Juli, 2012

 

Rund zwei Millionen Deutsche wurden schon einmal gemobbt

Hamburg. Fünf Prozent der Beschäftigten in Deutschland wurden am Arbeitsplatz schon einmal gemobbt oder schikaniert, so die Techniker Krankenkasse (TK) in Bezug auf eine Studie von Eurofound. Die Frage „Wurden Sie im vergangenen Monat verbal beleidigt?“ beantwortete in der europaweiten Befragung jeder achte Bundesbürger mit „Ja“. Und 4,3 Prozent bestätigten, dass sie am Arbeitsplatz sogar Drohungen und erniedrigendem Verhalten ausgesetzt sind.

Wo Menschen über viele Stunden zusammenarbeiten, gibt es Reibungspunkte und Auseinandersetzungen. „Das ist normal“, sagt Heiko Schulz, Diplom-Psychologe bei der TK. „Kritisch aber wird es, wenn ein Mitarbeiter systematisch, über einen längeren Zeitraum schikaniert wird – mit dem Effekt, diese Person rauszukicken.“ Zur Zielscheibe kann jeder werden. Typische Charaktereigenschaften, die einen Menschen zum bevorzugten Mobbing-Opfer machen, gibt es laut Schulz nicht. Der zielgerichtete Terror kann zwischen Kolleginnen und Kollegen stattfinden, von Vorgesetzten ausgehen oder von Mitarbeitern, die ihre Chefs mobben. In etwa der Hälfte aller Fälle, so der Mobbingbericht der Bundesregierung, sind Vorgesetzte an diesen Prozessen beteiligt.

„Gemobbt wurde zwar immer schon, doch die Vehemenz und Intensität ist stärker geworden. Die Konkurrenz schläft nicht, der wirtschaftliche Druck auf manche Unternehmen ist groß. Das schafft tendenziell ein raues Betriebsklima, erzeugt Verunsicherung und Stress bei den Mitarbeitern“, erklärt Schulz. Wer gemobbt wird, leidet körperlich und psychisch. Am Anfang reagieren die Betroffenen mit Beschwerden wie Kopfschmerzen, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und Verspannungen auf den Stress. Im fortgeschrittenen Mobbingstadium können dann ernsthafte Erkrankungen hinzukommen wie etwa Migräne, Angstzustände, Tabletten- oder Alkoholabhängigkeit, Depressionen und Herz-Kreislauf-Probleme.

Auch dem Unternehmen schadet Mobbing, unter anderem durch erhöhte Krankenstände, Qualitätsverlust, hohe Mitarbeiterfluktuation und ein schlechtes Betriebsklima. Gemobbte Arbeitnehmer reagieren vielfach mit innerer Kündigung, dadurch bleibt ihr Potenzial am Arbeitsplatz unausgeschöpft.

Doch gegen Mobbing lässt sich etwas unternehmen. „Das üble Geschwür Mobbing kann sich immer dann bequem einnisten und unkontrolliert wachsen, wenn es keine Gesprächskultur im Betrieb gibt. Eine gute innerbetriebliche Kommunikation ist also ein wichtiger Bestandteil der Prävention“, sagt Schulz. Die Berufsgenossenschaften unterstützen durch Betriebsberatung und bieten Mobbingprävention durch Seminare für Führungskräfte und Betriebsräte an.

„Betroffene sollten ihren Mobber möglichst frühzeitig zur Rede stellen. Führt das nicht zur Klärung des Konfliktes, kann man den direkten Vorgesetzten einweihen. Ist er selbst der Täter, wendet man sich an dessen Vorgesetzten oder den Betriebsrat“, rät der Diplom-Psychologe. Für die Intervention in konkreten Mobbingfällen ist jedenfalls der Arbeitgeber verantwortlich. In manchen Firmen gibt es einen Konfliktmanager, einen internen Anti-Mobbingbeauftragten oder das Angebot einer externen Mitarbeiterberatung. Falls nicht, kann man sich an einen externen professionellen Mediator wenden, der unparteilich sein muss. Mobbingberatungsstellen befinden sich inzwischen in jeder größeren Stadt.

Für den Fall, dass es später doch zu einem Arbeitsgerichtsprozess kommt und man beweisen muss, dass man tatsächlich gemobbt wurde, hilft ein „Mobbingtagebuch“. Jeder Vorfall mit Uhrzeit, Ort und gegebenenfalls anwesenden Zeugen werden darin dokumentiert. Die Aufzeichnungen helfen auch, um im Gespräch mit einem Berater schneller auf den Punkt zu kommen.

Eine sorgfältige Analyse ist wichtig, um die Lage realistisch überblicken zu können: Welche Ursachen liegen zugrunde, wer sind die handelnden Personen, welche Interessen stecken hinter dem Konflikt, hat man selbst Anteil daran? „Möglicherweise ist man ja auch gar nicht persönlich gemeint, sondern fungiert eher als Blitzableiter für eine allgemein schlechte Stimmung im Team“, gibt Schulz zu bedenken. Und natürlich muss das Ziel definiert werden: Was will ich? Die Situation verändern und den Arbeitsplatz behalten oder eine Abfindung erhalten und erhobenen Hauptes gehen?

„Manchen Betroffenen hilft eine Psychotherapie, um den Konflikt zu bearbeiten. Auch das Gespräch mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen ist wertvoll“, sagt Schulz. „Wichtig ist, dass man sich nicht rund um die Uhr von dem Thema gefangen nehmen lässt. Gerade in dieser belastenden Situation kommt es darauf an, Dinge zu tun, die Spaß machen, ablenken und den Blickwinkel verändern.“

Die TK bezieht sich auf die Ergebnisse der Europäischen Erhebung über Arbeitsbedingungen (EWCS) 2010 von Eurofound.

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Aurelia Nehr, TK-Pressestelle 
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Landesarbeitsgemeinschaft Neurorehabilitation NRW konstituiert: NRW soll kein Schlusslicht bleiben!

Patienten in Nordrhein-Westfalen sind fehl- oder unterversorgt, wenn es um neurologische Frührehabilitation geht. Über 500 Betten fehlen im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands. Aus diesem Grund hat sich jetzt die Landesarbeitsgemeinschaft Neurorehabilitation NRW konstituiert. Sie will helfen, den Missstand zu beseitigen.

Köln, 25.07.2012. Grundsätzlich ist deutschlandweit von einem demografisch bedingten Anstieg des Rehabilitationsbedarfs auszugehen. Doch während in anderen Bundesländern diese Entwicklung an den abgerechneten Fallzahlen der Kostenträger sichtbar wird, stagnieren in Nordrhein-Westfalen die Zahlen. Unter zwei Fälle je 10.000 Einwohner wurden hier sowohl 2005 als auch 2009 abgerechnet, wie aus den Unterlagen des GKV Spitzenverbandes „Früh-Rehabilitation im Krankenhaus aus Sicht der Kostenträger“ vom 28.6.2011 hervorgeht.

„Neurologische Frühreha-Wüste“ nennt Dr. Ursula Becker Deutschlands bevölkerungsreichstes Bundesland mit Blick auf die Grafik der GKV. Die Geschäftsführerin und Inhaberin der Dr. Becker Klinikgruppe kämpft seit Jahren für mehr Plätze in der neurologischen Frühreha in Nordrhein-Westfalen. „Wir müssen Versorgungssicherheit herstellen. Erkrankungen, für die ein Bedarf an neurologischer Frühreha besteht, werden weiter zunehmen. Der IAT Trendreport von 2011 prognostiziert allein für die Schlaganfallhäufigkeit von 2006 bis 2025 eine Steigerung in bestimmten Versorgungsgebieten von NRW bis über 35 Prozent. Wenn wir nicht wollen, dass ein Großteil der Betroffenen zu dauerhaften Pflegefällen wird, müssen wir eine flächendeckende fachspezifische Versorgung im Land ermöglichen!“

Vergangene Woche hat sich die 47-jährige deshalb mit Vertretern der Gesundheitsbranche und fünf weiteren Kliniken des Landes zusammengetan und die Landesarbeitsgemeinschaft Neurorehabilitation NRW (LAG) gegründet. Ziel der LAG ist es, die neurologische Frührehabilitation Phase B in Nordrhein-Westfalen auf den Stand anderer Bundesländer zu bringen und das fachspezifische Angebot an die tatsächliche Bedarfslage anzupassen. „Wir wollen in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die Fehl- und Unterversorgung im Hinblick auf die neurologische Frührehabilitation in Nordrhein-Westfalen schaffen“, erläutert Becker. „Handeln kann dann nur die Landesregierung. Sie muss im neuen Krankenhausplan die entsprechenden Ressourcen bereit- und endlich Versorgungssicherheit für die Patienten herstellen.“ Diese ließe sich nach Ansicht der LAG auch erzielen, wenn die Rehabilitationskliniken im Land die Zulassung für die neurologische Frühreha Phase B erhielten. Durch die Kapazitäten der Kliniken, die zu dieser leistungsintensiven Behandlung schon lange sowohl technisch als auch fachlich in der Lage seien, ließe sich in NRW Versorgungssicherheit herstellen.

Die Versorgungssituation in NRW

In Nordrhein-Westfalen befinden sich derzeit 154 Betten der neurologischen / fachübergreifenden Frührehabilitation sowie 66 Betten für Schädelhirnverletze an Krankenhäusern. Darüber hinaus haben zwei Einrichtungen in NRW zusammen knapp 100 sogenannte Phase B-Betten gemäß § 111 SGB V. Das heißt, insgesamt kommt in NRW auf 55.000 Einwohner ein neurologisches Frührehabett. Zum Vergleich: In Thüringen ist es ein Bett pro 12.000 Einwohner. Im Bundesvergleich bildet Nordrhein-Westfalen mit diesen Werten das Schlusslicht.

„Schon jetzt können Patienten, insbesondere bei den Diagnosen Hirninfarkt und Schlaganfall, aus Kapazitätsgründen nicht mehr in nordrhein-westfälischen Frühreha-Betten versorgt werden. Sie werden nach Hessen und Niedersachsen verlegt oder einfach in Betten versorgt, die keine Frühreha-Zulassung haben. Besonders schlecht sieht die Versorgungslage für Patienten mit schweren Schädel-Hirn-Traumata aus“, fasst Prof. Dr. Dr. Paul W. Schönle von der Maternus-Klinik für Rehabilitation und ebenfalls Gründungsmitglied der LAG, die aktuelle Lage in NRW zusammen.

Kostengründe dürften es nach Meinung der LAG nicht sein, die die Landesregierung bisher davon abgehalten habe, weitere neurologische Frührehabetten im Land zu schaffen. Zumal dies eh eine Milchmädchenrechnung wäre, so Becker: „Ziel der Reha ist es, die Pflegebedürftigkeit des Betroffenen abzuwenden und ihm – um es mit den Worten unseres Gesundheitsministeriums zu sagen – ein ‚selbstbestimmtes Leben in solidarischer Gemeinschaft’ zu ermöglichen. Hier erzielt die moderne Neurorehabilitation große Erfolge. Kommt sie nicht zum Einsatz und die Pflegebedürftigkeit tritt ein, wird das für alle Beteiligten im Endeffekt sehr viel teurer.“ Der neue Krankenhausplan NRW wird aktuell beraten und tritt voraussichtlich Anfang 2013 in Kraft.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Neurorehabilitation NRW

Gründung am 09. Juli 2012. Mitglieder: Dr. Ursula Becker, Bastian Liebsch (Dr. Becker Klinikgesellschaft mbH & Co.KG), Thomas Bold, Dr. Thomas Brand, Detlef Bätz (Gräfliche Kliniken, Marcus Klinik GmbH & Co. KG), Prof. Dr. Dr. Paul W. Schönle, Johannes Assfalg (MATERNUS-Klinik für Rehabilitation GmbH & Co. KG), Wiebke Weißmann, Prof. Dr. Mario Siebler (Fachklinik Rhein/Ruhr f. Herz-/Kreislauf- u. Bewegungssystem GmbH & Co.KG), Prof. Dr. Stefan Knecht (St. Mauritius Therapieklinik Meerbusch gGmbh), Dr. Alexander Hemmersbach (Johanniter-Ordenshäuser Bad Oeynhausen gemGmbH), Dr. Markus Ebke, Dirk Schaffrath (Rhein-Sieg-Klinik, Dr. Becker Klinikgesellschaft mbH & Co.KG)

Weitere Informationen unter: www.neuroreha-nrw.de

Für ein Interview über die sozialrechtlichen und/oder medizinischen Hintergründe der neurologischen Frührehabilitation stehen Ihnen die Sprecher der LAG, Dr. Ursula Becker und  Prof. Dr. Dr. Paul W. Schönle, gerne zur Verfügung.

Pressekontakt

Dr. Becker Klinikgruppe

Rebecca Jung / Ltg. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Parkstraße 10, 50968 Köln

Tel: (02 21) 93 46 47-48, E-Mail: rjung@dbkg.de


Stufenweise Wiedereingliederung zu wenig genutzt

Hamburg. Herzinfarkt, Krebs, Rückenprobleme oder Depression – so lautet meist die Diagnose bei Arbeitnehmern, die länger als sechs Wochen im Jahr krankgeschrieben sind. Obwohl sie nur etwa fünf Prozent der rund 3,9 Millionen Arbeitsunfähigkeits-Fälle im Jahr 2011 ausmachten, waren sie für fast die Hälfte der 51 Millionen Fehltage verantwortlich, so der aktuelle Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK). Zum persönlichen Schicksalsschlag kommt eine lange Arbeitspause, die oft nicht leicht wieder aufzuholen ist. Deshalb bieten Krankenkassen die sogenannte stufenweise Wiedereingliederung an.

„Der Patient kann ausprobieren, was er leisten kann, ohne den Druck zu haben, sofort wieder voll einsatzfähig sein zu müssen“, so Inken Holldorf, Krankengeld-Expertin bei der TK. Allerdings werde diese Möglichkeit noch zu wenig genutzt. 2011 hätten rund 27.000 TK-Versicherte bundesweit davon Gebrauch gemacht. Das entspreche 15 Prozent der Langzeitkranken. In Berlin lag die Quote mit neun Prozent am niedrigsten, in Baden-Württemberg mit 19 Prozent am höchsten. „Der Übergang von krank zu gesund ist fließend. Deshalb würden wir uns wünschen, dass noch mehr Langzeitpatienten diese Chance nutzen würden, um die eigene Belastungsfähigkeit zu testen“, erklärt die TK-Expertin.

In Absprache mit dem Patienten erstellt der behandelnde Arzt einen Wiedereingliederungsplan, der genau festlegt, über welchen Zeitraum er wie viele Stunden arbeiten kann. Dieser Plan wird Arbeitgeber sowie Krankenkasse vorgelegt und wenn nötig angepasst. „Zunächst arbeitet der Mitarbeiter nur wenige Stunden täglich. In den folgenden vier bis acht Wochen wird das Pensum bis zur vollen Arbeitszeit gesteigert“, sagt Holldorf. Während der Wiedereingliederung gilt der Patient weiterhin als arbeitsunfähig, deshalb bekommt er in der Regel auch weiter Krankengeld. Nur wenn der Arbeitgeber sich freiwillig bereit erklärt, Lohn zu zahlen, oder Selbstständige Einnahmen erzielen, ruht das Krankengeld oder wird entsprechend gekürzt. Krankengeld wird wegen derselben Erkrankung für bis zu 78 Wochen innerhalb von drei Jahren gezahlt.

Auch wenn der Patient eine ambulante oder stationäre Rehabilitation auf Kosten der Rentenversicherung gemacht hat, kann er mit einer stufenweisen Wiedereingliederung ins Arbeitsleben zurückkehren. In der Regel erstellt dann der betreuende Arzt der Rehabilitationseinrichtung den Wiedereingliederungsplan. Statt Krankengeld wird dem Patienten von der Rentenversicherung ein Übergangsgeld bezahlt, bis er wieder seinen vollen Lohn erhält.

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Neuer Internetauftritt der Deutschen Rheuma-Liga

Bonn, Juli 2012 – Die Deutsche Rheuma-Liga hat ihren Internetauftritt neu gestaltet. Rheumakranke können sich nun nach individuellem Bedarf über Krankheitsbilder, Therapieoptionen und Angebote der Selbsthilfe informieren, sich in Foren austauschen und kostenloses Infomaterial nutzen. Auch die Website für junge Leute sowie die aktuelle Kampagnenseite „Aktiv gegen Rheumaschmerz“ präsentieren sich in modernem Design und benutzerfreundlicher Struktur:

www.rheuma-liga.de
www.geton.rheuma-liga.de
www.aktiv-gegen-rheumaschmerz.de

20 Millionen Menschen leiden in Deutschland an rheumatischen Erkrankungen, sei es Arthrose, entzündliche Gelenkerkrankungen, Fibromyalgie-Syndrom, Gicht, Rückenschmerz oder Osteoporose. Der neue Internetauftritt der Deutschen Rheuma-Liga bietet für alle Diagnosen umfassende, von ärztlichen Experten verfasste Informationen und leitet regionalisiert direkt zu den Beratungsangeboten der 16 Landesverbände sowie zu speziellen Angeboten der drei Mitgliedsverbände für Morbus Bechterew, Lupus erythematodes und Sklerodermie. Für Eltern rheumakranker Kinder, junge Rheumatiker und Menschen mit seltenen Rheumaformen gibt es spezielle Plattformen zum Austausch. In Videos und Interviews schildern Betroffene ihren Weg mit der Erkrankung.

Ein umfassendes Mediencenter bietet im kostenlosen Download 40 Kurzinformationen zu diversen Krankheitsbildern, Therapiemöglichkeiten und sozialrechtlichen Fragen. Zwanzig Broschürentitel werden vorgestellt, die man gegen Porto bei den Verbänden bestellen kann.

Der Relaunch des Internetauftritts erfolgte mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Kontakt:

Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.
Maximilianstr. 14
53111 Bonn
www.rheuma-liga.de
Susanne Walia
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0228-7 66 06-11

Die Deutsche Rheuma-Liga ist die größte Patientenvereinigung in Deutschland. 1970 gegründet, vertritt der Verband die Interessen von über 260.000 Mitgliedern in 16 Landes- und drei Mitgliedsverbänden. 12.000 ehrenamtliche Helfer leisten vor Ort Hilfe zur Selbsthilfe. Die Verbände informieren und beraten Betroffene unabhängig und frei von kommerziellen Interessen.


Peter-Beckmann-Medaille an Dr. med. Christiane Korsukéwitz

Berlin. Dr. med. Christiane Korsukéwitz, Berlin, ist von der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e.V. (DGPR) auf der 39. Jahrestagung am 15. Juni 2012 mit der Peter-Beckmann-Medaille ausgezeichnet worden. Frau Dr. Korsukéwitz war von 2005 bis 2012 leitende Ärztin der Deutschen Rentenversicherung und Leiterin des Geschäftsbereichs Sozialmedizin und Rehabilitation. Am Ende ihrer beruflichen Tätigkeit bringt die DGPR mit der Verleihung der höchsten Auszeichnung ihre Anerkennung und Dankbarkeit zum Ausdruck.

In seiner Laudatio stellte der Präsident der DGPR, Prof. Dr. med. Harry W. Hahmann, die Verdienste von Frau Dr. Korsukéwitz für seine Fachgesellschaft heraus. Es war die kontinuierliche Präsenz bei den Veranstaltungen der DGPR, zu der sie durch zahlreiche Vorträge und die Teilnahme an vielen Podiumsdiskussionen aktiv beigetragen hat. Es war die Erreichbarkeit, die Offenheit für gemeinsame Ziele, die Bereitschaft zur konstruktiven Zusammenarbeit, ein Miteinander, das stets auf Augenhöhe und erfreulich war, durch das viel gemeinsam bewirkt wurde. Diese Zusammenarbeit sei auch immer geprägt gewesen von Fairness und der Bereitschaft, auch die Grenzen der Möglichkeiten aufzuzeigen – „sie hat uns immer reinen Wein eingeschenkt“. Frau Dr. Korsukéwitz hat unsere Anliegen allzeit unterstützt und sich in höchstem Maße für die kardiologische Rehabilitation verdient gemacht.

Kontakt:

Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e.V.
Friedrich-Ebert-Ring 38
56068 Koblenz
Telefon: 02 61/ 30 92 31
Telefax: 02 61 / 30 92 32
info@dgpr.de
www.dgpr.de


Eckpunkte zum neuen Heimrecht in Baden-Württemberg beschlossen

Stuttgart, 25.07.2012. Die Landesregierung Baden-Württemberg hat die von Sozialministerin Katrin Altpeter vorgelegten Eckpunkte für ein neues Heimrecht gebilligt. Die umfassende Neuausrichtung kommt nach den Worten von Ministerin Altpeter schon in der Gesetzesbezeichnung zum Ausdruck. Statt Heimgesetz soll es künftig „Gesetz für unterstützende Wohnformen, Teilhabe und Pflege (Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetz) heißen. „Wir wollen mit dem neuen Landesgesetz die Teilhabe und Selbstorganisation der Menschen in den Pflege- und Behindertenein¬rich¬tungen und in der Gesellschaft fördern und insbesondere die Bildung gemeinschaftlicher, selbstbestimmter Wohnformen älterer, behinderter und pflegebedürftiger Menschen unterstützen“. Damit werde die Vielfalt der bereits bestehenden und sich noch entwickelnden ambulant betreuten Wohngemeinschaften gefördert. Darüber hinaus stärke das neue Gesetz ältere, behinderte und pflegebedürftige Menschen auch als Verbraucherinnen und Verbraucher.

Das neue Landesgesetz gehe deshalb weg vom „Alles-oder-Nichts-Prinzip“ des alten Heimgesetzes. Das alte Heimrecht kannte entweder die Versorgung im Heim oder zuhause. Erstere fiel vollständig unter die Regelungen und den Schutzbereich des Heimrechts, letztere fiel vollständig heraus. Den vielen Zwischenformen des gemeinschaftlichen Wohnens werde dies nicht mehr gerecht, so Altpeter. Mit dem neuen Landesgesetz soll zudem die konzeptionelle Weiterentwicklung der Einrichtungen in Richtung Inklusion und Öffnung gefördert werden. Der Teilhabegedanke und die Vorgaben der Behindertenrechtskonvention würden in das Gesetz aufgenommen.

Abgestufte Kontrollmechanismen statt „Alles-oder-nichts“

Künftig werden „Unterstützende Wohnformen“ unter den heimrechtlichen Schutz gestellt. Unterstützende Wohnformen sind erstens „stationäre Einrichtungen“ (Heime) für ältere Menschen, volljährige Pflegbedürftige und volljährige Menschen mit Behinderung (wie bisher) und zweitens (neu) „ambulant betreute Wohngemeinschaften“, darunter auch Wohngemeinschaften für Menschen mit Behinderung. Dabei gilt: Je weniger der Einzelne über seine Wohn- und Lebensform selbst bestimmt, desto stärker greifen die abgestuften Mechanismen des neuen Landesgesetzes zur Sicherung der Qualität der Pflege.
Altpeter: „Neue Wohn- und Betreuungsformen entsprechen dem Wunsch der Menschen nach Selbstbestimmung, Selbstverantwortung und Eigengestaltung auch im Alter und bei Betreuungsbedarf. Unser Ziel ist es, die Qualität der Pflege dort und in den stationären Heimen zu sichern und präventiv akute Gefahren für pflegebedürftige und behinderte Menschen abzuwehren.“

Erhalten bleiben deshalb für stationäre Einrichtungen wichtige qualitätssichernde Vorgaben des alten Landesheimgesetzes, so etwa die Fachkraftquote (im Fall von pflegebedürftigen Heimbewohnern müssen mindestens 50 Prozent der Beschäftigten Fachkräfte sein) und Kernelemente der baulichen Gestaltung. In ambulant betreuten Wohngemeinschaften kann davon abgewichen werden, weil die Bewohner bewusst eine wohnungsähnliche Umgebung gewählt haben.[…]

Mehr Informationen dazu beim:

Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg
Pressesprecher Helmut Zorell
Schellingstraße 15
70174 Stuttgart
Tel.: 0711 123-3549
Fax: 0711 123-3996
helmut.zorell@sm.bwl.de


Neues Internetportal: „REHADAT Hilfsmittel“ schafft Übersicht

Wo gibt es einen geeigneten Rollstuhl? An wen kann ich mich wenden, wenn ich ein Bildtelefon brauche? Wer fördert die Anschaffung eines höhenverstellbaren Arbeitstisches? Schnell, unkompliziert und übersichtlich beantwortet das neue Internetportal REHADAT Hilfsmittel solche Fragen.

Auf www.rehadat-hilfsmittel.de sind mehr als 21.000 Produkte nach Bereichen wie Arbeitsplatz, Mobilität, Haushalt oder Kommunikation gruppiert und detailliert beschrieben. Bilder, Produktmerkmale, Hersteller- und Vertriebsadressen werden genannt. Ergänzt werden die Inhalte durch zahlreiche Gerichtsurteile (z.B. Kostenübernahme), Literatur (Testberichte), Praxisbeispiele (zum Einsatz von Hilfsmitteln am Arbeitsplatz) und Adressen (Beratungsstellen). Besonders hilfreich ist die Infothek. Sie enthält praxisorientierte Hintergrundinformationen dazu, wie man an das gewünschte Hilfsmittel kommt  und wie die Finanzierung geregelt ist.

Als zusätzliche Serviceleistung enthält das Portal das Hilfsmittelverzeichnis der Gesetzlichen Krankenversicherung, ein umfangreiches deutsch-englisches Fachwörterbuch sowie zahlreiche weiterführende Links.

REHADAT-Hilfsmittelt richtet sich an Menschen mit Behinderung oder mit gesundheitlichen Einschränkungen, an ältere Menschen und an alle, die sich mit dem Thema Hilfsmittel befassen.

Das Portal gehört zum Informationssystem REHADAT – dem weltweit größten Informationsangebot zum Thema Behinderung und berufliche Teilhabe (www.rehadat.de). Das Projekt ist im Institut der deutschen Wirtschaft Köln angesiedelt und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert.

Für Rückfragen:

Anja Brockhagen
Referentin
REHADAT Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation
Institut der deutschen Wirtschaft Köln
Postfach 10 19 42
50459 Köln
Telefon: 0221 4981-845
Fax: 0221 4981-99-845
brockhagen@iwkoeln.de
www.iwkoeln.de
www.rehadat.de

Besucheranschrift:
Konrad-Adenauer-Ufer 21, 50668 Köln


Aussetzung des Demografiefaktors – G-BA setzt sich bewusst unter Handlungsdruck

Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA)
Pressemitteilung Nr. 14 / 2012 vom 23. Juli 2012

Berlin, 23. Juli 2012. Der so genannte Demografiefaktor in der Bedarfsplanung (§ 8a der Bedarfsplanungs-Richtlinie (BPl-RL)) wird zum 31. Dezember 2012 außer Kraft gesetzt. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am vergangenen Donnerstag in Berlin einstimmig beschlossen. Zugleich wurde der zuständige Unterausschuss beauftragt, die bisherigen Auswirkungen der Regelung auf die Versorgung gründlich zu überprüfen. Mögliche Fehlentwicklungen bei der bisher uneinheitlichen Umsetzung des Faktors sollen dann in den kommenden Monaten im Rahmen der grundlegenden Reform der gesamten Bedarfsplanung korrigiert werden. Diese ergibt sich als Arbeitsauftrag des Gesetzgebers aus dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz (GKV-VStG).

„Mit dieser Entscheidung setzt sich der G-BA ganz bewusst unter Handlungsdruck, um bei der anstehenden Neuausrichtung der Bedarfsplanung fristgerecht zu Ergebnissen zu kommen. Als Vorsitzender des zuständigen Unterausschusses werde ich darauf hinwirken, dass die durch das GKV-VStG gesetzte Frist für das Inkrafttreten der neuen Bedarfsplanung zum 1. Januar 2013 unter allen Umständen gehalten wird. Taktisch motivierte Verzögerungen oder gar ein Scheitern dieses Zeitplans wären weder für die gemeinsame Selbstverwaltung noch für den G-BA als ausführende Institution akzeptabel“, sagte der unparteiische Vorsitzende, Josef Hecken.

Der Beschluss wurde auch vom Vertreter der Bundesländer unterstützt. Mit der Einführung des Demografiefaktors am 15. Juli 2010 sollten die veränderten Alters- und Morbiditätsstrukturen der Bevölkerung bei der Berechnung des medizinischen Versorgungsbedarfs berücksichtigt werden. Allerdings war auch damals das Meinungsbild im Plenum und bei der zur Stellungnahme aufgeforderten Bundesärzte- und Bundespsychotherapeutenkammer sehr heterogen. Einvernehmen bestand deswegen über die Notwendigkeit einer Evaluation und Überprüfung des Beschlusses nach zwei Jahren.

Der Gesetzgeber hatte den G-BA beauftragt, über durch die Neuregelung entstandenen zusätzlichen Zulassungsmöglichkeiten, deren Besetzung und die hierdurch bewirkte Veränderung des Versorgungsgrades kontinuierlich zu informieren.

Maßgeblich für die Bedarfsplanung in Deutschland ist die Zahl der zugelassenen Vertragsärztinnen und Vertragsärzte, psychologischen Psychotherapeutinnen und -Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutinnen und -Psychotherapeuten, bezogen auf die Zahl der Einwohner in einem bestimmten Planungsbereich. Der G-BA regelt in seinen Richtlinien das Verfahren zur Ermittlung dieser Verhältniszahlen, auf deren Grundlage der Versorgungsbedarf ermittelt wird. Zudem legt er die Kriterien fest, nach denen überprüft wird, ob in den Planungsbereichen für einzelne Fachgruppen eine Über- oder Unterversorgung vorliegt.

Seit dem zum 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Versorgungsstrukturgesetz nehmen an allen Beratungen des G-BA zur Bedarfsplanung auch zwei von der Gesundheitsministerkonferenz der Länder bestimmte Vertreter der Bundesländer teil.

Ihr Ansprechpartner:

Kristine Reis
Tel.: 030 275838-173
Fax: 030 275838-105
E-Mail: kristine.reis@g-ba.de
Internet: www.g-ba.de

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Er bestimmt in Form von Richtlinien den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für etwa 70 Millionen Versicherte. Der G-BA legt fest, welche Leistungen der medizinischen Versorgung von der GKV übernommen werden. Rechtsgrundlage für die Arbeit des G-BA ist das Fünfte Buch des Sozialgesetzbuches (SGB V).

Den gesundheitspolitischen Rahmen der medizinischen Versorgung in Deutschland gibt das Parlament durch Gesetze vor. Aufgabe des G-BA ist es, innerhalb dieses Rahmens einheitliche Vorgaben für die konkrete Umsetzung in der Praxis zu beschließen. Die von ihm beschlossenen Richtlinien haben den Charakter untergesetzlicher Normen und sind für alle Akteure der GKV bindend.

Bei seinen Entscheidungen berücksichtigt der G-BA den aktuellen Stand der medizinischen Erkenntnisse und untersucht den diagnostischen oder therapeutischen Nutzen, die medizinische Notwendigkeit und die Wirtschaftlichkeit einer Leistung aus dem Pflichtkatalog der Krankenkassen. Zudem hat der G-BA weitere wichtige Aufgaben im Bereich des Qualitätsmanagements und der Qualitätssicherung in der ambulanten und stationären Versorgung.

Weitere Informationen finden Sie unter www.g-ba.de


Kulinarischer Kalender Brandenburg: Klinikküchen rücken Monat für Monat gesunde Produkte aus der Mark in den Mittelpunkt

AOK Nordost und Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg wollen Angebot an gesunden Brandenburger Produkten in Reha-Kliniken der Region fördern.

Auf gesundes und ausgewogenes Essen wird in Brandenburger Reha-Kliniken besonderer Wert gelegt. Dass in den Klinik-Großküchen künftig verstärkt regionale Produkte eingesetzt werden, dafür wollen die Partner des „Kulinarischen Kalender Brandenburg“ werben.

Unter Schirmherrschaft des Bundestagsabgeordneten Dr. Frank-Walter Steinmeier wollen die AOK Nordost und die Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg als größte Sozialversicherungsträger im Land gemeinsam mit den Rehabilitationskliniken „Hoher Fläming“ im Oberlinhaus in Bad Belzig und „Hohenelse“ in Rheinsberg zeigen, wie die Brandenburger Nahrungsmittel- und die Gesundheitswirtschaft sowie die Versicherten voneinander profitieren können. Das Projekt wurde bei einer Auftaktveranstaltung auf dem Spargelhof Klaistow in Beelitz vorgestellt.

In einer Pilotphase bieten die Küchen der beteiligten Reha-Kliniken jeden Monat besondere Angebote „Made in Brandenburg“ auf dem Speiseplan an. Dafür wurde ein Fruchtkalender zusammengestellt, der von der Kartoffel im Januar über die Erdbeere im Juni bis hin zum Apfel im November und Kohl im Dezember reicht. Mit den Großlieferanten der Küchen ist vereinbart, diese Produkte für diesen „Kulinarischen Kalender“ einzulisten.

Rund um die jeweiligen Obst- und Gemüsesorten werden Ideen entwickelt, um den Rehabilitanden die gesundheitlichen Wirkungen der traditionellen märkischen Produkte, deren fachgerechte Zubereitung, Anwendung sowie den Anbau näher zu bringen. Möglich sind Ernährungsberatungen und Lehrküchen, Ausflüge zu Produzenten und Aktionswochenenden mit kleinen Bauernmärkten in den Kliniken.

„Mit der Marke ,Kulinarischer Kalender“ wollen wir mit Unterstützung der Gesundheitseinrichtungen zeigen, dass Brandenburg viele gesunde Produkte für eine ausgewogene Ernährung bereithält“, sagt Gerlinde König, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der AOK Nordost. „Regional und frisch auf den Tisch – dieses Motto soll künftig auch für die Patienten in den Reha-Einrichtungen Brandenburgs gelten.“

„Wir setzen darauf, dass das regionale Engagement der beiden Pilot-Einrichtungen den „Kulinarischen Kalender“ auch für weitere Reha-Kliniken und ihre Rehabilitanden in Brandenburg interessant macht“, sagt Gundula Roßbach, Geschäftsführerin der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg.

Langfristiges Ziel ist es, dass sich ein leistungsfähiges Lieferanten-Netzwerk für Kliniken und andere Einrichtungen etabliert. Denn die Versorgung von Großküchen mit gesunden Produkten aus der Region scheitert bisher oft an der Kapazität der kleinen Anbieter: Pro Klinik werden täglich mehrere hundert Essen gekocht, für die eine termingerechte Anlieferung der Produkte in vorgeschriebener Qualität die Voraussetzung ist.

Kontakt:

Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg
Pressesprecher
Karl-Heinz Klocke
Telefon: 030 – 3002-1040
Telefax: 030 – 3002-1049
eMail: karl-heinz.klocke@drv-berlin-brandenburg.de


ÄZQ-Check für Arztbewertungsportale – jameda wieder bestes Portal

München, 17.07.2012 – zum zweiten Mal prüft das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) Deutschlands Arztbewertungsportale – und zum zweiten Mal schneidet jameda (www.jameda.de) als bestes Portal ab. Deutschlands größte Arztempfehlung erfüllt 83,3 Prozent der ÄZQ-Kriterien. Diesen Wert erreicht unter allen Portalen, die einer Veröffentlichung ihres Gutachtens zugestimmt haben, neben jameda nur noch ein weiterer Anbieter. Grundlage des Prüfverfahrens war die 2. Auflage des Anforderungskatalogs „Gute Praxis Bewertungsportale, Qualitätsanforderungen für Arztbewertungsportale“, den die ÄZQ 2011 veröffentlicht hat. „Wir haben im vergangenen Jahr sehr viel in die Weiterentwicklung unseres Portals investiert. Da freut es uns natürlich sehr, dass eine unabhängige Institution wie die ÄZQ die hohe Qualität von jameda bestätigt“, so Dr. Philipp Goos, Geschäftsführer von jameda.

Qualität von Arztempfehlungsportalen: Nützlichkeit für den Patienten sollte im Vordergrund stehen

jameda begrüßt das Engagement der ÄZQ im Bereich Arztbewertung und ist davon überzeugt, dass alle Portale durch diese Qualitätsprüfung profitieren. Gleichzeitig wünscht sich das Team um Geschäftsführer Goos eine offenere Diskussion darüber, welche Kriterien zur Beurteilung der Portale herangezogen werden. „Wir würden es begrüßen, wenn die ÄZQ bei ihren Prüfkriterien zur Beurteilung der Qualität von Arztbewertungsportalen stärker die Bedürfnisse der Patienten berücksichtigt“, so Goos. „So trägt beispielsweise die Forderung nach einem Recht der Ärzte auf Löschung ihres Eintrages nach unserer Auffassung zu einer Verminderung der Qualität der Portale bei. Schließlich kann nur eine vollständige Datenbasis den Patienten tatsächlich eine umfassende Information bieten und damit die freie Arztwahl ermöglichen. Auch die Forderung, Patientenmeinungen erst nach der Erfüllung einer Mindestanzahl zu veröffentlichen, ist als Qualitätskriterium aus Patientensicht diskussionswürdig“.

Pressekontakt:

jameda GmbH

Elke Ruppert

Über die jameda GmbH:

jameda ist Deutschlands größte Arztempfehlung. Mehr als 2 Mio. Patienten monatlich suchen auf jameda nach genau dem richtigen Arzt für sich. Dabei helfen ihnen die Empfehlungen anderer Patienten, die von den Ärzten bereitgestellten Informationen sowie zahlreiche Filtermöglichkeiten. Ärzte haben die Möglichkeit, ihre Praxis auf jameda vorzustellen und umfassend über ihr Leistungsspektrum zu informieren. Datenbasis bilden bundesweit rund 250.000 Ärzte. jameda ist eine 100-prozentige Tochter der börsennotierten Tomorrow Focus AG mit Hubert Burda Media als Hauptaktionär.