode 038636 zu finden ist, werden individuelle Übungspläne erstellt, um mit dem ganz „normalen Alltagswahnsinn“ besser umgehen zu können.

Hinweis für die Redaktionen

Weitere Informationen rund um das Thema „Demografischer Wandel“ enthält der aktuelle TK-Medienservice. Die vollständige Ausgabe finden Sie im Online-Pressecenter unter www.presse.tk.de

Pressekontakt:

Michaela Hombrecher,
040.6909 2223, michaela.hombrecher@tk.de, Social Media Newsroom: 
www.newsroom.tk.de, Twitter: www.twitter.com/TK_Presse

Die sanfte Methode ist nicht immer die beste

Pressemitteilung des Hegau-Bodensee-Klinikums Singen

28.11.2012

Preis zur Förderung der Rehabilitationsforschung für klinische Studie des Singener Oberarztes Dr. med. Ronny Langenhan

Singen. Es ist eine der größten klinischen Untersuchungen zu dieser Thematik und sie wurde mit einem Preis ausgezeichnet: Dr. med. Ronny Langenhan, Oberarzt der Singener Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie, bekam als Erstautor für seine Studie „Postoperative functional rehabilitation after repair of quadriceps tendon ruptures: a comparison of two different protocols“ bei dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie in Berlin den mit 5000 Euro dotierten Preis zur Förderung der Rehabilitationsforschung der deutschen Gesellschaft für Orthopädie und  Unfallchirurgie (DGOU). Da der Preis meist an universitäre Einrichtungen geht, freut es den Oberarzt und Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie umso mehr, mit seiner klinischen Studie das Fachgremium der DGOU überzeugt zu haben. Für die Qualität seiner Arbeit spricht auch die Veröffentlichung der Studie in einer renommierten englischsprachigen Fachzeitschrift (Knee Surgery, Sports Traumatology, Arthroscopy).

In der Studie, welche Dr. Langenhan gemeinsam mit Singener Kollegen und Kollegen von der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen vorgenommen hatte, wurden zwei unterschiedliche Rehabilitationsschemata nach erfolgter Operation bei Quadrizepssehnenrissen anhand von zwei  Patientenkollektiven analysiert und gegenübergestellt. Alle Patienten wurden mit der gleichen Technik zwischen 2001 und 2008 operiert und waren auch hinsichtlich demografischer Daten vergleichbar. Das Ergebnis der Untersuchung zeigte, dass die Patienten von therapeutischen Maßnahmen, die sie stärker fordern, profitieren. Die Nachbehandlung mit sofortiger Vollbelastung und früherem Bewegungsaufbau nach der Operation ergab ein tendenziell besseres Behandlungsergebnis und kürzere Arbeitsunfähigkeit als eine sanftere, weniger fordernde Nachbehandlung (Teilbelastung und Bewegungseinschränkung über mehrere Wochen).

Da Sehnenrisse der Oberschenkelmuskulatur häufig von Stürzen herrühren und somit auch eine typische Alterserkrankung darstellen können, sind die Ergebnisse der Studie auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels von Bedeutung. Die Verletzung und die notwendige operative Behandlung führt anfangs zwangsläufig zu einer Bewegungseinschränkung des Kniegelenkes und somit der allgemeinen Mobilität des Patienten. Durch eine frühzeitige funktionellere Nachbehandlung kann dem entgegengewirkt werden. Die Ergebnisse der Untersuchung können also mithelfen, dass ältere Menschen mit einem Quadrizepssehnenriss schneller wieder auf die Beine kommen. Dazu ist bei vielen Behandlern ein Umdenken erforderlich. (2300 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Bildtext: Seine Studie kann mithelfen, dass ältere Menschen nach Stürzen schneller wieder auf die Beine kommen: Dr. Ronny Langenhan untersuchte, welche Methode nach einem Sehnenriss der Oberschenkelmuskulatur am besten hilft. Die Studie wurde mit dem Preis zur Förderung der Rehabilitationsforschung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie ausgezeichnet. Bild: aj

Pressekontakt: Andrea Jagode, Pressesprecherin des HBH-Klinikverbunds, Tel. 07731/89-1407


Studie „Gesundheit im Unternehmen“: Erst jeder dritte Mittelständler betreibt ein betriebliches Gesundheitsmanagement

27.11.2012 | 10:00 Uhr

Fellbach / Ludwigsburg. Gesundheit am Arbeitsplatz gewinnt auch im Mittelstand zunehmend an Bedeutung. Dennoch haben 62 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland bisher noch kein betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) eingeführt. Begründet wird diese Zurückhaltung vor allem mit fehlenden Ressourcen und einem zu großen Verwaltungsaufwand. Mittelständler, die bereits ein BGM betreiben, nehmen dafür zumeist rund 10.000 Euro jährlich in die Hand. Ohne die Unterstützung externer Experten kommen aber auch sie nicht aus. Das sind Ergebnisse der Studie „Gesundheit im Unternehmen“ der Süddeutschen Krankenversicherung und der mhplus Krankenkasse in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

„Wie unsere Studie weiter zeigt, verfolgen die Unternehmen mit ihren derzeitigen Aktivitäten – egal ob gut organisiertes BGM oder gelegentlich stattfindende Kurse – drei wesentliche Ziele: Gesundheitsförderung, Motivation und Leistungssteigerung“, sagt Klaus Henkel, Vorstandsvorsitzender der Süddeutschen Krankenversicherung (SDK). „Dass mehr als 90 Prozent der Mittelständler an erster Stelle mit der Verbesserung des Gesundheitszustands ihrer Belegschaft die Zahl der Krankmeldungen senken möchten, verwundert dabei nicht. Denn jedes Jahr entstehen den hiesigen Betrieben im Durchschnitt rund 3.600 Euro krankheitsbedingte Kosten pro Mitarbeiter.“

Doch auch über direkte Einsparungen aufgrund reduzierter Fehlzeiten hinaus hat der Mittelstand die Wirkung der betrieblichen Gesundheitsförderung erkannt. Acht von zehn Unternehmen möchten mit ihrem Engagement ihr Image als fürsorglicher Arbeitgeber verbessern. Hierbei fällt auf, dass Firmen mit einem umfassenden betrieblichen Gesundheitsmanagement die Wirkung auf das eigene Renommee schon deutlich mehr verinnerlicht haben als Betriebe, die bisher nur auf Einzelmaßnahmen setzen. Allen Unternehmen ist dabei interessanterweise gemein, dass ihre Aktivitäten in erster Linie auf die jetzige Belegschaft zielen. Die Gewinnung neuer Mitarbeiter rangiert in der Bedeutung deutlich dahinter.

Organisatorisch sind sowohl BGM-Lösungen als auch die Einzelmaßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung bei mehr als drei von vier Mittelständlern in der Personalabteilung angesiedelt. Hauptberuflich Verantwortliche für dieses Thema sind im Mittelstand hingegen noch eher die Ausnahme. Um diese fachliche Lücke zu schließen, kooperieren zwei Drittel der mittelständischen Unternehmen mit externen Partnern. Winfried Baumgärtner, Vorstand der mhplus Krankenkasse, betont: „Gleich nach den medizinischen Dienstleistern sind Versicherer und Krankenkassen die wichtigsten Ansprechpartner für den Mittelstand. Dass dabei 90 Prozent der Unternehmen mit ihren Partnern zufrieden sind, ist für uns Bestätigung und Ansporn zugleich.“

Hintergrundinformationen

Seit Beginn des Jahres 2009 kooperieren SDK als private und mhplus als gesetzliche Krankenversicherung eng miteinander. Besondere Angebote im Bereich der privaten Zusatzversicherung für gesetzlich Versicherte sind ein Bestandteil dieser Kooperation. Darüber hinaus nutzen die Kooperationspartner gemeinsam den unternehmerischen Spielraum zur aktiven Gestaltung des Gesundheitsmarktes über die Kernleistung Versicherung hinaus. Ein weiterer fester Bestandteil der Kooperation ist darum seit 2011 eine enge Zusammenarbeit im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Für den „Themenkompass 2012: Gesundheit im Unternehmen“ wurden im Auftrag der Süddeutschen Krankenversicherung und der mhplus Krankenkasse durch das Marktforschungsinstitut forsa insgesamt 100 für das Thema Gesundheit verantwortliche Entscheider aus mittelständischen Unternehmen (50 bis 500 Mitarbeiter) der Branchen Handel und Dienstleistungen befragt.

Die SDK im Profil

Die SDK mit Sitz in Fellbach ist in Süddeutschland der Krankenversicherungsspezialist der Volksbanken Raiffeisenbanken. Hier zählt die SDK mit über 700 Millionen Euro Beitragseinnahmen zu den größten privaten Krankenversicherern. Über 590.000 Versicherte bauen beim Thema Gesundheitsvorsorge auf die SDK. Für kompetente Beratung und Hilfe sorgen rund 800 Beschäftigte im Innen- und Außendienst. Mit ihrem Kooperationspartner aus dem Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung, der mhplus Krankenkasse, bietet die SDK Vorsorgelösungen aus einer Hand. Renommierte Wirtschaftsmagazine und führende Rating-Unternehmen zählen die SDK zu den besten Unternehmen der Branche. Zu den kleineren Unternehmen zählt die Süddeutsche Lebensversicherung mit etwa 1,4 Milliarden Euro Versicherungssumme. Sie überzeugt durch höchste Kundenzufriedenheit und exzellente Kapitalanlageergebnisse. Die Süddeutsche Allgemeine Versicherung sichert Unfälle ab und macht das Angebot als Personenversicherer komplett.

Die mhplus im Profil

Die mhplus BKK (www.mhplus.de) mit Sitz in Ludwigsburg ist offen für alle gesetzlich Krankenversicherten. Rund 1.000 Mitarbeiter betreuen an über 30 Standorten bundesweit rund 570.000 Versicherte. Unabhängige Tests belegen hohe Servicestandards und umfangreiche Mehrleistungen. In Fragen privater Zusatzversicherungen kooperiert die mhplus eng mit der Süddeutschen Krankenversicherung (SDK). Der allgemeine Beitragssatz beträgt 15,5 Prozent. Dies entspricht dem seit dem 1. Januar 2011 geltenden Einheitsbeitragssatz aller gesetzlichen Krankenkassen. Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben.

Pressekontakt:

Süddeutsche Krankenversicherung
monika.krimmer@sdk.de 
Fon: 0711 / 57 78 - 647
Fax: 0711 / 57 78 - 667

mhplus BKK
Michael.Pfeiffer@mhplus.de
Fon: 0 71 41 / 97 90 - 304
Fax: 0 71 41 / 97 90 - 246

Studie "Gesundheit im Unternehmen": Erst jeder dritte Mittelständler betreibt ein betriebliches Gesundheitsmanagement

27.11.2012 | 10:00 Uhr

Fellbach / Ludwigsburg. Gesundheit am Arbeitsplatz gewinnt auch im Mittelstand zunehmend an Bedeutung. Dennoch haben 62 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland bisher noch kein betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) eingeführt. Begründet wird diese Zurückhaltung vor allem mit fehlenden Ressourcen und einem zu großen Verwaltungsaufwand. Mittelständler, die bereits ein BGM betreiben, nehmen dafür zumeist rund 10.000 Euro jährlich in die Hand. Ohne die Unterstützung externer Experten kommen aber auch sie nicht aus. Das sind Ergebnisse der Studie „Gesundheit im Unternehmen“ der Süddeutschen Krankenversicherung und der mhplus Krankenkasse in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

„Wie unsere Studie weiter zeigt, verfolgen die Unternehmen mit ihren derzeitigen Aktivitäten – egal ob gut organisiertes BGM oder gelegentlich stattfindende Kurse – drei wesentliche Ziele: Gesundheitsförderung, Motivation und Leistungssteigerung“, sagt Klaus Henkel, Vorstandsvorsitzender der Süddeutschen Krankenversicherung (SDK). „Dass mehr als 90 Prozent der Mittelständler an erster Stelle mit der Verbesserung des Gesundheitszustands ihrer Belegschaft die Zahl der Krankmeldungen senken möchten, verwundert dabei nicht. Denn jedes Jahr entstehen den hiesigen Betrieben im Durchschnitt rund 3.600 Euro krankheitsbedingte Kosten pro Mitarbeiter.“

Doch auch über direkte Einsparungen aufgrund reduzierter Fehlzeiten hinaus hat der Mittelstand die Wirkung der betrieblichen Gesundheitsförderung erkannt. Acht von zehn Unternehmen möchten mit ihrem Engagement ihr Image als fürsorglicher Arbeitgeber verbessern. Hierbei fällt auf, dass Firmen mit einem umfassenden betrieblichen Gesundheitsmanagement die Wirkung auf das eigene Renommee schon deutlich mehr verinnerlicht haben als Betriebe, die bisher nur auf Einzelmaßnahmen setzen. Allen Unternehmen ist dabei interessanterweise gemein, dass ihre Aktivitäten in erster Linie auf die jetzige Belegschaft zielen. Die Gewinnung neuer Mitarbeiter rangiert in der Bedeutung deutlich dahinter.

Organisatorisch sind sowohl BGM-Lösungen als auch die Einzelmaßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung bei mehr als drei von vier Mittelständlern in der Personalabteilung angesiedelt. Hauptberuflich Verantwortliche für dieses Thema sind im Mittelstand hingegen noch eher die Ausnahme. Um diese fachliche Lücke zu schließen, kooperieren zwei Drittel der mittelständischen Unternehmen mit externen Partnern. Winfried Baumgärtner, Vorstand der mhplus Krankenkasse, betont: „Gleich nach den medizinischen Dienstleistern sind Versicherer und Krankenkassen die wichtigsten Ansprechpartner für den Mittelstand. Dass dabei 90 Prozent der Unternehmen mit ihren Partnern zufrieden sind, ist für uns Bestätigung und Ansporn zugleich.“

Hintergrundinformationen

Seit Beginn des Jahres 2009 kooperieren SDK als private und mhplus als gesetzliche Krankenversicherung eng miteinander. Besondere Angebote im Bereich der privaten Zusatzversicherung für gesetzlich Versicherte sind ein Bestandteil dieser Kooperation. Darüber hinaus nutzen die Kooperationspartner gemeinsam den unternehmerischen Spielraum zur aktiven Gestaltung des Gesundheitsmarktes über die Kernleistung Versicherung hinaus. Ein weiterer fester Bestandteil der Kooperation ist darum seit 2011 eine enge Zusammenarbeit im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Für den „Themenkompass 2012: Gesundheit im Unternehmen“ wurden im Auftrag der Süddeutschen Krankenversicherung und der mhplus Krankenkasse durch das Marktforschungsinstitut forsa insgesamt 100 für das Thema Gesundheit verantwortliche Entscheider aus mittelständischen Unternehmen (50 bis 500 Mitarbeiter) der Branchen Handel und Dienstleistungen befragt.

Die SDK im Profil

Die SDK mit Sitz in Fellbach ist in Süddeutschland der Krankenversicherungsspezialist der Volksbanken Raiffeisenbanken. Hier zählt die SDK mit über 700 Millionen Euro Beitragseinnahmen zu den größten privaten Krankenversicherern. Über 590.000 Versicherte bauen beim Thema Gesundheitsvorsorge auf die SDK. Für kompetente Beratung und Hilfe sorgen rund 800 Beschäftigte im Innen- und Außendienst. Mit ihrem Kooperationspartner aus dem Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung, der mhplus Krankenkasse, bietet die SDK Vorsorgelösungen aus einer Hand. Renommierte Wirtschaftsmagazine und führende Rating-Unternehmen zählen die SDK zu den besten Unternehmen der Branche. Zu den kleineren Unternehmen zählt die Süddeutsche Lebensversicherung mit etwa 1,4 Milliarden Euro Versicherungssumme. Sie überzeugt durch höchste Kundenzufriedenheit und exzellente Kapitalanlageergebnisse. Die Süddeutsche Allgemeine Versicherung sichert Unfälle ab und macht das Angebot als Personenversicherer komplett.

Die mhplus im Profil

Die mhplus BKK (www.mhplus.de) mit Sitz in Ludwigsburg ist offen für alle gesetzlich Krankenversicherten. Rund 1.000 Mitarbeiter betreuen an über 30 Standorten bundesweit rund 570.000 Versicherte. Unabhängige Tests belegen hohe Servicestandards und umfangreiche Mehrleistungen. In Fragen privater Zusatzversicherungen kooperiert die mhplus eng mit der Süddeutschen Krankenversicherung (SDK). Der allgemeine Beitragssatz beträgt 15,5 Prozent. Dies entspricht dem seit dem 1. Januar 2011 geltenden Einheitsbeitragssatz aller gesetzlichen Krankenkassen. Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben.

Pressekontakt:

Süddeutsche Krankenversicherung
monika.krimmer@sdk.de
Fon: 0711 / 57 78 - 647
Fax: 0711 / 57 78 - 667

mhplus BKK
Michael.Pfeiffer@mhplus.de
Fon: 0 71 41 / 97 90 - 304
Fax: 0 71 41 / 97 90 - 246

Inklusion – Integration – Partizipation!

Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen
Pressemitteilung Nr. 18/12
25. November 2012

Inklusion – Integration – Partizipation!

BDP beschließt psychologische Beiträge für eine gerechte und humane Gesellschaft zu leisten und plant neuen Bericht im Frühsommer 2013

Auf seiner Delegiertenkonferenz am 24./25.11.2012 sprach sich eine deutliche Mehrheit des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) für die Beschäftigung mit diesem gesellschaftspolitisch relevanten Themenfeld aus. „Mit unserem Wissen, wie gesellschaftliche Veränderungen gelingen können, wollen wir als Berufsverband einen Beitrag für eine humanere Gesellschaft leisten“, erklärt BDP-Präsidentin Sabine Siegl. „Wir als Psychologen werden in der Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen politisch tätig werden und mit unserem Bericht 2013 den Grundstein für eine öffentliche Debatte dafür legen.“

Darin wird die Expertise von Psychologen im Arbeitsfeld dieser Sachthemen Inklusion, Integration, Partizipation dargestellt werden. Denn im Hinblick auf die gesellschaftlichen Bedingungen des Miteinander und der zum Beispiel damit verbundenen Verteilung von Chancen auf Bildung und Gesundheit besteht ein großer Handlungsbedarf. Auch bei Menschen mit Einschränkungen, aus einem fremden Kulturkreis, mit einer fremden Religion oder nur mit einem anderen Alter liegen im Fokus des beabsichtigten politischen Diskurses.

„Auch wenn die Aufgaben vielfältig sind, so sind die Mechanismen der Ausgrenzung wie Mobbing und Diskriminierung gruppenübergreifend ähnlich. „Als Psychologen wissen wir um Frühwarnsignale und um gegensteuernde Maßnahmen und die Aussicht auf eine nachhaltige Veränderung“, so Sabine Siegl.

Ansprechpartner für die Presse:
Alenka Tschischka, a.tschischka@bdp-verband.de
Am Köllnischen Park 2, 10179 Berlin
Tel. 030 – 209 166 620
Fax: 030 – 209 166 680

Diese Pressemitteilung steht auch als PDF zur Verfügung:
www.bdp-verband.de/bdp/presse/2012/18_BDP_Pressemitteilung.pdf

Über den Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP):
Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) vertritt die beruflichen und politischen Interessen der niedergelassenen, angestellten und beamteten Psychologen und Psychologinnen aus allen Tätigkeitsbereichen. Diese sind unter anderem: Gesundheitspsychologie, Klinische Psychologie, Psychotherapie, Schulpsychologie, Rechtspsychologie, Verkehrspsychologie, Wirtschaftspsychologie, Umweltpsychologie und Politische Psychologie. Der BDP wurde 1946 gegründet und ist Ansprechpartner und Informant für Politik, Medien und Öffentlichkeit. Rund 11500 Mitglieder sind im BDP organisiert.
Besuchen Sie den BDP im Internet:
www.bdp-verband.de


DGPPN-Preise 2012 verliehen

24.11.2012 / Nr. 53

Presse-Information

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) verlieh zusammen mit der Stiftung für Seelische Gesundheit zehn Preise anlässlich des DGPPN Kongresses 2012 für exzellente Wissenschaft und Forschung, mediale Berichterstattung und Engagement im Bereich der Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen.

Jeweils ein Team von Juroren bewertete die eingegangen Bewerbungen. Im Rahmen des DGPPN Kongresses in Berlin, der vom 21. bis 24. November 2012 in Berlin stattfand, wurden die erfolgreichen Bewerbungen mit Preisen in einem Gesamtwert von insgesamt 100.000 Euro ausgezeichnet. Hier die Übersicht der Preisträger:

DGPPN-Promotionspreis Hans Heimann-Preis

  • Tandem 1: Dr. med. Sarah Biedermann, Zentralinstitut für seelische Gesundheit Mannheim (Doktorandin), und Prof. (apl.) Dr. med. Dipl. Phys. Alexander Sartorius, Zentralinstitut Seelische Gesundheit Mannheim (Betreuer)
  • Tandem 2: Dr. med. Marc Aurel Busche, Technische Universität München (Doktorand), und Prof. Dr. med. Arthur Konnerth, Technische Universität München (Betreuer)
  • Tandem 3: Dr. med. Vivek Venkataramani, Universitätsmedizin Göttingen (Doktorand), und Prof. Dr. rer. nat. Thomas A. Bayer, Universitätsmedizin Göttingen (Betreuer)

DGPPN-Preis zur Erforschung von Depressivität bei psychischen Erkrankungen Emanuela-Dalla-Vecchia-Preis 2012

  • Dr. rer. medic. Dipl.-Psych. Ellen Greimel, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Universität München
  • Dr. med. univ. Marion Christina Aichberger, Charité Universitätsmedizin Berlin

DGPPN-Forschungsförderpreis Imaging in Psychiatrie und Psychotherapie 2012

  • PD Dr. med. Robert Christian Wolf, Klinik für Allgemeine Psychiatrie, Universität Heidelberg

DGPPN-Preis für Gesundheitsfachberufe in Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik 2012

  • André Nienaber, B.A., LWL-Klinik Lengerich; Prof. Dr. rer. medic. Michael Schulz, Fachhochschule der Diakonie Bielefeld; Bruno Hemkendreis, LWL-Klinikum Gütersloh; Michael Löhr, M.A., LWL-Klinikum Gütersloh
  • Dr. Johanna Feuchtinger; Prof. Dr. med. Kurt Fritzsche, Cornelia Schindler, Jörg Zinn, J. Eichenlaub, K. Gerhardt, Prof. Dr. O. Opitz – alle Universitätsklinikum Freiburg

DGPPN-Preis für Philosophie 2012 in der Psychiatrie

  • Dr. Lara K. Keuck (geb. Kutschenko), Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Kerrin A. Jacobs in Zusammenarbeit mit Achim Stephan, Asena Paskaleva und Wendy Wilutzky, Institut für Kognitionswissenschaft, Universität Osnabrück

DGPPN-Preis für Ärztliche Psychotherapie 2012

  • PD Dr. med. Alexandra Philipsen, Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Freiburg

DGPPN-Preis für Empirische Forschung in der forensischen Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie 2012

  • PhD, M.A. Klin. Psych. Katinka von Borries, Radboud Universität Nimwegen
  • Dr. rer. nat. Dipl. Psych. Peter Fromberger, Ludwig-Meier-Institut für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie, Georg-August-Universität Göttingen

DGPPN-Forschungsförderpreis in Versorgungsforschung und Epidemiologie bei psychischen Störungen 2012

  • Dr. rer. med. Tobias Luck, Universität Leipzig

DGPPN-Medienpreis für Wissenschaftsjournalismus 2012

  • Sanja Hardinghaus, Spiegel TV
  • Christian Weber, Süddeutsche Zeitung/ Wissen
  • Martina Preiner Sendung Wissenschaft im Brennpunkt des Deutschlandfunks

Antistigma-Preis der DGPPN und des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit 2012

  • Prof. Dr. med. Peter Paulus und Dr. Brigit Nieskens, Leuphana Universität Lüneburg: „MindMatters – Mit psychischer Gesundheit gute Schule entwickeln“
  • Prof. Eshetu Girma Kidane, Jimma University, Äthiopien und Dr. med. Sandra Dehning, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinikum der Universität München: „GlobalAntiStigma“
  • Dr. Idun Uhl, LWL-Universitätsklinikum Bochum: „Theater Machen in der Psychiatrie“

Hintergrund:
Die DGPPN vergibt traditionell bei ihrer Jahrestagung Preise zur Förderung von Wissenschaft und Forschung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie. Neben diesen Preisen wurden auch in diesem Jahr, die 10 besten Poster mit dem DGPPN-Posterpreis 2012 ausgezeichnet.

Kontakt:
Prof. Dr. med. Peter Falkai
Präsident DGPPN
Direktor der Psychiatrischen Klinik der
Ludwig-Maximilians-Universität
Nussbaumstr. 7
80336 München
Telefon: 089 5160 5500 – 5501
Fax: 089 5160 5522
Email: Peter.Falkai@med.uni-muenchen.de

Download:
pm-2012-11-24-kongress-preistraeger.pdf[55KB]

Weitere Informationen finden sich auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde unter www.dgppn.de.


DGPPN greift gesundheitspolitische Entwicklungen in Wissenschaft und Versorgung auf – Psychosomatik findet ihren Platz in der Psychiatrie

24.11.2012 / Nr. 52

Presse-Information

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)

Die älteste medizinische Fachgesellschaft in Deutschland, die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN), ergänzt ihren Namen um den Begriff „Psychosomatik“ und heißt zukünftig „Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde“.

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) heißt zukünftig „Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde“, das Kürzel DGPPN bleibt bestehen. Das entschied die Mitgliederversammlung der DGPPN mit großer Mehrheit am Donnerstag, den 22.11.2012, auf dem jährlichen Kongress der Fachgesellschaft. Dieser stand 2012 mit 9000 Teilnehmern und 619 Veranstaltungen unter dem Motto „Zukunft der Psycho-Sozialen Medizin“ und bot den passenden Rahmen für diese Namenserweiterung.

Die Anpassung der Bezeichnung der Fachgesellschaft bildet nach Ansicht der Mitglieder die Entwicklung der letzten Jahre ab und betont die bereits bestehende und weiter wachsende Relevanz des Themenbereiches Psychosomatik für die Versorgung und Erforschung von psychischen Erkrankungen. Sie stellt nach der Gründung des Referats „Psychosomatik“ im Jahr 2011 einen weiteren Schritt in Richtung eines multifaktoriellen Verständnisses von Gesundheit und Krankheit dar.

Inzwischen ist eindeutig belegt, dass psychosomatische Aspekte im Fachgebiet Psychiatrie und Psychotherapie im Sinne der Interaktion von psychischen und körperlichen Faktoren eine herausragende Rolle spielen. „So wächst etwa das Risiko, an Diabetes mellitus zu erkranken, deutlich, wenn zuvor eine depressive Erkrankung vorlag. Zugleich steigt beispielsweise die Wahrscheinlichkeit einer Depression bei vorausgehenden Schlaganfällen, Herz- oder Tumorerkrankungen“, erklärt der amtierende Präsident der DGPPN Professor Peter Falkai vom Universitätsklinikum München. Diese Wechselwirkungen werden von Fachärzten für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Nervenheilkunde bereits heute in die Diagnostik einbezogen und in der Behandlung berücksichtigt. Darüber hinaus wird die Versorgung auf dem psychosomatischen Gebiet in erheblichem Umfang von diesen Fachärzten geleistet und bedarf angesichts der gesundheitspolitischen Situation einer Weiterentwicklung innerhalb des Faches. Damit bildet die Erweiterung des Namens der DGPPN aus Sicht von Professor Falkai zum einen die Realität in Wissenschaft und Versorgung ab. Zum anderen ist sie mit der berechtigten Hoffnung verbunden, die bereits heute konzentrierte psychiatrische Forschung auf diesem Gebiet zu intensivieren und dort in den nächsten Jahren zu einer erheblichen Wissenserweiterung beitragen zu können.

Kontakt:
Prof. Dr. med. Peter Falkai
Präsident DGPPN
Direktor der Psychiatrischen Klinik der
Ludwig-Maximilians-Universität
Nussbaumstr. 7
80336 München
Telefon: 089 5160 5500 – 5501
Fax: 089 5160 5522
Email: Peter.Falkai@med.uni-muenchen.de

Download:
pm-2012-11-24-kongress-umbenennung.pdf [42KB]

Weitere Informationen finden sich auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde unter www.dgppn.de.


DGB und Paritätischer Wohlfahrtsverband: Krankenkassen droht Privatisierung durch Kartellrecht

Kategorie: Pressemeldung

Von: Gwendolyn Stilling

Gemeinsame Pressemeldung vom 23.11.2012

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und Der Paritätische Gesamtverband fordern die Bundesländer gemeinsam auf, das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (8. GWB-Novelle) am kommenden Freitag im Bundesrat zu stoppen. DGB und Der Paritätische fürchten, dass die Erweiterung des Kartellrechts auf die Krankenkassen die Versorgungsqualität beeinträchtigt, das Risiko von Zusatzbeiträgen erhöht und die Kassen dem europäischen Wettbewerbsrecht unterstellt werden.

Dazu sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Donnerstag in Berlin:

„Mit der geplanten Ausweitung des Kartellrechts droht uns eine unumkehrbare Privatisierung der gesetzlichen Krankenversicherung. Wenn die Krankenkassen dem europäischen Wettbewerbsrecht unterstellt und wie Unternehmen behandelt werden, ist der Versorgungsauftrag in Gefahr. Außerdem droht eine Kostenlawine für die Versicherten, weil künftig Mehrwert- und Umsetzsteuer fällig würden. Wir fordern die Länder deshalb auf, diesen gefährlichen Unsinn zu stoppen.

Der Vorsitzende des Paritätischen, Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, erklärte:

„Die deutsche Krankenversicherung ist eine Solidargemeinschaft und ein Modell, um das uns fast die ganze Welt beneidet. Zum Teil offen, zum Teil durch die Hintertür werden jetzt gemeinwohlorientierte Krankenkassen gewinnwirtschaftlichen Unternehmen gleichgesetzt. Dies ist ein Angriff auf die Substanz unseres Sozialstaats. Die Krankenkassen haben den Auftrag, eine qualitativ gute Versorgung für alle – ohne ökonomische oder soziale Diskriminierung sicherzustellen. Dieser Auftrag ist nicht in Einklang zu bringen mit Preiskonkurrenz und Gewinnorientierung. Sollte das Kartellrecht nun auch auf diesem Sektor greifen, wären Qualitätsverluste und ein weiterer Schritt auf dem Weg in die Zwei-Klassen-Medizin unvermeidbar. Opfer wären vor allem chronisch kranke und behinderte Menschen.“

Pressekontakt

Gwendolyn Stilling
Tel.: 030|24636-305
Fax: 030|24636-110

Martin Wisskirchen
Tel.: 030|24636-311
Fax: 030|24636-110

Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband
– Gesamtverband e. V.

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D-10178 Berlin

Telefon +49(0)30|24636-0
Telefax +49(0)30|24636-110
Mail: pr@paritaet.org
Internet:
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www.der-paritaetische.de


Pflegenopolis 2030: 3,4 Millionen Pflegebedürftige

23.11.2012 | 10:20 Uhr

TK fordert: demografischen Wandel aktiv gestalten

Hamburg. Im Jahr 2030 erwartet die Bundesrepublik eine Pflegestation so groß wie Berlin. Eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung prognostiziert, dass schon in 18 Jahren etwa 3,4 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig sind, was der Einwohnerzahl der Hauptstadt entspricht. Das sind eine Million Pflegebedürftige mehr als heute und bis 2050 sollen weitere 800.000 hinzukommen. Parallel führt der demografische Wandel dazu, dass sich die Gesamtzahl der Menschen, die in Deutschland leben, infolge der Geburtenrückgänge deutlich reduziert. Statistisch gesehen bekommen Frauen in Deutschland derzeit knapp 1,4 Kinder. 2,1 Kinder müssten es sein, um die heutige Bevölkerungsgröße zu halten. Wie verändert sich eine Gesellschaft, in der die Zahl der Menschen insgesamt sinkt, in der immer mehr Menschen immer intensivere Pflege benötigen, aber immer weniger potenzielle Pflegekräfte zur Verfügung stehen?

Holger Park, Leiter des Fachreferates Pflege bei der Techniker Krankenkasse: „Es ist sicherlich eine große Aufgabe, dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden. Wichtig ist, dass man rechtzeitig eine ehrliche Diskussion führt, wie wir dafür Sorge tragen, dass auch unter wandelnden demografischen Bedingungen ein würdevolles Altern möglich ist.“

Erfreulicherweise werden die Menschen immer älter. Im Jahr 2030 können Männer von einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 81 Jahren, Frauen sogar von 85,7 Jahren ausgehen. „Deshalb gehen wir nicht nur davon aus, dass es immer mehr pflegebedürftige Menschen gibt, sondern die Pflege wird auch aufwändiger, da pflegeintensive Erkrankungen wie Demenz häufiger auftreten werden“, so der TK-Experte. Der demografische Wandel wirkt sich regional sehr unterschiedlich aus. Nach Prognosen der Bertelsmann-Stiftung steigt die Zahl der Pflegebedürftigen im Harz, in Bremen und in Kassel kaum an, in Brandenburg sowie einigen Kommunen in Bayern verdoppelt sich der Pflegebedarf dagegen. Für ganz Deutschland wird für ganz Deutschland 2030 das Fehlen einer halben Million Pflegekräfte vorausgesagt.

Laut TK braucht es nicht nur ein mehr an Pflege, sondern auch eine Professionalisierung. „Natürlich sind in der Pflege vor allem Zuwendung und Empathie gefragt. Ebenso wichtig ist aber auch die medizinische Kompetenz in der Behandlungspflege. Dabei geht es auch darum, wie man mit schwer Demenzkranken umgeht. Denn wir müssen verhindern, dass – wie jüngst in Bremen geschehen – pflegebedürftige Menschen misshandelt werden, weil die Pflegkräfte überfordert sind.“ Ob es deswegen nötig ist, das Abitur für alle Pflegeberufe generell vorauszusetzen, wie von der EU gefordert, darf laut TK zumindest in Frage gestellt werden.

„Es zeigt sich aus verschiedenen Gründen, dass sich in den kommenden Jahren ein immer größerer Teil der Pflege aus den Familien in den professionellen Bereich verlagert. Das hängt zum einen damit zusammen, dass die teils schweren Fälle Zuhause nicht mehr zu bewältigen sind, zum anderen ändern sich aber auch die Lebenswelten der Familien“, so Pflegeexperte Park.

Derzeit werden fast 70 Prozent der Pflegebedürftigen, das sind über 1,6 Millionen Menschen, zu Hause versorgt. In gut einer halben Million Fällen unterstützt ein Pflegedienst die Angehörigen. Gut eine Million Pflegebedürftige werden ausschließlich von ihren Angehörigen betreut, in der Regel von nicht-erwerbstätigen Frauen der Familie. Der demografische Wandel geht aber auch damit einher, dass immer mehr Frauen erwerbstätig sind und deshalb als Pflegekräfte ausscheiden oder Arbeit und Pflege miteinander vereinbaren müssen. Oft erfordert der Arbeitsmarkt von den Beschäftigten aber Flexibiliät und Mobiliät, so dass es ihnen überhaupt nicht möglich ist, sich um die Pflege von Angehörigen zu kümmern. Dennoch ist die Pflege noch immer ein Tabuthema, da ungern darüber gesprochen wird, dass eine Pflege Zuhause nicht möglich ist und eine Heimunterbringung häufig als „Abschieben“ kritisiert wird.

„Dies zeigt, wie vielschichtig die Problematik ist“, erklärt Park. „Wenn wir darüber sprechen, wie die Pflege angesichts unserer veränderten Bevölkerungsstrukturen zu bewältigen ist, müssen wir auch über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sprechen. Deshalb ist dies nicht nur ein Thema der Kranken- und Pflegekassen. Vielmehr brauchen wir einen gesellschaftlichen Konsens, wie wir die Pflege gestalten, fördern und anerkennen. Dabei müssen wir Wege finden, die sowohl gesellschaftlich akzeptabel sind als auch wirtschaftlich tragfähig.“ Wichtig sei rechtzeitig in Fachpersonal zu investieren und sich auf die neuen Bedingungen einzustellen. „Wir haben ja sehr konkrete Daten zum anstehenden Pflegebedarf und auch diejenigen, die als Pflegende im Jahr 2030 in Frage kommen, sind ja heute schon auf der Welt“, so Holger Park.

Erste Schritte sind bereits eingeleitet: Zum ersten Januar 2013 treten gesetzliche Regelungen in Kraft, die erstmals auch Pflegegeld für die Pflege Demenzkranker durch Angehörige oder Pflegesachleistungen bei Pflege durch Fachkräfte im eigenen Zuhause vorsieht. Außerdem werden die Rentenansprüche bei Mehrfachpflege verbessert, pflegende Angehörige erhalten künftig auch in ihrer Erholungszeit die Hälfte des Pflegegeldes und selbstorganisierte Wohngruppen werden durch eine Pauschale bezuschusst. Die Private Pflege-Vorsorge wird zudem ab 2013 mit einer staatlichen Zulage von 60 Euro im Jahr gefördert.

Für betroffene Familien bietet die TK auf ihrer Internetseite www.tk.de unter dem webcode 019550 viele Tipps und Informationen rund um das Thema Pflege.

Hinweis für die Redaktionen: Weitere Informationen rund um das Thema „Demografischer Wandel“ enthält der aktuelle TK-Medienservice. Die vollständige Ausgabe finden Sie im online-Pressecenter unter www.presse.tk.de

Pressekontakt:

Michaela Hombrecher
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