Dienstag, September 25th, 2012

 

Inklusion in der Schule nicht auf dem Rücken engagierter Lehrkräfte umsetzen

Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen
Pressemitteilung Nr. 14/12
25. September 2012

20. Bundeskongress für Schulpsychologie in Münster

In allen Bundesländern werden derzeit Maßnahmen zum Umbau der Schulen zu inklusiven Schulen ergriffen, um die Vorgaben der Behindertenrechtskonvention umzusetzen. Mit Sorge sieht die Sektion Schulpsychologie im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) jedoch, dass an vielen Schulen ein multiprofessionelles Beratungssystem fehlt, um Lehrkräfte zu unterstützen, Schüler mit Handicap nach wissenschaftlichem Standard weiter zu fördern und Schulen bei der Schulentwicklung zu unterstützen. „Inklusion darf nicht auf dem Rücken einzelner engagierter Lehrer ausgetragen werden“, sagt Stefan Drewes aus Düsseldorf, Vorsitzender der Sektion Schulpsychologie im BDP, am 26. September anlässlich der Eröffnung des 20. Bundeskongresses für Schulpsychologie in Münster. „In der Inklusion stecken große Chancen für die Teilhabe behinderter Menschen an der Gesellschaft und die individuelle Förderung jedes einzelnen Schülers. Es fehlen jedoch angemessene multiprofessionelle Beratungssysteme, die die Schulen eng begleiten können“

Derzeit sind insbesondere engagierte Lehrkräfte bereit, sich für die Inklusion zu öffnen. Wenn sich jedoch nicht eine ganze Schule in den Entwicklungsprozess begibt, besteht die Gefahr, dass Einzelne ihre Kräfte schnell aufbrauchen und resigniert aufgeben. „Daher brauchen die Lehrkräfte ein multiprofessionelles Beratungs- und Unterstützungssystem“, sagt Klaus Seifried aus Berlin, stellvertretender Vorsitzender der Sektion Schulpsychologie im BDP. „Inklusion braucht inklusive Unterstützungssysteme. Neben Sonderpädagogen, Beratungslehrern und Schulsozialarbeitern sind Schulpsychologen ein unverzichtbarer Teil zur Unterstützung einzelner Schüler aber auch von Schulen und Lehrkräften. Leider sind diese Unterstützungssysteme derzeit  nicht ausreichend ausgebaut und vernetzt. Deutschland ist noch immer ein europäisches Schlusslicht bei der Ausstattung mit Schulpsychologen.“

300 Schulpsychologen beschäftigen sich auf dem 20. Bundeskongress in 100 Veranstaltungen mit den Fragen: „Wie geht’s weiter mit der inklusiven Schule?“ – „Wie lernen Kinder heute?“ – „Welche Unterstützung brauchen Lehrerinnen und Lehrer?“

20. Bundeskongress
„Vielfalt nutzen – Lernen gestalten – Schule entwickeln“
26. bis 28. September 2012 in Münster

Eröffnung
26. September 2012 um 17.00 Uhr
–  NRW-Schulministerin und Schirmherrin, Sylvia Löhrmann
–  Prof. Dr. Andreas Schleicher (OECD)
„Zukunft der Schule – Herausforderungen und Unterstützungsbedarfe“

Die Sektion Schulpsychologie im BDP veranstaltet seit 1974 alle zwei Jahre einen Bundeskongress,
in diesem Jahr gemeinsam mit dem Landesverband für Schulpsychologie NRW. Sie analysiert regelmäßig die Versorgung durch Schulpsychologen und formuliert Empfehlungen für Politik und Praxis.

Ansprechpartner
Stefan Drewes, stefan.drewes@bdp-schulpsychologie.de

Kongressbüro
Beate Bertelsbeck-Moll, Tel.: 0175 5952288

Weitere Informationen unter: www.bdp-schulpsychologie.de

Über den Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP):
Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) vertritt die beruflichen und politischen Interessen der niedergelassenen, angestellten und beamteten Psychologen und Psychologinnen aus allen Tätigkeitsbereichen. Diese sind unter anderem: Gesundheitspsychologie, Klinische Psychologie, Psychotherapie, Schulpsychologie, Rechtspsychologie, Verkehrspsychologie, Wirtschaftspsychologie, Umweltpsychologie, Politische Psychologie. Der BDP wurde 1946 gegründet und ist Ansprechpartner und Informant für Politik, Medien und Öffentlichkeit. Rund 11500 Mitglieder sind im BDP organisiert.

Besuchen Sie den BDP im Internet:
www.bdp-verband.de


Aus dem Leben junger Ärzte: ZDFneo zeigt Doku-Reihe „Junior Docs“

Mainz. Das erste Mal operieren, Geburtshelfer sein und überlebenswichtige Entscheidungen treffen: ZDFneo begleitet in der Doku-Reihe „Junior Docs“ von Donnerstag, 27. September 2012, 20.15 Uhr, an acht junge Assistenzärzte bei ihrem Berufseinstieg.

In drei Hamburger Kliniken in Barmbek, Altona und St. Georg filmte ZDFneo zwei Monate lang die jungen Assistenzärzte und ihre Patienten. Die Berufsanfänger arbeiten in den Bereichen Rheumatologie, Gynäkologie, Anästhesie, Chirurgie, Urologie, Innere Medizin und HNO.

Täglich sind sie mit neuen Herausforderungen konfrontiert, müssen Erstversorgung in der Notaufnahme leisten, schnelle Diagnosen stellen, aber auch lernen, Patienten schlechte Nachrichten zu überbringen. Als Berufseinsteiger stehen sie ständig vor einem „ersten Mal“, ob bei einer Geburt oder der Versorgung schwerer Schnittwunden.

Die Doku-Reihe „Junior Docs“ zeigt die ungeschminkte Wirklichkeit des Krankenhausalltags und gibt einen intensiven Einblick in das Leben junger Menschen, die von einem auf den anderen Tag über Leben und Tod mitentscheiden müssen.

ZDFneo zeigt die zehnteilige Reihe jeweils in Doppelfolgen.

http://www.twitter.com/ZDFneo

Fotos sind erhältlich über die ZDF-Pressestelle, Telefon: 06131 – 70-16100, und über http://bilderdienst.zdf.de/presse/juniordocs

Pressekontakt:

ZDF-Pressestelle
Telefon: +49-6131-70-12121
Telefon: +49-6131-70-12120

Aus dem Leben junger Ärzte: ZDFneo zeigt Doku-Reihe "Junior Docs"

Mainz. Das erste Mal operieren, Geburtshelfer sein und überlebenswichtige Entscheidungen treffen: ZDFneo begleitet in der Doku-Reihe „Junior Docs“ von Donnerstag, 27. September 2012, 20.15 Uhr, an acht junge Assistenzärzte bei ihrem Berufseinstieg.

In drei Hamburger Kliniken in Barmbek, Altona und St. Georg filmte ZDFneo zwei Monate lang die jungen Assistenzärzte und ihre Patienten. Die Berufsanfänger arbeiten in den Bereichen Rheumatologie, Gynäkologie, Anästhesie, Chirurgie, Urologie, Innere Medizin und HNO.

Täglich sind sie mit neuen Herausforderungen konfrontiert, müssen Erstversorgung in der Notaufnahme leisten, schnelle Diagnosen stellen, aber auch lernen, Patienten schlechte Nachrichten zu überbringen. Als Berufseinsteiger stehen sie ständig vor einem „ersten Mal“, ob bei einer Geburt oder der Versorgung schwerer Schnittwunden.

Die Doku-Reihe „Junior Docs“ zeigt die ungeschminkte Wirklichkeit des Krankenhausalltags und gibt einen intensiven Einblick in das Leben junger Menschen, die von einem auf den anderen Tag über Leben und Tod mitentscheiden müssen.

ZDFneo zeigt die zehnteilige Reihe jeweils in Doppelfolgen.

http://www.twitter.com/ZDFneo

Fotos sind erhältlich über die ZDF-Pressestelle, Telefon: 06131 – 70-16100, und über http://bilderdienst.zdf.de/presse/juniordocs

Pressekontakt:

ZDF-Pressestelle
Telefon: +49-6131-70-12121
Telefon: +49-6131-70-12120

Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention fordert Wahlrecht für alle Menschen mit Behinderungen bei der Bundestagswahl 2013

Dienstag, 25. September 2012, 13:35 Uhr

Deutsches Institut für Menschenrechte e.V.

Pressemitteilung

Berlin – Die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention ruft den Gesetzgeber auf, bei der anstehenden Wahlrechtsreform zwei Gruppen von Menschen mit Behinderungen, denen bisher das aktive und passive Wahlrecht versagt wird, zu berücksichtigen. „Behinderte Menschen dürfen in einem Rechtsstaat von einem so wesentlichen politischen Vorgang wie einer Bundestagswahl nicht ausgeschlossen werden“, kritisierte Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle, die geltenden Bestimmungen. Das Wahlrecht wird bislang Menschen verweigert, für die eine Betreuung in allen Angelegenheiten angeordnet wurde, oder die im Rahmen eines Maßregelvollzugs in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht sind.

Diesen Menschen bleibe es infolge Paragraph 13 Bundeswahlgesetz und Paragraph 6a Europawahlgesetz verwehrt, über die Zusammensetzung ihrer Volksvertretung in Bund und Europa mitzuentscheiden, so Aichele. Dieser Zustand sei mit Artikel 29 der UN-Behindertenrechtskonvention nicht in Einklang zu bringen und damit völkerrechts- und verfassungswidrig. Menschenrechtlich bestehe hier zwingender Handlungsbedarf. „Die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention ersucht daher den Deutschen Bundestag, das Bundeswahlgesetz dahingehend zu ändern, dass allen Menschen mit Behinderungen die Teilhabe mit der nächsten Bundestagswahl möglich ist“, so der Menschenrechtsexperte.

Es handele sich um eine schätzungsweise fünfstellige Zahl behinderter Menschen, erklärte Leander Palleit, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Monitoring-Stelle und Autor der soeben erschienenen Publikation „Deutschland braucht endlich ein inklusives Wahlrecht“. Im europäischen Vergleich hinke Deutschland deutlich hinterher, was die politische Teilhabe von Menschen mit geistigen Behinderungen betreffe, so Palleit. Die Monitoring-Stelle schlage daher vor, im Zuge der Überarbeitung des Bundeswahlgesetzes die entsprechen Paragraphen ersatzlos zu streichen.

Publikation:

Leander Palleit: Deutschland braucht endlich ein inklusives Wahlrecht. Deutsches Institut für Menschenrechte, Berlin, „aktuell“ 05/2012, September 2012

www.institut-fuer-menschenrechte.de/de/publikationen/behindertenrechte.html <http://mailing.gesundheit-adhoc.de/c/8500721/478ac58a3e8>

Die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention wurde auf Vorschlag der Bundesregierung im Jahr 2009 im Deutschen Institut für Menschenrechte in Berlin eingerichtet. Sie hat den Auftrag, die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu fördern und zu schützen sowie die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland zu begleiten. <http://mailing.gesundheit-adhoc.de/c/8500722/478ac58a3e8>

Pressekontakt:
Bettina Hildebrand, Pressesprecherin
Tel.: 030 25 93 59 – 14 , Mobil: 0160 96 65 00 83
E-Mail: hildebrand@institut-fuer-menschenrechte.de


Nominierungsstart: Pflegemanagement-Award für Nachwuchsführungskräfte

Der Bundesverband Pflegemanagement ruft auf, engagierte Nachwuchsführungskräfte zu nominieren | Die Preisverleihung findet auch diesmal anlässlich des von Springer Medizin ausgerichteten Kongresses Pflege im Januar 2013 in Berlin statt

Berlin, 25. September 2012. Zum zweiten Mal in Folge hat eine Nachwuchsführungskraft die Chance, für ihre Leistungen mit dem Pflegemanagement-Award ausgezeichnet zu werden. Dazu können ab sofort Führungskräfte in der Pflege „ihren“ Führungsnachwuchs für den Preis vorschlagen. Initiator des Preises ist der Bundesverband Pflegemanagement. Plattform für die Preisverleihung ist der
Kongress Pflege , der Ende Januar in Berlin von Springer Medizin ausgerichtet wird.

„Der Nachwuchs nimmt für die Zukunft der Pflege die entscheidende Rolle ein. Es gilt, junge Menschen für den Beruf zu begeistern, sie  gleichzeitig auch langfristig zu motivieren und zu halten. Mit dem Pflegemanagement-Award setzen wir ein klares Zeichen für unseren Einsatz für den Nachwuchs und bieten den jungen Führungskräften eine Plattform für die Anerkennung ihrer Leistung“, so Peter Bechtel, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Pflegemanagement. Gesucht werden Nachwuchsführungskräfte, die sich mit Engagement, Pioniergeist, Sozialkompetenz, fachlicher Kompetenz und Kreativität für die Stärkung der Position ihrer Profession einsetzen. Und dabei die für ihren Beruf so wichtige Empathie nicht aus den Augen verlieren. Hauptsponsor des Preises ist ZeQ, eine der führenden Unternehmensberatungen für Krankenhäuser, Psychiatrien und Rehakliniken.
Mehr zum Pflegemanagement-Award sowie das Nominierungsformular finden Sie hier <http://www.bv-pflegemanagement.de/award> .

Der Bundesverband Pflegemanagement e.V.  ist eine aktive Interessenvertretung der Profession Pflege und insbesondere des Pflegemanagements in Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist bereits seit 1974 aktiv. Die heutige Struktur mit Bundesvorstand und Landesgruppen für einen maximalen Einfluss in Politik und Öffentlichkeit besteht seit 2005. Der Bundesverband Pflegemanagement ist Gründungsmitglied und aktives Mitglied des Deutschen Pflegerats. Durch seine Managementkompetenz, sein starkes Netzwerk und eine klare Organisationsstruktur wird der Verband heute als einer der Hauptansprechpartner unter den Pflegemanagement-Verbänden gehört und ist auf Bundes- wie Landesebene in die Gestaltung von Gesetzesvorlagen involviert und in Gremien engagiert.

Springer Medizin ist führender Anbieter von Fachinformationen im Gesundheitswesen in Österreich und Deutschland. Die Produktpalette umfasst Zeitschriften, Zeitungen, Bücher und eine Vielzahl von Online-Angeboten für alle Arztgruppen, Pharmazeuten, Heilberufe und medizinisch interessierte Laien. Wichtige Qualitätsmerkmale aller Verlagsprodukte sind hohe wissenschaftliche Qualität, Fort- und Weiterbildung auf dem neuesten Stand der medizinischen Forschung, sowie exzellente Vernetzung zu wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Berufsverbänden, medizinischen Stiftungen, Herausgebern und Fachautoren. Springer Medizin ist Teil von Springer Science+Business Media.

Bildquelle: Springer-Verlag GmbH

Pressekontakt Bundesverband Pflegemanagement: Sabine Girts <mailto:sabine.girts@bv-pflegemanagement.de> | Geschäftsführerin | tel +49 30 44 03 76 93

Pressekontakt Springer Medizin: Uschi Kidane <mailto:uschi.kidane@springer.com> | Leiterin PR | tel +49 6221 487-8166


52. DHS-Fachkonferenz SUCHT: Die vier Säulen der Suchthilfe und Suchtpolitik auf dem Prüfstand

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.

52. DHS-Fachkonferenz SUCHT: 19. – 21. November 2012, pentahotel, Leipzig

Der 4-Säulen-TÜV / Die vier Säulen der Suchthilfe und Suchtpolitik auf dem Prüfstand

Hamm. Das tragende Gerüst der Drogen- und Suchtpolitik Deutschlands sind seit über 20 Jahren die vier Säulen Prävention, Beratung und Behandlung, Schadensminimierung sowie Repression. Schon im Nationalen Rauschgiftbekämpfungsplan aus dem Jahr 1990 finden sich all diese Elemente der später benannten vier Säulen, wenn auch in unterschiedlicher Bezeichnung und Schwerpunktsetzung. So können wir in Deutschland auf Kontinuität in der Drogen- und Suchtpolitik zurückblicken und müssen uns zugleich fragen, ob das Gesamtkonzept noch stimmig ist und ob es den künftigen Herausforderungen gerecht wird.

Auf ihrer 52. Fachkonferenz Sucht möchte die DHS gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern prüfen, ob jede der vier Säulen, die „TÜV-Plakette“ für die nächsten Jahre erhalten kann. Darüber hinaus möchten wir den Fragen nachgehen, ob die vier Säulen ausreichen, um das Gebäude Suchthilfe und Suchtpolitik zu tragen, ob wir neue Ebenen in das Bauwerk einziehen müssen, ob die Statik der Konstruktion stimmt – und natürlich, ob sie geeignet sind, den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.

Nähere Informationen über das Programm und die Teilnahmebedingungen erhalten Sie unter www.dhs.de
Kontakt: Doris Kaldewei (kaldewei@dhs.de)

Programm
Das ausführliche Programm finden Sie unter www.dhs.de . Onlineanmeldungen sind dort möglich.

Anmeldungen
Bitte melden Sie sich mit der beigefügten Anmeldekarte oder über das Internet unter www.dhs.de an. Mit der Anmeldebestätigung erhalten Sie von uns ein ausführliches Programm. Anmeldeschluss ist der 31. 10. 2012.

Unterkunft
Hotelangebote verschiedener Kategorien finden Sie unter www.dhs.de

Kontakt:
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.
Doris Kaldewei
Westenwall 4, 59065 Hamm
Tel. 0 23 81/90 15-0
Fax 0 23 81/90 15-30
E-Mail: kaldewei@dhs.de
www.dhs.de