Oktober, 2012

 

Kampagne gegen Pflegenotstand: bpa unterstützt Landesinitiative gegen Fachkräftemangel in der Pflege

Berlin. Der bpa (Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste) begrüßt und unterstützt als Partner das aktuelle Engagement des baden-württembergischen Sozialministeriums gegen den Fachkräftemangel in der Pflege. Mit der 170.000 Euro teuren Kampagne „Vom Fach – Für Menschen. Pflege- und Sozialberufe in Baden-Württemberg“ soll der Pflegeberuf vor allem bei jungen Menschen bekannter gemacht und zum Berufseinstieg motiviert werden.

Die Überalterung der Gesellschaft, als eine Folge des demografischen Wandels, lässt den Bedarf an Pflegekräften in den kommenden Jahren sprunghaft ansteigen. Der bpa sieht die Kampagne als einen richtigen und wichtigen Schritt im Kampf gegen den Fachkräftemangel an. Deshalb unterstützt der Verband die Initiative des Sozialministeriums Baden-Württemberg und beteiligt sich mit eigenen Aktionen daran, z. B. einem Wettbewerb, in dem Auszubildende ihren Ausbildungsberuf Alten- und Krankenpflege im Internet und den sozialen Netzwerken selbst vorstellen.

„Weil wir schon jetzt Mühen haben, offene Stellen mit Fachkräften adäquat zu besetzen, sorgen wir dafür, dass das attraktive Berufsbild der Pflegefachkraft in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt wird. Wir informieren gezielt über einen absolut krisensicheren Beruf, der unterschiedlichste, sehr gute Karrierechancen bietet. Außerdem bestätigen mir Pflegefachkräfte immer wieder, wie erfüllend und wertvoll ihre Tätigkeit ist, die durch die direkte Zusammenarbeit mit Menschen geprägt ist. Das alles sollen insbesondere junge Menschen erfahren, um sich für den Pflegeberuf entscheiden zu können“, sagt Stefan Kraft, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle Baden-Württemberg.

Allein in der Altenpflege sind bundesweit heute schon 30.000 Stellen nicht besetzt. „Von diesem Trend bleiben auch wir in Baden-Württemberg nicht verschont. Jetzt gilt es, mit unterschiedlichen und gezielten Maßnahmen gegenzusteuern“, so Kraft weiter. Eine weitere effiziente Maßnahme gegen den Fachkräftemangel kann die Unterstützung durch qualifizierte ausländische Pflegefachkräfte sein, argumentiert Kraft. „Wir brauchen eine Willkommenskultur, damit ausländische Pflegefachkräfte gerne zu uns kommen. Dafür brauchen wir klare Entscheidungen der Politik, die dringend entsprechende Rahmenbedingungen schaffen muss, damit z. B. Anerkennungsverfahren beschleunigt werden. Es ist ein Unding, dass diese an unrealistischen oder zu hohen Auflagen scheitern und Fachkräfte deshalb wegbleiben“, so Kraft. Darüber hinaus fordert der bpa verbesserte Möglichkeiten für den Quereinstieg bewährter Hilfskräfte in die Fachkraftqualifikation. „Wir brauchen konkrete Regelungen und Maßnahmenpakete, die schnell greifen, sonst können wir die Pflegequalität nicht mehr lange bieten“, fürchtet Kraft. „Baden-Württemberg geht mit der Kampagne „Vom Fach – Für Menschen. Pflege- und Sozialberufe in Baden-Württemberg“ einen entscheidenden Schritt voran. Der Information und Webung müssen jetzt schnell konkrete Taten folgen“, so Kraft abschließend und versichert die aktive Unterstützung des bpa.

Pressekontakt:

Stefan Kraft, Leiter der Landesgeschäftsstelle, Tel.: 0711-96 04 96 0
www.bpa.de

AOK-Pflegenavigatoren noch anwenderfreundlicher

Dienstag, 30. Oktober 2012, 11:11 Uhr

AOK-Bundesverband

AOK-Pflegenavi verzeichnet über 15 Millionen Seitenaufrufe in letzten zwölf Monaten

Berlin. Pünktlich mit Inkrafttreten des Pflege-Neuausrichtungsgesetzes (PNG) hat die AOK den Relaunch ihrer Pflegenavigatoren abgeschlossen. Das Internetportal hilft Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen bei der Suche nach einem geeigneten Pflegedienst oder Pflegeheim. Das erweiterte Angebot setzt auf verbesserte Anwenderfreundlichkeit und Funktionalität. Die benutzerfreundlichen Pflegenavigatoren sind im Internet unter www.aok-gesundheitsnavi.de abrufbar. Sie verzeichneten allein in den vergangenen zwölf Monaten 15,5 Millionen Seitenaufrufe.

„Unsere Pflege-Navigatoren sind nicht nur optisch ansprechender geworden, sondern bieten ab sofort noch mehr Informationen. Zudem wurden die Suchfunktionen verbessert und die Ergebnisdarstellung übersichtlicher gestaltet“, freut sich Nadine-Michèle Szepan, die Leiterin der Abteilung Pflege beim AOK-Bundesverband. „So können Einrichtungen künftig nach der Gesamtnote der Qualitätsprüfung sortiert werden.“ Für Pflegeheime ist zusätzlich eine Sortierung nach dem zu zahlenden Eigenanteil möglich. Darüber hinaus lassen sich Pflegeinrichtungen aus einer Merkliste übersichtlich miteinander vergleichen.

Die Ergebnisse der Qualitätsprüfungen, die sogenannten Transparenzberichte der Heime und Pflegedienste, werden einzeln aufgelistet. In diesen Berichten werden die Leistungen der Pflegeeinrichtungen und deren Qualität nach festgelegten Kriterien bewertet. Die Transparenzberichte erstellen der Medizinische Dienst der Krankenversicherung und der Prüfdienst der Privaten Krankenversicherung. Die AOK veröffentlicht diese Berichte in ihrem Online-Angebot. Das erweiterte Angebot enthält außerdem Informationen darüber, wann eine Einrichtung ihre Daten aktualisiert hat.

Einfacher geworden ist auch die Suche nach der passenden Einrichtung im unmittelbaren Umkreis des Wohnortes. Per GPS-Koordination besteht die Möglichkeit, seinen aktuellen Standort zu bestimmen und die Einrichtung auf Google-Maps anzeigen zu lassen. Bewährte Funktionen wie etwa die Kostenschätzung bei Pflegediensten wurden in das neue Layout übernommen.

Das PNG ist am Dienstag (30. Oktober) in Kraft getreten. Die dort festgelegten Leistungsverbesserungen gelten ab dem 01.01.2013.

Der Weg zum passenden Pflegeheim oder zum richtigen Pflegedienst: www.gesundheitsnavi.de >Pflege

Kontakt:

Michael Bernatek

Rosenthaler Str. 31

10178 Berlin

Tel: 030 / 346 46 2655

E-Mail: presse@bv.aok.de


jameda startet Online-Terminvermittlung für Arztpraxen

Dienstag, 30. Oktober 2012, 10:43 Uhr

jameda GmbH

ONLINE-TERMINVERMITTLUNG

München. jameda, Deutschlands größte Arztempfehlung, bietet Ärzten ab sofort die Möglichkeit, Termine an ihre Patienten online direkt über jameda zu vergeben.

Mehrere hundert Ärzte haben die Funktion zur Online-Terminanfrage in den ersten Tagen seit ihrer Aktivierung bereits freigeschaltet. Damit ist jameda nicht nur das größte Portal zum Suchen und Empfehlen von Ärzten, sondern auch einer der größten deutschen Vermittler von Online-Arztterminen.

„Kein anderes Portal in Deutschland erreicht mehr Patienten auf der Suche nach einem Arzt als jameda. Daher ist es für uns nur ein logischer Schritt, Ärzten diese Patienten direkt online über die Plattform zu vermitteln“, sagt Dr. Philipp Goos, Geschäftsführer von jameda.

Online-Terminanfragen: Entlastung für die Praxis, mehr Service für Patienten

Um Terminanfragen von Patienten über jameda zu erhalten, müssen Ärzte die Funktion vorab aktiv freischalten. Mit Freischaltung ist der Button „Terminanfrage“ dann direkt auf dem jameda-Profil des Arztes für alle Patienten sichtbar.

Die Online-Terminanfrage über jameda kann auf die individuellen Bedürfnisse einer Praxis abgestimmt werden. Ärzte haben die Möglichkeit, nur die Termine für die Online-Vermittlung anzubieten, die seltener von Patienten nachgefragt werden. Damit trägt die Online-Terminanfrage zu einer gleichmäßigeren Auslastung der Sprechstundenzeiten bei. Gleichzeitig werden telefonische Terminanfragen reduziert und so Arzt und Praxisteam entlastet.

Die Patienten profitieren, indem sie Termine unabhängig der Praxisöffnungszeiten dann anfragen können, wenn es in ihren Tagesablauf passt.

Der Service der Online-Terminanfrage steht zunächst allen bei jameda registri erten Ärzten kostenlos zur Verfügung.

Kontakt:

jameda GmbH

Elke Ruppert

Leitung Unternehmenskommunikation

Tel.: 089 / 2000 185 85

E-Mail: presse@jameda.de

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Mit den Augen des Patienten: Erste Waldburg-Zeil Klinik besteht Zertifizierung nach QMS-Reha®

Bad Saulgau  – Die Rehabilitationsklinik Saulgau hat als erste der Waldburg-Zeil Kliniken die Zertifizierung nach QMS-Reha® bestanden. Damit erfüllt die Fachklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie auch die gesetzlichen Vorgaben der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, die so genannten BAR-Kriterien.

Qualitätsmanagement spielt seit vielen Jahren eine wesentliche Rolle in der Arbeit der Saulgauer Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte. „Wir haben uns für das Zertifizierungsverfahren der Deutschen Rentenversicherung Bund entschieden, weil wir damit unseren Blick noch mehr auf die Erwartungen des Patienten lenken“, erläutert Roland Aigner, Kaufmännischer Leiter der Waldburg-Zeil Klinik. „Wie gestalten wir für ihn den Ablauf einer Rehabilitation von der Aufnahme bis zur Nachsorge so einfach und wirkungsvoll wie möglich?“

Die Deutsche Rentenversicherung ist einer der wichtigsten Partner für Rehabilitationskliniken. Sie achtet auf hervorragende medizinische Qualität für ihre Versicherten und möchte diese durch das aufwändige Prüfungsverfahren sicherstellen. QMS-Reha® konzentriert sich auf die Abläufe in den Kliniken und ist damit praxisnäher als andere Bewertungssysteme. Deshalb ist QMS-Reha® eines der weit verbreitesten Zertifizierungsverfahren. Kernstück ist ein Qualitätsmanagement-Handbuch, das die Ziele der Arbeit in den Kliniken benennt sowie Zuständigkeiten, Abläufe und Verantwortlichkeiten genau regelt. Für den Patienten bedeutet das mehr Klarheit, mehr Transparenz und mehr Sicherheit in einer Klinik. 

Roland Aigner ist mit der Einschätzung der Auditoren für die Bad Saulgauer Rehabilitationsklinik sehr zufrieden. „Wir setzen uns bewusst einem Urteil von außen aus, um Betriebsblindheit zu vermeiden. Für uns hat die Zertifizierung und die Fokussierung auf die Prozesse auch ein Mehr an Miteinander zwischen den Abteilungen der Klinik gebracht.“ Die intensive Bestandsaufnahme ist mit der Überreichung des Zertifikates Ende September diesen Jahres für die Klinik am Siebenkreuzerweg keineswegs abgeschlossen – den Blick mit den Augen des Patienten werden alle 249 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rehabilitationsklinik Saulgau auch in der täglichen Arbeit beibehalten.


Neues Gutachten: NRW Schlusslicht bei der neurologischen Frührehabilitation

Düsseldorf. Die Versorgung von Schlaganfallpatienten und Patienten mit Hirnverletzungen ist in Nordrhein-Westfalen schlechter als in anderen Bundesländern. Zu diesem Ergebnis kommt ein neues Gutachten des Berliner IGES Instituts über die neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation, das dem WDR Magazin Westpol vorliegt. Die zeitnahe und hochwertige Frührehabilitation entscheidet oft darüber, ob ein Mensch wieder weitgehend gesund oder zum Pflegefall wird.

Laut Gutachten ist diese wichtige Nachsorge in NRW nur lückenhaft gewährleistet. Demnach werden nirgendwo so wenige Fälle der neurologisch-neurochirurgischen Frührehabilitation mit den Krankenkassen abgerechnet wie in NRW. Während in NRW im Jahr 2010 nur fünf Fälle auf 100.000 Einwohner abgerechnet wurden, kommt Spitzenreiter Bayern auf 60 Fälle.

Bislang sind in NRW an ausgewählten Krankenhäusern insgesamt 154 Betten für die neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation ausgewiesen. Die Gutachter sehen dagegen einen zusätzlichen Bedarf von mindestens 695 Frühreha-Betten. Für eine optimale Versorgung müssten es sogar 1335 zusätzliche Betten sein.

Mit Quellenangabe Westpol (Sonntag, 28.10.2012, 19:30 Uhr) ab sofort zur Veröffentlichung frei.

Pressekontakt:

Redaktion Landespolitik Fernsehen
Funkhaus Düsseldorf
Tel. 02 11/89 00-131
westpol@wdr.de

Isolation im Alter vermeiden: Webbasierte Netzwerke für Senioren beim Förderpreis des AOK-Leonardo gesucht

Berlin. Noch bis zum 15. November 2012 läuft die Bewerbungsfrist für den AOK-Leonardo. Die zweite Auflage des Gesundheitspreises für digitale Prävention steht unter dem Motto „Aktiv älter werden“. Der mit bis zu 200.000 Euro dotierte Förderpreis sucht in diesem Jahr nach Konzepten für webbasierte Netzwerke, die soziale Kontakte zwischen älteren Menschen ermöglichen und dadurch drohende Isolation vermeiden sollen.

In der zweiten Kategorie „Praxispreis“ werden bereits praxiserprobte Anwendungen aus dem Web und App ausgezeichnet. Hier winkt dem Gewinner ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro. Um beide Auszeichnungen können sich wissenschaftliche, öffentliche und private Einrichtungen bewerben. Für die Schirmherrschaft konnten erneut das Bundesgesundheitsministerium (Praxispreis) sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (Förderpreis) gewonnen werden.

Mit dem AOK-Leonardo will die Gesundheitskasse neue Wege in der Prävention gehen. „Schon heute wird bereits jede zweite Gesundheitsförderungsmaßnahme in Schulen, Kindergärten und Betrieben von der AOK durchgeführt. Dieses Engagement ergänzen wir mit dem Leonardo um einen digitalen Aspekt und verknüpfen es in der aktuellen Ausschreibung mit der demographisch sehr relevanten Zielgruppe der Älteren“, sagt der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes Jürgen Graalmann. In der ersten Auflage des digitalen Gesundheitspreises wurden Projekte rund um die Familiengesundheit ausgezeichnet.

Alle Informationen zur aktuellen Ausschreibung sowie den bisherigen Gewinnern gibt es unter www.aok-leonardo.de

Pressekontakt:

Pressestelle AOK-Bundesverband
Michael Bernatek
Tel.: 030 / 346 46 2655
E-Mail: presse@bv.aok.de

100. Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst in Deutschland eröffnet

Freitag, 26. Oktober 2012

Deutscher Kinderhospizverein e.V.

BEGLEITUNG FÜR LEBENSVERKÜRZEND ERKRANKTE KINDER UND JUGENDLICHE

Erfurt/Olpe. Der 100. ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst in Deutschland hat in Erfurt seine Arbeit aufgenommen. Er wird in einer Kooperation zwischen dem Deutschen Kinderhospizverein e.V. (Olpe/NRW) und dem Malteser-Hilfsdienst e.V. im Bistum Erfurt betrieben, teilte der Dienst in Erfurt mit. Der Kinder- und Jugendhospizdienst bietet Familien mit Kindern und Jugendlichen, die eine lebensverkürzende Erkrankung haben, Begleitung in ihrem Alltag an. Geschulte ehrenamtliche Mitarbeiter fahren im Großraum Erfurt zu ihnen nachhause und unterstützen sie auf ihrem Lebensweg. Dies kann ab der Diagnose und bis über den Tod der Kinder hinaus geschehen.

Zu den größten Anbietern gehören die Malteser, die bundesweit 18 ambulante Kinder- und Jugendhospizdienste betreiben und 1999 den ersten Kinderhospizdienst gründeten. Der neue Dienst ist zugleich der 20. ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst des Deutschen Kinderhospizvereins. Die Angebote sind für die Familien kostenlos, die Arbeit wird zu einem großen Teil durch Spenden finanziert.

Die Bilanz der 100 ambulanten Kinderhospizdienste in Deutschland ist beeindruckend: Insgesamt werden mehr als 3 000 erkrankte, Kinder, Jugendliche und ihre Familien begleitet. In Deutschland leben zur Zeit etwa 22 000 Kinder mit einer lebensverkürzenden Erkrankung, jedes Jahr sterben 1 500 von ihnen. „Als größte Träger von ambulanten Kinderhospizdiensten in Deutschland möchten wir mit dem gemeinsamen Dienst dazu beitragen, die Kinderhospizarbeit weiterzuentwickeln. 100 Angebote in Deutschland sind ein Meilenstein für die Kinderhospizarbeit, aber wir sind noch lange nicht am Ende der Entwicklung angelangt“, so Martin Webers, Geschäftsführer der Malteser in Erfurt.

„Es hat sich in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die Familien mit einem lebensverkürzend erkrankten Kind oder Jugendlichen dringend auch eine ambulante Begleitung für zuhause benötigen“, beschreibt Marcel Globisch, Leiter der ambulanten Kinderhospizarbeit im Deutschen Kinderhospizverein, die Entwicklung. „Die Familien melden uns immer wieder zurück, wie unterstützend und entlastend es ist, dass Ihnen jemand Zeit schenkt, ihnen zuhört und auch in schwierigen Situationen bei Ihnen bleibt“, so Globisch.

Weitere Informationen unter: www.deutscher-kinderhospizverein.de

Ansprechpartner: Marcel Globisch, mobil: 0151-4611 7165

Kontakt:

Deutscher Kinderhospizverein e.V.

Bruchstraße 10, 57462 Olpe

Telefon 02761/ 94129 – 0

Email: info@deutscher-kinderhospizverein.de

www.deutscher-kinderhospizverein.de


Neue Wege in der orthopädischen Rehabilitation: Argentalklinik stellt MBOR-Konzept vor

Vertreter von Sozialdiensten der Krankenhäuser und Rehakliniken haben jüngst ihre diesjährige Fachtagung in Neutrauchburg abgehalten. Die Vereinigung für Sozialarbeit im Gesundheitswesen (DVSG) hatte in den Schlossgasthof Sonne geladen. Hauptthema der Veranstaltung war die Konzeption der Deutschen Rentenversicherung zur berufsbezogenen Ausrichtung in der medizinischen orthopädischen Rehabilitation.

Dr. Christof Neukirch, Chefarzt der Argentalklinik, referierte dabei über Eckpunkte, Verbindlichkeit und wirtschaftliche Auswirkungen für die vertraglich gebundenen Rehakliniken bei der Umsetzung dieses Programmes: „Jede Rehabilitation muss sich an der Leistungsfähigkeit der Patienten orientieren. Die Hauptforderung auf der beruflichen Ebene liegt dabei auf dem Begriff der Teilhabe“. Dem Patienten müsse klar sein, dass seine Wiedereingliederung in die Arbeitswelt im Vordergrund seiner Rehabilitation stehe.

„Das Konzept der medizinisch beruflich orientierten Rehabilitation, kurz MBOR, wird von der Deutschen Rentenversicherung gesteuert, laufend überarbeitet und nachgebessert. Die Umsetzung bedeutet für die Rehakliniken eine große organisatorische Herausforderung,“ erläuterte Neukirch. Ärzte, Sozialarbeiter und Therapeuten werden in geschlossenen Therapiegruppen zu einer Mannschaft geformt, in der eine funktionierende Kommunikation Grundvoraussetzung für eine wirkungsvolle Zusammenarbeit ist.

Die Kliniken schaffen aufgrund von Arbeitsplatzbeschreibungen Modellarbeitsplätze, an denen Therapeuten Patienten auf den Wiedereintritt ins Berufsleben unterweisen und vorbereiten. So gibt es etwa Modellarbeitsplätze für Handwerker und Techniker sowie Schreibtischarbeitsplätze für kaufmännische Berufe.

In der Argentalklinik, so Neukirch, würden mittlerweile Patienten zu Kooperationspartnern wie dem Stephanuswerk gebracht, um eine praktische berufliche Belastungsprobe durchzuführen. Derartige Kooperationen übertreffen schon heute die von der Deutschen Rentenversicherung geforderten Standards bei dieser Art der Rehabilitation, die als Basis- und Kernniveau umschrieben werden. Die Deutsche Rentenversicherung Bund verlangt von ihren orthopädischen Vertragskliniken verbindlich ein Konzept zur Umsetzung der MBOR Verfahren bis zum 31.Oktober 2012.


Passgenaue Informationen zu chronischen Erkrankungen im Web

Was tun bei Kreuzschmerz? Wie ist das mit Diabetes? Antworten auf Fragen zu chronischen Erkrankungen suchen viele Menschen im Internet. Doch oft ist die Enttäuschung groß, denn entweder bietet das Netz keine Antwort auf die Frage, oder der Gesundheitssurfer wird mit einer Flut von teilweise widersprüchlichen Informationen konfrontiert.

„Genau hier setzen wir gemeinsam mit Gesundes Kinzigtal mit unserer Studie zur Entwicklung eines Informationssystems für Patientinnen und Patienten mit chronischen Erkrankungen an“, sagt die Psychologin Nina Weymann vom Institut für Medizinische Psychologie am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf. „Wir möchten in einer wissenschaftlichen Studie herausfinden, welche Informationen Patientinnen und Patienten benötigen, und wie wir diese Informationen „verpacken“ müssen, damit entsprechende Angebote besser an den Bedürfnissen der Nutzer orientiert werden können.“

Das Hamburger Forscherteam unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Martin Härter und Dr. Jörg Dirmaier hat unter der Adresse www.entscheidungshilfe.info in Zusammenarbeit mit der Gaia AG ein interaktives Informationsportal entwickelt, das hochwertige und wissenschaftlich geprüfte Informationen zu den Themen Kreuzschmerz und Typ-2-Diabetes enthält. Das Besondere an diesem Portal: Diese Informationen werden mit gleichen Inhalten aber in unterschiedlicher Darstellung angeboten. Das Wissenschaftlerteam testet in gemeinsam Gesundes Kinzigtal in einer Studie, welche Informationen am besten die Bedürfnisse der Nutzer treffen.

„Jeder im Kinzigtal kann sich an unserer Studie beteiligen“, erklärt Weymann. „Es sind keine speziellen Kenntnisse erforderlich.“ Wer sich zu einer Teilnahme entschließt, sollte jedoch bereit sein, eine Reihe von Fragebögen zu beantworten. Dies ist die einzige Voraussetzung, die die Teilnehmer mitbringen müssen. Die Fragen beziehen sich darauf, wie viel die Nutzer der Seite gelernt haben, welches Wissen über die Erkrankung vorhanden ist, wie gut man sich auf den Arztbesuch vorbereitet fühlt, aber auch, ob und wie gut das Informationsangebot gefällt.

Vor der Teilnahme an der Studie ist eine Registrierung auf der Website www.entscheidungshilfe.info erforderlich. Alle Daten werden vertraulich gehandhabt und keinesfalls an Dritte weitergegeben, versichert das Wissenschaftlerteam. Die während der Studie erhobenen Daten dienen lediglich der wissenschaftlichen Untersuchung und Auswertung.

Nach Registrierung bekommt der Studienteilnehmer eine Form der unterschiedlich dargestellten Informationen angeboten. Welche das ist, entscheidet der Zufall. Das ist erforderlich, damit die Gruppen, die die unterschiedlichen Angebote bewerten, in etwa gleich zusammengesetzt sind. „Bürgerinnen und Bürger, die sich an der Studie beteiligen, erhalten sehr gute Informationen, bekommen von uns als kleines Dankeschön einen Amazon-Gutschein in Höhe von 10 EURO und haben das gute Gefühl, an der Verbesserung medizinischer Informationen im World-Wide-Web aktiv mitgewirkt zu haben“, fasst Weymann die Vorteile einer Studienteilnahme noch einmal zusammen.

Kontakt:

Dipl.-Psych. Nina Weymann
Psychologische Psychotherapeutin
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie
Zentrum für Psychosoziale Medizin
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistraße 52 (Haus W26)
D-20246 Hamburg
Tel.: +49 (0)40 7410 57134
Fax: +49 (0)40 7410 54965
E-Mail: n.weymann@uke.uni-hamburg.de
Web: http://www.uke.de/institute/medizinische-psychologie/


Deutscher Bundestag setzt positive Zeichen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Am 26. und 27. Oktober 2012 findet erstmals die Veranstaltung „Menschen mit Behinderung im Deutschen Bundestag“ statt. Dazu erklärt die Behindertenbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Michalk:

„Am 26. und 27. Oktober werden 299 Menschen mit Behinderungen auf Einladung aller Fraktionen mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages über die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention debattieren. Die Gäste haben die Möglichkeit, die Themen auf die Tagesordnung zu setzen, die ihnen wichtig sind. In zwölf Arbeitsgruppen, die in ihrer inhaltlichen Schwerpunktsetzung an die Ausschüsse des Bundestages angelehnt sind, erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblick in die parlamentarische Arbeit. Die Fraktionen können in den Gesprächen auf die Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen als ‚Expertinnen und Experten in eigener Sache‘ zurückgreifen. Mit diesem Forum leistet der Deutsche Bundestag einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Die politische Beteiligung und Mitwirkung von Menschen mit Behinderung steht im Mittelpunkt der Veranstaltung. Menschen mit Behinderung können die Politik auf Probleme hinweisen und gemeinsam mit ihnen Änderungsvorschläge erarbeiten.

Am Ende der zweitägigen Veranstaltung werden die Ergebnisse der Arbeit vorgestellt und als Handlungsempfehlungen für das Parlament zusammengefasst. Eröffnet wird die Veranstaltung am 26. Oktober um 14 Uhr von Bundestagspräsident Nobert Lammert. Das Abschlussplenum und die Vorstellung der Arbeitsergebnisse finden am 27. Oktober ab 13 Uhr im Paul-Löbe-Haus statt. Neben der inhaltlichen Arbeit werden zwei Ausstellungen eröffnet: Die Ausstellung ‚Gestaltung für alle‘ und die Foto-Dokumentation ‚Deutscher Bundestag barrierefrei‘ können nach dem kommenden Wochenende auch von den Besuchern des Deutschen Bundestags besichtigt werden.“

Hintergrund:

Die Initiatoren der Veranstaltung sind die behindertenpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Bundestagsfraktionen: Maria Michalk (CDU/CSU), Silvia Schmidt (SPD), Gabriele Molitor (FDP), Ilja Seifert (Die Linke), Markus Kurth (Bündnis 90/Die Grünen) sowie der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe.

Kontakt:

Tanja Ergin
Referentin • Behindertenbeauftragte
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1 • 11011 Berlin
T +49-30-227-51348 • F +49-30-227-76681
M +49-173-3531705
www.cducsu.de